Hzi
Hzi aus Basel heißt Daniel , ist 39 Jahre alt. Er hat sich Sat, 22 Sep 2012 11:18:37 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 128 Filme bewertet und legendäre 130 Kommentare geschrieben. Ich liebe Filme - und doch interessieren sie mich immer weniger. Das hat mit gestiegenen Ansprüchen zu tun und mit Prioritätenverschiebung, als Teil des Reifer-Werdens. Egal, ob Hollywood (zu formatiert), Low Budget/Trash (beleidigt oft mein Ästhetikempfinden) oder Arthouse (mühevoller Zugang, da selber halt doch Hollywood-konditioniert) - "Marktanteile" haben sie bei mir alle verloren. Dies als Erklärung, warum ich eher wenig und eher selten ganz schlecht bewerte - ich suche mir das zu Schauende halt gezielt aus (es gibt Ausnahmen..) Wobei auch der Selektionsprozess Spass machen kann - und was hilft dabei mehr als gute (= aussagekräftige) Kritiken ..? Auf jeden Fall bleiben noch genug Filme übrig (nebst den immer wieder ansehbaren Allzeit-Favoriten). Und die guck ich dann mit Freuden. Und bewerte. Und kommentiere. Schon länger im Netz. Neu auch auf Moviepilot! Mehr
| Name | Daniel |
|---|---|
| Alter | 39 |
| Stadt | Basel |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Tom Cruise |
| Ich bin Fan von: | |
| Über mich | Ich liebe Filme - und doch interessieren sie mich immer weniger. Das hat mit gestiegenen Ansprüchen zu tun und mit Prioritätenverschiebung, als Teil des Reifer-Werdens. Egal, ob Hollywood (zu formatiert), Low Budget/Trash (beleidigt oft mein Ästhetikempfinden) oder Arthouse (mühevoller Zugang, da selber halt doch Hollywood-konditioniert) - "Marktanteile" haben sie bei mir alle verloren. Dies als Erklärung, warum ich eher wenig und eher selten ganz schlecht bewerte - ich suche mir das zu Schauende halt gezielt aus (es gibt Ausnahmen..) Wobei auch der Selektionsprozess Spass machen kann - und was hilft dabei mehr als gute (= aussagekräftige) Kritiken ..? Auf jeden Fall bleiben noch genug Filme übrig (nebst den immer wieder ansehbaren Allzeit-Favoriten). Und die guck ich dann mit Freuden. Und bewerte. Und kommentiere. Schon länger im Netz. Neu auch auf Moviepilot! |
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das mal schreiben würde, aber "Iron Man 3" hat mir NOCH weniger gefallen als der schon enttäuschende 2. Teil - oder anders gesagt: Nun gefällt mir dieser im Vergleich zum Dritten gar nicht mehr so schlecht. Und über allem steht natürlich immer noch der überragende 1. Teil - und das wird auch so bleiben.
Es dürften drei Hauptprobleme sein,…
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das mal schreiben würde, aber "Iron Man 3" hat mir NOCH weniger gefallen als der schon enttäuschende 2. Teil - oder anders gesagt: Nun gefällt mir dieser im Vergleich zum Dritten gar nicht mehr so schlecht. Und über allem steht natürlich immer noch der überragende 1. Teil - und das wird auch so bleiben.
Es dürften drei Hauptprobleme sein, die bei "Iron Man 3" "Funktionsstörungen" hervorrufen:
Erstens das bei Sequels meistens anzutreffende "Mehr, mehr, mehr"-Prinzip, oftmals gerade beim 3. Teil einer Reihe (Teil 1 etabliert die Figur(en), Teil 2 setzt noch was drauf, und Teil 3 muss dann sogar Teil 2 übertreffen..), hier noch eine Figur, da noch eine Nebenhandlung, dort noch ein Extra-Showdown,... - unterm Strich bedeutet das in der Regel aber nicht "besser", sondern "überladener", so auch hier.
Zweitens die Absenz eines wirklich charismatischen Bösewichts. Ich kenne zwar die Comics nicht, kann mir jedoch gut vorstellen, dass der "Mandarin" eine sehr vielversprechende Figur ist, aber die vorliegende Umsetzung ist ja wohl erbärmlich, und sowas mit einem für die Rolle eigentlich sehr geeigneten Ben Kingsley abzuliefern, ist fast schon wieder eine Leistung.
Drittens ist es zwar grundsätzlich die richtige Entscheidung, Robert Downey Jr. OHNE seinen Anzug in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, doch zeigt sich hier, dass das eigentlich nur dann funktioniert, wenn er entweder der tüftelnde Playboy-Schnösel ist, der mit viel Ironie nach und nach zu Iron Man wird wie im 1. Teil oder aber dann wirklich tief in der Schei*e steckt (man hörte ja, Disney habe verboten, Stark hier zum Alkoholiker zu machen; da war er im 2. Teil tiefer unten..) Aber Stark einfach viel rumquatschen, so manche uninteressante Figuren treffen und ein bisschen rumblödeln zu lassen, so larifari-mässig, das ist weder spannend noch mitreissend, auch wenn Downey Jr. sein Charisma natürlich nicht abhanden gekommen ist - es ist nur nicht mehr ganz so (er)frisch(end) wie noch bei seinem fulminanten Comeback mit dem 1. Teil ...
Nach dieser Erfahrung wirkt jedenfalls die jüngste Ankündigung des Marvel-Bosses, aus Iron Man eine langlebige Franchise wie Bond zu machen fast wie eine Drohung ...
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Das "Drive" des Science-Fiction-Films - will heissen:
wahnsinning schöne Bilder (einer menschenleeren Post-Apokalypse-Erde - Google Earth in HD und Scope - in Verbindung mit einem kühl-sterilen Apple-iNnenarchitekten-Look im Wolken(kuckucks)heim der Protagonisten) und ein toller Elektro-Soundtrack (der Band M83).
Aber es passiert fast nichts.
Manche nennen das "Hommage…
Das "Drive" des Science-Fiction-Films - will heissen:
wahnsinning schöne Bilder (einer menschenleeren Post-Apokalypse-Erde - Google Earth in HD und Scope - in Verbindung mit einem kühl-sterilen Apple-iNnenarchitekten-Look im Wolken(kuckucks)heim der Protagonisten) und ein toller Elektro-Soundtrack (der Band M83).
Aber es passiert fast nichts.
Manche nennen das "Hommage an die 70er-Jahre-Sci-Fi-Filme". Andere eine markante "Bildsprache". Oder die Wiederkehr des Mutes zur "Stille".
Mag ja alles sein. Aber mir reicht das einfach nicht.
An Tom Cruise, der im Alter zunehmend an Charisma gewinnt, liegts nicht, der trägt den Film mühelos im Alleingang. Auch seine beiden Partnerinnen haben mir gefallen, und seis vor allem optisch (bei der anämischen Victoria hat mich das selber überrascht..) Auf Morgan Freeman braucht man nicht zu hoffen, der hat kaum Screentime und wäre mit seiner fetten Zigarre im Mundwinkel in einer Komödie eh besser aufgehoben.
Das bisschen Action am Schluss (das stark an die Scharmützel mit den fliegenden Wächtern in "Matrix" erinnert) ist nicht der Rede wert und so (ab)geschliffen wie der klinische Look des Films. Und das psychedelische Ende in der "unendlichen" Weite des Alls hat sicher Atmosphäre und mag nicht wenige an die Trips in "2001" erinnern, aber holt die Kohlen auch nicht mehr ausm Feuer - oder besser: die abgestürzten Drohnen vom Boden weg.
Eben: Optisch kann man nicht meckern, aber als Actionfilm oder Thriller taugt der nicht wirklich. Immerhin, zum Interpretieren und Nachdenken gibts genug ... und mit der M83-Single "Oblivion" im Abspann einen starken Abgang ...
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Was kommt dabei raus, wenn sich Ralph Bakshi, Regisseur von Zeichentrickfilmen für Erwachsene, und Frank Frazetta, vielleicht bekanntester Zeichner für schwülstige Fantasy-Cover-Art, zusammentun ..?
Sowas wie dieser Film.
Der Plot wirkt wie eine Mischung aus "Herr der Ringe" und "Conan" und ist natürlich wurscht - Hauptsache, man kriegt eine fantastische Welt geboten,…
Was kommt dabei raus, wenn sich Ralph Bakshi, Regisseur von Zeichentrickfilmen für Erwachsene, und Frank Frazetta, vielleicht bekanntester Zeichner für schwülstige Fantasy-Cover-Art, zusammentun ..?
Sowas wie dieser Film.
Der Plot wirkt wie eine Mischung aus "Herr der Ringe" und "Conan" und ist natürlich wurscht - Hauptsache, man kriegt eine fantastische Welt geboten, in der sich blonde Helden, leichtbeschürzte, kurvenreiche Prinzessinnen, maskierte Muskel-Krieger (stark an Frazetta's bekannte "Death Dealer"-Figur erinnernd), eine Armee von Bestien (hier genannt: "Subhumans"; mit dunkler Hautfarbe/Affenähnlichkeit schön zum Arier-Helden kontrastierend), Zauberer, Hexen und Monster ein düsteres Stelldichein geben. Gedreht wurde das, wie auch schon Bakshis 1978er-Verfilmung von "Herr der Ringe", in Rotoskopie, also mittels "Übermalung" zuvor gedrehter Live-Action-Szenen.
Der Streifen hat, bei diesen Machern keine Überraschung, sicher eine gelungene Fantasy-Atmosphäre zu bieten und profitiert auch von der angewandten Technik (in Form flüssiger Bewegungen). Allerdings waren damals die Möglichkeiten für eine wirklich überzeugende Realisierung von Frazetta's ausschweifenden Bilder-Welten noch nicht gegeben und wirken die Zeichnungen teils doch ziemlich simpel. Zudem hätte man aus dieser tollen Ausgangslage gerade im eigentlich unlimitierten Zeichentrick-Genre durchaus noch mehr herausholen können (mehr Monster, mehr Fantastik, ...)
Hätte ich den Film schon in Kindertagen gekannt, wo er zweifellos seine Wirkung entfaltet hätte, wäre meine Bewertung aber sicher wohlwollender.
Das Beste zum Schluss: Robert Rodriguez hat sich 2010 die Rechte am Stoff gesichert und plant, in Zusammenarbeit mit Bakshi (leider ohne den kurz danach verstorbenen Frazetta), eine Realverfilmung. Allerdings hat man bis heute abgesehen von einigen Concept-Art-Bildern, die auch schon wieder ein Jahr alt sind, davon noch nichts weiter gesehen. Immerhin hiess es, Rodriguez wolle sich nach "Sin City 2", den er zurzeit dreht, "Feuer und Eis" widmen - man darf also verhalten optimistisch sein ...
Auf jeden Fall klingt das sehr vielversprechend - dann aber bitte visuell im heute angesagten "300"-Stil (halt im Frazetta-, statt im Miller-Universum) und mit der (R-Rated-)Härte eines Barbarenfilms!
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Das filmische Äquivalent zu dem, was übrig bleibt, wenn man bei einem Pornofilm die Rammelszenen rausnimmt ...
Fliessband-Regisseur Albert Pyun geniesst unter Filmfreunden ja gelinde gesagt nicht den besten Ruf. Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen: Zum einen, weil ich fast keinen seiner Filme kenne. Zum anderen, weil mir sein "Kickboxer 2" (die Fortsetzung des Van-Damme-Klassikers),…
Das filmische Äquivalent zu dem, was übrig bleibt, wenn man bei einem Pornofilm die Rammelszenen rausnimmt ...
Fliessband-Regisseur Albert Pyun geniesst unter Filmfreunden ja gelinde gesagt nicht den besten Ruf. Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen: Zum einen, weil ich fast keinen seiner Filme kenne. Zum anderen, weil mir sein "Kickboxer 2" (die Fortsetzung des Van-Damme-Klassikers), im Rahmen seiner B-Grenzen, ganz gut gefällt.
Ungefähr zur selben Zeit wie KB 2 muss auch "Bloodchamp" entstanden sein - wahrscheinlich mit dem Restbudget aus der Kaffeekasse. Und hier macht Pyun seinem zweifelhaften Ruf doch alle Ehre ...
Dabei liest sich der Grundplot für einen Film dieser Gattung noch ganz passabel:
Irgendein Kampfsport-"Champion" kidnappt (!) 4 weitere Champs, um gegen einen nach dem anderen in einem verlassenen Ring auf Leben und Tod anzutreten, weil er sie für das Ableben seines Bruders verantwortlich macht. Wie genau die Zusammenhänge aussehen, weiss ich vor lauter Vorspulen nicht. Muss man auch nicht wissen: Wieso, weshalb, warum - wer hier nicht fragt, ist nicht dumm.
Das bedeutet erstmal: viel langweiliges Gequatsche (das ich mir, wie erwähnt, grösstenteils erspart habe, aber was ich hörte, hat mir gereicht..)
Ausgeleuchtet wird das die ganze Zeit in so einem billigen Schummerlicht, das die "Porno"-Assoziation vollends macht. Dazu kommt eine perfekt passende deutsche Synchro, wie man sie ansonsten z.B. auf Kabel 1 nach Mitternacht zu hören kriegt ...
Leider, und da fangen dann für einen Martial-Arts-Streifen die wirklichen Probleme an, sind auch die Kampfszenen unter aller Sau, nämlich von der Sorte: "Wir prügeln jetzt einfach 100-mal aufeinander ein, irgendwas bleibt beim Zuschauer schon hängen. Nur schade, dass kein Geld fürs Make Up übrig ist, sodass keine KampfSPUREN drinliegen ..." Was bleibt, ist in etwa der Realitätsgrad von Neo gegen 100 Agents Smith (aus "Matrix: Reloaded"; erstaunlich, da Pyun bei KB 2 gerade versucht hat, die Härte der Kämpfe möglichst realistisch darzustellen, inkl. aufwändigen Make Ups, aber das war wohl eine Budget-Frage..)
Das kampfsportliche Unvermögen mancher Beteiligten wird, soweit nicht ohnehin offensichtlich meterweit daneben gehauen wird, einfach durch wirre Schnitte und Einstellungen oder x-fache Wiederholung ein- und derselben Bewegungen zu kaschieren versucht (das hat also nicht Steven Seagal zur Verschleierung seiner Altersschwäche erfunden..) Zu allem Überfluss laufen die Deppen im Ring erst noch jeweils lange umeinander herum und quatschen Nonsens, anstatt einfach loszulegen ("talkfighting" nannte das jemand bei imdb) ...
Hauptdarsteller Thom Matthews ist die absolute Oberpfeife, mit der Ausstrahlung eines Oliver Pocher, und hat vorher bestimmt noch nie ein Dojo von innen gesehen. Dass einem sowas als "Champion" verkauft werden soll, ist schlicht eine Unverschämtheit. Als alter Pyun-Spezi (wie hier auch Vincent Klyn, Michel Qissi ("Tong Po" aus "Kickboxer"!) oder Real-Life-Champ Benny Urquidez, der als Darsteller nachdrücklich aufzeigt, dass er sich auf die Choreografien beschränken sollte..) war er aber wohl gerade kurzfristig verfügbar. Man mag sich die Dialoge vorstellen: "Ey, Thom, wir drehen gerade noch mal schnell einen Film, haste 2, 3 Tage Zeit ..?"
Der Gipfel der Absurdität wird erreicht, wenn am Ende noch das Playmate Hope Carlton (die sich im Film NICHT auszieht..) mit ihren Streichholzbeinchen und -ärmchen massiv Schläge austeilt ...
Um noch etwas Positives loszuwerden: der gelegentlich im Hintergrund laufende Synthie-Soundtrack ist ganz gelungen und verleiht diesem Schund dann mehr Atmosphäre, als ihm gebührt.
Und das Ende, inklusive - soweit bei meinem Wissensstand erkennbar - eines Twists, ist für diese Sorte Film mal was anderes.
Aber das rettet den Gesamteindruck auch nicht mehr.
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Seit "The Wrestler", der Kunstfertigkeit mit höchstem Unterhaltungswert (Hinterhof-Wrestling!) verbindet, gehört Darren Aronofsky zweifellos zu den von mir meistgeschätzten Regisseuren (und es wurde Zeit, dass er sich mal eines populären Stoffes annimmt; er war ja für "The Wolferine" und das "Robocop"-Remake im Gespräch, wobei sicher auch sein bevorstehendes "(Arche)…
Seit "The Wrestler", der Kunstfertigkeit mit höchstem Unterhaltungswert (Hinterhof-Wrestling!) verbindet, gehört Darren Aronofsky zweifellos zu den von mir meistgeschätzten Regisseuren (und es wurde Zeit, dass er sich mal eines populären Stoffes annimmt; er war ja für "The Wolferine" und das "Robocop"-Remake im Gespräch, wobei sicher auch sein bevorstehendes "(Arche) Noah"-Epos Ecken und Kanten aufweisen wird..)
Des "Wrestlers" Nachfolgewerk "Black Swan", wiederum im Profisport-Milieu angesiedelt, das auch als dessen dunkler Zwilling bezeichnet wird, ist für mich aber nicht mehr als solide.
Die Geschichte der Ballerina, welche ob der Obsession mit ihrer janusköpfigen Traumrolle (weisser Schwan/dunkler Schwan), die für sie Faszinosum und Bedrohung zugleich bedeutet, langsam dem Irrsinn anheimfällt, dabei ein paar Wahnvorstellungen hat und im Rahmen ihrer sexuellen Entfaltung auch etwas Solo- und Paargefummel an den Tag legt, ist zwar, wie nicht anders zu erwarten war, hochwertig und sogar mit Mut zum Grusel sowie Trash inszeniert, berührt mich aber auch nicht viel mehr als ein durchschnittlicher Hollywood-Thriller und ist mit zunehmender Dauer vor allem eines: vorhersehbar.
Portmann ist allerdings grossartig, dies weniger auf ihre tänzerische Leistung bezogen (die eh umstritten ist), sondern hinsichtlich der Darstellung ihrer (anfangs) extremen Reserviertheit - als Gefangene im Käfig ihrer (Kleintochter-)Konventionen und Komplexe - sowie des zunehmenden Abgleitens in den Wahnsinn.
Kunis ist schon kraft ihrer lasziv-erotischen Ausstrahlung eine gute Antagonistin, sozusagen die Verkörperung der dunklen Seite der Hauptfigur; keine Ahnung, was es ist, was die/meine Faszination für dieses glubschäugige Koboldgesichten ausmacht - es muss wohl die Düsternis ihrer russischen Seele sein ... Cassels schräge Visage und Akzent genügen eigentlich schon für den ausländischen Maestro, und Hershey als matriarchalische Mutter setzt ihr bizarres Facelift-Maskengesicht gekonnt zur Unterstreichung der (teils subtilen) Härte ihr Figur ein.
Natürlich auch auf ihre Kosten kommen Liebhaber von Ballet und klassischer Musik, "Schwanensee" wird doch gerade zum Schluss ausgiebig inszeniert und zelebriert.
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Das Spezielle an diesem Film: Woody Allen schickt hier für einmal nicht nur einen seiner "Stellvertreter" ins Rennen (vorliegend: "Habicht-Nase" Jason Biggs aus "American Pie"), sondern tritt auch gleich selber auf - mit der netten Konsequenz, dass man sozusagen Allen im Doppelpack, in Alt und Jung, serviert bekommt. Einfach wunderbar, wenn die beiden schwadronierend…
Das Spezielle an diesem Film: Woody Allen schickt hier für einmal nicht nur einen seiner "Stellvertreter" ins Rennen (vorliegend: "Habicht-Nase" Jason Biggs aus "American Pie"), sondern tritt auch gleich selber auf - mit der netten Konsequenz, dass man sozusagen Allen im Doppelpack, in Alt und Jung, serviert bekommt. Einfach wunderbar, wenn die beiden schwadronierend und Probleme wälzend durch den Central Park schlendern ...
Biggs macht einen guten Job als intellektueller Neurotiker und sympathisches Weichei. Allen, in seiner Standard-Rolle, tritt für einmal in die 2. Reihe und gibt den Mentor und väterlichen Freund, der aber eigentlich noch viel mehr Probleme hat als sein "Schützling". Christina Ricci, die einem hier unerklärlicherweise als (verkorkster) "sexy" Vamp verkauft werden soll, ist für mich mit ihrem Vollmond-Gesicht mit der überdimensionierten Stirn und den Jeff-Goldblum-Augen zwar völlig unansehnlich, schafft es aber überzeugend, ihren Charakter als derart nervtötend darzustellen, dass ihr noch selbst der grösste Softie irgendwann eins in die Schnauze hauen würde (ausser der Biggs-Charakter..) In einer Nebenrolle als überflüssiger Agent ist Danny de Vito zu sehen, kugelrund und zwergwüchsig und naturkomisch wie eh und je.
Geboten wird einem letztlich "Woody Allen" (das Spätwerk) vom Fliessband, alles altbekannt, alles auf hohem Niveau, aber ohne wirkliche Ausreisser nach oben ... trotzdem ist das natürlich wohlvertraut und geistig wohltuend stimulierend: die Dialoge, der Wortwitz, das Schreiber-Milieu, die Jazz-Musik, der Big Apple ... der Film ist höchstens 'ne Spur zu lang geraten.
Zwei Anmerkungen zum Schluss: Wegen Biggs wurde der fragwürdigerweise als Komödie fürs "American Pie"-Publikum (!) verkauft, was natürlich ein Schuss in den Apfelkuchen, äh, Ofen war ...
Und es gibt hiervon seltsamerweise noch immer keine deutsche DVD.
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'Der Deutsche' als Badeurlauber im eigentlich doch ganz schönen Italien - wenn da nur die ganzen Italiener nicht wären ...
Das bayrische Knautschgesicht Gerhard Polt gibt (ergänzt durch seine Stammpartnerin Gisela Schneeberger als seine Ehefrau und durch irgendein Horror-Balg - "Das kleine Arschloch" in real und dumm - als Sohn) souverän den sonnengegerbten Elefanten im…
'Der Deutsche' als Badeurlauber im eigentlich doch ganz schönen Italien - wenn da nur die ganzen Italiener nicht wären ...
Das bayrische Knautschgesicht Gerhard Polt gibt (ergänzt durch seine Stammpartnerin Gisela Schneeberger als seine Ehefrau und durch irgendein Horror-Balg - "Das kleine Arschloch" in real und dumm - als Sohn) souverän den sonnengegerbten Elefanten im Porzellanstrandcafé (wofür er sich rein physisch nicht sehr verstellen muss..), komplettiert durch eine Reihe skuriller Landsleute mit Wiedererkennungswert (der Titel bezieht sich übrigens auf ein Schild, mit dem ein lokales Restaurant, mit überschaubaren germanistischen Mitteln, die deutschen Besucher anlocken will ...)
Die kurze Laufzeit wird durch diverse Tagträume der Protagonisten gestreckt, welche ihre spiessigen Fantasien und Ängste verkörpern, mit mehr oder weniger gelungenen Kurzaufritten von Polts Kabarettisten-Kollegen Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder.
Und untermalt wird das unter der sonnigen Oberfläche absolut schaurige Geschehen durch die ganze Palette italienischer Sommerhits von damals, wobei mir nicht ganz klar ist, ob damit das Verhalten der deutschen Urlauber zwischen reiner Ignoranz und unverhohlenem Rassismus konterkariert oder einfach nur die Ferienatmosphäre musikalisch unterstrichen werden soll ...
Auf jeden Fall hat das zur Folge, dass der Film jenseits der Satire auch auf einer zweiten Ebene hervorragend funktioniert: als 80er-Relikt und Träger von ganz viel Nostalgie und Wohlfühlatmosphäre ..!
Dazu noch das eine oder andere ansehnliche Bikinimädel (darunter Italo-Starlet Pamela Prati und Wedel-Teilzeit-Aktrice Isa Haller) - was will man(n) mehr ..?
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Gästebuch
Martin Oberndorf Sun, 28 Apr 2013 07:09:05 -0000
Ja klar, gerne angenommen!
Und ein Rebecca-Fan wird immer gern gesehen!
Andy Dufresne Sat, 23 Feb 2013 17:43:06 -0000
Gerne angenommen :)
Herzlich Willkommen als neuester Freund!
Hartigan85 Thu, 14 Feb 2013 20:48:24 -0000
Danke für die Anfrage, gerne angenommen. Hoffe ich kann durch deine Kommentare auch noch die ein oder andere mir unbekannte Filmperle entdecken :)
DerDude_ Wed, 16 Jan 2013 04:29:09 -0000
Danke sehr, wird natürlich angenommen :)
Ja, mein Filmgeschmack ist für mein Alter vielleicht etwas "ungewöhnlich" aber da gibt es hier noch jüngere Kandidaten ;)
patcharisma Mon, 31 Dec 2012 20:24:55 -0000
Hey, Mr. Hzi......
Hey, merci für de netten GB-Eintrag! Very, good - drum wünsche ich Dir gleich mal ein tolles 2013!
PS: Man darf auch mit Whiskey anstossen! (xD)
Herzlichst, Patrick.....
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Was ein derart populärer "Tatort"-Bulle war, der musste natürlich früher oder später auch seine Kinoauftritte bekommen - nach "Zahn um Zahn" war "Zabou" 1987 Schimanskis zweiter (und letzter) Streich auf der grossen Leinwand, und dieser bietet alles, was man seinerzeit erwarten konnte und auch heute, als Sprössling der 80er in Nostalgie-Laune, noch erwarten kann - Götz…