cinram
cinram aus Herzogenrath heißt frank schreiber, ist 47 Jahre alt. Er hat sich Tue, 25 Aug 2009 20:11:08 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 177 Filme bewertet und legendäre 177 Kommentare geschrieben. Mehr
| Name | frank schreiber |
|---|---|
| Alter | 47 |
| Stadt | herzogenrath |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | |
| Meine Lieblingsschauspieler: | |
| Meine Lieblingsregisseure: | |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | |
| Über mich |
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natedb Sat, 18 May 2013 16:51:18 -0000
Antwort löschenEin ähnliches Publikum erlebte ich bei "Mama". Das war wirklich extremst nervig und einmal habe ich mich mehr vor dem Mädchen erschreckt das ohne ersichtlichen Grund neben mir aufgeschrien hat, als vor der Szene im Film selbst :D
cinram Sat, 18 May 2013 18:18:18 -0000
Antwort löschenHaha! Yep, im Kino kannste manchmal was erleben...:)!
Freddy1979 Sat, 18 May 2013 22:09:40 -0000
Antwort löschengenau das ist der Grund, warum ich nicht gern ins Kino gehe. Abgesehen davon das mir fast 10,- Euro pro Karte einfach schon zu teuer wird. Auch ich hatte bei Evil Dead so einen Deppen, der wegen jedem Blödsinn gelacht hat und nicht nur das - er saß genau links von mir :-/
Aber am ärgsten war es bei Alien vs. Predator anno 2004 oder so - da dachte ich echt zweitweise ich bin im Falschen Film, so viel und so laut wie da gelacht wurde - obwohl gar nichts witziges zu sehen war
natedb Sat, 18 May 2013 22:15:31 -0000
Antwort löschenEs ist ja oftmals nicht nur das Lachen, sondern allgemein dieses laute Gerde vom halbem Publikum. Man kann eigentlich nur noch in die kleinen Kinos gehen, da geht es noch kultiviert zu... In die großen treibt es leider auch das Proll-Volk hinein, das sich mehr auf die Popcorn-Rumschmeißerei als auf den Film selber freut. Eine wirkliche traurige Entwicklung...
Könnte ich Stanley Kubrick zwei Fragen stellen, wären das folgende:
Mr. Kubrick! Sie sind bekannt als Ausnahmeregisseur, als technischer Perfektionist, gingen immer Ihren eigenen Weg und sind nie auf der typischen "Hollywood- Schiene" mitgefahren!
Das Bestreben, über Ihre Arbeit die absolute, künstlerische Kontrolle zu besitzen, war für Sie Bedingung, eine Filmproduktion in…
Könnte ich Stanley Kubrick zwei Fragen stellen, wären das folgende:
Mr. Kubrick! Sie sind bekannt als Ausnahmeregisseur, als technischer Perfektionist, gingen immer Ihren eigenen Weg und sind nie auf der typischen "Hollywood- Schiene" mitgefahren!
Das Bestreben, über Ihre Arbeit die absolute, künstlerische Kontrolle zu besitzen, war für Sie Bedingung, eine Filmproduktion in die Hände zu nehmen und dieser möglichst viel Qualität, Aussagekraft und künstlerische Aspekte zu verleihen!
In Ihrer Karriere gibt es EINE Ausnahme, die nicht ALLE diese Punkte vereinen kann, weil es sich um eine sogenannte "Auftragsarbeit" handelte und von Ihnen später als "Notwendiges Übel" bezeichnet wurde! Die Rede ist von "Spartacus" und was ich wissen möchte ist, ob Sie an diesem Projekt -vollständige Handlungsfreiheit vorausgesetzt- überhaupt persönliches Interesse daran gehabt und was genau Sie geändert, oder anders gemacht hätten....?
Auf meiner persönlichen Rangliste, befindet sich "Spartacus" auf einer Ebene mit "Quo Vadis?" und "Ben- Hur"! Deshalb fänd ich es interessant, auf o.g. Fragen eine Antwort zu bekommen, denn wenn Kubricks Werk trotz inzwischen bekannter "Einengungen" dennoch dieses gewaltige Epos geworden ist, wie wäre der damals 31- jährige ohne jeden Vorbehalt und mit 100% Handlungsfreiheit daran gegangen?
Der ausführende Produzent Kirk Douglas betraute ursprünglich den renomierten Anthony Mann ("Winchester ´73") mit der Regie und von diesem sind auch noch die Eingangssequenz im Lybischen Steinbruch, sowie einige Szenen in der Gladiatorenschule von Capua im fertigen Film zu sehen! Aber schon nach ein paar Drehtagen, im Februar ´59, zerstritten sich Douglas und Mann aufgrund künstlerischer Differenzen und der Regisseur mußte seinen Hut nehmen!
Douglas besann sich des jungen Stanley Kubrick, mit dem er vor zwei Jahren den genialen "Wege zum Ruhm" gedreht hatte und dieser nahm das Angebot an, obwohl ihm bewußt war, daß er als "letzter Passagier" an Bord gehen würde, was gleichzeitig bedeutete, den größten Einfluss mit mehreren Mitarbeitern teilen zu müssen, PLUS das fertig verfasste Drehbuch von dem auf der "schwarzen Liste" aus der McCarthy-Ära stehenden Dalton Trumbo, zu akzeptieren!
Ganz reizlos war der Deal für den neuen Regisseur sicherlich nicht! Immerhin bestand die Crew u.a. aus bekannten, bis weltberühmten Namen und Monumentalfilme waren meist ein Garant für große, finanzielle Erfolge! Mit seiner nicht unerheblichen Gage konnte sich Kubrick zudem eine gewisse Unabhängigkeit für eigene Projekte in der Zukunft sichern! Trotzdem ist anhand seiner späteren Arbeiten zu ersehen, daß er vom Skript, über die Regie, dem Schnitt und seinem Mitspracherecht in noch vielen anderen Kategorien, wie Musik, Beleuchtung, oder Kamera, NIEMALS mehr Kompromisse eingegangen ist, sondern stets sein eigener Herr geblieben war, was ihn, von ein paar Ausnahmen wie z.B. Charles Chaplin, oder Orson Welles abgesehen, in der Filmhistorie zu einem ganz außergewöhnlichen Charakter macht!
"Spartacus" hat nach der obligatorischen Ouvertüre ein ausgezeichnetes Titel- Design während der Credits von Saul Bass ("Psycho") zu bieten! Antike, römische Statuen werden zu der kraftvollen Musik von Alex North ("Endstation Sehnsucht") in abwechselnder, aber entspannender Weise übergreifend dargestellt und kündigen formlich an, daß nun etwas "großes" folgen wird!
Ja, der Film hat einige geschichtliche Ungenauigkeiten, aufzuweisen! Ich glaube, daß so gut wie JEDER Historienschinken, auch die, aus neuerer Zeit, Fehler enthalten, über die hinweggesehen werden kann, wenn es sich um einen gutgemachten Streifen handelt! Ist das Publikum hier nicht etwas tolerant, dann braucht es sich diese erst gar nicht anzusehen, würde dadurch aber so manchen Klassiker, wie "Gladiator" usw. verpassen und das muß nicht sein!
Der Cast in "Spartacus" ist spektakulär! Kirk Douglas überzeugt nicht nur durch physische Präsents (seine athletische Figur hat er hier auch dringend nötig), sondern er verkörpert gleichermaßen einen emotionalen Mann, einen zornigen Mann, einen suchenden Mann, der mit einer fantastischen Ausstrahlung ein abertausendfaches Sklavenheer anführt! Und dieser Rolle wird der Mime vollends gerecht!
Sein "Nemesis" ist der grandiose Laurence Olivier als der einflußreiche Politiker Marcus Licinius Crassus, der mit seinem von Ehrgeiz zerfressenen Ego, die Macht in Rom an sich reissen will und dem der Sieg über Spartacus dazu nutzen soll, sein Ziel zu erreichen! Olivier führt dem Publikum in seiner Rolle des vermögenden und mächtigen Patriziers ungezählte Charakterfacetten vor und besonders seine Eifersucht und der Neid auf Spartacus, diesem SKLAVEN, für dessen Frau er zudem noch eine vermeintliche Liebe empfindet, all diese Dinge, die ihn fast verrückt zu machen scheinen, sind für mich immer ein Highlight in "Spartacus"
Peter Ustinov erhielt 1961 den Oscar für seine schrullige Darbietung des Lentulus Batiatus, Leiter der Gladiatorenschule in Capua sicher zu recht! Aber ich meine, er hätte sie für seinen unvergleichlichen Nero in "Quo Vadis?" NOCH mehr verdient, denn DIESE Performance des Kaisers wird wohl unerreicht bleiben!
Charles Laughton als Volkstribun Sempronius Gracchus liefert sich mit seinem Konkurrenten Laurence Olivier im und außerhalb des Senats verbale Auseinandersetzungen, die mich einfach faszinieren! Der gutmütige, aber bauernschlaue Gracchus hier und der eiskalt berechnende, machthungrige Crassus dort- Erstklassiges Kino!
Jean Simmons ist Spartacus´Frau Varinia! Sehr süß und obendrein scharf gebaut! Über ihre Zurschaustellung eines Bades und das völlig unbekleidet, obwohl so gut wie nichts zu sehen, regten sich natürlich wieder einige Gemüter auf! Die Szene blieb im Film, war aber -neben ein paar deftigen Gewaltdarstellungen- der Grund, warum "Spartacus" anfangs noch erst ab 16 freigegeben worden war!
Tony Curtis ist als Gedichte- sprechender und Zaubertricks- vorführender Haussklave Antoninus zu sehen, der das Kämpfen erlernen will, um sich den Rebellen anzuschließen, die alle denselben Traum haben: Dem tristen Leben als tiergleicher Sklave und dem entmenschlichten Rom den Rücken kehren zu können!
Da gibt es die berühmte Bade- Szene mit Olivier und Curtis, in der Crassus Antoninus zu verstehen gibt, daß er bisexuell ist und versteckt (ja, die berühmten Austern und Schnecken) sein Interesse an ihm bekundet! Natürlich war diese "delikate" Sequenz bei aller Toleranz zuviel des guten und wurde restlos entfernt (ist inzwischen wieder auf der DVD enthalten)! Geblieben war in der Urfassung dennoch ein ernsthafter, fast philosophisch angehauchter Monolog über die Weltmacht Rom, die Crassus seinem Sklaven mit solcher Ruhe und Freundlichkeit vorträgt, als würde dieser zur Gesellschaftsklasse seines Herrn gehören!
"Spartacus" verfügt neben eindrucksvollen Massenszenen, auch über dosierte Action, sprich, aufregenden Kämpfen, aber am meisten stehen intellegente, sinnbringende Dialoge zwischen ausgeprägten Charakteren im Mittelpunkt, die mich NIEMALS langweilen, sondern aufmerksam lauschen lassen!
Es gibt so viele, interessante, beeindruckende Schlüsselszenen, daß ich am Ende zumindest EINE davon erwähnen will!
Crassus sitzt mit seinem Schwager, Marcus Publius Glabrus und "zwei heftig geschminkten Dämchen" in der eigens für sie gemieteten Loge der Gladiatorenschule in Capua und betrachten, wie bei Römern üblich, einen Kampf zu ihrer Zerstreuung zwischen Spartacus und dem Numiden Draba!
Während diese mit Dreizack und Schwert vor diesem "ominösen" Publikum um ihr Leben kämpfen, bewundern die zwei Frauen interessiert die gestählten Körper der beiden Sklaven und Crassus und Glabrus WENDEN SICH NEBENBEI AB, um über eine politische Angelegenheit im Senat zu diskutieren!!!
Die Kamera steht hinter allem und der Zuschauer sieht sowohl die Tribüne, als auch die Gladiatoren!
Ich glaube, deutlicher kann die menschenverachtende Politik Roms, DER Weltmacht, die der antiken Welt doch die Zivilisation gebracht hat, nicht vor Augen geführt werden...!
Aber das betrifft auch nicht Rom allein!- Zahllose Völker der Vergangenheit würden überhaupt nicht verstehen, was wir heute an ihrem Lebensstil "ungewöhnlich" fänden! Und wir brauchen nicht einmal so weit zurückzugehen, um die Denk- und Handlungsweise vergangener Generationen NICHT zu verstehen- der Zeitgeist ändert sich und mit ihm die Menschen aller Epochen!
"Spatacus" ist ein Ereignis! Und zu Stanley Kubrik, der das wohl nicht ganz so empfand, möchte ich sagen: Für ein "Notwendiges Übel" gar nicht schlecht, Mr. Kubrick!
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Also, als alter Geisterfilm- Liebhaber kam ich recht zufrieden aus der Vorstellung raus!
Für mich war der Unterhaltungs, bzw. der Horror-Faktor in Ordnung und wie von mir schon einmal an einer anderen Stelle bemerkt, SUCHE ich in solcher Art von Filmen förmlich den Grusel, der mal besser, oder mal weniger gut gemacht ist!
Jetzt, nachdem "Mama" etwas gesackt ist, kann ich den…
Also, als alter Geisterfilm- Liebhaber kam ich recht zufrieden aus der Vorstellung raus!
Für mich war der Unterhaltungs, bzw. der Horror-Faktor in Ordnung und wie von mir schon einmal an einer anderen Stelle bemerkt, SUCHE ich in solcher Art von Filmen förmlich den Grusel, der mal besser, oder mal weniger gut gemacht ist!
Jetzt, nachdem "Mama" etwas gesackt ist, kann ich den etwas objektiver betrachten und bewerten!
Grundsätzlich muß ich sagen, halten sich hier Vorzüge und verschiedene Unzulänglichkeiten meiner Meinung nach fast die Waage!
Mit einigen negativen Fakten fang ich an, die S P O I L E R enthalten!
In einer abgelegenen Hütte werden die zwei kleinen Mädchen, nachdem "Mama"´s Geist den durchgeknallten Vater abgemurkst hat, über FÜNF Jahre von Kirschen ernährt- Wow! Abgesehen von dieser sehr einseitigen, auf Dauer UNMÖGLICHEN Ernährung: Was haben die im Winter angestellt? Tischte ihnen "Mama" Einmachgläser aus dem Keller auf, servierte sie den Kindern frisch erlegtes Wildbret, oder schwebte sie zum nächsten "Drive- In" um die zwei mit Burgern zu versorgen? Die Frage nach Wasser könnte noch mit dem nahegelegenen See erklärt werden, denn schwer denkbar, daß die sanitären Anlagen im Haus noch funktionieren sollen! Wo ist die Leiche des Vaters geblieben? Vielleicht von "Mama", oder den Mädchen verbuddelt?- Also ich will wirklich keine Haare spalten, aber das alles ist doch wirklich bei aller Fantasie einfach lächerlich!
Unglaublich albern auch, daß nach erwähnten FÜNF Jahren zwei Jäger durch Glückes Geschick in dem sehr großen, aber nicht unendlichen Wald, den abgestürzten Wagen und die inzwischen verwilderten Kinder ausfindig machen können- Nicht das irgendjemand auf die Idee kommt, die Polizei hätte damals eine Hundertschaft von einer Suchtruppe zusammengetrommelt, Hunde und Helikopter eingesetzt um den Vater und dessen Mädchen zu finden, denn er hat sie nicht nur entführt, sondern auch zwei Geschäftspartner und seine Frau umgebracht!
Andrés Muschiettis Werk setzt sehr viel auf Schockmomente! Die sind in genügender Anzahl vorhanden und erreichen insbesondere mit dazugehörigem Sound bei geneigten Zuschauern ihr Ziel! Wirken aber auch oft aufgesetzt, zu plakativ- frei nach dem Motto: Ihr seid in einem Horror- Film! Ich bring euch schon zum schreien, LOS! Erschreckt Euch!!!
Auch da hätte etwas weniger Vordergründigkeit die Klasse des Filmes erhöhen KÖNNEN!
Zum ablachen ist auch, daß im Laufe des Filmes erst der Psychologe Dr. Dreyfuss und später noch der Onkel der Kinder, Lucas, während ihrer Nachforschungen über die unheimlichen Vorgänge das einsame Knusperhäuschen im Wald aufsuchen, um etwaigen Rätseln auf die Spur zu kommen! Das machen die -wie es sich gehört- jeweils ALLEIN und NACHTS!!!!!!!!
Ganz ehrlich, in dieser Hütte- in dieser Wildnis, würde mir allein auch am hellichten Tag der Arsch auf Grundeis gehen! Ein Lob an die Location!
Einen schwerwiegenden Fehler begeht die Produktion ungefähr ab dem letzten Viertel: Die bisher nur für Sekunden, oder schemenhaft zu sehende "Mama", ist nun eine der Hauptdarstellerinnen des Filmes geworden, nur eben ohne Gage, da CGI- animiert (der schlaksige Spanier Javier Botet stand Pate)! Ihr Design erinnert mich etwas an die Geister der alten "Gespenster- Geschichten", aus dem BASTEI- Verlag und war soweit ganz OK, SOLANGE sie nicht andauernd vor der Kamera herumhampelte und versuchte, möglichst Böööse auszusehen! Also diese inzwischen uralte Film- Weisheit, die Bedrohung möglichst gemächlich -weil viel effizienter- einzusetzen, wurde vom Aufnahmeteam einfach ignoriert und der Streifen büßt dadurch, von o.g. Logikpatzern abgesehen, natürlich an Qualität ein!
Diese Minuspunkte werden z.T. kompensiert, weil "Mama" auch einiges an positivem zu bieten hat! Dazu kommen wir jetzt!
Zuallererst der Cast! Die Hauptprotagonisten machen ihre Arbeit sehr ordentlich! Nikolaj Coster-Waldau als Onkel und Daniel Kash als Psychologe liefern bestimmt keine Meisterdarbietung, können sich aber sehen lassen!
Ein RIESENKOMPLIMENT an die 8- jährige Megan Charpentier und die 6- jährige Isabelle Nélisse, die ihren Part des Geschwisterpärchens unglaublich INTENSIV hinlegen! Ich denke, neben sehr einfühlsamen Regie- Anweisungen seitens Muschiettis und Guillermo del Toros, sind hier einfach unschuldiges, unvoreingenommenes und reines Kinder- Talent mit im Spiel!
Nun zu Jessica Chastain, von der ich bis dato noch nie etwas gehört, oder gesehen hatte!
Diese mimt Annabel, die 34- jährige Freundin des Onkels Lucas von Victoria und Lilly, eine Punk- Rock Musikerin, der anfangs noch jeder mütterliche Instinkt abgeht!
Im Verlauf der Handlung und den parallel- mysteriös verlaufenden vorkommnissen ÄNDERT Annabel jedoch ihre Gesinnung und das tut sie in realistischem Maße! Sie verläßt zugunsten ihres Mackers und dessen Nichten ihre Band, um im neu bezogenen Heim für ihre "Familie" dazusein, betont aber auch nach einer Bemerkung von Lilly, daß sie NICHT ihre Mutter ist! Also schnulziges, oder kitschiges Liebes- Gedudel steht hier nicht im Vordergrund und ist für strenge Gucker allenfalls etwas am Ende zu finden!
Sehr beeindruckt hat mich z.B. die Sequenz, in der Annabel die kleine Lilly halb erfroren am frühen Morgen im Garten entdeckt! Sie trägt sie ins Haus, setzt sich über heftige Abwehrreaktionen des Kindes mit viel Gefühl und Beharrlichkeit hinweg und schafft es tatsächlich, seine instinktive Barriere zu durchbrechen, indem sie beruhigend auf sie einredet und ihr die Hände "warmrubbelt"!
Die Rocker- Braut mutiert nicht zu einer Übermutter, aber ENTWICKELT sich innerhalb der Handlung des Filmes und das bringt Jessica glaubhaft rüber!
Die Atmosphäre im Wald ist wie betont, wirklich unheimlich und das wird später im großen Wohnhaus weitergeführt! Es sind interessante Kameraeistellungen zu sehen, z.B. bekommt das Publikum eine Art Querschnitt durch die Wohnanlage vorgeführt, die sich Lucas, Annabel, Victoria und Lilly teilen:
Lilly "spielt" mit einer Decke eine Art Tauziehen mit jemandem im Kinderzimmer, der nicht im Blickfeld steht und man könnte denken, am anderen Ende befände sich entweder Annabel oder Victoria! Diese beiden erscheinen aber erst nach ein paar Augenblicken links im Bild, abseits des Zimmers, in der Diele!
Die Bewegungen der beiden Mädchen werden teilweise recht grotesk präsentiert! Es wird suggeriert, daß sich die zwei im Lauf der letzten fünf Jahre z.T. wie Tiere auf allen vieren bewegt haben und das sieht -besonders im dunklen- einfach erschreckend aus!
"Mama" ist dann am gruseligsten, wenn die Geschwister (wie können kleine Kinder solch eine Angst mit ihren Augen hinbekommen?), oder die anderen Akteure von dem Geist reden, oder meinen, etwas gesehen, bzw. gehört zu haben! Auch wenn der Psychologe mangels elektrischem Licht den Blitz seiner Kamera benutzt, um "Mama" zu sehen! Jeder halbwegs orientierte Cineast wird natürlich erwarten, daß der Geist gleich ins Blickfeld kommt und das tut er- zum Glück lediglich für einen Wimpernschlag, aber das nennt man Suspense: man ist zwar unsicher, gleichzeitig erwartet man aber eine gewisse Aktivität!
Was mich betrifft, werde ich mir "Mama" besorgen, sobald er erhältlich ist! Sicher kein Meilenstein, davon ist er weit entfernt! Er hat einiges an negativem an sich, aber für mich auch viel positives zu bieten, das ich nicht ignorieren kann! Ich bin nunmal für Spuk zu haben und bereit, bis zu einer Grenze, Fünf gut sein zu lassen!
Und wenn es nur für Jessica Chastain ist...:)!
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Hfonda15 Tue, 14 May 2013 21:43:56 -0000
Antwort löschenBin kein großer Horror Fan, weshalb ich den nicht gucken wollte und den Text so trotz Spoiler Warnung lesen konnte. Sehr gut geschrieben von dir :)
lieber_tee Tue, 14 May 2013 21:57:39 -0000
Antwort löschenAngenehm differenzierte Betrachtung des Films. Mag ich.
cinram Wed, 15 May 2013 07:56:23 -0000
Antwort löschenDanke, Andi und Ollie! Kann schon erstaunlich sein, einen Spielfilm nach einer gewissen Zeit, unvoreingenommener zu betrachten...!
Erstmal zur 3-D Fassung: Ich bin diese Betrügerei und Abzocke durch "miese" bis "mittelmäßige" Konvertierung von in 2-D gedrehten Filmen langsam leid!
Entweder geh ich hin und produziere einen Kinofilm in aufwendigem und teurem, ECHTEN dreidimensionalen Verfahren oder LASS ES BLEIBEN!
Es gab im Kino jeweils in den 50s und 80s einige Ausflüge in die dritte Dimension…
Erstmal zur 3-D Fassung: Ich bin diese Betrügerei und Abzocke durch "miese" bis "mittelmäßige" Konvertierung von in 2-D gedrehten Filmen langsam leid!
Entweder geh ich hin und produziere einen Kinofilm in aufwendigem und teurem, ECHTEN dreidimensionalen Verfahren oder LASS ES BLEIBEN!
Es gab im Kino jeweils in den 50s und 80s einige Ausflüge in die dritte Dimension und durch moderne Technik besteht seit ein paar Jahren erneut ein Trend, dieses Aufnahmeverfahren anzuwenden und wird uns wohl diesmal auch erhalten bleiben!
"Avatar" und "Hugo Cabret" haben uns -als Beispiel- deutlich gezeigt, wozu räumliche Fotografie heute imstande ist! Wir wissen auch, daß durch eine entsprechend sorgfältige Konvertierung normal gedrehter Real- und Trickfilme (siehe "Titanic" und "Der König der Löwen") dem Publikum durchaus vernünftige 3-D Unterhaltung geboten werden
kann!
Um Geld, Zeit und viel Mühe zu sparen, werden aber eine Menge Kinofilme einer sog. "Blitzkonvertierung" unterzogen, um auf der 3-D Welle mitzuschwimmen, unnötige Wiederaufführungen entschuldigen zu können und höhere Eintrittsgelder zu fordern! Was dabei mitunter für MISERABLE Qualität abgeliefert wird, weiß sicher fast jeder von uns! Gutes Beispiel dafür ist "Star Wars- Die dunkle Bedrohung" oder Nein, besser: "Die dunkle Verarsche"- niemand weiß, was George Lucas hier geritten hat! Nur das Geld? Oder: "Ist doch egal, wie´s aussieht, die marschieren schon da rein, das machen ´se immer!"
Mir fällt da noch "Green Lantern" ein! Die Konvertierung muß dermaßen unterirdisch gewesen sein, daß unser Kino sich weigerte, den Film in 3-D aufzuführen! (Was für den Kinobetreiber spricht)!
Da hat James Cameron zumindest gewußt, daß er dem Publikum was schuldig ist, wenn es sich seine Schiffskatastrophe erneut im Kino anschauen gehen soll und investierte 18 Mio.$ in die Bild-für-Bild Nachbearbeitung seines Klassikers!
Man kann sagen, daß sich konvertierte 3-D Filme von Fall zu Fall unterscheiden! Es kommt halt immer darauf an, was das Studio bereit ist, für die optische Güte zu tun!
Bei "Iron Man 3" ist die Räumlichkeit besch...eiden, um es charmant auszudrücken! Hebt man während des Filmes mal kurz die Panzerbrille an, ist schnell zu erfassen, wie (un)gründlich, bzw. lustlos gearbeitet worden ist!
Jetzt hätte ich beinahe den Film vergessen!
Ich hatte nach der ersten Sichtung kein zufriedenes Gefühl! Zu viele Gegebenheiten, die mich störten und nach den großartigen "Avengers" meine Erwartungen nicht erfüllen konnten! Allerdings nehme ich Robert Downeys Darstellung davon aus! Nach wie vor halte ich seine Performance für einmalig cool! Sein Iron Man erreicht mich einfach und ich giere förmlich danach, ihn zu sehen! Ich kaufe ihm sämtliche Facetten des Tony Stark ab, ohne, oder mit seiner Rüstung! Ein größeres Kompliment kann ich ihm nicht geben!
S P O I L E R !!!!!
-Der größte Makel für mich ist der langweilige Antagonist mit seinen "Extremies", die sich selbst regenerieren können und Feuer speien- einfach uninteressant und nervend!
-Tony kann nun seinen Kampfanzug, oder auch Teile davon, wie ein Hündchen zu sich herpfeifen und sogar soweit dirigieren, daß der Schutzpanzer jemand anderem übergestülpt wird! Um Pepper zu retten, findet die sich plötzlich in dem Eisendress wieder, der exakt an Tony´s Körperstatue angepasst ist, YEAH!
-Ben Kingsley´s Darbietung als arbeitsloser Schauspieler, der den Medien den "Mandarin" vorgaukelt ist zwar köstlich, aber mir wäre ein spektakulärer Fight zwischen ihm als echten Bösewicht und Iron Man lieber gewesen!
-"War Machine", oder "Iron Patriot" nimmt dem wahren "Iron Man" die Induvidualität!
-Ich weiß nicht, wieviele Rüstungen im Finale über die Leinwand surren, aber das ganze ist mir echt "too matsch", wirkt hoffnungslos überladen!
-Pepper Potts, auf deren Bauch übrigens prima Minigolf gespielt werden könnte, fällt in ein Flammenmeer und Tony nimmt kaum wahrnehmbare Notiz davon!
-Nimmt der Film in der Mitte eine ruhigere Gangart ein, wird das im Finale wieder versucht gutzumachen, und zwar mit überdrehtem CGI en Masse!
-Ganz selbstverständlich wird die "Extremie"- Infizierte Pepper mittels OP wieder geheilt!
-Tony fällt ein, daß er sich seine Schrapnellen in der Brust eigentlich auch operativ entfernen lassen könnte, und -Voilà- sein zum Leben notwendiger elektromagnetischer Transistor ist Vergangenheit!
Das sind einige Punkte, die meine Bewertung beeinflußt haben! Ist schon klar, das wir hier über eine Comic- Verfilmung sprechen und es sich für einige daher schlicht ergibt von Logik oder kleinen Schönheitsfehlern zu faseln! Persönlich gibt es einfach bei mir auch im Science- Fiction oder Comic Bereich Grenzen, die eingehalten werden sollten! Wie gesagt, das ist eine Betrachtung aus meiner (ersten) Sicht! Möglich, daß ich mein Review eines Tages ändere und Shane Blacks Blockbuster positiver bewerte!
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Ben Kenobi Thu, 09 May 2013 21:37:43 -0000
Antwort löschenSchön und nachvollziehbar zusammengestellt. Die ganzen Kritikpunkte, die du nennst, waren auch die Haare in meiner IM3-Suppe...
cinram Fri, 10 May 2013 11:15:30 -0000
Antwort löschenDanke Dir! Demnach hattest Du also auch mit einem "etwas anderen" Finale gerechnet und bemerkt, daß hier irgendetwas nicht astrein verlaufen ist ;-)
Ben Kenobi Fri, 10 May 2013 16:37:47 -0000
Antwort löschenJa, das war alles viel zu viel. Die gute Balance der Vorgänger (ich mochte auch Teil 2) ging direkt mal zum Fenster raus, und das Vakuum füllten dann 316 verschiedene Anzüge, Drachenmenschen, CGI-Gewitter und Logiklöcher... :/
cinram Fri, 10 May 2013 19:13:32 -0000
Antwort löschenGanz genau! Ist schade drum! Ich mein, hier wurde viel verschenkt! Aber wie man sieht, gefällt der Streifen weltweit! So ist das eben mit den Geschmäckern...!
James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät
cinram 9.0 "Herausragend" Mon, 01 Apr 2013 18:03:55 -0000
Mit 19 Jahren sah ich "On Her Majestys Secret Service" zum 1. Mal in einer Wiederaufführung und war damals relativ unbeeindruckt!
Dieser Film war irgendwie anders gestrickt, als die paar Bonds mit Connery und Moore, die ich bis dato gesehen hatte! Meine Kenntnisse über den Agenten ihrer Majestät hielten sich noch sehr in Grenzen, aber von diesem Kinobesuch hatte ich mir einfach viel…
Mit 19 Jahren sah ich "On Her Majestys Secret Service" zum 1. Mal in einer Wiederaufführung und war damals relativ unbeeindruckt!
Dieser Film war irgendwie anders gestrickt, als die paar Bonds mit Connery und Moore, die ich bis dato gesehen hatte! Meine Kenntnisse über den Agenten ihrer Majestät hielten sich noch sehr in Grenzen, aber von diesem Kinobesuch hatte ich mir einfach viel mehr versprochen!
Der (neue) Hauptdarsteller wirkte überhaupt nicht auf mich, die "Liebesgeschichte" nervte, der ganze Film zog sich einfach zu lange hin und der Schnitt war mir in einigen Szenen zu hektisch, nicht richtig erfassbar! Lediglich Diana Rigg und die Ski- Action waren mir positiv aufgefallen!
Inzwischen ist "Mr. Bond" ein Teil meiner eigenen Subkultur geworden und was soll ich sagen: "On Her Majestys Secret Service" gehört nunmehr seit geraumer Zeit zu meinen Top- Favoriten der Serie!
In welchen Gefilden George Lazenby Ende der sechziger Jahre seinen Lebensunterhalt bestritt, ist hinlänglich bekannt! Dessen körperliche Präsenz und die Tatsache, daß er während eines Kampfes in einer Probeaufnahme seinem Stunt- Gegner voller Enthusiasmus eine Verletzung zuzog (Nase gebrochen), waren die Beweggründe für den entgültigen Entscheid von Broccoli und Saltzman den damals 29 jährigen Australier ins Bond- Lager zu holen!
Erst wude überlegt, dessen Namen zu ändern und die Warze auf der Wange zu entfernen, aber diese Änderungspläne fielen schnell unter den Tisch und man einigte sich lediglich darauf, Lazenby den australischen Akzent von einem Sprachlehrer "abschleifen" zu lassen und ihm über vier Monate Schauspiel- und Kampfunterricht zu geben!
Bedenkt man, daß Lazenby als ehemaliger Autoverkäufer, später als Model, Schokolade- und Konfektionswerbeträger den berühmtesten Agenten der Welt verkörpert, so muß ich sagen- Der Knabe gefällt mir als 007! Mag sein Spiel manchmal etwas hölzern, oder sein Blick ab und an orientierungslos wirken- Der Mann hat vorher noch nie in einem Panavision Movie eine Rolle gespielt! Also so gesehen finde ich, macht er seine Arbeit ganz passabel!
Mehrere seiner Stunts machte er selbst (brach sich sogar den Arm)! Seine Fight- Sequenzen, bzw. Bewegungen, sind glaubhaft und hart, passen zu Bond (hier bin ich allerdings immer noch der Meinung, daß diverse "Balgereien" zu schnell geschnitten wurden) und in der letzten Einstellung ließ er gar ein paar Tränen kullern! Regisseur Peter Hunt veranlasste jedoch, das die Szene "trocken" wiederholt wurde und so ist sie auch im fertigen Film zu sehen! Schade- ich hätte Lazenbys Improvisation bevorzugt! Harter Mann hin- oder her, so ein Ende im Hinblick auf den gefühlvollsten Bond ever, wäre doch der Hammer gewesen, ist aber auch so noch recht eindrucksvoll!
Gert- Günther Hoffmann, der renomierte Synchronsprecher von Sean Connery lieh auch Lazenby seine vertraute Stimme und auch das gereichte, zumindest in der deutschen Version, dem Australier zum Vorteil!
Wie bekannt, stieg Lazenby die Rolle des Superagenten rasch zu Kopf! Umgerechnet 250.000 DM steuerfreie Gage, über 3.000 DM Spesen pro Woche (die Dreharbeiten dauerten von Oktober ´68, bis Juni ´69), ein möbiliertes Appartment und eine Limousine mit Chauffeur KÖNNEN bei manchen Menschen einiges auslösen, oder verändern! Lazenby war der Meinung, daß Broccoli und Saltzman von ihm abhängig waren und sein Verhalten wurde zusehends -wenn man denn einigen Mitgliedern der Crew glauben schenken soll- arroganter und anmaßender!
Lazenbys Persönlichkeitsdefizite, diverse negative Kritiken und das Gesamteinspiel von "On Her Majestys Secret Service", das hinter den Erwartungen der Produzenten blieb (Vergleich: "Thunderball" = 140 Mio.$/ "On Her Majestys Secret Service"= 80 Mio. $) bedeuteten dann das Aus für Lazenby, der von EON Productions fallengelassen wurde und der dann auch in der Versenkung verschwand!
Eigentlich bedauerlich! Ich hätte den "Aussi" gerne nochmal als Bond wiedergesehen! Womöglich hätte er sich zum positiven verändert- menschlich und auch schauspielerisch!
Besonders gut gefallen mir in "On Her Majestys Secret Service" die Aufnahmen in der Schweiz, mit deren verschneiten Locations in den Bergen und Städten! Sogar etwas Weihnachtsatmosphäre ist vorhanden- find ich urgemütlich!
Blofeld wird toll gespielt von Telly Savallas, der mir in der Rolle mehr zusagt als Donald Pleasence in "You Only Live Twice" (so zerbrechlich), oder Charles Gray in "Diamonds Are Forever" (völlig unscheinbar)! Savallas ist selbstbewusst und strahlt kühle Überlegenheit aus- achtet mal darauf, wie er seine Zigarette zwischen Daumen und Zeigefinger hält! Das gibt ihm irgendwie was interessantes, individuelles!
Blofelds Residenz befindet sich auf dem 2.970 m hohen "Schilthorn"- Gipfel ("Piz Gloria")! Er besitzt dort eine Forschungseinrichtung, die ihm ebenso als Festung dient und nur schwer zu erreichen ist! Dieser beeindruckende, NOCH leerstehende Neubau durfte von der Produktion für die Dreharbeiten genutzt werden, unter der Vorraussetzung, daß nach Drehende die geplante Restaurantinneneinrichtung, sowie ein Hubschrauberlandeplatz vom Studio finanziert würde, was prompt akzeptiert wurde- aber bis dahin hatte Set- Designer Syd Cain freie Hand, in dem fünfstöckigen, um seine sich eigene Achse drehenden Gebäudekomplex (Dauer: 55 Min.), eine moderne, exotische Kulisse entstehen zu lassen!
Einmalig an diesem 007- Thriller sind die Bergabfahrtsaufnahmen von Willy Bogner, der mit bis dahin niemals zuvor gesehenen Ski- Rasereien von ca. 100 km/h durch die Schneelandschaft mit einer 15 kg schweren Kamera und Spezial- Skiern, die an beiden Enden aufgebogen waren, seine Stunt- Kollegen aus allen möglichen Perspektiven filmte: Der Rückenansicht, bei der er hinter ihnen her fuhr, der Vorderansicht, für die er rückwärts fuhr und Szenen, bei denen er sogar durch seine eigenen Beine filmte!
Bei der spektakulären Verfolgungsjagd auf der Bob- Bahn, fuhr Bogner auf der vereisten Spur den Doubles von Savallas und Lazenby hinterher, wie immer die Kamera fest an sich gepresst, ohne die Möglichkeit, bremsen zu können, deshalb wurde an einer bestimmten Stelle der Bahn die Seitenwand aufgebrochen, damit er in einen für ihn vorsorglich aufgehäuften Schneeberg landen konnte!
Wenn einem diese Fakten vor Augen geführt werden, wird schnell klar, wer im Grunde der WAHRE 007 ist- Willy Bogner! Ohne ihn und seinen Kollegen, Stuntmännern und -Frauen, wäre es unmöglich, solche Actionfilme auf die Leinwand zu bringen!
Wie wir wissen, ist der gute Willy später noch einige weitere Male von EON- Productions engagiert worden, seine unglaublichen Ski- Aufnahmen für die Bond- Filme beizusteuern! Ich persönlich find die immer Sauscharf, wenn sich auch ein gewisses "Déjà-vu" dabei einstellt!
Wenn mich als Teenager die Liebesgeschichte zwischen Bond und Tracy nicht sonderlich interessiert hat, so find ich nun, daß auch ein Mann wie James Bond das Recht hat, sich zu verlieben! Immerhin macht ihn das menschlich und wird in "On Her Majestys Secret Service", einer von Ian Flemings besten Romanen, mit viel Gefühl erzählt!
Den Song "We have all the Time in the World" komponierten John Barry und Hal David!
Die beiden besuchten seinerzeit Louis Armstrong, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit einem Jahr im Krankenhaus lag, kaum noch Energie besaß und nicht einmal mehr Trompete spielen konnte!
Barry und David baten ihn um die Performance für ihr Lied und der große Künstler erklärte sich einverstanden, nahm noch einmal alle seine Kräfte zusammen und erweckte mit Seele, Herzblut und unglaublich viel Gefühl einen der, in meinen Ohren, schönsten Liebessongs zum Leben!
Broccoli und Saltzman verwendeten das Stück aber nicht für den Titel, weil sie es als "zu schwer" empfanden und spielten Armstrongs Liebes- Ode in eine der Sequenzen des Films ein, in der sich Bond und Tracy näherkommem!
Die eigentliche Titelmelodie ist instrumental gehalten, genial gepaart mit Maurice Binders Intro- Bildern und stellt ohne Zweifel einen Ohrwurm dar!
"On Her Majestys Secret Service" hat für viele Leute einige "Hänger"! Das ist sicher richtig, aber ich empfinde das nicht (mehr) so! Ursprünglich betrug die Dauer 170 Min., wurde aber später um 30 Min. gekürzt (United Artists hätte da Ärger gemacht)! Wenn der Film in dieser Länge erhältlich sein sollte- ich wär sofort dabei! Ich halte diesen 007- Streifen für so ungewöhnlich "natürlich", u.a. mit einem Einblick in das Gefühlsleben eines eigentlich einsamen Mannes, der nie Frieden findet, immer auf Achse ist und sein Leben riskiert- natürlich aus freien Stücken, aber dennoch immer ruhelos ist, nach ungezählten Affären eine Frau findet, die er tatsächlich liebt und sogar bereit ist, für diese Beziehung seinen Job beim MI6 zu quittieren!
Davon abgesehen gefällt mir, daß Bond hier über so gut wie keine Gadgets verfügt und seinen Kopf benutzt, anstatt diverse Spielzeuge aus Q´s Werkstatt zu verwenden, dazu hat er noch in anderen Folgen Gelegenheit, mal mehr, mal weniger!
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Filmkenner77 Tue, 02 Apr 2013 16:24:10 -0000
Antwort löschenSehr schön, auch wenn ich nach wie vor die Begeisterung für den Streifen nicht so ganz teilen möchte. OHMSS war übrigens noch vor Diamantenfieber der erste Bond, den ich als kleiner Junge gesehen habe. Da muss ich wohl so 9 Jahre alt gewesen sein. Der Film ist sehr gut, aber mit Lazenby bin ich nie richtig warm geworden. Hunts Timing hat mich auch nie so richtig überzeugt und die Anfangssequenz am Strand halte ich nach wie vorn für viel zu schnell geschnitten.
Connery hatte übrigens auch kaum Schauspielerfahrung, wirkte aber vor der Kamera in meinen Augen wesentlich souveräner. Erstmals aufgefallen ist er mir als Bösewicht in "Tarzans größtes Abenteuer" aus dem Jahre 1959.
cinram Tue, 02 Apr 2013 18:52:58 -0000
Antwort löschenTja, die Frage, was ein erfahrener Regisseur wie z.B. Terence Young und Connery aus "On Her Majestys Secret Service" gemacht hätten, ist eines der ewigen Mysterien im Bond- Universum! Die meisten unter uns (ich ebenfalls) vermuten natürlich, das dann ein "Super- Bond" hätte entstehen können, aber eine Gewährleistung dafür wird es eben nie geben!
Mit Connery hatten Broccoli und Saltzman tatsächlich den Vogel abgeschossen! Wie Du angedeutet hast: Der Schotte hat was an sich, was man auch in 100 Jahren Schauspielunterricht nicht lernen kann!
Connery als Bösewicht? Donnerknispel, das würd ich auch gerne mal sehen! :D
Der zweite Teil der "Missing in Action"- Trilogie ist der Einzige in dieser Reihe, der mir geläufig ist, bzw. den ich jemals gesehen habe, von mir vorab den berühmten Nostalgie- Bonus erhält und den ich ganz annehmbar finde!
Der aufdringliche US- Patriotismus ist hierbei natürlich zu ignorieren, sonst fängt der Zuschauer noch am Ende an beim Abspann zu salutieren, oder sich ein Bild…
Der zweite Teil der "Missing in Action"- Trilogie ist der Einzige in dieser Reihe, der mir geläufig ist, bzw. den ich jemals gesehen habe, von mir vorab den berühmten Nostalgie- Bonus erhält und den ich ganz annehmbar finde!
Der aufdringliche US- Patriotismus ist hierbei natürlich zu ignorieren, sonst fängt der Zuschauer noch am Ende an beim Abspann zu salutieren, oder sich ein Bild von Chuck Norris übers Bett zu hängen! Mir fällt eine Sicht der nüchternen Art nicht besonders schwer, das ist auch schon bei "Rambo II" und anderen US- Verherrlichungsstreifen gelungen!
Mir persönlich ist wichtig, ob der Film mich unterhalten kann und diese Mission erfüllt "Missing in Action 2"!
Gedreht wurde in Mexiko! Die Musik stammt vom "Queen"- Gittaristen Brian May und die Darstellerriege macht ihre Arbeit ganz passabel für einen anspruchslosen Actionfilm!
Darunter will ich aber den gebürtigen Koreaner "Soon-Tek Oh" hervorheben, der den sadistischen und machtversessenen Lagerkommandanten Colonel Yip spielt und dessen Performance sozusagen das "Salz" in der Suppe bedeutet und der der Hauptgrund dafür ist, daß "Missing in Action 2" seit kurzem in meinem Regal steht!
Übrigens war Soon-Tek Oh 1974 an Roger Moores Seite zu sehen als verbündeter "Inspektor Hip" in "Der Mann mit dem goldenen Colt"!
Der halb- Cherokee, halb- Ire Carlos Ray Norris ("Chuck" war sein Spitzname während seiner Militärpolizei-Zeit in Korea) ist ein begnadeter Kampfsportler und gibt auch hier wieder etwas von seiner Kunst zum besten, aber ich muß auch betonen, daß der gute Chuck gefeit dagegen ist, was man in dieser Zunft "Schauspiel" nennt:
Nicht EIN Minenspiel während 90 Minuten zustandebringen zu können, das ist schon bemerkenswert! Die renomierte Synchro von Thomas Danneberg (Sylvester Stallone) reißt zwar einiges raus, aber würde Colonel Braddock nicht ab und an seine Knabberleiste in Bewegung bringen müssen -denn er hat tatsächlich auch Dialoge- dann könnte der Verdacht aufkommen, es hier mit einem lebenden Toten zu tun zu haben! Kurz:
Romeros "Zombies" agieren dagegen oscarverdächtig und das sagt wohl alles! -Andererseits begründet sich Chuck Norris´ "Kultstatus" zum Teil eben auf diese (eigentlich lustig anzusehende) Inkontinenz dessen, was für andere das "Acting" und somit Arbeit, verbunden mit Talent bedeutet!
Genug gespöttelt- Nein, wir reden von dem Mann, der den 8.Dan des schwarzen Gürtels im Taekwondo besitzt! Mit dem Mann, der im Kolloseum gegen Bruce Lee kämpfte und lassen nur ein wenig Kritik ab!
Immerhin spielte "Missing in Action 2" bei einem Budget von etwa 2,5 Mio.$, gute 15 Mio.$ ein und ich meine auch, es muß (und kann) nicht immer Kaviar sein!
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Die unglaubliche Geschichte des Mister C. und 5 weitere ...
cinram 8.0 "Ausgezeichnet" Tue, 29 Jan 2013 18:59:10 -0000
Uff...! Nach den schreckenerregenden Vorschauen zu "After Earth" (mit Will Smith und seinem -ich mach Dich zum Star- Junior Jaden) und "Hänsel & Gretel auf Hexenjagd" (nach dem 400 Mio.$ Erfolg "Snow- White", eine neue Aufbereitung der Grimmschen Sagen für das Mainstreamkino) erklangen endlich die langersehnten ersten Töne der neuesten Tarantino- Création "Django…
Uff...! Nach den schreckenerregenden Vorschauen zu "After Earth" (mit Will Smith und seinem -ich mach Dich zum Star- Junior Jaden) und "Hänsel & Gretel auf Hexenjagd" (nach dem 400 Mio.$ Erfolg "Snow- White", eine neue Aufbereitung der Grimmschen Sagen für das Mainstreamkino) erklangen endlich die langersehnten ersten Töne der neuesten Tarantino- Création "Django Unchained"!
Erst einmal, die Melodie, der hier eingesetzten Original- Musik von 1966 aus der Feder des Argentiniers Luis Enríquez Bacalov, ging mir während der nächsten Stunden nicht mehr aus den Ohren! Ein echt geiler Intro- Hit!
Vielleicht kann man sagen, daß "Django" in drei Drittel unterteilt werden kann:
Das erste wird geradezu dominiert von dem gebürtigen Österreicher Christoph Waltz! Der Mann spielte u.a. 1996 Roy Black in dessen Biographie und wurde, wie wir wissen, 2009 mit "Inglourious Basterds" zum Weltstar!
Ich glaube, wenn er das nicht in der Rolle des Hans Landa geschafft hätte, dann spätestens mit seiner Darstellung des Kopfgeldjägers Dr. King Schultz in dieser großartigen Hommage Tarantinos an den Italowestern!
Überhaupt scheint der Regisseur nicht nur ein "magisches Gespür" für die Besetzung seiner Arbeiten mit einer Vielfalt an einzigartigen Charakteren zu haben- Unter seiner Führung scheinen Schauspieler, selbst solche, die man bereits in einem Abwrackdock wähnte, aufzublühen, letztere gar oft noch besser, als in deren besten Jahren!
Das zweite Drittel spielt sich auf der Baumwollplantage "Candieland" ab und hier nimmt der Plantagenbesitzer den Zuschauer vollständig für sich ein!
Diese Rolle des Calvin Candie wird von Leonardo DiCaprio verkörpert und darauf hatte ich mich bereits im Vorfeld gefreut, Leo als menschenverachtendes Individuum genießen zu können! Meine Erwartungen erfüllten sich: DiCaprio ist ein wunderbar hassenswerter, kranker, widerwärtiger Drecksack, dessen Aktionen und besonders Monologe, sowie Dialoge mit diversen Kollegen einen Heidenspaß machen, gleichzeitig aber auch schockierend vor Augen führen, daß der Name der Bestie Mensch ist!
War Leo durch "Titanic" zum Star avanciert, konnte er seither und spätestens jetzt des öfteren beweisen, was für ein Akteur in ihm steckt! Ich denke, der ist oscarüberreif!
Das letzte Drittel widmet sich nun fast ausschließlich dem Namengeber dieses Streifens auf seinem Rachefeldzug gegen den "bösen, weissen Mann" und der wird gemimt von Jamie Foxx (Oscar für "Ray" Charles), dessen Part "Django" ursprünglich von Will Smith gespielt hätte werden sollen!
Tarantino ist wie kein zweiter imstande, seine Buben und Mädels, egal, ob gut, oder böse, auf COOL zu instruieren, das ist auch hier der Fall!
Wenn Django etwaige Sklavenaufseher verdrischt, oder auf äußerst brutale Art und Weise abmurkst, stellt sich ein ähnliches Gefühl wie in "Inglourious Basterds" ein, wenn Nazis diesmal diejenigen sind, die abgeschlachtet werden!
Als Foxx einen Aufseher mit dessen eigener Peitsche verprügelt, ist das ein sattes Gefühl der Genugtuung! Ich selbst flüsterte dabei vor mich hin "Schnapp Dir die Drecksau!" und das ist wohl auch der Sinn der Sache, ZUMINDEST IM FILM furchtbare Rache nehmen zu können an den selbsterwählten Herren dieser Welt und deren brutaler Willkür, die sie anderen Menschen antun!
Eine sehr typische Tarantino- Sequenz will ich noch erwähnen, bei der sich das halbe Kino fast flachlegte, vor Lachen!
Eine Gruppe berittener Mitglieder des Ku- Klux- Klan berät sich über Sinn- und Zweckhaftigkeit ihrer Kopfkapuzen und darüber, daß die Augenlöcher in der Bewegung verrutschen und sie dann nichts mehr sehen können!
Diese Szene dauert etwa 5- 6 Minuten und wird vom Klan RICHTIG ERNSTHAFT diskutiert, das macht das Ganze so komisch und zeigt, wie Tarantino die alberne, weltfremde, vor allem antisemitische Einrichtung des Klans ad absurdum führt!
Jeder, der die Werke Quentin Tarantinos und ihren Stil mag, wird sich bei "Django Unchained" zweifellos gut unterhalten! Natürlich bleiben bei 165 Minuten gewisse Längen nicht aus, doch fast jeder Film in Überlänge hat auch seine besinnlicheren Momente verdient, besonders wenn er gut inzeniert ist!
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Filmkenner77 Sun, 20 Jan 2013 18:27:41 -0000
Antwort löschenIch freue mich drauf. Werde mir den in den nächsten 14 Tagen auch noch in Aachen anschauen.
cinram Sun, 20 Jan 2013 18:35:22 -0000
Antwort löschenDu wirst ´ne Menge Spaß haben! Ich selbst ertappte mich dabei, daß ich mit einem satten, zufriedenen Lächeln dasaß und das nicht nur wegen einiger wirklich guten Gags, sondern weil ich einfach rundum zufrieden der Mach- und Spielart großer Künstler folgen konnte!
Filmkenner77 Sun, 20 Jan 2013 19:12:35 -0000
Antwort löschenNa, dann werde ich nach meinem Kinobesuch berichten, wie er mir gefallen hat. Bin gespannt auf den Film.
cpt. chaos Mon, 11 Feb 2013 16:35:08 -0000
Antwort löschenEigentlich wollte ich warten, bis der auf DVD rauskommt, aber bei den unzählig positiv gestimmten Kommentaren, muss ich wohl doch noch ins Kino.
Übrigens sehr schön geschrieben!
cinram Tue, 12 Feb 2013 03:26:20 -0000
Antwort löschenDanke Dir! Solltest Du es nicht mehr ins Kino schaffen, dann mußt Du und wir alle bis Ende Juli warten, da wird der vorraussichtlich im Handel erscheinen!
Es war einmal eine Zeit, da gab es für die Fernsehzuschauer lediglich drei Programme zur Auswahl und allenfalls noch ein paar vereinzelte Regionalsender!
Des Nachts war überall Sendepause mit Test- oder Schneebild angesagt und morgens gab es das "Schulfernsehen"!
Richtige Spielfilme, die während der Woche gesendet wurden, konnten an einer Hand abgezählt werden, die Shows hatten…
Es war einmal eine Zeit, da gab es für die Fernsehzuschauer lediglich drei Programme zur Auswahl und allenfalls noch ein paar vereinzelte Regionalsender!
Des Nachts war überall Sendepause mit Test- oder Schneebild angesagt und morgens gab es das "Schulfernsehen"!
Richtige Spielfilme, die während der Woche gesendet wurden, konnten an einer Hand abgezählt werden, die Shows hatten Niveau und getalkt wurde in "Je später der Abend"- dies ohne jeden Fake und die Begriffe "Vaterschaftstest", oder "Lügendetektor" waren gar nicht, oder höchstens kaum bekannt!
In jener Epoche waren die sog. "Adventsvierteiler" DAS T.V.- Ereignis zum Jahresende: mit viel Herzblut produziert und vom Publikum heiß erwartet!
Einer der besten Vertreter dieser Sparte ist für mich "Lockruf des Goldes" von 1975!
Der Goldrausch am Klondyke in den Jahren 1896- 1898 bietet den interessanten und faszinierenden Hintergrund für diese aufwendige und für das Fernsehen unglaublich teure Verfilmung nach Büchern von Jack London!
Rund sieben Mio. DM wurden für dieses Projekt ausgegeben! Das Geld kam zusammen von Investoren aus der ganzen Welt: Während die Serie vom Deutsch- Französisch- Österreichisch- Rumänischen Fernsehen produziert wurde, beteiligten sich noch etwaige Sender aus Australien, den USA und Kanada daran!
Über acht Monate zogen sich die Dreharbeiten! 12.000 Komparsen wirkten mit und als Locations dienten die Karparten und das Donaudelta!
Spielt sich die Handlung der Folgen in San Francisco, oder am Grenzgebiet von Kanada zu Alaska, bis zur Beringstrasse ab, ist es erstaunlich zu wissen, daß alles Filmmaterial in Rumänien aufgenommen wurde und nicht auf dem Nordamerikanischen Kontinent!
Schon die herrlichen Landschaftsaufnahmen bedeuten für "Lockruf des Goldes" ein großes Plus, denn die verschneiten Berglandschaften, endlose Wälder und Steppe, sowie eiskalte Bergseen und reißende Flüsse, lassen glauben machen, der Zuschauer sehe sich wirklich am Klondyke, dem Yukon, oder der alten Goldgräberstadt "Dawson City"!
Die Serie bietet alles, was von einem spannenden Drama zum Thema "Goldrausch" erwartet wird: Hoffnung, Mut, Entbehrung, körperliche Qualen, Enttäuschung, Triumph, Hass, Liebe, Gier, Wahnsinn und Verrat!
Hauptdarsteller Rüdiger Bahr (den meisten bekannt als "Al Bundy´s" deutsche Stimme) liefert die glaubhafte Leistung eines jungen Rechtsanwalts ab, der wie so viele Tausend andere, vom Goldfieber gepackt wird und bereit ist, dafür alles zu riskieren!
Bahr meisterte fast alle Stunts selber und daneben sieht man ihn sich in der Tat am laufenden Meter durch Schnee, Schlamm und Wasser kämpfen!
Ursprünglich sollte Christian Brückner (Robert De Niro) die Synchro für Bahr erledigen, weil Regisseur Wolfgang Staudte meinte, "Deine Stimme passt nicht zu Deinem Körper!" -Bahr ist 1,90 Meter und kräftig- Aber der Akteur des Elam Harnish setzte nach einem heftigen Streit mit Staudte durch, sich selbst sprechen zu können! Brückner ist einer der renomiertesten Synchronsprecher Deutschlands, aber in diesem Fall finde ich Bahr´s Stimme eindeutig passender!
Neben dem eindrucksvollen Ferdy Mayne (Graf Krolock aus "Tanz der Vampire"), Arthur Brauss ("Steiner- Das Eiserne Kreuz") und Christine Kaufmann ist auch Emmerich Schäffer mit dabei, der in "Der Seewolf" den Smutje Thomas Mugridge mimte!
"Lockruf des Goldes" besitzt eine grandiose Atmosphäre und ich hab neben vielen anderen Vorzügen, besonders die psychisch bedrückenden und vereinsamten Sequenzen, genossen!
Übrigens ließen die Produzenten die strapaziöse Erklimmung des 1067 Meter hohen "Chillkoot- Gebirgspasses" nach einer historischen Aufnahme im Winter von 1897 mit hunderten von Statisten nachstellen, was vor dem weißen Hintergrund anmutet, wie eine endlose Reihe aneiandergereihter Ameisen! Schon Charles Chaplin ließ sich von diesem außergewöhnlichen Foto beeindrucken und verwendete eine ähnliche Einstellung 1925 in "Goldrausch"!
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Andy Dufresne Tue, 01 Jan 2013 22:20:37 -0000
Antwort löschenSehr interessant, viele Infos, liest sich gut!
cinram Wed, 02 Jan 2013 03:52:51 -0000
Antwort löschenDanke Dir! Ich bin gerade auf 4- Teiler Kurs! Kommt ganz gut (inkl. Nostalgiebonus) und am Ende dann "Der Seewolf"!
cpt. chaos Wed, 17 Apr 2013 15:47:41 -0000
Antwort löschenJa, das waren noch Zeiten - irgendwie alles wesentlich überschaubarer und vor allem nicht so fiese hektisch! Aber DVD, 5.1, 16:9, MP und vieles mehr, möchte ich auch nicht missen... ;o)
cinram Thu, 18 Apr 2013 12:53:06 -0000
Antwort löschenYep! Ich auch nicht! Stell Dir vor, wir hätten seinerzeit unsere MP-3 Player oder Handys auf dem Schulhof präsentiert (tatatataaa)- Wir wären glatte Superstars gewesen, hehe!
cpt. chaos Thu, 25 Apr 2013 16:58:25 -0000
Antwort löschenZumindest hätte es damals nicht zwangsläufig was dafür auf die Fresse gegeben....
thraka Sun, 12 May 2013 21:17:51 -0000
Antwort löschenYepp, gerade entdeckt, dasses noch andere Freunde dieser wundervollen 4 Teiler, und vor allem dieses Teils hier, gibt.
LOCKRUF... ist ja - ähnlich wie der SEEWOLF - eine Verschmelzung mehrerer Alaska-Goldrausch-Geschichten von Jack London. Und was für verdammt gute Arbeit die Autoren hier auch wieder geliefert haben, denn alles passt, wirkt homogen und glaubwürdig.
So wie Dein schöner Kommentar.
cinram Mon, 13 May 2013 10:13:21 -0000
Antwort löschenGenau! Diese Vierteiler sind Fernseh- Gold und für einige von uns werden die unvergessen bleiben! Danke Dir, @thraka:-)
thraka Mon, 13 May 2013 11:50:36 -0000
Antwort löschenFinde ich auch: blankes schimmerndes Fernseh-Gold waren diese Mehrteiler, in denen Exotik und Abenteuer im Vordergrund standen, aber auch die Idee, Klassiker der Literatur den TV-Zuschauern unterhaltsam nahezubringen.
Ich mochte neben dem mM nach überragenden SEEWOLF und dem tollen LOCKRUF... vor allem noch:
DER KURIER DES ZAREN mit Harmsdorf nach J. Verne,
2 JAHRE FERIEN ebenfalls nach J. Verne,
DIE LEDERSTRUMPF GESCHICHTEN mit dem unvergesslichen Narbengesicht Helmuth Lange (Kennen Sie Kino?) nach J.F. Cooper.
Alle diese "Adventsvierteiler" wurden, glaube ich, von Walter Ulbrich teilweise unter krassesten Bedingungen als europäische Co-Produktion produziert. Macht Spass, dass im Internetz oder auf den unterdessen erhältlichen DVD-Ausgaben nachzulesen.
Was mir ebenfalls gut in Erinnerung geblieben ist, aber wohl keine Adventsmehrteiler waren, wenn ich mich nicht täusche:
DER WINTER DER EIN SOMMER WAR nach Sandra Paretti (3-Teiler)
und
DIE MERKWÜRDIGE LEBENSGESCHICHTE DES FRIEDICH FREIHERRN VON DER TRENCK mit Matthias Habich als preussischen Draufgänger &-Teiler).
Diese Filme haben mir damals alle Lust auf das Lesen der Bücher gemacht, bzw. auf eine Biografie über den Trenck. Tolle Fernseh- und Lesezeiten waren das!
cinram Mon, 13 May 2013 16:21:25 -0000
Antwort löschenDeine letztaufgeführten Serien sind mir leider nicht geläufig, aber Deine erstgenannten, berühmten "Vierteiler" hab ich allesamt im Schrank stehen! So wie die seinerzeit inszeniert worden sind, kriegt das KEINER mehr hin, siehe die zwei TV Vefilmungen jüngerer Zeit von "Der Seewolf"- empfinde zumindest ich persönlich so! Kann natürlich sein, daß Leute der jüngeren Generation mit dem Aufnahmestil von damals nix anfangen können...!
thraka Tue, 14 May 2013 21:51:35 -0000
Antwort löschenMag sein, aber auch die "jüngere Generation" könnte diese Titelmelodie lieben:
http://www.youtube.com/watch?v=Plcsjm_u_TE&list=PL164A2E9A199DF08F
cinram Wed, 15 May 2013 08:07:01 -0000
Antwort löschenIch hab sie gerade angehört und "liebe" sie: Abenteuer und Spannung, pur! Danke für den Link, @thraka :)!
thraka Thu, 16 May 2013 19:37:10 -0000
Antwort löschenGern geschehen!
...und ich kriege jetzt seit gestern die Melodie nicht mehr aus dem Kopf...
Hochspannender Psycho- für manche auch Horrorthriller über eine leidgeprüfte Familie, die sich mit der Adoption eines neunjährigen Mädchens das personifizierte Böse in ihr Heim holt!
Der Cast ist ausgezeichnet, besonders die Darstellung der damals 10/11 Jahre alten Isabelle Fuhrman als das "Waisenkind" ist sehr beeindruckend!
Die verschneite Location in einer etwas abgelegenen…
Hochspannender Psycho- für manche auch Horrorthriller über eine leidgeprüfte Familie, die sich mit der Adoption eines neunjährigen Mädchens das personifizierte Böse in ihr Heim holt!
Der Cast ist ausgezeichnet, besonders die Darstellung der damals 10/11 Jahre alten Isabelle Fuhrman als das "Waisenkind" ist sehr beeindruckend!
Die verschneite Location in einer etwas abgelegenen Ortschaft in Ontario/ Kanada passt hervorragend zu der abstrusen Geschichte und war ursprünglich für den Herbst angesetzt, doch die Dreharbeiten verzögerten sich und im Dezember 2007 setzte pünktlich der Winter ein und das Drehbuch wurde entsprechend abgeändert!
Einer der wenigen Schönheitsfehler in "Orphan" ist für mich das Klischee des nichtsahnenden, bzw. nichts mitkriegenden Familienvaters, während die Mutter (als Hauptperson) mit den Problemen fast alleine fertig werden muß!
S P O I L E R:
Peter Sarsgaard spielt das männliche Familienoberhaupt, der nicht nur über keinen Instinkt darüber verfügt, WAS da für eine Person in das Nest geholt worden ist- er hat weder Peilung, noch Plan zu checken, was da überhaupt vor sich geht und das ist eine gewaltige Menge an "ungewöhnlichen" Vorgängen die dort stattfinden! Stattdessen droht er sogar, seine Frau zu verlassen, die er in seiner ignorierenden Unwissenheit (Dummheit) für die Vorkommnisse verantwortlich macht, statt sie zu unterstützen!
Aber gut, wenn der Ehemann den Durchblick hätte, dann würde das Drehbuch so auch nicht funktionieren, oder der Film wäre viel kürzer geraten, zudem soll es auch so sein, daß die Mutter keine Bezugsperson in dem Sinne haben soll, also wirklich alleine dasteht!
S P O I L E R E N D E!
Übrigens sind Leo Di Caprio und Joel Silver als Produzenten an diesem gelungenen Spannungsstreifen beteiligt, der bei niedrigem Budget (ca. 15 Mio.$) fast 77 Mio.$ einbrachte!
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Hab ich mir extra nachts im dunkeln angesehen und war wirklich "angegruselt"!
Aus "Saw" mach ich mir nichts, aber hier hat James Wan gezeigt, daß er auch den (für mich) "wahren" Horror herstellen kann, ohne den ganzen Film mit dominierendem Splatter auszustatten!
Die Darstellerriege kann sich sehen lassen, besonders Rose Byrne und Lin Shaye haben mich vom…
Hab ich mir extra nachts im dunkeln angesehen und war wirklich "angegruselt"!
Aus "Saw" mach ich mir nichts, aber hier hat James Wan gezeigt, daß er auch den (für mich) "wahren" Horror herstellen kann, ohne den ganzen Film mit dominierendem Splatter auszustatten!
Die Darstellerriege kann sich sehen lassen, besonders Rose Byrne und Lin Shaye haben mich vom Spiel überzeugt und die beiden Helfer des Mediums bringen mit ihren Dialogen (wohl proportioniert) zwischen den ganzen "Gänsehäuten" tatsächlich ein paar kleine Schmunzler mit ein!
Erinnerungen an "Poltergeist" bleiben nicht aus, stören mich aber nicht und außerdem schlägt "Insidious" dazu eine etwas andere Richtung ein!
@jonas.hausdorf.3 hat in seinem Review darauf hingewiesen, daß die Gestalt des Ober- Geistes wohl an "Darth Maul" orientiert ist und da hat er recht! Jeder "Star-Wars" Insider wird sofort an den Bösewicht der Episode I denken!
"Insidious" bietet bekannte Gruselelemente neu aufgemacht, die geneigten Zuschauern gefallen werden:
U.a. sind die Geräuschkulisse und die schräge Musik von Joseph Bishara bemerkenswert und vor allem besitzt jeder der Protagonisten einen erkennbaren Charakter, was einige Filmschaffende immer noch nicht begriffen zu haben scheinen, denn das ist Vorraussetzung, um der Handlung aufmerksam folgen zu WOLLEN und den jeweiligen Personen Symphatie oder Ablehnung entgegenzubringen!
S P O I L E R:
Meine persönliche Lieblings- Grusel- Sequenz ist die, wenn Patrick Wilson in der Parallel- Welt versucht, seinen Sohn zu finden, dabei durch das schemenhafte Haus irrt, einer unheimlichen, alten Frau die Treppen rauffolgt und allerlei grotesk- dreinblickend- und aussehenden Untoten begegnet, die ihn nicht zu beachten scheinen, diese in einem anderen Zimmer wiedertrifft und die ihn dann plötzlich auf unmenschliche Art "angrinsen"!
Leute, so stelle ich mir einen Albtraum vor- Das ist für mich subtiler Horror- Da stellen sich mir die Nackenhaare auf!
Bescheuert indess fand ich die Szene, in der sich der Ober- Geist (Darth Maul) seine Krallen an einem Schleifgerät schärft (Freddy Krueger läßt grüßen), das war wirklich nicht nötig!
James Wan hat sich hier entschieden, den Film NICHT "Happy"- enden zu lassen, denn so hinterläßt er einen dunkleren, bleibenderen Eindruck und ein zweiter Teil kann nach einem Cliffhanger, der sich gewaschen hat, folgen!
S P O I L E R E N D E!
"Insidious" war sehr erfolgreich und spielte mehr als das 60- Fache seiner Kosten wieder ein! Ob den Machern eine würdige Fortsetzung gelingt, wird das Publikum 2013 sehen können...!
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James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte
cinram 9.0 "Herausragend" Sun, 18 Nov 2012 14:12:12 -0000
"The Spy Who Loved Me" ist einer der bemerkenswertesten, erinnerungswürdigsten und eindrucksvollsten James Bond Thriller, seit Start dieser Kino- Serie!
Der Film bietet herrliche Unterhaltung und verfügt über einen raffinierten Mix aus den bewährten Bond- Zutaten: Rasende, ansehnliche Action mit Stunts, die Filmgeschichte schrieben, einen Anteil Ernsthaftigkeit, der das Ganze glaubwürdig…
"The Spy Who Loved Me" ist einer der bemerkenswertesten, erinnerungswürdigsten und eindrucksvollsten James Bond Thriller, seit Start dieser Kino- Serie!
Der Film bietet herrliche Unterhaltung und verfügt über einen raffinierten Mix aus den bewährten Bond- Zutaten: Rasende, ansehnliche Action mit Stunts, die Filmgeschichte schrieben, einen Anteil Ernsthaftigkeit, der das Ganze glaubwürdig macht, gut gesetzten Humor, ohne auf die irritierende "Slapstickschiene" zu rutschen, Gadgets, über die noch heute gesprochen werden, eine Bond- Partnerin mit Verstand, die verdammt hübsch ist und 007 durchaus das Wasser reichen kann, Bösewichte und Schurken von Format, sowie natürlich wunderschönen Locations aus aller Welt und ein Set- Design, das seinesgleichen sucht!
Hier wird wirklich jeder bedient und ich selbst hab jeden Augenblick genossen und förmlich in mich "aufgesogen"!
Schon die Eröffnungssequenz präsentiert z.T. atemberaubendes Material, das für einen ganzen Film reichen würde!
Rick Sylvesters waghalsiger Sprung vom über 1000 Meter hohen "Asgard" in Kanada ist für mich die spektakulärste Pre-Title-Szene aller Bond- Filme!
Besonders "verliebt" bin ich in solche Dialoge, die Bond mit Amasova (Barbara Bach ist meine persönliche Favoritin) führt: ob es ihre Feststellung ist, daß dieser verheiratet war und er auf die Bemerkung sensibel, also menschlich reagiert, oder das Gespräch zwischen beiden betrifft, in dem es um die Kuriosität ihres "ungewöhnlichen" Berufes geht und Anya Bond eiskalt vor Augen führt, ihn nach erfüllter Mission umzubringen, nachdem herauskam, daß Bond ihren verlobten getötet hat!
Die Rolle des "Beißers" sollte erst an den 2,04 Meter großen Will Sampson gehen, der dem Puplikum aus "Einer flog über das Kuckucksnest" bekannt war, aber Broccoli entschied sich letztendlich für Richard Kiel, dem eigens von einem Zahnarzt sein prächtiges "Stahlgebiss" angepasst wurde! Nachdem Bond den Beißer aus einem Zugabteil katapultiert hat, steht dieser wieder auf und schüttelt "Bond- Like" den Staub von seinem Anzug und rückt mit seinen Clodeckel- großen Händen die Krawatte zurecht- Grandios!
Wer von uns möchte nicht mal in einem Bond- Wagen sitzen, oder besser, gleich fahren!
Die "Lotus"- Werke stellten der Bond- Produktion neben dem Sportwagen für die Landaufnahmen (220 km/h, vier Zylinder und 1973 Kubikzentimeter, Verbrauch:8 Liter) noch weitere fünf Karosserien zur Verfügung, die Derek Meddings, der Mann für Spezial- Effekte, entspechend umbaute und in jedes Exemplar unterschiedliche Funktionen unterbrachte! Eines davon war sogar unter Wasser funktionstüchtig!
Die gesamte Atmosphäre in "The Spy Who Loved Me" ist einfach wohltuend und der Film macht einen "Riesenspaß", weil alles richtig gemacht wurde, was bei 007- Produktionen nicht immer selbstverständlich ist!
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Filmkenner77 Thu, 22 Nov 2012 16:58:52 -0000
Antwort löschenSehr schön. Für mich der beste Moore-Bond und einer der besten Filme der Reihe.
cinram Thu, 22 Nov 2012 18:40:05 -0000
Antwort löschenDankeschön! Erst nach diesem, meinem ersten Kinobesuch in einen 007- Streifen (war eine Wiederaufführung, Ende der 70er), wurde mir der Mythos, den ich schon seit Jahren mitbekam, richtig vor Augen geführt! Die Figur des Bond sollte mich nicht mehr loslassen!
Filmkenner77 Fri, 23 Nov 2012 16:12:35 -0000
Antwort löschenMein erster Bondfilm im Kino war übrigens Goldeneye.
Als Kind hab ich die "Asterix" Bände förmlich gefressen (und ich besitze und lese sie von Zeit, zu Zeit noch immer)!
Die albernen Realverfilmungen können sich in keinster Weise mit den genialen Comics messen! Weder fangen die Filme auch nur einen Bruchteil der unzählig- amüsanten Charakterzeichnungen ein, noch bieten sie auch nur ansatzweise denselben subtilen, derben und vor allem,…
Als Kind hab ich die "Asterix" Bände förmlich gefressen (und ich besitze und lese sie von Zeit, zu Zeit noch immer)!
Die albernen Realverfilmungen können sich in keinster Weise mit den genialen Comics messen! Weder fangen die Filme auch nur einen Bruchteil der unzählig- amüsanten Charakterzeichnungen ein, noch bieten sie auch nur ansatzweise denselben subtilen, derben und vor allem, satirischen Humor!
Ich lehne die Filme defenetiv ab, die nicht über EINEN Bruchteil des Charmes der Original- Comics verfügen und meiner Meinung nach den Sinn und Zweck dieses Kultes völlig verfehlen, weil die Macher deren Sinn nicht begriffen haben, bzw. nicht interessiert und nur das Einspiel relevant ist und nicht, etwas ansehnliches, ganz im Sinne von Uderzo und Goscinny herzustellen!
Asterix:
"Und vergiss nicht, Obelix: Das Kind ist Tabu!"
Obelix:
"Wieso Tabu? Er heißt doch Pepe!"
(Auszug aus "Asterix in Spanien", um kurz anzudeuten, wie das Comic gestrickt ist)!
Vielleicht sollten die Produzenten mal erkennen, daß "Asterix" ursprünglich nicht purer, schlechtgemachter Slapstick ist, sondern eine GANZE MENGE mehr dahintersteckt, vor allem viel Seele!
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mikkean Mon, 26 Nov 2012 20:58:43 -0000
Antwort löschenDas stimmt!!! Obwohl Asterix französisches National-Gut ist, sind die Real-Verfilmungen irgendwie arg zähneknirschend anzusehen. Ich meine, schon nach dem ersten Film hätten es die Macher bleiben lassen sollen ...
cinram Tue, 27 Nov 2012 06:56:06 -0000
Antwort löschenDie Realfilme haben seit 1999 eine Menge Geld eingespielt, die werden weiterproduziert!
Antwort: Viele Menschen amüsieren sich trotz des Kontrastes zu den Comics bei diesen Komödien und sehr viele Kinder und Jugendliche haben die Vorlagen nie gelesen, wissen es gar nicht besser...!
mikkean Thu, 29 Nov 2012 00:01:25 -0000
Antwort löschenIch sage auch nicht, dass die Idee einer Realfilm-Adaption schlecht war. Den ersten "Asterix" konnte ich noch sehr genießen, aber dann ging es irgendwie immer mehr runter mit dem Niveau. Immer die selben Späßchen, gleicher Ablauf ...
cinram Thu, 29 Nov 2012 05:46:14 -0000
Antwort löschenEine Qualitätssteigerung der Realfilmserie würde mich sehr wundern...!
PhArao Thu, 28 Mar 2013 23:25:29 -0000
Antwort löschenDie Realverfilmungen werden leider von mal zu mal schlechter, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann wie die den Film noch unterbieten wollen...
cinram Sat, 30 Mar 2013 11:56:13 -0000
Antwort löschenDas schaffen die sicher noch, WENN sich nicht irgendein "Asterix"- Experte einschaltet und der nächsten Produktion den richtigen Touch gibt!
Die gezeigte Katastrophe geht dem Zuschauer an die Substanz! "The Day After" ist immerhin keine Science- Fiction Mär, sondern veranschaulicht, was geschehen KÖNNTE, wenn Kernwaffen zum Einsatz kommen würden!
Ich gehörte am 06.01.1984 zu den drei Mio. Besuchern (B.R.D.), die sich im Kino schocken ließen! Dieses geradezu niederschmetternde, depressive Gefühl, vollkommen hilflos gegenüber…
Die gezeigte Katastrophe geht dem Zuschauer an die Substanz! "The Day After" ist immerhin keine Science- Fiction Mär, sondern veranschaulicht, was geschehen KÖNNTE, wenn Kernwaffen zum Einsatz kommen würden!
Ich gehörte am 06.01.1984 zu den drei Mio. Besuchern (B.R.D.), die sich im Kino schocken ließen! Dieses geradezu niederschmetternde, depressive Gefühl, vollkommen hilflos gegenüber der Willkür verfeindeter Staaten zu sein, machte mich- wie sicher auch Zuschauer in der ganzen Welt- noch einige Zeit regelrecht fertig und vor allem wütend!
Nun, der "Kalte Krieg" ist vorbei! Die U.S.A. und die Sowjetunion- inzwischen bekannt als "Russische Föderation" machen sich nicht mehr gegenseitig die Hölle heiß und die Weltbedrohung liegt jetzt mehr in den Händen Größenwahnsinniger Staatsführer, Streithähnen irgendwelcher Länder mit Nuklearwaffen im Petto, oder Terroristen, die nicht wissen, wohin mit ihrem Hass!
Insofern ist der Film immer noch aktuell und er wird es sein, solange atomare Vernichtungswaffen existieren und fabriziert werden!
Der Film an sich, ist wirklich gut gemacht! Außer in den Staaten, in dem er als T.V. Zweiteiler lief und Rekordquoten von 100 Mio. eingeschalteten Fernsehapparaten erzielte, wurde er im Rest der Welt im Kino aufgeführt (in Russland lief er erst eine ganze Weile später)!
Die Inszenierung, Kamera, Schnitt und der Cast (u.a. der zweifache OSCAR- Gewinner Jason Robards und der mit dem SATURN, EMMY und GOLDEN GLOBE ausgezeichnete John Lithgow) sind sehr ordentlich, besonders, wie gesagt, da es sich um eine "ABC Circle Films" T.V.- Produktion handelt!
Der Regisseur, Nicholas Meyer, hatte gerade seinen zweiten Kinofilm, "Star-Trek II" abgedreht, als er das Angebot bekam, bei "The Day After" (das Projekt galt als schwierig und ein paar Regisseure hatten bereits abgelehnt) die Leitung zu übernehmen!
Damit waren die Probleme nicht vorbei: 15 Monate lang mußte Meyer gegen Widerstände aller Art kämpfen- Das Verteidigungsministerium verweigerte bei wichtigen Sequenzen seine Mithilfe und forderte eine Drehbuchänderung, nach der EINDEUTIG die Sowjets den Krieg anfangen sollten (im fertigen Film ist der Schuldige nicht zu ersehen), noch dazu mischte sich die Zensur, aufgrund "Nicht publikumsgeeigneter Szenen" ein und der Sender "ABC" bestand auf einen längeren Unterbrechungsinterwall, um möglichst viel geldbringende Werbung unterzubringen, denn am Ende hatte "The Day After" Sieben Mio.$ gekostet, eine gigantische Summe für eine Fernsehgesellschaft...!
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the assassin 666 Wed, 21 Nov 2012 23:28:44 -0000
Antwort löschenWieder ein toller Kommentar, zu einem sehr beänstigenden Film.
Wird Zeit das ich den mal wieder anschaue. :)
cinram Thu, 22 Nov 2012 07:23:31 -0000
Antwort löschenDankeschön! Der ist wohl zeitlos einzustufen, wei das Thema immer akut ist (leider)!
mikkean Mon, 26 Nov 2012 21:00:26 -0000
Antwort löschenSicherlich eine der wichtigsten Seh-Erfahrungen meiner Kindheit. War und ist immer noch krass, fast noch spannender als das starke Ergebnis die Produktionsgeschichte, inklusive späterer Eingriffe nach der Erstausstrahlung.
cinram Tue, 27 Nov 2012 07:15:18 -0000
Antwort löschenYep! Wie gesagt, es handelt sich um eine ordentliche Produktion, die das Thema so angeht, daß niemandem die Schuld zugeschoben wird, das ist irrelevant!- Das eigentliche Ziel ist, dem Zuschauer richtig vor Augen zu führen, was im Falle WENN passieren könnte und das soll in aller Deutlichkeit, mit allem Nachdruck geschehen!
mikkean Thu, 29 Nov 2012 00:03:20 -0000
Antwort löschenUnd diesen Zielen wird "The Day After" in jederlei Hinsicht gerecht ;-)
"Wirst Du mir schreiben, oder mich mal anrufen?"- "Jeden Tag, mein Schatz!"
"Feuerball" ist vollgepackt mit witzigen Dialogen und Gags, schönen Frauen (Claudine Auger: Huuuh..., Luciana Paluzzi: Schmacht..., die ursprünglich die weibliche Hauptrolle übernehmen sollte, dann aber doch von der ehemaligen "Miss Frankreich" auf den Part der "bösen"…
"Wirst Du mir schreiben, oder mich mal anrufen?"- "Jeden Tag, mein Schatz!"
"Feuerball" ist vollgepackt mit witzigen Dialogen und Gags, schönen Frauen (Claudine Auger: Huuuh..., Luciana Paluzzi: Schmacht..., die ursprünglich die weibliche Hauptrolle übernehmen sollte, dann aber doch von der ehemaligen "Miss Frankreich" auf den Part der "bösen" weiblichen Gegenspielerin verdrängt wurde) und spektakulären Unterwasseraufnahmen von Lamar Boren, die ihresgleichen suchen (zumindest 1965)- wenn auch die Schlachten der Froschmänner z.T. recht langezogen wirken! Nichts gegen ordentlich gemachte Action, das war vom Produzenten- Team Broccoli und Saltzman so vorgesehen, den Leuten etwas einmaliges zu bieten, aber mir persönlich ist das Gemetzel etwas "too much"! Möglicherweise auch deshalb, weil alle Taucher in ihrer Ausrüstung relativ "anonym" aussehen und so das Interesse nach einiger Zeit einfach abflacht, wer da wen umbringt!
Der Titelsong ist dynamisch und kraftvoll von Tom Jones interpretiert (ganz doll) und passt hervorragend zum wunderschönen Vorspann von Maurice Binder! Übrigens hatte Johnny Cash bereits den Song "Thunderball" aufgenommen, als der Zuspruch dann doch an Jones ging!
Immerhin spielte dieser vierte Bond- Streifen bei einem Budget von 5,5 Mio.$, weltweit 140 Mio.$ ein! Dieser Rekord wurde erst 1977 eingestellt, als "Der Spion, der mich liebte", 185 Mio.$ Umsatz machte!
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Alfred Hitchcock hat mal gesagt, es sei Angelegenheit der Regie, die Zeit in einer Szene entweder zusammenzuziehen, oder zu dehnen!
Letzteres trifft auf den Anfang von "Die Vögel" zu! Hitchcock läßt sich viel Ruhe, dem Zuschauer die beiden Haptprotagonisten Tippi Hedren und den Australier Rod Taylor näherzubringen!
Die erst 31- jährige Hedren (spätere Mutter von Melanie Griffith)…
Alfred Hitchcock hat mal gesagt, es sei Angelegenheit der Regie, die Zeit in einer Szene entweder zusammenzuziehen, oder zu dehnen!
Letzteres trifft auf den Anfang von "Die Vögel" zu! Hitchcock läßt sich viel Ruhe, dem Zuschauer die beiden Haptprotagonisten Tippi Hedren und den Australier Rod Taylor näherzubringen!
Die erst 31- jährige Hedren (spätere Mutter von Melanie Griffith) war "Hitch" in einer
Diät- Getränk Werbung aufgefallen und er hatte sie vom Fleck weg engagiert! Sie schwebte ihm als eine Art Grace Kelly- Ersatz vor und er machte bald Annährungsversuche, die sie jedoch nicht erwiderte, eine Tatsache, die erklären könnte, warum "Marnie" etwas aus den Fugen geriet!
Das ungewöhnliche an Daphne Du Maurier´s ("Rebecca", "Wenn die Gondeln Trauer tragen") gleichnamiger Kurzgeschichte "The Birds" ist, daß die Gefahr in Gestalt von vermeintlich "harmlosen" Piepmätzen, wie Möwen, Raben, Spatzen usw. ausgeht und nicht von Raubvögeln wie Geiern, Adlern oder Falken, denn in diesem Fall hätte Hitchcock den Film, dessen Vorlage bereits vergeblich für das Fernsehen adaptiert werden sollte, NICHT gedreht!
Über die technische Umsetzung machte sich der "Master of Suspense" keine Gedanken! Ihm kam es in diesem Thriller vornehmlich auf die Atmosphäre an, sowie auf die Bedrohung durch die von uns geschätzten Bewohner des Himmels!
Die Angriffe der Vögel sind schließlich eine Kombination aus verschiedenen Trickaufnahmen geworden- z.B. Futter auf den Köpfen der Darsteller verstreut, Glasplatten zwischen Mensch und Tier oder die Vögel wurden einfach auf den Film draufkopiert, davon abgesehen wurden natürlich meist dressierte Vögel eingesetzt!
Die Belagerung des Brenner- Hauses ist von "Hitch" im Studio improvisiert worden:
SPOILER:
Mitch versucht fieberhaft, Türen und Fenster zu verbarrikadieren, seine kleine Schwester drückt sich schutzsuchend an ihre Mutter und Melanie, die starr vor Angst auf der Sofa sitzt, zieht wie unter Hypnose ihre Beine hoch!
"Die Vögel" sind bei diesem Angriff so gut wie nicht zu sehen. Das Publikum nimmt lediglich das intensive Geschrei und den Lärm wahr, den die gefiederten "Killer" von sich geben,wenn sie mit Körper und Schnabel versuchen, ins Haus einzudringen!
Um seinen Schauspielern "Unterstützung" zu geben, engagierte der Regisseur einen Trommler, der mit seinen Klängen helfen sollte, die richtigen Emotionen im richtigen Moment rüberzubringen, denn es gab kein Tonband mit Flügelschlagen oder Gekreische im Atelier!
Erwähnenswert ist auch der brutal zugerichtete Fund eines Nachbarn durch Mitch´s Mutter, Lydia: Hitchcock hätte z.B. nur die reglosen Beine des Opfers zeigen können, wie bei der Lehrerin Annie Hayworth, aber hier geht er in drei aufeinanderfolgenden Schnitten immer näher an das Gesicht mit den ausgehackten Augen heran- ein schockierender Anblick, bei dem Lydia umgehend mit weit aufgerissenen Augen das Weite sucht! "Hitch" läßt sie jedoch nicht schreien- das überläßt er ganz dem Zuschauer!
SPOILER ENDE!
"Psycho" sollte ursprünglich OHNE jede Musik gedreht werden, bis Bernhard Herrmann die brillante Idee mit den kreischenden Geigen hatte- der Rest ist (Film)Geschichte!
Nun sollte dieses Prinzip auf "The Birds" übertragen werden und Herrmann, sowie der Deutsche Oskar Sala mit seinem Trautonium, ein Vorläufer der heutigen Synthesizer, verliehen den fliegenden Kreaturen eine unheimliche, fremde Presenz, indem sie deren Stimmen mit elektronischem Sound unterlegten! Um genau zu sein, im gesamten Film ist nicht EINE natürliche Vogelstimme zu vernehmen, außer im Tiergeschäft!
Der Streifen bietet keine befriedigende Erklärung für die Aggression der Vögel und so wollte Hitchcock auch ohne -ENDE- Logo sein Werk abschließen, um das Publikum vollkommen ahnungs-, orientierungslos und verängstigt nach Hause zu entlassen, aber Universal bestand auf einen Hinweis, daß der Film zuende sei!
Dennoch ist die letzte Einstellung herrlich apokalyptisch geraten!
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Wenn der verzweifelt ernste Larry Talbot den beiden "Deppen" Abbott & Costello versucht zu erklären, daß er sich in einen Werwolf verwandeln wird und diese ihn ÜBERHAUPT nicht ernstnehmen, oder wenn Wilbur seinen Freund Chick zu überzeugen sucht, daß er soeben Graf Dracula persönlich begegnet ist, indem er Bela Lugosi imitiert, der vor ein paar Minuten noch mit vorgehaltenem Cape, brennendem Blick und hypnotisierend, wedelnden Fingern vor ihm stand, ist das immer noch zum Brüllen komisch! Besonders für die unter uns, die die alten "Universal"- Monster mögen!
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In H.G.Wells Roman von 1898 griffen die Marsianer mit dreibeinigen, tentakelförmigen Kampfmaschinen das Vereinigte Königreich an! Wells´Idee basierte auf einen satirisch gemeinten Rollentausch, in dem das mächtige, Britische Commonwealth der Bedrohung einer fremden Macht (in diesem Fall Außerirdische) unterliegt, so, wie Großbritannien selbst ebenfalls fremde Länder und Völker besetzte, kolonialisierte…
In H.G.Wells Roman von 1898 griffen die Marsianer mit dreibeinigen, tentakelförmigen Kampfmaschinen das Vereinigte Königreich an! Wells´Idee basierte auf einen satirisch gemeinten Rollentausch, in dem das mächtige, Britische Commonwealth der Bedrohung einer fremden Macht (in diesem Fall Außerirdische) unterliegt, so, wie Großbritannien selbst ebenfalls fremde Länder und Völker besetzte, kolonialisierte und für seine Zwecke nutzte!
Der ehemalige Special- Effects Spezialist Byron Haskin, lehnte 1953 seine Adaption von Wells´ Werk dem "Kalten Krieg" an und ließ die Marsianer diesmal die ganze Erde besetzen! Dazu wurden noch die Form der Raumschiffe verändert und einige religiöse Aspekte beigefügt! Das Ende war mit dem, der Buchvorlage identisch!
Der Science- Fiction Klassiker hält (meiner Meinung nach) die gesamte Laufzeit von 82 Minuten die Spannung aufrecht und auch die Bedrohung, die von den Aliens ausgeht, ist immer present!
Schon das Intro, mit einer Stimme aus dem Off, von Paul Wagner gesprochen, ist sehr dramatisch anzusehen und macht neugierig! Die anschließende Musik von Leath Stevens ("Der jüngste Tag", "Rauchende Colts") hat bedrohliche Untertöne und der Zuschauer kann sich denken, daß hier gleich die Post abgeht!
Die Marsbewohner werden als eine brutale, zerstörerische und unbarmherzige Spezies präsentiert, die mittels ihrer Waffentechnik die gesamte Menschheit eleminieren, bzw. unterjochen wollen!
Magnetische Strahlenschirme schützen ihre Manta- ähnlichen Raumschiffe, die unheimliche Töne von sich geben und ihre Insassen sollten eigentlich ursprünglich NICHT gezeigt werden, aber Haskin setzte durch, daß die Krötenähnlichen Wesen auch mal zu sehen sind!
Die Handlung schließt so eine Art "angehende" Liebesbeziehung zwischen den Hauptdarstellern mit ein, die aber nie nervt und vor allem nicht das Tempo raubt!
Natürlich wirken im Hinblick auf CGI die Tricks heute altbacken, dafür besitzt der Film eine Menge Charme und erhielt damals den "Oscar" für die Spezial- Effekte, die, wie ich finde, auch heute noch Anerkennung verdient haben!
Also, wer nach "E.T." oder der "Unheimlichen Begegnung" mal Lust, auf richtig fiese, gemeine Aliens hat, die der Menscheit an die Wäsche wollen, ist mit diesem extrem "destruktiven" Streifen bestens bedient!
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crab1973 Sat, 08 Sep 2012 09:05:45 -0000
Antwort löschenSo lernt man dazu... Ich war immer der Meinung, dass die Tricks von Harryhausen sind. Sind sie gar nicht. Er wollte, durfte aber nicht.
Ernsthafter, verstörender und fast deprimierender Monster- Horrorstreifen, der zum ersten Mal das (neben King- Kong) berühmteste Ungeheuer der Filmgeschichte präsentiert!
Dieses erste Werk über das Riesenreptil ist in der gesamten "Godzilla"- Reihe als einmalig zu bezeichnen, denn die Bedrohung, die dem Meer entsteigt und Tokio dem Erdboden gleichmacht, ist hier von dem ehemaligen…
Ernsthafter, verstörender und fast deprimierender Monster- Horrorstreifen, der zum ersten Mal das (neben King- Kong) berühmteste Ungeheuer der Filmgeschichte präsentiert!
Dieses erste Werk über das Riesenreptil ist in der gesamten "Godzilla"- Reihe als einmalig zu bezeichnen, denn die Bedrohung, die dem Meer entsteigt und Tokio dem Erdboden gleichmacht, ist hier von dem ehemaligen Dokumentarfilmer und Regieassistenten Inoshiro Honda gnadenlos und erschreckend realistisch in Szene gesetzt worden!
Mit dem Klamauk der späteren Serien- Teile hat dieser "Gojira" nichts gemeinsam:
Hier ist deutlich die Angst, die Verzweiflung und das Entsetzen in den Gesichtern der Protagonisten zu erkennen!
"Godzilla" ist natürlich ein politischer Film, verarbeitet das "Trauma" der beiden Atombombenabwürfe, indem er hier dem Schrecken eine riesige Gestalt und einen Namen gibt und versucht vor allem, vor dem nuklearen Mißbrauch zu warnen!
Düster und beklemmend ist hier die Atmosphäre! Eine Motivation seitens des Monsters gibt es nicht! Es will zerstören, verfügt außerdem über einen radioaktiven Atem, den es ähnlich einsetzt wie einen Flammenwerfer, bringt pure Vernichtung und auch das Militär hat keine Möglichkeiten, dem Terror dieser Kreatur Einhalt zu gebieten!
Eindrucksvoll untermalt wird der Schrecken von der tiefen, melancholischen Marschmusik Akira Ifukubes, der vom eigentlichen Drehbuch so gut wie nichts wußte und von Honda lediglich die Information bekam, daß er die Begleittöne zu dem größten, gnadenlosesten und furchtbarstem Wesen schreiben sollte, das jemals auf der Leinwand zu sehen war, was dem Musik- Professor bravorös gelang!
Die Bewegungen der beiden Studiomitarbeiter Haruo Nakajima und Katsumi Tezuka im "Godzilla"- Dress, das 50 Kg wog, wurden mit einer Geschwindigkeit von 72, statt 24 Bildern pro Sekunde gedreht und dann in Normalgeschwindigkeit abgespielt, um das Ungeheuer mächtiger und majestätischer erscheinen zu lassen!
Dasselbe Verfahren wurde bei der Zerstörung der Häuser, Wohnviertel und Straßenzügen Tokios, die originalgetreu nachgebaut wurden, angewandt! Übrigens bestand hier sämtliches Material aus mühsam und liebevoll zusammengesetzten Miniatur- Bausteinen und nicht aus Pappe! Selbst die Autos und Panzer waren aus Alteisen gefertigt, damit diese nicht nach Plastik aussahen!
Was das markerschütternde Gebrüll "Godzillas" betrifft, so ist hier den Tontechnikern -nach einer Idee von Akira Ifukube- ein kleines Meisterstück gelungen:
Eine dicke Klaviersaite wurde mit einem Lederhandschuh in Schwingung versetzt! Der dabei entstandene Laut wurde anschließend per Tonband verlangsamt und erhielt so sein charakteristisches, knarzendes und weltberühmtes Volumen!
Auch wenn das "Toho"- Studio aus Kosten und Zeitgründen auf Stop- Motion Effekte verzichtet und stattdessen Männer in einer Latex- Hülle agieren ließ, so belief sich das Budget auf sensationelle 60 Mio. Yen, was 1954 etwa 900.000 $ entsprach!
In Japan stürmten 10 Millionen Zuschauer die Kinos und insgesamt spielte "Godzilla" dort 152 Mio. Yen ein!
Das Filmmonster erlangte eine weltweite Popularität und im Laufe der Jahre und infolge mehr oder weniger gelungener Fortsetzungen (wohlgemerkt in einem völlig anderen Stil und erst recht ohne Aussage), bildeten sich Fangemeinden ohne Zahl!
Obwohl "Gojira" verständlicherweise inzwischen etwas Staub angesetzt hat und die F/X
längst überholt sind, so bietet dieser Monster- Klassiker doch eine einmalige Atmosphäre, die ihn, wie gesagt, zum mit Abstand, Besten, der gesamten Reihe macht!
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crab1973 Sat, 08 Sep 2012 09:09:31 -0000
Antwort löschenWunderbar geschriebener Kommentar, der unglaublich viel wissenswertes über unsere Riesenechse enthält. Super!
Ich sah "12 Uhr Mittags" zum ersten Mal an einem Sonntag, im Rahmen der "ZDF- Matinee", Anfang der Achtziger!
Der Sender hatte die Anlaufszeit des Filmes so angesetzt, daß der Zug mit dem berüchtigten "Frank Miller" ziemlich exakt gegen 12 Uhr in die Wohnzimmer einrollen sollte! Echt coole Idee! So saß ich gebannt auf meinem Sessel und verfolgte das Geschehen,…
Ich sah "12 Uhr Mittags" zum ersten Mal an einem Sonntag, im Rahmen der "ZDF- Matinee", Anfang der Achtziger!
Der Sender hatte die Anlaufszeit des Filmes so angesetzt, daß der Zug mit dem berüchtigten "Frank Miller" ziemlich exakt gegen 12 Uhr in die Wohnzimmer einrollen sollte! Echt coole Idee! So saß ich gebannt auf meinem Sessel und verfolgte das Geschehen, rund um Gary Cooper in der Stadt "Headleyville"!
Diese fantastische Arbeit von Fred Zinnemann (der österreichisch- ungarische Emigrant war übrigens seinerzeit ein Schul- Kollege von Billy Wilder) ist auch heute noch für uns Filmliebhaber ein ungeheuer INTENSIVER Western, der weniger durch Action punktet, als vielmehr Kritik an der (in diesem Falle, feigen) Masse übt, eine interessante Charakterstudie einiger Darsteller, insbesondere aber des Hauptprotagonisten, Marshal "Will Kane" bietet!
Dieser weist seine frisch angetraute Frau Amy (Grace´Kellys zweite Rolle) darauf hin, daß sie beide nicht ein Leben lang vor dem ihn aus Rache verfolgenden Verbrecher Frank Miller davonlaufen können! (Beide sind bereits mit ihrer Kutsche unterwegs, die Stadt zu verlassen)! Wenn Kane da auch Recht hat, in Wahrheit jedoch führt ihn sein Verantwortungsgefühl zurück, um sich den Banditen zu stellen! Hier kommen große, geradezu edle Charakterzüge zutage! Treue sich selbst und seiner Aufgabe gegenüber!
Einfach ist diese, seine Entscheidung nicht: Wieder in "Headleyville" kommt es zum Streit mit Amy! Sein Deputy (Jeff Bridges´Vater, Lloyd Brigdes) will Kane nicht im Kampf mit "Miller" und dessen drei Killern unterstützen und totz der Apelle des Marshals an die Bevölkerung, will ihm partout kein Mann (außer einem gutherzigen Säufer und einem Jungen) gegen diese Übermacht helfen!
Gary Cooper (Oscar für den besten Hauptdarsteller) war zu den vierwöchigen Dreharbeiten gesundheitlich angeschlagen (u.a. Magengeschwür) und hatte Beziehungsprobleme! Dies kam seiner Performance jedoch zugute!
Das Bild von Kameramann Floyd Crosby wurde mit Absicht körnig düster gehalten! Ziel war es, Aufnahmen ähnlich, wie im Bürgerkrieg zu präsentieren, daher wurde ohne Filter gedreht und das Ergebnis war eine wolkenlose, geradezu ausgebrannte Optik!
Dimitri Tiomkins Oscarprämierte, unaufdringliche, einprägsame Musik (manchmal "dribbel" ich beim Zuschauen mit den Fingern mit) begleitet fast über die gesamte Filmlänge und Countrysänger Tex Ritter "schmeißt" seinen Ohrwurm immer im rechten Augenblick in die Szene! (Bei der Deutschen Erstaufführung 1953, sang Bruce Low das Intro! Weiß leider den Text nicht)!
Also mich berühren neben vielen anderen Dingen zwei Aufnahmen in diesem Klassiker besonders:
-Gary Cooper, ausgebrannt, weil alleingelassen und müde, legt seinen Kopf umringt von seinen Armen auf seinen Schreibtisch! Sich nur EINMAL kurz der Hilflosigkeit hingeben, denn normalerweise wäre er nun mit seiner Frau unterwegs, um ein neues Leben zu beginnen! (Da tut er mir echt immer tierisch leid)!
-Nach dem Showdown nimmt er den "Marshal- Stern" von seiner Brust und wirft diesen - mit einem verachtenden Blick, der seinesgleichen sucht- vor der erst jetzt aus ihren Häusern kommenden Bevölkerung, in den Sand!
DAS war Hollywood von gestern, nicht?
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Tina Scheidt Thu, 19 Jul 2012 08:29:50 -0000
Antwort löschenWOW! Ein sehr gut geschriebener Artikel mit viel Herzblut und Hintergrundwissen. Besser geht es wohl nicht! Dankeschön!
cinram Thu, 19 Jul 2012 15:18:23 -0000
Antwort löschenIch bedanke mich vielmals!
Ich glaube, Reaktionen auf Reviews hier bei MOVIEPILOT können nicht nur interessant sein, sondern uns auch allen richtig Spaß machen!
Wenn dem nicht so wäre- wer weiß, ob sonst so ein Forum funktionieren würde!
Zumindest wäre dann alles viiiel langweiliger!
sharingwithoutschere Fri, 08 Feb 2013 11:04:10 -0000
Antwort löschenMoviepilot ist einfach erste Sahne :)
Gästebuch
r3sortiane Wed, 15 May 2013 09:23:42 -0000
Ja, das gute alte emotionale Gedächtnis kann schon mal zwischen Lieblingsfilm und mäßiger 6er-Wertung den Unterschied machen. Oftmals wundere ich mich, warum mir der eine oder andere (für mich) altbekannte Film so am Herzen liegt und warum der eine oder andere (für mich) neuere Film, trotz toller Kritiken und aller subjektiver Erfolgskriterien irgendwie nicht so den richtigen Kick gibt. Letztlich erklärt es sich alles durch die Stimmung, in der man den Film gesehen hat :-)
Na denn, beste Grüße erst einmal und vielleicht sehen wir uns in Zukunft öfter mal in den Kommentaren :-)
r3sortiane Wed, 15 May 2013 09:06:09 -0000
Jaa, die sind einfach spitze! Diese Atmospäre ... nahezu unerreicht :-) Aber wie das halt so ist - kommt immer drauf an, wann man einen Film das erste Mal gesehen hat und was man damit verbindet.
r3sortiane Wed, 15 May 2013 08:13:01 -0000
Heyhey :-)
Habe deinen Kommentar zu "Lockruf des Goldes gelesen und eure Diskussion verfolgt. Hat mich sehr interessier tudn ich würde deine beiträge gern im Auge behalten - daher MP-Freunde?
Beste Grüße,
r3sortiane
rockadude Sun, 10 Mar 2013 14:03:00 -0000
Ist angenommen. Wobei ich zugeben muss das ich JAWS 4 trotz meiner Bewertung auch heute noch ganz gerne gucke. Und wenn nur zur Selbstbelustigung...
Hfonda15 Thu, 24 Jan 2013 20:41:30 -0000
Nach deinen tollen Kommentaren zu Dschungelcamp und einer ziemlich hohen Übereinstimmung, dachte ich, dass ich dir mal ne Anfrage da lasse :)
gabriel.rost.77 Sun, 23 Dec 2012 17:55:27 -0000
Dein Filmgeschmack ist meinem sehr ähnlich und deine Kommentare gefallen mir. Deshalb bekommst du natürlich eine Anfrage von mir.
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Der Kinosaal war beinahe voll besetzt!
Während "Evil Dead" in seinen 90 Minuten die Leinwand mit Blut übermatscht und die Intensität des Splatter mehr und mehr zunimmt, sollte man annehmen, daß sich das Theater- Publikum dem ganzen Terror in einer "respektvollen Stille", begründet durch Aufmerksamkeit, erschreckender Erwartung, einer gewissen Anspannung, oder eben angenehmen…