Der Abspann läuft. Keiner geht. Keiner Spricht. Wir warten auf weitere handwerkliche Feinschmeckreien. Im Abspann. Wir sind blöd. Oder süchtig. Soviel Herzensschläue haben wir in einem unfassbaren Tempo dargereicht bekommen. Wie immer sind Ausstattung und Musik perfekt. Aber diesmal fühlt man sich sehr nahe bei RUSHMORE als bei all dem was danach kam. Die letzten Werke, die mal mehr (Tennenbaums) und mal weniger (Darjeeling) funktionierten - aber immer ein wenig enttäuschten. Im Vergleich zum Meisterwerk RUSHMORE. Hier lässt Anderson aber wieder Kinder als Protagonisten wirken, als gleichwertige und in Wahrheit viel überlegenere Charaktere. Und DAS kann keiner so charmant und betörend erzählen wie Wes Anderson. Er bringt uns diese verfäbten Kindheitserinnerungen zurück, Erinnerungen an etwas was wir wahrscheinlich gar nicht hatten - aber dem wir uns angehörig fühlen. Anrührend, im besten Sinne.
Seriously?? Come on! Das ist nicht dein Ernst, Cronenberg. Keira und ihr nach vorne geklappter Unterkiefer? Sich geil reibend an der Sofalehne? Diese lächerlichen Schnurrbart-Konstruktionen von Dr. Jung (in jeder Einstellung anders)? Und Viggo .... ach, Viggo. Dieses Skript hat mir die Schuhe ausgezogen. Diese hölzernen Dialoge, die Tiefe nur sumulieren... das hat der Gestiefelete Kater mehr Message. Okay, die Ausstattung ist gut, jedenfalls das was man durch den permantenten Rauch aus Freud's Zigarre erkennen kann.
Das war definitiv sein Filmjahr. Mal wieder KEIN Schlechter Film von ihm.
Er ist eigentlich dran mit einem Oscar - aber wahrscheinlich für den falschen Film: The Ides of March. Die Acadamy hätte ihn bereits 2007 für Half Nelson auszeichnen müssen (Forest Whitaker –für- Der letzte König von Schottland? C'mon!). Und bemerkenswert ist, dass ihm die meisten - auch hier - diesen Erfolg gönnen können. Obschon er definitiv zu gut aussieht und immerhin eine Disney-Club-Karriere hinter sich hat....
Der 'Rummel' ist heutzutage ja völlig unterschätzt. Hier haben wir also 2h allerfeinsten, fast perfekten Rummel. Es ist eine wahre Freude, an einem finsteren Winterabend die Pfeife anzuzünden,vor einem Kaminfeuer in bester Garderobe, Hand in Hand mit einem gutaussehenden Freund diesen eleganten Blockbuster zu betrachten. Aber erschrecke nicht, wenn am Ende einige Schweißflecken am Flannell zu sehen sind. I like you, Sherlock.
wow. kind of a surprise. did not expect much - with all the crappy advertisement and poster . but it is stimulating good entertainment. (liked MOON better, though)
Kammerstück - my ass. Was für eine Enttäuschung. Ein Film in dem sich nur unsere Mütter und ehemaligen Mathelehrerinnen wohl fühlen.
Polanski will nirgendwo hin mit diesem Film. Er läßt uns keinen der 4 ins Herz schließen. Aber wie auch - wo alles nur Karrikatur ist. Anstrengend so eine Schauspiel-Weltmeisterschaft anzuschauen: Zu viel Lautes und Unnötiges. Überraschungssieger: Reilly. Aber erst nach 5fachen Elfmeterschießen. Uff.
Wenn Du Dich lieber bevormunden lässt, z.B. mit platten Messages oder mit Abziehbildchen zum Ins-Herz-Schließen, dann geh doch wieder in die Schule!
Deine Mathelehrerin
Dieser Kommentar, liebe Jodie Foster, ist frei von einem Mindestmaß an Denklogik. Oder Charme. Du musst also Mathelehrerin sein. Das macht mich irgendwie heiß.
Viel Spaß mit dem Film
Ja. Ja. Aber: Mit L.A.-bei-Nacht-Ästhetik, coolen Moroder-Syntie-Klängen und so einem Drehbuch hätte ich den Film auch toll gefunden, wenn sagen wir McConaughey mitgespielt hätte. (not)
Ah, mal wieder Popcorn-Kino von Soderberg. Eigentlich ein klein bisschen enttäuschend. Man kann auch sagen: Solide. Aber von Soderbergh hätte man doch ein bisschen mehr Smartness erwarten können. Die Seuche bleibt unsichtbar, nicht erklärbar, die politische-wirtschaftliche Interessengeflechte werden nur angedeutet und am Ende sind viele tot (oder haben Urlaub in China gemacht). Es wird zu viel nur angerissen. Schockierend ist es alle mal - das ist aber auch das Mindeste was man erwarten durfte. Zum Glück gibt es den sehr guten Cast und die topchecker-Musik von Cliff Martinez (Solaris).
Das Poporn haben ich und meine Bgleitung dann doch liegengelassen.
Ich sag es ganz offen: Ich mag das Spiel von Friti Haberland nicht. Es funktioniert nur auf der Bühne, nie im Film. Und das stört auch in diesem Film. Aber nur ein wenig.
Was für eine spannende Drehbuchidee. Die Frage, wie komme ich wieder dahin wo ich glücklich war, in die Zukunft. Die Mühen, Monate eines gelebten Lebens noch einmal durchzustehen, alles schon zu wissen und dabei trotzdem das Ziel zu kennen.
Zwischendrin geht dem Skript und der Inszenierung angesichts der Logik-Komponente bei Zeitsprüngen die Puste oder der Mut aus. Aber wie das immer so ist, fängt Nina Hoss all das mühelos auf - mit diesem Leinwand-Gesicht, in dem wir alles lesen können, was im Skript nicht zu finden ist. Na klar, verliebt man sich wieder heillos in sie. Da tun die Sommersprossen, die noch aus dem zukünftigen Sommer stammen, ein Übriges. Sie führt uns also weiter, zurück in den Sommer und wir verzeihen, den anderen, alles. Dem Schnitt, der Fritzi, dem hilflosen Witz, dem Gegenlichkitsch. Nina Hoss und die Sommersprossen machen alles wieder gut.
Unfassbar dicht (und dicht dran) zeigt uns Dresen den Weg zum Tot. Erdrückend und realistisch wie kaum zuvor gezeigt. Aber da ihm die Sympathie für seine Charaktere nie abgeht und er uns manchmal lächeln lässt, ist es zu ertragen. Man muss da durch. Und am Ende: Erlösung. Oder eben nicht.
Das Spiel von Peschel (und Kühnel) ist so authentisch, dass ich Milan Peschel nach dem Film (der Premiere) fast um den Hals fallen und einen lieb gewonnenen Freund zurückbegrüßen wollte. Es tat gut, ihn wieder auf den Beinen zu sehen.
Eine nette Konstellation, mit guten Schauspielern wird völlig grundlos an den blanken Kitsch verfüttert. Da war Gene Kelly vor 40 Jahren ja noch näher an Europa und Paris dran als der scheinbar sentimentale Allen.
(War das wirklich Carla Bruni mit der Maske im Park? Da hat ja Monika Lierhaus mehr Mimik! Oh, too soon?)
Es gibt nichts an diesem Film, was man nicht guten Gewissens lieben kann.
Nimm also hin - diese Smartness, Mr. Aptow. Hey, Mike Mills, man kann Filme auch so schneiden, dass sie nicht nur gemeint, sondern auch spannend sind. Und man auch Dialoge schreiben, die Originalität nur nachkonstruieren, Diabolo Cody. Und ein guter Soundtrack ist einfach da, man muss mit ihm nicht angeben, Ms. Coppola.
"Szenen einer Ehe" in Pittsburg.
Wir beobachten in schmerzhafter Genauigkeit den Anfang und das Ende einer Beziehung, einer Ehe von der wir nur zu genau ahnen, welchen Verlauf sie genommen hat. Williams und Gosling sind unfassbar präzise im ihrem Spiel, im Ausfüllen des Raums der ihnen gegeben wurde. Vieles ist improvisiert und das macht das Ganze für uns Betrachter so wahrhaft und erhebend (einerseits) und so schonungslos und alarmierend (andererseits). Eine beeindruckend mutige Inszenierung, der große dicke Weinstein hat seinem Regisseur mal wieder, in wissendem Vertrauem, den Schlüssel zum Candystore ausgehändigt. Ungewöhnliche Bilder, lange Szenen, ein sehr guter zurückhaltender Soundtrack sind dabei heraus gekommen; Sie und vor allem die Hauptdarsteller machen Blue Valentine unvergesslich.
Endlich sind wir wieder auf einer Seite!
Übrigens: "Schüchterne erste Küsse und kurze Röcke treffen auf Geheimratsecken und Hängebrüste." hängt eingerahmt über meinem Fernseher!
John Ford trifft die Kleine aus 'Leon, der Profi'.
Der eigentliche Star des Films ist das Drehbuch. So straight und trocken geht es hier voran, dass es kein Wunder ist, dass am Ende das Pferd stirbt (*Spoiler). Sie schreiben diesen großen Western für eine weibliche Hauptrolle, die den Film trägt. Sie hat den schärfsten Blick in diesem Epos, den schärfsten Verstand sowieso, ist ja ein Mädchen. Sie durchblickt all diese windigen Best-of Western-Charaktere bevor die auch nur mit ihren Pistolen zucken können. Danke für dieses Drehbuch Diabolo Coen!
Jeff Bridges bleibt den Beweis schuldig, dass er den Oscar nicht tatsächlich auf dem Gipfel seiner Schaffenskraft gewonnen hat und nun einbisschen auf Autopilot gestellt hat. Ein bisschen viel Jeff Bridges, Herr Bridges. Und Sie, Herr Damon, ein bisschen zu viel ... ach Sie bleiben für mich immer Bourne. Nicht Ihr Fehler.
Zum Ende denkt man dann, all diese Großartigkeit und dann fällt das Kind in eine Indianer Jones Gedächtnis Höhle? 2 Punkte Abzug wegen der Schlangen.
Und der gesucht Böse ist nur ein einfacher Wicht (bitter, kurz und gut Josh Brolin) ?
Nein, das ist die Banalität des Bösen, die Hannah Arendt einst beschrieb und deren Suche sich die Coens verschrieben haben. Und am Ende ist weder Scheitern noch Erfolg. Nur das niederschmetternste von allem. Zeit. Die unsere Helden dahinstreckt. Banal und Böse.
Kluger und schicker Thriller von einem, der gar keine Thriller kann. Polanski treibt die unheilvolle Handlung sachte voran. Es entstehen mal wieder wahre Gemälde, die Kamera und das Szenebild sowie das Auge des perversen kleinen Meisters geben uns Einstellungen, die man sich an die Wand hängen oder auf den Blog stellen möchte.
Ein Spitzen-Drehbuch, Präzises Spiel und ein bis in die kleinsten Nebenrollen (Eli Wallach und vor allem der diabolische Tom Wilkinson) exzellenter Cast machen das ganze zum sehr überdurchschnittlichen Thriller-Vergnügen mit typischem Polanski-Finale.
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Herr Marcus
über Moonrise Kingdom 2012/05/22 10:19:26
Der Abspann läuft. Keiner geht. Keiner Spricht. Wir warten auf weitere handwerkliche Feinschmeckreien. Im Abspann. Wir sind blöd. Oder süchtig. Soviel Herzensschläue haben wir in einem unfassbaren Tempo dargereicht bekommen. Wie immer sind Ausstattung und Musik perfekt. Aber diesmal fühlt man sich sehr nahe bei RUSHMORE als bei all dem was danach kam. Die letzten Werke, die mal mehr (Tennenbaums) und mal weniger (Darjeeling) funktionierten - aber immer ein wenig enttäuschten. Im Vergleich zum Meisterwerk RUSHMORE. Hier lässt Anderson aber wieder Kinder als Protagonisten wirken, als gleichwertige und in Wahrheit viel überlegenere Charaktere. Und DAS kann keiner so charmant und betörend erzählen wie Wes Anderson. Er bringt uns diese verfäbten Kindheitserinnerungen zurück, Erinnerungen an etwas was wir wahrscheinlich gar nicht hatten - aber dem wir uns angehörig fühlen. Anrührend, im besten Sinne.
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Herr Marcus
über Eine dunkle Begierde 2011/12/28 16:06:04
Seriously?? Come on! Das ist nicht dein Ernst, Cronenberg. Keira und ihr nach vorne geklappter Unterkiefer? Sich geil reibend an der Sofalehne? Diese lächerlichen Schnurrbart-Konstruktionen von Dr. Jung (in jeder Einstellung anders)? Und Viggo .... ach, Viggo. Dieses Skript hat mir die Schuhe ausgezogen. Diese hölzernen Dialoge, die Tiefe nur sumulieren... das hat der Gestiefelete Kater mehr Message. Okay, die Ausstattung ist gut, jedenfalls das was man durch den permantenten Rauch aus Freud's Zigarre erkennen kann.
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Herr Marcus
Kommentare 2011/12/28 16:00:00
Das war definitiv sein Filmjahr. Mal wieder KEIN Schlechter Film von ihm.
Er ist eigentlich dran mit einem Oscar - aber wahrscheinlich für den falschen Film: The Ides of March. Die Acadamy hätte ihn bereits 2007 für Half Nelson auszeichnen müssen (Forest Whitaker –für- Der letzte König von Schottland? C'mon!). Und bemerkenswert ist, dass ihm die meisten - auch hier - diesen Erfolg gönnen können. Obschon er definitiv zu gut aussieht und immerhin eine Disney-Club-Karriere hinter sich hat....
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Herr Marcus
über Die Kunst zu gewinnen - Moneyball 2011/12/27 00:29:45
if you know the game - you will love this movie. If you do not - don't bother.
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LunaticPrincess 2011/12/27 01:32:51
Antwort löschenStimmt nicht ganz! Kenne das Spiel gar nicht, fand den Film aber trotzdem interessant und sehenswert. But I get the point ;)
Herr Marcus
über Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten 2011/12/21 23:57:57
Der 'Rummel' ist heutzutage ja völlig unterschätzt. Hier haben wir also 2h allerfeinsten, fast perfekten Rummel. Es ist eine wahre Freude, an einem finsteren Winterabend die Pfeife anzuzünden,vor einem Kaminfeuer in bester Garderobe, Hand in Hand mit einem gutaussehenden Freund diesen eleganten Blockbuster zu betrachten. Aber erschrecke nicht, wenn am Ende einige Schweißflecken am Flannell zu sehen sind. I like you, Sherlock.
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Herr Marcus
über Tobis Filmclub 2011/12/14 15:29:20
The AMERICAN.
Zuhause ist Hamburg. Merci
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Herr Marcus
über Source Code 2011/11/29 00:11:18
wow. kind of a surprise. did not expect much - with all the crappy advertisement and poster . but it is stimulating good entertainment. (liked MOON better, though)
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alviesinger 2011/11/29 23:06:51
Antwort löschenwrong! wrong! WRONG!
Herr Marcus
über Der Gott des Gemetzels 2011/11/25 00:42:55
Kammerstück - my ass. Was für eine Enttäuschung. Ein Film in dem sich nur unsere Mütter und ehemaligen Mathelehrerinnen wohl fühlen.
Polanski will nirgendwo hin mit diesem Film. Er läßt uns keinen der 4 ins Herz schließen. Aber wie auch - wo alles nur Karrikatur ist. Anstrengend so eine Schauspiel-Weltmeisterschaft anzuschauen: Zu viel Lautes und Unnötiges. Überraschungssieger: Reilly. Aber erst nach 5fachen Elfmeterschießen. Uff.
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Sigmund 2011/11/25 10:21:05
Antwort löschenWenn Du Dich lieber bevormunden lässt, z.B. mit platten Messages oder mit Abziehbildchen zum Ins-Herz-Schließen, dann geh doch wieder in die Schule!
Deine Mathelehrerin
Herr Marcus 2011/11/25 10:27:01
Antwort löschenDieser Kommentar, liebe Jodie Foster, ist frei von einem Mindestmaß an Denklogik. Oder Charme. Du musst also Mathelehrerin sein. Das macht mich irgendwie heiß.
Viel Spaß mit dem Film
Sigmund 2011/11/25 10:41:02
Antwort löschenVielleicht ist Dir, ähnlich wie bei dem Film, die Denklogik und der Charme ja auch entgangen...
Alle 5 Antworten zeigen
Herr Marcus 2011/11/25 11:26:36
Antwort löschenBist Du Frau Allhäuser vom Grabbe Gymnasium??
Sigmund 2011/11/25 11:48:45
Antwort löschenIch bin Frau Touché von der Habichdichertappt Gesamtschule.
Herr Marcus
über Drive 2011/10/26 11:42:42
Very dark, slick and wonderful.
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alviesinger 2011/11/02 23:43:12
Antwort löschenMit Gosling drinnen kann man dir doch alles verkaufen.
Alle 3 Antworten zeigen
Herr Marcus 2011/11/09 10:04:00
Antwort löschenJa. Ja. Aber: Mit L.A.-bei-Nacht-Ästhetik, coolen Moroder-Syntie-Klängen und so einem Drehbuch hätte ich den Film auch toll gefunden, wenn sagen wir McConaughey mitgespielt hätte. (not)
alviesinger 2012/01/25 00:13:30
Antwort löschenGerade das Drehbuch hat mich richtig hängen lassen.
Herr Marcus
über Contagion 2011/10/04 10:13:07
Ah, mal wieder Popcorn-Kino von Soderberg. Eigentlich ein klein bisschen enttäuschend. Man kann auch sagen: Solide. Aber von Soderbergh hätte man doch ein bisschen mehr Smartness erwarten können. Die Seuche bleibt unsichtbar, nicht erklärbar, die politische-wirtschaftliche Interessengeflechte werden nur angedeutet und am Ende sind viele tot (oder haben Urlaub in China gemacht). Es wird zu viel nur angerissen. Schockierend ist es alle mal - das ist aber auch das Mindeste was man erwarten durfte. Zum Glück gibt es den sehr guten Cast und die topchecker-Musik von Cliff Martinez (Solaris).
Das Poporn haben ich und meine Bgleitung dann doch liegengelassen.
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Herr Marcus
über Fenster zum Sommer 2011/10/03 14:43:55
Ich sag es ganz offen: Ich mag das Spiel von Friti Haberland nicht. Es funktioniert nur auf der Bühne, nie im Film. Und das stört auch in diesem Film. Aber nur ein wenig.
Was für eine spannende Drehbuchidee. Die Frage, wie komme ich wieder dahin wo ich glücklich war, in die Zukunft. Die Mühen, Monate eines gelebten Lebens noch einmal durchzustehen, alles schon zu wissen und dabei trotzdem das Ziel zu kennen.
Zwischendrin geht dem Skript und der Inszenierung angesichts der Logik-Komponente bei Zeitsprüngen die Puste oder der Mut aus. Aber wie das immer so ist, fängt Nina Hoss all das mühelos auf - mit diesem Leinwand-Gesicht, in dem wir alles lesen können, was im Skript nicht zu finden ist. Na klar, verliebt man sich wieder heillos in sie. Da tun die Sommersprossen, die noch aus dem zukünftigen Sommer stammen, ein Übriges. Sie führt uns also weiter, zurück in den Sommer und wir verzeihen, den anderen, alles. Dem Schnitt, der Fritzi, dem hilflosen Witz, dem Gegenlichkitsch. Nina Hoss und die Sommersprossen machen alles wieder gut.
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Herr Marcus
über Halt auf freier Strecke 2011/10/03 14:30:21
Unfassbar dicht (und dicht dran) zeigt uns Dresen den Weg zum Tot. Erdrückend und realistisch wie kaum zuvor gezeigt. Aber da ihm die Sympathie für seine Charaktere nie abgeht und er uns manchmal lächeln lässt, ist es zu ertragen. Man muss da durch. Und am Ende: Erlösung. Oder eben nicht.
Das Spiel von Peschel (und Kühnel) ist so authentisch, dass ich Milan Peschel nach dem Film (der Premiere) fast um den Hals fallen und einen lieb gewonnenen Freund zurückbegrüßen wollte. Es tat gut, ihn wieder auf den Beinen zu sehen.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Herr Marcus
über Midnight in Paris 2011/09/20 14:47:08
Eine nette Konstellation, mit guten Schauspielern wird völlig grundlos an den blanken Kitsch verfüttert. Da war Gene Kelly vor 40 Jahren ja noch näher an Europa und Paris dran als der scheinbar sentimentale Allen.
(War das wirklich Carla Bruni mit der Maske im Park? Da hat ja Monika Lierhaus mehr Mimik! Oh, too soon?)
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Herr Marcus
über Tobis Filmclub 2011/06/27 18:58:54
Oscar et Rosalie (Claude Sautet)
Hamburg
Merci bien
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Herr Marcus
über 500 Days of Summer 2011/06/22 01:37:50
Es gibt nichts an diesem Film, was man nicht guten Gewissens lieben kann.
Nimm also hin - diese Smartness, Mr. Aptow. Hey, Mike Mills, man kann Filme auch so schneiden, dass sie nicht nur gemeint, sondern auch spannend sind. Und man auch Dialoge schreiben, die Originalität nur nachkonstruieren, Diabolo Cody. Und ein guter Soundtrack ist einfach da, man muss mit ihm nicht angeben, Ms. Coppola.
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alviesinger 2011/07/10 23:56:48
Antwort löschenJa, das stimmt alles. Hat aber leider nix mit "500 Days of Summer" zu tun.
Herr Marcus 2011/07/10 23:59:57
Antwort löschenhaha! Dochdoch. mich hat der Film mit seinem Swing umgehauen. It is what it it is and it is/was good.
Herr Marcus
über Blue Valentine 2011/04/03 02:21:12
Hosiannah! Ein Meisterwerk.
"Szenen einer Ehe" in Pittsburg.
Wir beobachten in schmerzhafter Genauigkeit den Anfang und das Ende einer Beziehung, einer Ehe von der wir nur zu genau ahnen, welchen Verlauf sie genommen hat. Williams und Gosling sind unfassbar präzise im ihrem Spiel, im Ausfüllen des Raums der ihnen gegeben wurde. Vieles ist improvisiert und das macht das Ganze für uns Betrachter so wahrhaft und erhebend (einerseits) und so schonungslos und alarmierend (andererseits). Eine beeindruckend mutige Inszenierung, der große dicke Weinstein hat seinem Regisseur mal wieder, in wissendem Vertrauem, den Schlüssel zum Candystore ausgehändigt. Ungewöhnliche Bilder, lange Szenen, ein sehr guter zurückhaltender Soundtrack sind dabei heraus gekommen; Sie und vor allem die Hauptdarsteller machen Blue Valentine unvergesslich.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
alviesinger 2011/07/30 20:46:28
Antwort löschenJawollja.
Herr Marcus 2011/07/30 20:50:58
Antwort löschenEndlich sind wir wieder auf einer Seite!
Übrigens: "Schüchterne erste Küsse und kurze Röcke treffen auf Geheimratsecken und Hängebrüste." hängt eingerahmt über meinem Fernseher!
Herr Marcus
über True Grit 2011/02/26 02:03:59
John Ford trifft die Kleine aus 'Leon, der Profi'.
Der eigentliche Star des Films ist das Drehbuch. So straight und trocken geht es hier voran, dass es kein Wunder ist, dass am Ende das Pferd stirbt (*Spoiler). Sie schreiben diesen großen Western für eine weibliche Hauptrolle, die den Film trägt. Sie hat den schärfsten Blick in diesem Epos, den schärfsten Verstand sowieso, ist ja ein Mädchen. Sie durchblickt all diese windigen Best-of Western-Charaktere bevor die auch nur mit ihren Pistolen zucken können. Danke für dieses Drehbuch Diabolo Coen!
Jeff Bridges bleibt den Beweis schuldig, dass er den Oscar nicht tatsächlich auf dem Gipfel seiner Schaffenskraft gewonnen hat und nun einbisschen auf Autopilot gestellt hat. Ein bisschen viel Jeff Bridges, Herr Bridges. Und Sie, Herr Damon, ein bisschen zu viel ... ach Sie bleiben für mich immer Bourne. Nicht Ihr Fehler.
Zum Ende denkt man dann, all diese Großartigkeit und dann fällt das Kind in eine Indianer Jones Gedächtnis Höhle? 2 Punkte Abzug wegen der Schlangen.
Und der gesucht Böse ist nur ein einfacher Wicht (bitter, kurz und gut Josh Brolin) ?
Nein, das ist die Banalität des Bösen, die Hannah Arendt einst beschrieb und deren Suche sich die Coens verschrieben haben. Und am Ende ist weder Scheitern noch Erfolg. Nur das niederschmetternste von allem. Zeit. Die unsere Helden dahinstreckt. Banal und Böse.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Schlegel 2011/02/26 02:24:01
Antwort löschenGrmpf. Spoilerwarnung nach dem Spoiler...
phoenix409 2011/02/26 23:23:07
Antwort löschen:D Grandios, wenn das mal kein fail ist...
Herr Marcus
über Tobis Filmclub 2011/02/09 15:54:44
Die Familie ist eine Neurosen-Küche, die ich lieb gewonnen habe.
Hamburg -- im neuen (!) Passage Kino
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Herr Marcus
über Olivia Williams 2011/01/19 16:03:15
Hat die Dame ein Ganzkörper-Henna-Tatoo oder ist das ein groteskes Watermark auf dem Foto?
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Herr Marcus
über Der Ghostwriter 2011/01/19 16:01:19
Kluger und schicker Thriller von einem, der gar keine Thriller kann. Polanski treibt die unheilvolle Handlung sachte voran. Es entstehen mal wieder wahre Gemälde, die Kamera und das Szenebild sowie das Auge des perversen kleinen Meisters geben uns Einstellungen, die man sich an die Wand hängen oder auf den Blog stellen möchte.
Ein Spitzen-Drehbuch, Präzises Spiel und ein bis in die kleinsten Nebenrollen (Eli Wallach und vor allem der diabolische Tom Wilkinson) exzellenter Cast machen das ganze zum sehr überdurchschnittlichen Thriller-Vergnügen mit typischem Polanski-Finale.
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