Hitmanski

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Hitmanski aus Münster heißt Sebastian Büttner, ist 25 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und legendäre 424 Kommentare geschrieben. Hitmanski ist Kritiker für It's just a film, Reihe Sieben, MehrFilm und hat unter anderem Titanic 3D als Lieblingsfilm. Mehr


Captain Phillips
Captain Phillips

Hitmanski 7.0 "Sehenswert"

A Long Way Down
A Long Way Down

Hitmanski 5.0 "Geht so"

Leben und Sterben des Colonel Blimp
Leben und Sterben des Colonel Blimp

Hitmanski 7.5 "Sehenswert"

Dracula 3D
Dracula 3D

Hitmanski 1.0 "Ärgerlich"

The Walking Dead - Staffel 1
The Walking Dead - Staffel 1

Hitmanski 4.0 "Uninteressant"

Liberace
Liberace

Hitmanski 7.0 "Sehenswert"

M. Butterfly
M. Butterfly

Hitmanski 8.5 "Ausgezeichnet"

"I'm trying my best to become somebody else." -

Was sich mit DEAD RINGERS und NAKED LUNCH bereits andeutete, findet hier seinen vorübergehenden Höhepunkt: M. BUTTERFLY hat formal wenig bis nichts mehr mit dem „alten“ Cronenberg gemein, und doch ist es ganz unverkennbar ein Film mit der Handschrift des Kanadiers geworden, vielleicht sein bis dato bester überhaupt.

Nicht nur die Bezugnahme auf Puccinis Oper im Titel, sondern auch die vielen Theatersequenzen bis hin zum tragischen Schlussakt auf der Bühne offenbaren dabei die Lust des Regisseurs, seinen Figuren und dem Zuschauer den Spiegel vorzuhalten, und sie mit einer Welt zu konfrontieren, in der Wahrnehmung und Realität nur auf den ersten Blick deckungsgleich scheinen, in Wahrheit aber stets auseinander zu fallen drohen, überdeutlich: Irons‘ (nach seiner Doppelrolle in DEAD RINGERS abermals fantastisch) Gallimard ist Betrüger und Betrogener zugleich; sein Leben letztendlich nicht viel mehr als eine Vermischung von Wirklichkeitsflucht und Fiebertraum. Spätestens in den Momenten, in denen sich die filmische Handlung aufzulösen beginnt, zwingt Cronenberg parallel zu seinem Hauptcharakter, auch das Publikum zur Reflexion des Erlebten: All die pompösen Bilder über Land und Gebräuche geben letztlich doch nur den engen Blick eines westlichen Beobachters wieder; der gesamte Reiz des Verbotenen und der Romantik, der man selbst zu erliegen droht; letztlich ist es alles nur trügerische Projektionsfläche eigener Gedanken und Wünsche. Das Auge sieht nur, was es sehen möchte.

Und so ist Cronenbergs M. BUTTERFLY schlussendlich auch weitaus weniger Ausstattungsoper oder großspuriges Melodram, sondern ein nachdenklicher, pessimistischer, aber niemals zynischer Kommentar zu den klassischen Themen des Filmemachers, wie Realitätsverlust und Auseinanderfall von Physis und Psyche. Großartig.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Hitmanski

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Mein liebster von ihm ist und bleibt ja DEAD RINGERS, wobei CRASH selbstredend auch toll ist. Hach, der Mann hat soviel Gutes gedreht...:)


Six Feet Under - Gestorben wird immer
Six Feet Under - Gestorben wird immer

Hitmanski 10.0 "Herausragend"

"All we have is this moment, right here, right now. The future is just a fucking concept that we use to avoid being alive today. So, be here now." -
Übergroßes, mit jeglicher Erwartungshaltung an das Format brechendes und mit Worten schlicht nicht ausreichend zu erfassendes Dramen-Meisterwerk in 63 Akten. Ohne Übertreibung das beste und emotionalste, was bislang für den Fernseh-Markt produziert worden ist. Gänsehaut-Serie.

bedenklich? 37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

Hitmanski

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Zweite Staffel ist in meinen Augen auch die schwächste, und bildet den einzigen minimalen "Ausrutscher" nach unten, innerhalb der ansonsten mit jeder Staffel besser werdenden Serie.


DeDavid

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Bin gerade mit der ersten Staffel durch. Freu mich unendlich auf die anderen. :)

Und perfekt umschrieben, Hitmanski! :D


300
300

Hitmanski 5.0 "Geht so"

Das filmische Pendant zu einer Rammstein-CD: Pathetisch-Martialisch und nicht gerade geisteserhellend, sich selbst zu ernst nehmend, so homophob wie homophil, mit einem faden politischen Beigeschmack in der Vermarktung und angestrengt tabubruchkalkulierend, gleichwohl technisch ordentlich, "mal was anderes" und in seiner peinlichen Testosteron-Debilität schon fast wieder faszinierend. Manchmal zumindest...

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 14 Antworten

der cineast

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Wieso wird dem Film - oder generell Zack Snyder - so viel entgegen geschmissen? Es geht Zack Snyder doch genau um diese Fragwürdigkeiten: In der ersten Szene sehen wir einen großen Leichenberg der Spartaner, in der diese ihre Kinder aussuchen für den Krieg, oder eben umbringen: Ein grausames Volk. Das wird so ganz nebenbei gezeigt und später nicht mehr näher beleuchtet. Die, die wir da sehen, sind faschistoide Monster, die sich bereitwillig einer Mission des Tötens hingeben. Die Optik präsentiert das faszinierende am Fragwürdigem, der Film bietet thematisch aber viele Szenen und Dinge, die uns eigentlich erklären wie unfassbar problematisch das Ganze ist, mit dem wir uns beballern: Ein zweischneidiges Schwert, dem sich Zack Snyder immer bewusst ist. Einfach wäre es, den Film ganz klar Anti dem zu präsentieren, was Menschen an ihm feiern. "Seht her ihr doofen Typen, ihr wollt doch nur Schlachten sehen und brutalsten Mord, das ist aber böse, das ihr das mögt!" Nein, das sagt Snyder nicht. Er erkennt das faszinierende an der problematischen Haltung des Films. Und erforscht beides auf seine Weise. Doch es geht um den Reiz an dieser Ideologie. Es existiert immer beides in diesem Film: Pro und Contra. Eine aufregende Fragestellung.


craax

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Ein rein-gelegtes Faschoprotz-Ei reinsten Wassers-, nicht Blutes. Schon Leni versuchte die Olympiade so zu fotografieren, das alle Welt berückt war: das nennt man Propaganda, und wie die Debilen, die „ach wie hübsch“ und „ist es nicht imposant?!“ schreien rufen seufzen keuchen gröhlen oder schlicht vor sich hinsprechen? – Ein Großteil der Für- und Absprecher drehen sich im jeweils eigenen Saf im Kreise : die einen sehen hinter den Film, die anderen allein auf seine Oberfläche. Warum ist 300 ein Fehlschlag (und sollte man keinesfalls mit hoher Punktzahl honorieren)? – weil man den hypothetischen Gehalt hinter dem Schauwert mitbewertet: und der ist nicht mißlich, nicht peinlich, der ist abscheulich, und indiskutabel, egal, ob der Film „zeitgenössischer Usus“ ist oder auf einer schuldigverschobenen COMICvorlage beruht oder nicht; dann ist es die Comicvorlage eben auch, die selbst eine Nachgestaltung historischer Wirklichkeit ist, welche nur scheinbar eine „antike“, ebensoscheinbar nur eine weltkrieg-faschistoide-, sondern in Wirklichkeit eine allzeit-aktuelle ist. >300< ist eine Illumination „geschlossener (im Gegensatz zu „offener“) Gesellschaft“ ,- oder anders: Totalitarismus versus „Freiheit“. Von „Xerxisch“- bzw. spartanisch- „griechischer“ Un-/ Freiheit wird im Film, für seine Verhältnisse, übrigens „viel“ gern vorgekalauert : die durch blanken Terror unterdrückte und ausgebeutete Sklavenklasse in Sparta (zwanzig zu eins) hieß Heloten, und sie waren es, welche die speziell spartanische erste Variante des Faschismus schließlich, nachdem er sich peloponnesisch totgesiegt hatte, aus der Geschichte, recht vielen Dank dafür auch heute noch, wischten.
Wer den Film gern mit weniger Punkten bewerten möchte: sollte bedenken, das er nicht „schlechter gemacht“ als viele andere („Splatter-Filme“) ist, eher besser: und da kommt es, wer den Sinn des Ganzen nicht aus dem denkerischen Hinterkopf bekommt, gern zu einer AutoImmun-Überreaktion. Die Gefahr solcher Darstellung ist eben, das sie (wie Nazi-Propaganda) ganz tief dort packt, wo der empfängnisbereite Verstand nicht oder nur mühsam anlangt. Propaganda muß nicht schlau sein (obwohl wer sie macht ,schon)-, sie muß nur wirksam sein. Aber es g i b t gut gemachte Propaganda; nicht oft; wie es auch selten, aber doch, gute oder witzige Werbung gibt. Die Sache, die hier allerdings – rückhaltlos- beworben wird, ist alles andere eher als gut, oder auch nur neutral,- sie ist rundum schlichtweg : abwegig, unerträglich und nicht zu tolerieren. Appeasement tolerierte auch, bis es nicht mehr (an)ging. Die Reue der Geschichte kam manchmal unfehlbar, aber spät, nur noch, gottseidank, (bisher noch nicht) ZU SPÄT. Tja nun, und jetzt sollen Sie 300, mehr vor sich als vor anderen, bewerten. Wieviele Punkte geben Sie?

Geben Sie dem Sinn des Films einen Wert, oder seinem Erscheinungsbild? Überlegen Sie gut, bevor Sie sich faszinieren lassen; es hat schon öfter in der Geschichte derartige Faszinosa gegeben. In der Regel war das Erwachen davon – bisher gab’s noch eins – schmerzlich.
Aber das ist keine Garantie : das ewige Erwachen. Bedenken Sie’s, bevor sie abstimmen. Mahlzeit.


Crank
Crank

Hitmanski 2.0 "Ärgerlich"

Crank könnte gut sein. Könnte. Ist er aber nicht. Ist er ganz und gar nicht. Ist eher schlecht. Richtig schlecht.

Warum "Crank" denn nun nicht der Action-Knaller ist, für den ihn viele halten, liegt unter anderem daran, dass die Handlung inklusive der an Debilität nicht zu unterbietenden Dialoge ungefähr halb so intelligent ist, wie die Einleitungssätze dieses Artikels (und bezüglich der Dialoge sogar genauso kurz).

Die Idee von Regieduo Neveldine/Taylor ist es, ein Videospiel eins zu eins auf die große Leinwand zu bringen – quasi non-stop-action ohne Kompromisse. Das dies nicht unbedingt der Geistesblitz des Jahrhunderts war, merkt man als Zuschauer recht schnell, denn Computerspiele erzählen nicht oft gute Geschichten - Action- und Rennspiele noch viel seltener. Mit diesem Vorwissen im Gepäck erscheint also die Idee einen Action-Rennspiel-Film zu drehen nicht wesentlich intelligenter als Sisyphos´ 932. Versuch sich seines Steines zu entledigen. Trotzdem kann man als moderner, weltoffener Europäer ja mal einen Blick riskieren:
Aus diesem Grunde zuerst zur Handlung: Jason Statham alias der Mann mit nur einem Gesichtsausdruck bekommt ein chinesisches Gift injiziert, dass ihn dazu zwingt ständig Adrenalin zu produzieren, da er sonst aus den Latschen kippt.
Das klingt dämlich, bietet letztendlich nicht mehr Inhalt als eine einzige GTA-Mission, stört die beiden Regie-Newcomer aber nicht weiter, denn sie widmen dieser Adrenalin-Geschichte nun die gesamte restliche Spielzeit: Der Jason rast mit Autos, dann ballert er mal ein bisschen, dann rast er wieder, aber diesmal auf einem Motorad…dieser Vorgang repetiert sich unzählige Male, womit sich der Kreis wieder schließt - was dem Sisyphos´ sein Stein, ist dem Statham sein Adrenalinpegel.
Eine besondere Erwähnung in diesem Panoptikum des Blödsinns bedarf noch das verachtenswerte Frauenbild "Cranks", welches sich am deutlichsten in einer Beinahe-Vergewaltigung von Jasons blond-blöd-angelegten Klischee-Freundin auf einem überfüllten Marktplatz manifestiert.
Man sieht also: Die Handlung gehört in jene Drehbuch-Schublade, deren Inhalt Evolutionsstufen überhalb der Amöbe intelligenzmäßig nicht gerade überfordert - folglich hat man viel Zeit sich auf das Drumherum zu konzentrieren - Doch auch das ist keine wirklich gute Idee: denn außer dem Neandertalergesicht von Herrn Statham, ein paar uninspirierten Schießereien, Verfolgungsjagden und halbnackten Frauen (die nur aus reinem Selbstzweck existieren; wir erinnern uns - Frauenbild - ) hat der Film rein garnichts zu bieten.
Doch, Moment: Eines darf man natürlich nicht unkommentiert lassen – die Kamera: Die wackelt größtenteils oder ist unscharf. Manchmal verbinden sich auch beide Malus und sie ist wackelig und unscharf. In eher seltenen Momenten verhält sie sich sogar halbwegs normal, und zeigt dann zwar keine spektakulären Bilder, aber immerhin solche, bei denen einem sich nicht gleich der Magen umdreht. Oftmals freut man sich ja auch über Kleinigkeiten.

Was kann man also schlussendlich zu "Crank" sagen?
"Crank" wirkt wie ein Film, dessen Drehbuch ein an ADS leidender, pubertierender 14jähriger Autonarr geschrieben hat, und dieses dann unter kräftiger Mithilfe eines Macho-Regisseurs, der sich gerade einen Speed-Kokain-Cocktail reingepfiffen hat, sowie eines stark alkoholisierten, umherwankenden Kameramanns inszeniert hat. Ganz schlimmer Schwachsinn, den man tunlichst in der Videothek stehen lassen sollte.

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 13 Antworten

Lukin1971

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Sorry, aber seriöse, tiefgreifende Dialoge und ein tiefschürfendes Charakterbild passen zum Film Crank ungefähr genauso gut wie ein Mr. Bean der eine ernste, anspruchsvolle Rolle in einem Drama verkörpern soll.

Der Film lebt von reiner Coolness, dummen, teils grenzwertigen Sprüchen, Action und teils grenzwertigem Humor. Genauso wie bei Teil 2. Beides sind keine Filmperlen. Bei weitem nicht. Aber das was sie verkörpern, machen sie richtig. Bei den Filmen nach Dingen wie Realismus zu suchen (wie z.B. beim überleben nach einem freier Fall aus x-hunderten m ungebremst auf den Boden) etc. ist genauso schwachsinnig, wie bei dem Film eine Charakterstudie der Protagonisten anzetteln zu wollen.

Wer den Film nicht als ernsthaft ansieht und ihn so nimmt, wie er ist, entdeckt vielleicht die wahre Aussage hinter dem Film, die für einige Filmkritiker sicher nicht nachvollziehbar ist. Aber der Film ist reinste Actionkost, wie gesagt gepaart mit sicher erst einmal zu verarbeitendem Humor. Mehr ist da nicht und mehr kann man nicht erwarten.

Von einem Transporter 1 bis 3 erwarte ich ebensowenig Tiefgang. Das wäre genauso als suchte ich bei einem Rambo 3 nach tiefschürfenden Dialogen. Hier mal ein paar Klassiker aus dem 3. Teil:

"Wozu ist das?" - "Das ist blaues Licht." - "Und was macht es?" - "Es leuchtet blau."
"Was ist das?" - "Ein Messer!" - "Kann ich das haben?" - "Nein"
"Was ist das?" - "Ein Glücksbringer!" - "Kann ich den haben?" - "Das brauche ich noch."
"Gott muss lieben verrückte Menschen?" - "Wieso?" - "Er machen soviele davon."
"Das ist nicht ihr Krieg!" - "Doch, jetzt schon." - "Sie werden sterben." - "Dann sterbe ich."
"Er wird kommen und er wird mich hier rausholen." - "Wer glaubt dieser Mann wer er ist? Gott?" - "Nein, Gott kennt Gnade, er nicht!"
"He Rambo, was hast du jetzt vor?" - "Sie umzingeln läuft wohl nicht." - "Komischen Sinn für Humor!"
"Wer bist Du?" - "Dein schlimmster Alptraum."
"Wo sind die Raketen?" - "Ganz nah!" - "Wie nah?" - "In ihrem Arsch!"
"Warum machen Sie das für ihn?" - "Weil er es auch für mich tun würde."
"Für wen hält sich dieser Mann, Gott?" - "Nein, Gott kennt Gnade, er nicht!"

Nicht viel anders ist es bei Crank 1 und 2. Man muß die Filme als das nehmen was sie sind, um sie zu verstehen und dann korrekt einordnen. Dann lernt man diese vielleicht besser kennen.


Baumkopf Holzfaust

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haha, bei Schtallohne fällt mir noch das versunkene Schrottding "City Cobra" ein (zeitgleich zum "City Hai von Schwarzenegger muhahahaa, obwohl der deutlich intellenter war)

"Du bst die Krankheit - ich bin die Medizin"

oder so. Der war sogar mit Bigtitte Nippelsen oder wie hiess die noch?


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