Jenny von T
Jenny von T ist 26 Jahre alt. Sie hat sich 2010/02/15 17:36:44 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 432 Filme bewertet und legendäre 175 Kommentare geschrieben. Bevorzugt Filme, die vordergründig emotional, nicht intellektuell wirken. Wie sich Wut, Liebe oder Verzweiflung anfühlen, kann ich ebenso ergooglen wie das Ergebnis von 1+1 - und trotzdem besteht ein Unterschied. Ein Film, der mir die Pistole auf die Brust setzt und abdrückt ist mir lieber als seichte Kost, die mich für 2 Sekunden zum Schmunzeln bringt und sich ebenso schnell wieder aus meinem Gedächtnis verabschiedet. Absolutes No-go: Aufwändig produzierter, aber inhaltsleerer Hollywood-Bombast sowie pseudo-tiefgängiger Wohlfühl-Blödsinn für Gutmenschen (aktuelles Beispiel: "Ziemlich beste Freunde"). Mehr
| Alter | 26 |
|---|---|
| Geschlecht | weiblich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | Grace (Dogville) |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Christian Bale, John Cusack, Willem Dafoe, Daniel Day-Lewis, Michael Fassbender, Ralph Fiennes, Charlotte Gainsbourg, Cary Grant, Anthony Hopkins, Isabelle Huppert, Nicole Kidman, Udo Kier, Klaus Kinski, Heath Ledger, Jared Leto, Kyle MacLachlan, Julliane Moore, Ulrich Mühe, Jack Nickolson, Edward Norton, Stellan Skarsgård, James Stewart, Christoph Waltz, Emily Watson, Hugo Weaving, Kate Winslet |
| Ich bin Fan von: | Edward Norton, David Lynch, Lars von Trier, Willem Dafoe, Norman Reedus, Kyle MacLachlan, Alfred Hitchcock, James Stewart, Jared Leto, John Cusack, Stanley Kubrick, Christian Bale, Franz Kafka, Ulrich Mühe, Ralph Fiennes, Clint Mansell, Heath Ledger, Anthony Hopkins, Stellan Skarsgård, David Cronenberg, Takashi Miike, Klaus Kinski, Jaco van Dormael, Udo Kier, Andrei Tarkovsky, Charlotte Gainsbourg, Michael Haneke, Werner Herzog, Emily Watson, Michael Madsen, Paul Thomas Anderson, Thomas Vinterberg, Woody Allen, Ingmar Bergman, Michael Fassbender, Ulrich Tukur, Ryan O'Neal, Roman Polanski, Kate Winslet, Christoph Waltz, Federico Fellini, Daniel Day-Lewis, Peter Sellers, Chan-wook Park |
| Meine Lieblingsregisseure: | Paul Thomas Anderson, Ingmar Bergman, David Cronenberg, Carl Theodor Dreyer, Michael Haneke, Werner Herzog, Alfred Hitchcock, Stanley Kubrick, David Lynch, Takashi Miike, Roman Polanski, Andrei Tarkovsky, Lars von Trier |
| Über mich | Bevorzugt Filme, die vordergründig emotional, nicht intellektuell wirken. Wie sich Wut, Liebe oder Verzweiflung anfühlen, kann ich ebenso ergooglen wie das Ergebnis von 1+1 - und trotzdem besteht ein Unterschied. Ein Film, der mir die Pistole auf die Brust setzt und abdrückt ist mir lieber als seichte Kost, die mich für 2 Sekunden zum Schmunzeln bringt und sich ebenso schnell wieder aus meinem Gedächtnis verabschiedet. Absolutes No-go: Aufwändig produzierter, aber inhaltsleerer Hollywood-Bombast sowie pseudo-tiefgängiger Wohlfühl-Blödsinn für Gutmenschen (aktuelles Beispiel: "Ziemlich beste Freunde"). |
Warum läuft Herr R. Amok?
Jenny von T 8.5 "Ausgezeichnet" 2012/02/05 23:33:38
Borderline - Kikis Story
Jenny von T 7.0 "Sehenswert" 2012/02/01 23:32:13
Dieser Film macht zunächst so vieles richtig: "Borderline" verpackt die Essenz des Lebens eines Problemkindes erzähltechnisch und visuell geschickt in eineinhalb Stunden und setzt Nadelstiche dahin, wo sie hingehören. Nein, man kann Charlebois nicht einmal übelnehmen, dass sie für so manchen Geschmack vielleicht zu tief in die Klischee-Kiste greift, und zwar deshalb, weil dieser Film…
Dieser Film macht zunächst so vieles richtig: "Borderline" verpackt die Essenz des Lebens eines Problemkindes erzähltechnisch und visuell geschickt in eineinhalb Stunden und setzt Nadelstiche dahin, wo sie hingehören. Nein, man kann Charlebois nicht einmal übelnehmen, dass sie für so manchen Geschmack vielleicht zu tief in die Klischee-Kiste greift, und zwar deshalb, weil dieser Film einfach echt wirkt, Seele hat und somit über das Potenzial verfügt, Empathie und Problembewusstsein auch bei demjenigen Zuschauer zu wecken, der mit der Thematik nicht viel am Hut hat.
Mein einziger persönlicher, allerdings auch großer Wermutstropfen: [Achtung, Spoiler] Im Laufe des Films findet man, eben ähnlich der Protagonistin im Film, als Beobachter Gefallen daran, sich gleichzeitig mit Kiki wie ein Schwein im Schlamm rettungslos im Elend zu suhlen und wird von der Abschlussszene in gewisser Weise kalt erwischt. Wie, jetzt wird doch alles wieder gut? Och nö! Hätte man hier ein bisschen mehr Mut zu eiskaltem Nihilismus gezeigt, ich wäre problemlos über 8 Punkte hinausgeschossen. Aber dennoch: Sehr netter Versuch.
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Die neun Pforten
Jenny von T 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/02/01 09:11:30
Jennys Versuch, offenkundig unfassbar unterschätzten Polanski-Meisterwerken zu der Aufmerksamkeit zu verhelfen, die sie verdienen, Teil 2: "The Ninth Gate".
"Die neun Pforten" ist ein einerseits sehr altmodischer und doch moderner Horrorthriller mit konservativer, aber gleichzeitig spannender Dramaturgie, der es - und jetzt mache ich mich noch unbeliebter - in allen Belangen…
Jennys Versuch, offenkundig unfassbar unterschätzten Polanski-Meisterwerken zu der Aufmerksamkeit zu verhelfen, die sie verdienen, Teil 2: "The Ninth Gate".
"Die neun Pforten" ist ein einerseits sehr altmodischer und doch moderner Horrorthriller mit konservativer, aber gleichzeitig spannender Dramaturgie, der es - und jetzt mache ich mich noch unbeliebter - in allen Belangen mit dem hochgelobten "Rosemary's Baby" aufnehmen kann und dies auch tatsächlich in der öffentlichen Wahrnehmung tun würde, hätte Polanski ihn zuvor gedreht. Kameraarbeit und generelle Inszenierung sind sichtlich fortgeschritten, Polanskis Fähigkeit, auch abstrus anmutende Handlungswege beängstigend realistisch darzustellen, dagegen ungebrochen und so kommt es, dass - trotz einer insofern gefährlichen Thematik - kaum eine Szene "over the top" oder albern wirkt, selbst nicht an Stellen, an denen jeder Horrorfilm-Regisseur der neueren Generation sich durch übertrieben dargestellte Gewaltexzesse oder diverse andere überzogene Schockeffekte gnadenlos selbst ein Ei ins Nest legen würde. Insofern ist "The Ninth Gate" mehr als nur ein grundsolides Werk - in Zeiten von "Hostel", "Martyrs" und Co. ist der Film balsam auf die Seele jedes Liebhabers klassischer, sich auf ihren Kern (gutes Schauspiel, eine gut durchdachte Spannungskurve sowie ein passendes Ende, welches das zuvor Gezeigte nicht ad absurdum führt) besinnende Horrorfilme. Polanski geht mit der Zeit und bleibt sich doch selbst treu, indem er - wie gewohnt - eben nicht alles erklärt und den Zuschauer auffordert, sich (hier sogar wortwörtlich) einzelne Puzzleteile selbst zusammenzufinden.
Wie sehr ich mir doch ein Polanski-"Wie drehe ich auch heute noch einen guten Horrorfilm?"-Übungsseminar für Eli Roth und Co. mit Abschlussprüfung wünschen würde - und wenn sie durchfallen, soll sie der Teufel holen.
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Gästebuch
Mimuschka 2012/02/07 17:29:26
hab mir gestern nacht schon ein paar kommentare von dir durchgelesen und mir vorgenommen heute im laufe des tages eine anfrage zu schicken. mir fiel nur noch kein geistreicher text ein und nun bist du mir zuvorgekommen ;-)
p.s.: ich mag deine ablehnung von wohlfühl-gutmenschen-filmen
BigDi 2012/02/07 15:06:11
Ach, ich glaube nicht, das Lars' Verhältnis zu Frauen von besonderer Leichtigkeit und Selbstüberzeugung geprägt ist. ;) Was natürlich keine Kritik ist und keinen Nachteil in filmischer Sicht bedeuten soll! aber Rainer war da schon etwas...sagen wir, bodenständiger. :P
BigDi 2012/02/06 21:46:45
Ach, die beiden würden sich bestimmt super verstehen, würden sie sich begegnen. ;) Und Larsi könnte von Raini etwas über Frauen lernen, würde nur Vorteile für dich bedeuten.
BigDi 2012/02/06 00:41:15
So hat es auch weiterzugehen! ;) Muss mir den Herrn R. auch mal geben, aber seit eben habe ich meine nächste Freizeit zwangsläufig fürs zu gut passende "Breaking Bad" eingeplant...
Das mit der Ehe wird noch. Eine Hassliebe ist doch gerade die beste Voraussetzung für eine abwechslungsreiche, fordernde Ehe.
momopipi 2012/02/05 23:11:17
mir gefällt dein geschmack, da knall ich dir mal eine anfrage ins gesicht :D
fkfilmkritik 2012/02/05 21:07:47
Gerne angenommen. Geht mir auch so. Und wie könnte man "Dogville" nicht lieben? ;)
BigDi 2012/02/05 17:30:47
Gut-gut - in Zeiten wie diesen muss man um jeden potenziellen Fassbinder-Fan unablässig kämpfen... So ganz verstehe ich seinen oftmals propagierten Status als Fassis Bester bzw. Vorzeigbarster auch nicht, es fehlt schlichtweg all das Groteske und wirklich Bösartige, was eben Werke wie "Dei dritte Generation" ausmacht. Wenn du etwas in ähnlicher Stimmung zur Wiederversöhnung willst, kann ich "Satansbraten" sehr empfehlen, eine teils unendlich komische Abrechnung mit der Arroganz mancher Künstler (gerade für uns Lars-Fans ein Genuss).
BigDi 2012/02/04 20:24:35
Ich hoffe, "Angst essen..." hat dich jetzt nicht vom sonstigen Werk Fassbinders abgeschreckt - habe eben beim Schreiben in einem Filmforum noch einmal für mich festellen müssen, wie untypisch er doch für diesen Mann ist. Wo lag eigentlich das Problem? ;)
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Was für ein unglaublich faszinierender Film!
"Eigentlich hat Herr R. keinen Grund sich zu beschweren. Er hat einen guten Job als technischer Zeichner, und scheint auch sonst ein ausgeglichener und glücklicher Mensch zu sein.", will uns Moviepilot weismachen - mitnichten, wenn man diesen Film von Anfang an mit allen Sinnen verfolgt und sich komplett auf ihn einlässt, denn bereits…