Ich-Bin-Viele
Ich-Bin-Viele heißt Stephen Müller. Er hat sich Sun, 15 Aug 2010 03:18:18 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 168 Filme bewertet und legendäre 104 Kommentare geschrieben. Musik, Psychologie, Philosophie, Träume, dunkelschwarzer Humor Mehr
| Name | Stephen Müller |
|---|---|
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | Gregory House |
| Meine Lieblingsregisseure: | Gaspar Noe, Stanley Kubrick, Quentin Tarantino, Werner Herzog |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | Ich bin der große Verräter! Es darf keinen größeren geben. Wenn ich, Aguierre, will, dass die Vögel tot von den Bäumen fallen, dann fallen die Vögel tot von den Bäumen herunter. Ich bin der Zorn Gottes. Die Erde über die ich gehe sieht mich und bebt. |
| Über mich | Musik, Psychologie, Philosophie, Träume, dunkelschwarzer Humor |
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
Ich-Bin-Viele 8.5 "Ausgezeichnet" Sun, 06 Jan 2013 22:22:03 -0000
Irgendwie fühl ich mich so, als müsste ich erst eine Art Disclaimer anbringen. Hier ist er: Buchvorlage nie gelesen, HdR Film-Trilogie sehr gern gehabt. Geguckt in 3D und 24p. Erwartungen waren moderat hoch. So, jetzt hat hoffenlich jeder genug Kontext, um mir nicht böse zu werden, wenn ich seiner Meinung nach Unfug schreibe... q;
Wie gesagt, ich habe den Hobbit nie gelesen, aber durchaus…
Irgendwie fühl ich mich so, als müsste ich erst eine Art Disclaimer anbringen. Hier ist er: Buchvorlage nie gelesen, HdR Film-Trilogie sehr gern gehabt. Geguckt in 3D und 24p. Erwartungen waren moderat hoch. So, jetzt hat hoffenlich jeder genug Kontext, um mir nicht böse zu werden, wenn ich seiner Meinung nach Unfug schreibe... q;
Wie gesagt, ich habe den Hobbit nie gelesen, aber durchaus mitbekommen, dass man sich ein wenig das Maul darüber zerissen hat, aus dem - im Vergleich zur Trilogie - dünnen Büchlein eine weitere Trilogie zu basteln. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob das einen Zusammenhang hat, aber die Story von "Der Hobbit" war der eine große Schwachpunkt. Die Protagonisten sind so ein wenig dahingedümpelt. Eigentlich ist das schon viel zu aktiv formuliert: sie sind mal ein wenig gelaufen, und das ohne 100% verständliche Motivation (zumindest bezüglich der Hauptdarsteller), und danach sind sie eigentlich nur noch... gefallen. In die Hände von Trollen. In eine Schlucht. In einen Berg. Und dabei sind dann Dinge passiert (die aber ziemlich cool waren). Das Element des den Tag rettenden Gandalfs wurde auch schonungslos überreizt (mindestens 3x nach demselben Schema).
Aber alles halb so schlimm, denn zum einen war der Film TRAUMHAFT anzusehen. Das 3D war mal wieder ein riesiger Witz, aber ganz abgesehen davon war einfach alles so episch und so GROSS...genau wie bei HdR auch schon, aber es freut mich so sehr, dass man dieses Niveau hat replizieren, wenn nicht gar übertrumpfen können. Die Actionszenen waren mitreißend, die Landschaften atemberaubend, die Effekte (inklusive der CGI-Gesichtsanimationen vieler Figuren, an denen sich der Film aber auch echt einen runtergeholt hat) überzeugend.
Und dann wären da die Darsteller. Der junge Bilbo war völlig makellos umgesetzt, da hat einfach alles gepasst. Man kann natürlich darüber streiten, wie gut der Charakter ist, den das Drehbuch da hervorbringt, aber darstellerisch geht das gar nicht besser. Und der pilzfressende Waldhexer mit dem fucking Hasenschlitten war auch echt klasse. Und das trotz der offensichtlich berechneten Wirkung, die er haben sollte. Die ausgreifende Empathie für alles Lebende, die Kauzigkeit, die Wohlnatur - der Charakter hat schlicht und ergreifend gelebt. Gandalf ist natürlich unterm Strich auch sehr gut gewesen, aber irgendwie war er, so menschlich, schon ne ganz schöne Fotze hier und da, kann das sein? "Ja, kommt mal alle in die Wohnung von dem Hobbit da, gibt was zu essen...ja, du könntest sterben, ich will aber dass du mitkommst...wieso du? weiß nicht wieso..." So'n Kram halt, hab ich nicht ganz verstanden.
Jedenfalls kam ich hochzufrieden aus dem Kino und ich will mehr. Und ich könnte mich nicht mehr darüber freuen, dass ich das auch bekommen werde.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
Obolos Wed, 09 Jan 2013 00:13:35 -0000
Antwort löschenMan merkt, dass du das Buch nicht gelesen hast! :D
Vieles klärt sich im späteren Verlauf, merk dir also deine Fragen für die nächsten 1 1/2 Jahre, dann sind sie bestimmt beantwortet! ;)
Moncineo Wed, 09 Jan 2013 11:27:17 -0000
Antwort löschenDein letzter Abschnitt über Gandalf ist der Brüller!
Hat was von "Lord of the Weed". :D
Atheisst Tue, 19 Mar 2013 20:21:22 -0000
Antwort löschen^ ja fand den letzten abschnitt auch zum brüllen komisch, sehr toller kommentar als ganzes auch
The Joneses - Verraten und verkauft
Ich-Bin-Viele 4.0 "Uninteressant" Sun, 06 Jan 2013 22:00:17 -0000
Was für'n Käse. Die "Joneses" sind ein Paradebeispiel dafür, wie talentierte Schauspieler von einem durchschnittlichen Drehbuch und semitalentierten Mitdarstellern heruntergezogen werden können.
Mal völlig außen vorgelassen, dass die Prämisse völlig weltfremder Unsinn ist - eine Metapher für die Falschheit vieler Menschen darf in einem Kunstwerk ja erlaubt sein - ist die Umsetzung…
Was für'n Käse. Die "Joneses" sind ein Paradebeispiel dafür, wie talentierte Schauspieler von einem durchschnittlichen Drehbuch und semitalentierten Mitdarstellern heruntergezogen werden können.
Mal völlig außen vorgelassen, dass die Prämisse völlig weltfremder Unsinn ist - eine Metapher für die Falschheit vieler Menschen darf in einem Kunstwerk ja erlaubt sein - ist die Umsetzung mehr als schlampig. Hätte man zumindest den Bruch des Filmes irgendwie in die Thematik eingebettet, um ein Exempel aufzuzeigen, wie manipulatives Verhalten Schaden anrichten kann...aber nee, stattdessen bringt sich ein charaktergestörter Nachbar halt mal um (Wie zur Hölle hat er das übrigens angestellt? Wie bindet man sich selbst an etwas fest und versenkt sich dann eigenhändig? Hat das IRGENDWER kapiert?).
Der Film strahlt Kälte und Konstruiertheit aus, und zwar ÜBER das gewollte Maß. Wenn David Duchovny versucht Menschlichkeit in die Sterillität der "Familie" zu bringen wirkt das noch weniger echt als die Fake-Familie selbst schon. Und das dann auch noch so hart auf die Spitze zu treiben...nee du.
Hat für mich gar nicht funktioniert, das ganze. Nicht witzig, nicht spannend, nicht echt. Was bleibt dann noch über? Richtig, 90 Minuten meines Lebens, die ich besser hätte verbringen können. Schade.
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Mir fallen Dokus immer ziemlich schwer. Es ist einfach zu leicht für einen Regisseur die "Wahrheit" so zurechtzubiegen, sodass genau die Wirkung entsteht, die man eben erzwecken will. Wie soll ich damit umgehen? Dem Regisseur ein Grundvertrauen schenken? Dokus als reine Unterhaltung ansehen? Mir ist das irgendwie alles nicht so recht.
Natürlich will ich einige der dargestellten Dinge…
Mir fallen Dokus immer ziemlich schwer. Es ist einfach zu leicht für einen Regisseur die "Wahrheit" so zurechtzubiegen, sodass genau die Wirkung entsteht, die man eben erzwecken will. Wie soll ich damit umgehen? Dem Regisseur ein Grundvertrauen schenken? Dokus als reine Unterhaltung ansehen? Mir ist das irgendwie alles nicht so recht.
Natürlich will ich einige der dargestellten Dinge nicht schönreden, aber bei "We Feed The World" handelt es sich um globale und unendlich komplexe Phänomene. Ich glaube nicht daran dass es einen Nestle-Boss gibt der händereibend der Welt dabei zusieht wie sie ins Verderben rutscht - jeder ist ein Rädchen in einem Ganzen, jeder hält das was er tut für richtig, niemand hat ein adequates Gesamtverständnis von dem, was hier abläuft und noch weniger sind effektive Lösungsansätze so einfach in die Welt zu setzen. Eine Doku muss diesem Umstand irgendwie gerecht werden, finde ich. Das macht man - zum Beispiel - durch eine zweiseitige Argumentation. Die "Gegenseite", nehmen wir zum Beispiel den Nestle-Typen, wird aber auf eine Art und Weise aufbereitet die sie völlig Banane klingen lässt. Aber ich wette das sind sie nicht, das sind ja keine dummen Menschen und auch keine Marvel-Bösewichte, ich würde sie gerne in einem unvoreingenommenen Setting anhören.
Man könnte mir jetzt vorwerfen, dieses Problem gäbe es doch bei jedem Sachbuch. Ist aber eben nicht so. In einem guten (!) Sachbuch habe ich ein ausführliches Quellenregister, eine neutrale Darstellung, eben genau die Grundlage, wie ich sie brauche, um ein eigenes Urteil fällen und dann womöglich auch konstruktiv werden zu können. "We Feed The World" zeigt nur mit dem Finger und sagt "Da, guck mal, das ist schlecht!". Klar, ist es - nur bin ich nicht wirklich schlauer als vor der Doku. Kein Verständnis wurde vermittelt, nur ein Grundgefühl von Irritation. Da dieses manche wenige Leute vielleicht tatsächlich dazu bringen könnte sich hinzusetzen um sich so richtig in die Materie einzulesen, ist das wohl besser als nichts. Aber nicht viel.
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So, genug gefaulenzt, jetzt muss ich mal wieder ein paar Kommentare schreiben. Beginn mache ich mit "Zeugin der Anklage" mit Marlene Dietrich. Was mir zuerst auffällt: ich kenne schmerzhaft wenige Filme mit der ersten Hollywood-Größe, die Deutschland hervorgebracht hat. Etwas das ich unbedingt ändern sollte, denn in dieser Agatha Christie Verfilmung besticht sie durch eine kalte distanzierte…
So, genug gefaulenzt, jetzt muss ich mal wieder ein paar Kommentare schreiben. Beginn mache ich mit "Zeugin der Anklage" mit Marlene Dietrich. Was mir zuerst auffällt: ich kenne schmerzhaft wenige Filme mit der ersten Hollywood-Größe, die Deutschland hervorgebracht hat. Etwas das ich unbedingt ändern sollte, denn in dieser Agatha Christie Verfilmung besticht sie durch eine kalte distanzierte Aura und enormem Stil, der sich selbst völlig ohne Dialog spürbar machen würde. Auch die anderen Hauptrollen sind großartig besetzt, wobei natürlich Sir Wilfrid allen die Show stiehlt. Seinen Charakter kann man zwar nicht innovativ nennen, doch so gut umgesetzt hat man den selbstzerstörerischen doch gewitzten Exzentriker selten gesehen. Den Plot fand ich durchgängig spannend, auch den Twist zum Schluss fand ich super, doch als dann ein Twist im Twist kam war mir das ein wenig zu konstruiert, man hätte meiner Meinung nach Schluss machen sollen nachdem enthüllt wurde wie genau der Mordfall ablief.
Alles in allem jedoch ein spannender Krimi mit hohem Spaßfaktor, den ich gerne nochmal ansehen würde.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Gästebuch
BigDi Sun, 09 Sep 2012 21:58:49 -0000
Danke für das Lob und gerne angenommen! :) "Ich-bin-Viele", ist das eine Anspielung auf "Viele-als-Einer" aus "Planescape Torment"? Fällt mir grad so nerdassoziativ zu ein. :D
metal1bob Thu, 09 Aug 2012 17:28:57 -0000
Da nehme ich doch herzlich gerne an, allein wegen dem offensichtlich guten Musikgeschmack :) Achja, und schöner Nick!
Terrordactyl Fri, 09 Dec 2011 22:15:48 -0000
Oha, ein Fan von Deathspell Omega ... es gibt also noch Menschen mit einem guten Musikgeschmack.
Benjamin Barker Wed, 02 Nov 2011 11:33:19 -0000
Ich danke dir. :) und bei deinen ebenfalls sehr interessanten Kommentaren kann ich ja gar nicht anders, als die Anfrage anzunehmen. ;)
LG
doctorgonzo Wed, 28 Sep 2011 16:58:00 -0000
Tja, dann musst Du mich jetzt tatsächlich auf dem Dashboard ertragen...
SpiceWeasel Mon, 05 Sep 2011 15:23:43 -0000
Anfrage sehr gerne angenommen! Schon komisch das wir nur 38 % Gemeinsamkeiten haben, denn deine "Lieblingsfilme" könnten auch meine sein! ;-)
Endzeit Tipp: "The Road" ( auch wenn du den bestimmt schon kennst)
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Alle Jahre wieder packt mich das Bond-Fieber. Und immer hab ich die leicht zwängige Angewohnheit chronologisch vorgehen zu wollen. Sehr sehr selten schaff ich's überhaupt durch die Connery und Moore Bonds, aber so hat sich's nun ergeben dass der Erstling der Serie leicht der ist, den ich am häufigsten gesehen habe.
Jedenfalls könnte ich meine Zeit definitiv schlimmer verschwenden,…