Nietnagel wird zu Notnagel und später wieder zu Nietnagel, Georg Thomalla wird durch Willy Millowitsch ersetzt, dem dann nacheinander Gustav Knuth, Wolfgang Gruner und Fritz Tillmann folgen, Hannelore Elsner ist mal Schwester, mal leichtes Austauschmädchen aus Frankreich und mal gar nichts - da kommt man schon mächtig durcheinander. Zumindest gibt es mit Hansi Kraus, Theo Lingen, Rudolf Schündler, Hans Terofal und, mit Abstrichen, der großartigen Ruth Stephan doch einige Konstanten im Lümmel-Wirrwarr. Peter Alexander gehört dazu jedoch nicht. Glücklicherweise, denn bei aller Wertschätzung muss konstatiert werden, dass die beiden Filme mit seiner Beteiligung sich zu sehr auf ihn konzentrieren. Und wirklich witzig war der Peter eben nie. Dass einem mit Heintje auch noch eines der grausamsten Folterwerkzeuge der Nachkriegszeit auf den Hals gehetzt wurde, rundet den insgesamt eher schlechten Eindruck dieses Teils der Lümmel-Reihe ab.
Souverän. Und mit diesem einen Wort könnte ich auch schon schließen, denn damit ist alles gesagt. Durch die Bank ist "Deadly Impact" ein souveräner Thriller. Aber wie wir wissen, beißen sich die Begriffe "souverän" und "originell", weswegen in diesem einen kleinen Wörtchen durchaus ein ordentlicher Anteil Kritik steckt. Aber ein Sonderlob möchte ich schon noch verteilen: Joe Pantoliano hebt sich qualitativ doch ein bisschen von den anderen Darstellern ab.
Sofia Coppola macht es einem aber auch nicht leicht. Ganz offensichtlich kommt das für ihren Beruf mehr als vorteilhafte Erbgut zum Vorschein, denn sie komponiert Filme eher als dass sie sie dreht. Das hat sie nicht gestohlen, sondern ist das Ergebnis von Anlage, Erziehung und Beobachtung. Sie lässt einen emotional allerdings ordentlich im Regen stehen. Der Film ist schwer einzuordnen, nicht griffig, dennoch in seltsamer Art und Weise berührend und anregend, vielleicht sogar einer Manie nahe. Ich kann mir nicht helfen, ich höre Klärchen "Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt" singen. Wahrlich nicht viele Filme lassen mich an Goethe denken...
Will man bei "Tucker & Dale vs Evil" etwas kritisieren, dann ist es wohl das unkreative Ende. Aber es ist auch schwierig, mit einem Paukenschlag zu schließen. Da jedoch sowieso mit Klischees gespielt wird, die teilweise erfüllt und teilweise bewusst umgekehrt werden, kann letztlich doch von einem passenden Schluss gesprochen werden. So oder so ändert das Ende nichts daran, dass "Tucker & Dale vs Evil" ein grandioses Fest ist. Es ist wie in einem Coffee Shop: die Mischung macht's. Viel Komik, ordentlich Splatter, ein bisschen was fürs Herz. Dass dieser Film gleichermaßen als Backwood-Persiflage (Genre-Bewanderte erkennen den ein oder anderen Wink womöglich noch besser) wie als Plädoyer gegen Vorurteile funktioniert, spricht für das Talent der Leute hinter der Kamera.
Die Effekte gehören zum Grottigsten, was man in den Videotheken zwischen Sonthofen und Flensburg finden kann. Das ist keinesfalls unter-, über- oder gar abgetrieben. Und auch der Rest dieses Werks ist, euphemistisch ausgedrückt, suboptimal gelungen. Die Story ist für Belladonnas favorisierte Öffnung, die Schauspieler sollten bei Angaben zu ihrem Beruf Gänsefüßchen setzen und überhaupt: Asylum. Aber scheiße man, irgendwie war es irgendwo irgendwann halbwegs amüsant. Vermutlich an der Stelle, an der Brooke Hogan (hat sogar dickere Eumel als ihr Vater!) auf dem Pappmodell rumgeturnt ist. Könnte aber auch wann anders gewesen sein...
Zählt die Evil Dead-Reihe eigentlich als Trilogie? Darüber könnte man vortrefflich diskutieren, denn eigentlich ist Teil 2 ja ein verkapptes Remake von Teil 1.
Da aber Bruce Campbell dadurch seine Erwähnung bekommt, will ich mal nicht so sein :)
Nicht wesentlich besser oder schlechter als andere Sword & Sorcery-Filme. Dass Brigitte Nielsen nicht die beste Schauspielerin unter der Sonne war und ist, erkennt auch der Blindeste unter den Blinden, aber im Low-Fantasy-Bereich tummeln sich noch wesentlich größere Nieten. Entscheidend ist, dass sie glüht - und das tut sie (kein Wunder ist Arnie ihr an den Rock gegangen (jetzt zahlt sich das Geglotze des Dschungelcamps endlich aus)). Das entspricht sicherlich nicht dem modernen Emanzipationsgedanken - genausowenig, dass Red Sonja gefühlte 100 Mal umgekommen wäre, hätten ihre männlichen Begleiter ihr nicht zur Seite gestanden -, ist aber durchaus typisch für das Genre. Und man muss ja auch nicht alles an die große Glocke hängen und fein säuberlich sezieren. Entscheidender ist der Unterhaltungswert, und der passt soweit.
"Left for Dead oder Wo Innovation auf der Strecke bleibt". Selbst wenn man wollte, man kann zu diesem Film gar nicht viele Wort verlieren. Ein Slasher, der die ewig gleichen Strickmuster wiederholt, ohne auch nur den Hauch einer originären Idee einzuflechten. Das ist selbstredend schwach, aber eben auch nicht so unterirdisch, dass man nicht mal reingucken könnte - und wenn schon nicht des Themas wegen, dann aufgrund von Danielle Harris, die stets äußerst schnuffig aussieht.
"The Time Machine" ist natürlich vollkommen veraltet. Das kann man aber weder dem Buch noch dem Film vorwerfen. Würde ich heute einen in der Zukunft angesiedelten Roman schreiben, der später verfilmt wird, würde darin auch alles relativ zeitgeistig aussehen. Womöglich kämen Begriffe wie Internet, Smartphone oder Pad vor. Wer sagt, dass es das in der Zukunft noch gibt? Vielleicht wird der überflüssige Blinddarm schon nach der Geburt durch ein Mulitmediasystem ersetzt, mit dem man intern alles machen kann. Musik aus dem Arsch, News direkt ins Gehirn geleitet, Werbung schimmert unter der Haut hervor. Da kommt einem Facebook vor wie eine Kaffeemühle aus den 50ern. Und wie schnell so etwas geht, haben wir doch alle schon einmal erlebt. Als ich jung war, musste man einen Game Boy haben. Heutzutage gibts Game Boys nur noch beim Eskortservice.
Lange Rede, wenig Sinn: Unter heutigen Gesichtspunkten kackt "The Time Machine" zwar ab, hat aber dennoch Charme und ist sogar etwas gruselig.
Mehrere Jahrhunderte ist William Shakespeare tot. Aber wenn jemand wirklich gut war, geht er ja nie so ganz, sondern lebt in seinen Werken weiter. Seine anhaltende Präsenz bedingt ein wiederholtes Aufgreifen seiner Ergüsse. Mal klassisch, mal modern umgesetzt, mal stark, mal schwach. Diesmal musste die berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten herhalten, um ein paar Gartenzwergen einen Grund für ihre filmische Existenz zu liefern. Was im Gehörgang reichlich dackelig klingt, hätte bei näherer Betrachtung ein charmanter Modellversuch sein können. Nur doof, dass Shakespeares Vorlage eine Tragödie ist, die Animations-Adaption jedoch ein verzweifelter Versuch, daraus so etwas wie eine RomCom zu machen. Bei diesem Spagat reißt leider die Naht und übrig bleibt ein ziemlich beliebiges Stück Film, dessen Machern es nicht gelingt, aus der Grundidee genügend herauszuholen.
Ganz sicher nicht so clever, wie sich die Autoren das wohl selber gedacht haben, aber in Zeiten, in denen die vampirische Omnipräsenz mit einhergehendem Glitzer und Glamour und romantischer Verklärung einem so richtig auf den Wirsing geht, doch ein angenehm düsterer Vertreter, in dem Schauspieler mitwirken, die diese Berufsbezeichnung führen können, ohne sich der Lächerlichkeit preiszugeben.
Stellt euch vor, ihr habt die Nacht so richtig schön durchgesoffen, liegt am nächsten Tag noch halb prall in der Koje und seid schwer damit beschäftigt, dass bei den unvermeidbaren Bierfürzen nicht die Bettwäsche ruiniert wird. Zur Zerstreuung (und weil die Fernbedienung 10 cm zu weit weg liegt) guckt ihr Mr. Bill. Zu Anfang ganz nett, wird man anschließend immer mehr von einer Klischeewalze überrollt, bis man irgendwann nur noch hofft, Flanders sei tot... äh, dass der Film doch bald enden möge. Ist es endlich geschafft, rekapituliert man, gesteht sich selber ein, dass es ja eigentlich doch wesentlich Schlimmeres gibt, aber man seine Zeit trotzdem besser hätte nutzen können, dreht sich zur Seite und holt den Schlaf nach, der einem durch dieses verdammte Saufgelage geraubt wurde. Was ich damit sagen will: 4,5 Punkte ist mir dieser Film wert.
Ein Zusammenschnitt diverser Zitate und mehr oder minder bekannter Szenen aus der Bundesliga. Genauer gesagt stammt ein Großteil aus der Berichterstattung von ran und war schon auf den damals am Ende einer Saison erscheinenden Highlight-Videos zu sehen. Wer die kennt und eigentlich ein paar neue Bonmots erleben will, braucht sich "Ja gut, ich sach mal..." nicht angucken. Wer allerdings nur ein bisschen im Fußball-Feeling früherer Zeiten schwelgen will und auf einen roten Faden und einem unbekannte Aussprüche verzichten kann, der wird hier gut versorgt. Und immerhin taucht auch Klaus Schlappner auf, den habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Man kann vieles spenden: Schuhe, Kleidung, Blut, Geld - und Texte! Die brauchen wir nämlich für die Speakers' Corner. Wenn ihr eine Textspende habt, schickt die einfach an ines[@]moviepilot.de. Dank ist Euch gewiss :)
Von den Farrelly Bros hat man schon deutlich Witzigeres geliefert bekommen. "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert" ist nett, aber mit deutlich zu geringer Gag-Dichte ausgestattet, um einem den Schlüpper zu befeuchten.
Graf Zaroff jagt leicht bekleidete Bunnys durch den Dschungel eines fremden Planeten. Filmkennern ist jetzt schon klar, wo der Frosch sich die Locken drehen lässt. Wenn ich jetzt noch anmerke, dass Brinke Stevens und Elizabeth Kaitan mitwirken, klingelt es bei manch einem womöglich ganz mächtig. "Slave Girls from Beyond Infinity" ist eine Art SciFi-Erotik-Trash-Remake des Klassikers "Graf Zaroff – Genie des Bösen" aus dem Jahr 1932.
Die Story (mit Spoilern, aber ehrlich: drauf geschissen):
Zwei aufreizend angezogene Girls können sich aus ihrem auf einem Raumschiff befindlichen Gefängnis befreien, einen Raumgleiter entwenden und damit in die Weiten des Weltalls düsen (halbnackte Weltraumpilotinnen bereiten dem geneigten Zuschauer schon ein wohliges Kribbeln in der unteren Körperhälfte). Ein Leitstrahl zieht sie auf einen fremden Planeten, wo sie auf den unheimlichen Zed (sehr subtil, den Anfangsbuchstaben von "Zaroff" als Namen zu nehmen) treffen, der inmitten eines Urwalds mit zwei Androiden - von denen sich einer später als deutlich heterosexuell herausstellt (Stichwort: Titten) - in einem Schloss lebt. Auch noch anwesend sind Rik und seine Schwester Shala. Eine Weile wird rumgeeiert, bis auch noch dem letzten Depp klar ist, dass Zed ein passionierter Jäger ist, der am liebsten Menschen zur Strecke bringt. Rik, der zuvor noch eines der beiden Sklavenmädchen weggeknallt hat, muss zuerst den Löffeln abgeben, die drei übriggebliebenen Damen werden, natürlich mit wenig Kleidung am Leib, mit Vorsprung in den Dschungel geschickt, damit Zed auch ordentlich jagen kann. Shala opfert sich irgendwann selbstlos, die beiden anderen können Zed vorläufig entkommen und stoßen auf einen Tempel (ab hier bin ich nicht mehr richtig mitgekommen, ich war allerdings auch nicht übermäßig konzentriert). Dort leben Mutanten oder Zombies oder irgendein ähnliches Gedingens, die von den Mädels abgestochen werden. Nur ein Riesenmutant mit Buckel bleibt am Leben und entkommt. Irgendwann kriegt Zed eine der sexy Dirnen zu fassen und will sie gerade auf dem Esstisch in seinem Schloss packen, da kommt die totgeglaubte Freundin zur Tür herein und setzt sich zur Wehr. Einer der Androiden wird durch die Reflektion seines eigenen Laserschusses umgenietet, der andere wird von dem urplötzlich auftauchenden Buckel-Mutanten eliminiert. Das Vieh ist aber nicht mit den Girls befreundet, weswegen eine ihm eine magische (?) Keule über das Dach zieht, woraufhin der Mutant sich in seine Enzelteile zerlegt. Zed ist übrigens auch ganz schön angeschlagen, weshalb er nicht verhindern kann, dass die Sklavinnen sich (wieder einmal) ein Raumschiff zocken und damit abzischen. Zed drückt als letzte Amtshandlung einen Knopf, woraufhin sein Palast sich auflöst (oder irgendwie so was). Den Mädchen gehts gut und einen Schnupfen haben sie auch nicht bekommen, obwohl sie die ganze Zeit mit halbnacktem Arsch durch die Szenerie gehüpft sind.
Wer mal etwas über eine Stunde Zeit übrig hat und mit Low-Budget-Softporno-Ästhetik etwas anfangen kann, der kann sich "Slave Girls from Beyond Infinity" getrost geben. Die richtig schicken Trashmomente kommen allerdings erst gegen Ende, zwischendurch gibts reichlich Leerlauf und dem Niveau angepasstes Schauspiel.
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guggenheim
über Zum Teufel mit der Penne 2012/06/03 16:51:33
Nietnagel wird zu Notnagel und später wieder zu Nietnagel, Georg Thomalla wird durch Willy Millowitsch ersetzt, dem dann nacheinander Gustav Knuth, Wolfgang Gruner und Fritz Tillmann folgen, Hannelore Elsner ist mal Schwester, mal leichtes Austauschmädchen aus Frankreich und mal gar nichts - da kommt man schon mächtig durcheinander. Zumindest gibt es mit Hansi Kraus, Theo Lingen, Rudolf Schündler, Hans Terofal und, mit Abstrichen, der großartigen Ruth Stephan doch einige Konstanten im Lümmel-Wirrwarr. Peter Alexander gehört dazu jedoch nicht. Glücklicherweise, denn bei aller Wertschätzung muss konstatiert werden, dass die beiden Filme mit seiner Beteiligung sich zu sehr auf ihn konzentrieren. Und wirklich witzig war der Peter eben nie. Dass einem mit Heintje auch noch eines der grausamsten Folterwerkzeuge der Nachkriegszeit auf den Hals gehetzt wurde, rundet den insgesamt eher schlechten Eindruck dieses Teils der Lümmel-Reihe ab.
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guggenheim
über Deadly Impact 2012/05/29 13:15:35
Souverän. Und mit diesem einen Wort könnte ich auch schon schließen, denn damit ist alles gesagt. Durch die Bank ist "Deadly Impact" ein souveräner Thriller. Aber wie wir wissen, beißen sich die Begriffe "souverän" und "originell", weswegen in diesem einen kleinen Wörtchen durchaus ein ordentlicher Anteil Kritik steckt. Aber ein Sonderlob möchte ich schon noch verteilen: Joe Pantoliano hebt sich qualitativ doch ein bisschen von den anderen Darstellern ab.
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guggenheim
über The Virgin Suicides - Verlorene Jugend 2012/05/29 13:01:19
Sofia Coppola macht es einem aber auch nicht leicht. Ganz offensichtlich kommt das für ihren Beruf mehr als vorteilhafte Erbgut zum Vorschein, denn sie komponiert Filme eher als dass sie sie dreht. Das hat sie nicht gestohlen, sondern ist das Ergebnis von Anlage, Erziehung und Beobachtung. Sie lässt einen emotional allerdings ordentlich im Regen stehen. Der Film ist schwer einzuordnen, nicht griffig, dennoch in seltsamer Art und Weise berührend und anregend, vielleicht sogar einer Manie nahe. Ich kann mir nicht helfen, ich höre Klärchen "Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt" singen. Wahrlich nicht viele Filme lassen mich an Goethe denken...
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guggenheim
über Tucker & Dale vs Evil 2012/05/26 14:12:57
Will man bei "Tucker & Dale vs Evil" etwas kritisieren, dann ist es wohl das unkreative Ende. Aber es ist auch schwierig, mit einem Paukenschlag zu schließen. Da jedoch sowieso mit Klischees gespielt wird, die teilweise erfüllt und teilweise bewusst umgekehrt werden, kann letztlich doch von einem passenden Schluss gesprochen werden. So oder so ändert das Ende nichts daran, dass "Tucker & Dale vs Evil" ein grandioses Fest ist. Es ist wie in einem Coffee Shop: die Mischung macht's. Viel Komik, ordentlich Splatter, ein bisschen was fürs Herz. Dass dieser Film gleichermaßen als Backwood-Persiflage (Genre-Bewanderte erkennen den ein oder anderen Wink womöglich noch besser) wie als Plädoyer gegen Vorurteile funktioniert, spricht für das Talent der Leute hinter der Kamera.
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Tobe Berg 2012/05/26 15:01:04
Antwort löschenMit Abstand die beste Splatterkomödie der letzten Jahre!
guggenheim
Kommentare 2012/05/26 13:49:55
Willow, denn für die hatte ich damals amouröse Gefühle :)
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Rukus 2012/05/28 19:05:09
Antwort löschen+1 ;p
guggenheim
über 2-Headed Shark Attack 2012/05/26 00:26:38
Die Effekte gehören zum Grottigsten, was man in den Videotheken zwischen Sonthofen und Flensburg finden kann. Das ist keinesfalls unter-, über- oder gar abgetrieben. Und auch der Rest dieses Werks ist, euphemistisch ausgedrückt, suboptimal gelungen. Die Story ist für Belladonnas favorisierte Öffnung, die Schauspieler sollten bei Angaben zu ihrem Beruf Gänsefüßchen setzen und überhaupt: Asylum. Aber scheiße man, irgendwie war es irgendwo irgendwann halbwegs amüsant. Vermutlich an der Stelle, an der Brooke Hogan (hat sogar dickere Eumel als ihr Vater!) auf dem Pappmodell rumgeturnt ist. Könnte aber auch wann anders gewesen sein...
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guggenheim
Kommentare 2012/05/25 11:43:30
Zählt die Evil Dead-Reihe eigentlich als Trilogie? Darüber könnte man vortrefflich diskutieren, denn eigentlich ist Teil 2 ja ein verkapptes Remake von Teil 1.
Da aber Bruce Campbell dadurch seine Erwähnung bekommt, will ich mal nicht so sein :)
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guggenheim
über Red Sonja 2012/05/24 14:58:23
Nicht wesentlich besser oder schlechter als andere Sword & Sorcery-Filme. Dass Brigitte Nielsen nicht die beste Schauspielerin unter der Sonne war und ist, erkennt auch der Blindeste unter den Blinden, aber im Low-Fantasy-Bereich tummeln sich noch wesentlich größere Nieten. Entscheidend ist, dass sie glüht - und das tut sie (kein Wunder ist Arnie ihr an den Rock gegangen (jetzt zahlt sich das Geglotze des Dschungelcamps endlich aus)). Das entspricht sicherlich nicht dem modernen Emanzipationsgedanken - genausowenig, dass Red Sonja gefühlte 100 Mal umgekommen wäre, hätten ihre männlichen Begleiter ihr nicht zur Seite gestanden -, ist aber durchaus typisch für das Genre. Und man muss ja auch nicht alles an die große Glocke hängen und fein säuberlich sezieren. Entscheidender ist der Unterhaltungswert, und der passt soweit.
bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
doctorgonzo 2012/05/24 15:23:23
Antwort löschenIst das mit der großen Glocke Absicht?
guggenheim 2012/05/24 17:23:25
Antwort löschenÄh... natürlich nicht ;)
guggenheim
über Halloween - Left for Dead 2012/05/24 14:46:50
"Left for Dead oder Wo Innovation auf der Strecke bleibt". Selbst wenn man wollte, man kann zu diesem Film gar nicht viele Wort verlieren. Ein Slasher, der die ewig gleichen Strickmuster wiederholt, ohne auch nur den Hauch einer originären Idee einzuflechten. Das ist selbstredend schwach, aber eben auch nicht so unterirdisch, dass man nicht mal reingucken könnte - und wenn schon nicht des Themas wegen, dann aufgrund von Danielle Harris, die stets äußerst schnuffig aussieht.
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guggenheim
Kommentare 2012/05/24 12:22:09
Paul Fusco wird Kohle brauchen, denn außer Alf hat er ja nichts auf die Reihe gebracht. Da trommelt er jetzt mal und gut is'.
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guggenheim
über Die Zeitmaschine 2012/05/23 10:15:14
"The Time Machine" ist natürlich vollkommen veraltet. Das kann man aber weder dem Buch noch dem Film vorwerfen. Würde ich heute einen in der Zukunft angesiedelten Roman schreiben, der später verfilmt wird, würde darin auch alles relativ zeitgeistig aussehen. Womöglich kämen Begriffe wie Internet, Smartphone oder Pad vor. Wer sagt, dass es das in der Zukunft noch gibt? Vielleicht wird der überflüssige Blinddarm schon nach der Geburt durch ein Mulitmediasystem ersetzt, mit dem man intern alles machen kann. Musik aus dem Arsch, News direkt ins Gehirn geleitet, Werbung schimmert unter der Haut hervor. Da kommt einem Facebook vor wie eine Kaffeemühle aus den 50ern. Und wie schnell so etwas geht, haben wir doch alle schon einmal erlebt. Als ich jung war, musste man einen Game Boy haben. Heutzutage gibts Game Boys nur noch beim Eskortservice.
Lange Rede, wenig Sinn: Unter heutigen Gesichtspunkten kackt "The Time Machine" zwar ab, hat aber dennoch Charme und ist sogar etwas gruselig.
bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
lieber_tee 2012/05/23 12:12:26
Antwort löschenBei mir kommt jetzt schon Musik aus dem Arsch. Witzig, sehr witzig dein Text. Ich mag gerade den Retro-Charme des Films noch heute, gerade heute.
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guggenheim 2012/05/23 13:19:48
Antwort löschenIch vermute aber, dass dein selbstproduzierter Sound wenig melodisch ist ;)
lieber_tee 2012/05/23 13:48:57
Antwort löscheneher rhythmisch...
guggenheim
über Gnomeo und Julia 2012/05/21 11:53:28
Mehrere Jahrhunderte ist William Shakespeare tot. Aber wenn jemand wirklich gut war, geht er ja nie so ganz, sondern lebt in seinen Werken weiter. Seine anhaltende Präsenz bedingt ein wiederholtes Aufgreifen seiner Ergüsse. Mal klassisch, mal modern umgesetzt, mal stark, mal schwach. Diesmal musste die berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten herhalten, um ein paar Gartenzwergen einen Grund für ihre filmische Existenz zu liefern. Was im Gehörgang reichlich dackelig klingt, hätte bei näherer Betrachtung ein charmanter Modellversuch sein können. Nur doof, dass Shakespeares Vorlage eine Tragödie ist, die Animations-Adaption jedoch ein verzweifelter Versuch, daraus so etwas wie eine RomCom zu machen. Bei diesem Spagat reißt leider die Naht und übrig bleibt ein ziemlich beliebiges Stück Film, dessen Machern es nicht gelingt, aus der Grundidee genügend herauszuholen.
bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 9 Antworten
crab1973 2012/05/21 12:14:37
Antwort löschenDa nehme ich doch lieber "Tromeo und Julia" :)
guggenheim 2012/05/21 12:46:37
Antwort löschenVerständlich. Da ist die Qualität sicherlich höher ;D
horro 2012/05/21 22:53:52
Antwort löschendu schriebst damals bei mir "ist doch eigentlich gar nicht dein Genre" ... ist doch eigentlich gar nicht dein Genre ... oder? :D
guggenheim 2012/05/21 23:16:27
Antwort löschenWie soll ich sagen: Die Couch war bequem und sonst kam nix besseres - da hab ich mit meinen Gewohnheiten gebrochen ;)
Marie Krolock 2012/05/23 15:22:12
Antwort löschenooooch... aber diese niedlichen kleinen Zwerge! :D
guggenheim 2012/05/23 15:25:07
Antwort löschenSkunks sind auch niedlich, stinken aber wie Sau ;D
Marie Krolock 2012/05/23 15:28:00
Antwort löschendann schnupper halt nicht an ihnen! :D
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guggenheim 2012/05/23 15:39:53
Antwort löschenIch dachte, so gebraucht man die! :D
Marie Krolock 2012/05/23 15:58:05
Antwort löschenDu bist so pervers! ;-)
guggenheim
über Daybreakers 2012/05/21 11:43:16
Ganz sicher nicht so clever, wie sich die Autoren das wohl selber gedacht haben, aber in Zeiten, in denen die vampirische Omnipräsenz mit einhergehendem Glitzer und Glamour und romantischer Verklärung einem so richtig auf den Wirsing geht, doch ein angenehm düsterer Vertreter, in dem Schauspieler mitwirken, die diese Berufsbezeichnung führen können, ohne sich der Lächerlichkeit preiszugeben.
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crab1973 2012/05/21 11:45:09
Antwort löschenIch habe den Eindruck, dass Etahn Hawke wirklich ein Vampir ist. Mal ehrlich: Der sieht doch seit 1995 absolut uverändert aus. ;)
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guggenheim 2012/05/21 11:55:42
Antwort löschenStimmt. Vor allem hat er es mit dem Verzehr von menschlichen Säften oder Menschenfleisch - wenn ich da an Alive denke ;)
crab1973 2012/05/21 12:16:03
Antwort löschenDa ging es los... Alte Indianerlegenden besagen ja... ach, ist ja auch egal. :)
guggenheim
über Mr. Bill 2012/05/20 22:36:29
Stellt euch vor, ihr habt die Nacht so richtig schön durchgesoffen, liegt am nächsten Tag noch halb prall in der Koje und seid schwer damit beschäftigt, dass bei den unvermeidbaren Bierfürzen nicht die Bettwäsche ruiniert wird. Zur Zerstreuung (und weil die Fernbedienung 10 cm zu weit weg liegt) guckt ihr Mr. Bill. Zu Anfang ganz nett, wird man anschließend immer mehr von einer Klischeewalze überrollt, bis man irgendwann nur noch hofft, Flanders sei tot... äh, dass der Film doch bald enden möge. Ist es endlich geschafft, rekapituliert man, gesteht sich selber ein, dass es ja eigentlich doch wesentlich Schlimmeres gibt, aber man seine Zeit trotzdem besser hätte nutzen können, dreht sich zur Seite und holt den Schlaf nach, der einem durch dieses verdammte Saufgelage geraubt wurde. Was ich damit sagen will: 4,5 Punkte ist mir dieser Film wert.
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guggenheim
Kommentare 2012/05/15 16:44:52
Fuuuuuuuuuuuußball!!!!
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guggenheim
über Ja gut, ich sach mal... 2012/05/14 11:46:11
Ein Zusammenschnitt diverser Zitate und mehr oder minder bekannter Szenen aus der Bundesliga. Genauer gesagt stammt ein Großteil aus der Berichterstattung von ran und war schon auf den damals am Ende einer Saison erscheinenden Highlight-Videos zu sehen. Wer die kennt und eigentlich ein paar neue Bonmots erleben will, braucht sich "Ja gut, ich sach mal..." nicht angucken. Wer allerdings nur ein bisschen im Fußball-Feeling früherer Zeiten schwelgen will und auf einen roten Faden und einem unbekannte Aussprüche verzichten kann, der wird hier gut versorgt. Und immerhin taucht auch Klaus Schlappner auf, den habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
guggenheim
Kommentare 2012/05/09 09:20:18
Man kann vieles spenden: Schuhe, Kleidung, Blut, Geld - und Texte! Die brauchen wir nämlich für die Speakers' Corner. Wenn ihr eine Textspende habt, schickt die einfach an ines[@]moviepilot.de. Dank ist Euch gewiss :)
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guggenheim
Kommentare 2012/05/05 09:39:48
Ich mag die Bill Cosby Show. Und am besten war immer der Nachbarsjunge Peter, der bei Problemen stets abgehauen ist :)
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guggenheim
über Nach 7 Tagen - Ausgeflittert 2012/05/03 13:55:13
Von den Farrelly Bros hat man schon deutlich Witzigeres geliefert bekommen. "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert" ist nett, aber mit deutlich zu geringer Gag-Dichte ausgestattet, um einem den Schlüpper zu befeuchten.
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guggenheim
über Jäger der verschollenen Galaxie 2012/05/03 13:50:54
Graf Zaroff jagt leicht bekleidete Bunnys durch den Dschungel eines fremden Planeten. Filmkennern ist jetzt schon klar, wo der Frosch sich die Locken drehen lässt. Wenn ich jetzt noch anmerke, dass Brinke Stevens und Elizabeth Kaitan mitwirken, klingelt es bei manch einem womöglich ganz mächtig. "Slave Girls from Beyond Infinity" ist eine Art SciFi-Erotik-Trash-Remake des Klassikers "Graf Zaroff – Genie des Bösen" aus dem Jahr 1932.
Die Story (mit Spoilern, aber ehrlich: drauf geschissen):
Zwei aufreizend angezogene Girls können sich aus ihrem auf einem Raumschiff befindlichen Gefängnis befreien, einen Raumgleiter entwenden und damit in die Weiten des Weltalls düsen (halbnackte Weltraumpilotinnen bereiten dem geneigten Zuschauer schon ein wohliges Kribbeln in der unteren Körperhälfte). Ein Leitstrahl zieht sie auf einen fremden Planeten, wo sie auf den unheimlichen Zed (sehr subtil, den Anfangsbuchstaben von "Zaroff" als Namen zu nehmen) treffen, der inmitten eines Urwalds mit zwei Androiden - von denen sich einer später als deutlich heterosexuell herausstellt (Stichwort: Titten) - in einem Schloss lebt. Auch noch anwesend sind Rik und seine Schwester Shala. Eine Weile wird rumgeeiert, bis auch noch dem letzten Depp klar ist, dass Zed ein passionierter Jäger ist, der am liebsten Menschen zur Strecke bringt. Rik, der zuvor noch eines der beiden Sklavenmädchen weggeknallt hat, muss zuerst den Löffeln abgeben, die drei übriggebliebenen Damen werden, natürlich mit wenig Kleidung am Leib, mit Vorsprung in den Dschungel geschickt, damit Zed auch ordentlich jagen kann. Shala opfert sich irgendwann selbstlos, die beiden anderen können Zed vorläufig entkommen und stoßen auf einen Tempel (ab hier bin ich nicht mehr richtig mitgekommen, ich war allerdings auch nicht übermäßig konzentriert). Dort leben Mutanten oder Zombies oder irgendein ähnliches Gedingens, die von den Mädels abgestochen werden. Nur ein Riesenmutant mit Buckel bleibt am Leben und entkommt. Irgendwann kriegt Zed eine der sexy Dirnen zu fassen und will sie gerade auf dem Esstisch in seinem Schloss packen, da kommt die totgeglaubte Freundin zur Tür herein und setzt sich zur Wehr. Einer der Androiden wird durch die Reflektion seines eigenen Laserschusses umgenietet, der andere wird von dem urplötzlich auftauchenden Buckel-Mutanten eliminiert. Das Vieh ist aber nicht mit den Girls befreundet, weswegen eine ihm eine magische (?) Keule über das Dach zieht, woraufhin der Mutant sich in seine Enzelteile zerlegt. Zed ist übrigens auch ganz schön angeschlagen, weshalb er nicht verhindern kann, dass die Sklavinnen sich (wieder einmal) ein Raumschiff zocken und damit abzischen. Zed drückt als letzte Amtshandlung einen Knopf, woraufhin sein Palast sich auflöst (oder irgendwie so was). Den Mädchen gehts gut und einen Schnupfen haben sie auch nicht bekommen, obwohl sie die ganze Zeit mit halbnacktem Arsch durch die Szenerie gehüpft sind.
Wer mal etwas über eine Stunde Zeit übrig hat und mit Low-Budget-Softporno-Ästhetik etwas anfangen kann, der kann sich "Slave Girls from Beyond Infinity" getrost geben. Die richtig schicken Trashmomente kommen allerdings erst gegen Ende, zwischendurch gibts reichlich Leerlauf und dem Niveau angepasstes Schauspiel.
bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten