Die Üblichen Verdächtigen kommen aus dem Kino und sind begeistert! Eine überraschende Mischung aus Thriller, Coming-of-Age-Drama und Märchen, eine Mainstreamactionstory mit dem Zungenschlag eines Arthousefilms erzählt. Die sehr einfallsreiche und souveräne Regie, die beeindruckenden Schauspieler und das mutige Drehbuch werden nur noch durch den Score der Chemical Brothers getoppt. Der beste Soundtrack seit sehr langer Zeit. (Mehr im Podcast)
Der Film ist ehrliches, gerades Mainstreamkino, mit ein bisschen Hitchcock, viel Technobubble und Michelle Monaghan im kurzen Rock. Mäßig im Anspruch aber sehr unterhaltsam. (Mehr im Podcast)
A Lecture on Mutant History: Das X-Men-Prequel ist eine Geschichtsstunde über die Mutanten. Ist das gut ist oder schlecht? Zuviel Fakten und zu wenig Schwung und viel zu wenig Humor? Oder Nerdfakten, Fakten, Fakten, die unterhaltsam das Marvel-Universum erklären? Die Meinungen gehen auseinander. (Mehr im Podcast)
Michelangelo hat einige seiner Skulpturen nicht zuende geführt. In Florenz sind sie zu besichtigen – Gestalten, die überwiegend noch im Stein gefangen sind. Das, was man sehen kann, ist großartig, intensiv, mehr als beeindruckend und unglaublich schön. In diesem Sinne ist Malick der Michelangelo der Filmkunst: Im Fels eines 138 Minuten langen Films verbirgt sich ein etwa anderthalbstündiges Meisterwerk – fast verschüttet von einem metaphysischen Naturfilmexkurs am Anfang und einer sinn- und geschmacklosen Kitsch-Eruption am Ende. Irgendwann werde ich mir diesen Film digital vornehmen und nur ganz für mich neu schneiden, bis der Blick frei ist auf dieses unglaubliche Kinokunstwerk, das uns Terrence Malick vorenthalten hat.
Was für ein wunderbarer Film. Nuancenreich gespielt von eigentlich allen Beteiligten, wenig schwarz-weiß, viele Grautöne, wie im Leben eben. Abwechslungsreich gedreht und geschickt bewegt geschnitten. 9 von 10 Punkten, aber der letzte Punkt fehlt nur, weil mir die letzten 10 Minuten ein bisschen arg pathetisch waren. Kleine wahre Wunder ist zumindest für alle, die die 40 überschritten haben, ein Muss. (Axel für SchönerDenken, mehr im Podcast)
Spannend für alle, die Höhenangst haben, es gibt Twists, Logiklöcher und ein leicht schwächelndes Ende. An DEN Maßstab in Sachen intelligenter Thriller: “Inside Job”, kommt der Film nicht ran. Lustig sind die New Yorker, die den Mann auf dem Sims anfeuern zu springen, und die indiskutable Jean-Claude-van-Damme-Gedenkfrisur, die Sam Worthington da spazieren trägt – eine richtige Vorbestraftenschmalztolle. Highlight ist der sichtlich gealterte Ed Harris mit einer Hammerpräsenz vor der Kamera.
Begeisterung über die Zusammenarbeit von J.J. Abrams und Steven Spielberg! Der SF-Zuschauer wird die Meta-Ebene genießen, wenn ein Kinder-Filmteam im Film unterwegs ist und einen Film dreht. Es gibt Gänsehaut-2-D-Action, die räumlicher wirkt als 3-D, einige magische Kinomomente, genial aufgebaute Spannung und diskussionswürdiges creature design. Die Handschrift eines großen Geschichtenerzählers ist zu erkennen. (Mehr im Podcast)
Ein sehenswerter, origineller Film über beziehungsunfähige Männer, schwule Väter, zuhörende Hunde. Ein Film, der darüber aufklärt, was Musik mit Leiden zu tun hat, der sich eine nichtchronologische Dramaturgie traut und eine ganz besondere, grafische Gestaltung. Es ist von Melanie Laurent zu schwärmen und vom Rhythmus des Schnitts. Und was das alles mit einer Wippe zu tun hat, erklärt uns Hendrik im Podcast.
Um es in dürren Worten zu sagen: Wetas hochprofessionelle Tricktechnik und Andy Serkis darstellerische Leistung als Affe Caesar retten diesen Film nicht mehr. Was soll das beste Kunsthandwerk, wenn die Charaktere nur Stereotypen sind und gedengeltes Hollywoodblech daherreden. (Mehr im Podcast)
Die Üblichen Verdächtigen sind zerstritten: Während Tom1 über den dämlichsten Film des Jahres lästert, haben Tom2 und Harald einen Heidenspaß an dieser inhaltlich eher einfach gestrickten Comicverfilmung. Und wenn man genau wüsste, was die beiden in derart gute Laune versetzt hat, könnte man es glatt in 20 Gramm-Päckchen verkaufen :-) Im Podcast wird ein bisschen gemault und sehr viel gelacht. (Mehr im Podcast)
Eins vorneweg: Der ultimative Genremix zwischen Science-Fiction und Western existiert bereits und heißt “Firefly”. Trotzdem freut man sich ja wieder über jeden Versuch mit geladenem Colt und staubigen Stiefeln ein Raumschiff zu betreten :-) Daniel Craig im Wilden Westen zuzuschauen – das alleine macht schon richtig Spaß, vor allem an der Seite von Harrison Ford. Am Ende fehlt diesem sehr gut fotografierten und kurzweiligen Film nur eines: mehr Humor. (Mehr im Podcast)
Manch einer wird die Naivität, den übertriebenen Pathos und den unreflektierten Patriotismus eines amerikanischen Heldenmärchens nicht ertragen. So einfach ist das aber mit “Captain America” nicht, denn der Held wird erstmal in seinem lächerlichen Kostüm auf einer lächerlichen Tingeltangel-Bühne der Lächerlichkeit preisgegeben. Statt mit seinen neuen Superkräften den Krieg zu entscheiden, verkauft er Kriegsanleihen, in dem er so tut als ob er einen Hitlerdarsteller K.O. schlägt. Dann werden seine nicht stattgefundenen Abenteuer als Comic verkauft, schließlich wird er in schwarzweißen Abenteuerfilmen zumindest in Hollywoodkulissen an die Front geschickt. Mehr Meta geht für eine Comicverfilmung doch gar nicht mehr. Als dann in der zweiten Hälfte unser Held tatsächlich an die Front geht und die Bösen bezwingt, lagen für mich alle grandiosen Bilder aus der zweiten Filmhälfte immer auf der Folie der verhergehenden Tingeltangelnummer – und das tut dem Film wirklich gut! Abgesehen davon sieht der Film über weite Strecken sehr gut aus, so gut war eine 40er-Jahre-Ästhetik noch nicht überhöht worden, zumindest nicht seit “Indiana Jones” – und das ist kein Zufall ...
... Beim Wiedersehen fiel mir vor allem auf, was für extrem gelungene Lösungen der Film für das Problem findet, das man bekommt, wenn man die zentrale Figur bereits in der ersten Szene so zurichtet, dass sie den Rest des Films unbeweglich im Krankenhausbett verbringt. Natürlich wird mit Rückblenden gearbeitet und mit der enormen stimmlichen und mimischen Intensität Richard Burtons, aber die für mich viel überzeugenderen Elemente sind die sorgfältig gesetzten Beschwörungen der geistigen Präsenz Morlars trotz dessen körperlicher Abwesenheit bzw. Machtlosigkeit: die Bilder von Munch und Escher in seinem Appartment, die Bruchstücke aus seinen Aufzeichnungen, auf die Brunel stößt, und immer wieder die schiere Unmöglichkeit der Anzeigen auf den Bildschirmen über dem reglosen Körper. Die Zuckungen des EEG sind hier dramaturgisch so simpel und doch rasch so genial wirksam wie auch die ungleich berühmteren, nur ein Jahr jüngeren blinkenden Lichtpunkte auf dem Bildschirm des internen Scanners der Nostromo, als der Captain in den Versorgungsschächten das Alien erwartet ...
Eindimensionale Einfallslosigkeit: Reden wir nicht drumherum: Ein “Conan”-Remake ist natürlich kein Kindergeburtstag und kein leiser Autorenfilm. Aber das ist noch lange keine Ausrede dafür, einen völlig einfallslosen Film abzuliefern, der noch dazu mit einem nachträglich reingekleisterten Billig-3D auf die Nerven geht. Sehenswert sind eigentlich zwei Szenen am Anfang: Conans Geburt und sein erster Kampf. Danach kann man das Kino eigentlich schon wieder verlassen. (Mehr im Podcast)
Motherfucking dumb? Or motherfucking smart? “The Guard” sieht aus wie ein schwarzhumoriger Copthriller. Aber im Grunde handelt es sich um ein neues Genre, den "Scottish-Neo-Western". Hohes Kultpotential, sehr sehenswert. (Mehr im Podcast)
“Nur vier Menschen wissen, was hier passiert ist. Die Wahrheit verlässt diesen Raum nicht. Es bleibt unter uns.” - Ein Kammerspiel von Schuld und Wahrheit, ein anspruchsvoller Politthriller. Was hat am meisten beeindruckt? Die beiden Hauptdarstellerinnen Helen Mirren und Elisabeth Chastain, die gelungene Inszenierung der Zeitsprünge, die klaustrophobische Momente ... Nicht jedem wird die Auflösung am Schluss gefallen. (Mehr im Podcast)
Am Anfang sitzt Tim vor einem Karikaturisten und bekommt als 3D-Filmheld ein 2D-Portrait auf Papier – genauso wie Hergé ihn gezeichnet hatte. Diese Verbeugung vor dem Original spricht für den ganzen Film. Spielberg und Jackson legen nicht nur eine kindliche Begeisterung für ihre Vorlage an den Tag sondern auch viel Respekt. Mit einer perfekten Technik, die bei “Beowulf” noch erschreckend schlecht aussah, erwecken sie den Comic-Klassiker zu neuem Leben. Und es funktioniert! Auch wenn das Comic-Puristen anders sehen mögen: Es macht Spaß, Tim, Struppi und Kapitän Haddock durch ihr zwischendurch atemloses Abenteuer zu folgen, das sehr nach”Indiana Jones” schmeckt – nicht zuletzt durch die Musik von John Williams :-) Jetzt, wo Spielberg George Lucas losgeworden ist, kehrt er mit Peter Jackson und J.J. Abrams wieder zurück zu großer Form. Die Üblichen Verdächtigen haben sich die 2D-Version angeschaut und freuen sich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil. Lob auch für den Drehbuchautor Steven Moffat. (Mehr im Podcast)
Machen wir nicht viele Worte: Man darf an allem sparen, nur nicht am Drehbuch und an der Dialogregie. Genau da hapert es bei “Apollo 18″. Eine schöne Idee eigentlich – ein Blairwitch Projekt-artiger SF-Thriller, aber weitgehend fade, inspirationsfrei und mit einem C-Kategorie-Script. Im Podcast wird über 5 Millionen Dollar, zuviel oder zuwenig SF, Kinokleber und den “Moon” von Duncan Jones geredet.
Es gibt Filme, deren Qualität unbestreitbar ist. Ob sie einen aber auch unterhalten, ist eine ganz andere Frage. Zu diesen Filmen gehört Soderberghs “Contagion”, der die Regeln des Genre nicht befolgen will. Im Film ist die Aufmerksamkeit auf viele Personen verteilt: eine untreue Geschäftsreisende, ein gehörnter Ehemann, der seine Tochter retten will, vier ganz verschiedene Mitarbeiter der WHO, ein rebellischer Blogger, alle dargestellt von großartigen (und sehr bekannten) Schauspielern. Spannung ist auf der Jagd nach dem Patient Null, bei der Suche nach dem Heilmittel, auf der Flucht vor Infizierten eigentlich vorprogrammiert. Es sei denn Herr Soderbergh hat sich in den Kopf gesetzt, genau das zu verhindern. Mit Erfolg. (Mehr im Podcast)
Immerhin: das kernige Trio Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro. Verkocht wurde eigentlich fast alles, was das Actionmögerherz begehrt – Fäuste flogen, Reifen quietschten, es wurde geballert, über Dächer geturnt und zwischendrin einer betörenden Blondine tief in die Augen geschaut, dass es eine Freude hätte sein können, inklusive der potenziell charmanten Besonderheit, dass der Film tief in den guten alten 1980ern spielt, was schonmal Clive Owens Rotzbremse erklärt. Trotz der gut ausgewählten Darsteller, der angemessen unaufdringlich-eindimensionalen Story und der fast vollständig versammelten Bierchenfilmrequisiten fehlte jedoch leider für uns etwas Entscheidendes: der Spaß. (Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Wer ist Hanna? 2012/02/11 13:23:48
Die Üblichen Verdächtigen kommen aus dem Kino und sind begeistert! Eine überraschende Mischung aus Thriller, Coming-of-Age-Drama und Märchen, eine Mainstreamactionstory mit dem Zungenschlag eines Arthousefilms erzählt. Die sehr einfallsreiche und souveräne Regie, die beeindruckenden Schauspieler und das mutige Drehbuch werden nur noch durch den Score der Chemical Brothers getoppt. Der beste Soundtrack seit sehr langer Zeit. (Mehr im Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Source Code 2012/02/11 12:22:03
Der Film ist ehrliches, gerades Mainstreamkino, mit ein bisschen Hitchcock, viel Technobubble und Michelle Monaghan im kurzen Rock. Mäßig im Anspruch aber sehr unterhaltsam. (Mehr im Podcast)
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über X-Men: Erste Entscheidung 2012/02/11 12:18:29
A Lecture on Mutant History: Das X-Men-Prequel ist eine Geschichtsstunde über die Mutanten. Ist das gut ist oder schlecht? Zuviel Fakten und zu wenig Schwung und viel zu wenig Humor? Oder Nerdfakten, Fakten, Fakten, die unterhaltsam das Marvel-Universum erklären? Die Meinungen gehen auseinander. (Mehr im Podcast)
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über The Tree of Life 2012/02/11 12:12:44
Michelangelo hat einige seiner Skulpturen nicht zuende geführt. In Florenz sind sie zu besichtigen – Gestalten, die überwiegend noch im Stein gefangen sind. Das, was man sehen kann, ist großartig, intensiv, mehr als beeindruckend und unglaublich schön. In diesem Sinne ist Malick der Michelangelo der Filmkunst: Im Fels eines 138 Minuten langen Films verbirgt sich ein etwa anderthalbstündiges Meisterwerk – fast verschüttet von einem metaphysischen Naturfilmexkurs am Anfang und einer sinn- und geschmacklosen Kitsch-Eruption am Ende. Irgendwann werde ich mir diesen Film digital vornehmen und nur ganz für mich neu schneiden, bis der Blick frei ist auf dieses unglaubliche Kinokunstwerk, das uns Terrence Malick vorenthalten hat.
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Kleine wahre Lügen 2012/02/11 12:09:00
Was für ein wunderbarer Film. Nuancenreich gespielt von eigentlich allen Beteiligten, wenig schwarz-weiß, viele Grautöne, wie im Leben eben. Abwechslungsreich gedreht und geschickt bewegt geschnitten. 9 von 10 Punkten, aber der letzte Punkt fehlt nur, weil mir die letzten 10 Minuten ein bisschen arg pathetisch waren. Kleine wahre Wunder ist zumindest für alle, die die 40 überschritten haben, ein Muss. (Axel für SchönerDenken, mehr im Podcast)
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über Ein riskanter Plan 2012/02/11 12:01:32
Spannend für alle, die Höhenangst haben, es gibt Twists, Logiklöcher und ein leicht schwächelndes Ende. An DEN Maßstab in Sachen intelligenter Thriller: “Inside Job”, kommt der Film nicht ran. Lustig sind die New Yorker, die den Mann auf dem Sims anfeuern zu springen, und die indiskutable Jean-Claude-van-Damme-Gedenkfrisur, die Sam Worthington da spazieren trägt – eine richtige Vorbestraftenschmalztolle. Highlight ist der sichtlich gealterte Ed Harris mit einer Hammerpräsenz vor der Kamera.
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über Super 8 2012/02/07 18:05:54
Begeisterung über die Zusammenarbeit von J.J. Abrams und Steven Spielberg! Der SF-Zuschauer wird die Meta-Ebene genießen, wenn ein Kinder-Filmteam im Film unterwegs ist und einen Film dreht. Es gibt Gänsehaut-2-D-Action, die räumlicher wirkt als 3-D, einige magische Kinomomente, genial aufgebaute Spannung und diskussionswürdiges creature design. Die Handschrift eines großen Geschichtenerzählers ist zu erkennen. (Mehr im Podcast)
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über Beginners 2012/02/07 18:01:26
Ein sehenswerter, origineller Film über beziehungsunfähige Männer, schwule Väter, zuhörende Hunde. Ein Film, der darüber aufklärt, was Musik mit Leiden zu tun hat, der sich eine nichtchronologische Dramaturgie traut und eine ganz besondere, grafische Gestaltung. Es ist von Melanie Laurent zu schwärmen und vom Rhythmus des Schnitts. Und was das alles mit einer Wippe zu tun hat, erklärt uns Hendrik im Podcast.
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über Planet der Affen: Prevolution 2012/02/07 17:53:39
Um es in dürren Worten zu sagen: Wetas hochprofessionelle Tricktechnik und Andy Serkis darstellerische Leistung als Affe Caesar retten diesen Film nicht mehr. Was soll das beste Kunsthandwerk, wenn die Charaktere nur Stereotypen sind und gedengeltes Hollywoodblech daherreden. (Mehr im Podcast)
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über Green Lantern 2012/02/07 17:51:53
Die Üblichen Verdächtigen sind zerstritten: Während Tom1 über den dämlichsten Film des Jahres lästert, haben Tom2 und Harald einen Heidenspaß an dieser inhaltlich eher einfach gestrickten Comicverfilmung. Und wenn man genau wüsste, was die beiden in derart gute Laune versetzt hat, könnte man es glatt in 20 Gramm-Päckchen verkaufen :-) Im Podcast wird ein bisschen gemault und sehr viel gelacht. (Mehr im Podcast)
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über Cowboys & Aliens 2012/02/07 17:46:30
Eins vorneweg: Der ultimative Genremix zwischen Science-Fiction und Western existiert bereits und heißt “Firefly”. Trotzdem freut man sich ja wieder über jeden Versuch mit geladenem Colt und staubigen Stiefeln ein Raumschiff zu betreten :-) Daniel Craig im Wilden Westen zuzuschauen – das alleine macht schon richtig Spaß, vor allem an der Seite von Harrison Ford. Am Ende fehlt diesem sehr gut fotografierten und kurzweiligen Film nur eines: mehr Humor. (Mehr im Podcast)
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über Captain America - The First Avenger 2012/02/07 17:37:14
Manch einer wird die Naivität, den übertriebenen Pathos und den unreflektierten Patriotismus eines amerikanischen Heldenmärchens nicht ertragen. So einfach ist das aber mit “Captain America” nicht, denn der Held wird erstmal in seinem lächerlichen Kostüm auf einer lächerlichen Tingeltangel-Bühne der Lächerlichkeit preisgegeben. Statt mit seinen neuen Superkräften den Krieg zu entscheiden, verkauft er Kriegsanleihen, in dem er so tut als ob er einen Hitlerdarsteller K.O. schlägt. Dann werden seine nicht stattgefundenen Abenteuer als Comic verkauft, schließlich wird er in schwarzweißen Abenteuerfilmen zumindest in Hollywoodkulissen an die Front geschickt. Mehr Meta geht für eine Comicverfilmung doch gar nicht mehr. Als dann in der zweiten Hälfte unser Held tatsächlich an die Front geht und die Bösen bezwingt, lagen für mich alle grandiosen Bilder aus der zweiten Filmhälfte immer auf der Folie der verhergehenden Tingeltangelnummer – und das tut dem Film wirklich gut! Abgesehen davon sieht der Film über weite Strecken sehr gut aus, so gut war eine 40er-Jahre-Ästhetik noch nicht überhöht worden, zumindest nicht seit “Indiana Jones” – und das ist kein Zufall ...
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Der Schrecken der Medusa 2012/02/07 17:33:26
... Beim Wiedersehen fiel mir vor allem auf, was für extrem gelungene Lösungen der Film für das Problem findet, das man bekommt, wenn man die zentrale Figur bereits in der ersten Szene so zurichtet, dass sie den Rest des Films unbeweglich im Krankenhausbett verbringt. Natürlich wird mit Rückblenden gearbeitet und mit der enormen stimmlichen und mimischen Intensität Richard Burtons, aber die für mich viel überzeugenderen Elemente sind die sorgfältig gesetzten Beschwörungen der geistigen Präsenz Morlars trotz dessen körperlicher Abwesenheit bzw. Machtlosigkeit: die Bilder von Munch und Escher in seinem Appartment, die Bruchstücke aus seinen Aufzeichnungen, auf die Brunel stößt, und immer wieder die schiere Unmöglichkeit der Anzeigen auf den Bildschirmen über dem reglosen Körper. Die Zuckungen des EEG sind hier dramaturgisch so simpel und doch rasch so genial wirksam wie auch die ungleich berühmteren, nur ein Jahr jüngeren blinkenden Lichtpunkte auf dem Bildschirm des internen Scanners der Nostromo, als der Captain in den Versorgungsschächten das Alien erwartet ...
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über Conan 3D 2012/02/07 17:29:22
Eindimensionale Einfallslosigkeit: Reden wir nicht drumherum: Ein “Conan”-Remake ist natürlich kein Kindergeburtstag und kein leiser Autorenfilm. Aber das ist noch lange keine Ausrede dafür, einen völlig einfallslosen Film abzuliefern, der noch dazu mit einem nachträglich reingekleisterten Billig-3D auf die Nerven geht. Sehenswert sind eigentlich zwei Szenen am Anfang: Conans Geburt und sein erster Kampf. Danach kann man das Kino eigentlich schon wieder verlassen. (Mehr im Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über The Guard 2012/02/07 17:27:31
Motherfucking dumb? Or motherfucking smart? “The Guard” sieht aus wie ein schwarzhumoriger Copthriller. Aber im Grunde handelt es sich um ein neues Genre, den "Scottish-Neo-Western". Hohes Kultpotential, sehr sehenswert. (Mehr im Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Eine offene Rechnung 2012/02/07 17:24:23
“Nur vier Menschen wissen, was hier passiert ist. Die Wahrheit verlässt diesen Raum nicht. Es bleibt unter uns.” - Ein Kammerspiel von Schuld und Wahrheit, ein anspruchsvoller Politthriller. Was hat am meisten beeindruckt? Die beiden Hauptdarstellerinnen Helen Mirren und Elisabeth Chastain, die gelungene Inszenierung der Zeitsprünge, die klaustrophobische Momente ... Nicht jedem wird die Auflösung am Schluss gefallen. (Mehr im Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der 'Einhorn' 2012/02/07 17:19:48
Am Anfang sitzt Tim vor einem Karikaturisten und bekommt als 3D-Filmheld ein 2D-Portrait auf Papier – genauso wie Hergé ihn gezeichnet hatte. Diese Verbeugung vor dem Original spricht für den ganzen Film. Spielberg und Jackson legen nicht nur eine kindliche Begeisterung für ihre Vorlage an den Tag sondern auch viel Respekt. Mit einer perfekten Technik, die bei “Beowulf” noch erschreckend schlecht aussah, erwecken sie den Comic-Klassiker zu neuem Leben. Und es funktioniert! Auch wenn das Comic-Puristen anders sehen mögen: Es macht Spaß, Tim, Struppi und Kapitän Haddock durch ihr zwischendurch atemloses Abenteuer zu folgen, das sehr nach”Indiana Jones” schmeckt – nicht zuletzt durch die Musik von John Williams :-) Jetzt, wo Spielberg George Lucas losgeworden ist, kehrt er mit Peter Jackson und J.J. Abrams wieder zurück zu großer Form. Die Üblichen Verdächtigen haben sich die 2D-Version angeschaut und freuen sich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil. Lob auch für den Drehbuchautor Steven Moffat. (Mehr im Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Apollo 18 2012/02/07 16:42:41
Machen wir nicht viele Worte: Man darf an allem sparen, nur nicht am Drehbuch und an der Dialogregie. Genau da hapert es bei “Apollo 18″. Eine schöne Idee eigentlich – ein Blairwitch Projekt-artiger SF-Thriller, aber weitgehend fade, inspirationsfrei und mit einem C-Kategorie-Script. Im Podcast wird über 5 Millionen Dollar, zuviel oder zuwenig SF, Kinokleber und den “Moon” von Duncan Jones geredet.
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Contagion 2012/02/07 16:40:23
Es gibt Filme, deren Qualität unbestreitbar ist. Ob sie einen aber auch unterhalten, ist eine ganz andere Frage. Zu diesen Filmen gehört Soderberghs “Contagion”, der die Regeln des Genre nicht befolgen will. Im Film ist die Aufmerksamkeit auf viele Personen verteilt: eine untreue Geschäftsreisende, ein gehörnter Ehemann, der seine Tochter retten will, vier ganz verschiedene Mitarbeiter der WHO, ein rebellischer Blogger, alle dargestellt von großartigen (und sehr bekannten) Schauspielern. Spannung ist auf der Jagd nach dem Patient Null, bei der Suche nach dem Heilmittel, auf der Flucht vor Infizierten eigentlich vorprogrammiert. Es sei denn Herr Soderbergh hat sich in den Kopf gesetzt, genau das zu verhindern. Mit Erfolg. (Mehr im Podcast)
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SchönerDenken (Corsovilla)
über Killer Elite 2012/02/07 16:38:33
Immerhin: das kernige Trio Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro. Verkocht wurde eigentlich fast alles, was das Actionmögerherz begehrt – Fäuste flogen, Reifen quietschten, es wurde geballert, über Dächer geturnt und zwischendrin einer betörenden Blondine tief in die Augen geschaut, dass es eine Freude hätte sein können, inklusive der potenziell charmanten Besonderheit, dass der Film tief in den guten alten 1980ern spielt, was schonmal Clive Owens Rotzbremse erklärt. Trotz der gut ausgewählten Darsteller, der angemessen unaufdringlich-eindimensionalen Story und der fast vollständig versammelten Bierchenfilmrequisiten fehlte jedoch leider für uns etwas Entscheidendes: der Spaß. (Podcast)
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