11-11-11 ist kein Horrorfilm, sondern viel eher eine spannungsgeladene Tupper-Party. Mütterchen Isolde erhofft sich immer wieder eine knackige, langlebige Tupper-Dose, damit die Lebensmittel auch ordentlich versteckt werden können. 11-11-11 versteckt auch so einges:
Ständig versteckt sich diese Zahl. An einer Tür. Auf einer Uhr. In einem Buch. Verfolgt sie unseren Hauptcharakter etwa? Unser Hauptcharakter telefoniert mit einer quasi unbekannten Frau. "Wie gehts dir?" "Nicht so gut." "Wo bist du?" "In Barcelona." "WIE? Warum?" "Mein Vater liegt im sterben...[Pause] Ich muss dich etwas fragen: Hat dich auch schon mal eine Zahl verfolgt?" "Wie was für eine Zahl?" "Ich sehe überall diese Zahl." "Welche Zahl?" "11-11-11" "Was bedeutet das?" "Keine Ahnung..." Seltsam.
Neben einer langweiligen Grundidee, einer vollkommen gestellten Storyline und dem ständigen Getratsche über Religion, ist 11-11-11 durchaus ein Film. Ein Film, denn hier läuft eine Kamera und Menschen agieren vor der Kamera. Also ist es ein Film. Kein sehenswerter, aber ein Film.
Der beste Teil des Films ist der letzte Teil. Dort gelingt es Bousman tatsächlich ein wenig fahrt aufzunehmen und den Film erträglich zu Ende zu bringen. Hier macht er manchmal, fast, in seltenen Momenten, ein wenig Spaß. (Punkt)
Der Trailer, den Moviepilot hier anzeigt, zeigt übrigens einen anderen Film, nicht den 11-11-11 von Bousman, der SAW gemacht hat.
Deine Nase trieft? Dein Kopf dröhnt? Deine Glieder jammern? Und das erst seit einingen Momenten und du weißt noch nicht so recht, wo das hinführt? Dann schau dir lieber nicht Contagion an.
Contagion zeigt erschreckend unprätentiös, was ein einfacher Virus mit der Menschheit machen kann. Dabei kann sich ein jeder in die Ausgangslage versetzen und weiß, was ein solches Virus für ihn persönlich bedeuten würde: Deine Mutter könnte sterben, deine Freundin langsam dahinsiechen und du kannst nichts anderes machen, außer mit einer Atemmaske in ihre gequällten Gesichter zu blicken.
Contagion lebt vom omnipräsenten Realismus. Keine Szene zu viel, kein Dialog zu lang und kaum ausufernden Emotionsballaden. Contagion zeigt fast schon sachlich, was ein neuartiger Virus mit uns machen könnte. Soderbergh verzichtet fast aussnahmlos auf das emotionale Lasso und beschränkt sich auf die brutale Realität. Dabei erschafft er eine authentische Atmosphäre, die den Zuschauer packt, aber nicht fesselt. Zu unaufgeregt reagieren die Charaktere auf plötzliche Krankheitsfälle und Tote: Etwas zu wenig Hollywood und etwas zu viel Hausmannkost.
Dabei stimmt sich das hochkarätige Schauspielensemble nahtlos in die athentische Atmosphäre ein und überzeugt spielerisch. Sie können nichts dafür, dass Soderbergh seine Charaktere eindimensional darstellt. Persönliches erfährt der Zuschauer kaum. Dadurch fehlt dem Zuschauer die emotionale Bindung zu den Charakteren. Soderbergh zeigt fast ausschließlich die Auswirkungen eine Kontaminierung für die Allgemeinheit. Einzig Matt Damon soll für eine emotionale Bindung sorgen. Dies misslingt ihm auf ganzer Linie. Er sieht zu weich aus, wenn er durchgreifen müsste und zu lächerlich, wenn er trauert. Kate Winselt hingegen sieht von der ersten Sekunde an aus, als wenn sie kontaminiert wäre.
Jederzeit könnte es jeden treffen: Der Virus ist überall. Der Zuschauer weiß nie, wie lange er den Charakter noch zu sehen bekommt. Durch gut platzierte und gekonnt akzentuierte Hinweise, grübelt der Zuschauer zu jeder Zeit, ob der Charakter auch noch Opfer des Virus wird. Dies macht einen Großteil der Spannung aus. Auch wenn der Zuschauer wenig über die Charaktere erfährt, ist es doch genau diese Anonymität, die den Charme ausmacht, aber auch verhindert, dass der Zuschauer noch gefesselter von Soderberghs Kontaminierung ist.
Eine "ansteckende" Atmosphäre, ein tolles Ensemble und das Thema selbst sind die größten Stärken von Contagion. Hätte Soderbergh zwei bis drei Nebengeschichten verzichtet und stattdessen etwas mehr Emotionen in seine Hauptcharaktere gelegt, wäre Contagion ein noch größerer Erfolg geworden, aber auch auch so kann ich die weltweite Kontaminierung nur empfehlen.
Hart und unbarmherzig wie der Tod. Weich und umwerfend wie ein Lächeln, ein Streicheln ein gemeinsamer Atemzug nur sein kann.
Vanilla Sky zeigt so viel Liebe, aber auch so unendlich viel Hass, dass der Zuschauer eine emotionalle Achterbahnfahrt durchlebt. So voller Endorphin-Ströme auslösender Momente, dass Liebe neudefiniert werden muss, aber auch so voller Qualen, dass ich ehrlich weinen musste. Mein Herz pulsierte, mein Puls raste und mein Kopf wippte. Ich wollte mehr sehen, verstehen, nachvollziehen. Ich wollte das Ende und gleichzeitig, dass diese Reise nie endet. Eine Reise durch alle Träume, Wünsche und Ängste, die ein Mensch nur empfinden kann.
Vanilla Sky ist ultimativ. Es wirft alle essentiellen Fragen auf, die sich ein Mensch nur stellen kann. Und er beantwortet sie sogar, aber glücklicherweise nicht ultimativ, sondern so offen, dass jeder seine eigenen Antworten findet.
Zwischendurch war ich mir nicht sicher: Durchschnitt oder doch atemberaubende Weltklasse? Bei dieser Art von Verwirrungsfilm entscheidet immer das Ende. Aufgeblähte Enttäuschung oder geniale Schöpfung? Für mich ist die Antwort eindeutig: Vanilla Sky ist zu gut, um einen Oscar zu gewinnen. Siehe Fight Club.
Neben dieser tiefgreifend moralischen und emotionallen Ebene ist Vanilla Sky aber auch filmisch ein wahrer Genuss. Schnell, wenn er zielstrebig und abgefahren sein will. Ruhig, wenn er nachdenklich und aufwühlend sein will. Manche bezeichnen das als lähmendes und als schlecht gemachtes Genre-Gehopse. Für mich ist es die geniale Symbiose von Thriller und Drama, die noch nie so treffsicher umgesetzt wurde. Dazu kommt ein Soundtrack, der besser nicht eingesetzt werden kann. Deshalb ist Vanilla Sky wie Fight Club und doch ganz anders. Es bezieht sich auf den narzistsichen Menschen und nicht auf die Gesellschaft insgesamt. Deshalb ist Vanilla Sky noch mehr Erlebnis. Noch mehr Reise. Noch mehr Abschalten. Noch mehr. Vanilla Sky ist ultimativ.
Tom Cruise, Penelope Cruz und Cameron Diaz sind wie Vanilla Sky. Trotz all der Worte unbeschreiblich authentisch.
Michael Bay ist und bleibt eine Werbeguru, der sein Erfolgsgeheimnis offen kommuniziert: Man nehme einen optischen Hingucker (Jessica Biel), jede Menge stereotypische amerkanische Klischees, einen beschaulichen Einstieg und eine nerverzerfetzende Schlussoffensive. Fertig ist ein angsteinflössendes, heftiges und stimmungsgewaltiges Ultimatum. Ein humanpsychologisches Ultimatum.
Bay erschafft nervenzereißende Szenarien, die einfach mitreißend sind. Leider laufen seine Charaktere aber auch wie Hühner durch die Gegend. Ziellos und immer dem Unheil entgegen. Das stört den aufmerksamen Zuschauer leider kontinuirlich und reißt ein wenig aus der eigentlichen brillianten düsteren Welt des Chainsaw Massacres. Da verkriecht sich Jessica Biel im Wageninneren, wenn der Kettensegenmann kommt, anstatt wegzurennen. Da verschwindet ihr Freund spurlos und sie kümmert es herzlich wenig. All das ist etwas zu viel Hollywood.
Somit ist Bays größte Stärke, die Inszenierung und Kombination von Sex, Gewalt und Spaß, auch seine größte Schwäche. Im Herzen ist nämlich immernoch eine Werbefilmer, der zwar kurze intensive Sequenzen erschafft, aber zwischen ihnen ziellos herumeiert.
Trotzdem ist das Chainsaw Massacre ein wahnsinnig intensives Erlebnis. Hier erlebt der Zuschauer nämlich wirklich grausige Taten und taucht in eine verstörrende Welt ab. Für Horror-Fans ist das wahrscheinlich absolut langweiliger Standard, aber für mich, als Amateur-Horror-Fan ist das wahnsinnig gute Unterhaltung. Unterhaltung, wie sie nur Bay liefern kann: Stereotype, Sex und knallharte Action. Geile Unterhaltung.
Aha, habe das so verstanden das Bay produziert und Nispel Regie geführt hat. Finde nirgends das der Michael auch Regie geführt hat. Aber auch egal, denn der Film ist gut gelungen und was wirklich hinter der Kamera abgegangen ist weiß kaum jemand.
Guy Ritchie hat einfach übertrieben. Etwas zu viele technische Spielereien, die den Zuschauer vom eigentlich spannenden Plot ablenken. Dieser ist dann auch leider doch nicht sp spannend, weil Anschluslücken entstehen und irgendwie nicht so richtig klar ist, warum gerade genau das passiert. Ritchie hat etwas zu viel Zeit auf seine guten Spielerein verschwendet und vergisst dabei, den Plot sinnvoll voranzutragen.
Downing Jr. brilliert zwar, aber Naaomi Rapace bleibt blass. Als wenn sie lieber mit Fincher arbeiten würde. Schade.
Trotzdem ist Sherlock Holmes ein Action- und Spaßfeuerwerk, dass in einigen wenigen Szenen (MINI-SPOILER: Balkon am Schluss mit seinem Erzfeind) überraschen kann. Trotzdem hätte Ritchie etwas mehr Story und etwas weniger Kinderzimmerbumbang gut getan.
Ein emotionales Drama ohne weibliche Romatik zu kreieren fällt vielen Ressigesseuren schwer. Nic Cessevates hat dieses Kunststück vollbracht. Seine Charaktere sind stylisch, cool, liberal und witzig. Sie schwanken zwischen dem absolten Stereotyp und der Einzigartigkeit des Seins.
In Californien sind wunderschöne 30 Grad und Cameron Diaz läuft mit felligen UGG Boots durch die Gegend, während ihr Mann mehr mit dem Style seiner Cappie beschäftigt ist als sich um das Wohl seines sterbendes Kindes zu kümmern. Ich liebe es. Keine künstlichen Kussszenen, kein Händchenhalten, sondern wahre Emotionen. Traurig, bis in den Mark, aber zwischendurch immerwieder unterhaltsam. Mainstream-Drama-Blockbuster für die Mehrheit der Gesellschaft.
Der Plot ist leider leicht zu durchschauen, aber das macht nichts, weil alles so echt, so unmittelbar und so nachvollziehbar ist. Beim Leben meiner Schwester lässt nur hardcore Kinokritiker und Pädophile kalt.
Ganz nett, das ist alles ganz nett, aber auch nicht mehr. Zu vorhersehbar, schon allein durch den Titel, zu viel Schauspiel, zu wenig Authentizität, zu unlogische Handlungen, aber trotzdem ganz nett anzuschauen.
Fickbeziehung: Mit diesem Titel wären die Leute ins Kino geströmt. Natalie Portman als eiskalter Vamp. Ein Traum wird wahr. Eine, der intelligentesten Schauspielerinnen überhaupt, zeigt, dass sie auch anders kann. RomCom gehören für mich ganz oben, auf die Fahndungsliste des FBI, aber FreundschaftPlus ist keine romatische Komödie. Es ist Homage an die aktuelle Zeit. Realistisch, witzig, aber niemals kitschig wird gezeigt, wie Beziehungen heutzutage ablaufen. Die Standard-Frau wird sich nicht ganz so belustigt fühlen, weil kaum frauliche Emotionen angesprochen werden. Die seltenen, aber guten "coolen" Frauen werden ihn lieben.
Männer: Wollt ihr wissen, wie euer Frauchen drauf ist? Dann schaut euch Fickbeziehung an und ihr wisst bescheid.
Eine Verbindung zwischen Action-Thriller und Love-Story zu erschaffen ist ein Kunststück. Häufig wirkt das Gesamtkonstrukt dann aufgesetzt lächerlich. Source Code zeigt, wie die Verbindung zu einer geschmeidigen, rasanten, aber auch emotional mitfühlenden Hetzjagd werden kann.
Etwas zu pathetisch und reaktionär ist Source Code schon, aber wer sich drauf einlässt, empfindet es kaum als störend. Source Code ist nämlich spannend bis zu letzten Sekunde. Früh denkt der Zuschauer den Ausgang zu erkennen, aber es entwickelt sich doch anderes. Source Code glänzt außerdem mit einem Schauspielgespann der modernsten Sorte: Jack Gyhlenhall überbietet alle, mit einer authentisch expolsiven Glanzleistung, aber auch sämtliche Nebenfiguren brillieren.
Source Code ist wie Facebook: Künstlich, aber spannend, sich ständig wiederholende Geschehnisse, aber doch überraschend, nutzlos, aber trotzdem unterhaltsam. Source Code macht jede Menge Spaß.
Die emotionale Beziehung des Zuschauers zu George, dem charismatischen Hauptcharakter, ist das Geheimnis von Blow. Von Kindheitsbeinen verfolgen wir seine Entwicklung zum größten Drogendealer der Westküste. Jonny Depp verleiht George eine widersinnige Phalanx: Weichei und trotzdem knallhart; süfisanter Lebensstil und trotzdem totale Kontrolle. George ist wie das Koks: Zwischen der totalen Extase und dem kränkelnden Zusammenbruch.
Auf einen unerwarteten Turnaround folgt ein weiterer Turnaround und immer mitten drin, das schelmiche Grinsen von George. George schafft es, dass wir ihm das Beste wünschen. George ist eine konträrer und fantasivolle Kinofigur, die ihren Platz in unseren Seelen niemals verlassen wird. George ist Kinogeschichte.
Das stimmt wohl und hat kam auch so bei George's Tochter an;)
--> "Kristina Jung besuchte ihren Vater im Frühling 2002, ca. ein Jahr nach dem Erscheinen des Films."
VW ist Mittelklasse, LG ist Mitteklasse und Devil ist eine Paradebeispiel für die Mittelklasse. Kurze spannenden Momente, kurze fesselnde Atmo, aber auch viel Lehrlauf, eine unlogische Grundsituation und eine schwankende Schauspielleistung.
Die Grundidee ist nett, aber mein Kötter ist auch nett. Die Ausgestaltung ist simpel und könnte spannend sein, aber meine Putzfrau dürfte beim Putzen das gleich denken. Devil ist halb gar. Nicht gut genug, um zu begeistern und nicht schlecht genug, um zu verstören. Schade.
Wie kann man bei einem Film, der übernatürliche Phänomene thematisiert, eine "unlogische Grundsituation" kritisieren? Das ist doch ein Widerspruch in sich...
Ich denke auch nicht, dass "Verstörung" ein Ergebnis schlechter Filme ist.
Aber das was mich am nachdrücklichsten bewegt: du hast eine Putzfrau?!! ;)
Science-Fiction-Horror-Tripp???
Horror-Tripp kann ich unterstreichen. Selten waren 90 Minuten so quallvoll langweilig, uninteressant und einfach nur schlecht!!! Nach 60 Minuten musste ich vorspulen, weil ich es einfach nicht ausgehalten habe. Monsters ist sterbenslangweilig, hat nichts mit Science-Fiction zu tun und hätte nicht schlechter sein können.
Das beste an dem Film ist die attratktiv unschuldige blonde Hauptdarstellerin. Sie ist der einzige Lichtblick in einem verlorenen Streifen.
Einfach zu lustig.
Alles ist auf übertriebenen, überdimsionalen und letztlich übrig gebliebenen Witz getrimmt. Der erste Teil war etwas natürlicher, authentischer. Hier sind mehr Schenkelklopfer angesagt. Klar ist all das lustig und die Stumpfheit des Zac bringt auch mich zum Lachen, aber eben nicht zum Weinen. Beim ersten Teil konnte ich nicht mehr, hier gibt es auch Witze auf Sparflamme.
Hangover 2 ist Hangover 1 ohne Esprit, aber für eine Komödie ein absoltes Must-See.
Meine Schwiegervater, seine Kinder und ich...oder wie die Wichse auch immer heißt... Eine verlorene Wette mit meiner damaligen Freundin führte zu dem kürzesten Kinobesuch meines Lebens. Nach 13 Minuten war ich draußen. Sie kam 5 Minuten später hinterher und hat mich gehasst...
Unlustigster Film aller Zeiten. Ekelhaft. Sie hat gekichert, ich habe gegähnt.
Chloes Lippen sind ein Orgasmus. Ihr Körper ist die Versinnbildlichung der Versuchung, einer dreckigen, aber auch reizvoll anziehenden Versuchung. Chloe blickt dir direkt ins Herz - vorbei an den Kameras und deinem TV - direkt in deine Seele. Ihre Augen sind ihr Kapital. Mich hat sie gefesselt.
Leider ist fast nur Chloe faszinierend. Die Anderen (Liam Neeson usw.) spielen ihre Rollen ästehtisch und authentisch, aber Chloe überstrahlt mir ihrer glaubwürdigen Art alles. Das Storyboard kann da nicht mithalten. Der aufmerksame Zuschauer ahnt bereits nach kürzester Zeit, dass sie SPOILER ein falsches Spiel spielt. Schade.
Knisternde Erotik bietet Chloe trotzdem. Die Bilder und Gespräche sind intensiv. Ihre Lippen sind unschlagbar. Was fehlt, ist eine Auflösung auf Chloes Niveau. Auf Seymanda Seyfrieds Niveau.
Fincher ist der Beste. Die Bücher sind atemberaubend, aber die europäische Film-Version ist zum Schnarchen. Fincher ist der Einzige, der die Bücher übertreffen könnte.
Auch wenn... "Auch wenn" ist Stärke und Schwäche zugleich.
Auch wenn Scream 4 es schafft bekannte Ansätze neu zu erfinden
Auch wenn Scream 4 witzig, ironisch und trotzdem spannend ist
Auch wenn Scream 4 unerwartete, überraschende Wendungen nimmt
Auch wenn Scream 4 wiedermal gut besetzt und gespielt ist
Auch wenn alles versucht wird, um College Atmopshäre zu schaffen
Auch wenn einige gute Schocks drin sind
Auch wenn Scream 4 gut ist, ist er doch nur lauwarm. Das Drehbuch ist einfach zu witzig. Der Anfang erinnert nicht an Scary Movie, es ist Scary Movie. Es ist grandios umgesetzt und ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber diese witzige Grundhaltung zieht sich durch den ganzen Film. Das macht Spaß, aber geht auf Kosten einer intensiveren, angespannteren Atmosphöre.
Die Schocks sind im Prinzip eindringlich, aber eben nur im Prinzip. Sie wirken kurz, sehr kurz. Das liegt an der fehlenden Bindung zu den Charakteren.
Hier hat der Witz gesiegt, verloren ging die Atmo.
Scream 4 nimmt sich fantasievoll auf die eigene Schippe, aber vergisst dabei, Dramatik und Spannung aufzubauen. Trotzdem ist es gute Unterhaltung. Auch wenn der letzte Kick fehlt, aber darf ich den überhaupt von dem vierten Teil einer TRILOGIE erwarten?
Na erwarten darfste ihn schon, aber wennde trotz aller Pluspunkte danach so enttäuscht bist, dasde nur traurige 6,5 vergibst, gewichte doch einfach die vielen gelungenen Parameter einfach höher...
Die von dir positiv angeführten Fakten sind in ihrer Fülle für einen 4.!Teil wirklich erstaunlich...Versuch das doch zu würdigen! ;)
Im Grunde versteh ich dich sehr gut, trotzdem konnte ich zu einigen der Figuren schon ne relative Nähe aufbauen und zu den Vertrauten sowieso...
Das Überdrehte hielt sich für meinen Geschmack noch im erträglichen Rahmen...gerade wenn ich den 3.Teil kritisch reflektiere...
Ansonsten vermag ich nicht dir zu widersprechen...:)
Ich habe auch lange zwischen 6.5 und 7 hin und her überlegt ;-)
Scream 4 ist gut. Keine Frage, aber meine Hoffnung war, dass mich der Film umhaut. Das ist wahrscheinlich rein anatomisch nicht möglich. Als ich den ersten Teil gesehen habe war ich 14 oder so...das hat mich geflasht, heute flasht mich kaum noch was...leider. Das arme Alter.
DAS IST JA FÜRCHTERLICH! ;)
Meine Vermutung war, dass mich der Film langweilt und kaltlässt...zumal der Trailer eher wie ein müder Abklatsch der Vorgänger wirkte. Vielleicht verstehst du nun warum ich mit dem Endergebnis so glücklich bin...;)
14?! Das war für Teil I geradezu verboten früh...Und dann wunderst du dich noch über deine Abgestumpftheit? ;)
Aber ernsthaft: mir gehts leider manchmal ebenso...Das einzige Mittel dagegen ist wohl die Erwartungshaltung zu drosseln...
Ich glaub einer meiner letzten "Flashs" war bei Butterfly Effect...
Butterfly Effect war atemberaubend. Und zwar wörtlich gemeint. Ich war mehr als gefesselt. Ich war baff. Tagelang mussten sich meine Freunde Lobtiraden anhören.
Erwartungshaltung? Das hat wenig damit zu tun. Filme verfolge meistens bekannte Muster und gestalten sie nur begrenzt neu. Da ich die Muster kenne, langweilt mich vieles. Was hilft, ist lesen. Bücher entfalten eigene Phatasien, die durch dich selbst leben. Aber das führt zu weit...
Erwartungshaltung hoch - Enttäuschung oft unausweichlich...
Erwartungshaltung niedrig - positive Überraschung möglich...:)
Aber natürlich ist das Erleben von wirklich Neuem immer unwahrscheinlicher je mehr man gesehen hat...
Nichts gegen Bücher, aber da gilt für mich Ähnliches...Es gibt welche die beflügeln die Phantasie und andere ersticken sie im Keim...Und auch Autoren bedienen sich bestimmter wiederkehrender Gestaltungsmittel je nach Gattung, Stilvorliebe, Können...
Absolut richtig, aber in Büchern sind die Mittel vollkommen unbegrenzt und die eigene intrinsische Auseinandersetzung mit der Thematik kann einen, selbst bei nur leicht überdurchschnittlicher Gestaltung, in selbsterschaffene Welten führen. So geht es mir zumindest.
Wir sind aber inzwischen etwas vom eigentlichen Thema abgewichen ;-)
Wahnsinn. Mehr kann kein Regisseur dieser Welt aus einer Felsspalte und einem Stein herausholen. Obwohl... Fincher vielleicht schon. Eine Boyle und Fincher Kooperation wäre mein Traum. Stilistischere, innovativere, szenischere und einfach geilere Bilder sind nicht möglich. Die beiden könnten über Verkäuferin Getrude aus dem Aldi um die Ecke berichten. Die Otto-Normal-Schnitte würde zur spannungsgeladenen, exzentrischen und stylischsten Verkäuferin aller Zeiten mutieren. Ein Traum.
Die Selbstverliebtheit und Aufdränglichkeit dieser Bilder kann man kritisieren, aber ich finde sie brilliant. Kunst.
Boyle und Fincher: Verwirklicht meinen Traum.
127 Stunden kann man nicht positiver, lebensbejahender und ausscheweifender gestalten. Franco bekommt den Jizzel-Oscar und Boyle teilt sich etliche Jizzel-Oscars mit Fincher.
Das Thema klingt öde und keinen Kinogang wert, aber ihr werdet überrascht sein. Strömt ins Kino, am besten mit dem Montainbike.
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Jizzel
über 11/11/11 - Das Omen kehrt zurück 2012/06/03 19:48:12
11-11-11 ist kein Horrorfilm, sondern viel eher eine spannungsgeladene Tupper-Party. Mütterchen Isolde erhofft sich immer wieder eine knackige, langlebige Tupper-Dose, damit die Lebensmittel auch ordentlich versteckt werden können. 11-11-11 versteckt auch so einges:
Ständig versteckt sich diese Zahl. An einer Tür. Auf einer Uhr. In einem Buch. Verfolgt sie unseren Hauptcharakter etwa? Unser Hauptcharakter telefoniert mit einer quasi unbekannten Frau. "Wie gehts dir?" "Nicht so gut." "Wo bist du?" "In Barcelona." "WIE? Warum?" "Mein Vater liegt im sterben...[Pause] Ich muss dich etwas fragen: Hat dich auch schon mal eine Zahl verfolgt?" "Wie was für eine Zahl?" "Ich sehe überall diese Zahl." "Welche Zahl?" "11-11-11" "Was bedeutet das?" "Keine Ahnung..." Seltsam.
Neben einer langweiligen Grundidee, einer vollkommen gestellten Storyline und dem ständigen Getratsche über Religion, ist 11-11-11 durchaus ein Film. Ein Film, denn hier läuft eine Kamera und Menschen agieren vor der Kamera. Also ist es ein Film. Kein sehenswerter, aber ein Film.
Der beste Teil des Films ist der letzte Teil. Dort gelingt es Bousman tatsächlich ein wenig fahrt aufzunehmen und den Film erträglich zu Ende zu bringen. Hier macht er manchmal, fast, in seltenen Momenten, ein wenig Spaß. (Punkt)
Der Trailer, den Moviepilot hier anzeigt, zeigt übrigens einen anderen Film, nicht den 11-11-11 von Bousman, der SAW gemacht hat.
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Jizzel
über Contagion 2012/06/03 19:06:39
Deine Nase trieft? Dein Kopf dröhnt? Deine Glieder jammern? Und das erst seit einingen Momenten und du weißt noch nicht so recht, wo das hinführt? Dann schau dir lieber nicht Contagion an.
Contagion zeigt erschreckend unprätentiös, was ein einfacher Virus mit der Menschheit machen kann. Dabei kann sich ein jeder in die Ausgangslage versetzen und weiß, was ein solches Virus für ihn persönlich bedeuten würde: Deine Mutter könnte sterben, deine Freundin langsam dahinsiechen und du kannst nichts anderes machen, außer mit einer Atemmaske in ihre gequällten Gesichter zu blicken.
Contagion lebt vom omnipräsenten Realismus. Keine Szene zu viel, kein Dialog zu lang und kaum ausufernden Emotionsballaden. Contagion zeigt fast schon sachlich, was ein neuartiger Virus mit uns machen könnte. Soderbergh verzichtet fast aussnahmlos auf das emotionale Lasso und beschränkt sich auf die brutale Realität. Dabei erschafft er eine authentische Atmosphäre, die den Zuschauer packt, aber nicht fesselt. Zu unaufgeregt reagieren die Charaktere auf plötzliche Krankheitsfälle und Tote: Etwas zu wenig Hollywood und etwas zu viel Hausmannkost.
Dabei stimmt sich das hochkarätige Schauspielensemble nahtlos in die athentische Atmosphäre ein und überzeugt spielerisch. Sie können nichts dafür, dass Soderbergh seine Charaktere eindimensional darstellt. Persönliches erfährt der Zuschauer kaum. Dadurch fehlt dem Zuschauer die emotionale Bindung zu den Charakteren. Soderbergh zeigt fast ausschließlich die Auswirkungen eine Kontaminierung für die Allgemeinheit. Einzig Matt Damon soll für eine emotionale Bindung sorgen. Dies misslingt ihm auf ganzer Linie. Er sieht zu weich aus, wenn er durchgreifen müsste und zu lächerlich, wenn er trauert. Kate Winselt hingegen sieht von der ersten Sekunde an aus, als wenn sie kontaminiert wäre.
Jederzeit könnte es jeden treffen: Der Virus ist überall. Der Zuschauer weiß nie, wie lange er den Charakter noch zu sehen bekommt. Durch gut platzierte und gekonnt akzentuierte Hinweise, grübelt der Zuschauer zu jeder Zeit, ob der Charakter auch noch Opfer des Virus wird. Dies macht einen Großteil der Spannung aus. Auch wenn der Zuschauer wenig über die Charaktere erfährt, ist es doch genau diese Anonymität, die den Charme ausmacht, aber auch verhindert, dass der Zuschauer noch gefesselter von Soderberghs Kontaminierung ist.
Eine "ansteckende" Atmosphäre, ein tolles Ensemble und das Thema selbst sind die größten Stärken von Contagion. Hätte Soderbergh zwei bis drei Nebengeschichten verzichtet und stattdessen etwas mehr Emotionen in seine Hauptcharaktere gelegt, wäre Contagion ein noch größerer Erfolg geworden, aber auch auch so kann ich die weltweite Kontaminierung nur empfehlen.
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Jizzel
über Vanilla Sky 2012/04/29 16:34:04
Hart und unbarmherzig wie der Tod. Weich und umwerfend wie ein Lächeln, ein Streicheln ein gemeinsamer Atemzug nur sein kann.
Vanilla Sky zeigt so viel Liebe, aber auch so unendlich viel Hass, dass der Zuschauer eine emotionalle Achterbahnfahrt durchlebt. So voller Endorphin-Ströme auslösender Momente, dass Liebe neudefiniert werden muss, aber auch so voller Qualen, dass ich ehrlich weinen musste. Mein Herz pulsierte, mein Puls raste und mein Kopf wippte. Ich wollte mehr sehen, verstehen, nachvollziehen. Ich wollte das Ende und gleichzeitig, dass diese Reise nie endet. Eine Reise durch alle Träume, Wünsche und Ängste, die ein Mensch nur empfinden kann.
Vanilla Sky ist ultimativ. Es wirft alle essentiellen Fragen auf, die sich ein Mensch nur stellen kann. Und er beantwortet sie sogar, aber glücklicherweise nicht ultimativ, sondern so offen, dass jeder seine eigenen Antworten findet.
Zwischendurch war ich mir nicht sicher: Durchschnitt oder doch atemberaubende Weltklasse? Bei dieser Art von Verwirrungsfilm entscheidet immer das Ende. Aufgeblähte Enttäuschung oder geniale Schöpfung? Für mich ist die Antwort eindeutig: Vanilla Sky ist zu gut, um einen Oscar zu gewinnen. Siehe Fight Club.
Neben dieser tiefgreifend moralischen und emotionallen Ebene ist Vanilla Sky aber auch filmisch ein wahrer Genuss. Schnell, wenn er zielstrebig und abgefahren sein will. Ruhig, wenn er nachdenklich und aufwühlend sein will. Manche bezeichnen das als lähmendes und als schlecht gemachtes Genre-Gehopse. Für mich ist es die geniale Symbiose von Thriller und Drama, die noch nie so treffsicher umgesetzt wurde. Dazu kommt ein Soundtrack, der besser nicht eingesetzt werden kann. Deshalb ist Vanilla Sky wie Fight Club und doch ganz anders. Es bezieht sich auf den narzistsichen Menschen und nicht auf die Gesellschaft insgesamt. Deshalb ist Vanilla Sky noch mehr Erlebnis. Noch mehr Reise. Noch mehr Abschalten. Noch mehr. Vanilla Sky ist ultimativ.
Tom Cruise, Penelope Cruz und Cameron Diaz sind wie Vanilla Sky. Trotz all der Worte unbeschreiblich authentisch.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Filmsuechtiger 2012/04/29 18:08:05
Antwort löschenAuthentisch ist das Original, nicht das Remake.
vanilla 2012/05/23 22:56:18
Antwort löschenschöner Kommentar zu meinem absoluten Lieblingsfilm,danke;-)
P.S Original ist gut aber das Remake ist unbeschreiblich ultimativ;-)))
Jizzel
über Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre 2012/04/27 11:41:54
Heftig. Angsteinflössend. Stimmungsgewaltig.
Michael Bay ist und bleibt eine Werbeguru, der sein Erfolgsgeheimnis offen kommuniziert: Man nehme einen optischen Hingucker (Jessica Biel), jede Menge stereotypische amerkanische Klischees, einen beschaulichen Einstieg und eine nerverzerfetzende Schlussoffensive. Fertig ist ein angsteinflössendes, heftiges und stimmungsgewaltiges Ultimatum. Ein humanpsychologisches Ultimatum.
Bay erschafft nervenzereißende Szenarien, die einfach mitreißend sind. Leider laufen seine Charaktere aber auch wie Hühner durch die Gegend. Ziellos und immer dem Unheil entgegen. Das stört den aufmerksamen Zuschauer leider kontinuirlich und reißt ein wenig aus der eigentlichen brillianten düsteren Welt des Chainsaw Massacres. Da verkriecht sich Jessica Biel im Wageninneren, wenn der Kettensegenmann kommt, anstatt wegzurennen. Da verschwindet ihr Freund spurlos und sie kümmert es herzlich wenig. All das ist etwas zu viel Hollywood.
Somit ist Bays größte Stärke, die Inszenierung und Kombination von Sex, Gewalt und Spaß, auch seine größte Schwäche. Im Herzen ist nämlich immernoch eine Werbefilmer, der zwar kurze intensive Sequenzen erschafft, aber zwischen ihnen ziellos herumeiert.
Trotzdem ist das Chainsaw Massacre ein wahnsinnig intensives Erlebnis. Hier erlebt der Zuschauer nämlich wirklich grausige Taten und taucht in eine verstörrende Welt ab. Für Horror-Fans ist das wahrscheinlich absolut langweiliger Standard, aber für mich, als Amateur-Horror-Fan ist das wahnsinnig gute Unterhaltung. Unterhaltung, wie sie nur Bay liefern kann: Stereotype, Sex und knallharte Action. Geile Unterhaltung.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
lieber_tee 2012/04/27 15:26:04
Antwort löschenDer ist von Marcus Nispel und nicht von Michael Bay. Hast aber sonst recht.
Alle 3 Antworten zeigen
Jizzel 2012/04/27 16:14:58
Antwort löschenaber im Interview auf der DVD sagt Nispel, dass er und Bay den Film zusammen gemacht haben. Also sollte das stimmen oder?
lieber_tee 2012/04/27 17:32:13
Antwort löschenAha, habe das so verstanden das Bay produziert und Nispel Regie geführt hat. Finde nirgends das der Michael auch Regie geführt hat. Aber auch egal, denn der Film ist gut gelungen und was wirklich hinter der Kamera abgegangen ist weiß kaum jemand.
Jizzel
über Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten 2012/01/02 14:08:23
Guy Ritchie hat einfach übertrieben. Etwas zu viele technische Spielereien, die den Zuschauer vom eigentlich spannenden Plot ablenken. Dieser ist dann auch leider doch nicht sp spannend, weil Anschluslücken entstehen und irgendwie nicht so richtig klar ist, warum gerade genau das passiert. Ritchie hat etwas zu viel Zeit auf seine guten Spielerein verschwendet und vergisst dabei, den Plot sinnvoll voranzutragen.
Downing Jr. brilliert zwar, aber Naaomi Rapace bleibt blass. Als wenn sie lieber mit Fincher arbeiten würde. Schade.
Trotzdem ist Sherlock Holmes ein Action- und Spaßfeuerwerk, dass in einigen wenigen Szenen (MINI-SPOILER: Balkon am Schluss mit seinem Erzfeind) überraschen kann. Trotzdem hätte Ritchie etwas mehr Story und etwas weniger Kinderzimmerbumbang gut getan.
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Jizzel
über Beim Leben meiner Schwester 2011/12/11 17:27:13
Ein emotionales Drama ohne weibliche Romatik zu kreieren fällt vielen Ressigesseuren schwer. Nic Cessevates hat dieses Kunststück vollbracht. Seine Charaktere sind stylisch, cool, liberal und witzig. Sie schwanken zwischen dem absolten Stereotyp und der Einzigartigkeit des Seins.
In Californien sind wunderschöne 30 Grad und Cameron Diaz läuft mit felligen UGG Boots durch die Gegend, während ihr Mann mehr mit dem Style seiner Cappie beschäftigt ist als sich um das Wohl seines sterbendes Kindes zu kümmern. Ich liebe es. Keine künstlichen Kussszenen, kein Händchenhalten, sondern wahre Emotionen. Traurig, bis in den Mark, aber zwischendurch immerwieder unterhaltsam. Mainstream-Drama-Blockbuster für die Mehrheit der Gesellschaft.
Der Plot ist leider leicht zu durchschauen, aber das macht nichts, weil alles so echt, so unmittelbar und so nachvollziehbar ist. Beim Leben meiner Schwester lässt nur hardcore Kinokritiker und Pädophile kalt.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Jizzel
über Spurlos 2011/11/21 16:28:55
Ganz nett, das ist alles ganz nett, aber auch nicht mehr. Zu vorhersehbar, schon allein durch den Titel, zu viel Schauspiel, zu wenig Authentizität, zu unlogische Handlungen, aber trotzdem ganz nett anzuschauen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Jizzel
über Ich bin Nummer Vier 2011/09/27 12:02:39
Nettes Teenie Scienefiction Filmchen. Gut gespielt und unterhaltsam. Leider weitentfernt von Disturbia.
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Jizzel
über Freundschaft Plus 2011/09/21 14:45:10
Fickbeziehung: Mit diesem Titel wären die Leute ins Kino geströmt. Natalie Portman als eiskalter Vamp. Ein Traum wird wahr. Eine, der intelligentesten Schauspielerinnen überhaupt, zeigt, dass sie auch anders kann. RomCom gehören für mich ganz oben, auf die Fahndungsliste des FBI, aber FreundschaftPlus ist keine romatische Komödie. Es ist Homage an die aktuelle Zeit. Realistisch, witzig, aber niemals kitschig wird gezeigt, wie Beziehungen heutzutage ablaufen. Die Standard-Frau wird sich nicht ganz so belustigt fühlen, weil kaum frauliche Emotionen angesprochen werden. Die seltenen, aber guten "coolen" Frauen werden ihn lieben.
Männer: Wollt ihr wissen, wie euer Frauchen drauf ist? Dann schaut euch Fickbeziehung an und ihr wisst bescheid.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Jizzel
über Source Code 2011/07/26 09:32:49
Eine Verbindung zwischen Action-Thriller und Love-Story zu erschaffen ist ein Kunststück. Häufig wirkt das Gesamtkonstrukt dann aufgesetzt lächerlich. Source Code zeigt, wie die Verbindung zu einer geschmeidigen, rasanten, aber auch emotional mitfühlenden Hetzjagd werden kann.
Etwas zu pathetisch und reaktionär ist Source Code schon, aber wer sich drauf einlässt, empfindet es kaum als störend. Source Code ist nämlich spannend bis zu letzten Sekunde. Früh denkt der Zuschauer den Ausgang zu erkennen, aber es entwickelt sich doch anderes. Source Code glänzt außerdem mit einem Schauspielgespann der modernsten Sorte: Jack Gyhlenhall überbietet alle, mit einer authentisch expolsiven Glanzleistung, aber auch sämtliche Nebenfiguren brillieren.
Source Code ist wie Facebook: Künstlich, aber spannend, sich ständig wiederholende Geschehnisse, aber doch überraschend, nutzlos, aber trotzdem unterhaltsam. Source Code macht jede Menge Spaß.
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_DeSpErAdO_ 2011/08/12 02:42:58
Antwort löschenFacebook??? Fällt dir kein besserer Vergleich ein?
Jizzel
über Blow 2011/07/25 09:44:51
Die emotionale Beziehung des Zuschauers zu George, dem charismatischen Hauptcharakter, ist das Geheimnis von Blow. Von Kindheitsbeinen verfolgen wir seine Entwicklung zum größten Drogendealer der Westküste. Jonny Depp verleiht George eine widersinnige Phalanx: Weichei und trotzdem knallhart; süfisanter Lebensstil und trotzdem totale Kontrolle. George ist wie das Koks: Zwischen der totalen Extase und dem kränkelnden Zusammenbruch.
Auf einen unerwarteten Turnaround folgt ein weiterer Turnaround und immer mitten drin, das schelmiche Grinsen von George. George schafft es, dass wir ihm das Beste wünschen. George ist eine konträrer und fantasivolle Kinofigur, die ihren Platz in unseren Seelen niemals verlassen wird. George ist Kinogeschichte.
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Shion 2011/08/18 00:34:57
Antwort löschenDas stimmt wohl und hat kam auch so bei George's Tochter an;)
--> "Kristina Jung besuchte ihren Vater im Frühling 2002, ca. ein Jahr nach dem Erscheinen des Films."
Jizzel
über Devil 2011/06/20 15:54:24
VW ist Mittelklasse, LG ist Mitteklasse und Devil ist eine Paradebeispiel für die Mittelklasse. Kurze spannenden Momente, kurze fesselnde Atmo, aber auch viel Lehrlauf, eine unlogische Grundsituation und eine schwankende Schauspielleistung.
Die Grundidee ist nett, aber mein Kötter ist auch nett. Die Ausgestaltung ist simpel und könnte spannend sein, aber meine Putzfrau dürfte beim Putzen das gleich denken. Devil ist halb gar. Nicht gut genug, um zu begeistern und nicht schlecht genug, um zu verstören. Schade.
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Andy78 2011/07/24 03:57:58
Antwort löschenWie kann man bei einem Film, der übernatürliche Phänomene thematisiert, eine "unlogische Grundsituation" kritisieren? Das ist doch ein Widerspruch in sich...
Ich denke auch nicht, dass "Verstörung" ein Ergebnis schlechter Filme ist.
Aber das was mich am nachdrücklichsten bewegt: du hast eine Putzfrau?!! ;)
Jizzel
über Monsters 2011/06/13 14:52:31
Science-Fiction-Horror-Tripp???
Horror-Tripp kann ich unterstreichen. Selten waren 90 Minuten so quallvoll langweilig, uninteressant und einfach nur schlecht!!! Nach 60 Minuten musste ich vorspulen, weil ich es einfach nicht ausgehalten habe. Monsters ist sterbenslangweilig, hat nichts mit Science-Fiction zu tun und hätte nicht schlechter sein können.
Das beste an dem Film ist die attratktiv unschuldige blonde Hauptdarstellerin. Sie ist der einzige Lichtblick in einem verlorenen Streifen.
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Jizzel
über Hangover 2 2011/06/08 17:15:31
Einfach zu lustig.
Alles ist auf übertriebenen, überdimsionalen und letztlich übrig gebliebenen Witz getrimmt. Der erste Teil war etwas natürlicher, authentischer. Hier sind mehr Schenkelklopfer angesagt. Klar ist all das lustig und die Stumpfheit des Zac bringt auch mich zum Lachen, aber eben nicht zum Weinen. Beim ersten Teil konnte ich nicht mehr, hier gibt es auch Witze auf Sparflamme.
Hangover 2 ist Hangover 1 ohne Esprit, aber für eine Komödie ein absoltes Must-See.
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Jizzel
Kommentare 2011/06/07 11:55:35
Meine Schwiegervater, seine Kinder und ich...oder wie die Wichse auch immer heißt... Eine verlorene Wette mit meiner damaligen Freundin führte zu dem kürzesten Kinobesuch meines Lebens. Nach 13 Minuten war ich draußen. Sie kam 5 Minuten später hinterher und hat mich gehasst...
Unlustigster Film aller Zeiten. Ekelhaft. Sie hat gekichert, ich habe gegähnt.
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Jizzel
über Chloe 2011/06/05 11:35:38
Chloes Lippen sind ein Orgasmus. Ihr Körper ist die Versinnbildlichung der Versuchung, einer dreckigen, aber auch reizvoll anziehenden Versuchung. Chloe blickt dir direkt ins Herz - vorbei an den Kameras und deinem TV - direkt in deine Seele. Ihre Augen sind ihr Kapital. Mich hat sie gefesselt.
Leider ist fast nur Chloe faszinierend. Die Anderen (Liam Neeson usw.) spielen ihre Rollen ästehtisch und authentisch, aber Chloe überstrahlt mir ihrer glaubwürdigen Art alles. Das Storyboard kann da nicht mithalten. Der aufmerksame Zuschauer ahnt bereits nach kürzester Zeit, dass sie SPOILER ein falsches Spiel spielt. Schade.
Knisternde Erotik bietet Chloe trotzdem. Die Bilder und Gespräche sind intensiv. Ihre Lippen sind unschlagbar. Was fehlt, ist eine Auflösung auf Chloes Niveau. Auf Seymanda Seyfrieds Niveau.
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Jizzel
Kommentare 2011/05/30 13:51:01
Fincher ist der Beste. Die Bücher sind atemberaubend, aber die europäische Film-Version ist zum Schnarchen. Fincher ist der Einzige, der die Bücher übertreffen könnte.
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Jizzel
über Pirates Of The Caribbean - Fremde Gezeiten 2011/05/25 14:42:30
Halb gar, ok, durchschnitt - Pirates of the Caribean ist mittelmäßiger als der Otto-Normal Bürger.
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Andy78 2011/05/26 21:52:13
Antwort löschenOh, das hört sich aber garnicht gut an...;)
Jizzel
über Scream 4 2011/05/25 14:39:36
Auch wenn... "Auch wenn" ist Stärke und Schwäche zugleich.
Auch wenn Scream 4 es schafft bekannte Ansätze neu zu erfinden
Auch wenn Scream 4 witzig, ironisch und trotzdem spannend ist
Auch wenn Scream 4 unerwartete, überraschende Wendungen nimmt
Auch wenn Scream 4 wiedermal gut besetzt und gespielt ist
Auch wenn alles versucht wird, um College Atmopshäre zu schaffen
Auch wenn einige gute Schocks drin sind
Auch wenn Scream 4 gut ist, ist er doch nur lauwarm. Das Drehbuch ist einfach zu witzig. Der Anfang erinnert nicht an Scary Movie, es ist Scary Movie. Es ist grandios umgesetzt und ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber diese witzige Grundhaltung zieht sich durch den ganzen Film. Das macht Spaß, aber geht auf Kosten einer intensiveren, angespannteren Atmosphöre.
Die Schocks sind im Prinzip eindringlich, aber eben nur im Prinzip. Sie wirken kurz, sehr kurz. Das liegt an der fehlenden Bindung zu den Charakteren.
Hier hat der Witz gesiegt, verloren ging die Atmo.
Scream 4 nimmt sich fantasievoll auf die eigene Schippe, aber vergisst dabei, Dramatik und Spannung aufzubauen. Trotzdem ist es gute Unterhaltung. Auch wenn der letzte Kick fehlt, aber darf ich den überhaupt von dem vierten Teil einer TRILOGIE erwarten?
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Andy78 2011/05/26 19:52:59
Antwort löschenNa erwarten darfste ihn schon, aber wennde trotz aller Pluspunkte danach so enttäuscht bist, dasde nur traurige 6,5 vergibst, gewichte doch einfach die vielen gelungenen Parameter einfach höher...
Die von dir positiv angeführten Fakten sind in ihrer Fülle für einen 4.!Teil wirklich erstaunlich...Versuch das doch zu würdigen! ;)
Im Grunde versteh ich dich sehr gut, trotzdem konnte ich zu einigen der Figuren schon ne relative Nähe aufbauen und zu den Vertrauten sowieso...
Das Überdrehte hielt sich für meinen Geschmack noch im erträglichen Rahmen...gerade wenn ich den 3.Teil kritisch reflektiere...
Ansonsten vermag ich nicht dir zu widersprechen...:)
Jizzel 2011/05/26 20:09:30
Antwort löschenIch habe auch lange zwischen 6.5 und 7 hin und her überlegt ;-)
Scream 4 ist gut. Keine Frage, aber meine Hoffnung war, dass mich der Film umhaut. Das ist wahrscheinlich rein anatomisch nicht möglich. Als ich den ersten Teil gesehen habe war ich 14 oder so...das hat mich geflasht, heute flasht mich kaum noch was...leider. Das arme Alter.
Andy78 2011/05/26 22:04:24
Antwort löschenDAS IST JA FÜRCHTERLICH! ;)
Meine Vermutung war, dass mich der Film langweilt und kaltlässt...zumal der Trailer eher wie ein müder Abklatsch der Vorgänger wirkte. Vielleicht verstehst du nun warum ich mit dem Endergebnis so glücklich bin...;)
14?! Das war für Teil I geradezu verboten früh...Und dann wunderst du dich noch über deine Abgestumpftheit? ;)
Aber ernsthaft: mir gehts leider manchmal ebenso...Das einzige Mittel dagegen ist wohl die Erwartungshaltung zu drosseln...
Ich glaub einer meiner letzten "Flashs" war bei Butterfly Effect...
Jizzel 2011/05/27 10:20:04
Antwort löschenButterfly Effect war atemberaubend. Und zwar wörtlich gemeint. Ich war mehr als gefesselt. Ich war baff. Tagelang mussten sich meine Freunde Lobtiraden anhören.
Erwartungshaltung? Das hat wenig damit zu tun. Filme verfolge meistens bekannte Muster und gestalten sie nur begrenzt neu. Da ich die Muster kenne, langweilt mich vieles. Was hilft, ist lesen. Bücher entfalten eigene Phatasien, die durch dich selbst leben. Aber das führt zu weit...
Andy78 2011/05/27 21:39:30
Antwort löschenErwartungshaltung hoch - Enttäuschung oft unausweichlich...
Erwartungshaltung niedrig - positive Überraschung möglich...:)
Aber natürlich ist das Erleben von wirklich Neuem immer unwahrscheinlicher je mehr man gesehen hat...
Nichts gegen Bücher, aber da gilt für mich Ähnliches...Es gibt welche die beflügeln die Phantasie und andere ersticken sie im Keim...Und auch Autoren bedienen sich bestimmter wiederkehrender Gestaltungsmittel je nach Gattung, Stilvorliebe, Können...
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Jizzel 2011/05/29 13:50:29
Antwort löschenAbsolut richtig, aber in Büchern sind die Mittel vollkommen unbegrenzt und die eigene intrinsische Auseinandersetzung mit der Thematik kann einen, selbst bei nur leicht überdurchschnittlicher Gestaltung, in selbsterschaffene Welten führen. So geht es mir zumindest.
Wir sind aber inzwischen etwas vom eigentlichen Thema abgewichen ;-)
Andy78 2011/05/30 22:51:05
Antwort löschenMacht doch nichts...;)
PS: Meinst du "intrinsisch" im Sinne von "autotelisch"? ;)
Jizzel
über 127 Hours 2011/03/05 23:30:00
Wahnsinn. Mehr kann kein Regisseur dieser Welt aus einer Felsspalte und einem Stein herausholen. Obwohl... Fincher vielleicht schon. Eine Boyle und Fincher Kooperation wäre mein Traum. Stilistischere, innovativere, szenischere und einfach geilere Bilder sind nicht möglich. Die beiden könnten über Verkäuferin Getrude aus dem Aldi um die Ecke berichten. Die Otto-Normal-Schnitte würde zur spannungsgeladenen, exzentrischen und stylischsten Verkäuferin aller Zeiten mutieren. Ein Traum.
Die Selbstverliebtheit und Aufdränglichkeit dieser Bilder kann man kritisieren, aber ich finde sie brilliant. Kunst.
Boyle und Fincher: Verwirklicht meinen Traum.
127 Stunden kann man nicht positiver, lebensbejahender und ausscheweifender gestalten. Franco bekommt den Jizzel-Oscar und Boyle teilt sich etliche Jizzel-Oscars mit Fincher.
Das Thema klingt öde und keinen Kinogang wert, aber ihr werdet überrascht sein. Strömt ins Kino, am besten mit dem Montainbike.
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