Natürlich erreichen deutsche Serien nicht den amerikanischen Standard. Das liegt an zwei Gründen: Geld und Autoren. Gute Schauspieler und Regisseure haben wir.
Aber es gab auch hierzulande schon ein paar hervorragende Serien. Insofern, das ewig typisch deutsche selbstzerstörerische Gejammere und die chronische Miesmacherei von Moviepilot, was deutsche Filme und Serien angeht.... irgendwie langweilt's.
Kann sich die Redaktion nicht mal was anderes ausdenken, als in deutschem Selbsthass zu baden?
ich würde nicht unterschreiben, dass es in Deutschland keine guten Autoren und Regisseure gibt. Nur lässt diese Leute keiner ran, weil der Großteil der Geldgeber und Produzenten permanent die Hosen voll haben, wenn es darum geht, etwas neues auszuprobieren. Nein nein, da bleiben wir lieber bei dem Konzept, das wir schon seit 40 Jahren einigermaßen rentabel fahren.
Man traut sich einfach hierzulande viel zu wenig, eben mit dem Hauptgrund, dass die Entscheidungsträger vielleicht Ahnung vom Geld haben, aber nicht von Filmen/Serien.
Flme wie "What a man" mit ihrem Dildo Humor, der an Prosieben Komödien von 1993 erinnert, sind sicher schlechte Beispiele für deutsche Komödien. Aber es gibt durchaus auch Lichtblicke, auch im kommerziellen Bereich. Simon Verhoeven's" Männerherzen" war ein grosser Wurf, auch wenn Til Schweiger mitgespielt hat ( was eigentlich für mich bereits ein " Hassgrund" ist). Aber "Männerherzen" hatte ja nicht nur detailiert ausgearbeitete Figuren ( Justus von Dohnany alias Bruce Berger!), grossartige Schauspieler ( Nadja Uhl, Christian Ulmen, Florian David fitz etc.) und originelle Geschichten, es hatte geschliffene Dialoge, sehr komische Pointen und trotzdem eine berührende Emotionalität, ähnlich wie z.B. "Tatsächlich....Liebe". Dass die Inszenierung zudem perfekt getimed, flüssig und schwungvoll war, ist auch alles andere als selbstverständlich. Für mich war das beispielsweise auch ein viel besserer Film als " Lammbock", der zwar sympathisch war, aber eben auch nicht ohne spiessig, zotigen "Teenie-Sexhumor" auskommt. Der zweite Teil von " Männerherzen" war dann zwar etwas flacher, aber immer noch - handwerklich - das Beste, was man in Deutschland an Komödie in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat. Wenn man über deutsche Komödien der letzten Jahre spricht und die beiden herausragenden "Männerherzen" Filme dabei gar nicht erwähnt, kann man die Diskussion eigentlich gleich ganz lassen.
Wie auch der erste Teil ist nun auch die Fortsetzung von " Männerherzen" für mich ein Highlight und eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Filmlandschaft. Man kann sagen, was man will.....aber rein handwerklich betrachtet, kann dieser Film einfach als einer der ganz wenigen auf Hollywoodniveau mithalten, ja ich, finde ihn sogar besser gemacht als die meisten US Komödien. Das Timing stimmt in jeder Szene perfekt, die Dialoge sind auf den Punkt geschrieben, der Look und die visuelle Umsetzung sind hochwertig, die Schauspieler allesamt in höchster Spiellaune. Ausserdem sind die Geschichten dieser Männertruppe einfach echt witzig und charmant und manchmal auch berührend. Angenehm fand ich auch, dass auf Dildowitzchen und Fäkalhumor verzichtet wird. Das hat der Film auch gar nicht nötig....die Dialoge, die Szenen, die Songs von Bruce Berger sind komisch genug. Wer Til Schweiger nicht mag, kommt hier trotzdem auf seine Kosten, es sind hier einfach die besten deutschen Schauspieler unserer Tage am Start und das merkt man in jeder Sekunde.
Ich bin auch kein Til Schweiger Fan, aber Til auf dem Pony.....ich muss schon sagen, da bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Lachen. Es sieht einfach so herrlich dämlich aus. Dass er das überhaupt mitmacht, beweist ja schon eine Menge Selbstironie, die ich gar nicht erwartet hätte. Mein Fazit ist, wer den ersten mochte, wird vom zweiten genausogut unterhalten werden, auch wenn der Film nicht ganz so rund und emotional ist wie der erste. Verglichen mit anderen, deutschen Komödien unserer Zeit sind die "Männerherzen" Filme von Simon Verhoeven einfach herausragend.
Natürlich ist der Film - wie jeder Tykwer - gut gemacht, keine Frage. Aber leider erweckt der Film - auch wie jeder Tykwer überhaupt keine Emotionen, er berührt nicht, die Figuren bleiben letztlich künstliche Versuchobsjekte auf Tykwers intellektuellem Schachbrett, sie werden - trotz des guten Schauspiels - niemals real und menschlich. Tom Tykwers Filme gleichen Essays, er fabuliert über ein ersonnenes Thema, prüft es experimentell, variiert es, füllt es mit künstlicher Poesie. Aber das, was ein Kinoerlebnis letztlich wirklich gross macht, EMOTION, hat Tom leider noch in keinem einzigen seiner Filme geschafft. Man sieht sich seine Filme an wie interessante Bilder einer Kunstaustellung, aber gepackt, mitgerissen und berührt....wird man nie. Man würde ihm wünschen, dass er es irgendwann nochmal schafft, eine ganz simple Geschichte zu erzählen, die dem Zuschauer nahe geht
Die Romanvorlagen von Tommy Jaud wären durchaus für witzige Kinokomödien geeignet, allerdings hat es bisher kein Regisseur geschafft, die Filme aus einer "Gagparade" herauszuheben und ihnen auch emotionales Unterfutter zu geben. Dass bei "Resturlaub" der Hauptdarsteller auch noch ziemlich mau und uncharismatisch ist, macht die Sache natürlich noch schwerer. Jauds Bücher können als Filme funktionieren, wenn den Figuren und ihren Handlungen realistische, emotionale Motivationen hinzugegeben werden würden, wenn alles etwas wärmer, echter und menschlicher wirken würde, so dass man bei allem Lachen mit ihnen mitleidet und mitfiebert. Einem Film wie "Männerherzen" um nur ein deutsches Beispiel zu nennen, ist das vortrefflich gelungen. Auch "Hangover" gelingt, bei allem Wahnsinn, dass man die Figuren menschlich mag, dass man will, dass sie ihr Ziel ( die Hochzeit) erreichen. Bei den bisherigen Verfilmungen von Jaud ist einem leider irgendwie völlig egal, was mit den Figuren passiert, es fehlt vollends der Charme und Sympathie. Der Trailer zu "Resturlaub" wirkt einfach nur nervig und unendlich plump.
Wow, was für ein intellektueller und anspruchsvoller Kommentar von Herrn Chrisen!
Christian Ulmen ist " Dreck". Von soviel Differenzierungsvermögen und Argumentationsgeschick ist man wirklich beeindruckt! Vielleicht doch lieber wieder das Foto entfernen, Herr Chrisen, damit es nicht ganz so peinlich wird?
Und noch ein kleiner Kommentar zum Artikel. Wenn " Männerherzen" nicht als Blockbuster gilt, obwohl er soviel Zuschauer wie " Inglorious Basterds" und " Hangover " und mehr Zuschauer als " Transformers, Slumdog Millionair, Sherlock Holmes undundund" erreicht hat, dann fragt man sich schon, als was man hierzulande denn einen Blockbuster bezeichnet...?
Sind denn dann nur "Avatar" und "Ice Age" Blockbuster??
Strange....
Johanna Wokalek ist toll, das steht ausser Frage. " Die Päbstin" an sich ist aber nichts weiter als ein zu gross geratenes Sat 1 Eventmovie. Ein sentimentaler Schinken, der keine Haltung und keine Vision hat. Irgendwie persönlichkeitslos. Abgefilmte Sets. Episches, grosses Erzählen, aber ohne Funken, der überspringen will. Vergleichbar mit " die Buddenbrocks" von Breloer. Kino für das spiessige Bildungsbürgertum von einem routinierten Regielangweiler, würde ich mal sagen. Kitschige Unterhaltung mit scheinbarem Anspruch.
Mal ganz abgesehen davon, dass Sönke Wortmann der einzige von einigen angefragten deutschen Regisseuren war, der charakterlos genug war, sich auf den Stuhl von Volker Schlöndorf zu setzen, der von Constantin gefeuert wurde, nachdem er das Projekt jahrelang entwickelt hatte.
Und genau so fühlt sich der Film an. Wortmann hat einen Job gemacht. Ohne Esprit. Ohne Leidenschaft. Ohne Haltung.
Wer momentan einen guten deutschen Film im Kino sehen will, sollte sich " Männerherzen" ansehen. Da steckt in jeder einzelnen Sekunde mehr Ideen und Charme drin, als in zwei Stunden "Päbstin".
Da ist der alte Kalauer fällig: Millionen Fliegen können nicht irren! Scheisse schmeckt nicht ganz scheisse! Ohne damit sagen zu wollen, dass der Film scheisse wäre - er ist lediglich durch 1 Mio Besucher sicher nicht legitimiert und Tiefschläge als Kritiker-Mobbing-Strategie rechtfertigen sie immer noch nicht.
Ja, das hast Du definitiv mal Recht.
In den Kinos läuft jede Menge Scheiss und Millionen gehen rein und natürlich sagt das gar nichts über die Quali von dem Film aus.
Nur reden wir eben hier nicht von " Männersache" von Mario Barth oder dem neuen Atze Schröder Brüller oder "Dreiohrschneckchen", sondern von einer echt smarte, deutschen Komödie, die gut geschrieben und gespielt ist. Finde ich jedenfalls. Und deshalb finde ich auch die 2 Mio Zuschauer in diesem Fall ziemlich erfreulich.
Die Storyline mit Justus von Dohnanyi als Schlagersänger Bruce Berger war für mich jedenfalls nicht nur die lustigste Geschichte in Männerherzen, sondern auch die lustigste Geschichte in einer deutschen Komödie seit langem. Maxim Mehmet fand ich auch besonders gut, den hatte ich davor nur in "Fleisch ist mein Gemüse" gesehen. Und selbst Til Schweiger, den ich sonst eigentlich nicht ausstehen kann, ist in " Männerherzen" echt unterhaltsam.
Wenn Du anderer Meinung bist, sei es Dir natürlich von Herzen vergönnt.:)
Ziemlich absurd, gerade dieser Komödie vorzuwerfen, ihr fehle Gefühl. " Männerherzen" ist nicht nur glänzend gemacht und wirklich komisch, sondern hat wirklich emotionale, berührende Momente.
Ein Highlight inmitten der deutschen Komödienlandschaft. Finde ich jedenfalls.
Ein seltsamer, düsterer, wunderbarer, eigenartiger Film von einer ganz speziellen Poesie.
Richard Kelly hat hier ein Meisterwerk geschaffen, auf zutiefst originelle und persönliche Art und Weise. Einer der spannendsten amerikanischen Filmemacher unserer Tage.
Fatih Akin ist ein interessanter Filmemacher. Aber mittlerweile kann er wirklich alle seine Filme als Meisterwerke verkaufen und die kunstgewerbliche Festivalindustrie mitsamt ihrer Kritikerhorden kaufen dem "Kaiser sämtliche neue Kleider" ab.
"Auf der anderen Seite" ist ein gut gemachter Film. Ja, auf jeden Fall.
Akin ist handwerklich gut und er ist ein leidenschaftlicher Filmemacher, keine Frage.
Aber ob er wirklich intellektuell so scharfsinnig und tiefgründig ist, wie ihm die meisten Kritiker unterstellen, bleibt zu bezweifeln, zumindestens hier.
Was der Film eigentlich aussagen soll oder inhaltlich darstellen soll, bleibt sehr nebulös.
Macht ja nichts, könnte man sagen. Ist ja schön, wenn ein Film auch mal " nichts" aussagen will. " Auf der anderen Seite" tut aber so, als würden hier sehr bedeutungsvoll grosse Themen wie Fremdsein, Sterben, Einsamkeit, Suchen und Lieben auf tiefgründige Weise abgehandelt.
Dabei wird eigentlich gar nichts behandelt. Alles ist nur behauptet und konstruiert, mal dahin, mal dorthin.
Man sieht zwar nicht ungern zu, wie die Figuren von einem Ort zum anderen gehen und mal dies, mal das tun, aber irgendwie - wäre es nicht Akin und das Thema so kulturell bedeutungsvoll - schärft sich keine gemeinsame Stimme aus all den Geschichten.
Nichts kommt zum Abschluss. Nichts wird wirklich klar.
Man weiss nicht so recht, was all die Handlungsstränge eigentlich wollen oder sollen.
Die Geschichten sind extremst konstruiert, voll von politisch korrekten Lieblings Kritiker Figuren wie lesbischen türkischen Terroristinnen ( gegen was auch immer sie kämpfen, bleibt unklar) und bedeutungsvollen Blicken in die Ferne.
Anders als beispielsweise "Babel" oder " Happiness" gibt es keine wirkliche Verbindung unter den Figuren, kein gemeinsames Thema.
Klar, es geht um Suchen, Sterben und Lieben, aber keine einzige der Geschichten hat wirklich Relevanz, alles wirkt irgendwie willkürlich und teilweise unsorgfältig erzählt.
Am Ende geht dann ein Mann ans Meer und sieht hinaus in die Ferne.
Ein schönes Ende. Mal abgesehen davon, dass jeder Film so enden könnte. Vor allem jeder Arthouse Film.
Auch am Ende wartet man vergeblich auf etwas, das dem Ganzen einen grösseren Sinn, oder ein gemeinsames Gefühl verleiht.
Starke Regieleistung von Uli Edel. Und Johanna Wokalek ist fantastisch, ebenso wie Nadja Uhl. Der Film hat viel Prügel bekommen, weil er angeblich nicht genug Einsicht in die Psychologie und Hintergründe biete und zu sehr auf Unterhaltung setzt. Typische deutsche Kritik. Dieser Film hat das Thema auch jungen Kinobesuchern näher gebracht und dazu muss man natürlich die Mittel des Unterhaltungskino einsetzen. Alle anderen sollen das Buch lesen oder sich einen Dokumentarfilm ansehen.
Ein rasanter, spannender Anfang, dann kommt nichts mehr ausser einer gnadenlos konstruierten Gutmensch Belehrungs Geschichte über die verdummende Welt der Medien. Wenn man die Geschichte wenigstens ein bisschen glauben könnte, oder sie in ihrer Absurdität unterhaltsam wäre, aber nein, der Film entwickelt leider weder Spannung noch Emotion. Weingartner versteht sich als " Weltverbesserer" und irgendwie ist das ja auch ganz erfrischend, mal wieder einen Regisseur zu haben, der es wirklich ernst meint.
Diesmal aber die " heilige" Message des Regisseurs dem Film im Weg.
Schade eigentlich. Eine gute Idee. Und dass Weingartner was drauf hat, ist ja auch klar.
Die fiktive TV Shows sind auch durchaus originell gemacht. Aber manchmal würde man Weingartner wünschen, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen...
Unfassbar schwach. Mario Barth mag auf der Bühne durch eine Menge Energie ( weniger durch guten oder gar originellen Humor) überzeugen, aber in diesem lieblosen " Lass uns Geld mit Mario Barth machen" Machwerk müssen nicht mal Mario Barth Fans lachen.
Abgedroschene Kneipensprüche aus den 80er Jahren, Gags, die man zehn Minuten vorher kommen sieht, kein Timing, kein Charme, kein gar nichts. Anja Kling kann einem nur leid tun.
Ein echt peinlicher Film.
Es gibt Sequels, die sind stimmig, unterhaltsam und sie tragen auch als eigener Film.
Final Destination 4 ist das Paradebeispiel einer lieblos gemachten, nur auf Kommerz kalkulierten Fortsetzung einer erfolgreichen Reihe.
Man weiss den ganzen Film über nicht, was die Figuren eigentlich machen.... ausser sterben und wenn sie nicht sterben, gut drauf sein und Quatsch reden.
Sie haben keine Profile, keine Berufe, keine Familien, keine charakterlichen Eigenheiten, keine Entwicklung, kein gar nichts.
Und die Unfälle sind mittlerweile einfach nur noch ekelhaft, Gedärme fliegen durch die Gegend. Einfach nur schlecht.
Sicherlich eine gute Grundidee, aber irgendwie hebt der FIlm nie ab.....sondern plätschert so vor sich hin. Wotan Wilke Möhring ist überzeugend und auch die anderen Schauspieler sind okay, aber trotzdem interessiert man sich einfach nicht genug für die Charaktere. Es kommt weder Spannung auf, noch sind die Szenen dermassen unterhaltsam oder komisch, dass man über diese mangelnden Zugkraft der Story hinwegsehen könnte.
Naja. Kann ja mal passieren. Einfach ein misslungener Film.
Wer über diesen Film nicht lachen kann, sollte dann vielleicht doch besser mal zum Arzt gehen.
Das Timing, die Dialoge und das ernsthafte, nicht überzogene Spiel der Schauspieler sind einfach grossartig. Regisseur Jay Roach hat hier wunderbare Arbeit geleistet. .
In Hollywood und auf der ganzen Welt haben sich die besten Drehbuchautoren verwundert die Augen gerieben, wie Ihnen dieses simple Szenario, diese auf der Hand liegende Grundidee ( Meet the parents: ein Mann muss die Eltern seiner Verlobten überzeugen, dass er der Richtige ist) jahrzehntelang entgehen konnte.
Dieses einfache Set Up entwickelt enorme Kraft und universellen Appeal. Kein Wunder, dass diese Komödie auf der ganzen Welt ausnahmslos die Kinokassen klingeln liess. Jeder kann sich mit dieser Grundkonstellation identifizieren. Jeder kennt die Peinlichkeit und Aufregung, wenn man die Eltern der Liebsten oder des Liebsten zum ersten Mal trifft und dabei versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Von Anfang an ist man auf Ben Stillers Seite. Ein herrlicher Film, der zwar am Schluss vielleicht ein klein wenig übertreibt in seinem turbulenten Chaosfinale, aber hier muss man auch realistisch sein.
So eine Komödie, die um die 60 Mio Dollar kostet, ist nun mal auch darauf ausgerichtet, den Massengeschmack zu bedienen ( sonst gibts eben kein Greenlight) und dazu gehören nun mal grössere, auch actionsreiche Setpieces und "Trailerszenen."
Die Highlights von " Meet the Parents" sind aber die kleinen, leiseren Momente, die Peinlichkeiten zwischen Stiller und De Niro und auch seiner Frau Blythe Danner ( Gwyneth Paltrows Mutter übrigens), die Pausen zwischen den Dialogen, die Blicke, das Timing. Das alles hat einen grosse Realismus, eine Liebenswürdigkeit und Menschlichkeit und nur deshalb hat dieser FIlm so überdurchschnittlich performed, nicht wegen der grossen Comedymomente. Owen Wilson ist ein Highlight als Ex Freund von Ben Stillers Verlobten, er spielt den Antagonisten so herrlich zurückgenommen, entspannt und schräg komisch, dass man ihn fast gern haben müsste, stünde man nicht so sehr auf Stillers Seite.
Wer sich gewundert hat, wie brilliant De Niro Komödie spielen kann, sollte sich mal "King of Comedy" ansehen, einen fast vergessenen und ziemlich unterschätzten frühen Film von Martin Scorsese.
Charmant, abgedreht und witzig. Als Kind fand ich den Film einfach super.....heutzutage ist es schwierig, den Film mit der gleichen Begeisterung zu sehen. Er wirkt, wie die meisten Filme der 80er langsam und unausgegoren. Aber ich bleibe dabei. Kinderaugen haben immer recht.
Auf jeden Fall eine ungewöhnlicher und originelle Komödie....
Das handwerkliche Geschick des jungen Spielberg bei diesem FIlm zeigt sein ganzes Talent.
Seine Methodik, jede Szene mittels komplexer und ungewöhnlicher Blickwinkel zu montieren, ist wie bei " Duell" hier bereits voll erkennbar und hat Filmemacher über Generationen geprägt. Berühmt ist der Dolly in - Zoom Out ( Vertigo - Shot) auf Roy Scheider, wenn er vom Strand aus die Haiattacke beobachtet.
Der Dreh zu " Jaws" war anscheinend von Katastrophen und Widrigkeiten geprägt, das Hai Modell funktionierte nicht oder nur manchmal, der Dreh auf dem Wasser war extrem schwierig und das Budget reichte hinten und vorne nicht aus. Spielberg schuf hier einen der packendsten Thriller aller Zeiten und schaffte es hierbei, auch ein sensibles menschliches Drama und eine fast mythische Heldenstory zu entwickeln. Die Schauspieler sind wie bei jedem Spielberg, superb und spielen gleichzeitg realistisch und dennoch " Genre -" bewusst, also überhöht, rythmisch und präzise. Einer der Filme, die den Blockbuster in Amerika neu definiert haben und gleichzeitig uns allen für immer den Strandurlaub vermiest haben. Zumindestens ein klein wenig.
Wer sich fragt, wie Al Pacino eigentlich zu einem der grössten Schauspieler aller Zeiten aufstieg und wie alles anfing, sollte sich diesen Film ansehen. Pacino ist so roh, so unmanieriert, kraftvoll, präzise und dabei verblüffend frei und unvorhersehbar in seiner Darstellung, dass man nur niederknien kann. Die grandiose Regie von Sydney Lumet aber ist es, die diese Performance erst ermöglicht und den Film von Anfang bis Ende nüchtern und gleichzeitig emotional und dramatisch erzählt. Ein Meilenstein.
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Filmdienst
Kommentare 2012/04/20 09:31:14
Natürlich erreichen deutsche Serien nicht den amerikanischen Standard. Das liegt an zwei Gründen: Geld und Autoren. Gute Schauspieler und Regisseure haben wir.
Aber es gab auch hierzulande schon ein paar hervorragende Serien. Insofern, das ewig typisch deutsche selbstzerstörerische Gejammere und die chronische Miesmacherei von Moviepilot, was deutsche Filme und Serien angeht.... irgendwie langweilt's.
Kann sich die Redaktion nicht mal was anderes ausdenken, als in deutschem Selbsthass zu baden?
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Jumperman 2012/04/20 09:41:58
Antwort löschenich würde nicht unterschreiben, dass es in Deutschland keine guten Autoren und Regisseure gibt. Nur lässt diese Leute keiner ran, weil der Großteil der Geldgeber und Produzenten permanent die Hosen voll haben, wenn es darum geht, etwas neues auszuprobieren. Nein nein, da bleiben wir lieber bei dem Konzept, das wir schon seit 40 Jahren einigermaßen rentabel fahren.
Man traut sich einfach hierzulande viel zu wenig, eben mit dem Hauptgrund, dass die Entscheidungsträger vielleicht Ahnung vom Geld haben, aber nicht von Filmen/Serien.
Sigmund 2012/04/21 11:55:37
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Filmdienst
Kommentare 2012/04/08 12:40:32
Flme wie "What a man" mit ihrem Dildo Humor, der an Prosieben Komödien von 1993 erinnert, sind sicher schlechte Beispiele für deutsche Komödien. Aber es gibt durchaus auch Lichtblicke, auch im kommerziellen Bereich. Simon Verhoeven's" Männerherzen" war ein grosser Wurf, auch wenn Til Schweiger mitgespielt hat ( was eigentlich für mich bereits ein " Hassgrund" ist). Aber "Männerherzen" hatte ja nicht nur detailiert ausgearbeitete Figuren ( Justus von Dohnany alias Bruce Berger!), grossartige Schauspieler ( Nadja Uhl, Christian Ulmen, Florian David fitz etc.) und originelle Geschichten, es hatte geschliffene Dialoge, sehr komische Pointen und trotzdem eine berührende Emotionalität, ähnlich wie z.B. "Tatsächlich....Liebe". Dass die Inszenierung zudem perfekt getimed, flüssig und schwungvoll war, ist auch alles andere als selbstverständlich. Für mich war das beispielsweise auch ein viel besserer Film als " Lammbock", der zwar sympathisch war, aber eben auch nicht ohne spiessig, zotigen "Teenie-Sexhumor" auskommt. Der zweite Teil von " Männerherzen" war dann zwar etwas flacher, aber immer noch - handwerklich - das Beste, was man in Deutschland an Komödie in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat. Wenn man über deutsche Komödien der letzten Jahre spricht und die beiden herausragenden "Männerherzen" Filme dabei gar nicht erwähnt, kann man die Diskussion eigentlich gleich ganz lassen.
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Filmdienst
über Männerherzen - und die ganz, ganz große Liebe 2011/09/12 10:24:04
Wie auch der erste Teil ist nun auch die Fortsetzung von " Männerherzen" für mich ein Highlight und eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Filmlandschaft. Man kann sagen, was man will.....aber rein handwerklich betrachtet, kann dieser Film einfach als einer der ganz wenigen auf Hollywoodniveau mithalten, ja ich, finde ihn sogar besser gemacht als die meisten US Komödien. Das Timing stimmt in jeder Szene perfekt, die Dialoge sind auf den Punkt geschrieben, der Look und die visuelle Umsetzung sind hochwertig, die Schauspieler allesamt in höchster Spiellaune. Ausserdem sind die Geschichten dieser Männertruppe einfach echt witzig und charmant und manchmal auch berührend. Angenehm fand ich auch, dass auf Dildowitzchen und Fäkalhumor verzichtet wird. Das hat der Film auch gar nicht nötig....die Dialoge, die Szenen, die Songs von Bruce Berger sind komisch genug. Wer Til Schweiger nicht mag, kommt hier trotzdem auf seine Kosten, es sind hier einfach die besten deutschen Schauspieler unserer Tage am Start und das merkt man in jeder Sekunde.
Ich bin auch kein Til Schweiger Fan, aber Til auf dem Pony.....ich muss schon sagen, da bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Lachen. Es sieht einfach so herrlich dämlich aus. Dass er das überhaupt mitmacht, beweist ja schon eine Menge Selbstironie, die ich gar nicht erwartet hätte. Mein Fazit ist, wer den ersten mochte, wird vom zweiten genausogut unterhalten werden, auch wenn der Film nicht ganz so rund und emotional ist wie der erste. Verglichen mit anderen, deutschen Komödien unserer Zeit sind die "Männerherzen" Filme von Simon Verhoeven einfach herausragend.
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Filmdienst
über Drei 2011/08/06 11:09:51
Natürlich ist der Film - wie jeder Tykwer - gut gemacht, keine Frage. Aber leider erweckt der Film - auch wie jeder Tykwer überhaupt keine Emotionen, er berührt nicht, die Figuren bleiben letztlich künstliche Versuchobsjekte auf Tykwers intellektuellem Schachbrett, sie werden - trotz des guten Schauspiels - niemals real und menschlich. Tom Tykwers Filme gleichen Essays, er fabuliert über ein ersonnenes Thema, prüft es experimentell, variiert es, füllt es mit künstlicher Poesie. Aber das, was ein Kinoerlebnis letztlich wirklich gross macht, EMOTION, hat Tom leider noch in keinem einzigen seiner Filme geschafft. Man sieht sich seine Filme an wie interessante Bilder einer Kunstaustellung, aber gepackt, mitgerissen und berührt....wird man nie. Man würde ihm wünschen, dass er es irgendwann nochmal schafft, eine ganz simple Geschichte zu erzählen, die dem Zuschauer nahe geht
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Filmdienst
über Resturlaub 2011/08/06 10:58:42
Die Romanvorlagen von Tommy Jaud wären durchaus für witzige Kinokomödien geeignet, allerdings hat es bisher kein Regisseur geschafft, die Filme aus einer "Gagparade" herauszuheben und ihnen auch emotionales Unterfutter zu geben. Dass bei "Resturlaub" der Hauptdarsteller auch noch ziemlich mau und uncharismatisch ist, macht die Sache natürlich noch schwerer. Jauds Bücher können als Filme funktionieren, wenn den Figuren und ihren Handlungen realistische, emotionale Motivationen hinzugegeben werden würden, wenn alles etwas wärmer, echter und menschlicher wirken würde, so dass man bei allem Lachen mit ihnen mitleidet und mitfiebert. Einem Film wie "Männerherzen" um nur ein deutsches Beispiel zu nennen, ist das vortrefflich gelungen. Auch "Hangover" gelingt, bei allem Wahnsinn, dass man die Figuren menschlich mag, dass man will, dass sie ihr Ziel ( die Hochzeit) erreichen. Bei den bisherigen Verfilmungen von Jaud ist einem leider irgendwie völlig egal, was mit den Figuren passiert, es fehlt vollends der Charme und Sympathie. Der Trailer zu "Resturlaub" wirkt einfach nur nervig und unendlich plump.
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Filmdienst
Kommentare 2010/03/15 18:32:56
Wow, was für ein intellektueller und anspruchsvoller Kommentar von Herrn Chrisen!
Christian Ulmen ist " Dreck". Von soviel Differenzierungsvermögen und Argumentationsgeschick ist man wirklich beeindruckt! Vielleicht doch lieber wieder das Foto entfernen, Herr Chrisen, damit es nicht ganz so peinlich wird?
Und noch ein kleiner Kommentar zum Artikel. Wenn " Männerherzen" nicht als Blockbuster gilt, obwohl er soviel Zuschauer wie " Inglorious Basterds" und " Hangover " und mehr Zuschauer als " Transformers, Slumdog Millionair, Sherlock Holmes undundund" erreicht hat, dann fragt man sich schon, als was man hierzulande denn einen Blockbuster bezeichnet...?
Sind denn dann nur "Avatar" und "Ice Age" Blockbuster??
Strange....
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Filmdienst
über Die Päpstin 2009/10/20 21:13:18
Johanna Wokalek ist toll, das steht ausser Frage. " Die Päbstin" an sich ist aber nichts weiter als ein zu gross geratenes Sat 1 Eventmovie. Ein sentimentaler Schinken, der keine Haltung und keine Vision hat. Irgendwie persönlichkeitslos. Abgefilmte Sets. Episches, grosses Erzählen, aber ohne Funken, der überspringen will. Vergleichbar mit " die Buddenbrocks" von Breloer. Kino für das spiessige Bildungsbürgertum von einem routinierten Regielangweiler, würde ich mal sagen. Kitschige Unterhaltung mit scheinbarem Anspruch.
Mal ganz abgesehen davon, dass Sönke Wortmann der einzige von einigen angefragten deutschen Regisseuren war, der charakterlos genug war, sich auf den Stuhl von Volker Schlöndorf zu setzen, der von Constantin gefeuert wurde, nachdem er das Projekt jahrelang entwickelt hatte.
Und genau so fühlt sich der Film an. Wortmann hat einen Job gemacht. Ohne Esprit. Ohne Leidenschaft. Ohne Haltung.
Wer momentan einen guten deutschen Film im Kino sehen will, sollte sich " Männerherzen" ansehen. Da steckt in jeder einzelnen Sekunde mehr Ideen und Charme drin, als in zwei Stunden "Päbstin".
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Filmdienst
Kommentare 2009/10/20 19:23:19
@ Keddschapp: Tja, welcher Azubi auch immer die Idee hatte..scheint funktioniert zu haben. Über 1 Mio Besucher in 10 Tagen. Nicht ganz scheisse, oder?
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keddschabb 2009/10/21 16:43:01
Antwort löschenDa ist der alte Kalauer fällig: Millionen Fliegen können nicht irren! Scheisse schmeckt nicht ganz scheisse! Ohne damit sagen zu wollen, dass der Film scheisse wäre - er ist lediglich durch 1 Mio Besucher sicher nicht legitimiert und Tiefschläge als Kritiker-Mobbing-Strategie rechtfertigen sie immer noch nicht.
Filmdienst 2009/11/26 20:25:33
Antwort löschenJa, das hast Du definitiv mal Recht.
In den Kinos läuft jede Menge Scheiss und Millionen gehen rein und natürlich sagt das gar nichts über die Quali von dem Film aus.
Nur reden wir eben hier nicht von " Männersache" von Mario Barth oder dem neuen Atze Schröder Brüller oder "Dreiohrschneckchen", sondern von einer echt smarte, deutschen Komödie, die gut geschrieben und gespielt ist. Finde ich jedenfalls. Und deshalb finde ich auch die 2 Mio Zuschauer in diesem Fall ziemlich erfreulich.
Die Storyline mit Justus von Dohnanyi als Schlagersänger Bruce Berger war für mich jedenfalls nicht nur die lustigste Geschichte in Männerherzen, sondern auch die lustigste Geschichte in einer deutschen Komödie seit langem. Maxim Mehmet fand ich auch besonders gut, den hatte ich davor nur in "Fleisch ist mein Gemüse" gesehen. Und selbst Til Schweiger, den ich sonst eigentlich nicht ausstehen kann, ist in " Männerherzen" echt unterhaltsam.
Wenn Du anderer Meinung bist, sei es Dir natürlich von Herzen vergönnt.:)
Filmdienst
Kommentare 2009/10/08 16:26:43
Ziemlich absurd, gerade dieser Komödie vorzuwerfen, ihr fehle Gefühl. " Männerherzen" ist nicht nur glänzend gemacht und wirklich komisch, sondern hat wirklich emotionale, berührende Momente.
Ein Highlight inmitten der deutschen Komödienlandschaft. Finde ich jedenfalls.
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Filmdienst
über Donnie Darko 2009/09/17 14:26:14
Ein seltsamer, düsterer, wunderbarer, eigenartiger Film von einer ganz speziellen Poesie.
Richard Kelly hat hier ein Meisterwerk geschaffen, auf zutiefst originelle und persönliche Art und Weise. Einer der spannendsten amerikanischen Filmemacher unserer Tage.
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Filmdienst
über Auf der anderen Seite 2009/09/17 14:21:51
Fatih Akin ist ein interessanter Filmemacher. Aber mittlerweile kann er wirklich alle seine Filme als Meisterwerke verkaufen und die kunstgewerbliche Festivalindustrie mitsamt ihrer Kritikerhorden kaufen dem "Kaiser sämtliche neue Kleider" ab.
"Auf der anderen Seite" ist ein gut gemachter Film. Ja, auf jeden Fall.
Akin ist handwerklich gut und er ist ein leidenschaftlicher Filmemacher, keine Frage.
Aber ob er wirklich intellektuell so scharfsinnig und tiefgründig ist, wie ihm die meisten Kritiker unterstellen, bleibt zu bezweifeln, zumindestens hier.
Was der Film eigentlich aussagen soll oder inhaltlich darstellen soll, bleibt sehr nebulös.
Macht ja nichts, könnte man sagen. Ist ja schön, wenn ein Film auch mal " nichts" aussagen will. " Auf der anderen Seite" tut aber so, als würden hier sehr bedeutungsvoll grosse Themen wie Fremdsein, Sterben, Einsamkeit, Suchen und Lieben auf tiefgründige Weise abgehandelt.
Dabei wird eigentlich gar nichts behandelt. Alles ist nur behauptet und konstruiert, mal dahin, mal dorthin.
Man sieht zwar nicht ungern zu, wie die Figuren von einem Ort zum anderen gehen und mal dies, mal das tun, aber irgendwie - wäre es nicht Akin und das Thema so kulturell bedeutungsvoll - schärft sich keine gemeinsame Stimme aus all den Geschichten.
Nichts kommt zum Abschluss. Nichts wird wirklich klar.
Man weiss nicht so recht, was all die Handlungsstränge eigentlich wollen oder sollen.
Die Geschichten sind extremst konstruiert, voll von politisch korrekten Lieblings Kritiker Figuren wie lesbischen türkischen Terroristinnen ( gegen was auch immer sie kämpfen, bleibt unklar) und bedeutungsvollen Blicken in die Ferne.
Anders als beispielsweise "Babel" oder " Happiness" gibt es keine wirkliche Verbindung unter den Figuren, kein gemeinsames Thema.
Klar, es geht um Suchen, Sterben und Lieben, aber keine einzige der Geschichten hat wirklich Relevanz, alles wirkt irgendwie willkürlich und teilweise unsorgfältig erzählt.
Am Ende geht dann ein Mann ans Meer und sieht hinaus in die Ferne.
Ein schönes Ende. Mal abgesehen davon, dass jeder Film so enden könnte. Vor allem jeder Arthouse Film.
Auch am Ende wartet man vergeblich auf etwas, das dem Ganzen einen grösseren Sinn, oder ein gemeinsames Gefühl verleiht.
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Filmdienst
über Der Baader Meinhof Komplex 2009/09/17 13:57:42
Starke Regieleistung von Uli Edel. Und Johanna Wokalek ist fantastisch, ebenso wie Nadja Uhl. Der Film hat viel Prügel bekommen, weil er angeblich nicht genug Einsicht in die Psychologie und Hintergründe biete und zu sehr auf Unterhaltung setzt. Typische deutsche Kritik. Dieser Film hat das Thema auch jungen Kinobesuchern näher gebracht und dazu muss man natürlich die Mittel des Unterhaltungskino einsetzen. Alle anderen sollen das Buch lesen oder sich einen Dokumentarfilm ansehen.
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Filmdienst
über Free Rainer - Dein Fernseher lügt 2009/09/17 13:51:29
Ein rasanter, spannender Anfang, dann kommt nichts mehr ausser einer gnadenlos konstruierten Gutmensch Belehrungs Geschichte über die verdummende Welt der Medien. Wenn man die Geschichte wenigstens ein bisschen glauben könnte, oder sie in ihrer Absurdität unterhaltsam wäre, aber nein, der Film entwickelt leider weder Spannung noch Emotion. Weingartner versteht sich als " Weltverbesserer" und irgendwie ist das ja auch ganz erfrischend, mal wieder einen Regisseur zu haben, der es wirklich ernst meint.
Diesmal aber die " heilige" Message des Regisseurs dem Film im Weg.
Schade eigentlich. Eine gute Idee. Und dass Weingartner was drauf hat, ist ja auch klar.
Die fiktive TV Shows sind auch durchaus originell gemacht. Aber manchmal würde man Weingartner wünschen, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen...
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Filmdienst
über Männersache 2009/09/17 13:45:27
Unfassbar schwach. Mario Barth mag auf der Bühne durch eine Menge Energie ( weniger durch guten oder gar originellen Humor) überzeugen, aber in diesem lieblosen " Lass uns Geld mit Mario Barth machen" Machwerk müssen nicht mal Mario Barth Fans lachen.
Abgedroschene Kneipensprüche aus den 80er Jahren, Gags, die man zehn Minuten vorher kommen sieht, kein Timing, kein Charme, kein gar nichts. Anja Kling kann einem nur leid tun.
Ein echt peinlicher Film.
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Filmdienst
über Final Destination 4 2009/09/15 15:48:10
Es gibt Sequels, die sind stimmig, unterhaltsam und sie tragen auch als eigener Film.
Final Destination 4 ist das Paradebeispiel einer lieblos gemachten, nur auf Kommerz kalkulierten Fortsetzung einer erfolgreichen Reihe.
Man weiss den ganzen Film über nicht, was die Figuren eigentlich machen.... ausser sterben und wenn sie nicht sterben, gut drauf sein und Quatsch reden.
Sie haben keine Profile, keine Berufe, keine Familien, keine charakterlichen Eigenheiten, keine Entwicklung, kein gar nichts.
Und die Unfälle sind mittlerweile einfach nur noch ekelhaft, Gedärme fliegen durch die Gegend. Einfach nur schlecht.
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Filmdienst
über Hardcover 2009/09/12 14:38:54
Sicherlich eine gute Grundidee, aber irgendwie hebt der FIlm nie ab.....sondern plätschert so vor sich hin. Wotan Wilke Möhring ist überzeugend und auch die anderen Schauspieler sind okay, aber trotzdem interessiert man sich einfach nicht genug für die Charaktere. Es kommt weder Spannung auf, noch sind die Szenen dermassen unterhaltsam oder komisch, dass man über diese mangelnden Zugkraft der Story hinwegsehen könnte.
Naja. Kann ja mal passieren. Einfach ein misslungener Film.
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Filmdienst
über Meine Braut, ihr Vater und ich 2009/09/12 14:27:06
Wer über diesen Film nicht lachen kann, sollte dann vielleicht doch besser mal zum Arzt gehen.
Das Timing, die Dialoge und das ernsthafte, nicht überzogene Spiel der Schauspieler sind einfach grossartig. Regisseur Jay Roach hat hier wunderbare Arbeit geleistet. .
In Hollywood und auf der ganzen Welt haben sich die besten Drehbuchautoren verwundert die Augen gerieben, wie Ihnen dieses simple Szenario, diese auf der Hand liegende Grundidee ( Meet the parents: ein Mann muss die Eltern seiner Verlobten überzeugen, dass er der Richtige ist) jahrzehntelang entgehen konnte.
Dieses einfache Set Up entwickelt enorme Kraft und universellen Appeal. Kein Wunder, dass diese Komödie auf der ganzen Welt ausnahmslos die Kinokassen klingeln liess. Jeder kann sich mit dieser Grundkonstellation identifizieren. Jeder kennt die Peinlichkeit und Aufregung, wenn man die Eltern der Liebsten oder des Liebsten zum ersten Mal trifft und dabei versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Von Anfang an ist man auf Ben Stillers Seite. Ein herrlicher Film, der zwar am Schluss vielleicht ein klein wenig übertreibt in seinem turbulenten Chaosfinale, aber hier muss man auch realistisch sein.
So eine Komödie, die um die 60 Mio Dollar kostet, ist nun mal auch darauf ausgerichtet, den Massengeschmack zu bedienen ( sonst gibts eben kein Greenlight) und dazu gehören nun mal grössere, auch actionsreiche Setpieces und "Trailerszenen."
Die Highlights von " Meet the Parents" sind aber die kleinen, leiseren Momente, die Peinlichkeiten zwischen Stiller und De Niro und auch seiner Frau Blythe Danner ( Gwyneth Paltrows Mutter übrigens), die Pausen zwischen den Dialogen, die Blicke, das Timing. Das alles hat einen grosse Realismus, eine Liebenswürdigkeit und Menschlichkeit und nur deshalb hat dieser FIlm so überdurchschnittlich performed, nicht wegen der grossen Comedymomente. Owen Wilson ist ein Highlight als Ex Freund von Ben Stillers Verlobten, er spielt den Antagonisten so herrlich zurückgenommen, entspannt und schräg komisch, dass man ihn fast gern haben müsste, stünde man nicht so sehr auf Stillers Seite.
Wer sich gewundert hat, wie brilliant De Niro Komödie spielen kann, sollte sich mal "King of Comedy" ansehen, einen fast vergessenen und ziemlich unterschätzten frühen Film von Martin Scorsese.
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Filmdienst
über Die Götter müssen verrückt sein 2009/09/12 14:10:49
Charmant, abgedreht und witzig. Als Kind fand ich den Film einfach super.....heutzutage ist es schwierig, den Film mit der gleichen Begeisterung zu sehen. Er wirkt, wie die meisten Filme der 80er langsam und unausgegoren. Aber ich bleibe dabei. Kinderaugen haben immer recht.
Auf jeden Fall eine ungewöhnlicher und originelle Komödie....
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Filmdienst
über Der Weiße Hai 2009/09/12 14:06:25
Das handwerkliche Geschick des jungen Spielberg bei diesem FIlm zeigt sein ganzes Talent.
Seine Methodik, jede Szene mittels komplexer und ungewöhnlicher Blickwinkel zu montieren, ist wie bei " Duell" hier bereits voll erkennbar und hat Filmemacher über Generationen geprägt. Berühmt ist der Dolly in - Zoom Out ( Vertigo - Shot) auf Roy Scheider, wenn er vom Strand aus die Haiattacke beobachtet.
Der Dreh zu " Jaws" war anscheinend von Katastrophen und Widrigkeiten geprägt, das Hai Modell funktionierte nicht oder nur manchmal, der Dreh auf dem Wasser war extrem schwierig und das Budget reichte hinten und vorne nicht aus. Spielberg schuf hier einen der packendsten Thriller aller Zeiten und schaffte es hierbei, auch ein sensibles menschliches Drama und eine fast mythische Heldenstory zu entwickeln. Die Schauspieler sind wie bei jedem Spielberg, superb und spielen gleichzeitg realistisch und dennoch " Genre -" bewusst, also überhöht, rythmisch und präzise. Einer der Filme, die den Blockbuster in Amerika neu definiert haben und gleichzeitig uns allen für immer den Strandurlaub vermiest haben. Zumindestens ein klein wenig.
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Filmdienst
über Hundstage 2009/09/12 13:58:17
Wer sich fragt, wie Al Pacino eigentlich zu einem der grössten Schauspieler aller Zeiten aufstieg und wie alles anfing, sollte sich diesen Film ansehen. Pacino ist so roh, so unmanieriert, kraftvoll, präzise und dabei verblüffend frei und unvorhersehbar in seiner Darstellung, dass man nur niederknien kann. Die grandiose Regie von Sydney Lumet aber ist es, die diese Performance erst ermöglicht und den Film von Anfang bis Ende nüchtern und gleichzeitig emotional und dramatisch erzählt. Ein Meilenstein.
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