gabriel.rost.77
gabriel.rost.77 aus Weimar heißt Gabriel , ist 20 Jahre alt. Er hat sich Thu, 09 Aug 2012 20:04:30 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 103 Filme bewertet und legendäre 302 Kommentare geschrieben. Mehr
| Name | Gabriel |
|---|---|
| Alter | 20 |
| Stadt | Weimar |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | männlich: Pinhead aus "Hellraiser" 1-8, Eric Draven aus "The Crow", Damon Salvatore aus "Vampire Diaries", Darth Maul aus "Star Wars: Episode 1" oder John Carter; weiblich: Mystique oder Storm aus "X-Men", Sil aus "Species", Angelique aus "Hellraiser: Bloodline" oder Lisbeth Salander aus der "Millennium"-Trilogie |
| Meine Lieblingsschauspieler: | männlich: Brad Pitt, Edward Norton, Choi Min-Sik, Christoph Waltz, Gary Oldman, Ralph Fiennes, Sam Neill, Javier Bardem, Daniel Day-Lewis, Leonardo DiCaprio, Heath Ledger, Kevin Bacon, Johnny Depp, Hugo Weaving, Ian Mckellen, John Hurt, Michael Fassbender, Hugh Jackman, Samuel L. Jackson, Bruce Willis, James Woods, Taylor Kitsch, Ian Somerhalder, Alexander Skarsgard; weiblich: Sigourney Weaver, Zoe Saldana, Halle Berry, Noomi Rapace, Rooney Mara, Jennifer Lawrence, Natalie Portman, Jamie Lee Curtis, Linda Hamilton, Hilary Swank, Emma Watson, Tilda Swinton, Natasha Henstridge, Anna Paquin, Rebecca Romijn, Shiri Appleby, Emilia Clarke, Rachel Luttrell, Kate Beckinsale, Naomie Harris, Zhang Ziyi, Lucy Liu, Michelle Rodriguez, Rosario Dawson, Coby Smulders, Kaley Cuoco, Katerina Graham |
| Meine Lieblingsregisseure: | James Cameron, Steven Spielberg, Peter Jackson, George Lucas, Sergio Leone, Stanley Kubrick, Francis Ford Coppola, Martin Scorsese, Christopher Nolan, David Fincher, David Lynch, David Cronenberg, Alex Proyas, Bryan Singer, John Carpenter, Quentin Tarantino, Guy Ritchie, Matthew Vaughn, Alfonso Cuaron, M. Night Shyamalan, John McTiernan, Ridley Scott, Len Wiseman, Park-Chan Wook, Shinya Tsukamoto |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | "Man sollte niemals unterschätzen, wie berechenbar Beschränktheit ist." Vinnie Jones als Bullet-Tooth-Tony in "Snatch" "Sahen die aus wie Irre, haben die so ausgesehen? Das sind Vampire! Irre explodieren nicht, wenn sie vom Sonnenlicht getroffen werden, ganz egal wie irre sie sind!" George Clooney als Seth Gecko in "From Dusk Till Dawn" "Death to Videodrome. Long live the new Flesh!" James Woods als Max Renn in "Videodrome" "We have such sights to show you!" Doug Bradley als Pinhead in "Hellraiser - Das Tor zur Hölle" |
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deevaudee Thu, 16 May 2013 21:46:40 -0000
Antwort löschenDie Alice Eve hat was von der Witherspoon, nur viel mehr. wenn ich so Kinn abwärts gucke. xD Ich fand se nich nervig, nur zu viel Text für ne Wi... nein nein nein...... gute Nacht!! xD
Narrisch Fri, 17 May 2013 00:16:09 -0000
Antwort löschenUnd ihre Brüste waren nun wirklich erstaunlich groß.
gabriel.rost.77 Fri, 17 May 2013 00:55:58 -0000
Antwort löschenIch achte bei einer Frau aber nicht nur auf die Brüste. Wenn sie zu groß sind, macht sie mir das sogar eher abspenstig.
Schauspielerisch hatte die jedenfalls überhaupt nichts drauf. Warum war die nochmal da?
Bevor ich mir in der kommenden Woche "Star Trek Into Darkness" ansehen werde, muss ich hier natürlich noch den Vorgänger bewerten. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich kein Trekkie bin. Ich habe von den Serien ab TNG jeweils nur ein paar einzelne Folgen gesehen, aus der Originalserie kenne ich nur ganz wenige Ausschnitte und was die vorherigen Filme betrifft, so habe ich mir von denen…
Bevor ich mir in der kommenden Woche "Star Trek Into Darkness" ansehen werde, muss ich hier natürlich noch den Vorgänger bewerten. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich kein Trekkie bin. Ich habe von den Serien ab TNG jeweils nur ein paar einzelne Folgen gesehen, aus der Originalserie kenne ich nur ganz wenige Ausschnitte und was die vorherigen Filme betrifft, so habe ich mir von denen mit Kirk nur "Zurück in die Gegenwart" und "Das unentdeckte Land" und von denen mit Picard "Treffen der Generationen", "Der Aufstand" und "Nemesis" angesehen, allerdings nur "Treffen der Generationen", der beide Kapitäne vereinte, komplett, die anderen nur teilweise. Sachen wie Warpantrieb, Beamen und die Beziehungen der Völker untereinander sind mir aber natürlich ein Begriff.
Der Reboot ist auf jeden Fall interessant gemacht. Er geht nochmal zurück zu den Wurzeln und zeigt die Anfänge der originalen Enterprise-Crew, allerdings, wohlgemerkt, in einer alternativen Realität. Die alten Rollen wurden mit jungen, mittlerweile nicht mehr völlig unbekannten Gesichtern besetzt. Als Kirk sieht man Chris Pine, der zuvor u.a. als einer der schießwütigen Tremor-Brüder in "Smokin' Aces" zu sehen war. Seinen Vater in der Anfangsszene spielt übrigens niemand geringeres als "Thor" Chris Hemsworth und seine Mutter wird gespielt von Jennifer Morrison, der Dr. Cameron aus "Dr. House". Der neue Spock Zachary Quinto ist Fans der Serie "Heroes" als Bösewicht Sylar bekannt. Die neue Uhura Zoe Saldana kennt mittlerweile jeder als Neytiri aus James Camerons "Avatar", der zwar vor diesem Film gedreht wurde, jedoch später im Kino rauskam. "Pille"-Darsteller Karl Urban gab vorher u.a. Éomer in "Herr der Ringe", "Scotty" Simon Pegg kennt sicher jeder aus "Shaun Of The Dead", "Sulu" John Cho hatte Nebenrollen in der "American Pie"-Reihe und der Serie "Flash Forward" und war Harold in den "Harold & Kumar"-Filmen. Und "Chekov"-Darsteller Anton Yelchin spielte zuvor den jungen Kyle Reese in "Terminator: Die Erlösung" und war 2011 Protagonist im "Fright Night"-Remake. Jeder Darsteller spielt hervorragend oder zumindest solide und jeder passt auch sehr gut in seine jeweilige Rolle. Außerdem weisen sie alle (vor allem Pine und Quinto) eine gewisse Ähnlichkeit zu ihren Pendants aus der Originalserie auf.
In weiteren Nebenrollen sieht man Hochkaräter wie Winona Ryder als Spocks Mutter, Bruce Greenwood als den ersten Enterprise-Captain Pike und Eric Bana als charismatischen Antagonisten Nero, der mMn aber noch ein bisschen mehr Screentime verdient hätte. So gab es bspw. eine entfernte Szene, welche man auf der DVD und Blu-Ray sehen kann, in der Neros Ausbruch aus dem klingonischen Gefängnis gezeigt wird (dieser Vorfall wird nur von Uhura gegenüber ihrer Mitbewohnerin Gaila kurz erwähnt, während Kirk sich im Zimmer versteckt). Ich finde, die Szene hätte eigentlich auch ganz gut in den Film gepasst.
Ansonsten sieht man noch Rachel Nichols in einer amüsanten Nebenrolle als grünhäutige Orionerin Gaila, [SPOILER: deren Verbleib nach der Zerstörung der Sternenflotte leider ungeklärt bleibt. Hoffentlich ist sie bei "Star Trek Into Darkness" wieder dabei.] Und dann hat sogar noch Original-Spock Leonard Nimoy einen denkwürdigen, für die Handlung nicht unwichtigen Auftritt.
Soviel zu den Schauspielern. Der Film an sich ist jedenfalls hervorragend inszeniert. Spannend, unterhaltsam und die Actionszenen sind sehr mitreißend. Auch der Score ist nicht schlecht, wenn auch nicht sehr einprägsam. Nebenbei gibt es natürlich noch viele Reminiszenen an und Seitenhiebe auf die Originalserie, was ihn sicher auch für Fans derselben interessant macht. Zwar ist der Film stellenweise etwas hektisch geschnitten und nicht immer ganz logisch [SPOILER: Warum wird Kirk sofort zum Captain ernannt, nachdem er Spock zum Überkochen gebracht hat? Technisch gesehen müsste eigentlich Sulu oder Chekov das Kommando übernehmen, vor allem, da Kirk ja im Grunde genommen garnicht auf dem Schiff sein dürfte. Die neue Crew scheint sich jedenfalls nicht so wirklich an die Regeln halten zu wollen.] und natürlich kann man ihm auch vorwerfen, dass er den philosophischen und pazifistischen Aspekt, den die meisten anderen Filme und Serien beinhalteten, unter den Tisch fallen lässt (welcher im Nachfolger hoffentlich wieder ein bisschen stärker an Bedeutung gewinnt). Aber als Popcornkino funktioniert der Film. Er ist gut in seiner Charakterzeichnung, hat durchaus emotionale Momente, eine interessante Story, spannende Actionszenen, der Humor sitzt auch und die Crew wird gut etabliert. J.J. Abrams ist ja selbst kein Trekkie und wollte mit diesem einen "Star Trek"-Film drehen, der ihm selbst auch gefallen würde. Mir gefällt er auf jeden Fall und hat mir als Nicht-Trekkie sogar die Ursprünge des Franchise wieder schmackhaft machen können. Und das ist doch auch eine beachtliche Leistung, oder?
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Selten war ich bei einem Film so zwiegespalten wie bei "Iron Man 3". Denn zum Einen hat er wirklich großartige Actionszenen zu bieten, ist oft sehr lustig und auch die Schauspieler sind nicht schlecht. Bei der Rückblende am Anfang mit dem Hit "I'm Blue" wurden bei mir außerdem Kindheitserinnerungen wach und dass man Ano Yinsen (Shaun Toub), der Tony im ersten Teil das Leben…
Selten war ich bei einem Film so zwiegespalten wie bei "Iron Man 3". Denn zum Einen hat er wirklich großartige Actionszenen zu bieten, ist oft sehr lustig und auch die Schauspieler sind nicht schlecht. Bei der Rückblende am Anfang mit dem Hit "I'm Blue" wurden bei mir außerdem Kindheitserinnerungen wach und dass man Ano Yinsen (Shaun Toub), der Tony im ersten Teil das Leben retten wird, kurz sieht, war eine tolle Reminiszenz an den Vorgänger. Happy ("Iron-Man"-I und -II-Regisseur Jon Favreau) mit langen Haaren und Bart war auch eine lustige Idee.
ABER - zum Anderen ist er genauso überladen wie der zweite Teil, wenn nicht sogar noch mehr (nebenbei ist er auch der bisher längste Teil) und strotzt dazu noch nur so vor Unlogik. Und besonders zum Ende hin stießen mir viele Entwicklungen in der Handlung sauer auf. Außerdem ist der Film nicht frei von Kitsch. Deswegen schwankte ich die ganze Zeit zwischen einer Bewertung von 7,5 und einer von 8 Punkten. Habe mich jetzt zwar entschieden, aber es könnte sein, dass sich das in nächster Zeit noch öfter mal ändern wird.
Das 3D ist übrigens auch nicht so der Bringer. In einigen Szenen ist zwar räumliche Tiefe zu erahnen, aber größtenteils merkt man kaum einen Unterschied zu 2D. Allerdings habe ich auch schon schlechtere 3D-Effekte gesehen. Ich empfehle dennoch, den Film in 2D zu gucken. Die 5,50€, die bei mir dafür zusätzlich draufgingen, waren es nicht wert.
Das ist meine Begründung für die, die den Film noch nicht gesehen haben. Eine ausführlichere Kritik kommt jetzt in einem Spoiler-Teil. Also an alle, die den Film noch nicht gesehen haben, lest nicht weiter!
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[SPOILER!!!!!
Zunächst einmal: was bitte haben sich die Verantwortlichen dabei gedacht, den Mandarin zu einem harmlosen Schauspieler zu machen?! Ben Kingsley spielt die Rolle zwar perfekt, aber als richtigen Bösewicht hätte ich ihn viel lieber gesehen, obwohl auch Guy Pearce als solcher nicht schlecht ist. Und wenn dieser sagt, dass er den Leuten einfach nur ein Feindbild gibt, das sie brauchen und Bin laden erwähnt, ist das auch eine wirkungsvolle Kritik an den Medien. Aber Ben Kingsley ist ein Darsteller, der über unheimlich viel Charisma verfügt. In den Szenen, in denen er dem Präsidenten seine Botschaften überbringt, bekommt man eine richtige Gänsehaut. Und dann wird er einfach für so einen Einfall verbraten? Nein, nein, nein, so geht das nicht. Hier wurde einfach Potenzial verschenkt. Ebenso wie beim Charakter der Maya Hansen (Rebecca Hall), die auf viel zu banale Weise stirbt (und warum stirbt sie überhaupt? Sie gehörte für mich zu den interessantesten Charakteren des Films).
Und dann diese ganzen restlichen Entwicklungen am Ende: Tony versucht, die Air Force One und den Präsidenten zu retten und scheint Pepper Potts dabei völlig zu vergessen. Beim Showdown zerballert er erst einmal alles, ohne sicher zu gehen, dass ihr nichts passiert. Als sie dann ins Feuer fällt, scheint es ihn nur im ersten Moment zu kümmern. Im Kampf mit Kilian zeigt er immer noch Humor. Ganz ehrlich, ich wäre an seiner Stelle extrem wütend.
Dass Pepper, die natürlich nicht stirbt, im Showdown letztlich selbst noch Hand anlegen darf, fand ich wiederum gut. Als sie Kilian dann tötet, geriet mir das aber zu banal und zu schnell. Im ersten Moment habe ich garnicht gerafft, dass er wirklich tot ist.
Das, was danach kommt, stört mich aber erst wirklich. Das Ende versinkt geradezu im Kitsch. Natürlich wird Pepper Potts geheilt und auch Happy wird wieder gesund. Irgendwie glaube ich, die Verantwortlichen hatten keinen Mut, Opfer einzugehen. Ein Held muss auch mal Verluste ertragen können, es kann nicht am Ende immer alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen sein. Und dann lässt Tony sich auch noch die Splitter rausoperieren. Warum bitte ist der da nicht früher drauf gekommen? Ging das etwa noch nicht, oder was?
Überhaupt ist diese galoppierende Unlogik das Hauptproblem des Films. Wie bitte hat A.I.M. Tony gefunden? Warum passt Pepper in einen von Tonys Anzügen und Rhodey (der mir hier auch zu kurz kam) nicht? Und wie hat Tony Pepper eigentlich heilen können? Das sind nur ein paar Fragen von vielen. Derubyn hat es in seiner Kritik drei Posts unter meiner ganz gut auf den Punkt gebracht. Ich werde das hier nicht alles nochmal wiederholen.
Und ansonsten ist der Film wie gesagt überladen. Er ist zu lang und etwa ab Beginn des letzten Drittels passieren viel zu viele Sachen auf einmal. Und obwohl der Showdown wirklich gut inszeniert ist, ist er mir auch ein wenig zu lang geraten.
Aber ich will ja nicht nur meckern. Denn die Schauspieler (neben den Stars aus den Vorgängern und den bereits erwähnten Ben Kingsley, Guy Pearce und Rebecca Hall sieht man auch Miguel Ferrer) sind wirklich ausnahmslos klasse, die Actionszenen hervorragend inszeniert und der von Brian Tyler komponierte Score ist großartig. Das epischste Thema kommt allerdings erst zum Abspann, was leider irgendwie auch verschenktes Potenzial ist. Dennoch ist es gut, dass das für den Zuschauer der letzte Eindruck vom Film (abgesehen natürlich von der kurzen witzigen Szene, die nach dem Abspann kommt) ist.
Am besten gefiel mir aber der Humor des Films, der vor allem aus dem Dialogwitz resultiert. Die Szenen mit Tony und dem Jungen Harley, der ihm hilft, sind einfach toll, ebenso wie die Szene mit dem Fan, der Tony hilft und natürlich das kleine Präsent mit Bruce Banner (glücklicherweise wieder Mark Ruffalo) nach dem Abspann.
Vergleicht man den Film mit den Comics, wird er aber sicher vielen Fans sauer aufstoßen. Denn sowohl der Mandarin als auch Iron Patriot, A.I.M. und Extremis werden in den Comics gänzlich anders interpretiert. Zumindest bei letzteren beiden fand ich das aber nicht weiter schlimm. Die von innen leuchtenden "Extremisten" fand ich außerdem mal wirklich interessante Schurken und Stephanie Szostak ist als Ellen Brandt (die rothaarige Extremis-Soldatin) eins der coolsten Bad-Girls, die ich je gesehen habe. Schade, dass ihr Auftritt nicht sehr lang war.
Dass Rhodey zu Iron Patriot wird, fand ich aber unnötig. Außerdem ist der zugehörige Comiccharakter (oder sagen wir, seine Erscheinung) noch garnicht so alt. In den Comics steckte übrigens niemand anderes als Spider-Mans Erzfeind Norman Osborn, der "Grüne Kobold", im patriotischen Kostüm. Im Film hätte man das natürlich nicht umsetzen können (denn bisher gab es noch kein filmisches Crossover zwischen den Avengers und Spider-Man), aber da der Charakter in den Comics negativ besetzt ist, war das für mich doch etwas befremdlich.
SPOILER ENDE]
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Insgesamt ist der Film für mich zwar der beste Teil der Reihe und hat auch die coolsten Actionszenen, den epischsten Score und viele witzige Dialoge zu bieten, aber wegen des Twists, der zwar gut gemacht ist, aber einen wichtigen Filmcharakter völlig uninteressant macht, der extremen Unlogik, dem überladenen letzten Drittel und dem kitschigen Ende wird einem der Filmgenuss doch stellenweise arg verwässert. Und wenn man die Vorgänger und den "Avengers"-Film noch nicht gesehen hat, könnte man in einigen Szenen Verständnisprobleme bekommen. Nichtsdestotrotz unterhält der Film und ist für einen Partyabend genau das Richtige. Ansehen kann man ihn sich also, aber man sollte nicht zu viel erwarten.
Und noch einmal an alle, die den Film nicht gesehen haben: Bleibt unbedingt bis zum Ende des Abspanns sitzen! Es kommt nämlich noch eine sehr unterhaltsame Szene.
Und übrigens hat auch Marvel-Legende Stan Lee hier wieder einen Cameo-Auftritt. Für Marvel-Fans lohnt sich der Film also auf jeden Fall.
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cinram Fri, 10 May 2013 19:31:31 -0000
Antwort löschenIch war etwas "geiziger" mit meiner Bewertung! Aber u.a. hast Du mit dem "Mandarin" verdammt recht- Einen Akteur wie Kingsley für EINEN Gag zu verheizen, ist einfach bescheuert! Was für Möglichkeiten wären da in Frage gekommen! Iron Man in einer grandiosen Schlacht mit seinem gefährlichsten Feind und dessen 10 Energie- Ringen! Mann, da hätte die Leinwand ERBEBEN können...! (Hätte...Wäre...) Ist doch wirklich wahr!
gabriel.rost.77 Fri, 10 May 2013 21:54:15 -0000
Antwort löschenIch gebe dir recht, aber spoilere bitte nicht. Oder weise zumindest darauf hin. Mache ich ja auch.
Obwohl... wenn man schon darauf vorbereitet ist, wird es vielleicht keine so große Enttäuschung.
Ich nehm's zurück. Das mit Kingsley dürfen uneingeweihte Leser ruhig schon wissen.
metalhero1993 Fri, 10 May 2013 23:22:15 -0000
Antwort löschenMuss aber sagen, Kingsley konnte in diesem Film durch diesen miesen Twist sich aber von mehreren Seiten zeigen. Einerseits als brillianter und überzeugender Charakterdarsteller, und andererseits als Schauspieler mit gutem Gespür fürs Komödiantische. Mein Problem mit diesem Twist war, dass Guy Pearce nicht wirklich die "Lücke" füllen konnte, also kein wirklich guter, neuer Bösewicht war.
serbiantransporter Sun, 12 May 2013 09:10:56 -0000
Antwort löschen„Warum passt Pepper in einen von Tonys Anzügen und Rhodey (der mir hier auch zu kurz kam) nicht?“
Weil er sie darauf kalibriert hat? ;) Also das sehe ich nicht als Logik-Lücke. Wenn Tony so viel im Keller tüftelt und mit dieser Frau zusammenlebt, kennt er sie von Kopf bis Fuß und kann sie an seinen Anzug anpassen. An Rhodey hat er einfach nicht gedacht - wer rechnet auch im Ernstfall damit, dass dieser an seiner Seite OHNE seinen Anzug dasteht?
"Und wie hat Tony Pepper eigentlich heilen können?"
Ja das war für mich auch irgendwie ärgerlich. Ich hatte sofort irgendwie im Kopf: Pepper ist nun ein Mutant. Und irgendwie musste ich an das X-Men Universum denken… Aber nun gut.
Und irgendwie mochte ich den Mandarin-Twist. Das ist etwas, was ich am Marvel-Filmuniversum einfach liebe: Man darf auch mal lachen dürfen im Film. ;)
Super Kritik!
Für meine 100. Kritik hier auf Moviepilot kommt natürlich kein anderer Film in Frage als... the one and only... PULP FICTION!!!! xD
Eigentlich muss ich dazu garnichts mehr schreiben, denn so gut wie jeder hat den Film schonmal gesehen und es wurde so gut wie alles dazu gesagt. Ich tu's trotzdem. :)
Der Film ist tatsächlich einer der besten, die je gedreht wurden, schon allein wegen…
Für meine 100. Kritik hier auf Moviepilot kommt natürlich kein anderer Film in Frage als... the one and only... PULP FICTION!!!! xD
Eigentlich muss ich dazu garnichts mehr schreiben, denn so gut wie jeder hat den Film schonmal gesehen und es wurde so gut wie alles dazu gesagt. Ich tu's trotzdem. :)
Der Film ist tatsächlich einer der besten, die je gedreht wurden, schon allein wegen des antichronologischen Aufbaus, der verschachtelten Erzählweise und den vielen Zitaten und Seitenhieben, die man nicht sofort bemerkt. Man kann immer etwas neues in dem Film entdecken, egal wie oft man ihn sich anschaut; das ist das Tolle daran. Natürlich sind auch die ausgeflippten Charaktere und die grotesken Situationen, in die sie geraten, nur schwer zu überbieten. [SPOILER: Noch dazu hat "Pulp Fiction" einen der überraschendsten Filmtode zu bieten (in "The Gold Watch", meiner Lieblingsepisode des Films).] Und untermalt wird das alles von einem wirklich coolen Soundtrack. "Cool" ist generell das Wort, mit dem man den Film am ehesten beschreiben kann. Sämtliche Charaktere strahlen Coolness praktisch aus. Tarantino hat für mich dieses hohe Niveau bisher nur zwei weitere Male erreicht. Beim ersten "Kill Bill" und bei "Django Unchained", was aber nicht heißen soll, dass ich seine restlichen Werke schlecht fand (ok, vielleicht abgesehen von "Death Proof" und seiner Episode in "Four Rooms"), sie haben mich einfach nicht so beeindruckt wie diese. Tarantino gehört deshalb zu meinen Lieblingsregisseuren und ich bezweifle stark, dass sich das irgendwann ändern wird. Er hat es einfach drauf. Respekt. :)
Damit verabschiede ich mich für heute und meine nächsten Kritiken werden sich hauptsächlich auf die kommenden Blockbuster beschränken. Schließlich hat die Saison begonnen. :)
PS: Ich würde wirklich gerne mal den Piloten von "Fox Force Five" sehen. ;-)
PPS: Und in Anlehnung an GRAND und kobbi88 zeige ich euch hier noch eine weitere Version, wie "Pulp Fiction" auch aussehen könnte: http://www.youtube.com/watch?v=EoxVoC5AmU0 xD
Achja: und hier gibt es noch ein paar Trailer, die der Frage nachgehen, wie Tarantinos Filme, bzw. die, bei denen er mitgewirkt hat, aussehen würden, wenn er sie in Mittelerde gedreht hätte xD
Hier hätten wir: -"Orodruin Dogs": http://www.youtube.com/watch?v=JthVxi3Wrjg
-"Natural Born Orcs": http://www.youtube.com/watch?v=8xssHLv1-0A
-"Ring Fiction" -auf englisch: http://www.youtube.com/watch?v=G9tlGAH-RtY
-und deutsch: http://www.youtube.com/watch?v=Gq-lN4I8L2A
- und "White City" -auf englisch: http://www.youtube.com/watch?v=NW9vqhMFs4Q
-und deutsch: http://www.youtube.com/watch?v=LTyDdciIzLw
Sowie eine weitere interessante Version von "Reservoir Dogs": http://www.youtube.com/watch?v=YkxJeBIJ8ZQ
Viel Spaß! xD
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pischti Sat, 04 May 2013 20:47:29 -0000
Antwort löschen"Death Proof" und seine Episode in "Four Rooms" sind wirklich mit Abstand Tarantinos schlechteste Werke, der Rest gefiel mir, wie Dir, richtig gut :)
Martin Oberndorf Sat, 04 May 2013 21:50:40 -0000
Antwort löschen*hust* Jackie Brown ist etwad schwächer als Death Proof *hust*
Martin Oberndorf Sat, 04 May 2013 22:02:32 -0000
Antwort löschenDP unterhält besser und der Trashflair macht was her.
Sind aber nur 0.5 Unterschied bei mir.
pischti Sat, 04 May 2013 22:30:59 -0000
Antwort löschenIch glaube bei mir liegen zwischen "Death Proof" und "Jackie Brown" 5 Punkte.... ^^
pischti Sat, 04 May 2013 22:32:18 -0000
Antwort löschenIch gab 4 Punkte für "Death Proof" ,ich fand den wirklich richtig Mist :D
Martin Oberndorf Sat, 04 May 2013 22:40:00 -0000
Antwort löschenJackie Brown: 7.5
Death Proof: 8.0
...
Mir gefällt bei DP dieser dreckige verruchte Touch.
Aber an Rodriguez' Grindhouse-Hälfte Planet Terror kommt auch der nicht ran.
RoosterCogburn Sat, 04 May 2013 22:55:58 -0000
Antwort löschenDeath Proof entfaltet sich nur zusammen mit Planet Terror als Double Feature im Grindhouse Projekt. Aufgeplustert für sich alleine, funtionieren die Filme mMn nicht wirklich.
Abgesehen davon, sind Reservoir Dogs, Pulp Fiction und Jackie Brown sowieso die besten Filme von Tarantino ;)
[nur Django Unchained kommt da wieder annähernd ran]
gabriel.rost.77 Mon, 06 May 2013 16:54:58 -0000
Antwort löschenVon "Grindhouse" habe ich bis jetzt leider nur "Death Proof" gesehen. Und zwar in der Langfassung. Und da macht der wirklich nicht viel her. Nur mal kurz in der Mitte und am Ende passiert was; den ganzen Rest des Films wird nur gelabert und das meistens noch nicht einmal über interessante Sachen.
Sollte mir wohl mal das Double Feature zu Gemüte führen.
Deathpool Thu, 16 May 2013 23:27:09 -0000
Antwort löschenQuatsch Death Proof funktioniert auch alleine genau wie Planet Terror.
Beides sehr gute Filme die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Double Feature am Popo^^
P.S. in Tarantino Filmen wird meist Zeug gequatscht das keinen interessiert;)
gabriel.rost.77 Fri, 17 May 2013 16:04:25 -0000
Antwort löschenJa, aber in "Death Proof" fand ich es noch belangloser als sonst. Sonst war es ja wenigstens unterhaltsam, aber hier eben nicht. Hat mir wirklich nicht gefallen. Für mich ist das sein schwächster Film.
Guy Ritchie hat mit diesem Film einen der unterhaltsamsten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe, gedreht. Die schrägen Charaktere, bizarren Situationen und irrsinnigen Verwicklungen, die man aus seinen Erstlingswerken kennt, sorgen immer für Lacher. Mehr als einmal wird Tarantinos Meisterwerk "Pulp Fiction" zitiert (es gibt einen MacGuffin, hier ist es ein Gemälde, und die Tanzszene…
Guy Ritchie hat mit diesem Film einen der unterhaltsamsten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe, gedreht. Die schrägen Charaktere, bizarren Situationen und irrsinnigen Verwicklungen, die man aus seinen Erstlingswerken kennt, sorgen immer für Lacher. Mehr als einmal wird Tarantinos Meisterwerk "Pulp Fiction" zitiert (es gibt einen MacGuffin, hier ist es ein Gemälde, und die Tanzszene mit Stella und One Two (Gerard Butler) erinnert sicher nicht von ungefähr an Vincent Vega und Mia Wallace). An diesen Klassiker reicht der Film zwar nicht heran, aber dafür sorgt er pausenlos für gute Laune und zum Teil auch Spannung. Lediglich die Tatsache, dass am Ende nicht alle Erzählstränge aufgelöst werden, stört ein wenig.
[SPOILER: Beispielsweise erfährt man nicht, was mit Stella (Thandie Newton) passiert, es wird höchstens gegen Ende angedeutet, dass sie überlebt, aber befriedigend ist das nicht.]
Immerhin sind die Schauspieler aber wirklich gut ausgesucht und man merkt ihnen den Spaß an, mit dem sie an die Sache rangehen. Ebenso hat dieser Film, wie auch die Vorgänger, einen coolen Soundtrack zu bieten, inklusive eines Auftritts der Subways.
Gegen eine Fortsetzung hätte ich nichts einzuwenden, denn einige Charaktere besitzen wirklich enorm viel Potenzial. [SPOILER: Deswegen hoffe ich mal, dass die Ankündigung vor dem Abspann nicht nur ein Scherz von Ritchie war.]
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Velly Sat, 04 May 2013 19:56:58 -0000
Antwort löschenDie Szene zwischen Tom Hardy und Butler im Auto <3
Der Ritchie hat uns mit "Bube, dame...", "Snatch" und "RocknRolla" schon ein extrem unterhaltsames Paket geschnürrt :-D
RoosterCogburn Sat, 04 May 2013 23:09:48 -0000
Antwort löschenDer Abspann verspricht zwar eine Fortsetzung des Films und es kursierten immer wieder Gerüchte über ein Projekt namens "The real RocknRolla", doch ist damit vorläufig nicht zu rechnen. Von Guy Ritchie oder Joel Silver bzw Warner Bros. gab es dazu bisher keinerlei Bestätigung.
jacker Sun, 05 May 2013 12:46:46 -0000
Antwort löschen@ Velly: den verwirrenden REVOLVER nicht zu vergessen ;)
Snatch - Schweine und Diamanten
gabriel.rost.77 10.0 "Lieblingsfilm" Sat, 04 May 2013 19:07:06 -0000
"Snatch" ist eine zum Brüllen komische Gangsterkomödie, die sich vor den Meisterwerken eines Quentin Tarantino nicht zu verstecken braucht. Man merkt den Schauspielern den Spaß an, mit dem sie an die Sache rangingen. "Snatch" ist einfach herrlich überzogen, nimmt sich selbst nicht so ernst und ist teilweise auch spannend. Obwohl im Grunde nur die Handlung und Figurenkonstellation…
"Snatch" ist eine zum Brüllen komische Gangsterkomödie, die sich vor den Meisterwerken eines Quentin Tarantino nicht zu verstecken braucht. Man merkt den Schauspielern den Spaß an, mit dem sie an die Sache rangingen. "Snatch" ist einfach herrlich überzogen, nimmt sich selbst nicht so ernst und ist teilweise auch spannend. Obwohl im Grunde nur die Handlung und Figurenkonstellation des Vorgängers leicht abgewandelt wurde, kann der Film dennoch unterhalten. Besonders hervorzuheben sind Brad Pitt als nuschelnder irischer Zigeuner, den man kaum verstehen kann, und Vinnie Jones als "kugelsicherer" Killer, der einige der coolsten Sprüche lässt, die ich je gehört habe. Auch Jason Statham, hier noch völlig unbekannt, zeigt, dass er mehr kann als nur stumpfsinnig durch die Gegend zu ballern. Und generell ist keiner der Schauspieler schlecht. Die Story mit ihren verschiedenen Handlungssträngen, die sich auf verrückte Weise überschneiden, ist darüber hinaus sehr intelligent gemacht. Langeweile kommt hier kein einziges Mal auf. Snatch ist einfach ein großer Spaß, und jeder Filmfan, der was auf sich hält sollte ihn mal gesehen haben.
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Velly Sat, 04 May 2013 19:09:47 -0000
Antwort löschenHast Du den Statham mal in "Mean Machine" gesehen? Da ist seine Rolle soo herrlich :-D
pischti Sat, 04 May 2013 20:49:59 -0000
Antwort löschen"Und die Tatsache dass auf euren Kanonen klar und deutlich Replika steht .......und auf meiner........Desert Eagle PUNKT Fünf Null.... sollte euch zu denken geben!!!" :D
gabriel.rost.77 Sun, 05 May 2013 11:16:27 -0000
Antwort löschen@Velly: Nein, den kenne ich leider noch nicht.
@pischti: Oh ja! Ich liebe diese Szene. xD
"Also, dann bist du hier der Pimmel. Und diese beiden Figuren da sind deine Eier. Es gibt zwei Sorten von Eiern: es gibt prächtige, tapfere Eier. Und dann gibt' diese rosinengroßen Tuntenklöten. Ein Schwanz hat immer Motivation und ein klares Ziel. Aber deswegen ist er nicht clever. Wenn er eine Möse riecht, dann will er da unbedingt rein. Und du hast dir gedacht, du hättest hier 'ne hübsche, feuchte Möse gerochen. Da hast du deine winzigen beiden Tuntenklöten mitgebracht, um hier so richtig einen draufzumachen. Aber ihr seid auf der falschen Party gelandet, mein Freund. Hier gibt's keine Mösen. Nur ein paar Sackratten, die dir das Gemächt abnagen."
So geil! Wie kommt man nur auf sowas? xD
pischti Sun, 05 May 2013 12:26:05 -0000
Antwort löschenAbsolut! :D Ist mit Abstand meine Lieblingsszene im Film, Vinnie "The Axe" Jones ist einfach großartig! "Snatch" gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsfilmen :)
Ritchies erster Film, den ich aber als letzten gesehen haben. Vielleicht würde ich ihn, wenn ich ihn als ersten gesehen hätte, noch einen Ticken besser finden. Denn nach "Snatch" und "Rock N Rolla" hatte ich mir ein wenig mehr erwartet. Aber was rede ich da, das ist Meckern auf hohem Niveau. Hier zeigt sich bereits Ritchies Talent. Skurrile Charaktere, wahnsinnig lustige Dialoge…
Ritchies erster Film, den ich aber als letzten gesehen haben. Vielleicht würde ich ihn, wenn ich ihn als ersten gesehen hätte, noch einen Ticken besser finden. Denn nach "Snatch" und "Rock N Rolla" hatte ich mir ein wenig mehr erwartet. Aber was rede ich da, das ist Meckern auf hohem Niveau. Hier zeigt sich bereits Ritchies Talent. Skurrile Charaktere, wahnsinnig lustige Dialoge und unvorhergesehene Handlungswendungen - wenn man böse sein will, könnte man sagen, dass er das im Grunde alles von Tarantino geklaut hat, aber ich finde, dass jener nicht das Monopol darauf besitzt und jeder andere Regisseur, der mit solchen Zutaten umzugehen weiß, das auch tun darf. Denn Ritchies Filme sind definitiv genauso unterhaltsam wie die von Tarantino.
Als ich mir den Film zum ersten Mal angesehen habe, war ich erstaunt, wie viele der Darsteller im Nachfolger "Snatch" ebenfalls zu finden sind, wenn auch in zumeist anderen Rollen. Außerdem war es amüsant zu sehen, dass Jason Statham, der hier noch vor seinem Durchbruch stand, sich nicht traut, jemanden k.o. zu schlagen. Wäre heute unvorstellbar. xD
Jedenfalls für alle Freunde schwarzer Komödien und Tarantino-Fans ein Muss. Sollte man mal gesehen haben.
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JackoXL Sat, 04 May 2013 19:17:41 -0000
Antwort löschenFinde den deutlich besser als (den guten) Rock N Rolla, aber ich habe den auch schon zum damaligen VHS-Start gesehen und ins Herz geschlossen. ;)
Martin Oberndorf Sat, 04 May 2013 19:48:24 -0000
Antwort löschenIch finde Snatch zwar ähnlich wie diesen, aber noch etwad ausgereifter, skutiller. Und Brad Pitt ist halt auch super dort.
Aber wie du geschrieben hast, der hier ist auch fabelhaft!
RocknRolla hab ich zu Hause aber noch nicht gesehen.
Velly Sat, 04 May 2013 19:59:09 -0000
Antwort löschenSnatch > Bube, Dame > RocknRolla
So sähe bei mir die Reihenfolge aus. Wobei sich zwischen Snach und Bube, Dame nicht wirklich viel tut.
Timecrimes - Mord ist nur eine Frage der Zeit und 2 weitere ...
gabriel.rost.77 vorgemerkt Thu, 02 May 2013 15:55:44 -0000
Nosferatu, eine Symphonie des Grauens
gabriel.rost.77 7.5 "Sehenswert" Thu, 02 May 2013 15:32:04 -0000
Einer der frühesten Vampir- und generell Horrorfilme, der einen prägenden Einfluss auf das Genre hatte. Aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr wirklich gruselig, aber mit einer bedrückenden Atmosphäre, viel interessanter Symbolik, tollen Darstellern und durchaus glaubhaften Effekten. Max Schreck flößt einem mit seiner Darstellung des Vampirgrafen wirklich Gänsehaut ein. Ein paar wenige Szenen wirken…
Einer der frühesten Vampir- und generell Horrorfilme, der einen prägenden Einfluss auf das Genre hatte. Aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr wirklich gruselig, aber mit einer bedrückenden Atmosphäre, viel interessanter Symbolik, tollen Darstellern und durchaus glaubhaften Effekten. Max Schreck flößt einem mit seiner Darstellung des Vampirgrafen wirklich Gänsehaut ein. Ein paar wenige Szenen wirken aus heutiger Sicht zwar eher unfreiwillig komisch (als der Vampir seine Särge durch die Gegend schleppt, sah das für mich eher putzig aus), aber durch die gute Inszenierung wird das wieder aufgewogen. Mit der richtigen musikalischen Untermalung (bei der Aufführung, die ich besucht habe, war es eine von einem Komponisten, der zuvor die Musik zu 60er-Jahre-Hammer-Horrorfilmen beigesteuert hatte, wenn ich mich richtig erinnere) kann der Film einem durchaus Schauer über den Rücken jagen.
Die Geschichte orientiert sich an Bram Stokers weltberühmtem Roman "Dracula". Weil es eine nicht autorisierte Adaption war, klagte die Witwe Stokers dagegen. Sämtliche Filmkopien sollten vernichtet werden, aber glücklicherweise konnten viele davon gerettet werden.
Momentan lese ich den Roman und kann bestätigen, dass die erste Hälfte des Films fast identisch aus dem Roman entnommen ist. Ab Krolocks Ankunft in Wisborg weicht sie jedoch stark davon ab. Die Charaktere Lucy Westenra, John Seward, Arthur Holmwood und Quincey Morris wurden garnicht erst in den Film übernommen, die restlichen Protagonisten etwas anders interpretiert.
Lieblingen des Vampir- und generell des Horrorfilms ist "Nosferatu" durchaus zu empfehlen. ich bin jetzt gespannt auf weitere Adaptionen des Romans. Bisher habe ich ansonsten nur die erste Hälfte von Francis Ford Coppolas Version gesehen.
So, das waren alle Stummfilme, die ich bis jetzt gesehen habe. Die restlichen vier Filme werden nicht so alt sein und alle demselben Genre angehören. Sobald ich den ersten davon bewertet habe, werdet ihr euch sicher schon denken können, welchen Film ich hier als 100. kritisieren werde. :)
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Ehrlich gesagt ist das Einzige, was mir an diesem Film gefallen hat, der seinerzeit gar als "bester Film aller Zeiten" bezeichnet wurde (was ich heute erst recht nicht bestätigen würde), die beeindruckende und verstörende Treppenszene. Das ist wirklich einer der ergreifendsten und prägendsten Filmmomente, der hervorragend geschnitten und inszeniert wurde. Vor allem deswegen bekommt der…
Ehrlich gesagt ist das Einzige, was mir an diesem Film gefallen hat, der seinerzeit gar als "bester Film aller Zeiten" bezeichnet wurde (was ich heute erst recht nicht bestätigen würde), die beeindruckende und verstörende Treppenszene. Das ist wirklich einer der ergreifendsten und prägendsten Filmmomente, der hervorragend geschnitten und inszeniert wurde. Vor allem deswegen bekommt der Film von mir die 7 Punkte, denn gesehen haben sollte man das auf jeden Fall, da es einen sehr großen Einfluss auf nachfolgende Produktionen ausübte und auch mehrmals zitiert wurde (u.a. in Brian de Palmas "The Untouchables" und als Parodie auf diese Szene im dritten "Die nackte Kanone"-Film).
Der Rest des Films ist aber durchtränkt von Propaganda und Kitsch. Es wurde sogar extra die vom Volk aufgezogene rote Fahne eingefärbt. Identifikationsfiguren sind nicht vorhanden, denn so gut wie jede Szene ist eine Massenszene. Wirklich emotional mitreißen konnte mich der Film daher auch nur in der Treppenszene, davor und danach ist er einfach nur übertrieben pathetisch und langweilig. Schade.
Aber wie gesagt, die Treppenszene sollte jeder mal gesehen haben.
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Martin Oberndorf Wed, 01 May 2013 20:30:25 -0000
Antwort löschenAlso dein Kommentar überrascht mich jetzt.
Mir wird der von Leuten aus meinem privaten Umfeld als wahrscheinlich nächster 10-Punkte-Film präsentiert.
Bei "Metropolis" handelt es sich, soweit ich weiß, um die erste filmische Dystopie. Er ist ein philosophischer und spannender Science-Fiction-Film (auch in diesem Genre war er einer der ersten), der damals jedoch an den Kinokassen unterging, sogar zur Insolvenz des produzierenden Studios führte, worauf er um mehr als 30 Minuten gekürzt wurde. Die Fassung, die ich vor ein paar Jahren im…
Bei "Metropolis" handelt es sich, soweit ich weiß, um die erste filmische Dystopie. Er ist ein philosophischer und spannender Science-Fiction-Film (auch in diesem Genre war er einer der ersten), der damals jedoch an den Kinokassen unterging, sogar zur Insolvenz des produzierenden Studios führte, worauf er um mehr als 30 Minuten gekürzt wurde. Die Fassung, die ich vor ein paar Jahren im Nationaltheater Weimar gesehen habe, war die restaurierte Version von 2001, welche natürlich immer noch nicht vollständig, aber dennoch atemberaubend war. Ich werde mir sicher auch mal die vollständig rekonstruierte Fassung besorgen.
"Metropolis" beeindruckt vor allem aufgrund seines Szenenbildes und den damals bahnbrechenden Spezialeffekten. Die Bilder der düsteren Metropole ziehen einen unweigerlich in ihren Bann. Untermalt wird das Ganze durch majestätische musikalische Themen. Dieser Film sorgt wirklich dafür, dass man ehrfurchtsvoll ins Staunen gerät. Wobei die eigentliche Handlung aus heutiger Sicht doch denkbar einfach gehalten, die Botschaft mit dem Mittler etwas aufgesetzt wirkt und das Ende auch ziemlich kitschig geriet. Aber durch die hervorragende Inszenierung, die tollen Schauspieler, die Gesellschaftskritik und die zahlreich vorhandene Metaphorik und Symbolik (es tauchen v.a. viele christliche Motive im Film auf), macht er das wieder wett.
"Metropolis" ist ein zeitloser, zum Nachdenken anregender Film, der Einfluss auf zahlreiche andere Werke hatte. Wenn man von Filmen wie "Star Wars", "Terminator", "Robocop" und "Blade Runner" beeindruckt ist, sollte man bedenken, dass Lucas, Cameron, Scott & Co. ihre Einflüsse hiervon hatten. Hier nahm alles seinen Anfang.
Das düstere Setting erkennt man in "Blade Runner" (der seinerzeit Metropolis' Schicksal, was das Einspielergebnis betraf, teilte), "Matrix" und "Dark City" wieder; das Design des Maschinenmenschen diente zum Vorbild für andere Roboter wie C3-PO aus "Star Wars" oder den Robocop, die jedoch, im Gegensatz zu diesem, einen männlichen und keinen weiblichen Körperbau haben. Der erste Auftritt des Maschinenmenschen und seine bzw. "ihre" Verwandlung in Maria gehören zu meinen absoluten Lieblingsszenen.
"Metropolis" ist ein bahnbrechender Klassiker, der seiner Zeit weit voraus war und ein ganzes Genre maßgeblich prägte. Jeder Filmfan sollte ihn einmal gesehen haben.
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Auch ein sehr schöner Chaplin-Film. Toll inszeniert, mal lustig, mal traurig, mit schöner Filmmusik und ohne Kitsch. [SPOILER: Im Gegensatz zu den anderen beiden Chaplin-Filmen, die ich bis jetzt gesehen habe, hatte dieser für die Hauptfigur kein richtiges Happy-End]
Er ist unterhaltsam und hat mehrere unvergessliche Momente (z.B. Chaplins Nummer auf dem Seil) zu bieten. Durchaus sehenswert.
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kobbi88 Wed, 01 May 2013 21:33:00 -0000
Antwort löschenbezieht sich auf den Spoiler:
Das mit dem "Kein richtiges Happy End" wird dir noch in anderen Langfilmen von Chaplin begegnen. Ist sogar relativ typisch für Chaplin.
Das war mein erster Chaplin-Film, der zwar jetzt schon viele Jahre zurückliegt, aber den ich noch gut im Gedächtnis habe. Wie die anderen Chaplinfilme ist auch er sowohl lustig als auch melancholisch, wobei hier allerdings der Witz überwiegt. Die Szene, in der Chaplin und der andere Mann in ihrer Hütte an einem Abhang hängen und das Haus immer weiter nach unten rutscht, ist einfach zum Schreien!…
Das war mein erster Chaplin-Film, der zwar jetzt schon viele Jahre zurückliegt, aber den ich noch gut im Gedächtnis habe. Wie die anderen Chaplinfilme ist auch er sowohl lustig als auch melancholisch, wobei hier allerdings der Witz überwiegt. Die Szene, in der Chaplin und der andere Mann in ihrer Hütte an einem Abhang hängen und das Haus immer weiter nach unten rutscht, ist einfach zum Schreien!!
Neben dem Witz und den tollen schauspielerischen Leistungen (die damals noch weit schwieriger zu meistern waren; man musste sich schließlich ganz allein auf Mimik und Gestik verlassen) ist auch die Filmmusik sehr schön und wenn man, wie ich, diese live von einem Orchester dargeboten bekommt, ist das natürlich noch schöner. Den Film muss ich mir unbedingt noch einmal ansehen, denn er hat mir wirklich sehr gefallen.
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Martin Oberndorf Wed, 01 May 2013 17:18:52 -0000
Antwort löschenDas ist von den 3, die du kritisiert hast, der einzige Chaplin,.den ich kenne.
Moderne Zeiten und der große Diktator kenne ich noch und finde ich noch besser. Wobei der große Diktator halt kein Stummfilm ist.
Den Countdown zu meiner 100. Kritik hier auf Moviepilot werde ich mit den Stummfilmen beginnen, die ich bis jetzt gesehen habe; jeden davon im Rahmen eines Film- oder Schülerkonzerts der Staatskapelle Weimar. Bisher waren das sechs verschiedene und drei davon stammten von Chaplin.
Dieser hier war der letzte. "The Kid" ist eine witzige, zum Teil aber auch melancholische Komödie mit einem großartigen Chaplin und einem hervorragenden Kinderdarsteller, Jackie Coogan, der diesem fast die Show stiehlt. Der Film hat mich etwa eine Stunde lang glänzend unterhalten, auch wenn mir das Ende dann doch zu kitschig geriet. Die ersten beiden Chaplin-Filme gefielen mir besser. Aber für Stummfilm- und Chaplin-Fans ist er auf jeden Fall sehenswert.
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Nach "The Thing" und "Halloween" (zu denen ich zu gegebener Zeit auch was schreiben werde) erst mein dritter Carpenter. Auch dieser Film hat mich erst beim zweiten Ansehen so richtig in seinen Bann ziehen können. "Escape From New York", wie er im Original heißt (der deutsche Titel bezieht sich auf Kurt Russels Tattoo, dieses zeigt jedoch eindeutig eine Kobra und keine…
Nach "The Thing" und "Halloween" (zu denen ich zu gegebener Zeit auch was schreiben werde) erst mein dritter Carpenter. Auch dieser Film hat mich erst beim zweiten Ansehen so richtig in seinen Bann ziehen können. "Escape From New York", wie er im Original heißt (der deutsche Titel bezieht sich auf Kurt Russels Tattoo, dieses zeigt jedoch eindeutig eine Kobra und keine Klapperschlange) ist ein düsterer Science-Fiction-Thriller, der, zusammen mit dem ein Jahr später gedrehten "Blade Runner", maßgeblich für die Entstehung des Subgenres Cyberpunk verantwortlich war.
Die USA werden hier als totalitärer Staat dargestellt, in dem sämtliche Verbrecher, sowohl die wirklich gefährlichen als auch die, die lediglich gegen die Regierung sind, in ein gigantisches, von der Außenwelt abgeschottetes Hochsicherheitsgefängnis, bei dem es sich früher einmal um New York handelte, verfrachtet werden. In diesem sind sie größtenteils sich selbst überlassen. Blöderweise stürzt jedoch die Maschine des Präsidenten in diesem Gebiet ab. Um ihn zurückzuholen wird der rauhbeinige Ex-Soldat Snake Plissken (Kurt Russell in seiner Paraderolle) in die Stadt geschickt und hat dafür nur 22 Stunden Zeit.
Der Film lebt vor allem von seiner düsteren Atmosphäre, seinem Zynismus, seiner Gesellschaftskritik (obwohl diese nicht sehr stark ausgebaut wird), dem wie immer tollen, von Carpenter selbst komponierten Soundtrack und den guten Darstellern. Neben Kurt Russell als coolem, wortkargen Antihelden sieht man hier den ehemaligen Westernstar Lee van Cleef als Polizeichef, der Plissken beauftragt, Soulmusiker Isaac Hayes als Bösewicht, "Blofeld" Donald Pleasance als Präsidenten, den großartigen Ernest Borgnine (R.I.P.) in einer witzigen Nebenrolle als Taxifahrer sowie den aus "Alien" bekannten Harry Dean Stanton und John Carpenters damalige Ehefrau Adrienne Barbeau als Paar, das von Plissken zur Hilfe gezwungen wird, jedoch selbst versucht, aus der Stadt rauszukommen.
Obwohl der Film stellenweise auch etwas überzogen und trashig wirkt, so macht er das durch seine düstere Grundstimmung wieder wett. Gegen Ende wird er auch richtig spannend. In manchen Aspekten ist der Film sogar ein wenig prophetisch. Bei heutigen Betrachtern wird besonders die Tatsache, dass hier ein entführtes Flugzeug in New York abstürzt (wenn auch nicht im World Trade Center; auf diesem landet Plissken später) für ein mulmiges Gefühl sorgen, auch wenn es hier nicht aus religiösem Wahn, sondern als Widerstandsaktion gegen ein repressives Regime geschieht. Außerdem gibt es in Bolivien tatsächlich ein Gefängnis, in dem die Gefangenen größtenteils sich selbst überlassen sind (einfach mal "Palmasola" googeln).
Trotz seines Alters von mittlerweile 32 Jahren hat der Film also nichts von seiner Aktualität verloren und ist durchaus sehenswert.
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Martin Oberndorf Wed, 01 May 2013 11:36:27 -0000
Antwort löschenGut geschrieben und macht mir echt Bock, mir den Streifen mal anzuschauen. Klingt echt interessant.
Auch dieser Film hat mich erst beim zweiten Anschauen so richtig vom Hocker gehauen. Ich finde, Kathryn Bigelow hat damals einen Film gedreht, der seiner Zeit voraus war. "Strange Days" ist ein pessimistischer Science-Fiction-Thriller mit Cyberpunk-Elementen, der stellenweise an Ridley Scotts Klassiker "Blade Runner" erinnert. Er zeichnet eine (damals nicht allzu ferne) düstere…
Auch dieser Film hat mich erst beim zweiten Anschauen so richtig vom Hocker gehauen. Ich finde, Kathryn Bigelow hat damals einen Film gedreht, der seiner Zeit voraus war. "Strange Days" ist ein pessimistischer Science-Fiction-Thriller mit Cyberpunk-Elementen, der stellenweise an Ridley Scotts Klassiker "Blade Runner" erinnert. Er zeichnet eine (damals nicht allzu ferne) düstere Zukunftsvision eines Amerikas, das von Rassenunruhen und Ungerechtigkeit geprägt ist und sich mitten in der Hysterie zum Jahrtausendwechsel befindet (dabei war der Jahresübergang 1999/2000 im Grunde genommen noch garnicht die Jahrtausendwende; tatsächlich fand diese erst ein Jahr später statt). Gleichzeitig ist es dort durch eine neue Technologie möglich, Erinnerungen wie Drogen zu konsumieren. Die Hauptfigur ist der abgewrackte Dealer Lenny Nero (großartig: Ralph Fiennes), der mitten in dieser angespannten Situation in eine gefährliche Intrige gerät.
Was mir an "Strange Days" neben seiner interessanten Thematik und den großartigen Darstellern gefällt, ist die Gesellschaftskritik und der im Grunde postmoderne Blick auf Massenhysterien (wir haben ja erst letztes Jahr eine erleben müssen, auch wenn diese, wie auch die tatsächliche 1999, bei weitem nicht die Ausmaße der erreichte, die im Film zu sehen ist). Die beeindruckenden Massenszenen (Wie haben die die eigentlich gedreht? Haben die da tatsächlich ein paar tausend Leute auf den Straßen von Los Angeles versammeln können oder fanden diese Drehs während einer tatsächlichen Silvesterparty statt?) ziehen mich jedes Mal in ihren Bann, ebenso wie die Point-Of-View-Szenen, in denen aufgenommene Erinnerungen gezeigt werden, welche den Zuschauer direkt an der Handlung teilnehmen lassen. Schon zu Beginn des Films wird man durch einen Clip, der einen brutalen Überfall auf ein asiatisches Restaurant zeigt, mitten in die Handlung hineingeworfen. Und später wird man dann in einer erschütternden Szene auf diese Weise Zeuge der Vergewaltigung und Ermordung einer Frau.
Der Film übt auf diese Weise Kritik an Medien und Gesellschaft, thematisiert nebenbei noch Rassismus und die Spannungen zwischen Arm und Reich, inspiriert durch den Fall Rodney King vier Jahre zuvor. Auch die interessante Prämisse, dass eine Information zur falschen Zeit eine Katastrophe auslösen kann, wird, besonders gegen Ende, gut rübergebracht.
Daneben hat der Film auch eine großartige, fast schon Endzeit-ähnliche Atmosphäre. Ralph Fiennes und die anderen Darsteller stellen hervorragend Charaktere dar, die von den Ereignissen einfach überrollt werden.
Generell haben mich hier viele Schauspieler beeindrucken können. Neben Ralph Fiennes war das vor allem Angela Bassett in einer starken weiblichen Rolle, die eine der besten Leistungen ihrer Karriere abliefert. Auch Juliette Lewis als Neros Exfreundin gefiel mir, obwohl sie zum Teil übertrieben spielte. In einer Nebenrolle sieht man auch hier Michael Wincott als gewalttätigen und paranoiden Bösewicht. Hier fiel er mir zum ersten Mal bewusst auf; "The Crow", in dem er ebenfalls den Bösen gibt, habe ich erst danach gesehen. Beide Filme weisen übrigens auch ein paar Parallelen auf.
In weiteren Nebenrollen sieht man Tom Sizemore als Lennys Freund Max, sowie Vincent D'Onofrio und den auf Nebenrollen abonnierten William Fichtner als Antagonisten.
"Strange Days" lebt, ebenso wie "The Crow", auch von seinem Soundtrack (die Filmmusik wurde übrigens bei beiden von Graeme Revell komponiert). Man hört hier viele Rocksongs, u.a. auch welche von Juliette Lewis und ihrer Band, die im Film auch zwei Auftritte hat. Die Band Skunk Anansie, welche auch zwei Titel beisteuert, ist ebenfalls in einer Szene zu sehen.
Die Thrillerstory ist sehr komplex und spannend inszeniert, die Dialoge intelligent geschrieben. James Cameron, der damals bereits von Bigelow wieder geschieden war, schrieb am Drehbuch mit und produzierte den Film auch. Er hat ihn maßgeblich mitgeprägt, soviel ist sicher. Beide haben einen beeindruckenden, dystopischen Thriller geschaffen, der zu seiner Zeit leider im Kino unterging und dem selbst vier Jahre später, als er im allgemeinen Rummel um die Jahrtausendwende 1999 noch einmal in die Kinos gebracht wurde, der Erfolg versagt blieb. Wegen seiner beeindruckenden Atmosphäre, Inszenierung und der Thematik ist er aber auf jeden Fall einen Blick wert, auch wegen ein paar heute amüsanter Vorstellungen von der Zukunft. Dass der Friedens-Nobelpreis an Gaddafi (!) geht oder die USA bereits ihre zweite Präsidentin bekommen, ist heute unvorstellbar, war damals aber garnicht so weit hergeholt.
Das Ende des Films stellt schließlich einen Gegenpol zum vormaligen Pessimismus dar, bietet ein Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit und Toleranz und wagt einen optimistischeren Blick in die Zukunft. Und auch wenn die allerletzte Szene doch arg kitschig geriet [SPOILER: Der Film hätte eigentlich schon damit enden können, dass Lenny und Mace in getrennten Wagen weggefahren werden. Dieser letzte Kuss zwischen den beiden war wohl einfach ein Zugeständnis an das Mainstreampublikum], so handelt es sich hierbei doch um einen wirklich interessant gemachten Film, von dessen Sorte es gerne mehr geben darf.
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Gästebuch
Jim Vega Thu, 16 May 2013 23:32:57 -0000
Nehme ich mit einem erfreuten Lächeln auf den Lippen nur allzu gerne an. Auch ich dachte, just in dem Moment bevor ich deine Anfrage bekam daran, dir eine solche Freundschaftsanfrage zu senden. Das mit den guten Kommentaren kann ich nur zurückgeben.
Auf eine gute Freundschaft,
Gabriel
Kleinod Thu, 16 May 2013 22:16:41 -0000
Hey. Danke für die Anfrage. Mit Freude angenommen. :) würd mich auch freuen, wenn wir uns öfters lesen würde. :D
Alienator Sun, 12 May 2013 20:58:15 -0000
Exakt das war ich :-) Aber schreiben tue ich da auch nicht mehr. Hier ist mehr "Interaktion"!
*frenzy_punk<3 Tue, 07 May 2013 17:22:42 -0000
Hello! Danke für den netten Text :D
Tarantino-Fan sehe ich gerne ;) War dem Mann vorher sehr skeptisch gegenüber aber seid den Basterds find ich den geil. Und auch "Pulp Fiction" sagte mir zu. Ach ja und erwähnte ich "Django"? Hammerfilm! Ist ja auch einer deiner Lieblingsfilme.
Demnächst werde ich mich mal durch deine Kommentare wälzen.
Also danke für die Anfrage, die nehme ich doch gerne an. Und naja der Prozentsatz sagt doch gar nichts, außerdem bleibt es da spannender ;)
Man liest sich ;)
*frenzy
Sonse Tue, 07 May 2013 10:00:18 -0000
Gerne. Die Redaktion sind jedoch Ines und Jenny plus die Redaktionspraktis. Ich bin nur einer von zwei Communitykeksen. :)
Kängufant Tue, 07 May 2013 09:43:53 -0000
Juhu, ich bin Teil einer Sammlung :) Wird doch glatt angenommen, auch wenn ich nicht Teil der Redaktion bin. Sorry, daß es ein Weilchen gedauert hat...
Sonse Fri, 03 May 2013 08:11:21 -0000
Danke und da du The Incredibles magst, ganz besonders gerne angenommen. :)
Vergalduk Sun, 28 Apr 2013 22:37:18 -0000
Nehme ich gerne an, da ich auch schon einiges von dir gelesen habe, was mir gefallen hat :)
centurio Sat, 27 Apr 2013 18:20:02 -0000
80% und das coole Profilfoto ;) und ich denk du stehst auf Horrormovies oder?
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Was für ein Hammer-Film! Nach "Django Unchained" war das der bis jetzt beste Film des Jahres. Abrams' zweiter "Star Trek"-Streich führt die neue Crew in ihr bis jetzt größtes Abenteuer. Was die Schauwerte betrifft, so hat mich ein Film selten so beeindruckt. Computereffekte und Actionszenen sind auf einem sehr hohen Niveau, einige Kampfszenen wirken jedoch durch den hektischen…