Ach, kommt, der war doch ganz witzig, eben grade weil er so schlecht ist. Klar, das ist unterste Schublade, aber Trash-Faktor hat der Film allemal. Und selbst wenn man ihn "at face value" nimmt, ist er immer noch nicht so schlimm wie "Batman & Robin".
Ach ja, und das Nostalgia-Critc-Review ist natürlich Kult!
Tut mir leid, aber das muss SCHULDIG sein. Nicht weil ich den Clooney nicht mag (im Gegenteil: er ist einer meiner Lieblingsschauspieler), aber weil BATMAN & ROBIN so unterirdisch schlecht ist, dass es nicht mal mehr lustig ist. Der Film war über seine gut 120 Minuten Laufzeit pure Folter. Das fängt bei der Bat Credit Card und Alicia Silverstone (die angebliche Britin, die den amerikanischsten Akzent des ganzen Casts hat) an und hört bei Clooney auf.
War enttäuscht. Viel zu wenig Gags, aus den guten Charakteren wird nichts gemacht (sehr schwaches Drehbuch) und das Ganze ist einfach zu brav (aus den anarchischen Figuren hätte zum Beispiel ein Tim Burton viel mehr rausgeholt). Auch sollte der Film bei dieser originellen Prämisse viel "trippier" sein, à la FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS oder so.
Und die viel gelobten Anspielungen (bis hin zum fast schon plagiierten Score von Hans Zimmer) sind so unglaublich offensichtlich, dass es fast schon nervt. Die subtilen waren gut (Ned Beatty = Mr. Choo-Choo beispielsweise).
Immerhin, die Prämisse ist originell, auch wenn nicht viel daraus gemacht wird, toller Voice-Cast und die Animationen sind auch 1a.
Tom Hooper als Bester Regisseur ist ein Hohn. Der Award gehörte ganz klar David Fincher (ganz zu schweigen davon, dass die Regie die grösste Schwachstelle von THE KING'S SPEECH war).
Sehe ich ähnlich. Würde nicht soweit gehen, die Regie bei THE KING'S SPEECH als Schwachstelle zu beschreiben, denn wer von uns kann das schon zu Genüge beurteilen, jedoch hätte Fincher die Auszeichnung endlich mal verdient gehabt.
Nix Hype um THE SOCIAL NETWORK. Wenn man sich David Finchers Schaffen ansieht, ist es klar, dass er zu den besten Regisseuren Hollywoods zählt. Nicht viele können mit 48 Jahren auf eine so viele Meisterwerke (SE7EN, FIGHT CLUB, THE CURIOUS CASE OF BENJAMIN BUTTON, THE SOCIAL NETWORK) zurückschauen.
Ich denke, das Ignorieren von "The Shawshank Redemption" wird irgendwann in einem Atemzug genannt werden mit dem völligen Ignorieren von "Citizen Kane".
Riesige Fehlentscheidungen:
- Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock (THE BLIND SIDE)
- Bester Film: CHICAGO
- alle Oscars: BRAVEHEART
- alle Oscars: DANCES WITH WOLVES
Grandioser Film. Und auf die Gefahr hin, mich jetzt richtig unbeliebt zu machen: Jeff Bridges wäre auch dieses Jahr der verdiente Oscargewinner, trotz Colin Firths toller Performance in THE KING'S SPEECH.
Sehr überrascht war ich auch von Barry Pepper, der mit etwas mehr Screentime auch die eine oder andere Awardnomination in dieser Saison erhalten hätte.
TRUE GRIT der Coens ist keine Western-Persiflage, keine Demontage, sondern einfach hervorragendes Westernkino, das sich qualitativ auch vor Leone-Klassikern nicht verstecken muss.
THE KING's SPEECH ist ein guter Film mit guten (Helena Bonham Carter, deren Oscarnomination ich dennoch nicht ganz nachvollziehen kann) bis sehr guten (Colin Firth, Geoffrey Rush, Michael Gambon (dessen zwei Szenen unglaublich stark waren)) Schauspielern und einem guten Drehbuch. Nicht mehr, nicht weniger.
Habe ich erwähnt, dass er gut ist? Denn ein anderes Adjektiv kommt mir nicht in den Sinn... Etwas mehr habe ich schon erwartet.
Ein sympathischer Film, der in ähnlicher Form auch als BBC-Fernsehfilm möglich gewesen wäre.
Ich habe kein grosses Problem damit, wenn THE KING's SPEECH "Best Picture" wird, aber verdient hätten es andere womöglich mehr (THE SOCIAL NETWORK, INCEPTION, TOY STORY 3).
Es ist nicht einfach, WINTER'S BONE einzuordnen. Was der Film gut macht, macht er wirklich sehr gut. Aber er ist bei weitem nicht perfekt. Jennifer Lawrence und John Hawkes spielen beide sehr stark (wobei ich die Oscarnomination doch bei Andrew Garfield gesehen hätte...), die Dialoge sind interessant und das Setting und die Kameraarbeit bzw. Fotografie (Hach, diese gedämpften Farben...) sind exzellent.
Doch leider gibt die Geschichte des Films nicht allzu viel her. Das muss aber noch kein Kritikpunkt sein. Es gibt Filme mit weniger Plot, die ich absolut liebe. Aber hier macht das Ganze den Eindruck, als könnte die Angelegenheit viel spannender sein als sie präsentiert wird. Ich fühlte mich als Zuschauer teilweise sogar etwas ausgeschlossen, weil die Beweg- und Hintergründe der Charaktere nur sehr vage angedeutet werden (kann natürlich an der Buchvorlage liegen). Auch das kann ein positiver Aspekt sein, aber hier hemmt das die Begeisterung etwas.
Trotzdem: WINTER'S BONE ist ein guter Film, der etwas Abwechslung in die diesjährige Oscarsaison bringt (obwohl hier das Rad nicht neu erfunden wird - Anlehnungen an DELIVERANCE oder NO COUNTRY FOR OLD MEN sind klar spürbar) und mit den Dingen, die er richtig macht, zu glänzen weiss.
So gut er auch sein mag, ich halte mich momentan noch an die Meinung der amerikanischen Kritiker (die sich dieses Jahr nicht stärker von der Academy unterscheiden könnten): verdienter Sieger wäre Jesse Eisenberg...
So sehr bei mir The Social Network in anderen Kategorien vorne liegt - es ist immerhin meine Nr. 1 2010 - muss ich sagen, dass Firth stärker war.
Andererseits: wie soll man auch Leistungen von Schauspielern objektiv vergleichen? Ich denke allerdings nicht, dass die Kritiker einhellig für Eisenberg sind. Bei den Preisen der Kritikerverbände hat Firth einiges gewonnen und die Texte, die ich bisher gelesen habe, feiern seine Leistung. Wie auch immer, Jesse Eisenberg hat ja noch eine ganze Karriere vor sich. ;)
Sagen wir, sie sind, was das angeht, gleich auf!^^ Einen Sweep hat weder The King's Speech verdient, noch die Zuschauer der Verleihung. Dafür ist die Konkurrenz mit The Social Network etc. einfach zu stark.
Der Meinung bin ich auch. Nur leider hat TKS nun im Vorfeld bei den Guilds abgeräumt, was auf einen Sweep schliessen lässt. So sehr, dass evt. sogar Christian Bale in Gefahr ist.
Clint Eastwood ist ein Regisseur, der es mittlerweile irgendwie niemandem recht machen kann. Sobald einer seiner Filme kein Meisterwerk ist, dann stürzen sich die Kritiker auf ihn und nennen ihn überschätzt.
Gehen wir einmal seine Filmografie seit UNFORGIVEN durch (die Filme, die ich davon gesehen habe):
A PERFECT WORLD - ein spannendes und anrührendes Drama
THE BRIDGES OF MADISON COUNTY - eine grosse Romanze mit echten Gefühlen und zwei grossartigen Hauptdarstellern
ABSOLUTE POWER - eine bissige Satire, die hervorragend inszeniert ist
MYSTIC RIVER - fantastischer Film, Punkt.
FLAGS OF OUR FATHERS - dito
CHANGELING - dito
GRAN TORINO - dito!!!
INVICTUS - unvollkommen, aber unterhaltsam und inspirierend
HEREAFTER - unvollkommenes Drehbuch (von Peter Morgan - nota bene), aber grandios inszeniert
Clint Eastwood ist ein begnadeter Regisseur, der auch mittelmässigen Drehbüchern einen anständigen Film herausholt. Dass da nicht jeder gleich toll ist, ist doch logisch.
Und der Vorwurf, seine Filme seien kitschig und manipulativ, ist völlig aus der Luft gegriffen. Ja, Eastwood ist ein unverbesserlicher Romantiker, der auch in düsteren Szenarien Liebe und Freundschaft herausstreicht. Ihm jedoch gelingt dies ohne Kitsch und ohne Moralkeule - siehe HEREAFTER.
Und schliesslich: GRAN TORINO kitschig? What the f***, was?!
Sicher kein Eastwood'sches Meisterwerk wie MYSTIC RIVER, MILLION DOLLAR BABY oder GRAN TORINO, aber ein grundsolider Film mit ein paar wirklich tollen Szenen.
Und die Oscarnomination für die Tsunami-Szene ist verdient - sah wirklich toll aus.
Das Drehbuch hat die Oscarnomination völlig verdient. Obwohl ANOTHER YEAR episodenhaft erzählt wird, funktioniert alles als Einheit, nicht zuletzt dank des Mike Leigh'schen Realismus, der auch hier wieder zum Tragen kommt. Wie im echten Leben kommen und gehen die Protagonisten ohne dass man - oder wenigstens Tom und Gerri - sich gross darüber Gedanken machen. Es gehört einfach zum Leben dazu. So gesehen muss man sich beim Titel des Films ein "Just" dazudenken, denn das ist im Grunde genommen, was ANOTHER YEAR ist: ein Jahr im Leben der Akteure. Manche Dinge ändern sich, manche bleiben so wie sie sind. Und das Leben geht immer weiter.
Gewürzt ist das Drehbuch zudem mit der herrlichen britischen Art, die wir uns von Mike Leigh ebenfalls gewohnt sind, und die vor allem in Form von Jim Broadbent präsentiert wird ("How are you coming along?" - "Inexorably!").
Überhaupt darf man die Schauspieler nicht vergessen: Broadbent und Ruth Sheen sind wunderbar als der ruhende Pol in einem eher unruhigen Umfeld. Lesley Manville ist stark als die zur Depression neigende Mary, David Bradley (bekannt als Argus Filch aus den Harry-Potter-Filmen) sagt nicht viel, hinterlässt aber einen bleibenden Eindruck, und auch Peter Wight überzeugt in der tragikomischen Rolle von Ken.
Natürlich tut Mike Leighs Charakterzeichnung ihren Teil. Die Figuren sind allesamt sehr vielschichtig und man hat keine Mühe, sich mit ihnen zu identifizieren.
Und last but not least: Grandiose Kameraarbeit von Dick Pope!
Fazit: Ein ruhiger Film über das Leben. Grosses kleines Kino.
(P.S. Die Inhaltsangabe von Moviepilot ist wirklich nicht die beste. Sie verfehlt den Inhalt des Films, wenn ihr mich fragt, komplett...)
Ich sage das sonst nicht oft, aber hier wären mehr Spezialeffekte (Ich liebe Harryhausens Effekte!) und weniger Geschwafel besser gewesen. Der originale CLASH OF THE TITANS ist ein Film, der sich selbst definitiv zu wichtig nimmt. Deshalb ist er, abgesehen von den Effekten, einfach langweilig. => 4.5/10 (leicht unter dem Durchschnitt)
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El_Chupa
über Super Mario Bros. 2011/08/03 14:11:43
Ach, kommt, der war doch ganz witzig, eben grade weil er so schlecht ist. Klar, das ist unterste Schublade, aber Trash-Faktor hat der Film allemal. Und selbst wenn man ihn "at face value" nimmt, ist er immer noch nicht so schlimm wie "Batman & Robin".
Ach ja, und das Nostalgia-Critc-Review ist natürlich Kult!
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HulktopF 2012/01/12 11:00:40
Antwort löschenperfekt beschrieben :D
El_Chupa
Kommentare 2011/04/21 01:42:19
Tut mir leid, aber das muss SCHULDIG sein. Nicht weil ich den Clooney nicht mag (im Gegenteil: er ist einer meiner Lieblingsschauspieler), aber weil BATMAN & ROBIN so unterirdisch schlecht ist, dass es nicht mal mehr lustig ist. Der Film war über seine gut 120 Minuten Laufzeit pure Folter. Das fängt bei der Bat Credit Card und Alicia Silverstone (die angebliche Britin, die den amerikanischsten Akzent des ganzen Casts hat) an und hört bei Clooney auf.
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El_Chupa
Kommentare 2011/03/30 21:29:54
Die Liste ist ok, obwohl ich die beiden Tarantino-Filme bzw. die davon aufgeführten Charaktere hier nicht draufnehmen würde.
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El_Chupa
über Rango 2011/03/10 12:49:49
War enttäuscht. Viel zu wenig Gags, aus den guten Charakteren wird nichts gemacht (sehr schwaches Drehbuch) und das Ganze ist einfach zu brav (aus den anarchischen Figuren hätte zum Beispiel ein Tim Burton viel mehr rausgeholt). Auch sollte der Film bei dieser originellen Prämisse viel "trippier" sein, à la FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS oder so.
Und die viel gelobten Anspielungen (bis hin zum fast schon plagiierten Score von Hans Zimmer) sind so unglaublich offensichtlich, dass es fast schon nervt. Die subtilen waren gut (Ned Beatty = Mr. Choo-Choo beispielsweise).
Immerhin, die Prämisse ist originell, auch wenn nicht viel daraus gemacht wird, toller Voice-Cast und die Animationen sind auch 1a.
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El_Chupa
Kommentare 2011/02/28 06:43:32
Tom Hooper als Bester Regisseur ist ein Hohn. Der Award gehörte ganz klar David Fincher (ganz zu schweigen davon, dass die Regie die grösste Schwachstelle von THE KING'S SPEECH war).
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Le Samourai 2011/02/28 07:13:22
Antwort löschenSehe ich ähnlich. Würde nicht soweit gehen, die Regie bei THE KING'S SPEECH als Schwachstelle zu beschreiben, denn wer von uns kann das schon zu Genüge beurteilen, jedoch hätte Fincher die Auszeichnung endlich mal verdient gehabt.
El_Chupa
Kommentare 2011/02/28 06:42:32
Nix Hype um THE SOCIAL NETWORK. Wenn man sich David Finchers Schaffen ansieht, ist es klar, dass er zu den besten Regisseuren Hollywoods zählt. Nicht viele können mit 48 Jahren auf eine so viele Meisterwerke (SE7EN, FIGHT CLUB, THE CURIOUS CASE OF BENJAMIN BUTTON, THE SOCIAL NETWORK) zurückschauen.
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El_Chupa
Kommentare 2011/02/26 16:33:50
Ach ja, und nicht zu vergessen, das Ignorieren von THE SHAWSHANK REDEMPTION 1995.
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BigH 2011/02/28 05:14:02
Antwort löschenIch denke, das Ignorieren von "The Shawshank Redemption" wird irgendwann in einem Atemzug genannt werden mit dem völligen Ignorieren von "Citizen Kane".
El_Chupa
Kommentare 2011/02/26 16:33:18
Riesige Fehlentscheidungen:
- Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock (THE BLIND SIDE)
- Bester Film: CHICAGO
- alle Oscars: BRAVEHEART
- alle Oscars: DANCES WITH WOLVES
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El_Chupa
über True Grit 2011/02/26 02:21:44
Grandioser Film. Und auf die Gefahr hin, mich jetzt richtig unbeliebt zu machen: Jeff Bridges wäre auch dieses Jahr der verdiente Oscargewinner, trotz Colin Firths toller Performance in THE KING'S SPEECH.
Sehr überrascht war ich auch von Barry Pepper, der mit etwas mehr Screentime auch die eine oder andere Awardnomination in dieser Saison erhalten hätte.
TRUE GRIT der Coens ist keine Western-Persiflage, keine Demontage, sondern einfach hervorragendes Westernkino, das sich qualitativ auch vor Leone-Klassikern nicht verstecken muss.
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El_Chupa
Kommentare 2011/02/24 14:41:43
Helena Bonham Carter als Beste Nebendarstellerin? Ich frage mich, wieso sie überhaupt nominiert wurde. Sie ist gut, aber sich macht kaum etwas.
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El_Chupa
Kommentare 2011/02/24 00:31:36
Jap, die Liste ist wirklich sehr passend.
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El_Chupa
über The King's Speech - Die Rede des Königs 2011/02/21 19:49:56
THE KING's SPEECH ist ein guter Film mit guten (Helena Bonham Carter, deren Oscarnomination ich dennoch nicht ganz nachvollziehen kann) bis sehr guten (Colin Firth, Geoffrey Rush, Michael Gambon (dessen zwei Szenen unglaublich stark waren)) Schauspielern und einem guten Drehbuch. Nicht mehr, nicht weniger.
Habe ich erwähnt, dass er gut ist? Denn ein anderes Adjektiv kommt mir nicht in den Sinn... Etwas mehr habe ich schon erwartet.
Ein sympathischer Film, der in ähnlicher Form auch als BBC-Fernsehfilm möglich gewesen wäre.
Ich habe kein grosses Problem damit, wenn THE KING's SPEECH "Best Picture" wird, aber verdient hätten es andere womöglich mehr (THE SOCIAL NETWORK, INCEPTION, TOY STORY 3).
Tom Hoopers THE DAMNED UNITED war aber besser.
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El_Chupa
über Winter's Bone 2011/02/19 13:45:30
Es ist nicht einfach, WINTER'S BONE einzuordnen. Was der Film gut macht, macht er wirklich sehr gut. Aber er ist bei weitem nicht perfekt. Jennifer Lawrence und John Hawkes spielen beide sehr stark (wobei ich die Oscarnomination doch bei Andrew Garfield gesehen hätte...), die Dialoge sind interessant und das Setting und die Kameraarbeit bzw. Fotografie (Hach, diese gedämpften Farben...) sind exzellent.
Doch leider gibt die Geschichte des Films nicht allzu viel her. Das muss aber noch kein Kritikpunkt sein. Es gibt Filme mit weniger Plot, die ich absolut liebe. Aber hier macht das Ganze den Eindruck, als könnte die Angelegenheit viel spannender sein als sie präsentiert wird. Ich fühlte mich als Zuschauer teilweise sogar etwas ausgeschlossen, weil die Beweg- und Hintergründe der Charaktere nur sehr vage angedeutet werden (kann natürlich an der Buchvorlage liegen). Auch das kann ein positiver Aspekt sein, aber hier hemmt das die Begeisterung etwas.
Trotzdem: WINTER'S BONE ist ein guter Film, der etwas Abwechslung in die diesjährige Oscarsaison bringt (obwohl hier das Rad nicht neu erfunden wird - Anlehnungen an DELIVERANCE oder NO COUNTRY FOR OLD MEN sind klar spürbar) und mit den Dingen, die er richtig macht, zu glänzen weiss.
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El_Chupa
Kommentare 2011/02/08 13:52:03
So gut er auch sein mag, ich halte mich momentan noch an die Meinung der amerikanischen Kritiker (die sich dieses Jahr nicht stärker von der Academy unterscheiden könnten): verdienter Sieger wäre Jesse Eisenberg...
bedenklich? Kommentar gefällt mir 4 Antworten
the gaffer 2011/02/08 14:11:12
Antwort löschenSo sehr bei mir The Social Network in anderen Kategorien vorne liegt - es ist immerhin meine Nr. 1 2010 - muss ich sagen, dass Firth stärker war.
Andererseits: wie soll man auch Leistungen von Schauspielern objektiv vergleichen? Ich denke allerdings nicht, dass die Kritiker einhellig für Eisenberg sind. Bei den Preisen der Kritikerverbände hat Firth einiges gewonnen und die Texte, die ich bisher gelesen habe, feiern seine Leistung. Wie auch immer, Jesse Eisenberg hat ja noch eine ganze Karriere vor sich. ;)
El_Chupa 2011/02/08 15:08:12
Antwort löschenEinhellig schon nicht, aber immerhin: http://www.imdb.com/features/oscars/2011/criticsawards
Was ich allerdings nicht unterstütze, ist ein Sweep von THE KING'S SPEECH, der sich aber leider ankündigt...
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the gaffer 2011/02/08 15:55:01
Antwort löschenSagen wir, sie sind, was das angeht, gleich auf!^^ Einen Sweep hat weder The King's Speech verdient, noch die Zuschauer der Verleihung. Dafür ist die Konkurrenz mit The Social Network etc. einfach zu stark.
El_Chupa 2011/02/08 17:50:05
Antwort löschenDer Meinung bin ich auch. Nur leider hat TKS nun im Vorfeld bei den Guilds abgeräumt, was auf einen Sweep schliessen lässt. So sehr, dass evt. sogar Christian Bale in Gefahr ist.
El_Chupa
Kommentare 2011/02/04 17:51:04
Clint Eastwood ist ein Regisseur, der es mittlerweile irgendwie niemandem recht machen kann. Sobald einer seiner Filme kein Meisterwerk ist, dann stürzen sich die Kritiker auf ihn und nennen ihn überschätzt.
Gehen wir einmal seine Filmografie seit UNFORGIVEN durch (die Filme, die ich davon gesehen habe):
A PERFECT WORLD - ein spannendes und anrührendes Drama
THE BRIDGES OF MADISON COUNTY - eine grosse Romanze mit echten Gefühlen und zwei grossartigen Hauptdarstellern
ABSOLUTE POWER - eine bissige Satire, die hervorragend inszeniert ist
MYSTIC RIVER - fantastischer Film, Punkt.
FLAGS OF OUR FATHERS - dito
CHANGELING - dito
GRAN TORINO - dito!!!
INVICTUS - unvollkommen, aber unterhaltsam und inspirierend
HEREAFTER - unvollkommenes Drehbuch (von Peter Morgan - nota bene), aber grandios inszeniert
Clint Eastwood ist ein begnadeter Regisseur, der auch mittelmässigen Drehbüchern einen anständigen Film herausholt. Dass da nicht jeder gleich toll ist, ist doch logisch.
Und der Vorwurf, seine Filme seien kitschig und manipulativ, ist völlig aus der Luft gegriffen. Ja, Eastwood ist ein unverbesserlicher Romantiker, der auch in düsteren Szenarien Liebe und Freundschaft herausstreicht. Ihm jedoch gelingt dies ohne Kitsch und ohne Moralkeule - siehe HEREAFTER.
Und schliesslich: GRAN TORINO kitschig? What the f***, was?!
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El_Chupa
über Hereafter - Das Leben danach 2011/01/31 23:15:35
Sicher kein Eastwood'sches Meisterwerk wie MYSTIC RIVER, MILLION DOLLAR BABY oder GRAN TORINO, aber ein grundsolider Film mit ein paar wirklich tollen Szenen.
Und die Oscarnomination für die Tsunami-Szene ist verdient - sah wirklich toll aus.
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El_Chupa
Kommentare 2011/01/30 15:46:42
Habe mich bei den Animationsfilmen für TOY STORY 3 entschieden, wobei L'ILLUSIONNISTE den Oscar ebenfalls verdient hätte.
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El_Chupa
Kommentare 2011/01/30 15:20:15
Der ganz grosse Verlierer wird TRUE GRIT (hoffentlich) nicht. Bei Cinematography und Supporting Actress ist er momentan Frontrunner.
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El_Chupa
über Another Year 2011/01/28 23:52:21
Ganz toller Film.
Das Drehbuch hat die Oscarnomination völlig verdient. Obwohl ANOTHER YEAR episodenhaft erzählt wird, funktioniert alles als Einheit, nicht zuletzt dank des Mike Leigh'schen Realismus, der auch hier wieder zum Tragen kommt. Wie im echten Leben kommen und gehen die Protagonisten ohne dass man - oder wenigstens Tom und Gerri - sich gross darüber Gedanken machen. Es gehört einfach zum Leben dazu. So gesehen muss man sich beim Titel des Films ein "Just" dazudenken, denn das ist im Grunde genommen, was ANOTHER YEAR ist: ein Jahr im Leben der Akteure. Manche Dinge ändern sich, manche bleiben so wie sie sind. Und das Leben geht immer weiter.
Gewürzt ist das Drehbuch zudem mit der herrlichen britischen Art, die wir uns von Mike Leigh ebenfalls gewohnt sind, und die vor allem in Form von Jim Broadbent präsentiert wird ("How are you coming along?" - "Inexorably!").
Überhaupt darf man die Schauspieler nicht vergessen: Broadbent und Ruth Sheen sind wunderbar als der ruhende Pol in einem eher unruhigen Umfeld. Lesley Manville ist stark als die zur Depression neigende Mary, David Bradley (bekannt als Argus Filch aus den Harry-Potter-Filmen) sagt nicht viel, hinterlässt aber einen bleibenden Eindruck, und auch Peter Wight überzeugt in der tragikomischen Rolle von Ken.
Natürlich tut Mike Leighs Charakterzeichnung ihren Teil. Die Figuren sind allesamt sehr vielschichtig und man hat keine Mühe, sich mit ihnen zu identifizieren.
Und last but not least: Grandiose Kameraarbeit von Dick Pope!
Fazit: Ein ruhiger Film über das Leben. Grosses kleines Kino.
(P.S. Die Inhaltsangabe von Moviepilot ist wirklich nicht die beste. Sie verfehlt den Inhalt des Films, wenn ihr mich fragt, komplett...)
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El_Chupa
über Kampf der Titanen 2011/01/26 14:53:00
Ich sage das sonst nicht oft, aber hier wären mehr Spezialeffekte (Ich liebe Harryhausens Effekte!) und weniger Geschwafel besser gewesen. Der originale CLASH OF THE TITANS ist ein Film, der sich selbst definitiv zu wichtig nimmt. Deshalb ist er, abgesehen von den Effekten, einfach langweilig. => 4.5/10 (leicht unter dem Durchschnitt)
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