Dirk Lüneberg - Dirk Lünebergs Kommentare zu Filmen

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Dirk Lüneberg
zum Artikel The Dark Knight Rises vor Harry Potter & erstes Teaser-Poster

Ein deutscher Starttermin steht sehr wohl fest: Es ist der 19. Juli 2012.

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freakingmuse

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Kannst du mir sagen, woher du ihn hast? Ich hab die IMDB gecheckt und da gibt es jede Menge Termine, aber keinen für Good Old Germany.

Wenn es eine verlässliche Quelle ist, füge ich es gleich ein :)


Dirk Lüneberg
über Drei

8.5Ausgezeichnet

Tom Tykwer hat hier eine wunderschön fotografierte, zeitgeistig und kraftvoll inszenierte, zugleich nicht eben konventionelle Beziehungsutopie gestrickt, in der Adam wie ein Katalysator die geheimen Wünsche, unterdrückten Triebe und Gelüste des Pärchens freilegt. Der Berliner Regisseur versteht es grandios, dies alles ebenso anspielungsreich und auf hohem intellektuellem Niveau wie auch locker und leichtfüßig zu erzählen. Nur gegen Ende verzettelt er sich ein wenig, sodass es seinem Film nicht geschadet hätte, wäre er zehn Minuten kürzer geworden. Wem all dies zu kompliziert erscheint, der kann „Drei“ auch einfach nur als das begreifen, was es noch dazu ist – ganz großes Schauspielkino!

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Dirk Lüneberg
über Von Menschen und Göttern

8.0Ausgezeichnet

Obwohl es von seiner heiklen Thematik und seiner westlich-christlichen Perspektive her schnell arrogant und provokant wirken kann, ist dieses anrührende Werk eher ein eindrucksvolles Plädoyer für praktisch gelebte Nächstenliebe geworden, dem zudem das Kunststück gelingt, den Zuschauer in die asketische Lebenswelt der Mönche vollkommen eintauchen zu lassen. Besinnlich erzähltes, hervorragend gespieltes und zutiefst bewegendes Drama, das zum Ende hin lediglich seinem Hang zum Pathos etwas zu sehr nachgibt.

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Dirk Lüneberg
über Vater Morgana

3.5Schwach

Dass Regisseur Till Endemann, der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, noch über wenig Erfahrung mit dem komischen Genre verfügt, wird hier mehr als offensichtlich: Grausige Gags in Tateinheit mit schlechten Sprüchen und einem miesen Timing bilden zusammen die Markenzeichen dieses seltendämlichen Kinoquatsches. Hinzu kommt, dass Endemanns erstaunlich prominent besetzte Komödie wirkt, als sei sie in den Neunzigern entstanden, wo einige seiner Einfälle vielleicht noch als komisch durchgegangen wären. Selbst Schauspielurgestein Michael Gwisdek kann einem als gequälter und tragikomischer Hampelmann auf Speed nur Leid tun. Für den einzigen Lichtblick sorgt dann auch Felicitas Woll, die mit einer geerdeten und souveränen Leistung über all diesem leider alles andere als komischen Unsinn förmlich zu schweben scheint.

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Dirk Lüneberg
über Rapunzel - Neu verföhnt

7.5Sehenswert

Bei diesem schwungvoll erzählten Trickfilm handelt es sich um den fünfzigsten aus dem Hause Disney. Und dass dieser in 3D produziert wurde, macht durchaus Sinn. Die zusätzliche Dimension wurde hier nicht alles erschlagend und übermäßig dominant eingesetzt, liefert an einigen Stellen aber einen netten visuellen Mehrwert. Die in die Story eingeflochtenen und von den wichtigsten Protagonisten vorgetragenen Gesangseinlagen wirken dagegen stets etwas bemüht und viel zu altmodisch, was nicht nur an den hölzernen deutschen Texten liegt, auch den Liedern an sich mangelt es an Ohrwurmqualitäten. Die Stars dieses frechen Animationsabenteuers, dem die Balance zwischen altertümlichem Märchen und rasanter Actionkomödie wunderbar gelingt, sind deshalb auch die Figuren. Dies reicht von den so beliebten, da für den Humor zuständigen Sidekicks bis hin zu der bezaubernd und anmutig animierten Rapunzel, die sich überzeugend vom braven Turmfräulein mit Putz- und Backfimmel zur abenteuerlustigen Amazone wandelt.

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Dirk Lüneberg
über Nowhere Boy

7.5Sehenswert

Sam Taylor-Wood zeichnet hier das intensive Porträt eines jugendlichen Rebellen, der hin- und hergerissen ist zwischen seiner Tante und seiner Mutter, sich aber nirgends richtig willkommen oder heimisch fühlen kann und sich so im Niemandsland des Nichtgeliebt- und verstandenwerdens wiederfindet. Gleichzeitig ist der junge John auf der Suche nach der Wahrheit. Er will unbedingt erfahren, warum ihn seine Mutter als kleinen Jungen verlassen und ihn ihrer Schwester überlassen hat. Dass dieser John Lennon später einmal ein großer Musiker werden wird, kann man hier allenfalls erahnen, da wirkt Paul McCartney, den Lennon bereits als Jugendlicher kennen lernte, viel abgeklärter, zielstrebiger und auch talentierter. Ein wenig erzählt der über eine durchweg erstklassige Besetzung verfügende Film also auch über die Anfänge der Beatles, doch im wesentlichen geht es hier um das nicht ganz einfache Erwachsenwerden eines jungen Mannes.

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Dirk Lüneberg
über Home for Christmas

3.5Schwach

Dre norwegische Regisseur Bent Hamer, der auch das Drehbuch geschrieben hat, verknüpft seine einzelnen Episoden nur ansatzweise miteinander und versammelt dazu ein leicht skurriles Ensemble von Einsamen, Verzweifelten und Getriebenen vor seiner Kamera, wie man es aus skandinavischen Filmen mittlerweile gewohnt ist. Leider kommt seine viel zu harmlose Sammlung großer und kleinerer Dramen nie so richtig in Gang, die Figuren und ihre Geschichten bleiben zumeist uninteressant und austauschbar. Lediglich in der Episode um einen von seiner Frau geschiedenen und seiner Familie getrennt lebenden Vater, der die Weihnachtsgeschenke für die Kinder, auch wenn seine Ex-Frau Weihnachten mit ihrem neuen Freund feiert, unbedingt persönlich vorbeibringen möchte und dazu schon einen ausgeklügelten Plan hat, blitzt ein wenig von Hamers schwarzem Humor auf, für den er von seinen Fans so geliebt wird. Der Rest seines Films wirkt jedoch wie ein unausgereifter Schnellschuss, dem zudem größtenteils leider auch noch alles Weihnachtliche oder Märchenhaft-Magische abgeht.

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Dirk Lüneberg
über Cyrus

6.0Ganz gut

Die Idee hinter dieser leichtfüßigen Dreiecksgeschichte über ein Trio, das das Loslassen erst noch lernen muss, kann durchaus überzeugen. Auch die Figuren funktionieren lebensecht und die Situationen, in die diese geraten, sind überwiegend originell und amüsant. Wenn man nach dem sehr beliebigen und leider etwas enttäuschenden Ende jedoch das Kino verlässt, wird man den Eindruck nicht los, dass das inhaltliche Konfliktpotenzial dieser leisen Dramödie nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

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Dirk Lüneberg
über Bon Appétit

4.0Uninteressant

Im Gegensatz zum Ensemble vor der Kamera vermag die überraschungsarme und mühsam zusammengedichte Geschichte nie so recht zu überzeugen. Nur selten entwickelt sie den für das Genre so unablässigen, romantischen Charme, ihre Konflikte wirken konstruiert und beschwerlich schleppt sie sich ihrem Ende entgegen. Auch der Versuch, die drei Koproduktionsländer mit Schauplätzen in die Story zu integrieren, hat stets etwas Gewolltes. Letztlich ist es die gewohnt raue Herzlichkeit von Nora Tschirner, die dafür sorgt, dass man dieser auf Englisch gedrehten und leider etwas unbeholfen nachsynchronisierten Euro-Romanze wenigstens noch ein Minimum an Interesse entgegenzubringen bereit ist.

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Dirk Lüneberg
über The Kids Are All Right

9.0Herausragend

Gelegenheitsregisseurin Lisa Cholodenko, die bereits mit dem ebenfalls topbesetzten „Laurel Canyon“ sowie ihrem Erstling „High Art“ mühelos überzeugen konnte, gelingt dies auch hier auf eine spielerische Weise. Sommerlich leicht hat sie diese Milieustudie einer liberalen und ökologisch korrekten Bio-Familie auf die Leinwand getupft, sich als Autorin zuvor ebenso kluge wie witzige Dialoge und Situationen ausgedacht und so einen unkomplizierten Film über das komplizierte Familienmiteinander gedreht.

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Dirk Lüneberg
über Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1

8.0Ausgezeichnet

Während des Sehens dieses Films fällt einem eins sofort auf: Merkte man allen bisherigen Potter-Abenteuern an, dass sie Mühe hatten, die jeweils vielen hundert Seiten der Buchvorlage auf die Leinwand zu bringen und deshalb immer ein wenig gehetzt wirkten, ist hier das Gegenteil der Fall. Noch nie ging es in einem Film der Reihe so entspannt zu, wurde sich so viel Zeit genommen für das Innenleben der Figuren und ihrer Konflikte miteinander. So haben hier auch die drei Hauptdarsteller erstmals die Möglichkeit, etwas mehr von ihrem Können zu zeigen.
Und mit dem Heranwachsen der Protagonisten werden auch die Filme immer erwachsener und verlieren viel vom Zauberhaft-Magischen, das die früheren Werke noch auszeichnete. Aus dem einst so strahlenden und unbekümmerten Harry Potter ist ein grüblerischer und auch schon mal schlecht gelaunter Nachwuchszauberer geworden. Und auch auf Quidditch-Turniere oder ähnlich kindliche Vergnügungen wartet man hier vergeblich, der Ernst des Lebens hat nun endgültig Einzug ins Potter-Universum erhalten.
Damit einhergeht, dass der Grundton des aktuellen Films extrem düster ist und dies auf eine durchaus real erscheinende, bedrückende Weise. Das von den bösen Kräften um Lord Voldemort kontrollierte Zauberministerium wird zu einem üblen Behördenmoloch stilisiert, der die Angst vor den Muggels unter den Zauberern schürt und Jagd auf Andersdenkende macht. Dass es sich dabei um die Anfänge eines bedrohlichen, faschistischen Regimes handelt, ist von der propagierten Ideologie bis hin zu den schwarzen Uniformen der Polizeichargen mehr als offensichtlich. So zählt dieses von David Yates, der bereits für zwei der vorangegangenen Verfilmungen verantwortlich zeichnete, inszenierte Potter-Abenteuer zweifelsfrei zu den bisher stärksten und ruhigsten, zugleich für kleinere Kinder am wenigsten geeignete.

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stuforcedyou

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Pssst ... David Yates, nicht Peter.


Dirk Lüneberg

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Danke, schon geändert.


Dirk Lüneberg
über Einfach zu haben

9.0Herausragend

Wenn sich solch hochkarätige Namen wie Patricia Clarkson, Stanley Tucci, Lisa Kudrow oder Malcolm McDowell auf der Besetzungsliste einer Highschoolkomödie finden, dann ist dies ein unzweifelhafter Hinweis darauf, dass man auch als Erwachsener noch seinen Spaß hat. Und so ist es auch: Will Gluck stehen hier knackig-komische Dialoge im Überfluss zur Verfügung und deshalb kann er auch auf jegliche Abstecher in Richtung Humor des schlechten Geschmacks locker verzichten. Dazu kommt Neuentdeckung Emma Stone, die als Highschool-Femme-Fatale schlichtweg eine Wucht ist und zudem mit ihrer sexy-rauchigen Stimme besticht. Darum bitte diese durchweg witzige, böse-bissige und intelligente Komödie, an der auch John Hughes seine Freude gehabt hätte, unbedingt im Original angucken!

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Dirk Lüneberg
über Umständlich verliebt

7.0Sehenswert

Jennifer Aniston ist als Single-Mutter und sexy Objekt der Begierde charmant wie immer in solchen, gänzlich auf sie zugeschnittenen Rollen. Und auch der ewige Nebendarsteller Jason Bateman überzeugt hier in der männlichen Hauptrolle mit leicht nerdigem Einschlag. Ein bestens aufgelegter Jeff Goldblum als Wallys väterlicher Boss und bester Freund sowie Juliette Lewis als Kassies beste Freundin komplettieren das spielfreudige Ensemble. Und dafür, dass es sich um eine romantische Komödie mit absehbarem Pärchen-Happyend handelt, ist die Story sogar recht originell ausgefallen, was man von dem etwas unglücklichen deutschen Titel leider nicht behaupten kann.

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Dirk Lüneberg
über Der letzte schöne Herbsttag

7.0Sehenswert

Das Ganze ist manchmal banal, meistens komisch, jedoch jederzeit überzeugend. So wirkt Westhoffs Film wie aus dem wahren Leben gegriffen und ist – auch wenn man es kaum glauben mag – sogar durchweg unterhaltsam. Mit Julia Koschitz als Claire und Felix Hellmann als Leo hat er zwei erstklassige Schauspieler aufzubieten, die man beide bereits aus „Shoppen“ kennt und die gemeinsam das Herzstück dieser locker-leichten Moderner-Mann-trifft-moderne-Frau-Komödie formen. Ein Problem könnte sich dem Zuschauer jedoch auftun: Sind einem eine oder sogar beide der Hauptfiguren unsympathisch, wird man im Kino keine Freude haben.

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Dirk Lüneberg
über Buried - Lebend begraben

8.0Ausgezeichnet

Erstaunlicherweise gelingt es diesem minimalistischem Plot, einen über anderthalb Stunden im Kinosessel zu fesseln – und das gänzlich ohne 3D- oder sonstige Spezialeffekte. Was nicht zuletzt daran liegt, dass in dieses clever konstruierte Kammerspiel noch ein Wettlauf gegen die Zeit eingebaut wurde, denn Paul droht nach 90 Minuten der Sauerstoff auszugehen. Zwar wirkt das Echtzeitszenario an einigen Stellen inhaltlich nicht sonderlich glaubwürdig (Warum wurde Paul aufwändig in einem Holzsarg begraben und nicht einfach so verschart? Wo kommen all die nützlichen Dinge in seinen Sarg her?). Trotzdem kann dieser auch visuell durchaus ansprechende Klaustrophobie-Thriller, in dem Ryan Reynolds („Selbst ist die Braut“) eine beeindruckende One-Man-Show im Liegen abliefert, uneingeschränkt empfohlen werden. Zumindest all jenen, die keine Klaustrophobiker sind.

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Narrisch

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Wieder mal ein Paradebeispiel dafür das man Filmkritiker die nicht selbst Filmemacher oder zumindest im Detail mit Technologien vertraut sind nicht Ernst nehmen kann.
Zitat: "und das gänzlich ohne 3D- oder sonstige Spezialeffekte"
Der Film ist voller Spezialeffekte, beispielsweise die Schlange, die ist 3D, was man nicht auf Anhieb sieht, da gut gemacht.


Dirk Lüneberg
über Carlos - Der Schakal

8.0Ausgezeichnet

Das erstklassige Ensemble um einen durch und durch grandiosen Édgar Ramirez in der Titelrolle wird von deutscher Seite in nicht minder überzeugenden Leistungen komplettiert von Nora von Waldstätten („Parkour“) als Carlos deutsche Ehefrau und Alexander Scheer als sein Weggefährte (um nur die beiden wichtigsten zu nennen). Regisseur Olivier Assayas ist hier ein elektrisierendes und detailbesessenes Meisterwerk gelungen, das das komplexe Universum des Carlos als ein Mann der Aktion und nicht der Worte mit all seinen Widersprüchen transparent und für den Zuschauer erfahrbar macht. Gegen Ende der fünfeinhalb Stunden Version schleicht sich jedoch ein wenig der Wiederholungseffekt ein und entsprechend lässt auch das Interesse an Carlos und seinen doch immer irgendwie ähnlichen Terroraktionen nach. Trotzdem sei dem am Thema Interessierten die Langversion empfohlen, die es tatsächlich schafft, durchgängig zu fesseln und bestens zu unterhalten, während alle anderen auch mit der Kurzfassung noch gut bedient werden.

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Dirk Lüneberg
über Machete

8.5Ausgezeichnet

Robert Rodriguez macht hier erneut das, was er am besten kann, und liefert eine mehr als gelungene Genre-Arbeit ab. Ganz nebenbei übt er in seinem mit spektakulären Einfällen gespickten Actionkracher noch kämpferisch Kritik an der rigiden Einwanderungspolitik der USA. Und dass Rodriguez in Hollywood über hohes Ansehen und beste Kontakte verfügt, kann man auch an der Besetzungsliste dieses sich selbst nicht ganz ernst nehmenden, aber durchaus ernsthaften Kinospaßes ablesen: Wer sonst könnte wohl Robert de Niro, „Miami Vice“-Star Don Johnson und Action-Legende Steven Seagal mit so angesagten Ladies wie Jessica Alba und Michelle Rodriguez vor der Kamera vereinen und dazu noch Skandalnudel Lindsay Lohan zu einem selbstironischen und halbnackten Gastauftritt überreden?

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Dirk Lüneberg
über In ihren Augen

8.5Ausgezeichnet

Klug verschachtelt breitet Regisseur Juan José Campanella sein sich über mehrere Jahrzehnte erstreckendes und mit Anleihen beim Film Noir gespicktes Porträt eines hartnäckigen Polizeibeamten aus. Hier wirkt nichts aufgesetzt oder künstlich, vielmehr lässt Campanella seine verschiedenen Erzählstränge auf organische Weise miteinander verwachsen. In dieses packende Konstrukt flechtet er noch einige politische Anspielungen, die zeigen sollen, dass im prädiktatorischen Argentinien bis Mitte der 1970er Jahre der Boden schon fruchtbar war, aus dem heraus dann 1976 das Regime von Jorge Rafale Videla furchtbare Grausamkeiten an seinen politischen Gegnern und Studenten begehen konnte.
Mit Ricardo Darín hat der Regisseur zudem einen grandiosen Hauptdarsteller gefunden, der eine lässige Souveränität und Ruhe ausstrahlt und diesen sorgsam erzählten Filmkrimi mühelos trägt. In satten Farben durchdacht fotografiertes und in seiner Summe ganz großes Kino aus Argentinien, das als Land in den vergangenen Jahren immer wieder mit kleinen, aber feinen Filmperlen wie dieser zu überraschen wusste.

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Dirk Lüneberg
über R.E.D. - Älter, härter, besser

6.0Ganz gut

Der deutsche Regisseur Robert Schwentke, der seit Filmen wie „Flightplan“ oder „Die Frau des Zeitreisenden“ in Hollywood bestens etabliert ist, inszeniert diese Comicverfilmung ebenso lässig wie knallhart und mit deutlichem Spaß bei der Arbeit. Den hatten offensichtlich auch seine fünf nicht mehr ganz taufrischen Hauptdarsteller, die dann zugleich auch den eigentlichen Grund für einen Kinobesuch darstellen. Nach einem ebenso actiongeladenen wie humorvollen Auftakt geht diesem allzu löchrigen Plot nach der Hälfte nämlich die Luft aus und er schleppt sich unfitter als seine vier Pensionärsprotagonisten einem nicht wirklich überzeugenden Ende entgegen.

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Dirk Lüneberg
über Wall Street 2: Geld schläft nicht

5.5Geht so

Dass Oliver Stone die Kunst des ebenso geschmeidigen wie distinguierten Erzählens beherrscht, merkt man, sobald die ersten Bilder über die Leinwand flimmern. Man wird sofort hineingezogen in die Geschichte und zeigt Interesse an den Figuren, die zudem äußerst liebevoll und passend bis in die kleinste Nebenrolle besetzt sind. Dies geht auch eine ganze Weile gut und Stone schafft es sogar, einem die komplexen Zusammenhänge des Finanzmarktes und wie dieser in die Krise schlitterte zu erklären (wenngleich dies auch immer etwas Bemühtes hat).
Doch irgendwann entwickelt sich das Ganze dann doch zu einer reichlich zähen und lauen Angelegenheit. Stone will nämlich neben dem Finanz- auch noch ein Familiendrama erzählen, an dem man als Zuschauer jedoch sehr bald das Interesse verliert und das seinem Film zudem ein völlig unpassendes und wenig glaubwürdiges, da süßlich-kitschiges Ende verpasst. Zugleich gelangt man als Zuschauer an einen Punkt, an dem man einfach nichts mehr sehen und hören möchte von diesem Bankergeschwätz und –gehabe. Vielleicht liegt dies aber auch daran, dass man in der letzten Zeit einfach sehr viel über die verschiedenen so hochkomplexen Derivate und die Probleme, die sie verursachen, gelesen und gehört hat und Oliver Stone mit seinem etwas zu ambitionierten Werk einfach ein paar Monate zu spät dran ist.

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Dirk Lüneberg

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Als Filmkritiker sehe ich Filme immer schon, bevor sie offiziell in den Kinos starten.


stuforcedyou

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*Neid*