guantanamo_jay - guantanamo_jays Kommentare zu Filmen

Deine Kommentare

Filter
Sortierung

guantanamo_jay
Kommentare

Der Typ ist so aufgesetzt wie seine Analytikerkullisse mit Tumbler und Camelpackung. Von tatsächlichen Analysen scheint er auch keine Ahnung zu haben, geht es bei diesen doch darum direkt am Film die Besonderheiten und Themen des Materials zu beweisen. Seine Beispiele fallen dazu viel zu oberflächlich aus und was aus ihnen gesponnen wird ist dann meist nur unbegründete Theorie. In Falle des Dikators mag er in vielen Belangen Recht haben, aber sich "Filmanalyse" zu nennen ist ein wenig zu hoch gestapelt. Sollte mal Bordwell/Thompson lesen und sein Klischeeauftreten ablegen. Wir sind hier im Internet, verdammt noch mal! :-)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über Project X

10.0Lieblingsfilm

Rebel Without A Cause, Breakfast Club oder auch American Pie. Alles Filme, die mehr oder weniger eine Generation porträtieren. Project X würde dann demnach stellvertretend für eine Generation stehen, die sich selbstverliebt dem Exzess hingibt. Und das von Nima Nourizadeh so unglaublich unterhaltsam und bodenlos inszeniert, dass man sich genau diese Art des Absturzes postwendent herbeisehnt. Und sas vor allem wegen seinem oberflächlichen Charme, der nur im glorreichen Realitätsverlust enden kann und Hochglanzfilme wie Hangover mit Leichtigkeit wie eine Silberhochzeit aussehen lässt.
Kosta, Thomas und JB sind die Sorte Looser die in den letzten 10 Jahren fast schon inflationär in amerikanischen Jugendfilmen auftauchen. Leicht pervers, unbeliebt und wenns drauf ankommt immer loyal. Mit einer einzigen riesigen Party wollen die Jungs zumindest ihre Unbeliebtheit los werden. Ohne zu viel zu verraten klappt das in einer Art und Weise, die die Freunde nicht voraus sehen konnten. Eine Party mit in Genitalien boxenden Kleinwüchsigen, jeder Menge nackter Haut und der im Found Footage Look agierenden Kamera von Dax aus dem Filmclub immer im Mittelpunkt. Hier merkt man auch, dass Regisseur Nourizadeh aus dem Musikvideobereich kommt. Project X ist am stärksten, wenn in einer tranceartigen Schnelligkeit Partymontagen auf den Zuschauer losgelassen werden, denen sich auch der letzte Stubenhocker mit Sicherheit nicht entziehen kann. Jeder der meint eine überdurchschnittliche Ahnung von Filmen zu haben, würde diesen für mich zeitlosen Spaß wahrscheinlich in der Luft zereissen, ohne den jugendlichen Drive dieses Films zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen hier die Bedürfnisse von Teenagern und die lassen sich nun mal in der Regel an einer Hand abzählen, Zerstörung und Ausbruchswunsch können eben dazu führen sich der unnahbaren Freiheit ein Stück näher zu fühlen. Wer sich dem Wahnsinn der Nacht mit seinen besten Freunden schon wenigstens einmal hingegeben hat, der wird diesen Film verstehen und darf sich seine gebildeten Arthouseprinzipien vielleicht auch mal sonst wo hin stecken. Project X ist purer Spaß und genau das darf Kino sein.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

stefan!!!

Antwort löschen

Du hast es erfasst!


lux911

Antwort löschen

Du Genie!


guantanamo_jay
Kommentare

Vorgemerkt -_-

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Hat sich erst bei Hangover disqualifiziert, geht klar. Viel Arbeit macht doch aber den Geschmack kaputt, deswegen hat Nils Ruf auch mehr Ahnung von Filmen als Joko.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Le Samourai

Antwort löschen

Ha! Genau so kann man das sagen!!! :)


guantanamo_jay

Antwort löschen

Diese Fernsehmoderatorenmischung aus Banalität und Charme ist aber eben auch nur so semi. Da ist mir ein echter Vollidiot schon lieber.


guantanamo_jay
Kommentare

Erinnere mich mit Wohlwollen an Clockers und Do The Right Thing. Seine politisch inkorrekte Schrulligkeit kam da irgendwie am ansehnlichsten rüber. Und klar, Jesus ist die Kirsche auf einer sahnigen, immer ein wenig undergroundig gebliebenen Karriere.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod

7.5Sehenswert

Javier und Sergio sind Clowns im selben Circus, der eine ein trauriges und introvertiertes Gemüt, das seinen Vater an den spanischen Bürgerkrieg und die Francodiktatur verloren hat, der Andere ein aufbrausender trinkender Choleriker, der zu psychopathischen Ausbrüchen neigt.

Beide sind in die wunderschöne Luftakrobatin Natalia verliebt, die zusammen mit ihnen in dem madrider Zirkus arbeitet. Javier und Sergio sind in ihren Charakterzügen zwar grundlegend unterschiedlich, doch so labil, dass relativ bald ein erbitterter Kampf um Natalias Liebe und die Verarbeitung ihrer eigenen Vergangenheit ausbricht.
Mad Circus ist ein kontrastreiches Spektakel, welches gleichermaßen mit kurzen, aber rigorosen Gewalterruptionen, makaberem Humor, christlichen Visionen und Referenzen zum spanischen Bürgerkrieg durchzogen ist. Gequälte Männerseelen, denen die Diktatur in ihrem Land sichtlich zugesetzt hat sind dabei immer im Fokus der treffenden Präsentation.

Hat man am Anfang noch klare Sympathien für den traurigen Javier, wird schnell deutlich, dass sowohl der traurige, wie auch der fröhliche Clown nicht in ihre beruflichen Schubladen zu passen scheinen und mehr gemein haben, als ihnen und dem Zuschauer durch die illusionäre Fassade des Zirkus bewusst ist.
Mad Circus präsentiert sich frisch und ungehalten als seltsame Groteske, die sich nicht immer ernst nimmt, sich aber die meiste Zeit ehrlich anfühlt.
Der zweite Abschnitt und der völlige Verstandsverlust der beiden Hauptprotagonisten wirkt mir persönlich aber doch innerhalb der Entwicklung zu gekünstelt und wertet den Film, der zu Anfang noch wunderbar als Charakterstudie zu begreifen war zum Ende hin unnötig ab.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über Drive

10.0Lieblingsfilm

Kultfilm, hört man es von den Dächern der Kritikergemeinde tönen. Fast schon erschreckend einvernehmlich zählt man den ersten Hollywoodfilm des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn zu einem Stück filmischer Zeitgeschichte.
Das Prädikat Kult wird nun leider oft auch inflationär benutzt und ähnlich wie das Adjektiv "episch" sollte man es natürlich mit Vorsicht genießen.

Einen einzigartigen Sog kann man "Drive" aber in keinem Fall entsagen. Schon die Introsequenz in der der Hauptcharakter, gespielt von Ryan Gosling und von Allen nur "Driver" genannt, seinem Nachtjob als Fluchtwagenfahrer nachgeht ist spannend, intensiv und in gleichem Maße Coolness in Reinform.
Tagsüber arbeitet dieser von Gosling fantastisch ausdruckszurückhaltend gespielte Unbekannte als Stuntwagenfahrer und gerät im Laufe der Geschichte in ein kriminelles Komplott, dass bei seiner hübschen Nachbarin beginnt.
Verfolgungsjagden und Actionsequenzen sind in Drive nie übertrieben und überstilisiert, wie z.B in einem The Fast And The Furious. Wer auf zerberstende Karren und überdimensionale Stunts steht, ist hier nicht ganz richtig aufgehoben, steht die bedrohliche Atmosphäre eines vergifteten L.A's doch immer im Vordergrund und wirkt dadurch untypisch realistisch.
Storytechnisch ist Drive nicht unbedingt komplexer als ein B-Movie. Großartige Charakterentwicklungen und kreative Plotideen liegen aber auch garnicht im Augenmerk dieses Dramas. Viel eher ist Drive eine Mischung aus Filmzitaten wie z.B. von den Karrenklassikern "Bullit" und "Vanishing Point" und einer einzigartigen Ästehtik, die an die Filme der 80er oder in seiner klaren und kühlen Bildkomposition auch an "Heat" von Michael Mann erinnert.

Kultig ist das nach meiner Definition in jedem Fall, statuiert Drive doch aber vor allem ein Exempel dafür, dass Ästhetik und Emotion im Zusammenspiel immer eindringlicher wirken, als erzwungene Bildgewalt. 100 Minuten großartige Inszenierung, bei der ich den wunderschönen Soundtrack sogar noch außen vor gelassen habe, verdienen in Gesamtbetrachtung und aus der Sicht eines kleinen Fanboys 10 saftige Punkte.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Le Samourai

Antwort löschen

Schön!


guantanamo_jay
über Goodnight Nobody

5.5Geht so

Jeremie, Lin, Mila und Fedir leiden alle an unüberwindbarer Schlaflosigkeit, teilweise zurückzuführen auf frühere Erfahrungen und Lebensumstände, doch meistens unerklärlich und in jedem Fall allgegenwärtig.
Die Nacht ist der ständige Begleiter dieser 4 Menschen und für die 70 Minuten, die Goodnight Nobody dauert, auch der des Zuschauers. Ziellose Autofahrten durch Phoenix, Arizona, Geschichten über Katzenreinkarnationen und der Lärm Shanghais sind die einzigen Faktoren, die vorm Einschlafen bewahren. Auch auf den Zuschauer trifft das zu, ist diese Problematik den meisten Menschen doch unbekannt, schafft es Regisseurin Jaqueline Zünd diese ein wenig länger als eine Stunde gehende Nachtparabel, wie eine Ewigkeit erscheinen zu lassen.

Was diese Langweile, die durchzogen ist von stilistischen Bildern der Nacht aus verschiedenen Winkeln der Welt, trotzdem noch genießbar macht sind die Geschichten der Protagonisten. Wenn Mila davon erzählt, wie sie Nachts in Spätshops Pampelmusenbowling spielt oder Jeremie zum Besten gibt, wie er Nachts die Katzen des örtlichen Theaters wie ein Regisseur dirigiert, dann merkt man, welche Kraft und Phantasie die Nacht für den Menschen ausdrückt.

Die Freiheit vor den täglichen Normen wird aber für Jemanden, der der Nacht quasi ausgeliefert ist schnell zum Alptraum. So erfährt der Zuschauer diese ganz unromantische Einsicht, nachdem die so schön eingefangenen Bilder ihre magische Wirkung schon nach 20 Minuten verlieren.
Manchmal wünscht man sich in diesen Momenten einfach mehr Input der Filmschaffenden oder der Protagonisten, auch wenn dieser unkommentierte Stil stilistisch hochwertig ist. Die Substanz darf trotzdem nicht außer Acht gelassen werden.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Geschichte wird von Leuten mit funktionierenden Stiften geschrieben und Wahrheit liegt doch eh in der Konstruktionsgewalt der eigenen Wahrnehmung. Deswegen lieben wir Filme doch ;-)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Alec Guinness ist immer klasse, vielleicht gefiel er mir auch nur so gut, weil ich ihn als Kind nie sehen "musste". Könnte aber zur Tradition werden. Am 23. "Der kleine Lord" und am 24. "Mortal Kombat". Passt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über Another Earth

8.0Ausgezeichnet

Habe den Film innerhalb meines Filmmagazins rezensiert. Kann man sich ja mal angucken: http://vimeo.com/32536959

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über The Black Power Mixtape 1967-1975

8.5Ausgezeichnet

Habe den Film innerhalb meines Filmmagazins rezensiert. Kann man sich ja mal angucken: http://vimeo.com/32536959

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über Beats, Rhymes & Life: The Travels Of A Tribe Called Quest

10.0Lieblingsfilm

Rapaport liebt sie sichtlich, wir sollten das auch.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über Star Wars: Episode I - Die Dunkle Bedrohung

5.5Geht so

3 Punkte für "Duel of Fates" und 2.5 für den Kampf gegen Darth Maul. Die Reste waren vor allem mit unnützem Dialog überladene Lückenfüller. Sogar bei Qui-Gon-Jin's Beerdigung müssen die Nasen noch labern. Schrecklich. Muss aber sagen, dass ich echt einmal über Jar-Jar geschmunzelt gehabe. Weiß nicht mehr wann und hab mich dann zwar gleich ertappt gefühlt und ihn wieder mißachtet, doch es ist passiert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Ist das jetzt endlich der Nachfolger zu "Super Süß und Super Sexy"? Wurde Zeit!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
über The Guard

7.0Sehenswert

Außer Don Cheadle fast niemanden verstanden, aber doch eine schöne Freundschaftsgeschichte, der es wohltuend an Korrektheit und Feingefühl fehlt. Diese Iren, so sindse!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Leute! Kommt schon! Dennis Leary!

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

guantanamo_jay

Antwort löschen

Im Herzen der beste Ire! ;-)


guantanamo_jay
Kommentare

Zusammen mit ner Zeitmaschine auf jeden Fall gerne. Lässigster Typ der 80's!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Kaufe gerne und oft DVD's, gehe so es die Qualität zulässt regelmäßig ins Kino und schaue Serien und Filme, die ich im Kino nicht finden werde per Stream. Einem jungen Studenten ohne Arbeitsmoral bleibt auch nicht viel anderes übrig. Fühle mich dabei auch nur ein bisschen kriminell.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

guantanamo_jay
Kommentare

Kann mir nicht helfen, aber sieht nen gutes Stück nach Schrott aus. Präsentiert sich mit dem Trailer auf jeden Fall noch zu ernst und konventionell, trotz bunter Farben und witzigem Setting. Das hat aber heute ja irgendwie jeder Zweite.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten