Jenny von T - Jenny von Ts Kommentare zu Filmen

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Jenny von T
über Gesichter

9.0Herausragend

"Faces" – schon der Titel dieses Films deutet darauf hin, dass es Cassavetes weniger darum ging, Geschichten zu erzählen, sondern einen Zustand einzufangen. Hierbei liegt der Fokus nicht auf Schemata, sondern auf Schauspiel, welches so echt ist, dass der Begriff im Grunde deplatziert ist. Ellenlange Dialoge umkreisen Cassavetes Botschaft lediglich, Handlungen und Verhaltensweisen der Protagonisten konkretisieren und machen sie schließlich zu einer wertfreien Bestandsaufnahme sondergleichen, zu einem Portrait einer zerrütteten, bürgerlichen Ehe in all ihren Facetten: (Sich) selbst vorgetäuschte Harmonie beider Seiten und die Ironie darin, offene und unausgetragene Konflikte, Flucht, die bittere Erleuchtung erst im Angesicht nunmehr unignorierbarer Tatsachen und schließlich die Überforderung mit der Suche nach dem Ausweg.
Der Vater des amerikanischen Independent-Kinos ist anstrengend, weil er scheinbare Nichtigkeiten über Ewigkeiten hinweg ausdehnt und den gemeinen Zuschauer in enorme Wertungsschwierigkeiten bringt; die Erkenntnis, dass jede Sekunde dieser 130 Minuten eine wichtige ist, mag umso bitterer sein – neben der Einsicht, dass Cassavetes Art der Inszenierung wesentlicher Bestandteil der Authentizität seiner Filme ist und dem echten Leben weitaus näher steht als jeder Hollywood-Blockbuster. Wie unangenehm aber auch.

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Jenny von T
Kommentare

Haneke ist wie guter Wein. Und meine Vorfreude auf "Amour" steigt so langsam ins Kosmische. Glückwunsch, Michael!
Aber kein Preis für den heiß ersehnten "Cosmopolis"? Doch nicht so gut?

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Jenny von T

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Mist.


Kamell

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Also ich habe unterschiedliche, überwiegend jedoch positive (internationale) Kritiken gelesen. Und gelacht wohl am meisten über einen französischen Kommentar, sinngemäß: 'Das Ende der Welt nähert sich und ist auch daran zu erkennen, dass man zugeben muss, dass Pattinson gut spielt.'
Das lässt doch hoffen.


Jenny von T
über Michael

5.5Geht so

Um einmal eine Gegenstimme zu dem doch überwiegend positiven Echo zu bilden (und nein, ausnahmsweise nicht aus Prinzip - bekanntlich bin ich ein großer Anhänger des österreichischen Kinos):

Einen Film über Kindesmissbrauch zu drehen, ist per se ein schwieriges und heikles Unterfangen - Schleinzer scheitert hierbei nicht in Details, sondern im Grundtenor.
"Michael" sieht bei seinem Versuch, ein objektives Bild des Grausamen zu schildern, den Peiniger für mein Empfinden unfreiwillig aus der "Armer Täter"-Perspektive und nährt sich darüber hinaus vor allem in der ersten halben Stunde zu sehr von Klischees (der nach außen hin unscheinbare gutbürgerliche Junggeselle mit dem dunklen Geheimnis,...). Sicher hatte Schlenzer dieses Ansinnen nicht, aber wer zu sehr auf Nüchternheit bedacht ist, bewegt sich auf schmalem Grat.
Michaels Zwänge, Psychosen und Überforderung in sozialen Situationen erscheinen gefühlt als nur mangelhafte, fadenscheinige und darüber hinaus zu oberflächlich projizierte Erklärung für sein Verhalten und Schleinzers unterkühlte Inszenzierung ist eher Selbstzweck als dem Film förderlich.
Fazit: Vielleicht wollte der Österreicher in die richtige Richtung und besitzt einfach nicht das Handwerkszeug, sich auszudrücken. Ich empfehle ein paar zusätzliche Lehrstunden bei Meister Haneke.

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demien.bartok

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Du solltest erstmal eine Lehrstunde nehmen und herausfinden, was genau Psychosen sind. ;-) - Außerdem arbeitet der Film nicht mit dem Grundtenor "Armer Täter", schon gar nicht am Anfang.


Jenny von T

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Ich schrieb, dass er sich anfangs Klischees bedient, diesen "Armer Täter"-Beigeschmack empfinde ich, wie auch schon das Wort sagt, als GRUNDtenor. Vielleicht liest du meinen Kommentar erstmal richtig.


Jenny von T
über Das Turiner Pferd

9.0Herausragend

Was für ein adäquater Abgang: In seinem Frühwerk lässt Tarr die Familie untergehen, später das Individuum ("Kárhozat"), dann eine Dorfgemeinschaft ("Sátántangó") - und mit dem "Turiner Pferd" schließlich die Welt. Dabei gelingt ihm vielleicht nicht weniger als eine (Neu-)Definition des Begriffs "Kunstfilm": Mag sich dieser Tage auch beinahe alles "Kunst" schimpfen DÜRFEN, so beginnt sie für mich eigentlich erst dort, wo narrative Kohärenz überdrüssig wird und Kommunikation mit dem Rezipenten die Ebene des Wortes verlässt.
Waren Tarrs frühere Werke trotz kennzeichnend langsamer Inszenierung dennoch nie repetitiv, macht sich "Das Turiner Pferd" erstmals die Wiederholung (welche alles noch langsamer erscheinen lässt) als tragendes Stilmittel zu eigen: Anziehen, Wasser holen, Kartoffeln essen, "fertig". Kurioserweise liegt gerade hierin eine große Stärke des Films bedingt, da Abweichungen vom gewohnten Verlauf eine umso eindringlichere Bedrohlichkeit erwecken: Wenn Bauer und Tochter beim Essen plötzlich wie erstarrt den Blick zum Fenster wenden, gefriert einem geradezu das Blut in den Adern. Oder der Besuch des Nachbarn, welcher eine unheilvolle Verheißung geradezu versinnbildlicht - "Das Turiner Pferd" schöpft all seine Möglichkeiten aus und kreiert eine schauerliche Magie, die über zweieinhalb Stunden anhält. Indem man sich geradezu gezwungen sieht, auch auf winzige Details zu achten, wird man hierfür natürlich umso empfänglicher.
Der größte Trumpf Tarrs ist jedoch vermutlich, dass er trotz - oder gerade aufgrund?! - eigentlich entfremdender Schwarzweiß-Optik den Zuschauer in eine andere Zeit versetzt, ihm aber dennoch seine Figuren unglaublich nahebringt und damit die sich ihm erschließende Option beim Schopfe ergreift, gezielt und platziert dramatisch-erschütternde Momente ohne auch nur den Hauch von Rührseligkeit zu kreieren - Tristesse und Tragik in Stil und Inhalt bedingen sich beispiellos.
Es bringt ja alles nichts: Einen wie Tarr wird es nicht mehr geben. Wie viele Filmemacher sind bemüht, uns ein bisschen Mut, unsere klägliche Existenz auf dieser Erde ein bisschen angenehmer zu machen... Bei Tarr ist inmitten der Schönheit im Untergang die einzige Hoffnung die, dass das, was nach uns kommt - was immer es sein mag - vielleicht besser ist als das Jetzt.
Nietzsche hat seinerzeit passenderweise wirklich so einiges festgestellt, das auf diesen Film zutrifft - ich versuche es einmal hiermit:
"Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden."

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Tyler__Durden

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Schön gesagt. Obwohl das mit der "(Neu-)Definition" nicht ganz stimmt, also jetzt ganz allgemein. Da gabs davor schon Jeanne Dielman von der Ackerman mit welcher das Turiner Pferd, was die von dir beschriebenen Mittel der Kommunikation sowie die Strukturierung betrifft, starke Ähnlichkeiten hat. Dazu war Tarr ja schon seit jeher sehr beeinflusst von seinem Landsmann Miklós Jancsó und dem kürzlich verstorbenen Theodoros Angelopoulos was seine formellen Kompetenzen angeht. Aber natürlich ist das was Tarr hier macht, speziell in seiner unerbittlichen Konsequenz, schon sehr eigen.


Jenny von T
Kommentare

Haneke und die Huppert sind einfach ein starkes Team. Ich freu' mich schon wie Bolle auf den Film.

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Jenny von T
Kommentare

Eine hommage an Bergman, Tarr und Bresson gleichzeitig und doch voll und ganz Haneke. Die Bezeichnung "moderner Klassiker" trifft es wirklich auf den Punkt. Schade, dass viele für sowas heute nicht mehr zu haben sind.

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Jenny von T
über Die werckmeisterschen Harmonien

10.0Lieblingsfilm

Mit Filmen ist es ein wenig wie mit Sprachen: Manche klingen nur schön, andere sind für uns ein Schloss mit sieben Siegeln, aber nur eine ist unsere Muttersprache. Selbst der größte Filmjunkie wird einräumen, dass die Zahl derjenigen Filme, die er oder sie sich wieder und immer wieder mit wachsender Begeisterung anschauen kann, letztenendes stark begrenzt ist und vieles nur für den Augenblick mitreißt, weil einen der richtige Film in der richtigen Stimmung erwischt hat.
Wenn aber alle Filme Sprachen sind, sind Béla Tarrs Werke nicht nur einfach Abfolgen von Klängen und Lauten, sondern Musik. Tarr erzählt nicht bloß eine Geschichte, seine Filme sind vielmehr ein Gefühl.
Zwar finden sich auch in "Werckmeister harmóniák" längere Dialoge, aber die Essenz steckt beim Ungarn immer in der BildSPRACHE, die ja eigentlich Musik ist, aber jedenfalls derart intensiv und mitreißend, dass man während immerhin mehr als 2 Stunden wirklich alles um sich herum vergisst, und ich glaube, das ist eine Gabe, die man an keiner Filmschule dieser Welt erlernen kann.
Selbst alltägliche Momente, die Tarr einfängt, sind plötzlich von einem melancholischen Zauber. Sogar ein riesiger, ausgestopfter, stinkender Wal ist irgendwie lebendig, zumindest in den Augen der Hauptfigur János, der für mein Empfinden den letzten Atemzug warmer und wärmender Menschlichkeit in diesem Film verkörpert, während die Gemeinde um ihn herum lediglich das Bedrohliche im Fremden sieht, und so entsteht während der ersten und einzigen Begegnung János' mit diesem Kadaver ein unsichtbares Band, dass sich ebenso wenig sehen wie in Worte fassen lässt.
Überhaupt versteht Tarr es, die Welt aus dem Blickwinkel seiner Protagonisten zu betrachten und gleichzeitig eine Grundstimmung zu erzeugen und zu halten: Wenn János auf dem Marktplatz die letzten Schritte in Richtung der großen Attraktion tätigt, dann klebt die Kamera an seinem Rücken, wandert geradezu im Kreis und fängt ebenso die teilnahmslosen, resignierten sowie frustrierten Gesichter der Menschen ein, an denen er vorbeigeht, und diese subtil-bedrohliche Spannung hält auch dann an, wenn kurz darauf Zirkusmusik ertönt. Und nicht nur das, Tarr schlägt allein dadurch (bzw. auch schon ganz zu Beginn des Films durch eine beeindruckende Darstellung der Sonnenfinsternis) sogar bereits Handlungsrichtungen ein, nimmt den Zuschauer für diesen unbemerkt an die Hand.
Ja, "Werckmeister harmóniák" ist düster, Tarr's typische Endloseinstellungen dürften ohnehin nicht jedermanns Fall sein oder auf manchen sogar prätentiös wirken, und bei all meiner Begeisterung wäre es somit falsch zu behaupten, dass dieser Film ganz sicher jedem gefallen wird und muss - wer jedoch Schönheit in Melancholie erblicken kann, der findet hier nicht weniger als das Paradies, ein zu Hause und sein persönliches Esperanto.
Ich schreibe diese Worte freilich berauscht, aber just in diesem Moment gehören die werkmeister'schen Harmonien sicherlich zu dem filmisch Berührendsten und einfach Bestem, das ich jemals sehen - ach, was rede ich da, ERLEBEN - durfte. DANKE, Béla Tarr!

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Jenny von T

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Ich habe soeben meine Lieblingsfilm-Liste entschlackt, weil dieser Film für mich neue Maßstäbe setzt und ich demenstprechend alles neu ins Verhältnis zueinander setzen muss. Wahnsinn. Hier müsste es auch Doppelherzen geben, das würde es ein wenig einfacher machen.


Jack_Torrance

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Find's cool, dass du Der Koch, der Dieb, seine Frau & ihr Liebhaber dort beibehalten hast <3


Jenny von T
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Ich weiß auch nie, wie man "Scorsese" ausspricht und mir ist das jedes Mal furchtbar peinlich. Sehr erleichternd, dass selbst professionelle Filmemacher dasselbe Problem haben.

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Jenny von T

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Eher Skorßäisi, dachte ich.


Tschutschu

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skɔːɹˈseɪzɪ


Jenny von T
über Songs From the Second Floor

9.0Herausragend

Roy Andersson: Trotz Cannes-Erfolg ein offenbar übersehenes Juwel im großen Pool skandinavischer Genies - zumindest legt dies die doch dürftige Anzahl von gerade einmal 102 Community-Bewertungen für diesen Film nahe. Zeit für ein bisschen Werbung.
Wie das wohl bekanntere später erschienene "jüngste Gewitter" untermauern sollte, versteht es Andersson meisterlich, Einzelschicksale episodenartig zu beleuchten und gleichzeitig ein großes Ganzes zu erschaffen, was aber erst zum Ende hin deutlich wird. Bis dahin erscheinen einzelne Dialoge oder sogar ganze Einstellungen oftmals dadaesk und sinnlos, aber keine Sorge, der Mann hat nicht umsonst zehn Jahre lang an dieser Perle gefeilt.
Andersson liebt die Totale, die Kamera und der Blau-Grau-Filter sind dabei so still und steril wie die Dystopie (?), die der Schwede erschafft: Menschen und ihre großen und kleinen Probleme, von denen allein sie eingenommen sind, während die Welt um sie herum irgendwo zwischen Überfluss und nichts, jedenfalls aber ohne Visionen und ohne Glauben vor die Hunde geht, wobei dies zu verschmerzen wäre, würde sich doch wenigstens noch ein Geschäft mit Jesus und dem Kreuz machen lassen. Der Mensch als Zombie (tatsächlich angedeutet durch bleich geschminkte Gesichter), der an seinem eigenen Kreuz zugrunde geht, nämlich an alledem, was er selbst erschaffen hat, ironischerweise sogar an seiner Kunst; nicht einmal Betrug und List führen mehr zum Ziel und auch jede Möglichkeit zur Flucht hat man sich selbst verbaut (grandios: Eine gefühlt endlose Szene gegen Ende des Films in einer Flughafenhalle, in der es die Menschen mit ihrem enormen Gepäck nicht einmal mehr zum Schalter schaffen).
"Songs from the Second Floor" ist ein bildsprachlich distanziertes, aber inhaltlich eindringliches, rabenschwarzes Zeugnis individueller und gesellschaftlicher Resignation gespickt mit Metaphern und groteskem Humor, das Eindruck hinterlässt, oder auch eine Apokalypse, wie sie so noch nicht gezeigt wurde. Meisterwerk!

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Jenny von T

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NICHT gut, mein Lieber. Andersson ist zwar eigenwillig, aber zumindest antesten sollte ihn JEDER.


Jack_Torrance

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Zumal sich Das jüngste Gewitter sehr interessant anhört.


Jenny von T
über Lars von Trier

Mein Name ist Jenny. Ich bin Autistin. Wenn ich beispielsweise ein Telefongespräch tätigen muss, und sei es nur für einen Arzttermin, brauche ich dazu erst einmal eine Anlaufzeit von einer halben Ewigkeit, mein Puls ist die halbe Stunde davor und danach auf 150. Wenn ein Buch in meinem Regal auch nur einen Zentimeter verrückt steht oder ein Bild an meiner Wand schief hängt, bringt mich das fast um. In meinem ganzen Leben habe ich noch keine Disco von innen gesehen. Wenn ich dann doch mal von Angesicht zu Angesicht mit jemandem reden muss, kommt meistens irgendetwas unglaublich Unbeholfenes dabei heraus – niemand lacht, wenn ich etwas im Scherz meine, und da ich nicht gut darin bin, Dinge rhetorisch auszuschmücken oder durch die Blume zu sagen, wirke ich auf die meisten burschikos bis schlichtweg unfreundlich und dreist. Die Tatsache, dass ich ein paar unpopuläre Meinungen vertrete, macht es auch nicht einfacher. Ja, wahrscheinlich hatte ich auch eine schwere Kindheit und erfülle ganz sicher noch mehr Klischees des armen, reichen Mittelklassemädchens. Ich bin nicht einmal besonders gebildet und wohl auch nicht so intelligent, wie ich selbst manchmal glaube, aber eines weiß ich: Ich liebe Lars von Trier. Ebenso ist mir klar: Der Rest der Welt tut es nicht. Langsam verzweifle ich dabei, mir ein ums andere Mal Schlammschlachten mit Personen zu liefern, die in ihrem Hass auf diesen Mann ebenso tief rettungslos verwurzelt sind wie ich in meiner Sympathie, weshalb ich mich dieses Mal darauf beschränken möchte, so nüchtern wie möglich einen kleinen Einblick in meine Gefühlswelt zu geben und mich einfach nur zu erklären.
Da ist eine Frau, die eine Menge durchmacht, der das Geld für eine Augenoperation ihres Sohnes vom eigenen Nachbarn geklaut wird und am Ende auch noch erhängt wird, oder die unerbittlich für ihre Liebe kämpft, obwohl ihr eigenes Dorf gegen sie steht, und am Ende ist kein Nettogewinn, nichts, niente. "Hm, ganz schön frauenfeindlich!", denkt sich offenbar die Mehrheit. Ich dagegen sehe die Frau als jeweils einzig guten, opferbereiten, empathiefähigen Menschen überhaupt in von Triers im Grunde genommen romantisch verklärtem Universum, umringt von Wölfen in Menschenhaut, gegen die natürlich keine Chance besteht. Aber genau deswegen ist es ja auch ein DRAMA und keine SATIRE. Sagt sogar Moviepilot in seiner Beschreibung. Gerade die "Golden Hearts"-Trilogie ist es, die eigentlich ohne Doppelboden, Selbstbeweihräucherung oder hohen intellektuellen Anspruch auskommt, sondern einfach nur ein Stück hochemotionales Kino formt, natürlich verhasst von versnobten Kritikern und solche, die es gerne wären, die, protzend vor Stolz darüber, dass sie nach fast 30 Jahren nunmehr im Ansatz Kubrick's Space Odyssey zu interpretieren wissen, längst den größten Trumpf von Kunst vergessen haben: Aufwühlen, berühren, Gefühle auslösen, und im besten Fall dadurch wachrütteln; wenigstens Punkt 1 und 2 schafft von Trier bei wohl JEDEM, sei es in die eine oder andere Richtung.
Sogar das Format kann er dabei beliebig austauschen: Verfilmtes Theaterstück ("Dogville"), Musical ("Dancer in the Dark"), klassisches Melodram ("Breaking the Waves"), Komödie ("The Boss of It All"), Arthaus-Science-Fiction ("Melancholia") oder Horrorfilm ("Antichrist", eindeutige Klassifizierung - zugegeben - problematisch) - you name it, Lars delivers. Von Trier schafft es sogar, dabei die eigentlich immer selbe Aussage zu treffen bzw. lediglich verschiedene Facetten seines Weltbilds zu beleuchten, mal am Kollektiv ("Dogville", "Manderlay"), mal am Einzelnen ("Antichrist", "Melancholia") ausgerichtet; wie passend, dass er in "Melancholia" doch tatsächlich auf den Punkt bringt, was er seiner gesamten Karriere zuvor immer wieder paraphrasiert hat: "The earth is evil, we don’t need to grieve for it."
Und doch… wer genau hinsieht, findet selbst bei von Trier, an vereinzelten Stellen winzige Schimmer des Lichts, und dies ist der Punkt, an dem sich der Kreis zu seiner Verehrung Andrei Tarkovskys schließt, jenseits von Jägern im Schnee oder der Abkupferung von Regenmotiven: Es ist irgendwo zwischen Wellenbrechen und Melancholie die stille Erhebung der (Ver)zweifelnden, Kämpfenden, Hoffenden, zu Helden im Angesicht des eigenen Scheiterns und der Tragik in der Gefangenheit des Seins, das Auge für die Stärke der vermeintlich Schwachen, welches beiden gemein ist.
Das kontroverse Wesen von Triers Filme trägt mit dazu bei, dass Subtext dieser Art untergeht, ignoriert oder willentlich ins Gegenteil verkehrt wird, was der Däne andererseits sicher nicht nur in Kauf nimmt, sondern geradezu heraufbeschwört und damit dem Publikum einfach eine Menge zumutet. Wen interessiert noch Inhalt zwischen den Zeilen, wenn das geliebte Feindbild erstmal steht?
Hier wird von Triers Status auf allen Ebenen als tragische Figur praktisch evident, die nun einmal nicht gleichzeitig Provokateur sein und von jedem verstanden werden kann, sogar durchweg, sowohl als Künstler als auch Person missgedeutet wird, denn: Ein Provokateur trifft nicht einfach nur eine Aussage, er nutzt die Möglichkeiten seines Mediums, um Deutungsebenen zu schaffen - und trägt die Konsequenzen.
Ja, ich bin der festen Überzeugung, dass sein gesamtes Werk Ausdruck seiner persönlichen Authentizität ist, dass es kein Zufall ist, dass man in "Epidemic" zuerst teilnahmslos ihn und Jahre später Kirsten Dunst als Justine in der Badewanne sieht und ebenso fände ich es wünschenswert, wenn man ihm einfach einmal zuhörte, wenn er in Interviews ausnahmsweise nicht unfreiwillig in den Trollmodus verfällt und sagt, dass er eigentlich nur über sich selbst schreibt und in seinen Skripten am Ende schlichtweg männliche und weibliche Rollen vertauscht. Aber jetzt sagt er gar nichts mehr, woran die hater dieser Welt auf langfristig sicherlich weitaus mehr und heftiger zu knabbern haben werden als von Trier.
Und wer meine Worte nun immer noch als Schwachsinn abtut, dem sei abschließend wenigstens mit auf den Weg gegeben, dass ich Frauen (!) kenne, die seine Filme ebenso empfinden wie ich, aber vielleicht sind wir alle nur eine lose Selbsthilfegruppe aus Autisten, von denen man nicht genau sagen, ob sie nun mehr oder weniger sehen als andere, wer weiß das schon...
Für mich ist lediglich eines klar: Unter den ganzen Kubricks, Greenaways, Hanekes und Bergmännern gibt es inmitten all ihrer individuellen Genialität nur einen, von dem ich mich verstanden fühle, und dies ist wahrscheinlich der Grund dafür, warum ich heute generell mehr Filme schaue und weniger Nirvana höre als früher.
Und um nun endlich zum Punkt zu kommen: Tillykke med fødselsdagen, Lars! With the lights out it's less dangerous.

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Mr Vincent Vega

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Ok, ging dann wohl an mir vorbei. Bin allerdings auch nicht allzu verzahnt mit den Community-Gepflogenheiten hier. Ich selbst kenne im cinephilen Umfeld halt kaum jemanden, der von Trier nicht irgendwas abgewinnen kann.


Hooded Justice

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Spitze, Du bist mir sympathisch, Jenny.


Jenny von T
über The Falls

8.5Ausgezeichnet

Wer mit Peter Greenaway nichts anfangen kann, für den dürfte "The Falls" nicht weniger sein als 195 Minuten pure Folter, denn in vielerlei Hinsicht ist der erste Langfilm des Briten auch sein typischster. Greenaway unverdünnt.
Eine mysteriöses, nicht wirklich näher bezeichnetes Ereignis wirft uns Greenaway vor die Füße, Auslöser für eine Akte mit 92 Kurzbiographien über Opfer dieses Zwischenfalls, die eigentlich nur gemeinsam haben, dass ihr Nachname mit "Fall" beginnt und doch irgendwie mehr. Seltsame Mutationen an Körper und Geist rief das VUE ("Violent Unknown Event") hervor - von plötzlichen Obsessionen rund um Vögel und Fliegen bis hin zu zig neuen Sprachen reizt Greenaway gefühlt die gesamte Palette an Obskuritäten aus, die man auch nur aus dieser Idee herausziehen kann.
Nach spätestens einer Stunde gibt man auf, gelegentlichen Rückverweisen auf vorherige Biographien im Detail nachzugehen, jedoch kapituliert nicht nur das Gedächtnis angesichts einer unfassbaren Flut an bisweilen ebenso unfassbar beliebigen Informationen, sondern auch der Rest der grauen Gehirnzellen in Anbetracht Greenaways sonderbaren Einfallsreichtums; aber, keine Angst, pechschwarzer Humor und sozialkritische Untertöne, vor allem in Gestalt wahnwitziger typisch menschlicher Verschwörungstheorien, bleiben trotz dieser Reizüberflutung sondergleichen nicht unentdeckt.
Ich habe selten nach 10 Minuten so dringend abschalten und gleichermaßen so unbedingt weiterschauen wollen; "The Falls" ist nicht einfach nur experimenteller Mindfuck, sondern hinter allem vordergründigen Chaos - typisch Greenaway - perfektionistisch durchdacht.

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Jenny von T

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... und vor allem eine Menge Superlative. Aber "einzigartig" trifft es vielleicht doch am Besten. Ich würde von kaum einem mir bekannten Filmemacher sagen, dass er das Medium wirklich _revolutioniert_ hat, aber der Name Greenaway springt mich da als allererstes an.


Jack_Torrance

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Vor allem gehört Greenaway am ehesten zur Kategorie "Filmemacher mit Eiern" !


Jenny von T
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*bitte an dieser Stelle euphorischen, nicht-jugendfreien Groupiekommentar denken*

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Jenny von T
über The Man Who Wasn't There

10.0Herausragend

Was für eine Erleichterung! Ganze 4 Coen-Filme hat es mich gebraucht, um endlich einmal diesen Flash zu erleben, von dem beinahe alle Cineasten um mich herum in Bezug auf das Brüderpaar berichten. Big Lebowski? Fargo? No Country For Old Men? "Hm, ja, ganz nett, nächster Film."
Der coen'sche Humor war, dort wo ich ihn gesehen habe, ebenso wenig mein Fall wie die warme Versöhnlichkeit sowie die - zugegeben, unverwechselbare - mal mehr, mal weniger versteckte Skurrilität ihrer Werke.
Mit "The Man Who Wasn't There" nun haben die Coens endlich auch für mich Bäume ausgerissen, einfach, weil sie hier einfach mal komplett auf dem Teppich geblieben sind, alles, was ich bisher an ihnen kritisierte, hinter sich gelassen und stattdessen einen Film erschaffen haben, dessen tiefe Seele auch mir entgegenspringt, und das von der ersten Sekunde an.
Kameraführung, Beleuchtung und überhaupt alles, was Optik ausmacht, ist ein einziger Traum und geht wunderbar einher mit Beethoven und der Schwarz/weiß-Inszenierung, die sowohl Distanz als auch Nähe schafft. Das nennt man wohl cineastische Perfektion.
Der Plot ist selten gut durchdacht und jeder einzelne Charakter ein funktionierendes Zahnrad. Der Hauptgrund, warum mir dieser Film nahegeht, ist sicher Ed Crane, der erste Coen-Protagonist, der als tragische Figur als solche auch wirklich bei mir ankommt, was vermutlich daran liegt, dass die Coens ihn, begleitet von einer angenehmen, aber auch unbedingt notwendigen Prise dunkler Ironie, für die Tragik des Lebens insgesamt stehen lassen.
Denn: Ed Crane ist wirklich der moderne Mensch - Irgendwo zwischen Resignation und Unbeholfenheit vor sich herstolpernd, gefangen zunächst im eigenen Trott, dann im eigenen Schicksal, das zum Selbstläufer geworden ist - und gleich zwei Schritte voraus. Empathiefaktor 1000.
"The Man Who Wasn't There" ist eine großartige, poetische Parabel und als film noir-Hommage tatsächlich besser und in jedem Detail tiefgründiger als jeder film noir, den ich kenne.

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Schlegel

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Kann mit dem hier auch am meisten anfangen. Und mit "True Grit", obwohl der viele Feinde hat.


Jenny von T

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Das ist ein relativ starkes Indiz dafür, dass er mir gefallen könnte.


Jenny von T
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War ja klar, dass das Gebashe nicht lange auf sich warten lässt. Ich finde den Trailer großartig - Cronenberg scheint ein bisschen back to the roots zu gehen und Pattinson passt meiner Meinung nach PERFEKT da rein. Denkt ihr wirklich, ein Cronenberg weiß nicht, was er tut?

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Peter_Panski

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@Duffy
Besser als der Speichelleckerclan, der dir für jeden Schwachsinn nen Like gibt l0l0l0l0l0l0l0l


Peter_Panski

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:*


Jenny von T
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Also tatsächlich. Haneke und Cronenberg. Vinterberg auch. Oh Mann. Also, wer besorgt mir 'nen Presseausweis? Tue ALLES. *mit den Wimpern klimper*

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Jenny von T
über Günter Grass

Ich bin weder Anhänger des Künstlers noch der Person Günter Grass, aber jemand, der wegen einer zwar kontroversen, aber die Masse zum Reflektieren anregenden Äußerung, die ich persönlich darüber hinaus für IM KERN alles andere als an den Haaren herbei gezogen halte, derart niedergemacht wird, kann sich meiner Unterstützung stets gewiss sein.
Spätestens das nunmehr von Israel verhängte Einreiseverbot sollte die Alarmglocken der hetzenden Meute doch zum Schrillen bringen. Die denkbar unnötigste, lächerlichste, unsouveränste und überzogenste Reaktion auf ein paar Zeilen schwarz auf weiß. Hat der gute Mann vielleicht doch den Finger in eine tatsächlich existierende Wunde gelegt?

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stalker

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Goethe statt Schiller, nun, da wird einiges klarer...


Jenny von T

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alanger: Au revoir.


Jenny von T
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GEISTER auf die 1.

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Jenny von T
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Ein absolut göttlicher Filmemacher. Die Art der greenaway'schen Symbiose aus Ästhetik, Rhetorik und Anspruch ist einmalig und unerreicht.

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Jenny von T
über Adaption

8.5Ausgezeichnet

Vielleicht bin ich nicht Charlie Kaufmans größter Fan. Werde ich in diesem Leben auch nicht mehr. Macht aber nichts, denn Fakt ist: Der Mann nimmt uns durch seine Filmskripte mit in seine ganz eigene Welt, die oft skurril ist, mir manchmal ein Schmunzeln abringt, jedoch immer um einen ernsten, geerdeten Kern kreist und vor allem erfrischend anders ist.
"Adaption" offenbart auf Metaebene, zugegeben, nicht immer subtil und tiefschürfend, dafür aber unheimlich pointiert, ehrlich und daher sympathisch die kleinen und großen, angenehmen und vor allem weniger angenehmen Wahrheiten rund um Inspiration und Künstlerdasein. Zeit für die bittere und doch ebenso mutmachende Erkenntnis, dass der aufrichtige Künstler am Ende das Tages nur sich selbst Muse sein kann, dass er durch Malen nach Zahlen vielleicht erfolgreicher, aber nicht zwangsläufig zufriedener mit sich selbst sein kann, dass andere auch nicht immer das sind, was sie scheinen, und dass erst viel zu viele mühsame Pfade (auf dem Weg zu sich selbst) beschritten werden müssen um letztendlich zu erfahren, wofür es zum Glück doch nie zu spät ist.
"Adaption" überzeugt dabei durch einen nie abhanden kommenden ironischen Subtext, nimmt aber das zum verzweifelnde künstlerische Dilemma der Inspiration in der eigenen Misere dennoch ernst und ist daher ebenso Drama wie Komödie. Und vielleicht sogar ein augenzwinkerndes Tribut an das Schreiben, die Idee, die Inspiration selbst. Eben so, wie nur Kaufman ist.

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Jenny von T
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Ganz klar "Shame", dann "Fish Tank", dann "Hunger", welche nicht nur insgesamt die qualitativ besten Filme sind, sondern auch die Höhepunkte Fassbenders individuellen schauspielerischen Könnens markieren.
Aber natürlich werden bei diesem voting IB und X-Men am Ende klar vorne stehen.. *facepalm*

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Le Samourai

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jep, so wirds kommen...


nilswachter

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x-men war aber toll :). Hast ganz recht mit deiner Liste, Jenny