facepalm - facepalms Kommentare zu Filmen

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facepalm
über 21 Jump Street

9.0Herausragend

"Down on Jump Street, 37....Jump Street ....Nah, that doesn't sound right. Is it..."

It is! Basierend auf der 80er Jahre Serie "21 Jump Street" mit Johnny Depp retten Jonah Hill und Channing Tatum das Kinojahr 2012 direkt zu Beginn und spielen sich in der Actionkomödie mit der größten Gagdichte seit langem an die Spitze der innerlichen Charts. Soviel Humor, soviel Sympathie, so wenig Kitsch, so eine gelungene Story – das ergibt einen neuen Favoriten im Herzen!

Die Story geht dabei stufenweise voran – von der einleitenden Vergangenheit auf der High School über die Prüfung zum Poliziten, den ersten Einsätzen mit Hill und Tatum im Team, bis hin zum Undercover-Einsatz auf der High School. Back to the roots, sozusagen. Die gesamte Geschichte ist immer nachvollziehbar und logisch, entwickelt sich im Laufe immer weiter, die Charaktere wachsen und es findet ein brillanter Wandel statt, der einen ergreift und gleichzeitig ein fantastischer Kniff ist. Außerdem ist sie mit haufenweise lustigen Szenen vollgestopft, die mich oft genug laut lachen ließen. Der Humor ist allerdings reif und niveauvoll, was durchaus schwierig ist, in diesem Spektrum noch derart lustig zu sein – vorallem in einer Actionkomödie. Jonah-Hill-typisch wird die Stimmung im letzten Drittel immer ernster und nimmt eine düstere Note an. Was sich schon in Superbad ankündigte, führt Jonah Hill in seinem eigenen Drehbuch hier weiter – auch dort war das Ende ergreifend und ernst. Hier sei auch nochmal auf den Cameo-Auftritt am Ende hingewiesen, den ich hier nicht verraten möchte, doch der ist verdammt gut und unerwartet und gliedert sich stufenlos in die Story ein.

Jonah Hill ist mir seit "Superbad" unglaublich sympathisch, hat in „Männertrip“ genau so eine gute Figur gemacht wie in „Forgetting Sarah Marshall“ und gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsschauspielern. Daher hab ich mich riesig gefreut, in in einer Hauptrolle wiederzusehen. Und er ist genau so witzig, wie ich ihn in Erinnerung habe. Mit seiner ganz eigenen Art, seiner Gestik und Mimik und Ausdrucksweise finde ich ihn schon beim bloßen Ansehen witzig. An seiner Seite Channing Tatum, von dem ich noch nie etwas gehört, geschweige denn gesehen hatte. Doch die Sympathie wächst mit jeder Minute, denn er spielt grandios und bleibt dabei cool, dämlich und witzig zugleich. Alle Nebendarsteller runden den Cast angenehm ab, denn es gibt niemanden, der Fehl am Platz wäre oder die Story stören würde. Dave Franco, den ich bisher nur aus „Scrubs“ kannte, sticht dabei noch am meisten heraus, weil er seine Rolle besonders zum Ende hin wahnsinnig gut verkörpert. Trotzdem blitzt aus seinem Gesicht immer wieder sein Bruder James hervor. Was fü eine Ähnlichkeit! Ice Cube als eiskalter (höhö) Cop ist ebenso super.

Handwerklich hat „21 Jump Street“ alles, was man sich wünschen möchte. Die Action ist jederzeit 1A, die Kameraarbeit ist solide und der Soundtrack passt perfekt zum Visuellen. Besonders der Song im Abspann hat's mir da angetan.

So ist „21 Jump Street“ ein Muss für jeden Kinoliebhaber. Für Genießer guter Action, für Fanatiker richtig guten Humors und für jeden, die ein brillantes Leinwand-Duo bewundern wollen. Ich für meinen Teil hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einem Film.

(Habe ihn übrigens mit meiner Freundin gesehen und die war genau so begeistert wie ich. Hat an manchen Stelen vielleicht sogar ein bisschen lauter gelacht als ich selbst. Aber nur vielleicht...)

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fabel

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:)


DerDude_

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Völlig Richtig :) Arschgeiler Film !


facepalm
über Der König der Löwen

10.0Herausragend

"Lang lebe der König!"

Sollten irgendwann mal Aliens auf die Erde kommen, muss es einige Dinge geben, auf die wir Menschen stolz sind. Dann können wir sie in die Hand nehmen und sagen „Hier, guckt mal. Das haben wir erschaffen“. Ich für meinen Teil werde dann zum DVD-Regal (oder was es dann auch gibt) schlendern und den „König der Löwen“ hochhalten. Dann werde ich laut rufen „Hier, das haben wir gemacht!“. Dann hole ich Popcorn, dimme das Licht, schiebe die DVD in den Player und lasse die Show beginnen.

Klingt in der Theorie gar nicht schlecht, aber ich bin gespannt, ob ich das mal in der Praxis ausprobieren darf. Was ein völlig umständlicher Versuch ist, zu erklären, dass „Der König der Löwen“ nicht nur der beste Zeichentrick-Film aller Zeiten, sondern eins der schönsten Kino-Erlebnisse ist, zu dem die Menschheit je geladen hat. Gleichzeitig hat er sich den Titel „brutalster Kinderfilm“ redlich verdient, denn das Thema Tod wurde zuvor und auch danach nie wieder so krass und brutal dargestellt. Und von alledem mal ganz abgesehen, ist „Der König der Löwen“ mittlerweile quasi in unsere Kultur eingegangen. Die Geschichte wurde drei Jahre nach Kinostart für ein Musical adaptiert, hinter Hamburgs Hafen thront das Theater mit dem großen „König der Löwen“-Schriftzug und am 16. September wurde der Film in 3D neu aufgeführt. Aber warum ist das so?

Das Erlebnis beginnt schon bei dem überwältigenden Intro unter Elton Johns „Circle of Life“, das für mich immer noch zu den besten Filmanfängen der Geschichte gehört. Dabei muss hier mal kurz die deutsche Fassung zur Sprache kommen, denn ich finde, dass die dem englischen Original eine Nasenspitze voraus ist, und das gilt auch für den „ewigen Kreis“. Das hat im Deutschen für mich ein deutlich höheres Nostalgiegefühl als im Englischen.

Disneys Charaktere sind allesamt so fein ausgemalt, dass die Identifikation und der Platz, den sie im Film einnehmen sollen, hervorragend funktioniert und ausgefüllt wird. Wenn man den „König der Löwen“ als Kind sieht, ist der kleine Simba natürlich die Orientierungsfigur und mir fällt jetzt kein anderer Filmcharakter ein, der mir damals mehr bedeutet hätte. Und diese Verbindung nutzt Disney ganz dreist, um jedem kleinen Kind einen fetten Schlag in den Magen zu verpassen. Ich erinnere mich, wie meine (drei Jahre ältere, wohlgemerkt!) Schwester jedes mal wegschauen musste, als die Büffelherde durch den Canyon rennt und die Geschichte ihren Lauf nimmt. Mir wird auch heute noch flau im Magen, doch ich bin froh, dass Disney den Mut aufbrachte, die Szene genau so darzustellen und das Thema in der Form anzugehen.

Die ausführende Figur dieses Szenarios und die ständige schwarze Wolke über den Köpfen spielt in Gestalt von Mufasas Bruder Scar mit, der im Zeichentrick-Genre bis heute unangefochten der beste Bösewicht aller Zeiten ist. Seine Brutalität und Erbarmungslosigkeit machen ihn absolut unberechenbar und dadurch verkörpert er schlicht und einfach alles, was man als Kind unter „böse“ verstehen kann. Im Schatten seines Bruder Mufasas muss er mit ansehen, wie der alles hat, was er niemals besitzen wird. Er lebt abgeschieden in einer Höhle unter Hyänen und ist im Prinzip kein Teil von Mufasas Familie. Im Musical wird deutlich, warum das so ist: Er wurde von Anfang an schlecht behandelt, stand immer im Schatten seines Bruders und erfuhr eigentlich nie die gleiche Liebe wie er. Bei seiner Suche nach Akzeptanz und Liebe versteckt er sich also hinter einer Maske aus Intrigen und Zynismus und wann bekommt man schon mehr Aufmerksamkeit als ein König?

Simbas anschließende Flucht ins Exil und seine Suche nach seiner Identität ist im Prinzip gleichbedeutend mit unserer Pubertät und damit eine stilvolle Parallele zu unserem Leben. Begleitet von Timon und Pumbaa, die der Geschichte den Stil eines Comics verpassen. Im Gegensatz zu den ernsten Ereignissen vorher wirken die beiden abstrus, überzogen, witzig, doch dabei niemals lächerlich oder Fehl am Platz. Sie gehören genau dahin, wo sie stehen. Und darüber hinaus kennt heute jeder ihr „Hakuna Matata“, auch wenn diese Lebensphilosophie wohl niemand so umgesetzt hat. Bis auf Simba natürlich, für den dieser Spruch der Weg aus der Pubertät bedeutete - und der weise Affe Rafiki ließ ihn letztlich erkennen, wer er wirklich ist.

Die Musical-Anleihen des Films passen immer perfekt ins Gesamtkonzept. Mag sein, dass es nicht die besten Lieder aller Zeiten sind, doch „Can you feel the love tonight?“ und der bereits erwähnte „Circle of life“ sind Meisterwerke. Und dafür bekamen Hans Zimmer und Elton John ganz zurecht den Oscar. Ich bin übrigens der Meinung, dass Hans Zimmer auch mit seinem „Gladiator“-Score nicht an den „König der Löwen“ heranreichen kann.

Auch wenn zum Ende hin die Rollen vertauscht werden und der Gutlöwe Simba plötzlich aus Rache kämpft, was sich ja eigentlich nicht gehört, denn Gewalt ist, wenn das Fass überläuft (oder so), bricht Disney auch hier wieder mit den altbekannten Klischees, die Zeichentrickfilme immer so lächerlich machen, dass man sie nicht ernst nehmen kann. Beim „König der Löwen“ haben die Macher sich mal ein Herz genommen und zeigen die Sachen eben so, wie sie sind. Auch wenn das als Kind vielleicht hart ist.

So ist „Der König der Löwen“ immer noch der beste Zeichentrickfilm aller Zeiten – und der kommerziell erfolgreichste. Über 920 Millionen US-Dollar hat er bisher eingespielt – und der zweite Kinoauftritt ist gerade erst im Gange. Die Geschichte um Liebe, Verrat, Rache, Trauer, Wut, Tod und die Leichtigkeit des Lebens ist bis ins Detail ausgearbeitet, die Charaktere sind allesamt perfekt zugeschnitten und hier hat uns Disney als Kind den dicksten Schlag ins Gesicht geschenkt. Sollten die Aliens auch sowas wie Väter haben, werden sie wissen, wovon ich rede.

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Punsha

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Der Lieblingsfilm meiner Kindheit, toll!


slangbanger!

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Super geschrieben. Das wäre doch was für die ALF gewesen.


facepalm
Kommentare

Den besten habt ihr vergessen:

http://www.youtube.com/watch?v=CFg7esxnrXs

:)

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facepalm
über Christian Bale

-„Ich werde Sie nicht töten.
Aber ich muss Sie auch nicht retten.“ (Batman Begins)
-„Heute Abend sind sehr viele Leute von mir umgebracht worden. Und...ich bin mir nicht sicher ob ich diesmal damit durchkommen werde. Deswegen bin ich der Meinung...ich denke, ich denke ich bin ein...ich denke ich bin ein ziemlich kranker Kerl.“ (American Psycho)

Im Laufe der Jahre haben Christian Bale viele Drehbuchautoren die verschiedensten Sätze in den Mund gelegt. Und Bale ist immer in der Lage, sie mit der nötigen Ernsthaftigkeit über die Lippen zu bringen, wenn es die Situation erfordert. Wenn er, wie in „American Psycho“, einen völlig durchgeknallten Irren verkörpert, dann tut er das mit einer Präzision und Leichtigkeit, die mich wirklich an seinem Verstand zweifeln lässt. Muss er als schwarzer Ritter über die Dächer von Gotham City wandeln, wie zuletzt in „The Dark Knight“ der Fall, dann kann er sich so intensiv in seine Figur hinein versetzen, dass es eine Freude ist, ihm bei seiner Arbeit zuzuschauen. Und auch als Mann ohne jegliche Gefühle, wie in Equilibrium zu sehen, ist er höchst gefühlvoll. Darüber hinaus spielt er an der Seite von Hugh Jackman eine der beiden Hauptrollen in Nolans "The Prestige", der bis heute mein absoluter, unangefochtener und liebster Lieblingsfilm ist. Und das nicht zuletzt dank Bales Leinwandpräsenz. Seinen bisherigen schauspielerischen Zenit erreichte er jedoch bereits 2004 in Brad Andersons „The Machinist“.

Für die Rolle des Maschinenbauers Trevor Reznik speckte Christian Bale ganze 30 Kilogramm ab, ein Drittel seines Körpergewichts, um seine Figur möglichst realistisch spielen zu können. Seine anschließende Performance als der unter Schlafentzug leidende Reznik strahlt jederzeit eine Intensität sondergleichen aus und ich verneige mich dafür vor diesem Mann. Ein Jahr später winkte Christopher Nolans „Batman Begins“, wodurch er wieder rasant an Gewicht zunehmen musste – insbesondere durch Muskelmasse. Und das hat sich gelohnt.

Bei aller Einsatzfreude für seine Schauspielkunst blieb es ihm nicht erspart, immer wieder negativ in der Presse aufzufallen. Im Jahr 2008, kurz nach der Premiere von „The Dark Knight“ am 14. Juli., nahm ihn die Polizei in gewahrsam. Er verbrachte eine Nacht in Untersuchungshaft, hinterlegte am nächsten Morgen eine Kaution und befand sich wieder auf freiem Fuß. Zwei Monate später hatte er sich wieder auf dem Revier zu melden. Der Grund für den ganzen Zirkus: Ein Streit zwischen ihm, seiner Mutter und seiner Schwester. Die beiden behaupteten, er habe sie körperlich angegriffen. Die Ermittlungen führten zu keinem eindeutigen Ergebnis und der Fall wurde eingestellt. Das Ende vom Lied: Christian Bale brach den Kontakt zu den beiden ab. Auch 2010, als seine Schwester Sharon mit ihrem eigenen Maklerbüro pleite ging und komplett bankrott war, ließ er nichts von sich hören.

Spätestens nach dem „Maschinisten“ fragte ich mich, wann Christian Bale denn nun anständig für seine schauspielerische Leistung geehrt würde. Das sollte noch sechs Jahre auf sich warten lassen, doch 2010 war es soweit: Die alljährliche Oscarverleihung flimmerte über den Bildschirm. Kategorie: Bester Nebendarsteller. Nominiert: Christian Bale, John Hawkes, Jeremy Renner, Mark Ruffalo sowie Geoffrey Rush. And the Oscar goes to...Christian Bale! Na endlich! Für seine Rolle des Dicky Eklund in David O. Russells The Fighter konnte sich Bale nun endlich sein erstes goldenes Männchen ins Regal stellen. Wurde aber auch Zeit, liebe Academy!

Ich für meinen Teil erwarte von Christian Bale in Zukunft noch Großes. Er ist einer der besten Schauspieler unserer Zeit, sein Talent ist unbeschreiblich umfangreich, er versetzt sich in seine Figur mit geballter Intensität hinein und es ist für mich immer ein Genuss, ihn zu sehen. Sein nächster Auftritt steht in Nolans drittem Batman „The Dark Knight Rises“ ins Haus. Ich bin gespannt, welche Sprüche ihm da über die Lippen gleiten.

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hakudererste

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Ich schließ mich Kloina an Ehre wem Ehre gebührt


MrPayam

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Du hast meine Gedanken 1:1 wiedergegeben, nur ich war immer zu faul es zu schreiben :-)))) Der Mann verdient soviel Respekt, und meiner Meinung auch der beste Schauspieler, hoffe er lässt noch viele taten folgen...


facepalm
über Paranormal Activity

6.0Ganz gut

15.000 Dollar Budget, sieben Drehtage, eine Kamera. Tag und Nacht gedreht, geschnitten und aufbereitet. Und das ganze basiert auf einer Idee, die einer auf einmal hatte. Drehbuch, Kamera, Regie, Produktion, alles von ihm. Mir gefiel Oren Pelis Ein-Mann-Projekt wirklich. Mit den quasi nicht vorhandenen Mitteln, die er hatte, und null Filmerfahrung macht sich der Gruselspaß echt gut. Inszenatorisch aller erste Sahne, die Spannung ist zwischendurch fast nicht mehr auszuhalten. Von den 90 Minuten hab ich vielleicht 20 gesehen, weil man den ganzen Quatsch überspringen kann, in dem diskutiert wird, was da vor sich geht. Das ist langweilig und pseudo-mystischer Blödsinn.

Mir geht’s nur um die Atmosphäre und Pelis Inszenierung, die einfach fantastisch ist. Sehr sehr spannend, muss schon sagen. Hut ab, Mr. Peli.

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Oceanic6

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Das was du Atmosphäre nennst, hat mich in Tiefschlaf versinken lassen... grausamer Film :D


Bandrix

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Meine Begleitung fand die Spinne, die einmal kurz durchs Bild huscht, am gruseligsten. Das sagt schon alles... ;)


facepalm
über O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi Odyssee

8.5Ausgezeichnet

"Das Nest hier muß eine geographische Kuriosität sein, es ist von allem zwei Wochen entfernt.“

Während „O Brother, Where Art Thou?“ läuft, hat man als Zuschauer dauernd den Eindruck, dass ein alter Mann neben der Kamera sitzt und zuguckt. Man merkt dann, was passiert, wenn die Coens ein Drehbuch schreiben, das eigentlich auf einem der größten abendländischen Erzählungen aller Zeiten basiert. Aber viel ist von Homers Epos gar nicht übrig geblieben, höchstens die Grundidee und markante Punkte. Alles andere ist bestimmt nicht das, was sich der Autor damals gedacht hatte. Ob Joel und Ethan eine Satire auf die „Odyssee“ schreiben wollten, weiß ich nicht, aber das Gefühl beschleicht einen manchmal. Man merkt aber auch zu jeder Sekunde ihre Hochachtung der Vorlage gegenüber und ab und zu bauten sie auch kleine Verbeugungen vor Homers Füßen mit ein. Und trotzdem kehren sie das Original um und machen daraus 'ne fette Lachnummer. Coens halt.

Schon verrückt, wieviel in diesem Film eigentlich steckt. Das fällt einem aber auch erst danach auf. Während er läuft, ist man viel zu sehr damit beschäftigt, den drei Vollpfeifen Everett, Pete und Delmar zu folgen. Solche bekloppten Idioten können auch nur die Coens erfinden. Clooneys Everett ist der einzige, dem ich sowas wie Intelligenz nachsagen würde. Die Parallele zu Homers Odysseus braucht der Film da garnicht zu erwähnen, das sollte klar sein. Ist ja 'ne Odyssee. Irgendwer muss die ja da hin führen. Aber wohin eigentlich? Zu einem Schatz? So'ne Überraschung. Die ganze Story fußt, wie gesagt, auf der uralten Vorlage, und das Grundgerüst bleibt auch gleich. Doch die Coens verlegen sie ins Mississippi 1937, in die Zeit der Weltwirtschaftskrise. Riecht nicht nur nach einer dicken Gesellschaftskritik und die Coen'sche Abrechnung mit diesem Jahrhundert, isses auch. Und zwar genau so, wie man das von Joel und Ethan kennt. Und liebt mittlerweile.

Joels Regie strotzt nur so vor Spielfreude. Der ganze Film ist wunderschön bebildert, sein Stil schafft die richtige Atmosphäre, ist immer düster und ernst und damit der Gegensatz zum bekloppten Drehbuch, und auch dabei haben sich die Brüder was gedacht. Die Kamera arbeitet wunderbar gekonnt, aber schlicht und ohne große Schnörkeleien. Und das ist als Kompliment gemeint, weil die Coens ihr Drehbuch für sich arbeiten lassen. Großartige technische Spielereien würden das kaputt machen und überladen wirken. Gott sei's gedankt.

Last but not least...der Soundtrack. Halleluja. Auch wenn Clooney, der Sack, nicht selbst singt, macht der ganze Score verdammt viel her. Es wird viel gesungen, und damit sind nicht nur Homers Sirenen gemeint. Auch die drei Idioten singen. Man könnte sagen, dass der Film Musicalanleihen hat, aber das wäre zuviel des Guten. Im Stile von „Walk the Line“ wird halt viel gespielt und gesungen und ich hab sowieso was übrig für den guten alten Sound der 40er Jahre, den Cash knapp 20 Jahre später für sich einnahm.

Alles in allem: Wenn die Coens mit „O Brother, Where Art Thou“ eins klar gemacht haben, dann, dass sie richtig helle Köpfe sind. Homers Odyssee so unglaublich genial in ihr ganz typisches Coen-Kostüm zu zwängen, dafür verdienen sie meine Hochachtung. Und die haben sie jetzt.

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albaniax

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Schöner Kommentar - Deine Ausdrucksweise gefällt mir sehr.


facepalm

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Vielen Dank, das hör ich gern :)


facepalm
über Drachenzähmen leicht gemacht

8.0Ausgezeichnet

"Es ist nicht dein Äußeres was er nicht ausstehen kann, es ist dein Inneres."

Also wenn der Film sich damit selber zusammenfassen möchte, kann ich ihm nicht ganz zustimmen. Irgendwo Recht hat er trotzdem. Der Satz fällt irgendwo am Anfang als er eigentlich noch nicht richtig angefangen hat. Aber da dachte ich "Wird noch gut.". Hm. Joa. Stimmt. War am Anfang trotzdem erstmal enttäuscht. Das fing schon in den ersten Sekunden bei der unglaublich schlechten deutschen Synchro an. Habe im Intro nach den ersten paar Sätzen sofort auf Englisch geschaltet, deutsche Untertitel rein, damit mir keiner nachsagen kann, ich hätte nicht alles verstanden, und siehe da: Der deutsche Sprecher ist einfach ne Pflaume. Dann kann's ja losgehen.

Was einem sofort auffällt, sind die astreinen Animationen. Der ganze Film sieht einfach spitzenmäßig aus. Kommt aber für mich nicht ganz an Pixar ran, von denen mir ihr Stil einfach besser gefällt. Das ist aber Geschmackssache, auch wenn Pixar die knackigeren Animationen liefert, kann man "How to train you dragon" wirklich nie einen Vorwurf machen. Besonders die Gefechte, das Feuer, Explosionen und etwaige Behaarung (wo die hängt, verrat ich jetzt nicht) sehen bombastisch aus, absolute Augenweide. Das ganze gepaart mit blitzgescheiter Action und dem fetten Soundtrack ergeben die besten Szenen des Films. Wenn er zur Hochform aufläuft und alle Faktoren zusammen kommen. Das Grundgerüst der Story ist, wie in Animationsfilmen üblich, so simpel wie möglich, gut gegen böse, Freundschaft, Liebe, Enttäuschung, Happy End, bla bla bla. Dreamworks verpackt das aber einfach gekonnt in ein Korsett aus skurill-sympathischen Figuren, einem spannenden roten Faden (der mich zwischendurch an Avatar erinnert hat) und feuerspuckenden Reptilien, dass der Streifen ein unglaubliches Tempo an den Tag legt. Kaum dass man sich's versieht, sind schon 60 Minuten rum und ich denke "Wie, nur noch 30 Minuten?". Kurz angehalten, pinkeln gehen, Eis holen, zurückkommen, Kissen zurecht rücken, hinsetzen, Eis bereit stellen, Play drücken und weiter genießen.

In dieser Hinsicht ist "How to train your dragon" der temporeichste Animationsfilm, den ich bisher gesehen habe, und mit Abstand der actionlastigste. Aber die Jungs von Dreamworks wissen offenbar, was sie können, und dazu gehört, wunderbare Actionszenen zu animieren. Powell zimmerte (höhö) dazu einen historischen Soundtrack, der zu jeder Szene wie angegossen passt, der mich aber nach den Lobeshymnen doch etwas enttäuscht hat. Sehr gut, aber nichts hervorstechendes.

Einziger Kritikpunkt an diesem ansonsten wunderbaren Film sind die emotionalen Szenen, die einfach absolut übertrieben sind, sowie das ABSOLUT übertriebene Ende. Da wär weniger mehr gewesen.

Aber da machste erstmal nichts, "How to train your dragon" ist der rasanteste Animationsfilm den ich kenne, mit einer wunderbaren Spannungskurve und ziemlich perfekter Action in sehr perfekten Animationen, was dazu führt, dass er unglaublich viel Spaß macht. Wunderbar.

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facepalm
über Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

9.5Herausragend

Tim Burton, ich kann nichts anderen tun, als mich vor Ihnen zu verneigen. Als der Abspann von „Sweeney Todd“ über den Bildschirm flimmerte, war ich innerlich völlig aufgewühlt. Mein Körper lief auf Hochtouren, das Herz bollerte immer noch, die Bilder sirrten durch meinen Kopf und der Adrenalin-Strom, den mir das Finale dieses kleinen Meisterwerks bescherte, hielt nach wie vor an. Dies hier ist einer von diesen Ausnahme-Filmen, die man alle Jubeljahre mal sieht. Bei dem man danach völlig von den Socken ist, ihn eigentlich gleich nochmal gucken will und bei dem alle Faktoren ziemlich perfekt erscheinen. Allen voran Johnny Depp. Dieser Mann ist jetzt schon eine Legende. Was der für Spannung in sein Gesicht zaubern kann, wie er spricht, sich bewegt und agiert – völlige Hingabe an seine Figur. Nach seiner Performance in „Sweeney Todd“ sollte klar sein, dass das hier ein Weltschauspieler ist. Einer der besten, ohne Frage. Die meiste Zeit an seiner Seite spielt Helena Bonham Carter, die ihre Rolle so locker-leicht und dabei so grandios verkörpert, dass auch ihr eine Verneigung zu Gute kommen sollte. Und dann Alan Rickman! Herrje, wie kann man nur. Was mir hier passiert ist, hab ich bisher tatsächlich noch nie erlebt. Es gibt eine Szene, da spielt er so eindringlich, bedrohlich und düster, da hat er mir echt Angst gemacht und ich hab wirklich Gänsehaut gekriegt. Zeigt sich mal, was mit Filmen so alles möglich ist. Tim Burton gibt „Sweeney Todd“ von Anfang an die enorm düstere, gruselige und undurchschaubare Atmosphäre, an die ich mich bei dem Namen dieses Films als allererstes erinnern werde. Die ganze Szenerie harmoniert hervorragend miteinander, Sweeneys Barbier-Stube, der Keller, Lovetts Fleischpastetenladen – alles hat Burtons Stempel und überall ist die Atmosphäre zum Schneiden. Die wird vorallem durch die Musikeinlagen nicht gebrochen. Der ganze Cast singt wunderbar, die Songs sind allesamt fantastisch (mir hat's vorallem Johanna angetan) und – hey! - Alan Rickman kann singen! Ich hab mich vorallem in Depps Stimme verhört, die ist ja schon beim Sprechen voller Wiedererkennungswert und hat eine herrliche Stimmfarbe, aber der Gesang toppt das nochmal – grandioses Sprachrohr, der Mann.

„Sweeney Todd“ ist ganz großes Kino, von vorne bis hinten. Die Geschichte, die Kostüme, das Set, der Cast, die Musicalanleihen – alles in perfekter Harmonie und einzigartig brillant. Schämen Sie sich was, Mr. Burton. Schämen Sie sich. Ich liebe diesen Film. Hach ja.

"There was a barber and his wife,
And she was beautiful.
A foolish barber and his wife.
She was his reason and his life,
And she was beautiful."

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der cineast

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Den Soundtrack habe ich echt rauf und runter gespielt.


JimiHendrix

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jeah, der soundtrack is echt klasse, hätte nie gedacht, dass ich mal mit einem musical zurecht kommen würde!


facepalm
Kommentare

Bin ich quasi mit groß geworden. Unter meinen Top-Serien immer noch auf Platz 1. Lieblingsserie. Jetzt kann ich mich ja outen.

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facepalm
über Der Herr der Ringe: Die Gefährten

10.0Lieblingsfilm

Ein Ring, sie zu knechten
Sie alle zu finden
Ins Dunkel zu treiben
Und ewig zu binden

Die Sonne neigt sich dem Horizont, die Dämmerung legt sich über die Wetterspitze. Aus dem Dunkel des schwarzen Waldes kriechen langsam neun Gestalten. Hoch oben auf dem Berg über ihren toten Köpfen in schwarzen Roben leuchtet ein helles Feuer. Der Weg ist klar. Der Schleier der Dunkelheit fällt zu Boden und die Gestalten treten aus dem Schatten der himmelhohen Bäume. Mit schnellen Schritten erklimmen sie den hohen Berg, ihre schwarzen Umhänge wehen im Wind. Ein Schrei. „WAS MACHT IHR DENN DA?“ Aufgeregt. Hektisch. Das Feuer erlischt. Die Neun erreichen die Wetterspitze. Sie zücken ihre Schwerter.

„Cut! Bis hierhin! Elijah, auf ein Wort?“
Wood nickt und geht auf den wuchtigen Mann mit dichtem Bart zu, der bereits in seine Richtung läuft.
„Im Moment haben wir noch ein kleines Problem“, sagt er.
„Mortensen?“
Jackson nickt. „Er sitzt noch im Flieger und wird frühestens in zwei Stunden landen.“
"Das ist gut."
„Das bedeutet für uns, dass wir die nächste Szene erst später drehen können“, sagt Jackson.
Er greift nach seinem Megafon, das so klein in seinen wuchtigen Händen wirkt, und sagt
„So Freunde“. Alle Köpfe am Set drehen sich zu ihm.
„Das war’s für heute, Feierabend! Morgen früh geht's pünktlich um 8 Uhr weiter, also seht zu, dass ihr alle ausgeschlafen seid! Viggo Mortensen sitzt in diesem Moment im Flieger und wird in zwei Stunden landen! Ich bin sehr gespannt auf die Arbeit mit ihm und ich habe überhaupt keine Zweifel daran, dass er sich perfekt in unser Team einreihen wird! Also dann, Freunde, ich wünsche jedem eine gute Nacht!“
Vereinzelte „Nacht!“-Rufe hallen durch die Dunkelheit.

Bis vor zwei Tagen stand noch Stuart Townsend in der Rolle des Aragorn vor der Kamera, während des Castings schien er als perfekte Besetzung für den Waldläufer. Doch die ersten gedrehten Szenen offenbaren das Gegenteil: Der Ire passt nicht auf das Wesen der Figur. Peter Jackson ist alles andere als zufrieden. Er will Viggo Mortensen. Doch der ist sich nicht sicher, ob er für so eine lange Zeit nach Neuseeland ziehen kann. Er möchte seine Familie nicht so lange missen müssen. Ironischerweise ist es dann gerade sein Sohn, der ihn überredet, Jacksons Angebot anzunehmen. Noch am selben Abend sitzt Mortensen im Flieger, Richtung Neuseeland. Er ahnt noch nicht, was er seinem Sohn zu verdanken hat. Niemand am Set ist sich darüber im Klaren, was sie da drehen.

In der zweiten Besetzung des Aragorn bewies Peter Jackson wieder, dass für den „Herrn der Ringe“ alle Straßen Richtung Welterfolg führen. Vom Wahl des Drehorts, über den astreinen Cast und das unglaubliche Drehbuch bis hin zur Inszenierung – das Team ist hoch motiviert und jeder einzelne unabdingbar, um den „Herrn der Ringe“ zu dem zu machen, was er werden sollte.

Am Drehbuch schrieben Jackson, seine Frau und eine Mitarbeiterin des neuseeländischen Verlags über drei Jahre. Schwere Umbrüche Tolkiens Roman gegenüber, allen voran Tom Bombadill, den Jackson im Drehbuch komplett strich, gleicht er mit Kniffen wieder aus. So ersetzte er den Elb Glorfindel durch die Tochter des Elbenherren von Bruchtal, Arwen, und kann damit die Lücke des Wohlwollens, das Tom Bombadill hinterlässt, halbwegs schließen – noch dazu wird die Liebesbeziehung zwischen der Elbin und Aragorn für Nichtkenner des Buches deutlich nahbarer. Dieses Beispiel soll zeigen: Als Buchadaption ist der „Herr der Ringe“ ein lupenreines Vorbild. Wie Jackson selbst sagte: „Jede Romanverfilmung ist immer nur eine Interpretation eines Buches. In diesem Fall ist es meine Interpretation.“

Die Schauspielerriege casteten Jackson und sein Team an einem Tag weg, zuerst stand Sean Bean als Boromir unter Vertrag, kurz darauf sprach Ian KcKellen für die Rolle des Gandalf, Sean Astin für Sam, John Rhys-Davis für den Zwerg Gimli, Elijah Wood mit seinen damals gerade mal 18 Jahren für Frodo Beutlin. Orlando Bloom unterschrieb für die Figur Legolas, Liv Tyler sollte Arwen verkörpern und Christopher Lee erklärte sich für Saruman bereit. Und auch der ehrenwerte Ian Holm ist mit von der Partie – den Spaß lässt er sich nicht nehmen. Er ist Bilbo. Wie goldrichtig jede einzelne Entscheidung dieser Schauspieler war, ihre Unterschrift unter den Vertrag zu setzen, sollte sich in den ersten Drehtagen zeigen. „Lord of the Rings“ lesen, ohne Sir Ian McKellen mit den Tonnen Würde in der Stimme im Ohr zu haben? Unmöglich.

Die gesamte Szenerie dieses Projekts mit einer gewaltigen Wucht an Atmosphäre ist es, die den „Herrn der Ringe“ zum Leben erweckt. Ich habe diese Trilogie über 20 mal gesehen und es ist ein Phänomen, dass ich das immer wieder tun kann. Warum langweilt mich die Geschichte nicht? Ich liebe Ian KcKellens Gesichtsausdruck beim Streit, wer den Ring nach Mordor trägt, und Frodo aufsteht mit den Worten „Ich werde es tun!“. McKellens Gesicht fällt komplett zusammen, er sah das kommen und hatte bis dahin gehofft, er würde es nicht tun.

So komme ich hier zu der Erkenntnis, dass an dem „Herrn der Ringe“ drei Menschen beteiligt sind, die alle die Bezeichnung „Genie“ verdient haben: Der erste im Bunde ist J.R.R. Tolkien, der Schöpfer. Er ist es, der in seinem Kopf eine unglaubliche Bilderwelt entstehen ließ und sie zu Papier brachte. Es sind seine Charaktere, seine Geschichte und seine Ideen. Als zweites kommt Peter Jackson hinzu, Tolkiens Quasi-Reinkarnation, der im Stande war, seine Welt tatsächlich zu verfilmen. Er transportierte das volle Werk auf die Leinwand, ein Wahnsinnsakt, für den ich mich vor ihm verneige. Der dritte Mann dieses Projekts, den ich als „Genie“ bezeichnen möchte, lieferte etwas ganz entscheidendes für das Gesamtwerk: Howard Shore. Es ist seine Musik, die die Filme zu dem machen, was sie sind. Seine Themes und Harmonien passen absolut perfekt auf ihre Vorlage. Das Shire-Thema für die Hobbits? Scheiße, ja. Die Brücke von Khazad-Dum? Verdammtes Meisterwerk. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn mich jemand fragt „Sag mal, welche ist die beste Filmmusik für dich?“ – diese. Aus die Maus.

Es lässt sich nichts anderes festhalten, als dass für das Projekt „Der Herr der Ringe“ alle Faktoren zusammenkommen, um es perfekt werden zu lassen. 17 Oscars. Der dritte Teil für 11 nominiert. 11 gewonnen.

Ein Film, euch zu knechten
Euch alle zu finden
Ins Dunkel zu treiben
Und ewig zu binden

„Sauron fears you, Aragorn. He fears what you may become“ – Ian McKellen
„No parent should have to bury their child.“ – Bernard Hill

„For Frodo“

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Braveheart

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Mega Kommentar!!!Hab mir jetzt die Blue-Rays gekauft,natürtlich die Extented Version.Am Wochenende wird alles am Stück geguckt :-)


facepalm

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Ultimative Box :) Vielen Dank.. :)


facepalm
über Braindead

8.5Ausgezeichnet

Kinder, passt auf, was ihr für Drogen nehmt. Äh...dass ihr keine Drogen nehmt. Und schon gar nicht greift man dann zu Stift und Papier und schreibt einen Slasher. Ich muss jetzt hier mal was loswerden, was viele von euch bestimmt garnicht wissen: Peter Jackson kokst.

Anders kann's gar nicht sein. Wahrscheinlich war er auch noch beim Dreh auf Speed oder Hasch, vermutlich hat die ganze Crew so'ne Art Gemeinschaftsdroge genommen. Vielleicht wollte auch jemand seine fünf Kilo Gras aus dem Keller loswerden, wusste nicht wohin und hat sie kurzerhand verbrannt. Wie auch immer es dazu kam, "Braindead" ist und bleibt eins: Einer der besten Trash-Filme die man sich so antun kann.

Tatsächlich hatte Jackson so gut wie kein Budget zur Verfügung, weil er das Projekt selbst finanzierte, und das hatte zur Folge, dass er nur am Wochenende drehte und die Schauspieler dieses Machwerks allesamt Freunde und Kollegen sind. Ein Drehbuch gab es nicht, es wurde aufgenommen, was gerade aus dem Gehirn blubberte.

Moses hatte die Macht, das Wasser des Nils in Blut zu verwandeln. Und auch wenn Jackson den gesamten Fluss leergepumpt hätte, hätte das Blut nur für eine, vielleicht zwei Szenen gereicht. Die Splatter-Ideen sind so herrlich hirnrissig und skurril, wenn ich nur an die Glühbirne denke. Dickes Highlight gleich als Auftakt ist der für knapp 10 Dollar super-unterirdisch-schlecht dargestellte Rattenaffe, der das Maskotchen für Trash sein könnte. Wer würde seinem Kind keine Rattenaffe-Puppe kaufen? Und auch wenn meine Familienplanung noch gar nicht begonnen hat, steh ich dieser Baby-Sache irgendwie skeptisch gegenüber. Gleiches gilt für die Gartenarbeit, aber wenigstens weiß ich jetzt, was für ein Gerät ich als Waffe mitnehme, wenn Romeros "Dawn of the Dead" in ein paar Jahren Wirklichkeit wird. Wir wissen's!

Jacksons sehr spezieller und sehr, sehr schwarzer Humor kommt hier in jeder Sekunde zur Geltung, es zündet jedenfalls so gut wie jeder sogenannte "Gag", auch wenn das hier nichts mehr mit der normalen Definition davon zu tun. Zum unglaublichen Finale dieses Kronjuwels fehlen mir dann auch schlicht die Worte - überladen, prachtvoll, ein Fest.

Absolutes Fun-Slasher-Meisterwerk, bis heute im Genre unerreicht und darf völlig zurecht als Kult bezeichnet werden.

Dass er Jahre später dem Koks den Rücken kehrt und eins der größten filmischen Monumente unserer Zeit dreht, wer hätte das gedacht?

Ein Ring, sie zu knechten,
sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben
und ewig zu binden

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Andy Dufresne

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Der Rattenaffe!Beschde,Beschde!Ich glaube aber du irrst dich,ich denke das der allerhöchstens 4,99 $ gekostet haben kann...:)
Vor gut 10 Jahren zum Start von "John Carpenters Vampire" war in Stuttgart im UFA-Palast "Blutnacht" nach ebengenanntem "JCV" und "Blade" konnte man auf der größten Leinwand (riesige Leinwand) "Braindead " sehen.Ein Fest....Freu mich heut noch manchmal (grad wenn ich (Fan)Kommentare wie deinen lese) das mir diese Nacht vergönnt war...:)


facepalm

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Yes, da wär ich auch gern dabei gewesen ;)


facepalm
über Der blutige Pfad Gottes

8.5Ausgezeichnet

In nomine patris et filii et spiritus sancti.

Kult-Status? Nicht unbedingt. Ein guter Film? Nein.

Stehen die MacManus-Brüder im schon blutverschmierten Bordell und fallen die beiden Sätze "Das ist ja wie auf'm Viehmarkt hier." - "Wir müssten einmal die Woche herkommen und aufräumen.", kann ich nur mit dem Kopf nicken. Dabei bin ich nichtmal religiös. Aber die Botschaft der Boondock Saints ist eindringlich-übertrieben und damit sympathisch, dabei noch wahr und direkt. Inszenatorisch irgendwo zwischen Tarantino und Actionfilme der 90-er Jahre, mit einem Schuss Wachowski-Brüder, in seinem Erzählfluss eindeutig am großen Vorbild Quentin orientiert und mit seinem ganz eigenen Humor und einer unmissverständlichen Botschaft. Am Cast gibt es absolut nichts zu bemängeln, der einzige, der hier offenbar überhastig gecastet wurde, ist der nackte Asiate im Bett mit Dafoe, aber was soll's.

Brillant inszenierte Action, hervorragende Figuren, lockere Dialoge, interessante Geschichte, keine Langeweile, alles entspannt präsentiert. Die ganze Sache darf man natürlich nicht zu ernst nehmen, das tut der Film selber nicht. Merkt man vorallem am Schluss, dass er sein eigenes Spiel mit einem lachenden Auge betrachtet.

Kult-Status? Nicht unbedingt. Ein guter Film? Nein. Ein wahnsinnig starker, in jeder Hinsicht.

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facepalm

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Das mit dem Index versteh ich sowieso nicht, nur wegen der Religion? Haben die Schiss dass jemand auf falsche Ideen kommt und den nachspielt? -.-


facepalm

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Offensichtlich schon, leider.


facepalm
Kommentare

Hat mich bisher nur genervt und da wird sich jetzt nichts dran ändern. Bescheuerte Serie.

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facepalm
über Lang Lebe Ned Devine!

8.0Ausgezeichnet

Wenn man auf der Landstraße zum kleinen irischen Örtchen Tullymore unterwegs ist, schwebt einem langsam dieser Duft in die Nase, den es nur auf dem Land gibt. Weit weg von jedem Hochhaus oder großartigem technischem Schnickschnack. Es riecht nach Wohlsein, Freiheit und einfach frischer Landluft. Frische, unverbrauchte Landluft. Dass dieser Duft größtenteils aus Abwasser und Tierscheiße besteht, interessiert mich nicht.

"Ned Devine" ist jedenfalls eine unheimliche sympathsiche kleine Filmproduktion voller Charme und Liebe zum Drehbuch. Eine herzliche kleine Geschichte, verpackt in einen ironisch-lockeren Unterton, wunderschön erzählt und gespielt. Angereichert mit dem richtigen Sinn für Humor, ohne platte Attitüden oder großartige Klischees. Einfach sympathisch.

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facepalm
über Stirb langsam

10.0Herausragend

Geiseldrama im Nakatomi Plaza, Los Angeles.

Am gestrigen heiligen Abend haben Terroristen das Nakatomi Plaza in Los Angeles, Kalifornien, unter ihre Gewalt gebracht. Dabei nahmen sie rund 30 Zivilisten als Geiseln, die dort aufgrund einer Weihnachtsfeier anwesend waren. Die Polizei traf wenige Stunden später am Tatort ein und versuchte, die Situation mit drastischen Mitteln zu entschärfen. So rückte wenige Augenblicke später ein schwerer Panzerwagen durch die Straßen Los Angeles', welcher kurze Zeit später in Flammen aufging, nachdem die Terroristen mit Raketenwerfern auf ihn gefeuert hatten. Während die Polizei versuchte, von außen in das Nobelhotel einzudringen, arbeitete sich ein Polizist, der sich zu dem Zeitpunkt, als die Terroristen in das Nakatomi Plaza eindrangen, bereits im Gebäude befand, nur mit einer Pistole bewaffnet durch die Reihen der zwölf Aufrührer. Der aus New York stammende Gesetzeshüter konnte noch während des Geiseldramas als John McClane identifiziert werden.

"Willkommen auf unserer Party, Bruder!"

Und dieser John McClane wird verkörpert von Bruce Willis. Einer gegen viele - sein Streifzug als Ein-Mann-Armee durch das Nakatomi Plaza platzt ab der Sekunde, in der die Terroristen das Hotel betreten, vor Spannung. Eine bombastische Spannungskurve, die über zwei Stunden lang aufrecht gehalten wird - dank starken Drehbuch genauso wie durch eine beinharte Inszenierung. Knallharte Action, fetzige Sprüche und hervorragende Charaktere. Allen voran Bruce Willis. Der konnte sich mit diesem Garanten nicht nur als Actionheld etablieren, sondern tut das auch noch ungemein sympathisch und ist damit einer der liebenswertesten Actionhelden, die man auf der Leinwand so bewundern kann. Der Funke Realismus, der Stirb Langsam letztlich als Feuerwerk entfacht, kratzt in der zweiten Hälfte des Films immer wieder an der Ironie, was den ganzen Film erfreulich auflockert, denn er nimmt sich nie zu ernst ohne dabei unrealistisch zu sein - perfekter Spagat.

Kurz und knapp: "Stirb langsam" ist neben wenigen anderen Vertretern tatsächlich der ultimative Actionfilm. Ein perfekter Bruce Willis, ein von mir sehr geschätztes Drehbuch und unglaublich geballte Spannung. In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten.!

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facepalm

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Vielen Dank :)


crab1973

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Gute Kritik! Die 10 ist absolut gerechtfertigt. Bei mir gibts ein halben Punkt Abzug. Dafür kann der Film nix, dafür aber die verfälschende deutschen Syncro.


facepalm
über Nie wieder Sex mit der Ex

8.0Ausgezeichnet

Wunderbar sympathische Herzenskomödie. Jason Segel liebenswert wie immer, da hat der Marshmallow ein hübsches Drehbuch auf sich selbst geschrieben. Und dann sind auch die Nebenrollen spitze besetzt, Jonah Hill seh ich ja sowieso immer gern, die lecker Mila Kunis tut sehr gut und auch Kristen Bell ist sehr süß. Russell Brand dagegen herrlich abgedreht, dem hat Segel seine Rolle direkt auf den Leib geschrieben. Humorvoll und voller Liebe zur Geschichte - sympathisch halt. Immer wieder gern gesehen.

Btw geht der Oscar für den beklopptesten deutschen Titel voller Tam Tam an diesen Film, was soll denn das...

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slangbanger!

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Stimmt schon. Der Film kann so einiges. Mittlerweile kenne ich den schon in- und auswendig und werde deshalb später gut einschlafen.


Punsha

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Ui da hab ich ja vielleicht doch was verpasst. Hatte den wohl unterschätzt, weil er ja von Vielen, von denen ich es nicht dachte, gut bewertet wurde :)


facepalm
über Aliens - Die Rückkehr

7.5Sehenswert

Hui, was für ein Trip. Dem ersten Alien-Teil hab ich bisher nie was abgewinnen können und der hat für mich immer mehr als Schlaftablette funktioniert. Bei den zwei Versuchen in den letzten Tagen, ihn nochmal zu gucken, bin ich beide Male eingeschlafen - da hab ichs dann einfach gelassen. Und mich auf Anraten direkt an den zweiten hier gemacht. Und siehe da: Es funktioniert!

J. Cameron hat Fortsetzungen drauf, das muss man ihm lassen. Das hat schon Terminator gezeigt, von dem der zweite Teil ganz großes Kino geworden ist und mir deutlich besser als der erste gefällt - so auch hier. "Aliens - Die Rückkehr", und was im Titel steht, darum gehts. Der ganze Film fängt sehr beschaulich an. Alles ist ruhig, es wird geredet, verhandelt und sich geeinigt - nichts was man nicht schon woanders gesehen hätte. Dann gehts los. Langsam wird es sehr viel düsterer und die Atmosphäre baut sich auf. Und mit langsam meine ich in diesem Fall sehr langsam, denn er braucht eine Zeit, um in Fahrt zu kommen. Die Atmosphäre wird schließlich immer dichter und dichter, die Geschichte spitzt sich schon früh zu und geredet wird dann auch irgendwann nicht mehr. Höchstens geschrien. Kurz und knapp in Headsets. Und das ganze Szenario wird immer brutaler. An vieles kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich meine der erste Teil war sehr ruhig und setzte deutlich mehr auf Spannung und Atmosphäre. Davon kann hier im Zweiten irgendwann keine Rede mehr sein. Die Spannung ist in ein paar Szenen irgendwann nicht mehr auszuhalten, das muss man sagen. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf der Action. Es wird geballert, geballert, geballert. Irgendwann mal nachgeladen und weitergeballtert. Da werden die ganz großen Geschütze ausgegraben, Flammenwerfer und alles was noch viel kaputt machen kann. Und das macht es auch. In manchen Szenen läuft das Alien-Säure/Blut nur so aus dem Bildschirm und ätzt sich durch den Boden, hinunter ins Erdgeschoss wo es auf der Kimme von Oma Helga landet, die daraufhin einen grausamen Säuretod stirbt, weil sich das ätzende Zeug durch die Kopfhaut brennt, direkt ins Gehirn und dort erstmal jegliche Verbindung zu den Nerven durchtrennt, woraufhin Oma Helgas Kopf auf den neuen Lederbezügen zerfließt, das Gehirn verflüssigt sich und verteilt sich auf dem Parkettboden, was zur Folge hat, dass Großpapa Günther sofort einen Herzinfarkt bekommt und tot danieder liegt. Aber ich schweife ab.

"Aliens" ist also deutlich besser als sein Vorgänger und das sieht man ihm in jeder Sekunde auch an. Cameron hantiert mit der Atmosphäre und messerscharfer Spannung genauso gekonnt wie mit seinen Figuren, der Geschichte und der Action. Apropos Figuren: Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und ich verrate nicht zuviel wenn ich sage, dass im Krieg öfter mal jemand stirbt. Das tut einem dann schon Leid und man vermisst die Figur erstmal - das ist ja genau so, wie es sein sollte. Die Hauptfigur Ripley entpuppt sich tatsächlich als das, wofür wir sie alle immer schon gehalten haben: Als gestandener Mann! Sie schießt nicht nur munter mit, sie hat auch was im Kopf was kriegerisches Treiben angeht. Sie gibt dann ganz schnell den Ton an und wehe ihr widerspricht jemand! Eine echte Power-Frau halt, Weaver gilt wohl zurecht als erster weiblicher Actionstar. Actionstarin. Starissin. Startresse. Durchaus sympathisch.

Alles in allem ist "Aliens" ein harter, dreckiger und extrem düsterer Sci-Fi-Film mit einer hervorragenden Atmosphäre, die einen über zwei Stunden gefangen nimmt und einer aalglatten Inszenierung, sowohl was die Action angeht wie auch die bombastische Spannung. Unbedingt empfehlenswert.

P.S.: Habe den Director's Cut gesehen, der geht ungefähr 30 Minuten länger als die Kinofassung. Mir sind da keine Längen aufgefallen, ich weiß nicht was in der Kinofassung nicht drin ist, aber hier gehörten alle Szenen auch rein die drin waren.

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hoffman587

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@facepalm: Auch wenn es für mich unmöglich ist, mir vorzustellen, dass "Alien" eine Schlaftablette ist, so kann ich das hier doch größtenteils, wenn ich die Stellen mit dem ersten Teil auslasse, unterschreiben:)^^


Darkclaw

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Was ALIENS betrifft, kann ich dir im Großen und Ganzen zu stimmen. Geniales Actionwerk und gelunge Fortsetzung. Aber!!!!
ALIEN als Schlaftaplette zu bezeichnen tut ihm unrecht.
Und ALIENS ist nicht besser als ALIEN, er ist nur anders! Während Scott eher auf subtile Spannung und kurzen aber gut platzierten Schockmomenten setzt, steht Cameron eher für brachiale Actionen und rasanten Kamerafahrten.
Dennoch setzt Beide auf liebenswerte Charaktäre, einen durchdachten Plot und eine Atmosphäre die einen in seinen Bann zieht (nur tut das eben jeder auf seine Weise), weshalb die beiden Filme auf einer Stufe stehen, nur gehen eben Beide in eine jeweils andere Richtung ;-)


facepalm
über The Social Network

9.5Herausragend

"Okay, du wirst später bestimmt mal ein sehr erfolgreicher Computermensch. Aber du wirst dein Leben lang glauben, dass die Frauen nicht auf dich stehen, weil du ein Nerd bist. Und ich möchte dir von ganzem Herzen mitteilen, dass das nicht der Fall sein wird. Es wird daran liegen, dass du ein Arschloch bist."

Mark Zuckerberg ist ein Arschloch. Großkotzig, überheblich und arrogant.

Was David Fincher 1999 mit Fight Club bereits geleistet hat, legt er 11 Jahre später erneut hin: Den Film einer Generation, die Zusammenfassung unserer Gesellschaft, unseren sozialen Spiegel. Die Unterschiede springen einem in Augen und Ohren, wenns Geruchsfernsehen gäbe, bestimmt auch in die Nase: Es geht um Technik, um Aktualität, Geld, Partys und Sex. Um Habgier, Größenwahn, um Milliardenumsatz. Es ist kein Platz für Freunde, es geht nicht um Beziehungen oder soziale Integrität. Mark Zuckerberg ist einsam. Er hat keine Freunde, keine Beziehung. Er ist ein Genie, seine Firma ist heute geschätzte 50 Milliarden Dollar schwer und dazu war nur eine Idee nötig, die heute so simpel und einleuchtend erscheint wie die Erfindung von diesen lustigen Klopömpeln. Und gerade dieser sozial abgekapselte Mensch in seinem dunklen Kämmerlein vor einem leuchtenden Bildschirm mit einer Idee im Kopf ist es, der das größte soziale Internetprojekt der Welt erschafft. Der Menschen verbindet, neue Freundschaften ermöglicht, das Leben im Netz verändert. Dieser Gegensatz ist es, der Zuckerbergs Leben so interessant macht. Das hat auch David Fincher erkannt und mit Hilfe von Aaron Sorkin das Biopic eines Ausnahmegenies geschaffen. Dazu stellte er einen hervorragenden Cast vor die Kamera, Jesse Eisenberg als perfekter Protagonist, völlig verdient oscarnominiert, Justin Timberlake als arrogantes Finanzgenie, Andrew Garfield mit Sympathiebonus. Insgesamt treffen hier alle Säulenträger aufeinander, die Social Network zu seinem völlig verdienten Erfolg verhelfen.

Dieser Film ist wichtig, aktuell und ehrlich. Er beleuchtet die richtigen Facetten, ist goldrichtig gecastet, gedreht und erzählt.

Mark Zuckerberg ist ein Arschloch. Großkotzig, überheblich und arrogant.

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alex023

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Würde mich sehr freuen =).
Passt einfach.


alex023

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Wie oft denn? Ich hab ihn ja bisher 4x gesichtet...


facepalm
über 500 Days of Summer

9.0Herausragend

Super sympathischer Feelgood-Movie. Ein Abbild des Lebens irgendwie, erst wunderschön und voller Enthusiasmus, dann wieder bitter und abstoßend, aber die ganze Zeit (viel zu) ehrlich und smart. Die Harmonie zwischen Gordon-Levitt und der unglaublich süßen Deschanel ist fast beängstigend real – die Inszenierung mit ihren optischen Spielereien und niedlichen Einfällen ist schön frisch und dient nie zum Selbstzweck.

Liebenswert besetzt, erzählt und gefilmt. Charmanteste Liebeskomödie, die man sich zurzeit antun kann. Ein bisschen verliebt bin ich schon.

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Oceanic6

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Fand den etwas enttäuschend und gehyped...


alex023

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Gleich Bewertung - super :)
Bin genau deiner Meinung...!


facepalm
über Blood Simple

4.0Uninteressant

Voller Volldeppen, die sich alle viel zu ernst nehmen. Keiner weiß was der andere weiß und niemand will mit dem anderen drüber reden. Durchaus spannend, sehr atmosphärisch inszeniert und strikt erzählt. Keine großen Spielereien, kein Schnickschnack. Die Wege, die die Geschichte geht, sind teilweise sehr bizarr und an sich keine schlechte Idee. Hätte man die Blödheit der Charaktere nur deutlicher hervorgehoben und das ganze wirklich auf die Spitze getrieben, hätte das ganze auch eine humorvolle Ader. So erschien es mir eher wie ein missglückter Versuch. Noch dazu sind die Dialoge immer wieder hölzern, was den Film ins lächerliche abdriften lässt. Zum Glück fängt er sich dann mit Spannung wieder. Dass sich alles zum Ende hin deutlich zuspitzt, ist dann nur die logische Schlussfolgerung aus dem Kladeradatsch des restlichen Films.

Alles in allem durchaus interessant, aber nichts großes.

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Oceanic6

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Also wenn der Film nicht schwarz-humorig ist, weiss ich es auch nicht. Ein Detektiv, der nicht seine eigenen Spuren verwischt. Ray, der an der blödesten Stelle überhaupt die Leiche vergräbt. Außerdem sind die Dialoge nicht hölzern, sondern absolut realistisch, realistischer geht nicht mehr. Könnte jetzt hier weitermachen, aber das lass ich lieber. Schade, dass dir der Film nicht gefallen hat. :(


Le Samourai

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Vollste Zustimmung, Oceanic. Grandioses Debütwerk, 6 Punkte grenzen an Blasphemie :)