ChristiansFoyer
ChristiansFoyer heißt Christian Hoja , ist 29 Jahre alt. ChristiansFoyer hat sich 2008/12/28 18:27:35 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1225 Filme bewertet und legendäre 380 Kommentare geschrieben. Ich bin ein begeisterter Filmfan mit 'na ziemlich großen DVD-, Blu-ray- und Video-Sammlung. Ich betrachte Filme als ein Medium, das in der Lage ist zu bewegen, anzuregen und einfach nur zu unterhalten. Ich kann mich dabei an Kopfkino ebenso erfreuen, wie am hirnfreien Actionkracher und die Begeisterung für das Thema Film ist es, die mein Blog in den Vordergrund stellen und vermitteln soll (das schützt Schlechtes selbstverständlich nicht vor’m Verriss). Also, man sieht und liest sich auf http://christiansfoyer.de/ Mehr
| Name | Christian Hoja |
|---|---|
| Alter | 29 |
| Schreibt sonst für | http://christiansfoyer.de/ |
| Meine Lieblingsschauspieler: | eine kleine Auswahl: Russell Crowe ° George Clooney ° Julianne Moore ° Cate Blanchett ° Michael Caine ° Christian Bale ° Don Cheadle ° Kate Winslet ° Rachel Weisz ° Viggo Mortensen ° Philip Seymour Hoffman ° John C. McGinley ° Marisa Tomei ° Robert Downey jr °... |
| Ich bin Fan von: | Daniel Craig, Steve McQueen, Christian Bale, Julianne Moore, George Clooney, Don Cheadle, Robert Downey Jr., Catherine Keener, Rachel Weisz, John C. McGinley, Brad Pitt, Dante Spinotti, Russell Crowe, Kate Winslet, Hugh Jackman, Natalie Portman, Natascha McElhone, Maggie Gyllenhaal, Laura Linney, Tom Wilkinson, Ellen Burstyn, Ryan Gosling, Paul Thomas Anderson, Kevin Spacey, Darren Aronofsky, Peter Jackson, David Fincher, Stan Winston, Jackie Earle Haley, Tobey Maguire, Michael Mann, Robert De Niro, Meryl Streep, James Cameron, Ewan McGregor, Michael Caine, Johnny Depp, Cate Blanchett, Viggo Mortensen, Sean Penn, Colin Farrell, Clint Eastwood, Martin Scorsese, Thomas Jane, Edward Norton, Jennifer Connelly, Charlize Theron, Philip Seymour Hoffman, Susan Sarandon, Morgan Freeman, Sigourney Weaver, Christopher Nolan, Felicity Jones, Bryan Cranston, Michael Fassbender, Neil Patrick Harris, Kevin Kline, Trine Dyrholm, Dwayne Johnson |
| Meine Lieblingsregisseure: | eine kleine Auswahl: Ridley Scott ° Peter Jackson ° Darren Aronofsky ° David Fincher ° Sean Penn ° Paul Thomas Anderson ° Michel Gondry ° Christopher Nolan ° Clint Eastwood °... |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | "Dieses Instrument kann lehren, es kann aufklären, ja, es kann sogar inspirieren. Aber das kann es nur in dem Maße, in dem Menschen entschlossen sind, es genau zu diesem Zwecke einzusetzen. Andernfalls sind es nur viele Kabel und Leuchten in einem Schrank" (Edward R. Murrow) |
| Über mich | Ich bin ein begeisterter Filmfan mit 'na ziemlich großen DVD-, Blu-ray- und Video-Sammlung. Ich betrachte Filme als ein Medium, das in der Lage ist zu bewegen, anzuregen und einfach nur zu unterhalten. Ich kann mich dabei an Kopfkino ebenso erfreuen, wie am hirnfreien Actionkracher und die Begeisterung für das Thema Film ist es, die mein Blog in den Vordergrund stellen und vermitteln soll (das schützt Schlechtes selbstverständlich nicht vor’m Verriss). Also, man sieht und liest sich auf http://christiansfoyer.de/ |
Whistleblower - In gefährlicher Mission
ChristiansFoyer 9.0 "Herausragend" 2012/01/15 17:27:27
[...]„The Whistleblower“ ist zu Anfang ein Täuscher, beginnt wie ein Film, dessen Grundtenor man zur Genüge zu kennen glaubt: es braucht den aufrechten Amerikaner, um die Missstände andernorts zu erkennen und zu beseitigen. Regisseurin Kondracki stellt die engagierte Polizistin Kathryn Bolkovac aus Nebraska nicht sehr umfänglich vor, wie sie sich überhaupt für den Einstieg in deren Geschichte…
[...]„The Whistleblower“ ist zu Anfang ein Täuscher, beginnt wie ein Film, dessen Grundtenor man zur Genüge zu kennen glaubt: es braucht den aufrechten Amerikaner, um die Missstände andernorts zu erkennen und zu beseitigen. Regisseurin Kondracki stellt die engagierte Polizistin Kathryn Bolkovac aus Nebraska nicht sehr umfänglich vor, wie sie sich überhaupt für den Einstieg in deren Geschichte nicht viel Zeit nimmt: „The Whistleblower“ hastet durch die ersten Stationen ihres Werdegangs und lässt Bolkovac ein bißchen wie das einzig glimmende Licht in einem Schattenmeer des Desinteresses und der Korruption scheinen. In den ersten Minuten wirkt der Film stark simplifiziert und vom westlichen Bild osteuropäischer Gut/Böse-Klischees geprägt, ist in seiner Schwarz/Weiß-Malerei fast sinnverwandt mit dem Pierre Morel/Luc Besson Rache-Actioner „Taken“, könnte in seinem ideologischen Gleichschritt glatt als dessen Hintergrund-Doku durchgehen. Dieser etwas diffizile Einstieg führt aber keineswegs auf reaktionäre Tendenzen der Kanadierin Kondracki zurück, noch auf debütantische Unbeholfenheit, sondern erscheint in der Nachbetrachtung wichtig und sinnvoll.[...]
[...]»I came in as a very naive Midwestern cop wanting to do the right thing, wanting to bring justice to a lawless world, and I found lawlessness within my own ranks… in the end it was a real awakening for me.« Es ist nicht Ahnungslosigkeit, die Kathryn Bolkovac, deren Großvater Kroate war, nach Bosnien führte, es ist dieser naive, weltpolizeiliche Idealismus und diese stückweite Selbst(miss)verständlichkeit, mit der die USA ganz im allgemeinen glauben, Ideale durchsetzen zu können. „The Whistleblower“ spart einen Entscheidungsfindungsprozess aus, nach Erhalt des Angebotes, als Peacekeeperin nach Bosnien zu gehen, ist Bolkovac in der nächsten Szene bereits dort angekommen und trotz des zusätzlichen Motivs, Geld für einen Umzug in die Nähe ihrer Töchter zusammen zu bekommen, ist es der Wille zu Helfen, der sie dorthin führt und der die ruhelose Polizistin letztlich ja überhaupt erst von ihren Kindern getrennt hat. Und natürlich sucht sie in ihrer Anschauungsweise den Widerwert ihrer Vorstellungen erstmal vor Ort und nicht unter den Helfern und Verbündeten. Umso härter erfolgt schließlich der Einschlag, den „The Whistleblower“ erzeugt, wenn Bolkovac erstmals auf Spuren stößt, die in die eigenen Reihen führen; wenn hinter Scheinrazzien bloß Erpressung steckt und Fotos auftauchen, auf denen jene, die als Helfer gekommen sind, die Schutzbedürftigen auf jede nur erdenkliche Weise quälen, foltern, missbrauchen, abstoßende Obsessionen ausleben.[...]
[...]Eine weitere Stärke in Kondrackis Inszenierung ist es, um die aus sich heraus gegebene Wirkung ihres Themas zu wissen, ohne das Grauen verstärken und die Taten der ihre Pflicht erfüllenden Polizistin ins heroische überhöhen zu müssen. Kathryn Bolkovac leiten gleich mehrere Motive, sich für die verschleppten und missbrauchten Mädchen einzusetzen, aber keines definiert sie unbedingt als Heldin, da steckt neben der unbedingten Pflichtversessenheit und dem puren Willen auch die Kompensation des Verlustes ihrer Töchter dahinter und nebendran wird sie nie zur blütenreinen Ritterin erklärt: aus dem Bar-Flirt mit dem verheirateten Jan, einem niederländischen Peacekeeper, wird ein schneller Fick wird eine der wenigen vertrauensvollen Bekanntschaften, ohne dass die Grenzen des Filmes eine gemeinsame Zukunft versprechen (zu der es im wahren Leben allerdings sehr wohl kam). Ihre Zweifel und ihr Verzweifeln, die zahlreichen Rückschläge auf dem mühseeligen Weg zu kaum einem Triumpf fühlen sich dadurch nur echter an, dass Kondracki hier keine sonnenstrahlumflutete Göttin der Selbstlosigkeit zeigt. Auf der anderen Seite werden auch die Greueltaten der Schuldigen und Mitwisser nicht über ihre blanke Unmenschlichkeit hinaus mit zusätzlichen Mittel forciert, „The Whistleblower“ bietet nicht DEN hassenswerten Sachverwalterschurken auf, der mit dämonisierter Fratze das Böse synonymisiert, wodurch die schiere Masse an Übel, der Bolkovac sich gegenüber sieht, nur noch erschlagender scheint.[...]
[...]„The Whistleblower“ ist ein Film mit Nachhall, keiner der in die Sicherheit entlässt, dass seine Ereignisse die Welt auch nur ein Stückchen verändert hätten und nun alles wieder gut ist. Kathryn Bolkovacs Taten konnten wohl höchstens ein Kieselsteinchen von der Spitze eines Gebirges stupsen, in dessen Nähe sich die meisten nichtmal trauen. Ohne Schönung und billige Mittel zeigt Larysa Kondracki einen der dunkelsten Abgründe unmenschlicher Machenschaften. Regisseure wie Eli Roth mit „Hostel“ oder Srdjan Spasojevic mit „A Serbian Film“ wählten das Horror-Genre, die bewusste Provokation und den kalkulierten Skandal, um ein Statement zu Menschenhandel, Missbrauch und sexueller Gier über die Grenzen jeder Humanität hinaus abzugeben, ein Statement, das in „The Whistleblower“ ohne detaillierte Schockszenen doch viel eindringlicher formuliert wird. Ein Film, der mehr noch als am Maßstab seiner technischen und schauspielerischen Qualitäten an seiner Wichtigkeit gemessen werden muss und der bravouröse Mittel wählt, um als nichts anderes stehen und in Erinnerung zu bleiben, als ein Film, der eine wichtige Geschichte erzählt, die man sich unbedingt anhören und –sehen sollte.[...]
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Cowboys & Aliens
ChristiansFoyer 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/14 11:33:21
[...]„Cowboys & Aliens“ baut sich ganz ruhig auf, das Erzähltempo ist langsam, gemächlich fast, lauert auf die richtigen Momente, der Anti-Held ist schweigsam, resolut, kein Mann der Kompromisse, das Kaff Absolution ist staubig und trocken, dörrt in der Sonne Arizonas dahin, die Leute, die hier verkehren, sind edelmütig, großmäulig, unterdrückt, mächtig und einschüchternd, alle…
[...]„Cowboys & Aliens“ baut sich ganz ruhig auf, das Erzähltempo ist langsam, gemächlich fast, lauert auf die richtigen Momente, der Anti-Held ist schweigsam, resolut, kein Mann der Kompromisse, das Kaff Absolution ist staubig und trocken, dörrt in der Sonne Arizonas dahin, die Leute, die hier verkehren, sind edelmütig, großmäulig, unterdrückt, mächtig und einschüchternd, alle irgendein Ideal, mehr als nur ‚einfach‘ - kurzum: „Cowboys & Aliens“ ist vom ersten Frame an ein ganz und gar klassischer Western, ohne hippe Genredemontage. So klassisch, wie es wohl zuletzt Kevin Costners melancholischer „Open Range“ (2003) zu sein gewagt hat, dessen leicht sehnsüchtiger und getragener Grundstimmung Jon Favreau viel näher kommt, als irgendwelcher flippigen Blockbusteritis. Nach Comicverfilmung schaut hier erstmal nichts aus und je weiter „Cowboys & Aliens“ den richtig großen Eintritt seines zweiten Genres nach hinten schiebt, desto größer wird der Wunsch, er würde ihn sich sparen.[...]
[...]Doch „Cowboys & Aliens“ kippt nicht aus seinem rauen Klima, nutzt blaues Laserlicht, große Explosionen und die Facehugger-artigen Fluggeräte der Außeriridischen nicht, um ins große Spektakel auszubrechen. Die harten Kerle kauen einen Moment auf der Attacke rum, spucken dann aus und machen sich auf den Weg, men's gotta do what men's gotta do. Im Grunde sind die Besucher von oben nicht mehr als das, was „Cowboys & Aliens“ als seinen Ersatz für die sonst üblichen Viehdiebe, Goldräuber, Hurenmörder oder sonstiges Geschurke artikuliert, nur die technische Überlegenheit variiert die Wahl ihrer Mittel, nicht aber ihre Motive. Entsprechend weit ab vom ganz großen Clou erklärt sich das Eindringen der grünhäutigen Hünen letztlich, wobei der Film (konsequenterweise, muss man sagen) eine Möglichkeit der Metaphorik auslässt, die die Vorlage auf ihren ersten Seiten recht plakativ illustriert: da werden die Eroberungstaktiken der Aliens quasi mit der Besiedlung Amerikas durch den weißen Mann gleichgesetzt, eine Symbolik, die „Cowboys & Aliens“ durch die Deklarierung der Invasoren als lediglich auskundschaftende Vorhut vollständig umgeht.[...]
[...]Harrison Ford macht hier nicht nur endlich mal etwas im Action/Adventure-Bereich, das sein fortgeschrittenes Alter nicht permanent zu leugnen versucht, sondern außerdem sowohl als eigenständige Rolle, wie auch im Kontext des eigenen Fames funktioniert, eben weil es mit einer gewissen, lächelnd zur Kenntnis genommenen Ehrerbietung an die vergangenen Großtaten einer Leinwandlegende erinnern lässt. Der verschmitzte Grummler steht Ford nach wie vor gut und wird in „Cowboys & Aliens“ weder zynisch zerflückt, noch parodiert, sondern fein ironisiert, samt Han Solo-Gedächtnismoment.[...]
[...]Wo er dem eigentlichen Helden Luke Skywalker einst die Show stahl darf Ford in „Cowboys & Aliens“ allerdings in Würde hinter Daniel Craig zurück treten. Die rough/toughe Präsenz des einst so herrlich voreingenommen als Weichei verschrieenen Briten könnte sich kaum natürlicher für einen wortkargen Revolverträger eignen, Craigs steinharte Blicke unter seinem Hut hervor hätten im Duell mit dem Clint Eastwood aus den 1960ern wohl die Leinwand zum Splittern gebracht. Jake Lonergan ist dabei für sich keine so wahnsinnig spannende Figur, der Gedächtnisverlust eine bis kurz vor’s Reißen abgenutzte Saite, auch besitzt der Charakter nicht die Ambivalenz, die zum Beispiel Eastwoods Blonden aus „Il buono, il brutto, il cattivo“ zu einer solchen Ikone des Genres machte – aber Craig bringt nicht nur die gegerbte Charakterfresse mit, sondern gleichermaßen so viel unbrechbare Coolness und dennoch innere Verletzlichkeit, das das wenig lüftenswerte Geheimnis um seine Identität genug Grundinteresse weckt. Hach, und was soll das Geschwafel: der harte Kerl macht einfach Laune *rotzhochziehundausspuck*, so einfach ist das![...]
[...]Objektiver betrachtet mag „Cowboys & Aliens“ vielleicht keine 8 Punkte wert sein, aber Objektivität ist nunmal kein zum Nutzen einer Filmbewertung nachweisbar vorhandenes Organ, da zählen Bauch und Herz und die sagen im Falle von Jon Favreaus SciFi-Western ganz klar: cooles Ding! Mit Sam Rockwell, Paul Dano, dem Kurgan Clancy Brown und Keith Carradine auch neben Craig und Ford stark besetzt, tricktechnisch sauber, ohne das fiese Weltraumgezüchte und seine Gerätschaften überzuspektualisieren. Favreau verlässt sich mehr auf den Reiz der Weite und der breiten Panoramen, auf die Zugkraft der knochenharten Kerle und auf ihren Weg durch die Widrigkeit eines noch fortschrittsfreien Landes im gerechten, aber nicht heroisch aufgeplusterten Kampf gegen ein Böses. Das 'ein Böses' hier trotz außeriridischer Herkunft bloß einen Stellvertreterposten einnimmt und der SciFi-Einschlag von kaum geringerer Nutzkraft für die klassischen Wild West-Sets und –Plotpoints sein könnte mag für Alien-Fans ein wenig enttäuschend sein – Westernliebhaber indes bekommen von „Cowboys & Aliens“ vermutlich eine Menge Wünsche mehr erfüllt, als man sich an das Genre überhaupt noch zu richten traut.[...]
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Anton Gorodezki 2012/01/24 18:00:15
Antwort löschenbesser kann man den Film eigentlich nicht beschreiben :-)
ChristiansFoyer 2012/01/24 18:25:22
Antwort löschenOch doch, das geht bestimmt noch besser, trotzdem danke ;)
Kill the Boss
ChristiansFoyer 6.0 "Ganz gut" 2012/01/11 10:23:41
[...]Ein Blick in die Trailer oder auch nur auf die Besetzungsliste von „Horrible Bosses“ reicht natürlich aus, um das Highlight des Films vorausahnen zu können: die horrible Bosses. Die nutzen die gebotene Bühne und spielen mit Genuss gegen und mit ihrem Image; Colin Farrell macht sich hässlich und dreht hier, nicht unähnlich seinem Bullseye aus „Daredevil“, an den Schrauben der Egozentrik,…
[...]Ein Blick in die Trailer oder auch nur auf die Besetzungsliste von „Horrible Bosses“ reicht natürlich aus, um das Highlight des Films vorausahnen zu können: die horrible Bosses. Die nutzen die gebotene Bühne und spielen mit Genuss gegen und mit ihrem Image; Colin Farrell macht sich hässlich und dreht hier, nicht unähnlich seinem Bullseye aus „Daredevil“, an den Schrauben der Egozentrik, statt des süßen RomCom-Mäuschens gibt Jennifer Aniston eine lasziv-schamfreie Edelschlampe und Kevin Spacey kommt so blasiert, in eingebildeter Wichtigkeit posend und so weit von oben herab daher, wie es gelegentlich aus seiner konsequenten Abschottung des Privatmanns Spacey fehlinterpretiert und ihm tatsächlich als Wesenszug angedichtet wird. Soviel Exzentrik fordert natürlich ein bißchen mehr natürliche Blässe auf der anderen Seite und dafür eignen sich die everyday faces von den beiden Jasons Bateman und Sudakis sowie Charlie Day nicht minder gut.[...]
[...]Trotzdem, und da passt immer mal wieder die Feinabstimmung von „Horrible Bosses“ nicht so ganz, holt Gordon aus dem Gegeneinander der Untergebenen und Vorgesetzen nicht alles heraus. Der Humor hebt sich phasenweise auf, wenn anfangs die ordinäre Aniston keine zwei Worte nacheinander ohne deutliche Sexanspielung verliert, der Film aber erstmal fast jeder Figur »pussy« und »dick« und »boobs« in den Mund legt, dann verpufft die Schlampenwirkung, genauso wie der sexistische Farrell mit seinen dumpf-doofen Vorurteilen nicht bloß genug gestellt wird, wenn dann vor allem von Sudeikis immer wieder ganz arg biedere »bäh, gay... Straight ftw!«-Momente bemüht werden. Einzig zwischen dem auftrumpfenden Spacey und dem duckenden Bateman stimmt die ganze Zeit das Gleichgewicht, allein schon weil Mimikmagier Spacey den Bogen zwischen satirischer Überzeichnung und blanker Verachtenswertheit erwartungsgemäß am gekonntesten spannt und damit den hassenswertesten Boss gibt.[...]
[...]„Horrible Bosses“ ist leider zu sehr sein deutscher und zu wenig sein Originaltitel. „Kill the Boss“ ist natürlich eine dieser denkbar platten und unnötigen Umenglisierungen, trifft die Sache aber bedauerlicherweise besser. Die schrecklichen Chefs kommen alle drei zu kurz, Colin Farrells Auftritt wird in der Unrated-Fassung wenigstens noch um eine längere und eigentlich unverzichtbare Szene erweitert, während Bateman, Day und Sudeikis gleich mehrere Sequenzen über ihren Pointenzenit hinaus improvisieren dürfen. Da hätte man sich doch eher noch ein bißchen mehr Platz für die Horrability Spaceys und Jennistons gewünscht, da hätte „Horrible Bosses“ als Satire gerne noch viel weiter als gerade mal bis an die Gartentür der bitterbösen Gemeinheit gehen können. Statt die aus dem Haus zu locken steckt der Film ihr nur einen harmlosen Knallfrosch in den Briefkasten und gibt sich damit zufrieden, hinter der Fassade ein gehässiges und kaum vernehmbares Schimpfen zu hören.[...]
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Super 8
ChristiansFoyer 6.5 "Ganz gut" 2012/01/03 17:03:22
[...]„Super 8“ geht da weiter, wo die 80er aufgehört haben, knüpft an eine Zeit an, wo Kino und Film nicht nur auf Zelluloid gebrannte Bilder waren, sondern ein Wunder, eine Entdeckung. Ein Kino des kindlichen Staunens, des Explorativen, erlebbar durch die Augen seines Machers, der dies in seinem Blick und seiner Art zu Erzählen bewahrt hat. In Abrams‘ Fall zumindest einen halben Film lang…
[...]„Super 8“ geht da weiter, wo die 80er aufgehört haben, knüpft an eine Zeit an, wo Kino und Film nicht nur auf Zelluloid gebrannte Bilder waren, sondern ein Wunder, eine Entdeckung. Ein Kino des kindlichen Staunens, des Explorativen, erlebbar durch die Augen seines Machers, der dies in seinem Blick und seiner Art zu Erzählen bewahrt hat. In Abrams‘ Fall zumindest einen halben Film lang. „Super 8“ ist anfangs großartig. »How to recover a long lost movie-making spirit« könnte als Arbeitstitel und oberste Vorgabe an sich selbst auf einem frühen Drehbuchentwurf Abrams‘ gestanden haben; das dieses Unternehmen im Film nicht „entworfen“ wirkt ist den Regiequalitäten des „Lost“-(Co-)Masterminds zu verdanken. „Super 8“ ringt nicht nach der Luft seiner Vorbilder, er verströmt deren Atem, das Setting, die Plotentwicklung, der nach ruhigem Beginn und Charaktereinführung anschwillende Spannungsbogen und die milden Schockmomente – Abrams rekonstruiert diese Elemente nicht bloß im Zweck und Stile der 80er und müht sich wie ein Handwerker daran ab, sondern setzt sie so liebevoll würdigend wie inszenatorisch handlungssicher ein, als hätte es den Abstieg des Begriffes Blockbuster in Richtung niederer-durchkalkulierter Unterhaltung nie gegeben. Wer selbst auch nur einen Faden breit Bindung an das Hollywood-Kino von vor fünfundzwanzig Jahren besitzt, der muss sich eigentlich auf den ersten Blick in „Super 8“ verlieben.[...]
[...]Die Story der enthusiastischen Nachwuchsfilmer ist dabei voller größerer und kleinerer Ver- und Hinweise; die Poster und Figuren in den Zimmern der Jungs, die Unterbringung eines der bekanntesten Zitate aus der der „Star Wars“-Saga, die in ihrem Film für die Zombifizierung der Einwohner verantwortliche Firma Romero Chemicals,… Hinter der Leidenschaft und Problemwelt (ERST der Film, DANN alles weitere) von Jungregisseur Charles lässt sich jederzeit der junge Abrams, der junge Spielberg, der junge Werauchimmerfilmemacher herauslesen. Dazu gibt’s in „Super 8“ einen der süßesten und unaufdringlich-aufrichtigsten „Love“ (halt was vierzehnjährige darunter verstehen) Story-Plots seit langem, begleitet von einigen wunderschönen Szenen zwischen Joel Courtney und der tollen Elle Fanning (ihr Zombiewalk, seine Reaktion auf ihren ersten Probeauftritt vor der Kamera,…). Auch das Einfallen des Fremden und Unerklärlichen ins Gewohnte (quasi das Stephen King-Patent) verarbeitet „Super 8“ anfangs noch sehr ansprechend.[...]
[...]Soooooo, „Super 8“, nach dem bis hierhin vielmaligen Gebrauch des Wortes „anfangs“ muss nun aber dessen Verwendungsgrund folgen. Leider verblasst die Schwärmerei für J.J. Abrams‘ Retro-Blockbuster im weiteren Verlauf der 107 Minuten und macht dem dann üblichen Phänomen Platz: der Ernüchterung. Wenn „Super 8“Actionszenen bietet (was er zugegebenermaßen gut dosiert tut), dann übertreibt der Film diese so maßlos, dass man sich eben doch ganz schnell und unsanft im Kinojahr 2011 wiederfindet, wo „Super 8“ neben „Transformers 3“ und unzähligen effektlastigen Comicspektakeln läuft. Der Zugcrash, der im Teaser Mitte 2010 den Hype entfachte (im Film allerdings ganz anders aussieht), ist sowas von überzogen und genauso bar jeden Sinns wie der im späteren Verlauf stattfindende Einmarsch der Armee ins kleine Lillian, um da völlig unkoordiniert und ziellos das hilflose Städtchen auseinander zu ballern. Da windet sich „Super 8“ plötzlich mit blinder Gewalt heraus aus seinen sorgfältig und so gut passend angelegten Fesseln und verfällt in laute Hektik und vergisst vor lauter Krach auch nur einen der so gelungen aufgebauten Konflikte mit ähnlich feiner Zeichnung aufzulösen. Die Kinder turnen in den Actionszenen beliebig durch wild umherwirbelnde Wagons oder an von Panzern geplätteten Schaukeln vorbei und ein bißchen ließe sich das Ausmaß des Brimboriums durch die Perspektive des Films erklären: durch kindliche Augen betrachtet mag das alles einfach noch viel gewaltiger und abgehobener aussehen, als es tatsächlich passiert, wofür auch spricht, dass einer der Jungs sogar die Frage in den Raum wirft, wie ein bloßer Pick-Up Truck einen tonnenschweren Güterzug SO zum Entgleisen bringen kann.[...]
[...]Aber für solche Erklärungen, mögliche Intentionen von Macher Abrams oder reines Meta-Bla rückt „Super 8“ den Fokus ab dem Zugcrash eigentlich zu weit weg von den Kindern, speist sich nicht mehr oder nicht mehr nur aus deren Abenteuern, sondern stellt die Ermittlungsarbeit von Deputy/Dad Jackson Lamb daneben, der nach dem Tod seiner Frau in der Verantwortung für die Stadtbewohner mehr aufgeht, als in jener für seinen Sohn. Für Plot- UND emotionale Entwicklung bekommt der sympathische Kyle Chandler dann aber doch deutlich zu wenig Raum und seine Figur steht den Kindern indirekt mehr im Weg, da sie zur Story letztlich nichts leistet, das nicht von diesen selbst kommen könnte. Trauerbewältigung und –überwindung, konfliktreiche Vater-Kind- und Vater-Vater-Beziehungen – keinen dieser Substränge leitet „Super 8“ in zufriedenstellende Konklusionen über. Vergleichsweise erwartbarer gilt dies auch für das Monster, seine Ziele und seinen groben Hintergrund. Sowas fällt gewohnheitsgemäß enttäuschender aus, als das Getue im Vorfeld es verschleiern will, je mehr Geheimnis gelüftet wird, desto uninteressanter wird es. Das „Super 8“-Viech kombiniert die mitleiderzeugende Verängstigung und das Heimweh E.T.‘s auf der motivischen Seite mit der Destruktivität und dem Killerinstinkt des „Cloverfield“-Monsters auf der exekutiven Ebene, was ungefähr so gut zusammengeht, wie ALF mit zwei Äxten in der Hand Jagd auf die Tanners statt auf Lucky machen zu lassen. Dennoch ist „Super 8“ in seinen schwächeren Momenten immer noch zu gut gemachtes Blockbuster-Kino, um auf’s völlig falsche Gleis überzuspringen und insgesamt mindestens solides Entertainment.[...]
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten
ChristiansFoyer 8.0 "Ausgezeichnet" 2011/12/22 09:33:09
[...]„A Game of Shadows“ fühlt sich sofort so an, als hätte man „Sherlock Holmes“ nie ausgemacht und das bleibt den ganzen Film so, weshalb trotz jeden Zuckens der typischen Sequel-Reflexe „A Game of Shadows“ ein gutes solches ist. Schlechte Fortsetzungen futtern sich reichlich Speck an, um in die übergroßen Kleider zu passen, die sie sich parat gelegt haben, gute Fortsetzungen ziehen…
[...]„A Game of Shadows“ fühlt sich sofort so an, als hätte man „Sherlock Holmes“ nie ausgemacht und das bleibt den ganzen Film so, weshalb trotz jeden Zuckens der typischen Sequel-Reflexe „A Game of Shadows“ ein gutes solches ist. Schlechte Fortsetzungen futtern sich reichlich Speck an, um in die übergroßen Kleider zu passen, die sie sich parat gelegt haben, gute Fortsetzungen ziehen genug selbstbewusstes Auftreten aus den Stärken ihres Vorgängers, um ihren Anzug auch so ausfüllen zu können: „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“ trägt zwar ein, zwei Nummern größer, bietet aber gar nicht so viel mehr an hohlem Bombast, nicht so viel weniger an Story und kein geringeres Interesse an seinen Figuren, vernachlässigt und vergisst nicht über das Streben nach MEHR die Betonung des Wesentlichen. Und dabei handelt es sich ganz eindeutig um Robert Downey Jr. und Jude Law als Holmes und Watson. Das Duo balgt und balzt sich in verbaler Hochform durch den Film, es ist ihr Gegen-, Mit- und Füreinander, aus dem „A Game of Shadows“ auch dann seinen Antrieb schöpft, wenn er sie räumlich trennt und auf humoristischem oder schussgewaltigem Wege zu ihrer Wiedervereinigung überleitet. Man könnte sagen, Downey Jr. und Law hätten die Rollen ihres Lebens gefunden (wenn nicht zumindest ersterer nicht noch ein paar andere Eisen im Feuer hätte), das würde sie aber zu sehr voneinander separieren, die haben stattdessen ‚einander‘ gefunden. Downeys exzentrische Vorlagen, Laws pragmatische Konter, der hinter Beleidigungen verborgene gegenseitige Respekt, die spitzzüngigen Kabbeleien, die mehr als so manche RomCom den Wunsch wecken, die beiden mögen sich nun endlich küssen: als gäbe es die Welt des einen ohne die des anderen nicht und daraus zog der erste und daraus zieht „A Game of Shadows“ seine Dynamik, in den urkomischen Wortgefechten wie in den Momenten des Bangens.[...]
[...]Das erwähnte „nicht so viel weniger an Story“ meint allerdings nicht, dass „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“ sein kongeniales Gespann durch einen unbedingt besonders raffinierten Plot führt. Das Autoren-Duo des Sequels handhabt es auch in dieser Beziehung wie das –Trio des Vorgängers: die Story wird über die Benennung von Eckdaten weiter getrieben, Details bleiben ausgespart und erschließen sich erstmal nur Holmes, so dass alles eine Zeit lang viel komplizierter wirkt, als es letztlich ist. Beide „Sherlock Holmes“-Filme haben nicht unbedingt viel auf der Bühne stehen, wenn der Vorhang erstmal weggezogen ist und dadurch das in „A Game of Shadows“ die milden Mystery-Elemente des Erstlings komplett wegfallen bleibt sehr viel weniger im Schatten, als es der Titel verkaufen möchte. So besteht dann auch Holmes‘ offensichtliche detektivische Arbeit zumeist daraus, über gewisse, kaum handlungsrelevante Personen ein bißchen besser als jeder andere Bescheid zu wissen und somit das nächste Ziel bestimmen zu können, was man mit dem bösen Wort Willkür kleinreden könnte. Es muss halt akzeptiert werden, dass der brilliante Verstand des Titelhelden dem Publikum als soweit im Voraus verkauft wird, dass Aussparungen und übersprungene „Warums“ am Ende behaupten logische Konsequenzen und „Weils“ zu sein.[...]
[...]Da er diese in Watson längst gefunden hat führt „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“ nach dem schnellen Ableben Rachel McAdams‘ auch keine neue große Liebe für den Meisterdetektiv ein, die eventuell in dieser Rolle erwartete Noomi Rapace fügt sich lediglich ganz gut neben Holmes und Watson an, die wirklich wichtigen Aufgaben lässt sie diese aber brav allein erledigen. Ihrer Figur Simza traut man immer wieder den Kick aus der Bedeutungslosigkeit heraus zu, der dann aber doch nie kommt. Als Holmes‘ Bruder Mycroft darf Stephen Fry seine nackte Pracht präsentieren, Paul Anderson als Scharfschütze Sebastian Moran fies zischen, eigentlich spielen aber im Schatten von Downey Jr. und Law alle nur gegen die Blässe ihrer Figur an. Und dennoch: „A Game of Shadows“ ist ein starkes Sequel; die weltberühmte literarische Vorlage, unzählige vorangegangene filmische Umsetzungen und das Zitieren ganz anderer Vorbilder halten Ritchies Filme nicht davon ab, etwas ganz Eigenes zu besitzen, dessen Reiz noch nicht nachgelassen hat. Ob ein möglicher dritter Teil mit derart wenig Variation auch noch zu tragen wäre mag nicht mit Gewissheit vorauszusagen sein, zumindest bei zweiten Mal macht’s aber weiterhin Spaß.[...]
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten
mitcharts 2011/12/22 11:25:28
Antwort löschenSo ähnlich seh ich es auch, wobei ich dir bei der Detektivarbeit nicht ganz zustimmen kann. Das was Holmes macht und für den Zuschauer - erstmal - nicht schlüssig ist, wird ja in Rückblenden erklärt, auch größere Tricksereien wie z.B. Moriarty's Notizbuch.
Schon mit dem ersten Ton des Soundtracks hab ich mich wie "zuhause" gefühlt. So müssen Fortsetzungen sein. :)
ChristiansFoyer 2011/12/22 11:34:46
Antwort löschenKlar gibt's die erklärenden Flashbacks, nur wirken die mir noch ein bißchen konstruierter als im ersten Teil und das ist in seiner Auflösung halt alles weniger raffiniert, als es der Film teils glauben machen will. Ist aber insgesamt schon alles ok so.
Das Notizbuch z.B. kam mir ein bißchen zu sehr aus dem Nichts, der Film könnte da ein mehr zum selbst entdecken während einer Zweitsichtung bieten. So dieser "aaaach, genauuu"-Moment hat mir da etwas gefehlt.
mitcharts 2011/12/22 12:52:34
Antwort löschenSchlüssige Argumente, denen ich auch zustimme, aber ich bin der Meinung, dass der Fokus bei Richtie's Holmes-Filmen auf anderen Aspekten liegt als Holmes Gedankenspiele, auch wenn diese einen gewissen Teil der Filme einnehmen.
Von der Warte her find ich das vollkommen in Ordnung, obwohl man das natürlich etwas mehr ausbauen könnte.
ChristiansFoyer 2011/12/22 13:23:37
Antwort löschenDas sie überhaupt Teil der Filme sind find ich schon völlig ausreichend und ihren Teil zur Eigenheit der Ritchie-Holmes' beitragend. Die beiden Teile sind schließlich auch nicht ganz sooo weit am Charakter vorbei gedeutet, wie viele glauben ;)
mitcharts 2011/12/22 13:34:15
Antwort löschenHehe, das stimmt. Der einzige Unterschied der mir wirklich auffällt, ist, das Holmes wesentlich mehr "Boheme" ist. Das war es dann aber auch schon.
Captain America - The First Avenger
ChristiansFoyer 4.0 "Uninteressant" 2011/12/20 17:26:29
„Captain America - The First Avenger“ tritt als Schütze Arsch im letzten Glied zum endgültigen Beweis an, dass 2011 NICHT das Jahr der Comicverfilmungen ist. Mehr noch als „Thor“ und in Teilen (der trotzdem viel bessere) „Iron Man 2“ wirkt auch der letzte Einzelfilm vor der „Avengers“-Zusammenkunft bloß wie ein ausgedehnt-überlanger Trailer zu diesem jizz-all-over-my-pants-Fanpleaser-Event…
„Captain America - The First Avenger“ tritt als Schütze Arsch im letzten Glied zum endgültigen Beweis an, dass 2011 NICHT das Jahr der Comicverfilmungen ist. Mehr noch als „Thor“ und in Teilen (der trotzdem viel bessere) „Iron Man 2“ wirkt auch der letzte Einzelfilm vor der „Avengers“-Zusammenkunft bloß wie ein ausgedehnt-überlanger Trailer zu diesem jizz-all-over-my-pants-Fanpleaser-Event. Dem heutzutage wohl unzumutbarsten Heldenbild aus der Marvel-Kompanie formell mit einer Ausrichtung am klassischen Abenterkino statt hippem Kostümträgerspektakel zu begegnen ist nicht ganz falsch, vor dem Hintergrund Zweiter Weltkrieg mehr Inglourious Basterd denn Untergang für den Führerbunker zu sein ebenfalls angebracht. Der Stechschritt an ironischer Distanz zwischen sich und dem Quellmaterial wirkt hingegen steif und bemüht und eben überhaupt nur unternommen, um ein Publikum, das nicht allmorgendlich vor stars’n’stripes salutiert, nicht sofort aus dem Film zu scheuchen. Einzig mit der Montage, in der Captain America zu lächerlichen Propagandazwecken eingesetzt wird, gelingt ein komischer Bruch, der rückblickend aber auch nur wieder deutlich macht, dass der gute Soldat, der gute Mensch und vor allem der gute Amerikaner an die Front gehört.
Dort angekommen reißt der Cap dann erstaunlich wenig, schleudert ein bißchen sein Schild nach hier und da, kloppt die gesichtslosen HYDRA-Horden um und bekommt ein paar heroische Zeitlupen; im Vergleich zu hammerschwingenden Göttersöhnen, schwerreichen Playboys in unbesiegbaren HighTech-Rüstungen oder agilen Spinnenfädenschwingern also reichlich mau, was der Superpatriot so leistet. Kaum weniger verwunderlich ist es, dass eine 140 Millionen Produktion nur einen einzigen gelungenen Special Effect bietet, nämlich die Verschmalerung von Muskelmann Chris Evans, und ansonsten schwerst nach mittelmäßiger TV-Unterhaltung aussieht. Um das wenige an Geschichte kümmert sich Auftragsregisseur Joe Johnston in der zweiten Hälfte überhaupt nicht mehr, da wird nur noch schnell von einem wirr-unspektakulären Action Set zum nächsten geswitcht und nur noch darauf zu gehastet, am Ende die „Avengers“ zu teasern. Ob schmächtig oder schmackhaft, Hauptdarsteller Evans macht sich noch ganz gut, aber dem hat die flapsige „Fantatsic Four“-Fackel besser gestanden, als der facettenfreie Vorzeigefahnenträger. Die Besetzung minderbemittelter Rollen mit hochkarätigen Darstellern ist für Comicverfilmungen seit Jahren kein Problem mehr und dennoch „Captain America“s größter Verdienst, aber von Evans über den »I‘ve already played one of the greatest movie villains ever - no purpose in doing it twice«-Schurken Hugo Weaving bis hin zu Tommy Lee Jones, Stanley Tucci, Toby Jones und dem no-love-no-interest Hayley Atwell hätten alle lieber den Wehrdienst verweigern sollen.
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Planet der Affen: Prevolution und 1 weitere Filme ...
ChristiansFoyer 8.0 "Ausgezeichnet" 2011/12/16 16:09:20
Mission:Impossible - Phantom Protokoll
ChristiansFoyer 7.5 "Sehenswert" 2011/12/15 09:45:58
[...]„Mission: Impossible – Ghost Protocol“ positioniert sich als eine Art Neuanfang für die Reihe: keine Nummer mehr im Titel und ein aus allen Zutaten des Films deutlich herauszulesender Hintergedanke, wo und mit welchen Mitteln angesetzt werden muss, um das Agenten-Franchise aufzupeppen und für zukünftige Einsätze zu rüsten. „Ghost Protocol“ fühlt sich wie keiner seiner Vorgänger…
[...]„Mission: Impossible – Ghost Protocol“ positioniert sich als eine Art Neuanfang für die Reihe: keine Nummer mehr im Titel und ein aus allen Zutaten des Films deutlich herauszulesender Hintergedanke, wo und mit welchen Mitteln angesetzt werden muss, um das Agenten-Franchise aufzupeppen und für zukünftige Einsätze zu rüsten. „Ghost Protocol“ fühlt sich wie keiner seiner Vorgänger an, was angesichts dessen, dass auch die vorangegangenen drei Teile nicht von stilistischer und inhaltlicher Stringenz geprägt waren, aber zu erwarten war: verschiedene Regisseure, verschiedene Handschriften und trotzdem alles in den engen Rahmen gepresst, den Produzent Tom Cruise vorgibt. Während man diese Enge den Vorgängern aber deutlich anmerkt, diese unbedingte Ausrichtung auf die bestmögliche Ausleuchtung des Cruise und diese Unterordnung jeden anderen Elements, ist „Ghost Protocol“ so etwas wie das tiefe Luftholen und das erleichterte Ausatmen. Teil vier, der nicht als erstes als solcher wahrgenommen werden will, ist der entfesseltste „Mission: Impossible“-Film, einer der auch darauf pfeift, aktuellen Genreströmungen hinterherhecheln zu wollen, ein mordsunterhaltsamer von Höhepunkt zu Höhepunkt-Hüpfer mit der Technik von heute und einer absolut vernachlässigbaren Story von dunkelgestern.[...]
[...]Schauwert und Spektakel, Action und Humor und nicht zuletzt die Einführung und –fügung des neuen Teams geigen dabei in erster Reihe, während die Story kaum zu vernehmen ist. Das ist aber mehr als verschmerzbar, denn sich einerseits so von sich selbst zu distanzieren, sich durchaus mal ironisch zu betrachten und einfach hemmungsfrei loszulegen, andererseits aber auch nicht jede Wurzel achtlos zu kappen und zu ein paar Kernpunkten zurück zu finden tut „Mission: Impossible“ so verdammt gut, dass das Murren über Plotholes, Logikirrsinn und Schauplatzhopping um des Schauplatzhoppings Willen entsprechend leise ausfällt.[...]Der verschachtelt-thrillerige Erstling, der Cruise-Porno-Nachfolger und der zum Schluss verschenkte more reality based dritte Teil wirken nachbetrachtet und im Vergleich zu „Ghost Protocol“ wie ein Wadenkrampf, den Physiotherapeut Brad Bird nun mit gekonnten Griffen und Bewegungen heraus dehnt und biegt.[...]
[...]Abgespacte Gadgets, halsbrecherische Stunts, ein banaler Plot, kombiniert mit charmantem old school-„Bond“/„Ocean’s“-Feeling: „Mission: Impossible – Ghost Protocol“ unterhält mit bewusster Übertreibung und genau der ironischen Selbstwahrnehmung bis hin zur Eigenparodie, die nötig ist, um das zu gutem und nicht affigem Entertainment zu machen. Bei der großzügigen Laufzeit von über zwei Stunden hätte hier und da noch Platz für einen zumindest etwas anwesenderen Schurken sein dürfen. Zudem bleibt Held Ethan Hunt, auch wenn Cruise sich sehr angenehm zurücknimmt und ihm für seinen Einsatz in den Stuntszenen jeder Respekt gebührt, weiterhin nur eine Eigenschaftsansammlung und darin immer noch mehr sein Star, denn ein Charakter: Super Cruise, Tom C. Rambo, der Cruisinator – choose what you like. Wahrscheinlich, das wird sich irgendwann zeigen, ist „Ghost Protocol“ so ein Film, der nur einmal richtig gut wirkt, da bei mehrfacher Sichtung die Action, die Spannungsmomente und die Komik bekannt und gewohnt werden und dann auffällt, wie wenig bleibt, um diese Elemente zusammen zu halten. Bis dahin ist das aber erstmal ein irre unterhaltsamer und damit ein vorerst gelungener (auch abhängig davon, wie’s nun weiter geht) Neustart der Reihe mit genau der benötigten Dosis an Frischzellen.[...]
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Mission: Impossible III
ChristiansFoyer 7.0 "Sehenswert" 2011/12/11 12:16:22
„Mission: Impossible III“ – bis so etwa zwanzig Minuten vor Schluss der beste Teil der Reihe. In der brettstarken Anfangssequenz zerschellt der Mythos Ethan Hunt (der eigentlich nie einer geworden ist, aber von Cruise mindestens mit dem zweiten Teil in die Richtung zu pushen versucht worden war) an der kalten Präsenz Philip Seymour Hoffmans; nach den Opening Credits und in der Hinleitung…
„Mission: Impossible III“ – bis so etwa zwanzig Minuten vor Schluss der beste Teil der Reihe. In der brettstarken Anfangssequenz zerschellt der Mythos Ethan Hunt (der eigentlich nie einer geworden ist, aber von Cruise mindestens mit dem zweiten Teil in die Richtung zu pushen versucht worden war) an der kalten Präsenz Philip Seymour Hoffmans; nach den Opening Credits und in der Hinleitung zu dieser Szene macht der Film auch nicht viel falsch. Intensive Action, ein besser oder sogar erstmals richtig gut eingebundenes Team und endlich eine Fallhöhe für den Helden, der auch mal scheitert, versagt, zweifelt, die Beherrschung verliert, ausrastet. Der Einbruch im Vatikan, Hunts und Davians Psychoduell mit Aussicht im Flugzeug – alles ganz stark. Und die Beschaffung des MacGuffin, der sogenannten Hasenpfote, die OFFSCREEN stattfindet – das ist ja fast schon selbstironisch in seiner zwinkernden »joa joa, der Ethan macht dat schon«-Attitüde. Außerdem taugt die Freundin in Gefahr hier zum guten Triebwerk, da der um eine private Ebene erweiterte Hunt auf eben dieser gut funktioniert. Michelle Monaghan spiegelt zwar etwas oft nur das Cruise’sche from east to west-Grinsen und müsste für Persönlichkeit wohl erst den Duden bemühen, dennoch geht die Menschlichmachung des Helden auf: dass der god mode nur was für die wahren Weicheier ist scheint Cruise erkannt zu haben und krempelt seinen Ethan Hunt auf verletztlich und erstmals wirklich angreifbar – nur um dann vor der letzten Konsequenz doch wieder den Schwanz einzuziehen, beziehungsweise das Super Cruise Cape umzuhängen. Da kommt dann wieder der obligatorische Maulwurf aus seinem Loch (zahlen die so schlecht bei der IMF?), die bis kurz vor Stillstand passive Monaghan wird zur kugelschleudernden Heroine und ein solch fabulöser Schurke wie Seymour Hoffman wird von der Almightiness des Cruise bis zum unspektakulärsten Leinwandtod der Agententhrillerhistorie degradiert. Und dann dieses Schlussbild, dass sich anfühlt, als baumle man am Spieß des Zuckerwattemannes und würde eingehüllt in seine besonders fluffige rosa-Valentinstagmischung. Schade. Richtiggehend schade, wo das doch bis dahin ein verflucht starker Actionfilm ist, aber soviel back to bad habits und der Eindruck des puren Cruise Kalküls (»Ethan needs to be Bourne – but in the end he needs to be a whole lotta ME again!«) lassen höchstens die Ahnung übrig, WIE gut „M:I:III“ hätte sein können… Mission, ja… nun… ach, was weiß ich…
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Beeblebrox 2011/12/11 21:35:58
Antwort löschenSehr cool geschrieben!
Ich sag nur:" das Cruise’sche from east to west-Grinsen" ;-)
Mission: Impossible 2
ChristiansFoyer 2.5 "Ärgerlich" 2011/12/11 12:16:14
„Mission: Impossible II“. Oder in cool: „M:I-II“. Oder aber das Sequel, das in Ton und Qualität so weit von seinem Vorgänger entfernt ist wie kaum ein anderes. Schon die erste halbe Stunde an Setup für die folgende Geschichte, die tut als wäre sie eine griechische Tragödie, ist an Lächerlichkeit kaum zu toppen, das grienende Umeinanderhergebalze von Cruise und Thandie Newton kaum zu…
„Mission: Impossible II“. Oder in cool: „M:I-II“. Oder aber das Sequel, das in Ton und Qualität so weit von seinem Vorgänger entfernt ist wie kaum ein anderes. Schon die erste halbe Stunde an Setup für die folgende Geschichte, die tut als wäre sie eine griechische Tragödie, ist an Lächerlichkeit kaum zu toppen, das grienende Umeinanderhergebalze von Cruise und Thandie Newton kaum zu ertragen, die ständig Schwere suggerierenden Zeitlupen ein lähmendes statt förderndes Instrument. Dieses Aufbauschen der Gesten und Konflikte hin zur Überlebensgröße zieht sich natürlich durch das Werk von Regisseur John Woo, nur standen dem dabei (zumindest in seinen Heimatwerken und dem Kracher „Face/Off“) viel stärkere und damit tragfähige Figuren für solch tragisch-pompösen Gestus zur Verfügung: doch „M:I-II“ bietet bloß einen in seinen Ursprüngen und Motiven bestenfalls behaupteten Schurken, schmierig-geifernd daherchargiert von Dougray Scott, eine nach wenigen Minuten in eine reizreduziert-sexualisierte Opferrolle gedrängte Newton – und natürlich Super Cruise, der hier überhaupt keinen Anknüpfungspunkt an den besonnenen, fast etwas bücherwurmig wirkenden, zumindest aber verstandorientierten Agenten des ersten Teils setzt, sondern plötzlich mit Street Fighter-Movepalette und waffenstarrend zu Werke geht. Nur eine einzige wirklich gelungene Sequenz kommt dabei rum, nämlich jene des Einbruchs in die Biocyte-Zentrale. Da deuten sich sogar Tiefen und Bedeutung hinter der Figurenkonstellation zumindest an. Zudem legt in der zweiten Hälfte endlich das Tempo des Films ordentlich zu, mit der Nonstopaction kann man aber trotzdem wohl nur dann zufrieden sein, wenn man Tom Cruise persönlich ist und sich selbst total toll findet. Weil sonst wirkt’s einfach nur doof… Mission failed…
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Mission: Impossible
ChristiansFoyer 7.0 "Sehenswert" 2011/12/11 12:16:09
Startschuss der Cruise-goes-Bond-Agententhrillerreihe, der in der ersten Dreiviertelstunde wahnsinnig puzzelig-vertrackt tut, eigentlich aber, wenn ersteinmal entwirrt, ganz straight runtererzählt ist und in seiner Kleinteiligkeit fast ein bißchen zum Schmunzeln verleitet, statt das man vor lauter »my god, the risks are so high« die Sofalehne malträtieren würde. Mit seinen outdated’ten Computerspielereien…
Startschuss der Cruise-goes-Bond-Agententhrillerreihe, der in der ersten Dreiviertelstunde wahnsinnig puzzelig-vertrackt tut, eigentlich aber, wenn ersteinmal entwirrt, ganz straight runtererzählt ist und in seiner Kleinteiligkeit fast ein bißchen zum Schmunzeln verleitet, statt das man vor lauter »my god, the risks are so high« die Sofalehne malträtieren würde. Mit seinen outdated’ten Computerspielereien oder wenn die IMF-Oberen Hunts Verwandtschaft angehen, um den scheinbar abtrünnigen Agenten aus der Reserve zu locken – »oh my god, they arrestetd his mommy and his uncle, persons we’ve never met and we have no idea how they are related to him, but they are his MOMMY and his UNCLE for christ’s sake… those sick IMF-basterds!« – wirkt „Mission: Impossible“ (teils heutzutage, teils wohl auch damals schon) bisweilen eher dramaturgisch putzig und retro-charmant. ABER was man Brian De Palmas Franchise-Auftakt immer noch hoch anrechnen kann und ihn auch immer noch sehenswert macht: der spitze Spannungsmoment geht dem Films stets vor der stumpfen Actionszene. Die berühmt gewordene Einbruchssequenz im CIA-Hauptquartier – einfach in allen Belangen ein Musterbeispiel für nervenkitzligen Spannungsaufbau. Da mag der Showdown im und auf dem Hochgeschwindigkeitszug TGV schon seiner ächzenden Tricktechnik und seiner ersten vollblütigen Tendenz (in den späteren Filmen der Reihe sollte das schließlich noch viel schlimmer werden…) zum Super-Cruise nicht mehr so recht mithalten. Trotzdem: mission accomplished.
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Die Schlümpfe
ChristiansFoyer 0.0 "Hassfilm" 2011/12/08 14:54:02
Ahhhhhhhhhh .... my god ........ was zum??? ...... warum wird Papa Schlumpf von Optimus Prime synchronisiert????? ..... und was zum ........... wer ......... goddammmmmmm ............ und wenn der olle Gargamel nur EINEN Tropfen braucht ........... warum zum Schlumpf ............ dann hinter SECHSEN herrennen ............... und VIERUNDNEUNZIG laufen lassen?!?!?!!? ............. und was zum ...........…
Ahhhhhhhhhh .... my god ........ was zum??? ...... warum wird Papa Schlumpf von Optimus Prime synchronisiert????? ..... und was zum ........... wer ......... goddammmmmmm ............ und wenn der olle Gargamel nur EINEN Tropfen braucht ........... warum zum Schlumpf ............ dann hinter SECHSEN herrennen ............... und VIERUNDNEUNZIG laufen lassen?!?!?!!? ............. und was zum ............ WER????? ....... ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ............. und warum quasselt Muffi soviel, der MUFFELT und GRUMMELT doch sonst nur???!?!?! ........... und verdammt nochmal .............. was soll dieser Schotten-Schlumpf?!?!?!!? ................ und was ....................... und der nächste idiotische Gag .................. ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ............................. und wo zum Teufel ist HEFTY?!?!?! HEFTY?!?!?!?!?! ..................... ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ..................... und die nächste bekloppte Popkulturanspielung .......................... oh Mann...oh Mann...ausmachen, ausmachen!!! .............. und die Schlümpfe, nicht besonnen, nicht niedlich, alles hyperaktive Halbirre ....... und ........... ohhhhhhhhhh, warum Neil Patrick Harris, wahhhruhuhuhummmmm ........................
Ähem. Sorry. Aber ungefähr so hat es sich während der Sichtung von „Die Schlümpfe“ in meinem Wohnzimmer angehört. Daraus lässt sich vielleicht schon schließen, dass ich mit dem Film nicht besonders glücklich geworden bin. Dass ich ihn teils gar als Beleidigung aufgefasst habe. Und das nicht nur, weil hier Kindheitserinnerungen auf’s übelste geschändet werden. Auch ohne Bezug zur Zeit als Steppke, der mit den kleinen blauen Kerlchen das Schlumpfenlied pfeift, vor Gargamel bangt, mit den Schlumpflingen Blödsinn ausheckt und Hefty-Schlumpf anfeuert – selbst wenn all das nicht verpackt in Jokeys Geschenkschachteln, die während des Films reihenweise in meinem Kopf explodierten, in meinem Gedächtnis gewesen wäre: „Die Schlümpfe“ wäre immernoch ein erbärmlich mieser Un-Film, eine Irrfahrt durch dramaturgische und humoristische Dunkelwälder und voll in die Fresse geballerter Produktplatzierungen, zugemüllt mit dämlichen Wortspielen, langweiligen und viel zu breit gewalzten Action-Slapstickeinlagen, einer gezwungenen smurfs out of forest-Story und einer entsetzlich weichbreiigen Dumpfschlumpfmoral vom prioritätenungewissen werdenden Papa, der dank chaotischidiotischer Fabelwesen das Zauberer von Oz-Gesamtpaket erhält, also Herz, Mut und Verstand. Ahhhhhhhhhh .... my god ........ was zum??? ...... Ok ok, sorry nochmal...
Da steht eine ganze zauberhafte Welt bereit, in der die immer fröhlichen und hilfsbereiten Blaumänner nur der Anfang sind: die gutmütige Mutter Natur, der dumpfe Riese Großmaul, der Zauberer Homnibus, der Erzbösewicht Balthasar mit seinem Drachen, die garstigen Warzenmonster und das Feenreich und und und – viel Platz also, um ein modernes Märchen voller Phantasie und Kreativität zu erzählen. Die vier (!) Drehbuchautoren von „Die Schlümpfe“ wählen aber natürlich einen anderen Weg, einen feigen und phantasielosen, einen unkreativen und langweiligen: statt des modernen Märchen verlegen die Macher die Story einfach direkt ins Moderne, um bloß nicht auf die Abstraktionsfähigkeit ihres jungen Zielpublikums zu bauen oder diese gar anzustacheln und zu fördern. Nur kurz und in einer überhektisierten Sequenz ist das Dorf der Schlümpfe mit seinen Pilzbauten Ort der Handlung, dann reißt es die Mützenträger auch schon raus aus ihrem gemütlichen Wald und hinein ins steinerne und umtriebige New York. Damit betrügt der Film Kenner und Nichtkenner der Vorlage gleichermaßen: die Kenner, indem er die liebgewonnene Welt nur anreißt und ihr sogleich die Tauglichkeit abspricht, das Abenteuer als Handlungsort mittragen zu können, und die Nichtkenner, weil das Schlumpfenland nicht mal annähernd ausreichend etabliert wird, um dem anschließenden lifestyle-Clash genügend Nährboden zu bieten.
Ganz abgesehen davon, dass es den ohnehin nicht gebraucht hätte. Menschliche Identifikationsfiguren mögen ja eine Unumgänglichkeit sein, aber auch die hätten sich vor Ort angeboten, zum Beispiel der junge Hofnarr Peewee. Stattdessen gibt’s den persönlichkeitslosen Marketingmann Patrick, an dessen zweckmäßige Grobskizzierung sich die Autoren wohl noch aus der ersten Stunde ihres Screenwriting-Anfängerkurses erinnert haben und den ein Neil Patrick Harris auch dadurch nicht interessanter macht, dass er Neil Patrick Harris ist. Die Friedberg/Seltzer-gestählte Jayma Mays macht nicht mehr als die passenden kugelrunden Augen zu ihrem kugelrunden Babybauch und die ganze Nummer um den Papa, der noch nicht so weit ist und der drum den wegweisenden Rat erhält von DEM Papa, Optimus...ähhh...Papa Schlumpf....ähhhh....hupps, Faden verloren... Jedenfalls durchläuft die Geschichte die denkbar einfallslosesten Stationen, der von Abgabeterminen gestresste Patrick bekommt von den hyperaktiven Blauköpfen sein ohnehin auf Kipp stehendes Berufsleben noch ein bißchen mehr durcheinandergewirbelt und muss den wenig besonnenen Blödsinn ausbaden, den das Schlumpfsextett so in seiner Wohnung, auf der Arbeit und sonstwo verzapft. Liebenswürdig ist an DIESEN Schlümpfen jedenfalls mal nix, die völlig out of character gerissenen ADHS-Zerrbilder ihrer Vorlagen wirken eher wie aus der geschlossenen Abteilung des schlumpfhausener Irrenhauses ausgebrochen, so vogelwild albern und flippen die da rum.
Das aber ist es, was die Macher glauben, der Zielgruppe bieten zu müssen: allerlei belanglose Albernheiten von harmlos bis ganz blöd, hohle Sprüche und reichlich Action, bloß kein stimmiges Gleichgewicht aus An- und Entspannung, bloß keine mit echtem Inhalt gefüllten Ruhemomenten, alles muss »PÄMMM« und »POWWWW« und »SCHLUMPF« und wo es zehnminütige Folgen der Zeichentrickserie geschafft haben, immer auch ein bißchen kindlich-sinnvolle Lehre zu vermitteln, da kommt ein zehnmal so langer Film mit irgendsoeinem dahingepatschten »jeder kann ein Held sein«-Blaaaaaaaaaa daher. Für die Großen sollen zahlreiche gezwungene Popkulturverweise die Unterhaltung garantieren, da wird dann „Avatar“-mäßig auf Storchen geflogen und auf’s idiotischste „Der Herr der Ringe“ reminisziert. Oder der Schotten Schlumpf gröhlt „Braveheart“-like »Freeeedom« (zugegeben, da musste ich tatsächlich schmunzeln...). Das gerät aber alles so plump, so lieblos, so Friedberg/Seltzer’ig (womit die zweite Brücke zu deren Epen der Schlechheit geschlagen wäre...), dass man damit unmöglich Spaß haben kann. Selbigen hatte übrigens mit ziemlicher Sicherheit ein zu seinem Wohl unkenntlicher Hank Azaria als Gargamel: Azaria zieht hier eine wilde Slapstickshow ab, die aber mehr die Laufzeit noch weiter ins Unerträgliche streckt, als sie tatsächlich zu bereichern.
„Die Schlümpfe“. Jaaaaaaaaaaaaaaaa. Furchtbarer Film. Ein furchtbarer, ganz ganz furchtbarer Film, dessen Tiefpunkte bisher noch nichtmal angesprochen wurden: Schlümpfe, allen voran Schlaubi (ausgerechnet der spießige Klugschwätzer Schlaubi!), die zum Partygame Rockband das Schlumpfenlied rappen (rappen herrgott, rappen!), Muffi Schlumpf, der einer grünen M&M-Puppe seine Gefühle beichtet (what the fuuuuuuuuuuuuuck?!?!?), ein zum Actionhelden stilisierter Optimus...ähhh, verdammt Papa Schlumpf und immer so weiter und immer noch ein bißchen schlimmer. Und solch ein Film kostet 110 Millionen und spielt über 560 ein. Geld, mit dem man echte Schlümpfe genetisch hätte züchten und einen Dokumentarfilm über sie hätte drehen können. Geld, das man in kleine Streifen schneiden und unter’s Essen hätte rühren können. Geld, das man zerschreddern, zusammenpressen und als Katzenstreu hätte verkaufen können. Oder was auch immer, solange man nur nicht diesen Film damit produziert hätte. Wir schlumpfen uns zum Sequel...
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duffy 2011/12/08 14:59:00
Antwort löschenGroßartig. :D
Einzig das mit Azaria finde ich ein wenig schade, rein optisch schien er wirklich gut zu passen.
ChristiansFoyer 2011/12/08 15:04:49
Antwort löschenAn Azaria, oder zumindest seiner Optik, scheitert's auch nicht, wenn überhaupt dann hat ER ein paar ganz brauchbare Momente. Aber mir ist das zu sehr auf Slapstickidiot gemacht...
ChristiansFoyer 2011/12/08 15:20:27
Antwort löschenDafür kannst du dich bei diesem wunderbar inspirierenden Film bedanken ;)
Training 2 2012/01/20 22:26:38
Antwort löschenEs ist so lächerlich. Kauft euch mal Geschmack und Humor.
duffy 2012/01/20 22:28:48
Antwort löschenProfil gemeldet. Du wirst hier nix mehr Fitze, gewöhn dich dran.
Training 2 2012/01/20 22:34:21
Antwort löschenDuffy ich mach dich fertig! Ich schlag dir deine Scheissfresse ein! Also stell dich schon mal darauf ein!
Training 2 2012/01/20 22:35:44
Antwort löschenIch habe Rechte hier zu sein! Und die werde ich durchsetzen! Verlass dich drauf!
Training 2 2012/01/20 22:38:03
Antwort löschenDu geniesst es doch mich zu melden! Wenn du mich nochmal meldest kannst du was erleben!
Training 2 2012/01/20 22:41:14
Antwort löschenKlar die Schlümpfe mit Friedberg/Seltzer vergleichen! Alles was du hier aufzählst soll schräg und witzig sein! Hast du zuviel Saw geguckt? Hast du keinen Plan was Humor ist da du Mario Barth vergötterst? Diese Kritik ist eine Schande.
Training 2 2012/01/20 22:42:29
Antwort löschenHehe Duffy nimmt mich nicht ernst! Grosser Fehler Duffy!
Training 2 2012/01/20 22:44:10
Antwort löschenProvokateur du fliegst nochmal auf die Schnauze und zwar richtig mit dein Verhalten Duffy!
Training 2 2012/01/20 22:45:43
Antwort löschenNiemand wagt es sich mich zu melden! Das wirst du bitter bereuen du Drecksau!
Training 2 2012/01/20 22:46:13
Antwort löschenFick dich ins Knie du mieser Wichser! Ich finde dich und dann bist du fällig!
Training 2 2012/01/20 22:51:45
Antwort löschenDein Lachen wird dir schon noch vergehen Tiny Toon Hasser! Du bist nicht mehr wert als ein Stück Dreck! Und solltest du weiter über mich herziehen wenn ich gelöscht bin dann Gnade dir Gott!
duffy 2012/01/20 22:53:18
Antwort löschenDann haste sicher nichts dagegen, wenn ich bis dahin noch ein wenig weiter lache. :D
CapitanKnaecke 2012/01/20 22:54:34
Antwort löschenDu mieser duffy, du! Ich haue ganz doll auf dich ein, und dann melde ich dich nämlich. Du Tiny Toon Hasser du..... pö pö pö....
btw: Genialer Schlumpf-Kommentar :)
SoulReaver 2012/01/20 22:54:53
Antwort löschenfitze? Wieso schaust dich eigentlich nicht mal nach ner anderen Filmseite um, gibt bestimmt noch n paar Leute die dich noch nicht kennen und die auch Tiny Toons hassen, genau wie der böse böse duffy.
Sheeeeep 2012/01/20 22:57:54
Antwort löschenIch wollte gerade den Haken bei den E-Mails wegmachen, aber ist ja sehr unterhaltsam :D
Training 2 2012/01/20 22:59:24
Antwort löschenHalt die Fresse Knäcke! Ich hab euch so satt und eure wiederlichen Kommentare! Ich darf den Film nicht gut finden sagt mir dieses Kommentar! Genau das sagt mir dieses Kommentar! Ich bin ein Volltrottel wenn ich den Film gut finde!
duffy 2012/01/20 23:01:27
Antwort löschenEs heißt "widerlich" und "dieser Kommentar".
Und jetzt hör auf hier rumzuweinen, da geht eh keiner mehr drauf ein.
(Oh Gott, Christian tut mir jetzt schon leid.^^)
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:01:39
Antwort löschenLeute, bitte! Seid mal etwas ernster bei der Sache! Fitze wurde heute noch nicht gestreichelt und ihr provoziert wieder und hasst *öffentlich* die Tiny Toons.
Also ich kann Fitze gut verstehen, das er dafür sorgen möchte, das ihr alle umgehend Nasenbluten bekommt.
Also ab und schreibt umgehend alle einen 10-Wertungs-Kommentar für die Toons. Ihr wollt doch nicht noch mehr Zorn auf euch richten, oder?
Training 2 2012/01/20 23:02:19
Antwort löschenHalt deine verfickte Scheissfresse du Arschgeige! Du weinst doch jeden Tag!
duffy 2012/01/20 23:05:30
Antwort löschenIch neige dazu noch viel mehr zu reden, wenn man mich anschreit.
SoulReaver 2012/01/20 23:05:42
Antwort löschen:D Findest du dich nicht selbst lächerlich? Ach, wen frag ich da eigentlich...
Training 2 2012/01/20 23:07:44
Antwort löschenIch wurde gestern ohne Grund gelöscht! Ich wollte nichts weiter als bewerten! Aber nicht mal das darf ich! Ich habe kein Ton gesagt! Keinen winzigen Ton! Ich habe nur bewertet und wurde gelöscht!
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:09:31
Antwort löschenIn was für einer Welt leben wir eigentlich, wo einem unbescholtenen Tiny Toon Fan das Bewerten - und zwar NUR das bewerten - verwehrt wird? Leute, er hat keinen Toon gesagt! Noch nicht einmal einen Tiny Toon!
Ich bin schockiert und fühle schon wieder eine Träne meine Wange heruntergleiten!
duffy 2012/01/20 23:11:13
Antwort löschenTja, einmal gekickt und man ist hier nicht mehr erwünscht. So ist das halt.
Training 2 2012/01/20 23:12:33
Antwort löschenDu wurdest auch schon gekickt Duffy und bist noch da!
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:12:42
Antwort löschenAber er wollte doch nur bewerten, duffy....Bewerten und dich windelweich prügeln.
Was eine ungerechte Welt!
duffy 2012/01/20 23:14:20
Antwort löschenKnaecke: :D
Und nein, ich wurde nicht gekickt. Sonst wäre ich nämlich nicht mehr hier. So wie du.
Training 2 2012/01/20 23:16:13
Antwort löschenJa genialer Gag Knäcke. In Friedberg/Selter Nievau anzusiedeln. Kannst stolz sein.
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:16:14
Antwort löschenDen einzigen Kick, den duffy bekommen hat, war ein Roundhouse-kick - und den hat er überlebt.
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:18:16
Antwort löschenVielen Dank für die Blumen Fitze :) es freut mich, das du meinen Gag honorierst.
Damit hätte ich jetzt irgendwie nicht gerechnet :)
Training 2 2012/01/20 23:19:19
Antwort löschenWenn man bedenkt wie ich zu diesen Filmen stehe ist das sicher kein Kompliment
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:20:44
Antwort löschenEs war durchaus ein Kompliment! Und ich danke dir dafür!
Training 2 2012/01/20 23:22:30
Antwort löschenNein es war kein Kompliment. Die Filme sind grosser Mist und absolut unwitzig.
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:25:03
Antwort löschenDu findest meinen Gag trotzdem, dadurch, das du ihn mit Friedberg/Seltzer-Filmen vergleicht, trotzdem gut genug, als das du mich immer weiter witzeln sehen willst, und das, obwohl es nicht deine Humorkragenweite ist.
Doch, Fitze, es war ein Kompliment, weil es sonst keine Friedberg/Seltzer-Filme mehr geben würde.
Ich finde es schön, das du auch mal, trotz des Eifers des Gefechts, Komplimente geben kannst!
Deswegen bekommst du jetzt auch eins zurück: Dein Profilbild gefällt mir.
CapitanKnaecke 2012/01/20 23:35:27
Antwort löschenSolange du aber Bock auf das letzte Wort hast, kann unser Gespräch noch Stunden andauern.... entweder bis zum Morgengrauen oder bis dein Profil gesperrt wird.
Oder du nutzt die Zeit und tust, wozu du hier bist: Filme bewerten! Zeig es dem establishment!!!
SoulReaver 2012/01/20 23:51:44
Antwort löschenHa, hörst du auf mich fitze? Bin ich sowas wie dein Gebieter? :)
stuforcedyou 2012/01/21 01:03:13
Antwort löschenHiermit schließe ich ein Abo auf dieses "Gefecht" ab. Als Prämie hätte ich gerne das Buch "Fitzes schönst Profilnamen". Training2 gehört da aber nicht rein.
ChristiansFoyer 2012/01/21 07:17:49
Antwort löschenöhm, ja, dann bedank ich mich mal ganz artig, dass nun auch mal einer meiner Kommentare hier zur Spielwiese einer dieser wunderbaren mp-Daily Soaps wurde. OMG, LOL & WTF. SYL...
Zuma 2012/01/21 14:40:40
Antwort löschenKann ich was dafür dass du deine Kindlichkeit und Begeisterung für was an den Tag verloren hast als dein Vater dich windelweich geprügelt hat? Nein diese Kritik ist eine Frechheit für diesen liebevollen Film der vor Herz und Seele nur so strotzt. Keine Ahnung was ihr euch sonst anschaut aber es muss kalt und trostlos sein. Oder ihr notiert euch wann ihr lacht und ohrfeigt euch anders kann ich diese Kritiken nicht verstehen.
Zuma 2012/01/21 14:44:23
Antwort löschenBist du stolz darauf ein herzloses Arschloch zu sein Duffy? Wo nur bei Dingen lacht die den Mainstream gerecht werden? Ich schwimme nicht mit den Strom mit und weiss deswegen was Qualität ist du Duffy schreibst einfach irgendwas.
Zuma 2012/01/21 14:46:58
Antwort löschenGenau wie der gute Christian der hat seine Kindlichkeit irgendwo verloren wo er nicht mehr suchen wird.
Zuma 2012/01/21 14:49:19
Antwort löschenDuffy sei doch mal nen bisschen freundlicher zu mir sonst rutscht dir ne Beleidigung raus und dann kann ich dich wirklich melden.
Zuma 2012/01/21 14:50:33
Antwort löschenIch find den Film grossartig und da schreibt so ein Halbaffe eine Kritik die klingt wie von nen pseudocoolen 10 jährigen geschrieben.
Zuma 2012/01/21 14:56:01
Antwort löschenIch lache nicht über jeden Scheiss nur über das was witzig ist. Und dieser Film war witzig.
Zuma 2012/01/21 14:57:25
Antwort löschenAber bei einer Community wo Tiny Toons mit lächerlichen 2,8 bewertet ist da denke ich sowiso Hopfen und Malz verloren.
Zuma 2012/01/21 14:58:37
Antwort löschenKleine Info Tiny Toons wurde bei Amazon fast ausnahmslos mit 5 Sternen bewertet
stuforcedyou 2012/01/21 14:58:39
Antwort löschenBesser ein Arschloch oder ein pseudocooles Kind sein als Zuma.
duffy 2012/01/21 15:01:26
Antwort löschenAch, verdammt. Combo breaker. Ich fand die verwirrten Selbstgespräche gerade überaus amüsant. :/
Zuma 2012/01/21 15:04:21
Antwort löschenDu bist so erbärmlich! Erfreust dich an den verzweifelten Versuchen anderer sich zu wehren.
Zuma 2012/01/21 15:09:02
Antwort löschenDu bist emotional verkümmert. Das Kommentar hier zeigt wie tief Moviepilot gesunken ist. Mit billigsten Provokationen Lacher zu erzielen ist erbärmlich.
Zuma 2012/01/21 15:12:08
Antwort löschenUnd ich werde immer weitermachen und immer wieder kommen ihr habt euch ein Eigentor geschossen.
stuforcedyou 2012/01/21 15:13:32
Antwort löschenGlaub mir, dass ich nicht wie du bin, gehört für mich zu einem der größten Pluspunkte meines Lebens.
Zuma 2012/01/21 15:14:20
Antwort löschenAlso hast du keine Freude am Leben,hast jedliche Kindlichkeit verloren und lachst über unwitziges? Das wäre das Gegenteil von mir.
Zuma 2012/01/21 15:15:56
Antwort löschenSo du wirst gemeldet! Ich lass mich nicht als Psycho bezeichnen!
Zuma 2012/01/21 15:16:30
Antwort löschenDas ist eine schwere Beleidigung! Dafür kann ich dich anzeigen!
duffy 2012/01/21 15:16:34
Antwort löschenIch find's immer geil, wenn das Leben einer Person offensichtlich so erbärmlich ist, daß sie (die Person) soviel Lebenszeit damit verschwendet, anderen Leuten auf den Pinsel gehen zu wollen, die so gar kein Interesse an ihr (der Person) haben. Davon gibbet hier einige.
Aber von mir aus....für MP ist es nur ein Mouseklick und der Account ist Geschichte. Und das ist auch gut so.
stuforcedyou 2012/01/21 15:17:14
Antwort löschenAch fitze, die Zeiten in denen du mich genervt hast sind lange vorbei. Sorry, aber für mich bist du nicht mehr als ein Spielzeug und ich finde es toll, dass du immer wieder zum spielen einlädst.
Zuma 2012/01/21 15:17:21
Antwort löschenGenau Duffy du Stück Dreck dein Leben ist ja so erbärmlich das du geniale Sachen um jeden Preis schlecht machst nur damit du deinen Willen hast gell?
Zuma 2012/01/21 15:18:37
Antwort löschenJaja der gute Stu tut selbstsicher absolut erbärmlich sowas.
duffy 2012/01/21 15:19:26
Antwort löschenIch finde das Wort >Anzeige< in dem Kontext wirklich interessant. Ich lasse mir das mal durch den Kopf gehen. Immerhin sind Sachen wie >Arschloch< oder >ich mach dich fertig< ja im Grunde wirklich mal eine Anzeige wert. Dann ist der Computer weg und er kann nicht mehr nerven. Ja, guter Plan. Danke für den Tipp.
Zuma 2012/01/21 15:25:12
Antwort löschenUhh jetzt hab ich aber Angst. Herr Polizist da ist einer auf Moviepilot der rumstänkert. Los verhaften sie ihn.
duffy 2012/01/21 15:35:50
Antwort löschenWenn ich nur nicht so faul und der Typ mir so verdammt egal wäre. :D
fkfilmkritik 2012/01/21 15:36:47
Antwort löschenZuma: Ein Tipp. Dein Getrolle ist viel cooler, wenn du "den" statt "das" Kommentar schreibst.
Bad Teacher
ChristiansFoyer 7.0 "Sehenswert" 2011/12/07 18:47:05
[...]Cameron Diaz zeigt endlich mal wieder die komödiantische Triebkraft, mit der sie einst durch „There’s something about Mary“ ulkte. Zu Gute kommt der breitmäuligen Kalifornierin, dass man ihr das süße Gekiekse immer schon ebenso abnahm, wie das unflätige Gerülpse. Womit sie bereits ein Spektrum abdeckt, das nicht viele der aktuellen Komödien-im-Abo-Actricen gestemmt bekommen und…
[...]Cameron Diaz zeigt endlich mal wieder die komödiantische Triebkraft, mit der sie einst durch „There’s something about Mary“ ulkte. Zu Gute kommt der breitmäuligen Kalifornierin, dass man ihr das süße Gekiekse immer schon ebenso abnahm, wie das unflätige Gerülpse. Womit sie bereits ein Spektrum abdeckt, das nicht viele der aktuellen Komödien-im-Abo-Actricen gestemmt bekommen und das in „Bad Teacher“ mühelos die Balance findet zwischen rüpeliger Überzeichnung, oberflächlicher Money’n’Beauty-Fixierung und trotzdem irgendwie sympathischer Sweetness.[...]
[...]Zwar sieht Diaz zwischendurch aus wie die achtzehn Jahre ältere und schlecht auf zwanzig Jahre jünger gemachte Ellen Barkin (für beide kein Kompliment), aber ihre Performance hat die Freche und Frische, die eine solche premise-based-comedy wie „Bad Teacher“ zum Funktionieren braucht. Denn Jake Kasdans Film lebt nicht von Story- und Charakterentwicklung, sondern eben und einzig von seiner Prämisse, die eigentlich nur eine klassiche Rollenkonstruktion umdreht: wenn vor fünfzehn Jahren Sandra Bullock eine engagierte, leich überkandidelte und liebenswerte Lehrerin gespielt hätte, die von einer unfähigen, aber gerissenen Kollegin (gespielt von irgendeiner Europäerin) übertölpelt wird und wenn dieser Film „Ramona – Eine Lehrerin zum Verlieben“ gehießen hätte und mit einem gezuckerten und moralische Lattenzäune schwingenden kutschikutschi-heal the world and save the children-Kleister geendet wäre – dann würde man „Bad Teacher“ heute als das genaue Gegenteil dieses Films bezeichnen. Cameron Diaz und Lucy Punch tauschen das klassische Bild von Prota- und Antagonistin; die eigentlich voller Idealismus und Engagement lehrende Punch wird dafür mit einem reichlichen Schuss Cholerik und Stutenbissigkeit versetzt, Diaz und ihrem »I don’t give a shit« wird hingegen ein solch erzkonservatives Spießertum von Lehrbetrieb entgegen gestellt, dass sie allein dadurch zur Sympathieträgerin werden muss.[...]
[...]Das ist selbstverständlich ein simples Konzept und auch schauspielerisch ohne großen Leistungsdruck zu bedienen, an’s Laufen muss es natürlich dennoch erstmal gebracht werden. „Bad Teacher“, und deswegen sind’s am Ende auch „nur“ 7 von 10 Punkten geworden, reizt leider keine der beiden Seiten so weit aus, wie man sich das immer wieder vorstellen könnte, einiges macht sich der Film mit dem reinen und häufigen Benutzen von Unflätigkeit, Sex- und Klowitzchen zu einfach – »whoooo, swearword, swearword, look at me, I am so politically incorrect!« – , statt auf einen satirischeren Ton zu setzen und besonders die Lehrersleute noch ein bißchen weiter in ihre zugeknöpfte Verklemmtheit zu treiben, um den Kontrast zur aufgeknöpft-görigen Diaz noch härter zu gestalten. Die hätte selbst auch noch eine Zahnreihe mehr Biss vertragen, ist mit ihrer total oberflächlichen Motivation (Kohle ranschaffen, um Titten zu vergrößern, um Kerl samt Reichtum klar zu machen) und den schulterzuckend-ausbeuterischen Beschaffungsmaßnahmen aber so oder so das größte Pläsier.[...]
[...]Wo da nun in welche Richtung noch mehr drin gewesen wäre ist letztlich egal, nicht nur weil’s nicht mehr zu ändern und‘s drum müßig drüber zu diskutieren ist, sondern weil bei dem möglichen Mehr an Richtung auch eine ganze Menge an falschem Weg hätte beschritten werden können: so wird Diaz‘ Elisabeth nicht der großen moralischen Läuterung unterzogen, ihr Schutzpanzer aus Sarkasmus nicht mal angekratzt, die große »not I was teaching them, they were teaching me«-Fabel wird hier auch nicht angestimmt und so ist’s am Anfang, in der Mitte und am Ende ein dreckiges Vergnügen.[...]
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
In Time - Deine Zeit läuft ab
ChristiansFoyer 5.5 "Geht so" 2011/12/01 12:26:31
[...]Bis auf ihren grundlegenden Gedanken ist Niccols vierte Regiearbeit nicht darauf versessen, den Planeten in technisch-fortschrittlicher Weise weiterzudenken: keine fliegenden Autos, keine Robotergehilfen, keine nochmals auf’s doppelte ihrer Größe aufgetürmten Gebäude, kein Farbenmeer der digitalen Werbeanzeigen, ja verdammt, noch nicht mal Hoverboards sind hier unterwegs. Niccols zeigt…
[...]Bis auf ihren grundlegenden Gedanken ist Niccols vierte Regiearbeit nicht darauf versessen, den Planeten in technisch-fortschrittlicher Weise weiterzudenken: keine fliegenden Autos, keine Robotergehilfen, keine nochmals auf’s doppelte ihrer Größe aufgetürmten Gebäude, kein Farbenmeer der digitalen Werbeanzeigen, ja verdammt, noch nicht mal Hoverboards sind hier unterwegs. Niccols zeigt eine karge Welt, eine reizentleerte, und das nicht nur in den staubigen Armenvierteln von Dayton, in denen „In Time“ beginnt, sondern auch später im reichen New Greenwich. Selbst die Gesetzeshüter, die Timekeeper, verzichten an ihren Fahrzeugen auf das rot-blaue Lichterspiel. Alles läuft letztlich auf das neongrüne Schimmern des Countdowns auf dem Unterarm hinaus, nur die darauf verrinnenden Jahre, Tage oder nur Sekunden zählen, alles und jeder fixiert sich auf die Zeit, die noch bleibt. Leider, und da beginnen sich trotz der tollen Idee recht früh die Makel von „In Time“ heraus zu schälen, nimmt sich der Film für eine Geschichte, in der sich alles um die Zeit dreht, selbst recht wenig davon, um Wichtiges an Setup zu leisten. Dem großen SciFi-Thriller mit der innovativ-brillianten Idee des letzten Jahres, Christopher Nolans „Inception“, wurde nicht selten seine viel zu erklärige Haltung zu seinem Gedanken vorgeworfen, wodurch sich die Komplexität von Traumebenen und Unterbewusstsein rasch verflüchtigten. „In Time“ hingegen erklärt im Grunde gar nichts, verwechselt Interpretationsspielraum zu oft mit inhaltlicher Leere, Timberlakes Eröffnungsmonolog aus dem Off erklärt den Grundriss, wer den gezeichnet hat und wie daraus eine gesellschaftlich tragbare Struktur entstehen konnte weiß er selbst nicht. Das er sich dem Aufbau eines Kellergeschosses und Stützpfeilern verweigert ist aber noch nicht sooo schlimm, es ist das Spezielle und weniger das Allgemeine, wo „In Time“ zu viel an Zeit einspart.[...]
[...]Und auch wenn Eile eines der obersten Gebote der Armen ist: „In Time“ hat es in den ersten Minuten zu eilig, da suggeriert Craig Armstrongs Score, der so auch ein Dritte-Welt-Armutsdrama untermalen könnte, eine emotionale Schwere und eine Betroffenheit, die man den Figuren überhaupt nicht nachfühlen kann, da man sie kaum kennengelernt hat. Für sich ist die Szene, in der Wills Mutter, gespielt von Olivia Wilde, mit ihren gnadenlos runtertickenden letzten Sekunden auf ihren Sohn zurennt in wunderschöner Tragik auf diesen nie wörtlicher zu nehmenden Begriff der davonlaufenden Zeit inszeniert – aber zu diesem Zeitpunkt des Films und nach nur einer gemeinsamen Szene hat man sich (auch rein optisch) noch nicht einmal an die Storyvorgabe gewöhnt, dass die drei Jahre jüngere Wilde die zweiundzwanzig Jahre ältere Mutter von Timberlake spielt, die gerade zum fünfundzwanzigsten Mal fünfundzwanzig geworden ist. Puh.[...] Sei’s drum, das ist des nitpickings vielleicht auch ein bißchen viel, zumal weit größere Logikbrüche und Zuwiderläufe des eigenen Konzeptes „In Time“ auf der anderen Seite auch nicht daran hindern können, ein zumindest interessanter und in einigen (zu wenigen) wirklich starken Momenten eine Auseinandersetzung mit seinem Thema provozierender Film zu sein.[...]
[...]Das Fazit lautet also wie so oft, wenn die Idee ganz toll klingt: der Film wird ihr nicht gerecht. „In Time“ ist zu keiner Zeit richtig schlecht, schluckt aber manches zu schnell runter, um auf weniger Schmackhaftem zu lange herum zu kauen. Justin Timberlake und Amanda Seyfried spielen gut, das aber zwei für sich genommen so attraktive Menschen nebeneinander so gar keine Wirkung aufbauen und damit der small town boy/city girl-Liebesplot völlig verpufft lässt sich sinnbildlich für das nicht optimale Miteinander des Films und seiner Idee sehen. Als empfehlenswertere Variante des Themas begrenzte Zeit in einer dystopischen Zukunft dürfte sich wohl Harlan Ellisons berühmte und preisgekrönte Kurzgeschichte „“Repent, Harlequin!” Said the Ticktockman“ von 1965 anbieten. Ellison erhob vor Kinostart eine Plagiatsklage gegen „In Time“, verzichtete nach der Sichtung aber auf weitere Schritte. Vielleicht in dem Wissen, als Autor einer der am häufigsten nachgedruckten Kurzgeschichten etwas geschaffen zu haben, das eine sehr viel längere Zeit hinter und vor sich hat, als der einmal geguckte, schnell verdaute und bald vergessene „In Time“.[...]
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Gästebuch
stuforcedyou 2012/01/21 15:18:53
Sorry für das zuspammen deiner "Smurf"-Kritik. Ich hoffe du hast das Häkchen entfernt, ansonsten tut mir dein Mail-Postfach leid. :)
LG stu
Stefan_R. 2011/11/15 17:24:08
Das kann ich nur zurückgeben. Sind ja sogar altersmäßig Leidensgenossen. Von daher: Kann nur besser werden! ;)
Hooded Justice 2011/07/18 14:12:05
Wahnsinnskritiken. Wäre mir eine Ehre, sie auf meinem Dashboard zu lesen.
Liebe Grüße!
stuforcedyou 2011/07/08 12:46:40
Schicker, renovierter, umgezogener Blog.
Übrigens: Danke für deine News in meinem Mail-Postfach. Du bist immer schneller als der die anderen Movie-News-Site. Respekt, vielen Dank und meine Hochachtung.
Lg stu
stuforcedyou 2011/06/05 20:11:01
Uh, was ist denn los? Neues Profilbild. Hast du dich der dunklen Seite der Macht zugewandt? :)
LG stu
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Christian Hoja ist Kritiker für http://christiansfoyer.de/.
Christian Hoja schreibt als Kritiker für http://christiansfoyer.de/.


















[...]Olivier Megaton badet in satten Bildern, toughen Actionszenen und der Inszenierung seiner sexy Heldin Zoë Saldaña; das ist wuchtig und rasant und ganz sicher auch ordentlich unterhaltsam, aber bar jeden emotionalen Kerns, voller logischer Hinkebeine und überflüssigem Drumdrans. Der Hochglanzlook und die Schnittfrequenz, mit der in den Anfangsszenen Kolumbien vorgeführt wird, erinnern an…