José Garcia - José Garcias Kommentare zu Filmen

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Textezumfilm (José Garcia)
über Snow White and the Huntsman

4.0Uninteressant

Obwohl die Spezialeffekte durchaus gelungen und auf dem neuesten Stand sind, und Charlize Theron ihre Rolle als böse Königin mit ihren Blicken und einer trotz dominanter Körperhaltung so doch insgesamt zurückgenommenen Darstellung überzeugend ausfüllt, nimmt sich Rupert Sanders’ „Snow White & The Huntsman“ zu uneinheitlich aus: Die düstere, drastisch realistische Anmutung weiter Teile des Filmes und die märchenhaften Episoden mit den Zwergen, zu denen auch ein selbstironischer Zug gehört, passen kaum zusammen. Ein damit einhergehender episodenhafter Charakter lässt keinen einheitlichen Rhythmus entstehen. Noch schwerer wiegt es, dass die Dramaturgie keine richtige Spannung aufzubauen vermag.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Leb wohl, meine Königin!

7.5Sehenswert

„Leb wohl, meine Königin!“ (Les adieux à la Reine), der seine Premiere als Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale feierte, ist mehr als ein auf Requisite besonderen Wert legender „Kostümfilm“. Zwar wurde auf die Ausstattung und insbesondere auf die Kostüme viel Sorgfalt angewandt. Die Kamera von Romain Winding weidet sich jedoch kaum an solchen Bildern. Dazu führt Regisseur Benoit Jacquot aus: „Wir wollen das anekdotenhafte, das dekorative, die ermüdenden Vignetten vermeiden, etwas das für uns nicht mehr von Interesse ist. Wir wollen keine unwahrscheinliche Rekonstruktion erschaffen, oder eine, die aus der Fantasie heraus entsteht.“ Um dies zu erreichen, verfolgt eine teils nervöse Handkamera, deren Wirkung von der ebenso unruhig klingenden Musik von Bruno Coulais noch gesteigert wird, die Vorleserin der Königin durch die verwinkelten Hinterzimmer des prunkvollen Schlosses. Dies unterscheidet „Leb wohl, meine Königin!“ von den meisten Filmen mit historischen Sujets.

Benoît Jacquots Film ist denn auch eher ein Schauspieler- als ein Ausstattungsfilm. Die deutsche Darstellerin Diane Kruger verkörpert Marie Antoinette als tragische Figur, die letztlich eine Gefangene ihrer Unnahbarkeit wird, zu der sich die Theatralik von Krugers Spiel als adäquat herausstellt. Mit ihren zurückgenommenen Gesten, insbesondere aber mit ihren Blicken gestaltet die junge französische Schauspielerin Léa Seydoux die Vorleserin Sidonie mit einer Mischung aus Bewunderung für die Königin und Verblüffung über alles, was um sie herum geschieht. Diese Identifikationsfigur für den Zuschauer illustriert den Kontrast zwischen beiden Seiten von Versailles. Die Grenze verläuft nicht zwischen dem Hof und dem einfachen Volk, zwischen Arm und Reich. Wenige Meter trennen die Welt der Prachtentfaltung und die karge Umgebung nicht nur der Bedienstenten, sondern ebenfalls der Höflinge. Aus Sidonies Sicht erlebt der Zuschauer diese fließenden Übergänge zwischen beiden Welten, aber auch eine Stimmung vom Ende des Ancien Régime.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Men in Black 3

7.0Sehenswert

„Man in Black 3“ stellt eine angenehme Überraschung dar. Zwar spielt die Handlung, die außerdem eine ganze Reihe Logiklöcher aufweist, ebenfalls eine untergeordnete Rolle. Visuell überzeugt Barry Sonnenfelds Film jedoch, wie etwa bereits der eingangs erwählte freie Fall in die Vergangenheit zeigt. Darüber hinaus konzentriert er sich auf seine Figuren, statt wie viele Hollywood-Superproduktionen lediglich auf die Spezialeffekte zu setzen. Mit viel Liebe zum Detail werden Nebenfiguren entworfen, etwa die nach dem Tod von Agenten Z an die Spitze der „Men in Black“ aufgerückte Agentin O (Emma Thompson) mit ihrer kunstvoll arrangierten Frisur, oder auch die eher abstoßenden Details des Hauptbösewichtes Boris mit der skorpionartigen tödlichen Waffe, die aus seiner Handfläche heraus kriecht. Eine solche besondere Nebenfigur ist ebenfalls der Außerirdische Griffin (Michael Stuhlbarg), der die verschiedenen Möglichkeiten der Zukunft abwägt – und damit auch einen selbstironischen Kommentar auf die möglichen Richtungen abgibt, die die Filmhandlung hätte einschlagen können.

Im Mittelpunkt steht aber wie in den Vorgänger-Filmen die Beziehung zwischen den beiden Agenten J und K. Wobei als junger K Josh Brolin nicht nur die jüngere Version der von Schauspieler Tommy Lee Jones verkörperte Figur darstellt, sondern natürlich auch Tommy Lee Jones’ Mimik nachahmt, was ihm vollends gelingt. Weil Agent K die Brücke zwischen dem jungen und dem alten Partner K schlägt und sich deshalb als die Hauptfigur erweist, gehört ihm die zugegebenermaßen etwas süßlich geratene Pointe am Filmschluss. Obwohl „Men in Black 3“ zu dem Außerirdischen-Universum der zwei früheren Filme nichts Wesentliches hinzufügt, gelingt es Regisseur Barry Sonnenfeld in „Man in Black 3“, den schlimmsten Fehler im Unterhaltungskino zu vermeiden: Der Zuschauer fühlt sich in keinem Augenblick gelangweilt.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Ein ruhiges Leben

7.5Sehenswert

Toni Servillo, der in Deutschland insbesondere mit „Gomorrha... Reise in das Reich der Camorra“ (siehe Filmarchiv) bekannt wurde, gestaltet seinen Rosario Russo mit vielen Nuancen, wofür er als bester Schauspieler im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals Rom 2010 ausgezeichnet wurde. Erscheint er zunächst als der Inbegriff des zufriedenen Bürgers, der sich in der ländlichen Gegend eingerichtet hat und dessen Leidenschaft immer neue Menükreationen sind, mit denen er seinen Küchenchef in den Wahnsinn treibt, so schleichen sich in diese Idylle bald Misstöne ein, so etwa als Rosario vergisst, seinen Sohn zum Schwimmen zu fahren oder aber als der Hotelbesitzer in Bäume rostige Nägel treibt – gesunde Bäume dürfe er nicht fällen, und er möchte die Terrasse seines Restaurants doch gerne erweitern, erklärt er dazu. Diese andere, aus seiner Vergangenheit stammende Seite seiner Persönlichkeit, die zu seiner anfänglichen Heiterkeit kontrastiert, gewinnt immer mehr die Oberhand, je größer und unmittelbarer Rosario die Gefahr wahrnimmt, die sein hart erarbeitetes, „ruhiges Leben“ zum Einstürzen bringen kann. Mehr als die ihn einholende Vergangenheit ist es ein existenzialistischer Pessimismus („Gott interessiert sich nicht für die Menschen“), der Rosario zu einem Getriebenen macht, der das unheilvolle Schicksal nicht abwenden zu können glaubt. Dadurch stellt „Ein ruhiges Leben“ seine Hauptfigur, ohne jedoch den moralischen Zeigefinger zu erheben, vor grundlegende Entscheidungen. „Ein ruhiges Leben“ erhielt beim Brüsseler Filmfest 2011 den „Cineuropa“-Preis.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Kill Me Please

7.0Sehenswert

Die schwarzweißen Bilder mildern das reichlich fließende Blut, verleihen darüber hinaus der Schnee- und Waldlandschaft etwas Unwirkliches. Zusammen mit der teilweise verwackelten Handkamera von Frédéric Noirhomme schaffen sie eine ironische Distanz, die mit der schwarzen Satire korrespondiert. Die Situation wird immer absurder, was mit einem reichlich skurrilen Humor betont wird. Über die groteske Satire hinaus liefert „Kill Me Please“ einen Kommentar zur heutigen Diskussion um die aktive Sterbehilfe beziehungsweise um den medizinisch assistierten Selbstmord. Der Film führt eigentlich alle hehren Ziele vom humanen oder selbstbestimmten Sterben ad absurdum. Einerseits kommen nicht nur die handfesten finanziellen Vorteile, die Dr. Kruger durch die Testamente der Sterbewilligen erzielt, sondern auch der wirtschaftliche Schaden, der durch die verloren gegangene Produktivität der Selbstmörder jährlich der Volkswirtschaft entsteht, zur Sprache. Dadurch, dass am Ende jeder gegen jeden kämpft und der Arzt sich zu einer verzweifelten Tat genötigt fühlt, kann das Experiment „humane Sterbehilfe“ für gescheitert erklärt werden. Regisseur Olias Barco geht aber noch einen Schritt weiter, als er eine Patientin nach dem verheerenden Brand ausrufen lässt: „Ich habe verstanden, was für ein Glück, dass ich lebe.“ Konnte bereits bei heutigen Filmemachern gegenüber der aktiven Sterbehilfe eine kritischere Haltung als vor einigen Jahren festgestellt werden, so fügt die schwarze Komödie „Kill Me Please“ eine neue Variante hinzu, die allerdings wegen der expliziten Gewaltdarstellungen nichts für schwache Nerven ist.

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José Garcia

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Offensichtlich lässt sich der Film so oder so interpretieren, je nachdem, was man hineinliest. "Missverstehen" ist dabei schon ein starker Ausdruck - Für meine Interpretation liefere ich jedenfalls Argumente.


dbeutner

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Ohne das im einzelnen durchgehen zu wollen - das bräuchte etwas länger, denn man muss sich mit mE einer Kausilität verweigernden Argumentation eben Satz für Satz und dann nochmal komplett auseinandersetzen - sehe ich schlicht keine Argumente, die das stützen. Einen Satz wie >>kann das Experiment „humane Sterbehilfe“ für gescheitert erklärt werden<< kann man schreiben, aber er begründet eben nicht seine Aussage (auch nicht der weggelassene Teil davor). Bloß "weil" in dem Film und aus dessen gerade zum Ende hin motivationsfreien Handlungen "jeder gegen jeden kämpft", ist daraus keine Aussage über >>das Experiment „humane Sterbehilfe“<< abzuleiten (höchstens: über die im Film dargestellte Klinik).

"Der Film führt eigentlich alle hehren Ziele vom humanen oder selbstbestimmten Sterben ad absurdum." Auch das stimmt einfach nicht. Er beschäftigt sich zunächst ausführlich mit der Frage, wie bürgerlich verlogen die Definitionskataloge sind - also zum einen, wer aufgenommen wird, zum anderen, welche letzten Wünsche akzeptiert (Prostituierte) oder nicht (Gotcha) sind, was jeweils aufgrund einer nicht absolut begründbaren bürgerlichen Ethik beruht. Aber es ist - sorry, aber das ist wirklich so - vollkommen abwegig, hieraus ein Statement gg Sterbehilfe an sich zu ziehen. Diese Frage bzw. ein solches Statement tauchen eigentlich im Film gar nicht auf. Dass eine Frau, de sterbewillig ist, plötzlich den Wert des Lebens entdeckt, sagt ebenfalls argumentativ *nichts* zur Frage der Sterbehilfe aus.

So, jetzt habe ich doch ein paar Worte verfasst, könnte das aber noch sehr viel weiter führen. Will es aber dabei als Beispiele belassen.


Textezumfilm (José Garcia)
über Die Farbe des Ozeans

8.0Ausgezeichnet

In ihrer zweiten Regiearbeit entwirft die mehrfach ausgezeichnete deutsche Drehbuchautorin Maggie Peren eine komplexe Geschichte, die drei unterschiedliche Handlungsstränge miteinander verknüpft: Neben dem Drama um Zola und seinen Sohn Mamadou beleuchtet sie das von Misstrauen und Härte diktierte Handeln Josés sowie die naive, vom schlechten Gewissen der Überflussgesellschaft diktierte Einstellung Nathalies. Dass alle drei Handlungsstränge in einem dramaturgisch stimmigen Gleichgewicht zueinander stehen, ist ohne Zweifel das Verdienst des von der Regisseurin selbstverfassten Drehbuchs, aber sicherlich auch des Schnitts von Simon Blasi, der das richtige Tempo für die Figuren- und Handlungsentwicklung findet. Weil sich im Gegensatz zur Gutmenschen-Einstellung Nathalies gut gemeinte Hilfe als wenig hilfreich erweist, stellt Perens Film durchaus aktuelle moralische Fragen.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Lachsfischen im Jemen

6.0Ganz gut

Regisseur Lasse Hallström stellt die zwei Hauptcharaktere betont gegensätzlich dar: Arbeitet die modern gekleidete Harriet in einem weiträumigen Büro, so scheint der etwas altmodische auftretende Alfred seinen Arbeitsplatz in einer Art Kabuff zu haben. Weil sich im Film aber die Gegensätze anziehen, kommen sich Miss Chetwode-Talbot und Dr. Jones ziemlich vorhersehbar bald näher. Zumal Drehbuchautor Simon Beaufoy und Regisseur Hallström Alfreds Ehe in eine handfeste Krise hineingeraten und Harriets Freund als vermisst in Afghanistan gelten lassen. Dadurch stellt „Lachsfischen im Jemen“ die Liebesgeschichte in den Mittelpunkt, wozu der Regisseur teilweise schmachtende Filmmusik und ausgesucht wunderschöne Landschaftsaufnahmen einsetzt – was allerdings einen geradezu süßlichen Beigeschmack erhält. Schwerer wiegt es jedoch, dass es Lasse Hallström kaum gelingt, diese unterschiedlichen Tonarten miteinander zu vereinbaren. Dennoch: Dialoge mit hintergründigem Humor, die wunderbar ironische Kristin Scott Thomas und die zwei großartig agierenden Hauptdarsteller Ewan McGregor und Emily Blunt, die aus ihren holzschnittartigen Rollen das Beste herausholen, entschädigen für die vorhersehbaren Wendungen in der Dramaturgie.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Die Vermissten

6.5Ganz gut

Jan Speckenbach wählt einen schonungsloseren Ansatz als visuell radikalere Filme, die vor ihm diese Thematik behandelt haben. Denn hier verläuft die Grenze nicht mehr zwischen Arm und Reich sondern einfach zwischen Jung und Alt, so dass der vom Film unspektakulär entwickelten Vision etwas Dystopisches anhaftet. Trotz seiner Schwächen und der vermeintlich alltäglichen Bilder bietet „Die Vermissten“ eine Parabel über die demografische Entwicklung, die sich nicht minder besorgniserregend ausnimmt als andere thematisch verwandte Filme.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Lockout

6.0Ganz gut

Trotz der bekannten und vorhersehbaren Handlung birgt das vom Regieduo zusammen mit Action-Spezialisten Luc Besson verfasste Drehbuch die eine oder andere Überraschung. In visueller Hinsicht bietet „Lockout“ trotz des für solche Science-Fiction-Actionfilme eher bescheidenen Budgets von 30 Millionen Dollar ein kurzweiliges Actionspektakel. Im Vergleich etwa zur aufwändigen Ausstattung von „Blade Runner“ liefert „Lockout“ jedoch keine Hinweise auf die Gesellschaft im Jahre 2079. Der Zuschauer erfährt beispielsweise, dass sich das „Oval Office“ des US-Präsidenten in einem Bunker unter dem Weißen Haus befindet, und dass das dort hängende US-amerikanische Wappen einen Riss aufweist. Was dies jedoch zu bedeuten habe, darüber schweigt sich der Film aus. Ähnlich sieht der Zuschauer zwar futuristisch wirkende Motorräder und Hubschrauber, bekommt aber beispielsweise keinen Überblick über städtebauliche Zustände, die in einem Science-Fiction-Film eigentlich eine wichtige Rolle spielen. Dasselbe gilt für gesellschaftspolitisch relevante Fragen. Die Menschenrechte, die dem allgemeinen Sicherheitsbedürfnis zum Opfer fallen, und die Emilie Warnock bei ihrem Besuch auf der MS-One untersuchen möchte, erweisen sich lediglich als ein Vorwand, um die Handlung voranzutreiben. Jedenfalls kommt dieser Aspekt nicht weiter als in Steven Spielbergs „Minority Report“ (2002), von dem das Regieduo die Idee der Verwahrung von Verbrechern in einem komatösen Zustand ohnehin abgekupfert hat. Dennoch: Die durchgängige Selbstironie von „Lockout“, wozu die Wortgefechte entscheidend beitragen, die sich Emilie und Snow permanent liefern, macht den Film von James Mather und Stephen St. Leger zu einer kurzweiligen Persiflage des Genres.

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Textezumfilm (José Garcia)
über 50/50 - Freunde fürs (Über)Leben

8.5Ausgezeichnet

Bereits im (deutschen) Verleihtitel wird es deutlich, dass es Drehbuchautor Will Reiser und Regisseur Jonathan Levine nicht nur um Adams Krankheitsverlauf, sondern insbesondere auch um die Unterstützung durch dessen besten Freund Kyle geht. Zwar nimmt sich das Drehbuch besonders nach Rachaels Scheitern und dem Erscheinen der jungen, unsicheren aber überaus verständnisvollen Therapeutin Katherine auf der Leinwand ausgesprochen vorsehbar aus. „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ überzeugt jedoch einerseits dadurch, dass der Film den richtigen Ton trifft: Als Komödie wirkt er niemals albern, die dramatischen Augenblicke werden wohldosiert eingesetzt. Daran haben andererseits zwei Nebenfiguren – Adams Mutter und besonders sein Freund Kyle – einen ganz wichtigen Anteil. Seth Rogen und Anjelica Huston gestalten sie sehr nuanciert und frei von seichten Klischees.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Reality XL - Realität ist ein Traum

7.5Sehenswert

Die minimale Ausstattung mit ihrer surrealen Anmutung verwandelt „Reality XL“ in ein Kammerspiel für vier Schauspieler. Außergewöhnlich an Tom Bohns Film ist aber nicht nur die grandiose Wendung am Filmschluss, die aus den abstrusen Theorien eine Frage der „letzten Dinge“ macht. Darüber hinaus realisierte Drehbuchautor und Regisseur Tom Bohn „Reality XL“ als regelrechte Independent-Produktion ohne jegliches öffentliches Geld und im Selbstverleih – eine Ausnahmeerscheinung im deutschen und europäischen Kino.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Marvel's The Avengers

7.5Sehenswert

Gelingt es Joss Whedon, nicht nur den Erzählrhythmus wohldosiert immer mehr zu steigern, sondern auch in der komplexen Figurenkonstellation das Gleichgewicht zu halten, so geht dies auf Kosten einerseits der Handlung, andererseits aber auch der Figurenzeichnung, die in anderen Comic-Verfilmungen von „Spider-Man“ über „Batman“ bis „Iron Man“ häufig im Mittelpunkt steht. Wie sehr „Marvel’s The Avengers“ diesbezüglich an der gewiss ansprechenden Oberfläche haften bleibt, zeigt etwa die Figur von Captain America. Um die Veränderungen in den sechzig Jahren, die er im Eis verbracht hatte, in Szene zu setzen, lassen ihn die Filmemacher nicht nur blasser als die anderen erscheinen. Außerdem trägt er, sofern er nicht in seinem Helden-Kostüm erscheint, betont altmodische Kleidung. Darüber hinaus staunt Captain America immer wieder über die ihm keineswegs vertraute Technik und deren Bezeichnungen – was auch als eine Quelle für Gags benutzt wird. Nur eins fällt ihm, dem Offizier aus dem Zweiten Weltkrieg, nicht auf: die große Anzahl Frauen in verantwortlichen Positionen in der Kommandobrücke des S.H.I.E.L.D.-Flugkörpers. Dennoch: Für die Fans von Comic-Verfilmungen stellt „Marvel’s The Avengers“ wegen der hervorragend inszenierten Action und des durchgängigen Humors seiner Helden sicherlich in Sachen Unterhaltung einen Höhepunkt des Kinojahres dar.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Das Leben gehört uns

8.0Ausgezeichnet

Dass Valérie Donzelli ihren Film nicht als (film-)therapeutische Aufarbeitung versteht, macht sie mit ihrer Inszenierung deutlich. Da ist zunächst einmal die Off-Stimme oder genauer die drei verschiedenen Off-Stimmen, die in je eigener Tonart mit unterschiedlicher Distanz ihre Kommentare abgeben. Lässt sich der Zuschauer auf diese ausgiebige und eigentümliche Verwendung dieses Stilmittels ein, so spürt er, dass dadurch die gewohnte Dramaturgie konterkariert wird. Ähnliches gilt für die Kameraarbeit: Sie schafft eine große Nähe, ja Authentizität, weil der Film weitestgehend mit einer Fotokamera bei natürlichem Licht gedreht wurde. Diesen Bildern stellt aber die Regisseurin die traditionell mit einer 35 Millimeter-Kamera in Zeitlupe aufgenommenen Schlusseinstellungen gegenüber.
Der Schwere des Sujets begegnet Valérie Donzelli darüber hinaus mit einer beschwingten Dramaturgie, bei der sich an mehreren Stellen eine gewisse Komik Bahn bricht. So etwa, als die Familien von Roméo und Juliette vorgestellt werden. Dass die Regisseurin „ein sehr gegenwärtiges Paar zeigen“ wollte, äußert sich nicht nur darin, dass er den Haushalt macht und das Kind versorgt, während sie arbeitet. Außerdem wird dem Zeitgeist dadurch gefrönt, dass Roméos Mutter Claudia (Brigitte Sy) eine Lebensgefährtin hat, Alex (Elina Löwensohn). Die Überzeichnung wirkt insbesondere im Kontrast mit Juliettes Eltern (Michele Moretti, Philippe Laudenbach), die als besonders konservativ dargestellt werden. Zur überbetonten Modernität der Filmanmutung gehört es etwa denn auch, dass sich Juliette und Roméo als nicht gläubig bezeichnen – was sie aber nicht daran hindert, im Augenblick der Not ein Gebet zu sprechen. Wobei insbesondere Juliette kein Hehl daraus macht, dass sie es auch ehrlich meint. Zur außergewöhnlichen Inszenierung von Donzellis Film gehört außerdem eine sehr eigenwillige Musik-Mischung aus klassischen Stücken, Ennio Morricone, Chansons und Techno-Musik, mit der die Regisseurin die unterschiedlichen Gefühlszustände ihrer Figuren unterstützt.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Glaube, Blut und Vaterland

5.0Geht so

Trotz der teilweise aufwändigen Ausstattung und besonders in den Kampfszenen herausragenden Kameraführung überzeugt „Glaube, Blut und Vaterland“ letztlich nicht, weil es Roland Joffé selten gelingt, die unterschiedlichen Handlungsstränge über die größeren Zeitsprünge hinweg tatsächlich miteinander zu verknüpfen. Darüber hinaus wirken manche Szenen insbesondere bei den in den zehner Jahren spielenden Kindheitsepisoden doch zu sehr als gefilmtes (Bauern-)Theater. Zu eindimensional nehmen sich außerdem die Figuren aus. Dies gilt sowohl für die allzu glatte und unbedarfte Darstellung des Opus Dei-Gründers durch Charlie Cox als insbesondere auch für den eigentlichen Hauptcharakter von „Glaube, Blut und Vaterland“ Manolo. Wes Bentley schafft es nicht nur wegen der dicken Maskenschichten in seiner Charakterisierung als alter Mann kaum, die Zerrissenheit des inneren Konfliktes, den Schmerz einer Entscheidung darzustellen, deren Folgen ihn angeblich ein Leben lang begleitet und bedrückt haben.

Was Joffé allerdings nicht verlernt hat, ist sein Gespür, um mit einem einzigen Bild komplexe Sachverhalte und Gefühle wiederzugeben. In „Mission“ verdichtete er etwa in einem Bild, in dem ein Indio den Strick durchschneidet, an dem der von Robert de Niro verkörperte, ehemalige Sklaventreiber seine ganze Rüstung schleppt, den Begriff der Vergebung. In seinem neuen Film bringt Derek Jacobi als Geschäftsführer in der Schokoladenfabrik von Josemarías Vater mit einer Einstellung, in der er Josemaría und Manolo als Kindern eine Bohne Kakao zeigt, nichts weniger als den Gedanken der gut getanen Arbeit zum Ausdruck. Eine Anschauung, die zum Kern von Josemarías Gründung Jahrzehnte später gehören wird. Regisseur Roland Joffé begnügt sich nicht mit oberflächlichen Schuldzuweisungen in einem mörderischen Bürgerkrieg. „Glaube, Blut und Vaterland“ verdeutlicht, dass Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Mord auf beiden Seiten stattfanden, und dass es müßig ist, die einen gegen die anderen aufrechnen zu wollen. Ob ein katholischer Priester von „Linken“ oder ein politisch Andersdenkender von „Rechten“ erschossen wird, Mord bleibt Mord.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Chronicle - Wozu bist du fähig?

4.5Uninteressant

Der 25-jährige Regisseur Josh Trank setzt in seinem Spielfilmdebüt zunehmend auf Action. Obwohl er dies handwerklich durchaus gut tut, wie übrigens im gesamten Film auch, um mit einem verhältnismäßig bescheidenen Budget halb Seattle in die Luft fliegen zu lassen, hinterlässt die sich bei einer Gesamt-Filmlänge von nur 84 Minuten viel zu sehr in die Länge ziehende Materialschlacht einen schalen Beigeschmack. Denn diese Überhandnahme der reinen Action wirkt wie ein Vorwand, um sich nicht um die Charakterentwicklung kümmern zu müssen. Obwohl der unbekannte Schauspieler Dane DeHaan Andrews anfänglichen Frust und den späteren Spaß an den neuen Fähigkeiten durchaus glaubwürdig verkörpert, hat er gegen lauter Klischees anzukämpfen, so dass seine Wandlung vom Außenseiter zum Super-Bösewicht mit jeder solchen Figur in einem Superheldenfilm völlig austauschbar bleibt. Vielleicht liegt es daran, dass der Regisseur bislang lediglich bei einigen Folgen einer TV-Serie Regie und der Drehbuchautor bisher nur Skripte für Kurzfilme verfasst hatte. Jedenfalls taugt die Geschichte um die drei Jugendlichen, die unverhofft zu Superkräften kommen und damit nichts anzufangen wissen, kaum zu einem abendfüllenden Film

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Textezumfilm (José Garcia)
über Die Königin und der Leibarzt - A Royal Affair

5.0Geht so

Die Mischung aus Liebesfilm und politischer Tragödie wird von den Idealen der Französischen Revolution geprägt. Dies verdeutlicht bereits eine Texttafel zu Beginn von „Die Königin und der Leibarzt“. Dazu führt Regisseur Nikolaj Arcel aus: „Heute, in Zeiten von intellektueller Intoleranz und von Fundamentalismus“, sei sein Film „auch eine Hommage an die Gedanken der Aufklärung, die Gedanken von Männern wie Voltaire und Struensee“. Diese teilweise aufdringliche Idealisierung der Aufklärung in ihrem Kampf gegen den Einfluss des Adels und der Kirche schmälert jedoch den Wert eines insgesamt gut gespielten und gut inszenierten Films.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Work Hard - Play Hard

8.0Ausgezeichnet

Im modernen „Human Ressource Management“ herrscht eine aus lauter englischen, für Außenstehende eigentümlich geschwollen Ausdrücken bestehende, eigene Sprache. Verbunden etwa mit einer „Neujahrsansprache“ eines Konzernchefs an seine Mitarbeiter wirkt solche Selbstbezüglichkeit gar sektenhaft. Dass die Mitarbeiter eine andere Familie als die Firma haben könnten, erscheint schier unmöglich.

„Work Hard – Play Hard“ setzt keine Off-Stimme und außerdem kaum Musik ein. Carmen Losmann lässt die Akteure sprechen und handeln, wobei deren Körpersprache ähnlich viel aussagt wie deren eigenartige Redewendungen. Indem sich die Regisseurin jeglicher Kommentare enthält, entwickeln die Bildeinstellungen eine eigene kritisch-ironische Sicht. „Work Hard – Play Hard“ entlarvt denn auch die Maßnahmen zum Wohlfüllen der Mitarbeiter nicht nur als bloße Strategie zur Produktivitätssteigerung und Gewinnmaximierung. Darüber hinaus entfacht Losmanns Film eine beunruhigende, an Kafka, Huxley und Orwell erinnernde Stimmung.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Krieg der Knöpfe

6.5Ganz gut

Zwar stellt Regisseur Christophe Barratier, wie bereits in seinem erfolgreichen Spielfilmdebüt „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (2004), eine besondere Begabung in der Führung von Jungdarstellern unter Beweis. Zwar werden die Charaktere von Violette, Lebrac und teilweise auch von Aztec nuanciert gezeichnet, aber die anderen Figuren bleiben eher Stereotypen. So gehören zur Longeverne-Bande sowohl der starke Camus (Nathan Parent), der sich nicht gerade durch hohe Intelligenz auszeichnet, als auch der „Professor“ La Crique (Harald Werner), der als Klassenbester immer die richtige Strategie entwickelt, oder auch der Weichling Bacaillé (Louis Dussol), der Sohn des Bürgermeisters, sowie Kleiner Gibus (Clément Godefroy) als der Jüngste, der mit den Größeren mitmachen will und sie deshalb manchmal zum Lachen, manchmal aber auch zur Verzweiflung bringt. Lauter Charaktere, die in jedem Spielfilm über Jugendbanden vorkommen, wobei es auffällt, dass außer Aztec kein Mitglied der Velrans-Bande individuelle Züge erhält. Die gut choreographierten Kampfszenen und die schönen Landschaftsaufnahmen von Kameramann Jean Poisson werden außerdem von der teils sentimentalen, teils allzu bombastischen Musik von Philippe Rombi konterkariert. Dennoch: Regisseur Barratier gelingt es trotz einiger Schwächen, eine klassische Erzählung mit einer Hommage an die französische Résistance zu verknüpfen.

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Textezumfilm (José Garcia)
über Nathalie küsst

7.5Sehenswert

Außergewöhnlich nimmt sich die Liebesgeschichte auf den ersten Blick aus, weil die zwei Charaktere äußerlich unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie: feenhaft-schön, mit schlichter Eleganz gekleidet. Er: plump, mit Halbglatze und in immer gleich aussehenden, langweiligen Pullovern. Natürlich bekommt Markus Angst, als sich Nathalie mit ihm zu einem Abendessen verabredet, weil er ihre Unterschiede ähnlich empfindet, „als würde Liechtenstein mit den USA ausgehen“. Ähnlich witzige Sätze gibt Markus mehrfach zum Besten. Denn beim näheren Hinsehen stellt sich sein entwaffnender Humor, seine Natürlichkeit und Güte heraus. Nathalie und Markus haben darüber hinaus mehr gemeinsam, als zunächst angenommen werden konnte: Wegen ihrer Trauer und seiner Einsamkeit sind sie im Grunde verwandte Seelen. „Nathalie küsst“ bietet demnach nicht nur eine ausgefallene Liebesgeschichte. Der Film der Brüder Foenkinos handelt darüber hinaus von der Überwindung von Vorurteilen. Er ermutigt, bei den Menschen hinter Äußerlichkeiten, auf das Wesentliche zu schauen.

Mit viel Gespür für Rhythmus, feinem Humor und der Musik von Emilie Simon, die sich weder in den Vordergrund drängt noch Rührseligkeit hervorruft, sowie mit wunderbaren Bildern, die zwischen alltäglichem Realismus und einer teilweise an „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erinnernden Traumwelt – so etwa in einer Szene auf einer Seine-Brücke mit einem leuchtenden Eiffelturm im Hintergrund – fließen, gelingt es den Filmemachern, leichtfüßig und auf unverbrauchte Art Komisches und Tragisches miteinander zu verknüpfen. Großen Anteil daran haben die Hauptdarsteller François Damiens und insbesondere Audrey Tautou, die in jeder Szene authentisch wirken.

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Textezumfilm (José Garcia)
über The Lady - Ein geteiltes Herz

8.5Ausgezeichnet

Trotz des Pathos, mit dem Luc Besson einige Szenen inszeniert – etwa beim von der anschwellenden Musik Eric Serras begleiteten ersten öffentlichen Auftritt Suu Kyis oder bei der Gegenüberstellung der zierlichen Frau mit Gewehr im Anschlag tragenden Soldaten – überzeugt „The Lady – Ein geteiltes Herz“ insbesondere durch das zurückgenommene Spiel von Michelle Yeoh und David Thewlis: Über die verblüffende Ähnlichkeit der malaysischen Schauspielerin mit der echten Aung San Suu Kyi hinaus gelingt es Michelle Yeoh, das Charisma der Freiheitskämpferin zu verkörpern.

„The Lady – Ein geteiltes Herz“ ist indes mehr als eine Filmbiografie. Denn in seinem Film zeigt Luc Bessons Film eine bewegende Liebesgeschichte, die mit den süßlich-romantischen „Love Stories“ des Hollywoodkinos kaum etwas gemeinsam hat. Denn die wenigsten Filme handeln von einer jahrzehntelang anhaltenden Treue – von löblichen Ausnahmen wie Mike Leighs „Another Year“ einmal abgesehen. Deshalb konzentriert sich Drehbuchautor und Regisseur nicht allein auf Aung San Suu Kyi, sondern zeigt parallel die Bemühungen ihres Mannes Michael Aris, sein eigenes Leben dem Lebenswerk seiner Frau unterzuordnen. David Thewlis verleiht Michael Aris freilich Entschlossenheit und Charakterfestigkeit, die jeder Unterwürfigkeit entgegensteht. Der politische Kampf um das Wohl ihres Volkes verlangt das Opfer des privaten Glücks nicht nur von Suu Kyi, sondern auch von Michael ab, der zuletzt sogar auf dem Sterbebett auf die Abwesenheit seiner Frau verzichten muss – und es auch ganz bewusst tut. Weil die echte Suu Kyi in Birma so etwas wie einen Heiligenstatus genießt und sein Film noch zu einer Art „Heiligsprechung“ der Friedensnobelpreisträgerin beitragen könnte, lässt Luc Besson Suu Kyi einen bemerkenswerten Satz sprechen: „Eine Heilige ist eine Sünderin, die sich weiterhin anstrengt.“ Dennoch: Mit „The Lady – Ein geteiltes Herz“ liefert Luc Besson eine ergreifende Hommage an die Friedensnobelpreisträgerin.

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