Stimmung und Kamera sind wirklich sehr gut, leider hat man es geschafft, den Streifen von vorne bis hinten komplett falsch zu besetzen. Theron, Stewart, Hemsworth und so weiter - es ist eine einzige, kolossale Fehlbesetzung. Betongesicht Stewart wird von der hysterisch überspielenden Theron bald noch negativ getoppt. Dass außerdem noch ein bisschen Dornröschen ins Schneewittchen-Märchen gemischt wurde, macht das alles nicht besser.
Passt: Witherspoon spielt das Blondchen herrlich, die Gags sind witzig und nur selten peinlich-untergürtelig, auch Jennifer Coolidge überzeugt mit ihrer etwas trotteligen Figur. Natürlich ist das hier kein Arthouse-Kino, aber immerhin eine sehr unterhaltsame Mainstream-Komödie, die recht gekonnt mit dem Blondinen-Klischee spielt. Inhaltlich weit entfernt von "Satire", begnügt sich NB mit offensichtlicher Ironie. Und das klappt.
Nicht Fisch, nicht Fleisch. Was einem als Grusel-Thriller verkauft wird, ist viel eher viel mehr ein Drama. Wirklich gruselig ist hier nix, dafür aber solide geschauspielert. Leider sehr behende, sache und behäbig erzählt - für meinen Geschmack ZU behäbig. Im letzten Drittel hat's mich dann auch zwischendurch echt verwirrt - teilweise war mir das ZU indirekt und ZU angedeutet. Dafür passen Stimmung und Athmosphäre.
Überkitschtes, belangloses Fernsehfilmchen ohne Tiefgang, dilettierenden Schauspielern und beklopptem Drehbuch. Die meiste Zeit denkt man sich: So verhält sich doch KEIN normaler Mensch in dieser Situation! Okay, wir haben es mit Teenagern zu tun - aber Mama ist selten cleverer. Ein Sonderpunkt für den missglückten Tablettensuizid, der daran scheiterte, dass das Mädel den Verschluss der Dose nicht aufbekommen hat.
Ein Fest für den Professor der örtlichen Filmhochschule. Otto Normalgucker verzweifelt an einem umständlichen, symbolüberfrachteten und unnötig verkomplizierten Thriller, der viel zu viel Kunst auf einmal will und sich daher so sperrig gibt, dass das Zuschauen zur Anstrengung wird. Zudem ist die Darstellung des Internets als Höllentor weder zeitgemäß noch sachlich. Schade um die durchgängig guten Darstellerleistungen.
Solider Krachbumm-Mainstream mit Nonstop-Action, einem fast eklig selbstsüchtigem Tom Cruise - der von Renner und Pegg allerdings wieder ausgeglichen wird - und jeder Menge Style. Ob jetzt irgendwelche irrwitzigen Technik-Gadgets, die Kletterei an einer 800m hohen Glasfassade oder die eine oder andere Verfolgungsjagd, Langeweile kommt über die komplette Laufzeit keine auf. Und das ist doch eigentlich genau das, was man von Popcornkino erwartet.
Spätestens in dem Moment, als "Agent Smith" Hugo Weaving sich das Gesicht abzieht und von da an nur noch als Hellboy-Nazi durch die Gegend rennt, verliert der Streifen auch seinen letzten charismatischen Kopf. Captain America ist comichaft inszeniert, aber viel zu oft viel zu überdreht. Nazis mit Plasmagewehren, eine Romanze, die die Bezeichnung nicht verdient und zu guter Letzt irgendwie zuviel (Patrioten-) Kitsch. Definitiv kein Must-See...
Nun, man kann sicher über die Qualität des Films streiten (mir ist er einfach zu amerikanisch...Captain America halt^^), aber Red Skull ist ein klassischer Marvel Bösewicht, den es bereits seit den Vierziger Jahren gibt. Im Film ist er nicht mal schlecht umgesetzt, von daher halte ich das nicht wirklich für einen Kritikpunkt.
Kritik nicht an der Figur des Red Skull. Viel eher ist es eine (zugegeben recht indirekte) Kritik am Rest des Casts, denn ich persönlich fand, dass Weaving bald alle an die Wand gespielt hat. Als er dann durch die "Demaskierung" des Red Skull quasi aus dem Spiel genommen wurde, gab es für mich irgendwie keinen Schauspieler mehr, der überzeugend gespielt hat.
Keine Ahnung, ob jetzt klarer ist, was ich meine *g*
Schade: Im dritten Teil verkommt die Rocky-Reihe zu einem inspirationslosen Sportlerfilmchen, das die teilweise großartige Charakterzeichnung und Inszenierung der Figuren aus den ersten beiden Teilen fast völlig fallenlässt. Nebenfiguren von früher sind nur noch überflüssige Staffage, einzig der kräftige Stranddialog zwischen Rocky und Adrian ist sowas wie ein Highlight des Films.
Ein belangloser Streifen, der keinerlei Empathie beim Zuschauer weckt (positive wie negative) und auch vom Spannungsmoment her enttäsucht.
Kathryn Bigelows oscarprämiertes Kriegsdrama ist im Vergleich zu zahlreichen anderen Streifen desselben Genres aus Hollywood erfreulich pathosfrei. Hier flattert mal nicht alle paar Minuten eine zerfetzte US-Flagge trotzig im Wind, hier geht es auch nicht um einen Trupp Übersoldaten, die die feindlichen Linien aufreiben. Der "ganz normale" Alltag eines Bombenentschärfungskommandos ist in Hurt Locker ehrlich und glaubwürdig rübergebracht worden, was einerseits an den exzellenten Darstellerleistungen, andererseits an der sehr guten Kamera liegt.
Hier gibt es keine platte Unterscheidung der Kriegsparteien in Gut und Böse, zu leiden haben beide Seiten. Und das ist neben der Authentizität Bigelows größter Beitrag zum aktuellen Genre.
Nach einem etwas schleppendem Beginn, der den Zuschauer in die allerdings ohnehin äußerst dünne Story einführen möchte und auch expositorisch keinen unbedingten Mehrwert bietet, stellt Buffy-Vater Joss Whedon die Stellschraube auf den CGI-Krachbumm-Modus und lässt die Subwoofer los.
Trotzdem schafft er es, eigentlich jedem der omnipotenten Superhelden genügend Screentime zu geben - Krtiker können jetzt einwenden, dass das bei 2,5 Stunden Laufzeit auch kein Kunststück ist. Seine Superhelden-Einsatztruppe macht allerdings einen homogenen Eindruck und kann immerhin von sich behaupten, vom Regisseur einigermaßen charakterbetont inszeniert worden zu sein.
Was den Humor angeht, beschränkt der sich primär auf die Witzchen vom Iron Man und eine jetzt schon legendäre "Peitschenszene" mit Hulk. Zwischendurch wirkt das ganze Spektakel zwar ein wenig arg albern, aber wir sehen hier ja schließlich Superhelden-Action. Und in einer Welt der Phantasie sollte man sich mit Realismus sowieso zurückhalten.
Der Start ist schlicht großartig - leider verflacht der Streifen danach von Minute zu Minute immer mehr. The Invention Of Lying wirkt einfach viel zu konstruiert und aufgesetzt, wirkliche Kracher-Gags sind Mangelware und die Religionssatire war auch zu plump (die zehn Gebote auf Pizzakartons - nun ja). Tolle Idee, leider nicht packend genug umgesetzt. Schade.
Leidlich unterhaltsamer Thriller, der durchweg auf Sparflamme vor sich hindümpelt. Vince Vaughn ist als Bad Guy eine glatte Fehlbesetzung, auch der Rest des Casts spielt seinen Stiefel unmotiviert runter. Keine Überraschungen, keine Gags, keine Twists - das war nix. So schnell man ihn gesehen ist, ist dieser Film auch wieder vergessen.
Was verheißungsvoll bis spektakulär beginnt, versandet mit zunehmender Laufzeit immer mehr in Belanglosigkeiten und die Erwartungshaltung des Zuschauers weicht Ernüchterung. Extreme Vorhersehbarkeit, langweilige und konturlose Bösewichte. Wenigstens der Soundtrack weiß an einigen Stellen zu überzeugen. Dazu der vollkommen lieblos runtergedrehte und rücksichtslos verhunzte Schluss - bäh!
Mei o mei, was wird hier dick aufgetragen. Ben Affleck versucht sich eher in einer Charakterstudie als einem Krimi oder Thriller, was den negativen Effekt hat, dass sich hier über weite Strecken überhaupt keine Spannung einstellt. Zwar sind die Ansätze für einen packenden Kidnapping-Thrill im White Trash-Milieu durchaus vorhanden, nur durchgezogen wird hier eigentlich gar nichts. So bleibt am Ende ein enttäuschter Zuschauer, der zum Schluss noch mit dem Holzhammer vor die moralische Frage gestellt wird. Uff.
Respekt vor einem JCVD, der den drogensüchtigen, gebrochenen Cop glaubwürdig spielt. Natürlich greift er nicht allzu tief ins Charakterfach, dennoch nimmt man dem Belgier diese gescheiterte Figur jederzeit ab. Erfreulicherweise hat auch das Skript mehr zu bieten als simple Draufprügel-Action, und so ist Until Death ein erstaunlich reifer Film geworden, der so manchen Hollywood-Blockbuster in die Tasche steckt.
Das ist Motel für Arme. Also für ganz Arme. Ein kaum erträgliches B-Movie, das teilweise Professionalität vermissen lässt. Wieso der Streifen ab 18 ist, versteh ich sowieso nicht - schließlich ist der Vorspann das Brutalste am ganzen Film. Da hat sich Regisseur, Buchautor und Produzent Dan Garcia ein tolles Denkmal gesetzt...
Nee, kickt nich - und schon gar nich like Beckham. Amanda Bynes ist hier größtenteils eher zum Fremdschämen als dass sie witzig ist, allgemein glänzen die Darsteller durch übles Over-Acting. Die Auflösung ist seicht und von der Stange. Zwei Punkte extra gebe ich für Vinnie Jones - mit DEM als Trainer kann man gar nicht verlieren...
Urgs. Eine RomCom ohne Com, dafür massig viel Rom. Kollegin Tomei kann irgendwie gar nicht spielen, und sobald sich mal ein netter Gag entwickeln könnte, wird alles mit unerträglichem Kitsch und billigster Tränendrüsenmusik ersoffen. Der Anfang ist recht verheißungsvoll und weckt die Hoffnung auf ein temporeiches romantisches Durcheinander - aber leider wird das schnarchnasige Schneckentempo der ersten 25 Minuten konsequent überraschungsfrei durchgezogen bis zum Schluss. Gute Nacht.
Alles konzentriert sich auf Cameron Diaz, der Rest ist überflüssig-belangloses Beiwerk. Hollywoods Superblondine spielt die dauernd zugedröhnte Lehrerin wider Willen allerdings recht überzeugend, wenngleich ihre Figur manchmal zu sehr überdreht. Ein paar klasse Gags (Scream hab ich in der 7. Klasse nicht als Film im Unterricht sehen dürfen) sind drin, dabei gibt es dann aber auch viel Durchschnitt. Sicherlich eine Komödie, die keinem zu sehr wehtut und die man sich auch mal zwischendurch ansehen kann. Aber auch nicht mehr.
Aber ich hatte Schlimmeres erwartet.
Warum der Streifen hier als "Mysterythriller" geführt wird, muss mir mal einer erklären. Viel eher ist "The Losers" ein solider B-Actioner mit reichlich Krawumm und auch ein paar flotten One-Linern. Insgesamt fehlt hier aber so ein bisschen das gewisse Etwas. Die Story ist lahm, der Oberbösewicht ist wenig furchteinflößend und überhaupt wirkt die ganze Handlung ziemlich konstruiert und aufgesetzt. Da wäre mehr drin gewesen - das hätte dann auch Atmosphäre und Spannung gutgetan.
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cruzha
über Snow White and the Huntsman 2012/06/02 14:19:58
Stimmung und Kamera sind wirklich sehr gut, leider hat man es geschafft, den Streifen von vorne bis hinten komplett falsch zu besetzen. Theron, Stewart, Hemsworth und so weiter - es ist eine einzige, kolossale Fehlbesetzung. Betongesicht Stewart wird von der hysterisch überspielenden Theron bald noch negativ getoppt. Dass außerdem noch ein bisschen Dornröschen ins Schneewittchen-Märchen gemischt wurde, macht das alles nicht besser.
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cruzha
über Natürlich blond! 2012/05/31 18:03:54
Passt: Witherspoon spielt das Blondchen herrlich, die Gags sind witzig und nur selten peinlich-untergürtelig, auch Jennifer Coolidge überzeugt mit ihrer etwas trotteligen Figur. Natürlich ist das hier kein Arthouse-Kino, aber immerhin eine sehr unterhaltsame Mainstream-Komödie, die recht gekonnt mit dem Blondinen-Klischee spielt. Inhaltlich weit entfernt von "Satire", begnügt sich NB mit offensichtlicher Ironie. Und das klappt.
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cruzha
über Das Waisenhaus 2012/05/31 17:55:49
Nicht Fisch, nicht Fleisch. Was einem als Grusel-Thriller verkauft wird, ist viel eher viel mehr ein Drama. Wirklich gruselig ist hier nix, dafür aber solide geschauspielert. Leider sehr behende, sache und behäbig erzählt - für meinen Geschmack ZU behäbig. Im letzten Drittel hat's mich dann auch zwischendurch echt verwirrt - teilweise war mir das ZU indirekt und ZU angedeutet. Dafür passen Stimmung und Athmosphäre.
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cruzha
über Internet-Mobbing 2012/05/31 17:52:38
Überkitschtes, belangloses Fernsehfilmchen ohne Tiefgang, dilettierenden Schauspielern und beklopptem Drehbuch. Die meiste Zeit denkt man sich: So verhält sich doch KEIN normaler Mensch in dieser Situation! Okay, wir haben es mit Teenagern zu tun - aber Mama ist selten cleverer. Ein Sonderpunkt für den missglückten Tablettensuizid, der daran scheiterte, dass das Mädel den Verschluss der Dose nicht aufbekommen hat.
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cruzha
über Chatroom 2012/05/21 20:16:46
Ein Fest für den Professor der örtlichen Filmhochschule. Otto Normalgucker verzweifelt an einem umständlichen, symbolüberfrachteten und unnötig verkomplizierten Thriller, der viel zu viel Kunst auf einmal will und sich daher so sperrig gibt, dass das Zuschauen zur Anstrengung wird. Zudem ist die Darstellung des Internets als Höllentor weder zeitgemäß noch sachlich. Schade um die durchgängig guten Darstellerleistungen.
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cruzha
über Mission:Impossible - Phantom Protokoll 2012/05/20 18:54:28
Solider Krachbumm-Mainstream mit Nonstop-Action, einem fast eklig selbstsüchtigem Tom Cruise - der von Renner und Pegg allerdings wieder ausgeglichen wird - und jeder Menge Style. Ob jetzt irgendwelche irrwitzigen Technik-Gadgets, die Kletterei an einer 800m hohen Glasfassade oder die eine oder andere Verfolgungsjagd, Langeweile kommt über die komplette Laufzeit keine auf. Und das ist doch eigentlich genau das, was man von Popcornkino erwartet.
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cruzha
über Captain America - The First Avenger 2012/05/19 15:33:52
Spätestens in dem Moment, als "Agent Smith" Hugo Weaving sich das Gesicht abzieht und von da an nur noch als Hellboy-Nazi durch die Gegend rennt, verliert der Streifen auch seinen letzten charismatischen Kopf. Captain America ist comichaft inszeniert, aber viel zu oft viel zu überdreht. Nazis mit Plasmagewehren, eine Romanze, die die Bezeichnung nicht verdient und zu guter Letzt irgendwie zuviel (Patrioten-) Kitsch. Definitiv kein Must-See...
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Baalseraph 2012/05/29 15:55:50
Antwort löschenNun, man kann sicher über die Qualität des Films streiten (mir ist er einfach zu amerikanisch...Captain America halt^^), aber Red Skull ist ein klassischer Marvel Bösewicht, den es bereits seit den Vierziger Jahren gibt. Im Film ist er nicht mal schlecht umgesetzt, von daher halte ich das nicht wirklich für einen Kritikpunkt.
cruzha 2012/05/31 17:58:24
Antwort löschenKritik nicht an der Figur des Red Skull. Viel eher ist es eine (zugegeben recht indirekte) Kritik am Rest des Casts, denn ich persönlich fand, dass Weaving bald alle an die Wand gespielt hat. Als er dann durch die "Demaskierung" des Red Skull quasi aus dem Spiel genommen wurde, gab es für mich irgendwie keinen Schauspieler mehr, der überzeugend gespielt hat.
Keine Ahnung, ob jetzt klarer ist, was ich meine *g*
cruzha
über Rocky III - Das Auge des Tigers 2012/05/19 15:29:05
Schade: Im dritten Teil verkommt die Rocky-Reihe zu einem inspirationslosen Sportlerfilmchen, das die teilweise großartige Charakterzeichnung und Inszenierung der Figuren aus den ersten beiden Teilen fast völlig fallenlässt. Nebenfiguren von früher sind nur noch überflüssige Staffage, einzig der kräftige Stranddialog zwischen Rocky und Adrian ist sowas wie ein Highlight des Films.
Ein belangloser Streifen, der keinerlei Empathie beim Zuschauer weckt (positive wie negative) und auch vom Spannungsmoment her enttäsucht.
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cruzha
über Tödliches Kommando - The Hurt Locker 2012/05/09 08:14:29
Kathryn Bigelows oscarprämiertes Kriegsdrama ist im Vergleich zu zahlreichen anderen Streifen desselben Genres aus Hollywood erfreulich pathosfrei. Hier flattert mal nicht alle paar Minuten eine zerfetzte US-Flagge trotzig im Wind, hier geht es auch nicht um einen Trupp Übersoldaten, die die feindlichen Linien aufreiben. Der "ganz normale" Alltag eines Bombenentschärfungskommandos ist in Hurt Locker ehrlich und glaubwürdig rübergebracht worden, was einerseits an den exzellenten Darstellerleistungen, andererseits an der sehr guten Kamera liegt.
Hier gibt es keine platte Unterscheidung der Kriegsparteien in Gut und Böse, zu leiden haben beide Seiten. Und das ist neben der Authentizität Bigelows größter Beitrag zum aktuellen Genre.
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cruzha
über Marvel's The Avengers 2012/05/09 08:07:56
Nach einem etwas schleppendem Beginn, der den Zuschauer in die allerdings ohnehin äußerst dünne Story einführen möchte und auch expositorisch keinen unbedingten Mehrwert bietet, stellt Buffy-Vater Joss Whedon die Stellschraube auf den CGI-Krachbumm-Modus und lässt die Subwoofer los.
Trotzdem schafft er es, eigentlich jedem der omnipotenten Superhelden genügend Screentime zu geben - Krtiker können jetzt einwenden, dass das bei 2,5 Stunden Laufzeit auch kein Kunststück ist. Seine Superhelden-Einsatztruppe macht allerdings einen homogenen Eindruck und kann immerhin von sich behaupten, vom Regisseur einigermaßen charakterbetont inszeniert worden zu sein.
Was den Humor angeht, beschränkt der sich primär auf die Witzchen vom Iron Man und eine jetzt schon legendäre "Peitschenszene" mit Hulk. Zwischendurch wirkt das ganze Spektakel zwar ein wenig arg albern, aber wir sehen hier ja schließlich Superhelden-Action. Und in einer Welt der Phantasie sollte man sich mit Realismus sowieso zurückhalten.
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cruzha
über Lügen macht erfinderisch 2012/05/03 07:40:07
Der Start ist schlicht großartig - leider verflacht der Streifen danach von Minute zu Minute immer mehr. The Invention Of Lying wirkt einfach viel zu konstruiert und aufgesetzt, wirkliche Kracher-Gags sind Mangelware und die Religionssatire war auch zu plump (die zehn Gebote auf Pizzakartons - nun ja). Tolle Idee, leider nicht packend genug umgesetzt. Schade.
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cruzha
über Tödliches Vertrauen 2012/05/02 13:09:48
Leidlich unterhaltsamer Thriller, der durchweg auf Sparflamme vor sich hindümpelt. Vince Vaughn ist als Bad Guy eine glatte Fehlbesetzung, auch der Rest des Casts spielt seinen Stiefel unmotiviert runter. Keine Überraschungen, keine Gags, keine Twists - das war nix. So schnell man ihn gesehen ist, ist dieser Film auch wieder vergessen.
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cruzha
über Wer ist Hanna? 2012/04/30 11:34:23
Was verheißungsvoll bis spektakulär beginnt, versandet mit zunehmender Laufzeit immer mehr in Belanglosigkeiten und die Erwartungshaltung des Zuschauers weicht Ernüchterung. Extreme Vorhersehbarkeit, langweilige und konturlose Bösewichte. Wenigstens der Soundtrack weiß an einigen Stellen zu überzeugen. Dazu der vollkommen lieblos runtergedrehte und rücksichtslos verhunzte Schluss - bäh!
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cruzha
über Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel 2012/04/29 20:20:51
Mei o mei, was wird hier dick aufgetragen. Ben Affleck versucht sich eher in einer Charakterstudie als einem Krimi oder Thriller, was den negativen Effekt hat, dass sich hier über weite Strecken überhaupt keine Spannung einstellt. Zwar sind die Ansätze für einen packenden Kidnapping-Thrill im White Trash-Milieu durchaus vorhanden, nur durchgezogen wird hier eigentlich gar nichts. So bleibt am Ende ein enttäuschter Zuschauer, der zum Schluss noch mit dem Holzhammer vor die moralische Frage gestellt wird. Uff.
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cruzha
über Until Death 2012/04/29 20:17:05
Respekt vor einem JCVD, der den drogensüchtigen, gebrochenen Cop glaubwürdig spielt. Natürlich greift er nicht allzu tief ins Charakterfach, dennoch nimmt man dem Belgier diese gescheiterte Figur jederzeit ab. Erfreulicherweise hat auch das Skript mehr zu bieten als simple Draufprügel-Action, und so ist Until Death ein erstaunlich reifer Film geworden, der so manchen Hollywood-Blockbuster in die Tasche steckt.
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cruzha
über Terror Trap - Motel des Grauens 2012/04/29 20:13:32
Das ist Motel für Arme. Also für ganz Arme. Ein kaum erträgliches B-Movie, das teilweise Professionalität vermissen lässt. Wieso der Streifen ab 18 ist, versteh ich sowieso nicht - schließlich ist der Vorspann das Brutalste am ganzen Film. Da hat sich Regisseur, Buchautor und Produzent Dan Garcia ein tolles Denkmal gesetzt...
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cruzha
über She's the Man - Voll mein Typ 2012/04/26 13:17:06
Nee, kickt nich - und schon gar nich like Beckham. Amanda Bynes ist hier größtenteils eher zum Fremdschämen als dass sie witzig ist, allgemein glänzen die Darsteller durch übles Over-Acting. Die Auflösung ist seicht und von der Stange. Zwei Punkte extra gebe ich für Vinnie Jones - mit DEM als Trainer kann man gar nicht verlieren...
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cruzha
über Nur für Dich 2012/04/23 18:37:19
Urgs. Eine RomCom ohne Com, dafür massig viel Rom. Kollegin Tomei kann irgendwie gar nicht spielen, und sobald sich mal ein netter Gag entwickeln könnte, wird alles mit unerträglichem Kitsch und billigster Tränendrüsenmusik ersoffen. Der Anfang ist recht verheißungsvoll und weckt die Hoffnung auf ein temporeiches romantisches Durcheinander - aber leider wird das schnarchnasige Schneckentempo der ersten 25 Minuten konsequent überraschungsfrei durchgezogen bis zum Schluss. Gute Nacht.
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cruzha
über Bad Teacher 2012/04/19 15:38:51
Alles konzentriert sich auf Cameron Diaz, der Rest ist überflüssig-belangloses Beiwerk. Hollywoods Superblondine spielt die dauernd zugedröhnte Lehrerin wider Willen allerdings recht überzeugend, wenngleich ihre Figur manchmal zu sehr überdreht. Ein paar klasse Gags (Scream hab ich in der 7. Klasse nicht als Film im Unterricht sehen dürfen) sind drin, dabei gibt es dann aber auch viel Durchschnitt. Sicherlich eine Komödie, die keinem zu sehr wehtut und die man sich auch mal zwischendurch ansehen kann. Aber auch nicht mehr.
Aber ich hatte Schlimmeres erwartet.
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cruzha
über The Losers 2012/04/19 15:35:16
Warum der Streifen hier als "Mysterythriller" geführt wird, muss mir mal einer erklären. Viel eher ist "The Losers" ein solider B-Actioner mit reichlich Krawumm und auch ein paar flotten One-Linern. Insgesamt fehlt hier aber so ein bisschen das gewisse Etwas. Die Story ist lahm, der Oberbösewicht ist wenig furchteinflößend und überhaupt wirkt die ganze Handlung ziemlich konstruiert und aufgesetzt. Da wäre mehr drin gewesen - das hätte dann auch Atmosphäre und Spannung gutgetan.
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