Deathpool - Kommentare

Alle Kommentare von Deathpool

  • Deathpool 05.09.2017, 19:28 Geändert 05.09.2017, 20:23

    Extraterrestrischer Sondermüll mit galaktischer Schweifsternphantasie im Gewand Found Footage ohne Innovation.
    Spätestens das grottige CGI zerstört jegliche Atmosphäre in den schummrig angehauchten Wäldern, die wie ein düsterers Labyrinth einfach Menschen verschlucken.
    Vom offensichtlichen Vorbild "Blair Witch" bis zu zahlreichen Querverweisen die oftmals den Film weiter runterziehen als es ihm gut täte.
    Die Charaktere werden richtig nervig denn statt Panik und Angst herrscht hier überdrehtes Schauspiel.
    Die Poltergeistmottenkiste zieht sich durch den kompletten Anfang und jegliches Klischee fremde Lebensform wird durch die Milchstraße gezogen.
    Irgendwann verliert die Handlung den kompletten Bogen und absurde Kornkreistheorie trifft auf ein Ende welches man gesehen haben muss um es überhaupt zu glauben.Vielleicht wird er irgendwann mal ein verkanntes Trash Feuerwerk.

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    • Deathpool 02.09.2017, 00:03 Geändert 14.09.2017, 22:31

      https://www.youtube.com/watch?v=5UcTUtD0HIg

      Der Schmerz bricht über dich herein, du kannst deine Tränen nicht mehr unterdrücken.
      Der laute Schrei der Verzweiflung und die kalte Stille mitten in den finsteren Gewölben der Angst.
      In den dunklen Ecken wo niemand hinschauen möchte und wer es dennoch wagt wird seinen Blick nie wieder abwenden.
      Weit geöffnet die Augen, starr vor Angst, der schwarze Abgrund zerfetzt den Verstand.
      Brennstoff Öl, die alten Holzdielen, das Flüstern sanfter Stimmen wenn alles schläft.
      "It Comes at Night" zelebriert die Kunst der Phantasie und hat einen düsteren Score an Bord der die ganze Szenerie in ein morbides Horrorkostüm quetscht.
      Wo andere ständig den nächsten Jump-Scare suchen drückt "It Comes at Night" diesen einfach durch, ohne auch nur annähernd einfach darauf aufzubauen.
      Er erinnert ganz klassisch an alte Tage und hat ein großes Vorbild, jenes zu nennen wäre aber äußerst unfair.
      "It Comes at Night" sollte man möglichst frei von Informationen sichten(übrigens sehr gut bei fast allen Filmen)
      Denn dieser bizarre Trip wird am Ende richtig hässlich worin auch die Kunst des Horrors besteht.
      Denn erst wenn man anfängt die Charaktere zu mögen, das Gesamtbild stimmig ineinander fließt und die Bilder hängen bleiben, ja erst dann darf man dem Zuschauer alles abverlangen.
      Wer es gerne ruhig subtil mag wird hier ganz sicher sein Heil finden.

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      • über Liebe

        https://www.youtube.com/watch?v=yzxjxNKuJ0Q
        (Best Hack & Slay and Soundtrack)

        Vergessen meine Liebe
        Erloschen

        Gläsern waren ihre Augen
        Ihr Mund versiegelt
        Weit getragen ins Reich des Vergessens
        Schmerzvoller Augenblick
        Wie ein Fremdkörper ohne Emotion

        All die Schönheit verblasst, unser Leben vereinsamt
        Anne der letzte Kuss,der Apoplex geleitet dich in tiefste Dunkelheit
        Wenn der Körper kaum mehr aufrecht steht
        Halte ich deine Hand und schenke dir Freiheit
        Als Zeichen der Liebe, als Ehemann
        Die Krankkheit wird uns niemals trennen

        Wenn Anne geschwächt und dennoch voller Lebensmut das familäre Fotoalbum betrachtet bricht sich all der Schmerz in pure Dankbarkeit.
        Wenn die Kamera regungslos die knarzzenden Schritte und den stürmischen Regen einfängt pulsiert nur die Soundkulisse, während Anne langsam in den Schlaf sinkt.
        Die Umwelt scheint abgeschirmt,erregt Aufmerksamkeit durch Gesprächsfetzen,Paris lebt und dringt immer wieder in die Wohnung ein.
        Gezeichnet vom Tod, der Hirnschlag übernimmt langsam grausam die Vernichtung.
        Der Körper die tiefste Wunde welche jemals geschaffen wurde,niemand denkt an Krankheit bis sie langsam ins Blut schleicht.
        Wenn Sterben zur Qual wird weil man sich selbst schämt.
        Selbst alltägliche Dinge wie Essen und Trinken werden zur Hürde, geschweige denn von der Intimität wenn wir einen Ort der Erleichterung aufsuchen.
        Wenn Ausbildungen an jeglicher Kompetenz scheitern denn die Jugend begreift die Natur nicht.
        Biologische Masse stirbt immer ab.
        Wir sind faulendes Fleisch, egal wie gesund wir leben oder zumindest daran glauben.
        Kein Gott wird sich erbarmen wenn Blut erbricht, wenn dein Geist langsam vernebelt.

        Nie war ein Film näher dem Tod als in jenem Augenblick wenn er eben diesem ein Gesicht gibt.
        Haneke schmückt die Hände faltig gebunden an den Körper, Stille kehrt in den Raum.
        Gleichzeitig die aufgewühlte Leidenschaft der Lebensretter, mit Mundschutz bewaffnet, stürmen sie in siechendes Gut der Sterblichkeit.
        Regungslos jeglicher Wärme beraubt öffnet sich ein Fenster, die Kälte durchdringt jeden wenn er Leichen spürt.
        Diese Konsequenz wird heftig gebrochen wenn Haneke im nächsten Moment das Feuer des Lebens beschwört.
        Freudige Erwartung, unruhige Gemüter,Blicke streifen an den Kulissen vorbei, Hände berühren sich,eine Sprache wird unverständlich.
        Wenn viele Menschen angeregt kommunizieren versteht man letzlich nur sehr wenig.
        Als Nebenfigur, als Beobachter kann man nur erahnen welch Gesprächsstoff sich da findet.
        Dieses Gefühl kurz vor der Explosion an Emotion fügt sich unbewusst dem Ereignis welches stumpf den Vorhang verschleiert und im nächsten Moment kraftvoll das Klavier imponiert.
        Die Gesichter der Geburt, dieses kurze Lächeln als Reaktion auf ein Ereignis welches sie emotional berührt.

        Ein kurzes Gefühl der Freiheit bis wir bald in der Wohnung eingesperrt werden, eben wie Anne.

        Die Abrechnung erfolgt wenn Haneke kurz dem Beruf der Pflege den Spiegel vorhält, wenn er gezielt die eigene Natürlichkeit bewusst macht.
        Mit allen Konsequenzen schießt er ins Gesicht des Zentralnervensystems und zerpflückt genüsslich Arroganz.
        Die rechte Körperhälfte wird zur Qual niemand kann diese Einschränkung erklären oder gar spüren.
        Ohne Körpergefühl an sich selbst, beherrscht nur blinde Intelligenz den Reiz an der Wissenschaft.
        Wenn Anne ihr Buch aufschlägt oder die Brille aufsetzt kämpft sie innerlich gegen den Terror.
        Sie will nicht mehr leben obwohl all die Liebe zum Leben unerbittlich brennt.
        Muskeln verkürzen sich, Beweglichkeit sinkt rapide, gebunden an den Stuhl.

        Die Liebe kann eine Träne trocknen wie sie auch auslöschen kann.
        Erschreckende Erkenntnis denn jetzt nähern wir uns dem wahren Gehalt einer Aussage.
        Bitter süß schließt Haneke den Kreis zwischen Leben und Tod.

        In seiner letzten Konsequenz zerbricht kurz die wohlige Gemeinschaft,ein Akt der Gewalt rutscht aus,Demut und Versagen.
        Wenn man jemanden den man liebt Schmerz und Kummer bereitet.
        Versteckt hinter einer Fassade um die Familie zu schützen.
        Will man seinen Kindern wirklich jenes zumuten, wenn die Mutter all ihren Glanz verloren?
        Mutig dieses Thema aufzudecken, mit der gehörigen Sensibilität gewährt Haneke den richtigen Schritt.
        Der Schlüsser der Verdrängung wird abgelegt und die wichtige Phase des Trauerns steht allen offen.

        So jagte ich einer Taube im eigenen Heim hinterher
        Dreist flog sie durchs Fenster
        Frech unduldsam marschierte sie umher
        Ich beschloss sie einzufangen
        Bedeckte sie warm und nahm sie auf

        Ein stiller Moment, ich spürte ihre Angst
        Unter der Decke könnte sie ersticken
        In meinen Händen
        Welch Leben und Tod schenken

        So gab ich sie auf
        Stolz flog sie in die Welt hinaus

        In tiefster Liebe zu meiner Frau

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        • https://www.youtube.com/watch?v=WyCuSc7XZJU
          (Geheimtipp der Woche)

          McDonald’s der Marketing Super Gau mit dem faden Beigeschmack Massenindustrie und globaler Einsparung.
          Perfektionierte Zeiteinsparung, die Revolution Mittagstisch gepaart mit dem fleischigen Zungenschnalzer Hamburger.
          Ein kleiner Traum wird Wirklichkeit und frisst selbstständig seine Erfinder.
          Abgefertigt wie schmieriges Frittenfett, über den frisch polierten Boden gezerrt und hart aufgeschlagen an der dicken Konsumschlampe.
          Herzliche Liebe wird durch den Fleischwolf gedreht, innere Werte weichen dem Fortschritt.
          Das Franchise Fast Food erobert die Welt und passt sich perfekt an die eigenen harten Regeln an.
          Heute wahrscheinlich nicht mehr kontrollierbar, ständig verschlimmbessert aber dennoch erfolgreich.
          Zück dein Smartphone, spiel Candy Raupkopierer und friss deinen vegetarischen Abfall.
          Michael Keaton lebt den Traum wie er ihn auch selbst zerstört.
          Aus der Impuls kindliches Sommercamp, hinein in die Franchise Fabrik falscher Werte.

          "The Founder" die bitterböse Heiligkeit im Bürokratiefeuer der Big Mac Ära.

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          • Deathpool 21.08.2017, 13:17 Geändert 21.08.2017, 16:08

            In einer abgewrackten Lagerhalle zwischen Staub, Blut und dem herrlich markanten Duft von Bartöl treibt der Kugelschlag in weiches Gewebe.
            Minimalisiert auf den Boden gedrückt, ohne Platz zur freien Handlung, bis zum Schock der dich aus dem Leben reißt.
            Die Stille bricht zusammen, Querschläger reißen ihre Anmut nieder, Deckungsfeuer zelebriert als grausam leichtfüßiger Spaziergang.
            Die Situation schürt die Kehlen immer enger, bis das Sterben einer wüsten Vernichtung gleicht.

            "Free Fire" für Fans von "Jagged Alliance", für den kurzen Hauch "Reservoir Dogs"

            Klassisches Duell mit herrlich schrägen Sprüchen, während auf kurze Distanz jeder Schuss tödlich enden könnte.

            Ben Wheatley komprimiert die Angst,kein ruhiges Zielen, teilweise nur blindes Feuer auf den verhassten Feind.
            Die Soundkulisse zittert, die Wunden bluten, der Soundtrack ein vergnügliches Stück Lebensfreude inmitten brachialer schmutziger Gewalt.

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            • Deathpool 10.08.2017, 00:09 Geändert 10.08.2017, 00:16

              https://www.youtube.com/watch?v=JDG2m5hN1vo

              Der intergalaktische Superwerbespot mit Waschbärfresse und Wonder Pratt.
              Da dürfte wohl jedem Science-Fiction Nerd die Fleischwurst anschwellen.
              Wenn Baby Groot im Speerfeuer des Gefechts das Schlachtfeld zur Tanzfläche degradiert bebt der ganze Kinosaal, bzw. das Blut des Zuschauers.
              Die emotionale Wucht gegossen aus Zuckersüß und dem charmanten Beat.
              Die Laser bersten auf undurchdringliche Haut während "Guardians of the Galaxy Vol. 2" seinen Trumpf ausspielt, die Musik.
              Die Vermischung Comic Bilderflut mit Klassikern der Musikkunst, frei und wild durch alle Dekaden.
              Da rutscht die Story ganz schnell auf beliebiges Kino der alt eingewöhnten Rezeptur.
              Highlight ist hier nicht die Hauptstory sondern der (leider) kurze Fokus auf die Hintergründe der Antagonisten.
              Diese Momente, in den träumerisch malerischen Welten, sind grandiose Lückenfüller um den eigentlich dünnen Ansatz Geschichte ganz auszufüllen.
              Immer begleitet vom passenden Song, deswegen auch so knallig kurzweilig.
              Denn am Ende können der Witz, die Charaktere,die lockere Action und farbenfrohe Bildgewalt nicht die generische Story verschleiern.
              Ziemlich schade aber eben auch unheimlich spaßig, gespickt mit zahlreichen Anspielungen und nem gehörigen Star Bonus.

              Edit: Mary Poppins^^

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              • https://www.youtube.com/watch?v=ip4TjsJ3Xt4

                Dann erstrahlte sein finsteres Antlitz im nuklearen Höllenfeuer der Vernichtung.
                Die dritte Endzeit als göttlicher Segen der Gewalt, die Zivilisten verenden qualvoll in der Asche und den Trümmern ihrer Großstädte.
                Es ist nicht die befürchtete Großmacht des Feindes, sondern die politischen Fehlentscheidungen ganzer Generationen.
                Kein verhasstes Feindbild, durch die Medien geschürte Propaganda, sondern die direkte Auswirkung menschlichen Versagens.
                Die verstrahlte Totgeburt gefüttert durch radioaktiven Abfall welcher den Wahnsinn der Menschheit zur Realität bündelt.

                "Shin Godzilla" folgt dem Erbe des Drachen und zeigt ihn als pure Angst.
                Es ist nicht nur die Aufbereitung vom Trauma Zweiter Weltkrieg sondern auch die Zukunftsangst einer weit fortgeschrittenen technisierten Welt.
                Der unerschütterliche Glaube an Gottheiten, die dem Menschen die kleine Existenz als Sinnbild zur Ausrottung erscheinen lassen.
                Die kurzen Bildebenen von unschuldigen Bürgern die ihr Leben aushauchen weil die Regierung am Ende keine Macht besitzt.
                Die Waffenindustrie als protziger Versager der Neuzeit, wo Millionen im Massengrab der eigenen Armee versinken.

                Sperrig anmutig, in Formation geschaltet, ergießt sich der Feuerregen über die Evolution und dem Ursprung Natur.
                Sie blutet ihre Nachkommen in die zerstörte Welt, die letzte Hoffnung auf Gerechtigkeit.
                Was einst vom Mensch genommen muss neu erbaut werden, als Gott der Gewalt lüstert ihre Rache im brennenden Inferno der Menschheit.
                Die Menschen als Abbild Gottes erschaffen einen Gott, in all seiner Grausamkeit menschlicher Abstammung.
                Die Rasse Gottheit verängstigt in den grellen Farben von Technik und Mediengewalt.
                Es gibt nur einen Ausweg, den Schritt nach vorne ohne an andere zu denken.
                Ein trauriges Zeugnis,, passend für die heutige Zeit.

                "Shin Godzilla" ist ganz nah an der Vorlage,mit bissigen Witz sowohl politisch als auch filmisch.
                Die Katastrophe mal trashig im Trommelfeuer der Armee, nachdenklich in der Zerstörung und absolut grauenvoll in den Bildern des Krieges.

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                • https://www.youtube.com/watch?v=ZjZhwCM88pA

                  Das wichtigste zuerst, die Band Children of Bodom steuert hier (leider) keinen Soundtrack bei.
                  "Lake Bodom" macht Bock auf Slasher Gekröse in Reinkultur und bedient sich einem Mordfall der bis heute nicht aufgeklärt wurde.
                  Die Presse hat diesen Fall bis aufs letzte Blut ausgequetscht und jedes kleinste Indiz gab Anlass zur Spekulation.
                  Diesen Umstand macht sich der Film sogar ziemlich geschickt zum Eigenbedarf nutzbar.
                  Denn die Mundpropaganda, das Flötenspiel der Idioten, spielt hier eine dezent kleine Rolle.
                  Genau wie eben(Überraschung) der See Bodom.
                  In dunklen nebligen Gewässern schwimmen die Leichen gerne mal unter der Oberfläche.
                  Die Bilder sind hier wirklich schön schaurig und der Score dürfte wohl so manchen an den Klassiker "Se7en" erinnern, zumindest in gewissen Szenen.
                  Überhaupt ist "Lake Bodom" eine Kopie einer Kopie die schon längst verwest ihren Ursprung sucht.
                  Nervöse Jump Scares, der ewig gleiche Ablauf, eine simple Geschichte zum Totschlag und nervender Soundtrack( der auch noch dreist kopiert wirkt).
                  Präsentiert als Inspirationsquelle Massenmord, das unbekannte Sperma auf dem Kopfkissenbezug.
                  Gebt euch lieber ne Ladung finnischen Metal.

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                  • George A. Romero war nie auf Twitter aber er war immer in den Herzen seiner Fans.
                    Einer meiner Lieblingsregisseure verlässt den Spielplatz der Lebenden und bettet sich zur ewigen Ruhe.
                    Ein großartiger, bodenständiger Mann mit allerhand Visionen und Herzblut.
                    Er konnte nicht immer wie er gerne wollte aber er tat es trotzdem.
                    In den nächsten Wochen werde ich mich nochmal ausgiebig mit seinen Filmen beschäftigen, um diesen Urgestein der Horrorkunst ein wenig gerecht zu werden.

                    Sein Lebenswerk ist beachtlich und wird für immer in der Geschichte eine Rolle spielen.
                    Danke George

                    "Goodbye George A Romero. We laughed through 50 years and 9 films. I will miss him. There is a light that has gone out and can't be replaced."

                    Tom Savini

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                    • über Elle

                      https://www.youtube.com/watch?v=8Ky02Lt0vqg

                      Als ich dir vergeben wollte
                      Gab sich auf dein Körper
                      Kein Abschied
                      Nur die bittere Vergangenheit

                      Verhoeven zelebriert die "Home Invasion", dringt ganz tief in die Privatsphäre vor und hinterlässt einen Scherbenhaufen innerer Dämonen.
                      Vom klassischen Krimi, bis hin zum verruchten Thriller,die prickelnde Lust, gefangen in der heißen Wollust nach Zärtlichkeit und inniger Liebe.
                      Schattenspiele im Schlafzimmer, unterdrückte Phantasie bis zum kranken Spiel Unterdrückung bzw. Unterwerfung.
                      "Elle" ist die eitrige Entzündung welche unnnachgiebig pocht, tief im Herzen, die Schlagader der Eifersucht.
                      Obsession, der Sex als Stilmittel zur Perversion einer Gesellschaft.
                      Inmitten derer sich eine Gewaltphantasie langsam zum realen Schrecken entwickelt.
                      Der schmale Grat zwischen Pressefreiheit und Verleugnung, wenn die Geschichten der Familie schaden.
                      Die Leichen unserer Liebsten, der brennende Egoismus in uns selbst.
                      "Elle" lenkt geschickt den hässlichen Blick auf andere, dieses eklige Gefühl der Selbstzufriedenheit.
                      Die kleine schmale Welt als Horiziont, gebrandmarkt im inneren Kreislauf der eigenen Selbstaufgabe.
                      Wenn wir zweifeln, versagen, kritisiert werden oder gar verletzt.
                      Über allem schwebt die Sexualität, unsere Befriedigung die sich langsam qualvoll aufstaut und in friedlich vereinter Fleischlichkeit explodiert.
                      Viel zu selten wird die Masturbation der Frau angesprochen, meist geht es nur um die Männer und ihre Playboy Wichsvorlage.
                      Verhoeven macht daraus eine stalkerische Verführung, inklusive Fernglasblick nach dem Objekt der Begierde.
                      Die Abkehr von normaler Rollenverteilung, die widersprüchliche Verhaltensweise im Angesicht der Schändung.
                      Die absolute Kälte als Mensch, das Trauma der paranoiden Wirklichkeit.
                      Wenn der Hass jegliches Gefühl einfach zerbersten lässt, wenn die unerfüllte Sehnsucht zur Krankheit wächst.
                      Kindheit verbrannt in den Trümmern der Familie, niemals war die Prägung stärker als im Elternhaus.
                      Wir sind krank und die Medizin ist infizierter Wahnsinn.

                      Verhoeven der Meister hat mal wieder seinen Zeitgeist bewiesen und seine Handschrift der Provokation.

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                      • Deathpool 11.07.2017, 23:50 Geändert 12.07.2017, 08:41

                        Wenn Tom Cruise und Annabelle Wallis aussehen als hätten sie gerade einen Orgasmus vorgetäuscht und der Bildschirm im CGI Effektgewitter untergeht, ja dann weiß man das Popcorn hat sich mal wieder gelohnt.
                        Denn das Make Up scheint die wahren Emotionen klassisch zu verdecken, schließllich sind die Darsteller nur Statisten wenn igrendwo die Scheiße explodiert.
                        Man könnte damit eine ganze Reality Show füllen und zeigen wie Schauspiel im Einklang mit der Neuzeit einfach erbärmlich lächerlich wirkt.
                        Es ist gerade deshalb schade weil "Die Mumie" in ihren besten Momenten quasi die Quintessenz der Totenbeschwörung ist.
                        Die Opfer ausgelaugt für neues Leben während das blutige Fleisch langsam zur Genesung Knochen und Sehne zusammenfügt.
                        Die kurze Leichenschändung mit Untoten die blind der Befehlsgewalt einer Nekropole folgen.
                        Götter und Unsterblichkeit sowie der Gedanke nach dem Tod, mit einer Story vernetzt welche Schema Hirntot Kino bestens bedient.
                        Klassisches Abenteuer zum abgewöhnen, das Dark Universe zeigt nur kurz die Möglichkeiten von Qualität.
                        In seinen düsteren Bildern, der Totengott verfault seine Jünger und schenkt Sterblichkeit an ihre Liebsten.

                        Bis Tom und Annabelle wieder stylisch aufgehübscht vor einer imaginären Bedrohung fliehen und dabei aussehen als hätten sie gerade den Anfängerkurs Schauspiel abgeschlossen.

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                        • Deathpool 10.07.2017, 00:13 Geändert 30.07.2017, 00:11

                          https://www.youtube.com/watch?v=GiXCote6N6s

                          Der Vampir Killer, abgehetzt, müde auf den Knochen, vernarbt durch blutige Kämpfe gegen das uralte Böse.
                          Ein Humpen für die dürstige Kehle welche verschrien im Dunkel der Nacht ihr Dasein fristet.
                          Die Tage gezählt als Reisender ohne Heimat und stolzer Angehöriger der Familie Belmont.
                          Als der Blutmond die Kirche der wahren Dämonen verdeckt und unschuldige Seelen im Feuer des Scheiterhaufens ihr Schicksal fanden.
                          Ausgelöscht durch dunkle Inquisition im Zeichen Gottes, in goldverzierten Tempeln sitzend, gebaut durch Sklaverei die in Armut versinkt.
                          Die Heerscharen der Dunkelheit lechzen nach Fleisch und ergötzen sich an den Knochen der menschlichen Rasse.
                          Wenn ihr Fürst ruft, ziehen sie mordend über das heilige geweihte Land, die Unschuldigen werden sterben durch die Fehler der Mächtigen.
                          Denn niemand wollte aufstehen als die Schreie der ihren durch die Nacht hallten, in den steinigen Fassaden verstummten und schließlich als Asche in verbrannten Trümmern endeten.
                          Die Priester narben sich an der Wollust Reichtum, die Verdammten sterben unter schwarzer Magie welche ihnen zur Last gelegt.
                          Der Fortschritt bedeutet Tod und wird immer seine Opfer fordern.
                          In den leeren Kästen heiliger Institutionen wird niemals ein Gott erscheinen aber das Böse wird dankbar die Hand der Gläubigen streicheln.
                          Gerufen durch gesegneten Massenmord treiben sie ihr Unwesen, fressen Säuglinge, töten Ehemänner, zerfleischen das Leben.

                          "Castlevania" stöbert tief in den dunklen alten Zeiten und beschwört düstere Bilder aus der NES Generation.
                          Ein Klassiker bekommt neues Leben eingehaucht und bietet noch viel Potenzial nach oben.
                          Sind es doch die Charaktere und die Geschichte dahinter welche sich noch beweisen muss.
                          4 Folgen für Fans, 4 Folgen als Kreuzzug gegen das Böse, ganz nah an der Vorlage.

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                          • Deathpool 02.07.2017, 00:00 Geändert 02.07.2017, 21:05

                            https://www.youtube.com/watch?v=4F0LKs4sYFo

                            Die Super Amazonenprinzessin von der Trauminsel, wo gerne jeder Mann mal in See stechen würde nur um dort einsam zu stranden.
                            Da schwebt so der klassische Männertraum in der karibischen Sommernacht vorbei und Wonder(bra) Woman darf endlich ihre Geschichte erzählen.
                            Zugegeben eine recht geradlinige mit dem starken Beigeschmack Liebe unter der Fahne dunkler Kapitel menschlicher Geschichte.

                            "Ich verspreche Ihnen, dieser Krieg wird der letzte sein"
                            In den Gräben die Angst, verbrannte Erde, Propagandamaschinerie und schwere Aufrüstung in der Waffenindustrie.
                            Man sammelt sich für einen grausamen Krieg, die Front getränkt durch chemische Massenvernichtung. Es gab kein vor oder zurück, das Feuer der Artillerie zermürbte jeden kampfwilligen Geist.
                            Hungerstod, Seuchen und Krankheiten wenn die Ratten an den Toten nagten, keine heroische Tat würde jemals diesen Alptraum beenden.

                            Patty Jenkins zwängt ihre Superheldin in ein Korsett der beliebigen Standardware mit der Zuckerguss Formel "Kino der Neuzeit" in Reinkultur.
                            Es gibt keine sonderlichen Höhepunkte oder gar revolutionäre Storyergüsse.
                            Die gleichen Gags, die gleichen Stereotypen, die gleiche alte Geschichte vom Guten gegen das Böse.
                            Durchaus getränkt mit Dialogen strebend nach Frieden und dem Stellenwert Nächstenliebe.
                            Ein Schlag gegen gesichtslose Befehlsgewalt sowie feigen Anschlägen unter der Flagge des Krieges.
                            Kurze Gesellschaftskritik trifft auf bombastisches Feuerwerk und traut sich nie wirklich empfindlich anzugreifen.
                            Scheinbar hat die Kombination Regisseurin und weibliche Hauptrolle bei einigen den Verstand zu sehr benetzt.
                            Wenn man bedenkt was da hineininterpretiert wurde oder sogar vielseitig gelobt, wird "Wonder Woman" diesen Verheißungen leider keinesfalls gerecht.

                            Dennoch eine ordentliche Comicverfilmung mit einer Heldin die stolz Schwert und Schild erhebt um der Gerechtigkeit genüge zu tun.
                            In den besten Momenten zweifelt "Wonder Woman" an den Menschen.
                            Das Sinnbild vom Krieg im Herzen der Menschheit, diese Frau predigt Liebe und bleibt genau deshalb so verletzlich wie auch stark.

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                            • über Okja

                              Es ist die innige und fürsorgliche Liebe zum Lebewesen im Zeitalter der Werbung und globaler Ernährung.
                              "Okja" füttert den Zuschauer mit einer bitteren Tatsache, die Industrie bist Du.
                              Der fleischige Wahn an der Theke des Vertrauens und das Vergnügen Tiere in Gefangenschaft zu beobachten.
                              Symbolisiert durch scheinheilige Massenvernetzung im digitalen Nirvana der Hirnverbrennung.
                              Überall werden wir von Werbung verfolgt, bezahlt, ausspioniert oder gar belästigt.
                              Ungefragt schaltet sie sich ein und wird für ertragreiche Beträge wieder verkauft.
                              Wer glaubt er sei dagegen immun ist ein Idiot, die Verführung ist nicht das eigentliche Ziel, denn gekauft wird immer.
                              Es ist das perfide System dahinter welches gezielt die Ausgaben verrichtet um eben den Kreislauf Geld am Leben zu erhalten.
                              In "Okja" ist es eben das Tier als Maskottchen zum Henker geführt während der Mensch sich als rosa Schwein verkleidet der Gesellschaft beugt.
                              Schließlich unterstützt durch willige Investoren und Marketing Abteilungen die ganze Herrscharen verfügbarer Mittel real werden lassen.
                              Symphatische Figuren werden erfunden, der Natur entnommen oder einfach eingekauft auf dem Markt der Promis.
                              Es ist aber nicht nur die Scheinheiligkeit der Konzerne sondern eben auch unser Verbrauch.
                              Über die Jahre erziehen wir unsere Kinder zur Big Mac Ära und lachen über Gemüse Fetischisten.
                              Skandale werden aufgebauscht aber durch den Hunger gestillt und vergessen.

                              Wenn Mija mit ihrem Okja durch die üppige Landschaft zieht verweilt kurz der Frieden.
                              Bis zu den düsteren Bildern im Spiegelbild einer Generation, wo Fleisch einfach nur Arbeit bedeutet. Wo der Mensch auswählen kann, denn der Überfluss wird nur eingegrenzt durch Armut damit die Industrie weiter existieren kann.

                              "Okja" ist quasi das riesige Buffet als Antwort auf den Hunger der Welt, niemand muss mehr verhungern denn wir haben jetzt Riesenschweine die im Ökosystem gedeihen.
                              Wie im echten Leben wo mit Bio, fettarmen oder gar besonders entwickelten Lebensmitteln auf die bewusste Ernährung umgestellt wird.
                              Marketing Deluxe wenn man endlich mal gesund essen kann, die Werbung verrichtet auch hier beste Ergebnisse.
                              Der Rest ab in die Tonne.

                              "Okja" ist ein sentimentaler überspitzter Witz der irgendwann in der Speisenröhre einfach hängen bleibt.

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                              • Deathpool 28.06.2017, 13:36 Geändert 28.06.2017, 19:24

                                https://www.youtube.com/watch?v=zaEeRkorNsI

                                Dein fahles Antlitz im kalten Licht der erdrückenden Bürokomplexe.
                                Wie viele Stunden hast du gearbeitet und wie viel davon gelebt?
                                Spürst du dieses leichte Stechen in der Brust, den kalten Schweiß auf der Stirn?
                                Ein Schluck Wasser zur Genesung, für den gemarterten Körper der täglich seine Überstunden in den koronaren Verzweigungen ablegt.
                                Für die elitäre Gesellschaft, damit man den Champagner köpfen kann, am besten unterdrückt man Armut mit Betäubung.
                                Spür noch einmal den letzten Schlag im Uhrwerk Mensch, die Geiselung an materielle Werte, im System der kapitalistischen Götter.
                                Blass fällt das Fleisch von den Knochen, es nagt an deinem Leben und du gibst dich ganz dem Glanz des Zerfalls hin.
                                Verstopfte Arterie, sie beendet was du angefangen hast.
                                Alleine Sterben für Vorgesetzte ohne ersichtliche Kompetenz, für die Geschwüre einer Gesellschaft, für die emotionslose Masse die einfach weitergeht.
                                Es endet als schwarzer Schleier der dich umhüllt für das Blutgerüst der Autorität.

                                "A Cure for Wellness" der stimmig paranoide Alptraum im Wohlfühlmodus Sanatorium.
                                Die Geräuschkulisse flüstert leise Schauermärchen in die beengten sterilen Räume einer ausgedürrten Belegschaft.
                                Klassischer Grusel inmitten der Kulisse Schweizer Alpen, verschrobenes Personal bittet zur Genesung.
                                "A Cure for Wellness" bietet ein absolut verstörendes Szenenbild, welches ganz gezielt an alte Meisterwerke anknüpft bzw. wohlig schaurige Erinnerungen weckt.
                                Der Horror im Horror verpackt als Martyrium welches wehmütig die Sterblichkeit versüßt.
                                Dieser ruhige Stil ohne Effekthascherei oder gar verschenkten Jump Scares wuchert tief in den Eingeweiden vom Genre.

                                "A Cure for Wellness" die Entspannung von überflüssger Standardware, scheint nur irgendwie nicht anzukommen.

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                                • https://www.youtube.com/watch?v=sZLTMC-BMCI

                                  Die Full Metal Bitch macht Tom Cruise ganz hart im Schritt und für sie läuft er in den Tod.
                                  Er wird überrollt, stirbt qualvoll am Seuchenblut und überschätzt seine Qualität als Romantiker.
                                  Der Engel von Verdun wird keine Gnade zeigen und Tom ständig das Gehirn durch die Schädeldecke pusten.
                                  Emily Blunt als heiße Schnitte mit nem riesigen Schwert der Vergeltung, sie schnetzelt alles nieder.
                                  Ihr Gesicht der Perfektion ziert stolz die Truppenbewegung, für einen Krieg der am Strand der Normandie heftig seinen bitteren Ausklang findet.
                                  Die Menschheit wird ausgelöscht obwohl der Krieg schon fast gewonnen wurde.
                                  Unzählige Transporter verglühen im Speerfeuer des Feindes und segeln vom Feuer geschürt gen Boden.
                                  Ganze Massen sterben wenn die Brut aus dem Boden bricht, extrem schnell vernichten sie die Rasse Mensch.

                                  Dieser Kampf ist verloren und nur Tom weiß wie man ihn aufhalten kann.
                                  Denn er weiß wie man sich als Murmeltier der Zeit fühlt.
                                  Geschmackvoll rollt er sich unter Räder, bricht sich das Rückrat und rettet Kameraden um selbst zerquetscht zu werden.
                                  Ein echter Gentleman eben, da kann sich manch protzige Eiweißtüte gerne ne Scheibe von abschneiden.
                                  Tom weiß eben zu unterhalten, genau wie Doug Liman das richtige Gespür für den Tod hat.
                                  Effektvoll kracht die Crew in den Boden, die Schlacht tobt unbarmherzig und der Feind kontrolliert alles.
                                  Kurze Romantik Schüsse ins Herz bevor man elendig krepiert und zuckend seine Traumfrau spürt.

                                  Science-Fiction in Reinkultur welche unglaublich charmant den Stoff aufbereitet und fanatisch alles ausräuchert.

                                  "Edge of Tomorrow" feiert sich selbst und das Genre.

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                                  • Deathpool 18.06.2017, 00:30 Geändert 18.06.2017, 00:33

                                    Battle Royal für Call Center Agents die im "seriösen" Unternehmen Scheiße verkaufen und unterbezahlt vor dem Chef niederknien.
                                    Die kapitalistische Made gefangen im System und ausgebeutet für Geld welches niemals auf dem eigenen Konto landen wird.
                                    Die Bürokratie der Scheinheiligkeit, der Massenmord im Herdentum schöner Ideale.
                                    "Das Belko Experiment" ist pures Genre Kino in der Blutlache einer ausgeweideten Story.
                                    Klischee Charaktere im Zwiespalt mit der Feueraxt, da wird hemmungslos rumgerotzt bis die sterilen Wände blutverseucht wegschimmeln.
                                    Dahinter der perfide Witz Experiment als Glockenschlag zum bereitwilligen Töten.
                                    Wenn kleine Bürofotzen sich schlachten und der eigentliche Twist einfach im Nirgendwo verpufft.
                                    "Cube" war ein starker Beitrag, "Battle Royal" die Zerstörung Generation, "Das Belko Experiment" ist leider nur der Tropfen auf kalte erstarrte Leichen.

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                                    • https://www.youtube.com/watch?v=gWhaBH0d7zY

                                      Ein verschwitzter Road Trip der im Staub der Straße tiefste Sehnsucht atmet.
                                      Sehnsucht nach Ruhe und Frieden, geführt durch den milden Sommerwind der dich in den Schlaf treibt.
                                      Die Trunkenheit im heißen Klima, wenn das kühle Bier deine Kehle runterrinnt und die Sonne im letzten Duell am Horizont verschwindet.
                                      "Hell or High Water" ist zugleich Hommage wie auch Untergang, denn das eigentliche Duell wird niemals ausgetragen.
                                      Der Ruhestand nagt an den Seelen die sich leichtgläubig und voller Habgier an anderen bereichern.
                                      Mit der Waffe wird genommen was den Armen gehört, die Reichen bezahlt mit dem Geld aus ihren Taschen.
                                      Geboren in Armut, treibt dich die Verzweiflung und das Überleben in den Wahnsinn Mord.
                                      Im öligen Glanz einer ganzen Generation die erst unterdrückt als Sklaven gehalten.
                                      Die sich später selbst beraubt und letzlich die nachfolgende Generation aussaugt.
                                      Die bittere Lüge am Kunden der Bank, durch Werbung und die Allmacht Geld gelockt.Das Versprechen nach Reichtum schluckt unzählige Opfer.

                                      Unglaublich staubig in den verlorenen Städten einer Großmacht.
                                      Die Waffe als Gift für den Körper, der Schock wenn du verblutest, die Sekunden im Angesicht des Todes.
                                      Die Bäume wiegen friedlich in der Abendluft, du trinkst dein Bier, denkst nach über dein Leben.
                                      Als deine Familie wichtiger wurde als alles was du jemals geliebt.

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                                      • Deathpool 03.06.2017, 00:08 Geändert 03.06.2017, 00:53
                                        über Life

                                        "Life" ist purer Science Fiction Horror der gekonnt die Stille des Weltalls und den vermeintlichen Frieden darin einfängt.
                                        Neben klaustrophobischer Fahrstuhl Panik und grenzenloser Leichtigkeit bahnt sich die Natur einen Weg um Sauerstoff zu schmecken.
                                        Für Hobby Nörgler die gerne auf (vermeintliche)Filmfehler mastubieren ein gefundenes Fressen.
                                        Da geben sich auch die Genre Nullnummern gerne die Ehre um letzlich angeekelt der Liebsten auf den Schoß zu kotzen.
                                        Diese vor Männlichkeit strotzende glattrasierte Popcorn verschlingende Fleischware der Güteklasse "Hirnschimmel"
                                        Oh fuck ich dachte jenes wäre ne Romanze, wo ist der Schweiger wenn man ihn braucht.
                                        Im Vulvakrieg ist jedes Mittel recht wenn man sein Sperma unbedingt mal wieder nicht in die Hände reiben will.
                                        Wahrscheinlich ist das Genre "Pornhub" besser bekannt.

                                        Edit: Ähnlich wie bei "Passengers" absolut grausig musikalischer Ausklang.
                                        Für "Ich schlürfe meine Spucke aus der Cola Abspann Sitzer" ein wahres
                                        Fest der Sinne. Man fühlt sich als hätte man gerade den Saal gewechselt.
                                        Teleportation confirmed

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                                        • Deathpool 28.05.2017, 00:02 Geändert 28.05.2017, 00:05

                                          https://www.youtube.com/watch?v=PK72spOjW1o

                                          Feines Tribut im spielfreudigen Metalgewand, von der (alten) Leidenschaft Metallica bis zum Thrash Massaker Slayer und der düsteren Liebe nach echter Handwerkskunst.
                                          Da wo die Farbe noch innige Liebe erfährt und tief schwarze Cover den reichlich bedeckten Tisch von Opa verzieren.
                                          Da schwelgt die Nostalgie zu höllischen Ausgeburten die auf dem Stuhl der Selbstgerechten göttliche Verbrennung erfahren, als Schalter umgelegt geführt durch menschliche Hand.
                                          All die verblassten T- Shirts, schweißdurchtränkt in der Hitze einer Sommernacht als die Bühne dein Leben war.
                                          Wenn "Devil's Candy" seinen Score mit brachialen Metalklängen vermischt ebnet er den wahren Horror und zeigt abscheulich melancholische Bilder.
                                          Es war schon immer ein besonderes Erlebnis die Metalcover der Lieblingsplatten zu betrachten. Dieses Gefühl wenn das knarzende Geräusch der Schallplatte mit dem Cover zu einem ganzen verschmilzt.Wenn Texte, Symbolik, Farbe und Gedanken im bekiffften Blutrausch deine Synapsen vergewaltigen.
                                          "Devil's Candy " verbindet gezielt alte Klischees aus der Szene während das ultimative Böse in Form von verbrannten Fleisch seinen Weg zu Asche formt.
                                          Der unsichtbare Gott im Herzen der Menschen welcher Mord und Totschlag bringt, die Geisel der Menschheit will niemals sterben.
                                          Der berühmte Satansgruß wird Wirklichkeit, nistet sich in von Gier verschlungene Herzen und frisst die Unschuld im Dunkel der Nacht.
                                          Zerstückelt als Ausrede für die Krankheit einer Gesellschaft unter dem Deckmantel satanischer Übernahme und dämonischer Urkraft die alles verschlingt.

                                          "Devil's Candy" wischt subtil den Boden mit fanatischen Fanritualen und atmet einfach nur die Musik.
                                          Zerstörung von Gott und den Menschen, die Fabelfigur des Bösen ist nur ein Märchen.
                                          Dunkelheit im Herzen vergräbt Kinderleichen, wilder Moshpit fegt über den Friedhof der Verbrannten und Stummen.

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                                          • https://www.youtube.com/watch?v=908WW9dSfLM

                                            Bestialische auf den Urinstinkt präparierte Leichnamschändung mit anschließend nekrotisch suppig faulender Ausscheidung der Darmflora.
                                            Eli Roth hat seine schmierigen Hände schon an so manches Material gelegt, hier aber zeigt sich seine Grundprämisse welche ganz schnell Richtung Hirnfick dreht.
                                            Genial wie er auf seine eigene kunstvolle Gewalt mastubiert und damit so manch perverse Neigung dem Zuschauer in die Fresse knallt.
                                            In seiner ersten Schlachtung pumpt der Herzschlag so heftig dass man spürbar am blutigen Nabel lutscht der uns einst genährt hat.
                                            Öko Hippies treffen auf die pure Natur welche erbarmungslos ihren Hunger stillt und die Knochen der Unschuldigen knacken im Geäst.
                                            Ohne Kompromisse werden Augen verspeist, der Körper langsam zerstückelt,dem dürstigen Fleischwolf ist es egal welche Lebensform gerade seinen Speiseplan bedient.
                                            Kümmerliche Fetzen erinnern an einen Menschen, das Dorf gesäumt von Zerfall und knochigen Fratzen der Angst.
                                            Roth zelebriert den Regenwald als gefährliches Territorium wo man nicht mal in Ruhe pinkeln kann ohne dass einem der Schwanz abgebissen wird.
                                            In all seiner Grausamkeit findet er aber dennoch den Diarrhömoment, wo in Angesicht der Angst einfach der ganze Dschungel vollgeschissen den Amazonas runterläuft.
                                            Da müssen selbst die Ureinwohner mal kurz innehalten damit sie nicht vor Freude selbst in die Hose nässen.
                                            Nebenbei gibt es ne fette Weedparty, nackte Körper und natürlich die obligatorische Rettungsmissionen ohne Verstand.
                                            Fühlt sich an wie der Absturz am Anfang, man dreht sich unaufhaltbar im Kreis und plötzlich fliegt dir Kotze ins Gesicht.

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                                            • https://www.youtube.com/watch?v=aPa6c109rvo

                                              Wieder tut sich ein Abgrund auf, die Worte sensible Fetzen im Angesicht der Angst.
                                              Der Score geht tief unter die Haut, die Charaktere atmen in diesen Sekunden pure Emotion.Der Zuschauer krallt die Fingernägel tief in die Furchen der gemütlichen Sitzheimat.
                                              Es ist ganz still in der Wohnung, auf den Wangen rinnt ein feuchtes Zergehen, die Freude breitet sich wohlwollend im Herzen aus.

                                              The Leftovers Staffel 2, die Wiederkehr und Irrfahrt im Land der Verschwundenen,die Momente wenn Familie einfach zerbricht, die Religion genüsslich versinnbildlicht, das Mysterium schwebt unheilvoll über allem und ist dennoch so weit entfernt.
                                              "The Leftovers" ist vielleicht die Serie die mich am meisten mitgenommen, aufgefangen und zerrüttet hat.
                                              Ein schleichendes Gift als Kunstform getarnt, wenn sich alles zusammenfügt, wenn alles auseinanderbricht.

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                                              • über Get Out

                                                https://www.youtube.com/watch?v=Kp7eSUU9oy8
                                                (Wie gutes Weed im Sommer)

                                                Extrem verspielter leicht paranoid getränkter Alptraum der genüsslich durch verschiedene filmische Grenzwerte springt.
                                                Ein lähmender Angriff welcher gezielt seine Bildsprache nutzt um nette Querverweise aufzufahren oder einfach die herkömmliche Erwartungshaltung unterdrückt.
                                                Die humorvolle Aufbereitung zwischen Ghetto Faust und spießbürgerlichen Handschlag, die unangenehme Verschwiegenheit im Angesicht der eigenen Werte.
                                                Zwischen Slasher Einschlag(Run Rabbit) und pointierter Gemeinheit die biedere Gesellschaft der Selbstgerechten aufzuweichen.
                                                "Get Out" verliert aber nie seinen Sinn die Charaktere und deren Umfeld ernst zu nehmen.
                                                Bis zum schweißgetränkten wie auch blutbesudelten Finale vergeht viel Zeit, die zunehmend unheilvoll auf Rasse und Herkunft pocht.
                                                Auf verdrehte Werte einer scheinbar angepassten Sitte, dieses Allwissen bezüglich einer ganzen Kultur und deren Menschen.
                                                Dennoch versteht es "Get Out" bestens sich niemals dieser infantilen Gemeinschaft hinzugeben, er tritt dem Publikum lieber nochmal ins Gesicht und überrascht damit auch eingefleischte Gernefans.
                                                Es macht einfach unglaublichen Spaß diesen Film zu entdecken und zu verstehen, denn hinter der relativ simplen Fassade steckt viel Subtext.
                                                Aber auch ohne diesen kleinen alltäglichen Wahnsinn der Zermürbung und Frustration ist "Get Out" ein fantastischer Film geworden.
                                                Seine Skills im Jump Scare sind fiese Bastarde die nachhaltig verstören,seine Bilder im hypnotischen Wahn einfach fesselnd.

                                                "Get Out" ist wie schwarzer Schimmel in der Wohnung, er sollte auf jeden Fall Beachtung und säuberliche Konzentration erfordern.
                                                Die Schwiegereltern werden sich sicher darüber freuen.

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                                                • Deathpool 04.05.2017, 02:30 Geändert 04.05.2017, 02:34

                                                  https://www.youtube.com/watch?v=_eHVY7PE23k

                                                  Plötzlich wurde alles still, der Kreis des Lebens schließt sich, das stumme Gefühl der Einsamkeit tritt in die Tür.
                                                  Der Verlust grausam gezeichnet in die Gesichter der Hinterbliebenen.

                                                  "The Leftovers" verschleiert indirekt sein Geheimnis, wühlt in Zitaten der Bibel und erklingt poetisch an den Pforten zum Himmel.
                                                  Der eigentliche Schrecken liegt nicht im mysteriösen Verschwinden geliebter Menschen sondern gräbt tief unter der Oberfläche.
                                                  Die trügerische Idylle einer Kleinstadt bekommt nach und nach Risse, Bilder verschwinden aus den Häusern.
                                                  Die Bewohner kämpfen mit sich selbst und der sinnlosen Gesellschaft, denn wo liegt die Bestimmung wenn all das was man liebt einfach fort geht?
                                                  Wo liegt der Ursprung, das Weitermachen, die Zukunft?

                                                  In den Augen der Befreiung, in der Familie ruht tiefes Gut zur Erlösung.
                                                  Gejagt von den Schatten der Vergangenheit breitet sich "The Leftovers" unaufhaltsam aus. Folge 9 ist ein emotionales Meisterstück wie eben Folge 5 ein brachiales Monster der Gewalt.
                                                  Wenn der Soundtrack erklingt und die Figuren verloren im Nebel des Verstandes schweifen erfährt man höchste Serienkunst.

                                                  Der Ausklang im brennenden Inferno schürt mutige Augen zur Hoffnung.
                                                  Der Sektenkult als Staffelfinale ist die Ausgeburt im Wahnsinn der Menschheit.
                                                  Meine Freude gilt der 2 Staffel, denn diese Serie hat sich jetzt schon in mein Herz gebombt.

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                                                  • Deathpool 30.04.2017, 01:00 Geändert 30.04.2017, 01:31

                                                    https://www.youtube.com/watch?v=FyigocDizTI

                                                    Fleischiger Aufguss der alptraumhaft die Bastion der schwarzen Wolken beschwört bzw. zelebriert.
                                                    Der geneigte Horror-Nerd wird hier sein feuchtes Höschen ausringen und freudig die klebrigen Pizza Finger zur Masturbation ansetzen.
                                                    Dieses Okkulte Gebilde verweist auf zahlreiche Klassiker im Genre und erinnert zusätzlich an die kreativen Auswüchse eines Shinji Mikami.
                                                    Der Blutzoll treibt den Querschnitt zur Schamhaargrenze und das Gekröse der Nachtgeburt sprengt die Grenzen zur Realität.
                                                    Mit einem Schlag brennt der Durst nach Schleim hässliche Löcher in fleischige Hüllen, ein echtes Fest im Beat der Gore-Armee.
                                                    So wächst die unsichtbare Macht der Perversion und die Gebilde sind erschreckende Totgeburten im Zeichen des Zerfalls.
                                                    Wo Leben und Endlichkeit verschmilzt ist kein Platz für Blümchensex, da werden Hippies einfach mit der Schrotflinte penetriert.

                                                    "The Void" ist liebevoll gemeint und sicher auch ein spaßiges Fest für Retro Lutscher aber leider auch ohne eigenen Spirit.
                                                    Das Kreative ruht auf alten Wichsvorlagen die schon damals gezielt das Fleisch geschlachtet und transformiert haben.
                                                    Auch wenn der Schluss "The Beyond" ähnelt oder eine gewisse Szene das Flair von "Woodoo" atmet, es bleibt ein fader Beigeschmack.
                                                    Da helfen auch die anderen Anleihen nicht wenn Figuren und Story im Fahrwasser des Todes immer weiter absinken.

                                                    "The Void" ist sicher eine Enttäuschung auf hohen Niveau aber eben noch immer ein hässlicher Absacker der gut 20 Jahre zu spät erscheint.

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