feininger75 - feininger75s Kommentare zu Filmen

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feininger75
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Bobby Fischer als ein "eigentlich langweiliges Terrain" zu bezeichnen ist dann doch recht gewagt: Immerhin hat der in seiner Vita Schlagworte wie folgende stehen: legendäres Schachgenie, Wahnsinniger, Antisemit, Amerikaner der Amerika hasst und sich positiv über die Anschläge von 9/11 im japanischen Radio äußert, Reisender zwischen Bosnien, Japan und Island, dazwischen verhaftet und verklagt... Eine zerissene, tragische, abscheuliche Lebensgeschichte von Fincher verfilmt? Hört sich für mich gar nicht so langweilig an.

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feininger75
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Susanne Bier gehört definitiv zu den besten aktuellen Regisseurinnen. Ich würde außerdem noch die Spanierin Isabel Coixet nennen, die zumindest mit "Mein Leben ohne mich" einen sehr berührenden Film abgeliefert hat. Derzeit höre ich von allen Seiten, dass "Die Fremde" - das Regiedebüt der Schauspielerin Feo Aladag - sehr sehenswert sein muss.

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feininger75
über Watchmen - Die Wächter

7.5Sehenswert

Ganz ehrlich: Ich bin kein besonderer Comicfilm-Fan. Aber "The Watchmen" hat mir einen unterhaltsamen DVD Abend beschert. Liebevolles Design Setting, mal andere Superhelden (gibt es eigentlich ganz normale Superhelden?), ab und an eine beherzte Actionszene um nicht komplett ins epische Erzählen abzudriften und eine Story bei der man mal das Hirn nicht komplett ausschalten muss. - Wobei ich aufgrund des Films die Literaturnobelpreisverdächtigkeit der Vorlage die überall proklamiert wird, nicht recht nachvollziehen kann. Aber das wäre bei "Die unendliche Geschichte" ja auch nicht anders gewesen.

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feininger75
über Die Liebe und Viktor

8.0Ausgezeichnet

Die Liebe und Viktor ist eine dieser No-Budget Filmperlen, die viel zu häufig übersehen werden. Eine liebevolle Buddy Komödie über die Unmöglichkeit der Liebe, die mit einem sehenswerten Cast aufwartet. Ein herrlich verschrobener Rolf Zacher gibt sich hier genau so die Ehre wie ein depressiver Samuel Finzi, der gerade im ZDF seine neue Krimiseire Flemming gestartet hat.

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Popstars. Würde jetzt gern behaupten, dass ich da auch eine Meta-TV Ebened drin entdeckt habe, aber ehrlich gesagt sehe ich nur einen überdrehten Tanzlehrer mit Gewichtsproblemen, der irgendwelchen kruden tschaka kram labert (ein besseres verbfällt einem da leider nicht ein) und psychoterror auf minderjährie ausübt. und was mach icke? schau es mir trotzdem an... shame on me.

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Kraizee

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geht mir genauso, beste Unterhaltung :)


feininger75
über Friendship!

Das ist der lustigste Trailer für einen deutschen Film seit langem... Freu mich sehr auf Friendship.

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Ich gebe dem Außenseiter Slumdog Millionär meine Stimme. Ich hasse diesen Trend zum Elends-Tourismus Film reicher Europäer schon seit Florian Gallenbergers Bonbon-Kitsch Quiero Ser in Mexiko.

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feininger75
über 66/67 - Fairplay war gestern

9.0Herausragend

Der Film ist alles mögliche - aber sicherlich der untypischste Fussballfilm den ich kenne. Erinnert eher an amerikanisches Independent Kino der 80er Jahre als an einen deutschen Nachwuchsfilm. 66/67 versammelt dabei ein paar der besten deutschen Schauspieler um die 30 (Fabian Hinrichs, Christoph Bach, Melika Foroutan). Denke in ein paar Jahren könnte der Film denselben Effekt wie Diner von Barry Levinson haben. Wenige kennen den Film, aber die Schauspieler darin kennen 10 Jahre später alle.

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feininger75
über Sin Nombre

8.0Ausgezeichnet

Gelungene Verbindung von Gangster Film und Emigranten Drama. Die Fahrt aur den Zugdach durch Mexiko wird zum düsteren Abenteuer in diesem packenden Debütfilm des erst 29jährigen Regisseurs. Man merkt dem Film die Perfektion der Sundance Schule an, den Stilwillen, die Pracht der Inszenierung. Vielleicht ein wenig zu glatt, zu smart und mit zu wenig Überraschungen um einen wirklich nachhaltig großen Eindruck zu hinterlassen, aber defintiv das Eintrittsticket nach Hollywood für Fukunaga.

Wer danach von mexikanischen Gangs nicht genug bekommenb kann, dem sei das großartige Epos "Blood In, Blood Out" ans Herz gelegt.

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feininger75
über The Good, the Bad, the Weird

8.0Ausgezeichnet

Der Film "The Good The Bad The Weird" wirkt mit seiner lässigen Zitatlastigkeit wie ein asiatischer Gruß an Quentin Tarantino. Doch im Vergleich zum amerikanischen Klau-König beherrscht Kim Ji-Woon den filmischen Raum mit einer noch atemberaubenderen Präzision. Egal ob der Überfall auf einen überfüllten, fahrenden Zug, die Kämpfe in den verwinkelten Gassen und Hütten des Schwarzmarkts oder das Vorfinale mit hunderten von Reitern, Jeeps und Motorrädern in der Wüste. Auch wenn ständig mindestens drei Parteien parallel miteinander kämpfen, behält der Zuschauer immer ein Gefühl dafür wer wo steht. In Zeiten von Michael Bay Langweilern, die mehr auf die Größe der computeranimierten Explosion als auf filmisches Handwerk geben, kann man gar nicht anders als der handgemachten Action mit einem zufriedenen Lächeln zu folgen.

Einwände?
Die Story ist dünn. - Geschenkt.
Der klamottige Humor asiatischer Filme nervt. - Seis drum.
Und der Film ist dann doch recht lang. - Das sind die Italowestern-Vorbilder nunmal auch.

Für die die "Kill Bill" wirklich für interessantes Arthouse Action Kino halten, sei "The Good The Bad The Weird" als Nachhilfeuntericht wärmstens empfohlen. Und wer dann wirklich Angst vor koreanischen Filmen mit englischen Untertiteln hat, der muss halt warten bis in ein paar Jahren das Hollywood Re-Make folgt. Mal sehen, wer dann auf dem Regiestuhl sitzt.

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feininger75
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Defintiv ein Fugazi.

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feininger75
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Ein TV Movie nachdem die Serie abgesetzt wurde - tatsächlich ein seltener Fall. In der Filmbranche hält sich das Gerücht die Abfindung im Vertrag von Alexandra Neldel soll so hoch gewesen sein, dass es für den Sender lohenender war einen Film in Auftrag zu geben... Lieber einen Film den man gar nicht haben will, als eine Zahlung für Nichtleistung. Bizarre Situation. Aber die Kritiken machen doch Hoffnung, dass Regisseur Hendry das beste aus diesen sonderbaren Zutaten gemacht hat.

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seltsam1

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seltsam, gleich 2 Filme produzieren, die mit Sicherheit nicht billig waren und das soll günstiger gewesen sein als die Abfindung?

aber zum Thema "Killerjagd"
klasse Film, freu mich schon auf den Nächsten


seltsam1

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ähm, es wurden direkt 2 Filme gedreht
der 2. heißt: Schrei, wenn du dich traust
siehe Teamworx.de
ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Abfindung sooo hoch war
und wenn, sehr clever


feininger75
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Ich find das ist ein genialer Trailer!!!

Meines Wissens nach wird der Wild Bunch Germany der neue Verleihableger des gleichnamigen französischen Rechtehändlers den Film in Deutschland ins Kino bringen. (Der erste Film den sie hierzulande gemacht haben war "Che" von Steven Soderbergh). Starttermin steht aber wohl noch nicht fest.

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feininger75
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So cool, das ihr die Jungs von "Up" für den Video-Check bekommen habt. Loved it!

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feininger75
über Der Knochenmann

7.5Sehenswert

"Der Knochemann" ist auch ohne Insider Wissen in die Welt der Brenner-Kriminalromane ein sehenswerter Film. Ein Provinzthriller, dessen schräge Eigenwilligkeit aus der Ferne einen österreichischen Gruß an die Gebrüder Coen und deren Film "Fargo" sendet.

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feininger75
über Der fremde Sohn

8.0Ausgezeichnet

Mit "Der fremde Sohn" gelingt Eastwood ein deutlich härterer Film als der weithin mehr geliebte "Gran Torino" der sein Thema Rassismus eher drollig abarbeitet.

Wer in der Lage ist seine Vorurteile über Angelina Jolie über Bord zu werfen sieht eine phantastische schauspielerische Leistung: Jolie macht sowohl die physische Anspannung und den psychischen Druck der auf ihr als allein erziehender Mutter auf der Suche nach ihre verschwunden Sohn lastet, in jeder Sekunde spürbar.

Schade, dass der Film dann eigentlich nach 70 Minuten auserzählt ist. Bis dahin ist der Film ganz bei sich, eine Allegorie aus den 20er Jahren auf das moderne Amerika der Bush Ära in dem Bürgerrechte reihenweise per Dekret ausgehebelt wurden. Das Gerichtsdrama das dann noch rund eine Stunde folgt, ist leider deutlich weniger interessant und entspricht eher einem katharsischen Wunschdenken des Regisseurs über eine amerikanische Zivilgerichtsbarkeit, die in den letzten Jahren nicht stattgefunden hat. Da hat Angelina Jolie ihren Kampf schon längst gewonnen, die Akzeptanz des Unausweichlichen ist nur noch ein leiser Nachklang, ohne den der Film einen deutlich kompakteren Gesamteindruck gemacht hätte.

Im direkten Vergleich zeigen die beiden jüngsten Eastwood Filme daher, dass das Publikum eher einen runden Schluss wie in "Gran Torino" einer runden Geschichte wie in "Der fremde Sohn" vorzieht. Ich konnte mit dem Thriller dennoch deutlich mehr anfangen.

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feininger75
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Die unmittelbarste Dokumentation gelang den Brüdern Jules und Gedeon Naudet, die im September 2001 einen Film über eine New Yorker Feuerwehrwache drehten.

Ihre Aufnahme vom Einschlag des ersten Passagierflugzeugs galt lange Zeit als einzige Aufnahme der ersten Katastrophe.

Ihr Film "11. September – Die letzten Stunden im World Trade Center" begleitet die Männer der Feuerwehrwache unmittelbar nach der Katastrophe und wird auch zu einem berührenden Drama unter Brüdern, da Gedeon lange denkt Jules könnte unter den Opfern des eingestürzten WTC sein.

Ich habe den Film sehr sehenswert in Erinnerung.

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feininger75
über Avatar - Aufbruch nach Pandora

Gerade auf der IFA den 3D Trailer am Panasonic Stand gesehen. Finde der Ausschnitt sieht immer noch aus, wie ein mittelgutes X-Box Game. Richtig geflasht hat es nicht. Bin dennoch gespannt ob James "King of the World" Cameron mit Avatar einen neuen Weltrekord der ewigen Blockbusterrangliste hinstellt oder Jahre nach Titanic doch noch kreativen Schiffbruch erleidet.

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Falkenfluegel

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mittelgutes X-Box Game. Ja ne, schon klar. Warum müssen die Leute eigentlich immer so einen übertriebenen Schwachsinn labern, ich verstehe es nicht.


feininger75

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Hmm, schwer zu sagen, aber vermutlich weil der Trailer auf mich so wirkt wie ein ein mittelgutes X-Box Game?


feininger75
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Werner Herzog is the man!

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feininger75
über 96 Hours

6.0Ganz gut

Luc Besson - der französische Experte fürs Simple - liefert mit "Taken (aka: 96 Hours) nicht nur das liebesvollste Werbevideo für Albanien ab, sondern produziert auch gleich noch eine autoerotische Vorlage für Dick Cheney. Der ehemalige Vize Präsident von Amerika, der sich mit seiner Begeisterung für Folterverhöre weltweit wenig Freunde gemacht hat, wird sich angesicht des gnadenlosen Racheengels Liam Neeson glücklich die Hände reiben. Hier wird mit Elektroschocks und Morddrohungen gegen Familienangehörige ein wahres Geständnis nach dem anderen aus den Schwerverbrechern gepresst, dass es jedem Neo-Con eine reine Freude sein muss. So oder so ähnlich muss man sich wohl die Realität im Weißen Haus vorgstellt haben, als man das Waterboarding gut hieß.

Natürlich ist der Vorwurf von den Filmemachern einkalkuliert. Daher ist es fast schon müssig darüber zu diskutieren oder sich gar darüber zu echauffieren. Um mit der Realität abgeglichen zu werden hat "Taken" einfach viel zu viel von einem Computerspiel mit echten Schauspielern. Die Handlung ist so linear, dass man sich an Ego-Shooter der ersten Generation erinnert, die nur eine Richtung durch jedes Level kantten. Das ganze hat Tempo, ist leidlich gut choreografiert, lebt aber vor allem von dieser grimmigen Grundhaltung der Hauptfigur. Was in den 70er Jahren rund um Clint Eastwoods Dirty Harry noch spannend war, ist leider 2009 ein alter Hut, der auf der X-Box besser funktioniert als im Kino. Das ganze ist daher genau so mittelmäßig zu bewerten wie 95% Filme die wir Luc Besson verdanken.

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