Ich hatte bei Drive so gut wie keine Vorabinformationen, nur durch die Empfehlung eines Kritikers stieß ich auf diesen Film. Während des Films kam mir immer wieder blitzlichtartig der Gedanke, dass er thematisch doch sehr an Walhalla Rising erinnert. Als mich danach in das moviepilot-Netzwerk einklinkte und den Namen des Regisseurs las sowie sein bisheriges Filmschaffen, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Nicolas Winding Refn...ein Mann der sich mir unbekannterweise schon über einen längeren Zeitraum näherte: die fantastische Pushertriologie lies mich aufhorchen, Walhalla Rising erstaunen und Drive verstummen.
Nichts ist schöner als einen neuen Regisseur für sich entdeckt zu haben, der über die Bild-Ton-Frequenz des Films das funkt, was latent schon lange unter der bewußten Oberfläche brodelte und zum Durchbruch drängte.
thegaffer: "Kesslers Parodie in der fiktiven Büro-Comedy Obersalzberg gleicht einer Meta-Explosion, verweist sie mit ihrem Sprach-Duktus und dem Setting auf Christoph Maria Herbst als Stromberg, aber gleichzeitig auch auf dessen Rolle als Alfons Hatler in Der Wixxer, an sich auch eine Parodie, so dass wir eine Parodie in der Parodie in der Parodie… ach, machen wir weiter!"
Man könnte ja meinen, hier gehe es um den Höhepunkt deutscher Kulturgeschichte. ;D
Der Lack ist ab, soviel ist klar. Die Welt unserer Heldin ist ein Berg voller Konsumschrott; alles voller Hochglanz, Designercouch, Designerwohnung, aber so durchtränkt von der Persönlichkeit unserer Prinzessin, dass das alles aussieht, wie eine dreckige Punkversion der propagierten Barbieglitzerwelt der Fernsehwelt: Eigentlich alles ein dreckiger Haufen Müll, unter dem sich ein gestörte Persönlichkeit versteckt, die als Ghostwriterin einer Mädchenbuchreihe genau den Schrott produziert, mit dem sie sich umgibt.
Wie treffsicher Theron hier unsere gestörte Prinzessin porträtiert, ist schon aller Ehren wert, aber das auch unser herzallerliebster Spence, Patton Oswalt, so groß aufspielt, das ist vielleicht die größte Überraschung des Films.
Ein gewaltiger Tritt in Barbies Arsch; herrlich!!!
Große Kunst wird hier sowieso nicht nominiert, sondern meistens Unterhaltungsfilme mit einem gewissen Anspruch.
Radikal künstlerisch gestaltete Filme haben andere Festivals, auf denen sie prämiert werden (Berlin, Venedig usw.).
Nun... was soll ich sagen? Nur soviel, dies ist für mich der beste Film seit Fight Club. DRIVE ist ein Film, der Kino auf allen Ebenen verstanden hat.
Visulität im Zusamenspiel mit der Akustik sind dem Medium Film sein ihm ganz eigenes Erzählmedium. Das ist es, was ihm vom Buch unterscheidet; wir müssen nicht erst Welten über Wörter in unserem Kopf entstehen lassen, was ja letztlich auch indirekt unsere Sinneswelt stimuliert, sondern der Film wirkt direkt auf unseren Hör- und Sehsinn. DRIVE nutzt diese beiden Ebenen meisterlich, wodurch eine grandiose Athmosphäre entsteht, die fähig ist, eine Geschichte fast ganz alleine zu erzählen. Der Text erzählt nur das nötigste, eigentlich ist er gar nicht wichtig, sondern nur noch Überrest aus einer Welt, die sich in einem Chaos an Text verloren hat, eine ganz und gar geschwätzige Welt. DRIVE erdet den Zuschauer und fokussiert alleine die existenzialistische Not der Figuren, welche letztlich auch die Not des Zuschauers ist. Die NOT. Der Rückwurf auf die dem Menschen ureigenste Frage: Was mach ich hier auf diesem verlorenen Flecken, dieser blauen Kugel, die in einem unendlich kalten und schwarzen Meer herumtreibt? Die Figuren treiben in diesem Meer, das ganz ohne jede Wellen so glatt wie ein Spiegel ist. Nur noch Musik schafft es neben der Sonne durch den Raum zu dringen bis ganz hinunter zu unseren Figuren. Die Musik selbst ist einerseits so kalt wie die Bilder selbst, aber andererseits so harmonisch, dass der Sound einen sprachlos werden lässt.
Der Film reflektiert letztlich auf diesen beiden Erzählebenen sein Thema, die Kälte der Technik, die die Kälte im Menschen ist, sowie die Wärme der Emotionen, die die Wärme im Menschen ist. Egal wie brutal unsere Figuren agieren oder wie cool sie erscheinen, durch ihre kalte Maske(!) sehen uns die warme Augen eines Menschen an.
Ein hoffnungsvoller Film und ein Film ohne Hoffnung, das ist DRIVE, ein Film der das Kino weiterbringt, der aufzeigt, was Kino ist und was es kann.
Der Film bewegt sich irgendwie im vorhersehbaren Rahmen der Hollywood-Romanzen, aber er mach es dabei so erfrischend und respektlos, dass man einfach nur seine Freude hat.
Ein richtig großer Pluspunkt ist eindeutig die Hauptdarstellerin: Sie ist einfach *!CooL!* und *!WitziG!* -> Mehr von ihr! :)
Tut mir leid lieber Autor, aber der Artikel bringt den Leser auf eine falsche Spur, denn ein Flop ist sicherlich keiner dieser Filme, denn erstens sind die DVD-Verkäufe noch nicht berücksichtigt, und diese sind nunmal ein gewichtiger Posten, zweitens sind in dieser Liste nur die Einspielergebnisse in den USA berücksichtigt und drittens fehlen die Einnahmen, die durch den Rechtehandel erzielt werden.
Bitte bearbeitet doch solche Artikel sorgfältiger! Mir kommt es manchmal so vor, als wenn es nur noch um reißerische Headlines geht, für die dann die Komplexität einer Thematik vernachlässigt wird: Aber das würde ja auch viel mehr Mühe machen, wenn man einen Artikel schreiben würde, der zeigen würde, dass vermeintliche Kinoflops oft doch noch eine gewinnbringende Angelegenheit sind.
Insgesamt gebe ich dir Recht, wobei bei Conan 3D und bei Milo und Mars schon von einem Flop geredet werden kann. Dass aber Green Lantern kein so massiver Flop ist, auch wenn er nicht das gewünschte Einspielergebnis hat, kann man daran sehen, dass Teil 2 bereits in Planung ist. Insgesamt gebe ich dir Recht, aber ein falscher Titel wurde hier nicht gewählt. Es heisst immerhin Kinokassen-Flops. Von daher passt der Artikel schon, wobei man auf sonstige Einnahmen ruhig hinweisen könnte.
Hey Johnboy1979, das stimmt schon mit den DVD-Verkäufen (und Merchandise, Rechte etc. pp.). Allerdings werden die Zahlen der Kartenverkäufe wegen der Vergleichbarkeit immer herangezogen, wenn es um die wirtschaftliche Bewertung von Kinofilmen geht. Natürlich können Green Lantern, Sucker Punch und Co. auf den kleinen Bildschirmen immer noch sehr großen finanziellen Erfolg haben.
Die Einspielergebnisse wurden schon weltweit berücksichtigt, bei The Rum Diary und The Big Year ging das natürlich noch nicht. Da der Erfolg aber bereits jetzt schon so bescheiden ist, habe ich sie in die Liste aufgenommen.
Alles klar. Mir war es halt nur wichtig nochmal darauf hinzuweisen, da viele Filme über den DVD-Verkauf mehr umsetzen als über die Kinoauswertung: Zum Beispiel hat Avatar alleine in den USA in den ersten 4 Tagen 6,7 Millionen Dvds/Blue-Rays verkauft. Klar, das ist jetzt ein extremes Beispiel, aber Kinotickets haben heutzutage nur noch eine geringe Aussagekraft über den Erfolg eines Streifens. Nicht umsonst sind ja viele Kinobetreiber empört über die immer kürzeren Abstände zwischen Kinoauswertung und den Veröffentlichungsterminen für DVDs/Blue-Rays. Das Kino hat seine Monopolstellung schon lange verloren, denn bei den heutigen technischen Möglichkeiten im Heimkinobereich, die zudem auch noch erschwinglich sind, fehlen überzeugende Gründe für einen Kinobesuch. Klar gibt es da auch Nostalgiker, aber letztlich wird das Kino zukünftig in der Verwertung von Filmen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.
Mir ist total unklar, warum der Film hier so niedrig bewertet wird. Lynch nimmt den Zuschauer mit auf eine meditative Reise in die Tiefen des Universums.
Immer wenn ich mich mal wieder dem Film widme, werde ich Schritt für Schritt in einen tranceartigen Zustand versetzt. Der Film sendet dabei eine unglaubliche konzentrierte Ruhe (nicht zu verwechseln mit Langeweile) aus: Absolut faszinierender Trip!!!
Nun ich will nicht die Relevanz abstreiten, die psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft haben, und JA! man muss sich damit auseinandersetzen: Aber Triers schon übelst penetrante Selbstreflektion in "Antchrist" bekommt nun leider eine ebenbürtige Fortsetzung. Diese beständige Visualisierung von depressivem Leiden ist mir einfach zu viel. Mein Intellekt wurde während des Films selbst in depressive Dimensionen entführt, da er auf allen Ebene unterfordert war. Immer dieser Verweis auf die ach so bedrückenden sozialen Strukturen, die das Leben einengen und der Protagonistin die Luft zum Atmen nehmen. Alles ist unbewusst unter der heilen Fassade versteckt, unter der es brodelt; und keiner da, der diese Strukturen wahrnimmt oder hinterfragt: Aber halt! Da gibt es ja unsere herzallerliebste Kirsten Dunst, die aufgrund ihrer Sensibilität stellvertretend für alle und jeden leidet. *GÄHHHHHHHHHHHHHN*
Sorry, aber das ist alle so anachronistisch wie langweilig. Trier hat für die Depression nur alte und überholte Deutungsmuster auf Lager. Er ist anscheinend auf der Ebene der bürgerlichen Gesellschaftspsychologie des 19. Jahrhunderts hängen geblieben.
Ich finde, dem Film die Schablone aufdrücken zu wollen, dass er Depression deuten oder verarbeiten wolle, ist ihm gegenüber ungerechtfertigt. Viele Dinge, die man sieht, hängen vom Fokus der Wahrnehmung ab. Sicherlich fließt das Thema Depression mit ein. Ich hingegen empfinde den Film einfach als einen Familienausschnitt kurz vor dem Ende der Welt. Das diese Familie nun irgendwo kaputt ist und das Depression in ihr eine große Rolle spielt, hat sicherlich etwas mit den Erfahrungen des Regisseurs zu tun und sicherlich gibt es auch unzählige andere Darstellungsmöglichkeiten über den Verlauf einer Depression, denn vieles hängt ja von der sozialen Umwelt und dem Umgang mit dem Betroffenen ab. Doch ein guter Regisseur, und das unterstelle ICH Lars von Trier jetzt, stellt Dinge dar, die er kennt, weil sie so authentisch sind und vielleicht ist die Depression im Film so dargestellt, weil er sie so erlebt hat. Ich finde, man sollte als Zuschauer einen Film nicht als einen Deutungsansatz oder Thematisierungsplatform für Krankheiten benutzen wollen und ich kann mir auch nicht vorstellen, das von Trier das bezweckt hat. Es hängt natürlich auch immer davon ab, was man im Vorfeld erwartet. Und natürlich kann jeder Filme schauen, wie er möchte, aber na ja. Wir sind ja hier, um uns auszutauschen, nicht?
Nun, wenn du einen Zugang zum Film gefunden hast, dann freue ich mich für dich.
Aber ich glaube schon, dass jeder Künstler etwas in sich hat, was ihn antreibt. Gerade die Anfangssequenz zeigt uns ja eine Kristen Dunst, die definitiv unglücklich ist. Die Augen sind müde, die Musik tragisch (Wagner) und die Bilder verweisen auf den zementschweren Druck, der sie lähmt bzw. an der Bewegung hinder, sie watet durch das Gras, sie geht vorwärts, aber bleibt doch stehn. Der Weltuntergang und alles drumherum ist nichts anderes als eine Reflektion des Inneren unserer Protagonistin, weshalb man schon sagen kann, dass die Depression ein zentrales Thema des Films ist.
Was mich stört, ist, dass Trier sich in dieser seelischen Not wälzt, und zwar nicht nur aus Leid, sondern auch aus Genuss. Gerade das ist es aber, was mich an diesem Film abstößt. Es geht gar nicht darum die Depression zu dekonstruieren oder ihr etwas entgegen zu stellen, sondern mir kommt das vor wie eine Ästhetisierung des Leiden, die vor sich hergetragen wird nach dem Motto: Seht was für ein großer Künstler ich bin. Ich leide, leide, leide...Das Leiden ist meine Religion!
Tut mir Leid, aber das vereinfacht die Welt auf unzulässige Weise. Klar ist das Leid Bestandteil der Welt, aber es wäre ein folgenschwerer Irrtum zu glauben, dass nur dort die Wahrheit liegt. Diesen Trugschluss unterliegen viele: Wer psychisch erkrankt, sieht die Welt anders als die Anderen, er sieht sieht mehr. Aber dieses Mehr an Sehen heißt nicht, dass alles Andere nun nicht mehr zählt. Lebensfreude, Glück usw. haben genauso Platz in dieser Welt. Letztlich ist Trier in dieser Hinsicht ignorrant, da er seine Welt zu sehr beschränkt, warum auch immer.
Diese Opposition, hier der sehende Kranke und dort die blinde und krank machende Gesellschaft ist ein weitverbreiteter Irrglaube vieler Intellektuellen, die sich unbewußt den Untergang der Gesellschaft wünschen. Der Mensch kann vor sich selbst nicht weglaufen, egal wo er lebt. Der Untergang ist kein Ausweg, sondern Kapitulation vor dem Leben.
Nun ja. Aber nach deiner Logik, es sei denn, ich übergehe da etwas, würden dann alle Komödien auch anstößig sein, da sie die Welt darstellen, als gäbe es in ihr absolut nichts Schlimmes und wirklich Gefährliches. Ich verstehe auch voll und ganz, was du meinst, aber ich glaube nicht, dass dieser Film solche Aussagen verfolgt. Ich habe es vielmehr so verstanden, dass es nicht darum geht, das all die schönen Dinge nicht mehr existieren, sondern das der Betroffene sie nicht mehr sehen kann, so sehr es sich auch wünschen würde. Und von Glorifizierung kann meiner Meinung nach keine Rede sein. Gerade die Badewannenszene verdeutlicht nur allzu gut, dass nichts Glorreiches an diesem Zustand ist und man auf Hilfe usw. angewiesen ist. Auch sonst wird da nichts glorifiziert, finde ich, im Gegenteil. Auch am Anfang wird die ganze Tragik offenbar, das die junge Frau, so sehr sie auch bemüht ist, vermutlich niemals in der Lage sein wird, eine normale Beziehung zu führen o.ä. Wobei allein die Familienverhältnisse schon absolut abgefahren sind. Und ihre spätere, mangelnde Emotionalität im Angesicht des Untergangs ist einfach ein typisches Merkmal der Erkrankung. Vielleicht wurde die Kernidee des Untergangs als Sublimierung der Krankheit geboren, aber ich finde, du unterschätzt den Film und von Trier in der Hinsicht, dass das einzige ist, worum es diesem Film gehen soll und der Weltuntergang nur symbolisch bzw. eine Reflektion der Protagonistin ist. Ich sehe es abschließend so: Der Film stellt eine x-beliebige Frau mit einer depressiven Erkrankung und sozialen Problemen dar, die dem Weltuntergang gegenübersteht und sich auf eine, ihrer derzeitigen Konstitution entsprechenden Weise verhält, ebenso wie die anderen Figuren. Natürlich hätte man auch völlig andere Menschen darstellen können, die sich völlig anders verhalten... Hier liegt natürlich die persönliche Komponente des Regisseurs, jedoch nicht mehr, wie ich finde.
Eigentlich war bis jetzt How I met your Mother meine Lieblingssitcom, nur widerwillig habe ich mich TBBT zugewandt und habe die Sitcom vor allem wegen Sheldon geschaut. Die Nebenfiguren fand ich gerade in den ersten Staffeln etwas schwach. Jedoch hat sich im Laufe der Serie dieser Eindruck immer mehr verflüchtig, was auch daran liegen mag, dass ich die neuesten Folgen auf Englisch sehe, denn dort ist die Stimme von Howard, Raj und Leonard sehr viel angenehmer. Die deutsche Synchro punktet aber bei Sheldon, dort neige ich sogar dazu, die deutsche Tonspur zu bevorzugen, weil das elitäre Geschwätz Sheldons noch besser zur Geltung kommt.
Das komische ist, nachdem ich mich jetzt über zwei Wochen der Sitcom um Sheldon und Co. hingegeben habe, kommt mir HIMYM wie ein Schwarz-Weiß-Film vor.
>>>Zoom>>> Zoom>>>Zoom.. Where ist the Coffee?.. Zoom>>> Zoom>>> Zoom>>>
Die Simpson haben ihren Zenit längst überschritten -> Die Serie ist zu dem geworden, was sie einst kritisierte: Sie hat die Kritik an der Gesellschaft zum einseitigen Konsumgut gemacht, welches heute jeder Trottel konsumiert, um danach ins Bett zu gehen in dem Glauben, er oder sie gehöre zum politisch korrekten Teil der Gesellschaft; das ist in etwa so als wenn man die grünen Spießerärsche wählt, die von sich selbst immer noch denken, dass sie voll revolutionär wären.
Nieder mit solcher Doppelmoral, die nach vorne austeilt, aber nach hinten Werbung für Burger macht.
-> Nur noch die Hülle von dem, was einst mal geniale Satire war!
-> Nur noch Opium fürs schlechte Gewissen!!
-> Nur noch zum Kotzen!!!
Über 7000 Filme vorgemerkt, um sie nicht zu vergessen: Das ist doch Schwachsinn!!! Man nutzt diese Funktion, um einige Filme, die einen interessieren, hervorzuheben, um so die gigantische Filmmasse zu strukturieren. Diese Funktion wird aber bei 7877 vorgemerkten Filmen ad absurdum geführt. Will mir doch keiner erzählen, dass *Gnislew* nicht richtig tickt.
Wie ich seinem Profil entnehme, hat er im Alter von 31 Jahren 1022 Filme gesehen. Demnach hat er 7 mal so viele Filme vorgemerkt wie er in seinem bisherigen Leben gesehen hat.
Ergo: -> Langeweile + Zeigefingertraining + Aufmerksamkeitsdefizit = 1.Platz auf einer Liste, die die Welt nicht braucht!!!
Seit Ewigkeiten wird Goethe oder Shakespeare in immer wieder neuen Interpretationen auf der Bühne präsentiert, worüber sich kein Mensch aufregt, und zwar deshalb weil jede neue Interpretation andere Schwerpunkte setzt und neue Blickwinkel eröffnet.
Also bitte sprecht hier nicht vom "ORIGINAL" sondern die drei anderen Filme waren die erste Interpretation der Bücher.
um ehrlich zu sein kotzen mich pseudointellektuelle neuinterpretationen wie zB Nathan der Weise mit MG vor nem weissen plastikkamel deutlich mehr an als schlechte amiremakes.
Da will ich dir nicht widersprechen: Pseudointellektuelle sind mir ebenso so ein Graus, wenn sie nicht sogar das sind, was mich am meisten auf die Palme bringt :)
Was für ein kranker Scheiß!!! -> Mir schaudert es immer noch. Als die Geisterjäger dazu kamen, dachte ich schon der Film gleitet ins Lächerliche ab, aber dem war ganz und gar nicht so, sondern vielmehr weist der Film eine Zweiteilung auf, der erste Teil ist noch recht konventionell gehalten, während der zweite Teil dem Genre neue Impulse zu geben vermag.
Ich habe den Film nach 20 Minuten ausgemacht: Mir wurde nämlich wirklich schlecht von dieser Bausatzkasten-Komödie. Ich konnte jede Szene vorausahnen, jede Rolle triefte vor Klischee-Marmelade; wirkliche Anarchie suchte man vergebens, denn es ist von Anfang an zu offensichtlich, dass letztlich unsere ach so böse Lehrerin zu einer eklig süßen Moraltante mutiert.
Wer unispirierte Komödien mag, die einem undifferenzierte Moralvorstellungen in einem pseudoanarchischen Mantel verkaufen wollen, der kann sich diesen *Malen-nach- Zahlen-Scheiss* zu Gemüte führen.
Ich muss aufhören, weil weitere Beschäftigung mit diesem Film: -> [(KOTZ x WÜRG)³]³
ROFL "ausgemacht" xD Ja, man muss sich vorher immer DVD-Veröffentlichungsdatum angucken, bevor man solche Worte verwendet. Ist mir aber auch schon passiert. ^^
Transformers 3 -> Eine hohler Film im wahrsten Sinne des Wortes, der stellenweise nur ermüdend ist, der die mangelnde Schauspielerführung Bays in völlig überzeichneten und nervigen Figuren widerspiegelt, der an jeder Stelle dumpfen Hurra-Patriotismus darbietet: Und schließlich ein Werk, der der die ganze Megalomanie der neoliberalen, reaktionären Kräfte der globalisierten Welt aufzeigt: Ein Monstrum sondersgleichen, welches nur protzen kann, aber nichts zu erzählen hat, ein filmgewordener Werbeclip des Kapitalismus - und beim besten Willen kann man bei diesem Werk nicht einfach den Kopf ausschalten und die Special Effects genießen, denn dazu ist dieser Film zu ideologisch in seiner Vergöttlichung alles Maschinenhaften.
Deine Kommentare
johnboy1979
über Nicolas Winding Refn 2012/04/12 12:35:44
Ich hatte bei Drive so gut wie keine Vorabinformationen, nur durch die Empfehlung eines Kritikers stieß ich auf diesen Film. Während des Films kam mir immer wieder blitzlichtartig der Gedanke, dass er thematisch doch sehr an Walhalla Rising erinnert. Als mich danach in das moviepilot-Netzwerk einklinkte und den Namen des Regisseurs las sowie sein bisheriges Filmschaffen, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Nicolas Winding Refn...ein Mann der sich mir unbekannterweise schon über einen längeren Zeitraum näherte: die fantastische Pushertriologie lies mich aufhorchen, Walhalla Rising erstaunen und Drive verstummen.
Nichts ist schöner als einen neuen Regisseur für sich entdeckt zu haben, der über die Bild-Ton-Frequenz des Films das funkt, was latent schon lange unter der bewußten Oberfläche brodelte und zum Durchbruch drängte.
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johnboy1979
Kommentare 2012/04/06 11:51:56
thegaffer: "Kesslers Parodie in der fiktiven Büro-Comedy Obersalzberg gleicht einer Meta-Explosion, verweist sie mit ihrem Sprach-Duktus und dem Setting auf Christoph Maria Herbst als Stromberg, aber gleichzeitig auch auf dessen Rolle als Alfons Hatler in Der Wixxer, an sich auch eine Parodie, so dass wir eine Parodie in der Parodie in der Parodie… ach, machen wir weiter!"
Man könnte ja meinen, hier gehe es um den Höhepunkt deutscher Kulturgeschichte. ;D
bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Simon Moon 2012/04/06 13:52:19
Antwort löschenLeider nein. Hier geht es nur um Quoten ala Jan de Mol.
johnboy1979 2012/04/06 15:11:40
Antwort löschenBitte um Erläuterung!?
johnboy1979
über Savages 2012/04/06 11:41:39
Ich hoffe, er hat sich nach seinen letzten weichgespülten Auftritten wieder gefunden: Eine neue Hoffnung! ;)
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johnboy1979
über The Nines - Dein Leben ist nur ein Spiel 2012/03/08 23:42:26
Die goldene Himbeere für den Drehbuchautor!
Ich denke mir da mal eine mysteriöse Geschichte aus, und dann lasse ich sie mit irgendeinem hirnrissigen und zusammengesponnen Mist enden!
Oder habe ich den Subtext des Filmes irgendwie verpasst, der die hier doch recht hohen Wertungen rechtfertigt?!
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johnboy1979
über Young Adult 2012/03/07 14:51:42
Barbieland ist abgebrannt!
Der Lack ist ab, soviel ist klar. Die Welt unserer Heldin ist ein Berg voller Konsumschrott; alles voller Hochglanz, Designercouch, Designerwohnung, aber so durchtränkt von der Persönlichkeit unserer Prinzessin, dass das alles aussieht, wie eine dreckige Punkversion der propagierten Barbieglitzerwelt der Fernsehwelt: Eigentlich alles ein dreckiger Haufen Müll, unter dem sich ein gestörte Persönlichkeit versteckt, die als Ghostwriterin einer Mädchenbuchreihe genau den Schrott produziert, mit dem sie sich umgibt.
Wie treffsicher Theron hier unsere gestörte Prinzessin porträtiert, ist schon aller Ehren wert, aber das auch unser herzallerliebster Spence, Patton Oswalt, so groß aufspielt, das ist vielleicht die größte Überraschung des Films.
Ein gewaltiger Tritt in Barbies Arsch; herrlich!!!
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Le Samourai 2012/03/07 14:53:40
Antwort löschenSo ist es.
johnboy1979
Kommentare 2012/01/24 15:41:57
Große Kunst wird hier sowieso nicht nominiert, sondern meistens Unterhaltungsfilme mit einem gewissen Anspruch.
Radikal künstlerisch gestaltete Filme haben andere Festivals, auf denen sie prämiert werden (Berlin, Venedig usw.).
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johnboy1979
über Drive 2012/01/23 01:56:14
Nun... was soll ich sagen? Nur soviel, dies ist für mich der beste Film seit Fight Club. DRIVE ist ein Film, der Kino auf allen Ebenen verstanden hat.
Visulität im Zusamenspiel mit der Akustik sind dem Medium Film sein ihm ganz eigenes Erzählmedium. Das ist es, was ihm vom Buch unterscheidet; wir müssen nicht erst Welten über Wörter in unserem Kopf entstehen lassen, was ja letztlich auch indirekt unsere Sinneswelt stimuliert, sondern der Film wirkt direkt auf unseren Hör- und Sehsinn. DRIVE nutzt diese beiden Ebenen meisterlich, wodurch eine grandiose Athmosphäre entsteht, die fähig ist, eine Geschichte fast ganz alleine zu erzählen. Der Text erzählt nur das nötigste, eigentlich ist er gar nicht wichtig, sondern nur noch Überrest aus einer Welt, die sich in einem Chaos an Text verloren hat, eine ganz und gar geschwätzige Welt. DRIVE erdet den Zuschauer und fokussiert alleine die existenzialistische Not der Figuren, welche letztlich auch die Not des Zuschauers ist. Die NOT. Der Rückwurf auf die dem Menschen ureigenste Frage: Was mach ich hier auf diesem verlorenen Flecken, dieser blauen Kugel, die in einem unendlich kalten und schwarzen Meer herumtreibt? Die Figuren treiben in diesem Meer, das ganz ohne jede Wellen so glatt wie ein Spiegel ist. Nur noch Musik schafft es neben der Sonne durch den Raum zu dringen bis ganz hinunter zu unseren Figuren. Die Musik selbst ist einerseits so kalt wie die Bilder selbst, aber andererseits so harmonisch, dass der Sound einen sprachlos werden lässt.
Der Film reflektiert letztlich auf diesen beiden Erzählebenen sein Thema, die Kälte der Technik, die die Kälte im Menschen ist, sowie die Wärme der Emotionen, die die Wärme im Menschen ist. Egal wie brutal unsere Figuren agieren oder wie cool sie erscheinen, durch ihre kalte Maske(!) sehen uns die warme Augen eines Menschen an.
Ein hoffnungsvoller Film und ein Film ohne Hoffnung, das ist DRIVE, ein Film der das Kino weiterbringt, der aufzeigt, was Kino ist und was es kann.
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johnboy1979
über Brautalarm 2012/01/06 01:59:15
Der Film bewegt sich irgendwie im vorhersehbaren Rahmen der Hollywood-Romanzen, aber er mach es dabei so erfrischend und respektlos, dass man einfach nur seine Freude hat.
Ein richtig großer Pluspunkt ist eindeutig die Hauptdarstellerin: Sie ist einfach *!CooL!* und *!WitziG!* -> Mehr von ihr! :)
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johnboy1979
Kommentare 2012/01/05 14:00:33
Tut mir leid lieber Autor, aber der Artikel bringt den Leser auf eine falsche Spur, denn ein Flop ist sicherlich keiner dieser Filme, denn erstens sind die DVD-Verkäufe noch nicht berücksichtigt, und diese sind nunmal ein gewichtiger Posten, zweitens sind in dieser Liste nur die Einspielergebnisse in den USA berücksichtigt und drittens fehlen die Einnahmen, die durch den Rechtehandel erzielt werden.
Bitte bearbeitet doch solche Artikel sorgfältiger! Mir kommt es manchmal so vor, als wenn es nur noch um reißerische Headlines geht, für die dann die Komplexität einer Thematik vernachlässigt wird: Aber das würde ja auch viel mehr Mühe machen, wenn man einen Artikel schreiben würde, der zeigen würde, dass vermeintliche Kinoflops oft doch noch eine gewinnbringende Angelegenheit sind.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Commentator 2012/01/05 15:30:43
Antwort löschenInsgesamt gebe ich dir Recht, wobei bei Conan 3D und bei Milo und Mars schon von einem Flop geredet werden kann. Dass aber Green Lantern kein so massiver Flop ist, auch wenn er nicht das gewünschte Einspielergebnis hat, kann man daran sehen, dass Teil 2 bereits in Planung ist. Insgesamt gebe ich dir Recht, aber ein falscher Titel wurde hier nicht gewählt. Es heisst immerhin Kinokassen-Flops. Von daher passt der Artikel schon, wobei man auf sonstige Einnahmen ruhig hinweisen könnte.
Alle 3 Antworten zeigen
quadzar 2012/01/05 15:43:50
Antwort löschenHey Johnboy1979, das stimmt schon mit den DVD-Verkäufen (und Merchandise, Rechte etc. pp.). Allerdings werden die Zahlen der Kartenverkäufe wegen der Vergleichbarkeit immer herangezogen, wenn es um die wirtschaftliche Bewertung von Kinofilmen geht. Natürlich können Green Lantern, Sucker Punch und Co. auf den kleinen Bildschirmen immer noch sehr großen finanziellen Erfolg haben.
Die Einspielergebnisse wurden schon weltweit berücksichtigt, bei The Rum Diary und The Big Year ging das natürlich noch nicht. Da der Erfolg aber bereits jetzt schon so bescheiden ist, habe ich sie in die Liste aufgenommen.
johnboy1979 2012/01/05 16:21:58
Antwort löschenAlles klar. Mir war es halt nur wichtig nochmal darauf hinzuweisen, da viele Filme über den DVD-Verkauf mehr umsetzen als über die Kinoauswertung: Zum Beispiel hat Avatar alleine in den USA in den ersten 4 Tagen 6,7 Millionen Dvds/Blue-Rays verkauft. Klar, das ist jetzt ein extremes Beispiel, aber Kinotickets haben heutzutage nur noch eine geringe Aussagekraft über den Erfolg eines Streifens. Nicht umsonst sind ja viele Kinobetreiber empört über die immer kürzeren Abstände zwischen Kinoauswertung und den Veröffentlichungsterminen für DVDs/Blue-Rays. Das Kino hat seine Monopolstellung schon lange verloren, denn bei den heutigen technischen Möglichkeiten im Heimkinobereich, die zudem auch noch erschwinglich sind, fehlen überzeugende Gründe für einen Kinobesuch. Klar gibt es da auch Nostalgiker, aber letztlich wird das Kino zukünftig in der Verwertung von Filmen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.
johnboy1979
über Dune - Der Wüstenplanet 2011/11/09 12:14:31
Mir ist total unklar, warum der Film hier so niedrig bewertet wird. Lynch nimmt den Zuschauer mit auf eine meditative Reise in die Tiefen des Universums.
Immer wenn ich mich mal wieder dem Film widme, werde ich Schritt für Schritt in einen tranceartigen Zustand versetzt. Der Film sendet dabei eine unglaubliche konzentrierte Ruhe (nicht zu verwechseln mit Langeweile) aus: Absolut faszinierender Trip!!!
*Das SPICE muss fließen!*
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
sikkmeidack 2012/01/03 14:15:34
Antwort löschenRight! "He who controls the Spice controls the universe".
johnboy1979 2012/01/05 15:23:31
Antwort löschenBest quote: "Die Angst ist der kleine Tod der Seele." :)
johnboy1979
über Melancholia 2011/11/01 23:45:47
Nun ich will nicht die Relevanz abstreiten, die psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft haben, und JA! man muss sich damit auseinandersetzen: Aber Triers schon übelst penetrante Selbstreflektion in "Antchrist" bekommt nun leider eine ebenbürtige Fortsetzung. Diese beständige Visualisierung von depressivem Leiden ist mir einfach zu viel. Mein Intellekt wurde während des Films selbst in depressive Dimensionen entführt, da er auf allen Ebene unterfordert war. Immer dieser Verweis auf die ach so bedrückenden sozialen Strukturen, die das Leben einengen und der Protagonistin die Luft zum Atmen nehmen. Alles ist unbewusst unter der heilen Fassade versteckt, unter der es brodelt; und keiner da, der diese Strukturen wahrnimmt oder hinterfragt: Aber halt! Da gibt es ja unsere herzallerliebste Kirsten Dunst, die aufgrund ihrer Sensibilität stellvertretend für alle und jeden leidet. *GÄHHHHHHHHHHHHHN*
Sorry, aber das ist alle so anachronistisch wie langweilig. Trier hat für die Depression nur alte und überholte Deutungsmuster auf Lager. Er ist anscheinend auf der Ebene der bürgerlichen Gesellschaftspsychologie des 19. Jahrhunderts hängen geblieben.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
Le Samourai 2011/11/04 19:31:21
Antwort löschenSeh ich ähnlich! Bis auf ANTICHRIST, das ist ein Meisterwerk :)
Hieronymus 2012/01/23 13:06:30
Antwort löschenIch finde, dem Film die Schablone aufdrücken zu wollen, dass er Depression deuten oder verarbeiten wolle, ist ihm gegenüber ungerechtfertigt. Viele Dinge, die man sieht, hängen vom Fokus der Wahrnehmung ab. Sicherlich fließt das Thema Depression mit ein. Ich hingegen empfinde den Film einfach als einen Familienausschnitt kurz vor dem Ende der Welt. Das diese Familie nun irgendwo kaputt ist und das Depression in ihr eine große Rolle spielt, hat sicherlich etwas mit den Erfahrungen des Regisseurs zu tun und sicherlich gibt es auch unzählige andere Darstellungsmöglichkeiten über den Verlauf einer Depression, denn vieles hängt ja von der sozialen Umwelt und dem Umgang mit dem Betroffenen ab. Doch ein guter Regisseur, und das unterstelle ICH Lars von Trier jetzt, stellt Dinge dar, die er kennt, weil sie so authentisch sind und vielleicht ist die Depression im Film so dargestellt, weil er sie so erlebt hat. Ich finde, man sollte als Zuschauer einen Film nicht als einen Deutungsansatz oder Thematisierungsplatform für Krankheiten benutzen wollen und ich kann mir auch nicht vorstellen, das von Trier das bezweckt hat. Es hängt natürlich auch immer davon ab, was man im Vorfeld erwartet. Und natürlich kann jeder Filme schauen, wie er möchte, aber na ja. Wir sind ja hier, um uns auszutauschen, nicht?
Alle 4 Antworten zeigen
johnboy1979 2012/01/23 16:24:29
Antwort löschenNun, wenn du einen Zugang zum Film gefunden hast, dann freue ich mich für dich.
Aber ich glaube schon, dass jeder Künstler etwas in sich hat, was ihn antreibt. Gerade die Anfangssequenz zeigt uns ja eine Kristen Dunst, die definitiv unglücklich ist. Die Augen sind müde, die Musik tragisch (Wagner) und die Bilder verweisen auf den zementschweren Druck, der sie lähmt bzw. an der Bewegung hinder, sie watet durch das Gras, sie geht vorwärts, aber bleibt doch stehn. Der Weltuntergang und alles drumherum ist nichts anderes als eine Reflektion des Inneren unserer Protagonistin, weshalb man schon sagen kann, dass die Depression ein zentrales Thema des Films ist.
Was mich stört, ist, dass Trier sich in dieser seelischen Not wälzt, und zwar nicht nur aus Leid, sondern auch aus Genuss. Gerade das ist es aber, was mich an diesem Film abstößt. Es geht gar nicht darum die Depression zu dekonstruieren oder ihr etwas entgegen zu stellen, sondern mir kommt das vor wie eine Ästhetisierung des Leiden, die vor sich hergetragen wird nach dem Motto: Seht was für ein großer Künstler ich bin. Ich leide, leide, leide...Das Leiden ist meine Religion!
Tut mir Leid, aber das vereinfacht die Welt auf unzulässige Weise. Klar ist das Leid Bestandteil der Welt, aber es wäre ein folgenschwerer Irrtum zu glauben, dass nur dort die Wahrheit liegt. Diesen Trugschluss unterliegen viele: Wer psychisch erkrankt, sieht die Welt anders als die Anderen, er sieht sieht mehr. Aber dieses Mehr an Sehen heißt nicht, dass alles Andere nun nicht mehr zählt. Lebensfreude, Glück usw. haben genauso Platz in dieser Welt. Letztlich ist Trier in dieser Hinsicht ignorrant, da er seine Welt zu sehr beschränkt, warum auch immer.
Diese Opposition, hier der sehende Kranke und dort die blinde und krank machende Gesellschaft ist ein weitverbreiteter Irrglaube vieler Intellektuellen, die sich unbewußt den Untergang der Gesellschaft wünschen. Der Mensch kann vor sich selbst nicht weglaufen, egal wo er lebt. Der Untergang ist kein Ausweg, sondern Kapitulation vor dem Leben.
Hieronymus 2012/01/23 23:27:54
Antwort löschenNun ja. Aber nach deiner Logik, es sei denn, ich übergehe da etwas, würden dann alle Komödien auch anstößig sein, da sie die Welt darstellen, als gäbe es in ihr absolut nichts Schlimmes und wirklich Gefährliches. Ich verstehe auch voll und ganz, was du meinst, aber ich glaube nicht, dass dieser Film solche Aussagen verfolgt. Ich habe es vielmehr so verstanden, dass es nicht darum geht, das all die schönen Dinge nicht mehr existieren, sondern das der Betroffene sie nicht mehr sehen kann, so sehr es sich auch wünschen würde. Und von Glorifizierung kann meiner Meinung nach keine Rede sein. Gerade die Badewannenszene verdeutlicht nur allzu gut, dass nichts Glorreiches an diesem Zustand ist und man auf Hilfe usw. angewiesen ist. Auch sonst wird da nichts glorifiziert, finde ich, im Gegenteil. Auch am Anfang wird die ganze Tragik offenbar, das die junge Frau, so sehr sie auch bemüht ist, vermutlich niemals in der Lage sein wird, eine normale Beziehung zu führen o.ä. Wobei allein die Familienverhältnisse schon absolut abgefahren sind. Und ihre spätere, mangelnde Emotionalität im Angesicht des Untergangs ist einfach ein typisches Merkmal der Erkrankung. Vielleicht wurde die Kernidee des Untergangs als Sublimierung der Krankheit geboren, aber ich finde, du unterschätzt den Film und von Trier in der Hinsicht, dass das einzige ist, worum es diesem Film gehen soll und der Weltuntergang nur symbolisch bzw. eine Reflektion der Protagonistin ist. Ich sehe es abschließend so: Der Film stellt eine x-beliebige Frau mit einer depressiven Erkrankung und sozialen Problemen dar, die dem Weltuntergang gegenübersteht und sich auf eine, ihrer derzeitigen Konstitution entsprechenden Weise verhält, ebenso wie die anderen Figuren. Natürlich hätte man auch völlig andere Menschen darstellen können, die sich völlig anders verhalten... Hier liegt natürlich die persönliche Komponente des Regisseurs, jedoch nicht mehr, wie ich finde.
johnboy1979
über die Serie The Big Bang Theory 2011/10/22 10:44:59
Eigentlich war bis jetzt How I met your Mother meine Lieblingssitcom, nur widerwillig habe ich mich TBBT zugewandt und habe die Sitcom vor allem wegen Sheldon geschaut. Die Nebenfiguren fand ich gerade in den ersten Staffeln etwas schwach. Jedoch hat sich im Laufe der Serie dieser Eindruck immer mehr verflüchtig, was auch daran liegen mag, dass ich die neuesten Folgen auf Englisch sehe, denn dort ist die Stimme von Howard, Raj und Leonard sehr viel angenehmer. Die deutsche Synchro punktet aber bei Sheldon, dort neige ich sogar dazu, die deutsche Tonspur zu bevorzugen, weil das elitäre Geschwätz Sheldons noch besser zur Geltung kommt.
Das komische ist, nachdem ich mich jetzt über zwei Wochen der Sitcom um Sheldon und Co. hingegeben habe, kommt mir HIMYM wie ein Schwarz-Weiß-Film vor.
>>>Zoom>>> Zoom>>>Zoom.. Where ist the Coffee?.. Zoom>>> Zoom>>> Zoom>>>
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J4KOB 2011/11/04 18:31:15
Antwort löschenWas is an Schwarz-Weiß-Filmen so schlecht?
johnboy1979 2011/11/08 20:42:29
Antwort löschen*Metapher*
Aber schätze mal, dass deine Frage rhetorischer Natur war. ;)
johnboy1979
über Nicolas Cage 2011/10/19 19:03:33
Wenn man seine Filme der letzten Dekade in 100facher Geschwindigkeit sehen würde, dann hätte man ein Daumenkino seines Abstiegs.
*Leaving Las Vegas* ist lange her :(
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johnboy1979
über die Serie Die Simpsons 2011/10/05 18:16:35
Die Simpson haben ihren Zenit längst überschritten -> Die Serie ist zu dem geworden, was sie einst kritisierte: Sie hat die Kritik an der Gesellschaft zum einseitigen Konsumgut gemacht, welches heute jeder Trottel konsumiert, um danach ins Bett zu gehen in dem Glauben, er oder sie gehöre zum politisch korrekten Teil der Gesellschaft; das ist in etwa so als wenn man die grünen Spießerärsche wählt, die von sich selbst immer noch denken, dass sie voll revolutionär wären.
Nieder mit solcher Doppelmoral, die nach vorne austeilt, aber nach hinten Werbung für Burger macht.
-> Nur noch die Hülle von dem, was einst mal geniale Satire war!
-> Nur noch Opium fürs schlechte Gewissen!!
-> Nur noch zum Kotzen!!!
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johnboy1979
Kommentare 2011/09/24 13:14:40
Über 7000 Filme vorgemerkt, um sie nicht zu vergessen: Das ist doch Schwachsinn!!! Man nutzt diese Funktion, um einige Filme, die einen interessieren, hervorzuheben, um so die gigantische Filmmasse zu strukturieren. Diese Funktion wird aber bei 7877 vorgemerkten Filmen ad absurdum geführt. Will mir doch keiner erzählen, dass *Gnislew* nicht richtig tickt.
Wie ich seinem Profil entnehme, hat er im Alter von 31 Jahren 1022 Filme gesehen. Demnach hat er 7 mal so viele Filme vorgemerkt wie er in seinem bisherigen Leben gesehen hat.
Ergo: -> Langeweile + Zeigefingertraining + Aufmerksamkeitsdefizit = 1.Platz auf einer Liste, die die Welt nicht braucht!!!
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Smoover 2011/09/24 13:23:17
Antwort löschenWo steht das diese User die Filme vormerken um sie ALLE zu sehen??
johnboy1979 2011/09/24 13:43:02
Antwort löschenWozu denn sonst?
Smoover 2011/09/24 13:50:03
Antwort löschenKeine Lust das ein drittes mal zu schreiben, ich denke mal das du des lesens mächtig bist.
johnboy1979 2011/09/24 13:51:30
Antwort löschenDu anscheinend aber nicht des Schreibens ;)
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Smoover 2011/09/24 13:59:05
Antwort löschenAnscheinend ja schon, sonst würdest du ja nicht anworten.
johnboy1979 2011/09/24 14:02:41
Antwort löschenDann hast du wohl nicht verstanden, was ich meinte. Bist anscheinend doch kein richtiger: -> *smoove guy* ;)
johnboy1979
Kommentare 2011/09/23 13:45:18
Seit Ewigkeiten wird Goethe oder Shakespeare in immer wieder neuen Interpretationen auf der Bühne präsentiert, worüber sich kein Mensch aufregt, und zwar deshalb weil jede neue Interpretation andere Schwerpunkte setzt und neue Blickwinkel eröffnet.
Also bitte sprecht hier nicht vom "ORIGINAL" sondern die drei anderen Filme waren die erste Interpretation der Bücher.
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simvlacrvm 2011/09/24 04:15:43
Antwort löschenum ehrlich zu sein kotzen mich pseudointellektuelle neuinterpretationen wie zB Nathan der Weise mit MG vor nem weissen plastikkamel deutlich mehr an als schlechte amiremakes.
johnboy1979 2011/09/24 14:24:17
Antwort löschenDa will ich dir nicht widersprechen: Pseudointellektuelle sind mir ebenso so ein Graus, wenn sie nicht sogar das sind, was mich am meisten auf die Palme bringt :)
johnboy1979
über Insidious 2011/08/21 22:57:57
Was für ein kranker Scheiß!!! -> Mir schaudert es immer noch. Als die Geisterjäger dazu kamen, dachte ich schon der Film gleitet ins Lächerliche ab, aber dem war ganz und gar nicht so, sondern vielmehr weist der Film eine Zweiteilung auf, der erste Teil ist noch recht konventionell gehalten, während der zweite Teil dem Genre neue Impulse zu geben vermag.
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der cineast 2011/09/03 16:14:50
Antwort löschenGroß! Hast du recht, meine sind wirklich schlecht. Wenn ich das hier sehe. Tut mir leid! Ehrlich.
johnboy1979 2011/09/03 16:23:50
Antwort löschenHe he; danke für deine Aufwartung, das versüßt mir den Tag so sehr, dass du dir das nicht mal in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst. :)
P.S. Take it easy: Peace!
johnboy1979
über Bad Teacher 2011/07/30 12:19:27
Ich habe den Film nach 20 Minuten ausgemacht: Mir wurde nämlich wirklich schlecht von dieser Bausatzkasten-Komödie. Ich konnte jede Szene vorausahnen, jede Rolle triefte vor Klischee-Marmelade; wirkliche Anarchie suchte man vergebens, denn es ist von Anfang an zu offensichtlich, dass letztlich unsere ach so böse Lehrerin zu einer eklig süßen Moraltante mutiert.
Wer unispirierte Komödien mag, die einem undifferenzierte Moralvorstellungen in einem pseudoanarchischen Mantel verkaufen wollen, der kann sich diesen *Malen-nach- Zahlen-Scheiss* zu Gemüte führen.
Ich muss aufhören, weil weitere Beschäftigung mit diesem Film: -> [(KOTZ x WÜRG)³]³
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fabel 2011/07/30 15:02:37
Antwort löschenEr meint bestimmt rausgegangen...:D
johnboy1979 2011/07/30 16:43:15
Antwort löschenUps, das war wohl ein freudscher Versprecher ;D
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philopee 2011/08/01 01:19:53
Antwort löschenHey, das schädigt die Filmindustrie. Aber bei solchen Ergüssen hat sies ja auch gar nicht anders verdient!
ihre-herrlichkeit 2011/08/10 17:24:24
Antwort löschenROFL "ausgemacht" xD Ja, man muss sich vorher immer DVD-Veröffentlichungsdatum angucken, bevor man solche Worte verwendet. Ist mir aber auch schon passiert. ^^
johnboy1979
Kommentare 2011/07/19 10:47:24
Bin gespannt! :)
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johnboy1979
über Transformers 3 2011/07/07 19:51:04
Transformers 3 -> Eine hohler Film im wahrsten Sinne des Wortes, der stellenweise nur ermüdend ist, der die mangelnde Schauspielerführung Bays in völlig überzeichneten und nervigen Figuren widerspiegelt, der an jeder Stelle dumpfen Hurra-Patriotismus darbietet: Und schließlich ein Werk, der der die ganze Megalomanie der neoliberalen, reaktionären Kräfte der globalisierten Welt aufzeigt: Ein Monstrum sondersgleichen, welches nur protzen kann, aber nichts zu erzählen hat, ein filmgewordener Werbeclip des Kapitalismus - und beim besten Willen kann man bei diesem Werk nicht einfach den Kopf ausschalten und die Special Effects genießen, denn dazu ist dieser Film zu ideologisch in seiner Vergöttlichung alles Maschinenhaften.
Ein echter Michael Bay eben :)
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dAJaro 2011/07/07 21:48:41
Antwort löschenHätte ich einen Kommentar zu diesem "Film" geschrieben, er wäre nicht viel anders als deiner ausgefallen. Selbst die Wertung stimmt überein. :)