KlapTrap — Als Freund hinzufügen
KlapTrap aus Niebüll heißt Tobias Sönnichsen, ist 33 Jahre alt. Er hat sich 2008/08/10 16:25:21 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1777 Filme bewertet und legendäre 246 Kommentare geschrieben. "I didn't do anything. I'm a nice man. I mind my own business. So you tell me 'that's that' before I beat the hell from you. I have so much strength in me you have no idea. I have a love in my life. It makes me stronger than anything you can imagine. I would say 'that's that', Mattress Man. " Barry Egan - Punch Drunk Love Mehr
| Name | Tobias Sönnichsen |
|---|---|
| Alter | 33 |
| Stadt | Niebüll |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | Fred Madison |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Edward Norton,Emily Watson,Kevin Spacey,Justin Theroux,William H. Macey,Julliane Moore,Phillip Seymour Hoffman,Tilda Swinton, Michael Douglas,JAck Nance, Naomi Watts,Nicolas Cage,Hugo Weaving, John Cusack,Johnny Depp, Kyle MacLachlan, Bill Murray, Sean Penn, Patricia Arquette, Christian Bale, Kate Winslet, Clive Owen |
| Meine Lieblingsregisseure: | David Lynch,Paul Thomas Anderson,Stanley Kubrick,Spike Jonze,Christopher Nolan,Darren Aronofsky,Lars von Trier,David Fincher,Michel Gondry,Michael Haneke,Terry Gilliam |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | Und es steht geschrieben : Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen,aber die Vergangenheit nicht mit uns. |
| Über mich | "I didn't do anything. I'm a nice man. I mind my own business. So you tell me 'that's that' before I beat the hell from you. I have so much strength in me you have no idea. I have a love in my life. It makes me stronger than anything you can imagine. I would say 'that's that', Mattress Man. " Barry Egan - Punch Drunk Love |
The Box - Du bist das Experiment
KlapTrap 4.0 "Uninteressant" 2010/02/28 00:33:41
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
patcharisma 2010/02/28 00:53:18
Hmm, mir haben die Bilder gefallen als Cameron so 70's-mässig nach Lee Remick gestylt wurde inkl. Halstuch - da werde ich schwach! xD und Donnie Darko ist so bösartig überschätzt, da fällt mal noch Schnee in die Wüste...
KlapTrap 2010/02/28 01:00:33
Ach, ich mag den Donnie, ich muss mir nur immer vor Augen halten, das ich MEINEN Donnie mag, und nicht den, den Kelly versucht hat dem Publikum später überzustülpen.
Und glaub mir, die 70er sind in diesem Film genauso tot wie Bob Hope und Polyesterhosen !
EllHomer 2010/03/02 02:44:45
Sehr eigenartiger Mystery-Thriller mit komischen Sci-Fi-Einlagen, die den Film ins lächerliche ziehen. Ziemlich schade nach so einem gelungenem Anfang.
"The Box" erzeugt dennoch viel Spannung und schafft Geheimnisse, die es aufzuklären gilt. Denkt bzw. hofft man zumindest. Doch leider macht das der Film nicht und hinterlässt viele Fragen, deren Antworten man nie erfahren wird.
Durst
KlapTrap 9.0 "Herausragend" 2010/02/25 15:03:48
DURST ist ganz klar, durch und durch, ein Park Chan-Wook-Film.
Besser gesagt : Ein Park Chan-Wook-Schaulaufen !
Der Film häuft Genres auf, wie auf einer Perlenschnur, verwendet sämtliche Kamerawinkel und Tricks die sich die Menschhei… — Mehr
DURST ist ganz klar, durch und durch, ein Park Chan-Wook-Film.
Besser gesagt : Ein Park Chan-Wook-Schaulaufen !
Der Film häuft Genres auf, wie auf einer Perlenschnur, verwendet sämtliche Kamerawinkel und Tricks die sich die Menschheit bis heute überhaupt hat einfallen lassen, und bietet ein weiteres Mal, Frame für Frame, Bereicherung für die heimische Tapetenkultur.
Wenn man denn ein Faible für Wooks Poesie der Gosse, des Animalischen hat.
Und seinen Humor teilt, der sich auch in DURST, gleich einer Blutspur, quer durch den ganzen Film zieht.
Das Beste an DURST aber, ungleich dem zwingendermaßen aufkommendem Vergleich zu OLDBOY, hier werden nicht nur brilliante Bilder um ihrer selbst Willen aufgehäuft, Brutalität nur der Ikonografie wegen ausgedehnt, DURST fährt in seinen Bildern soviel Ideen auf, das er sich weit von dem Ruf distanziert, den sein Regisseur dank OLDBOY angeheftet bekam : asiatischer Tarantino-Klon.
Denkste !
Park ist gottseidank klüger als dererlei Vergleiche, und anscheinend auch nicht allzu anfällig dafür, sich durch diese Erwartungshaltung weiterhin seine Dukaten zu verdienen.
Und so ist DURST Vampirfilm auch nur an der spärlichen Oberfläche, und reißt darunter mit Gewalt an zahlreichen relevanten Themen.
Es ist kein Zufall, das der Protagonist uns erst als Priester, dann als Untoter begegnet, reicht dieser Zusammenhang dem Film doch schon, um eine Reihe ganz gewitzter Religionsstichelein ins Feld zu führen (und nebenbei in einer der besten Metaphern des Films Selbstkasteiung mit Borderline zu verlinken).
So ist die Vampirwerdung in DURST gerade in der ersten Hälfte, wenn sich der Priester allen Dogmen und Sakrilegen entledigt, schon fast eher eine Menschwerdung, und verkehrt damit alle Anzeichen vergangener Vampirgrusler.
Es wimmelt vor unterdrückter Sexualität, Schuldneurosen und Konflikten in DURST, und eine zeitlang ist der Vampirismus hier nicht die gewohnte Metapher der Bestie, sondern der Katharsis.
Auch und viel durch Sex.
Was der Film gleichzeitig hernimmt, um das Selbstverständis des fernöstlichen Frauenbildes zu karrikieren und damit zur Debatte zu stellen.
Aber auch an die selbstverliebten Agnostiker und Kopfnicker, die Anhand soviel Klerikverhunzung ihre helle Freude haben werden, hat Park gedacht.
Und so bricht in der zweiten Hälfte das Ego in den Film, und zeigt das andere Extrem : Die Entfesselung des Nihilismus, ohne Bindung an moralische Überbauten.
Aus dem menschelnden Monster wird wieder ein Biest - gegen seine Überzeugung : ein Mörder.
Für Extreme sind anscheinend weder Menschen noch Vampire gedacht.
DURST wäre aber ein feiger Film, wenn er sich auf dererlei Quotenbashing verlassen würde, er versucht den Mittelweg : Gott ist tot, wir selbst sind unser moralischer Imperativ.
Hier zieht es Chan-Wook wieder zurück zu der Thematik seiner Rache-Trilogie : Vergangenheit als Mühlstein, der wir nicht entkommen können.
Sünden bleiben Sünden, egal ob wir sie anders nennen, oder ungläubig sind, einige Vergehen brauchen keine Dogmen um als moralisch falsch verstanden zu werden.
Sünde schwimmt immer oben.
Im doppelten Wortsinn.
Schwerer Stoff, und nur leicht angekratzt, DURST bietet Wagenladungen davon.
Doch : Niemals so verkappt, das man erst zehn Semester Philosophie studieren muss, um auf sie aufmerksam zu werden, und niemals so oberflächlich, das wir uns auf Poesiealbum-Lyrik-Niveau bewegen.
Wenn es etwas an DURST gibt, das außer der Stilsicherheit des Genremixes für Furore sorgt, dann vor allem mit welcher Leichtigkeit der Film dererlei Gedankenspielerein hernimmt und in bitterböse Lacher und klassische Suspenseschübe einbaut.
Und das ganze dann auch noch aussehen lässt, wie einen Vampirfilm.
DURST ist näher an LADY VENEGANCE, denn an OLDBOY, und das ist gut so.
Er nimmt alle Trademarks die Chan-Wook bisher ausmachten, kombiniert sie, und erschafft damit etwas völlig neues.
Er lässt persönliche Themen zurücktreten, für größere, politischere Dimensionen, und bleibt dabei so federleicht wie die fragile Rachelady aus Parks brilliantem LADY VENEGANCE.
Und deswegen ist DURST sein bisher bester Film.
Die Masse der Anhänger die lieber Oh Dae-Su bei seiner Kieferbehandlung zusehen, werden mir da wahrscheinlich lautstark wiedersprechen, aber ich glaube : Für sie hat er diesen Film auch nicht gemacht.
Und wenn mir soviel klerikaler Ausbruch erlaubt sei : Gott sei Dank !
Jorge García
KlapTrap 2010/02/24 11:07:56
Dude.......... you've got some...Arzt...on you.
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In meinem Himmel
KlapTrap 8.5 "Ausgezeichnet" 2010/02/17 23:02:02
IN MEINEM HIMMEL ist ein Film der nur schwer mit Worten totzuschlagen, gar zu erklären ist, und der wohl zu recht völlig die Lager spaltet, wie schon länger kein Projekt eines großen Regisseurs mehr.
Er stapelt soviel verschiedene Gefüh… — Mehr
IN MEINEM HIMMEL ist ein Film der nur schwer mit Worten totzuschlagen, gar zu erklären ist, und der wohl zu recht völlig die Lager spaltet, wie schon länger kein Projekt eines großen Regisseurs mehr.
Er stapelt soviel verschiedene Gefühle, ja Sichtweisen in ein möglichst kohärentes Werk, bedient sich sowohl klassischer Erzählstruktur als auch Bombast-Overkill, das einfache Schablonen nicht greifen, um dem Film Herr zu werden.
Wer nach Jacksons letzten Mega-Epen einen ähnlichen Nachfolger erwartet hat, sprich - wer seinen Kinosessel nur in Beschlag nahm um dem Herrn der Hobbits bei einer neuen Fantasy-Großtat, dem Bezwinger des Riesenaffens bei einer neuen Gigantomanie zuzusehen, der wird verständnislos auf einen Großteil des Filmes reagieren, der nicht nur im bodenständigen Terrain, sondern auch im bitterbösen, aber ganz klassichen (sprich: langsamen) Thriller-Sujet spielt.
Wer auf der anderen Seite erwartet, eine völlig neue, ja gar "erwachsene" Seite an Herrn Jackson zu entdecken, sieht enttäuscht dabei zu, wie sich Peter einmal mehr wie das Kind im Spielwarengeschäft benimmt.
Für mich persönlich aber, hat der Mix aus Real und Fantasyfilm wunderbar funktionert.
Denn auch wenn IN MEINEM HIMMEL ernstere Themen zu Tage treten lässt, Jackson ist Jackson, und der Film gar nicht so weit von einem BRAINDEAD entfernt.
Und damit meine ich natürlich nicht, das hier gesplattert wird, bis kein Arzt mehr kommt, sondern das es typische Trademarks des kleinen Vollbart-Maniacs gibt, die dafür gesorgt haben, das der einstige Amatuerfilmer heute eine so massive Fanbase hat.
Und sie alle sind auch in seinem neusten Werk vorhanden.
Sei es die Begabung wirklich einzigartige, oftmals schrullige Charaktere zu formen, und von der Leinwand zu heben, Humor an den unmöglichsten Plätzen einzusetzen (und damit eigentlich immer zu punkten), Bombast durch Ironie zu brechen, und auf federleichte Weise verschiedene Sujets miteinander zu verknüpfen.
Wenn nach rund zwanzig Minuten die unweigerliche Verschiebung ins Phantastische kommt, lässt sich kein großer Bruch feststellen.
Ähnlich wie die Farce THE FRIGTHENERS der ob seiner absurden Thematik niemals in den Bereich des Schmerzhaften wechselt, verliert IN MEINEM HIMMEL über weite Strecken trotz Bonbonoptik niemals seinen finsteren Touch.
Drama, Thriller und Fantasy - alles hat perfekt nebeneinander und ineinander funktioniert.
Und natürlich, da gibt es noch ein Markenzeichen das Jackson schon lange begleitet, und das er in IN MEINEM HIMMEL geradezu perfektioniert.
Man merkt es mit jedem Shot : IN MEINEM HIMMEL ist einer der Filme, bei denen der Regisseur eigentlich schon bei Drehbeginn kein Drehbuch mehr brauchte.
Jeder Shot, jeder Winkel ist Jacksons Kind und Ausdruck seiner Detailversessenheit.
Jede Sekunde war scheinbar schon vor Drehbeginn glasklar in seinem Kopf.
IN MEINEM HIMMEL wimmelt vor In-Jokes (zb. einem sympathisch plazierten HERR DER RINGE-Plakat) immer wiederkehrenden Details und EInzelbildern die nichts weiter zur eigentlichen GEschichte hinzufügen, aber eine Atmosphäre schaffen die weit über das hinausragen, was andere Filme so unter Setdesign verstehen.
Und dabei rede ich nicht einmal über die Himmelssequenzen !
Auch das Hier und Jetzt ist komplett Jacksons Planwillen unterlegen, und sorgt u. a. dafür, das die Todessequenz der Hauptfigur, ein Handlungsstrang den jeder schon kennt bevor der Film überhaupt beginnt, trotzdem zuschlägt wie eine Abrißbirne.
Drastische Details bleiben (fast) erspart, aber eine Palette, ein Kaleidoskop an perfide arrangierten Stilleben sorgen für einen Gefühlsachterbahn, wie sie der überzogenste Splatterstreifen nicht hinlegen könnte.
Und dann die Himmelssequenzen.
Ja, sie sind stellenweise zu lang, ja sie werden im letzten Drittel sogar redundant - und trotzdem konnte ich Peter Jacksons nicht so recht böse sein dafür.
Ich schrieb den Vergleich eingangs : Wie ein Kind im Spielzeugladen.
Und ob man diese Art von reizüberfluteten Kindern, die alles auf einmal aus den Regalen und mit nach Hause nehmen möchte, sympathisch oder einfach nur nervig findet, hängt oftmals ganz davon ab, ob man nur amüsierter Beobachter oder genervtes Elternteil ist.
Nun, ich war der amüsierte Beobachter, und mir ist Jacksons Herumtollen im Kinderparadies immernoch verdammt sympathisch.
Schon KING KONG hat für ähnlichen Mangel an Selbstdisziplin einiges an Prügel einstecken müssen - Who cares ?
Ich liebe Peters Affenversion, und ich liebe seinen Himmel.
Zumal : Die Sequenzen toppen stellenweise alles, was man bisher an "Otherworlds" auf der Leinwand gesehen hat.
Und ich rede dabei nicht von Technik, sondern von der puren Imaginationskraft.
Erst vor kurzem las ich ein gutes Zitat, von dem ich weder Verfasser noch genauen Wortlaut noch kenne, aber es ging sinngemäß so : "Als ich erwachsen wurde, hörte ich endlich auf kindisch zu sein, denn das kindischte an mir, war immer der Wunsch endlich erwachsen zu werden".
Wenn das stimmt, und das glaube ich, dann ist Herr Jackson erwachsener als viele seiner Kritiker.
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KlapTrap 2010/02/17 23:23:45
EDIT : EIgentlich müsste ich noch 0.5 Extrapunkte für die Score draufhauen - alleine "Song to the Siren" von THIS MORTAL COIL hätte schön 9 Punkte verdient !
suzee 2010/02/18 01:54:51
fand den trailer im kino irgendwie seltsam "ungelungen" und hab beschlossen auf das DVD-release zu warten...mhm..jetzt, nach deiner rezi: who cares? ich geh ins kino.;-)
KlapTrap 2010/02/18 09:01:25
Der Trailer IST seltsam ungelungen - aber, wieviel Trailer sind das nicht ?!
Sonse 2010/02/18 22:41:56
Ihr macht mich jetzt aber doch neugierig. Vielleicht schaue ich ihn mir doch noch an.
KlapTrap 2010/02/18 23:14:18
Abgesehen davon, ob der Mix aus Thriller, Drama und Fantasy für DICH funktioniert, ich könnte mir vorstellen, das Jemand der an den Imaginationslandschaften von THE FALL großen Spaß hatte, auch ziemlich viel gutes an IN MEINEM HIMMEL finden kann.
Und selbst wenn nicht, ich geh jede Wette ein, auch du hast dein Geld an der Kinokasse schonmal für größere Disaster ausgegeben.
Sehenden Auges natürlich !
Sonse 2010/02/18 23:18:46
Ja, habe ich sicherlich. Die Eintrittskarten für "Batman & Robin" und "Van Helsing" habe ich noch. Da bin ich freiwillig zahlend ins Kino und bei beiden war ich nah am Verlassen des Saals. ;)
KlapTrap 2010/02/19 13:03:22
I can`t beat that !
Obwohl ich noch eine grausige Erinnerung an HUDSON HAWK habe, zuletzt auch TRANSFORMERS 2.
Das Ding ist ja - jedenfalls mir geht es so - das ich selbst von den absolut grottigen Filmen etwas mitnehme, das dann für immer hängenbleibt.
Weswegen ich bis heute auch keinem Film 0 Punkte verpassen konnte.
Hass ist für mich nichts, was ich mit Filmen behaften kann.
Up in the Air
KlapTrap 7.5 "Sehenswert" 2010/02/16 11:47:40
Endlich mal wieder ein Film der seinem Hype teilweise gerecht wird, und eine Oscarnominierung die größtenteils nachvollziehbar ist.
UP IN THE AIR gewinnt dadurch, das sich der Film größtenteils an die Regeln seiner eigenen Hauptfigur hä… — Mehr
Endlich mal wieder ein Film der seinem Hype teilweise gerecht wird, und eine Oscarnominierung die größtenteils nachvollziehbar ist.
UP IN THE AIR gewinnt dadurch, das sich der Film größtenteils an die Regeln seiner eigenen Hauptfigur hält :" Reise immer mit leichtem Gepäck und baue keine zu dichte Bindung auf".
Sprich : UP IN THE AIR ist so stromlinienförmig zugeschnitten, das es stellenweise schwer ist, einen Unterschied zu herkömmlichen RomComs zu finden, und dabei aber aus einer Sichtweise gefilmt, die immer auf Abstand bleibt, nie zu Nahe an seine Figuren herantritt.
Und durch letzteres erreicht UP IN THE AIR etwas, was den wenigsten Filmen seiner Art gelingt.
Er ertrinkt nie in Kitsch, lässt seinen Figuren Platz für eigenen Willen, und lässt sie dadurch schon nach wenigen Minuten von der Leinwand emporsteigen.
Keine zweidimensionalen Pappfiguren, hier fließt echter Schweiß.
Weiterhin garantiert diese Sichtweise, das trotz der Thematik weder ein permanenter Zeigefinger zu sehen ist, noch der Humor platt oder bemüht wird.
Die meiste Zeit über bietet der Film Situationskomik die ihr Ziel wirklich erreicht, und größtenteils durch die Charaktere, nicht mit ihnen entsteht.
Das ist handwerklich nicht nur schwer zu schustern, es ist in heutigen Zeiten auch schwerlich so perfekt in einem Mainstream-Film zu finden.
Leider hat das letzte Drittel mit ein paar ärgerlichen Luftlöchern zu kämpfen, und zwar ironischerweise genau dann, wenn unser Hauptcharakter festen Boden unter die Füße bekommt.
Über das Hier und Jetzt hat Herr Reitmann scheinbar nur wenig zu sagen, vielleicht hat er auch versucht die üblichen Hürden standartisierter RomCom-Abläufe elegant zu umfliegen, indess : es gelingt ihm nie so ganz.
Zum Glück endet UP IN THE AIR aber wenigstens nicht auf der üblichen Hollywood-Läuterungs-Lüge, und lässt seinen Charakteren wieder genug Luft zum atmen, um eigene Entscheidungen zu treffen, und deren mögliche Auswirkungen ganz dem Zuschauer zu überlassen.
Man mag dann monieren, das bei aller Gewitztheit die UP IN THE AIR auffährt die eigentliche soziale und dramatische Komponente etwas zu kurz kommt, nur denke ich, das war auch niemals das eigentliche Anliegen.
UP IN THE AIR ist ein Roadmovie "in the air", einem Entwicklungsroman gleich eher an dem interessiert, was die Orte mit den Charakteren, und nicht umgekehrt machen.
Und darin gehört der Film sicherlich zu den Klassenbesten.
Als sozialkritisches Drama muss er dabei zwangsweise scheitern.
Dennoch, minus zwanzig zäher Minuten gegen Ende, ich habe mich prächtig unterhalten gefühlt, sehr oft laut gelacht, und wirklich etwas für die Charaktere empfunden.
Man könnte sagen : Die Zeit mit Ryan Bingham verging wie im Flug !
Ja - ich weiß - ein müdes Wortspiel.
Wer bessere sucht : Bei UP IN THE AIR wird er fündig.
Und das Ende war da auch besser.
OVER AND OUT !
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Der Dialog
KlapTrap 9.0 "Herausragend" 2010/01/17 01:06:13
Harry Caul hat seinen Job als Abhörspezialist schon eine Weile zu lange betrieben.
Er weiß genau, was er von sich preisgeben kann (nicht viel !), warum er sich definitv kein Telefon ins Haus holt, und das diese Art zu Leben permanente Eins… — Mehr
Harry Caul hat seinen Job als Abhörspezialist schon eine Weile zu lange betrieben.
Er weiß genau, was er von sich preisgeben kann (nicht viel !), warum er sich definitv kein Telefon ins Haus holt, und das diese Art zu Leben permanente Einsamkeit bedeutet.
ER hat seine Nabelschnur zu unserer Welt schon vor langem verloren, doch nur so scheint es zu gehen : Er ist der beste seiner Branche geworden.
DER DIALOG nun, nimmt diese Art zu leben genauso außeinander, wie die dazugehörige Branche, die unausweichlichen politischen Dimensionen und die persönlichen Folgen für jeden Betroffenen - ob vor oder hinter der Abhöranlage.
Coppolas Werk ist damit kein reiner Thriller, der diese Themen als Randnotizen abspeist, wie zb. BLOW OUT, sondern stapelt Sub-Ebene über Sub-Ebene auf, und kommt damit doch nie der eigentlichen GEschichte in die Quere.
Was schonmal nur wirklich große Filme hinbekommen.
Wer will kann sich ganz in den suggestiven Klängen und Bildern des DIALOGS verirren, und einen elegant ablaufenden, bitterbösen Thriller genießen, wem es nicht genügt, der findet hier einen ganzen Mikrokosmos aus rabenschwarzer Satire und messerschafer Analyse zwischen den gesprochenen Sätzen.
Und niemals gibt es dabei den mahnenden Mittelfinger, gar einen sprechenden Regiesseur oder eine nervige Schlußmoral.
Ganz im Gegenteil, DER DIALOG ist einer dieser Filme, die den Großteil ihrer Spannung dadurch erreichen, das man ab einem bestimmten Zeitpunkt im Film nicht den leisesten HAuch einer Ahnung hat, wie dieser Film überhaupt enden könnte.
Und WENN der Film dann endet, hat man eins der bitterbösesten Enden gesehen, die Thriller bisher auf die Leinwand gebracht haben.
Und dafür braucht der Film kein UPS-Paket, das einen Kopf enthält, oder einen mysteriösen Massenmörder, der sich am Ende vom Boden erhebt, sondern nur Harry Caul und seine Wohnung.
Nur eine wiederkehrende Ton-Spur und einen Jazz-Soundtrack.
DER DIALOG ist tatsächlich Coppolas bester Film.
Weil er unterhält, und gleichzeitg bedeutet.
Weil er trotz seines Alters eine ungeheure Aktualität besitzt.
Und weil er erst explodiert, lange nachdem der Abspann schon gelaufen ist.
Ich wette, ein gewisser, rollstuhlfahrender Rechtspolitiker hat diesen Film nie gesehen.
Oder ihn mit der selben Arbeitwut verdrängt wie Harry Caul seine Nabelschnur.
Das Dilemma bleibt das selbe :
Man kann sich noch so sehr einigeln, vor den eigenen Stacheln kann man unmöglich fliehen !
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KlapTrap 2010/01/19 23:25:48
Bin auch nur Dank MP drüber gestolpert.
Nicht das erste Mal, das sich diese Seite als verdammt nützlich erwiesen hat.
Und da dir (scheinbar) eine ruhige Inszenierung + Dialoglastigkeit nichts ausmacht, könnte der dir auch durchaus gefallen.
Surrogates - Mein zweites Ich
KlapTrap 6.0 "Ganz gut" 2010/01/14 13:10:41
Nachdem was es auf Papier zu lesen gab, und einem wirklich verkorksten Trailer, war ich auf das allerschlimmste gefasst.
Und Niemand ist überraschter als ich, das über diesem Kommentar nun eine einigermaßen "okaye" Note steht - … — Mehr
Nachdem was es auf Papier zu lesen gab, und einem wirklich verkorksten Trailer, war ich auf das allerschlimmste gefasst.
Und Niemand ist überraschter als ich, das über diesem Kommentar nun eine einigermaßen "okaye" Note steht - doch wenn man gerade wirklich nichts besseres vorhat, kann man sich SURROGATES durchaus antun.
Zunächst einmal wäre da zu sagen, das SURROGATES natürlich von Sekunde eins an an zwei weitere Filme erinnert, die Sci-Fi nur als Backdrop benutzt haben, um versuchshalber ein erträgliches Popcorn-Konzept daraus zu stricken.
Als erstes wäre da GAMER, der das Konzept der Avatare hernahm, aber mit ihnen in einer geschlossenen, virtuellen Welt verweilte, und natürlich I ROBOT der die Welt mit MAschinen überflutete, um dann einen Kriminalfall in dieser Welt abzuspulen.
SURROGATES spiegelt nun beides, und schafft dabei aus mehreren Gründen besser zu sein, als diese beiden Bezugspunkte.
Zunächst einmal verzichtet SURROGATES auf flashige Kameras und überkoffeinierte Actionsequenzen (siehe : GAMER) und gleichzeitig auf die inzwischen sattsam bekannte, totlangweilige CGI-Nummernrevue mit One-Liner-Kaschierungen (siehe I ROBOT).
Und es gibt sogar eine gute Szene, die den Unterschied bildhaft macht :
Wie in I ROBOT gibt es in SURROGATES eine Szene, die im Inneren der Surrogate-Manufaktur spielt.
Doch anders als in der Will Smith-Vehikel-Show, in der die Kamera sich minutenlang an den hundertausend Robotern aufgeilt ("Ahh, schaut her wie geil das aussieht") die dort in Lagerhallen auf ihre Besitzer warten, streift in SURROGATES die Kamera nur kurz an einer solchen Szenerie vorbei, schiebt sie in den Hintergrund.
Und erreicht damit einen völlig gegenteiligen Effekt.
Die wenigen in SURROGATE beheimateten CGI-Shots werden so zur Hintergrundinformation, polsteren die Welt aus, anstatt sie komplett darzustellen und somit schon frühzeitig zu sterilisieren.
Auch die Welt in der wir uns befinden wird nicht von schwebenden Autos und durchsichtigen Computern bevölkert, Büros sehen in SURROGATE noch aus wie Büros, und die üblichen Farbfilter die meist ein Gefühl von Andersartigkeit vermitteln sollen, bleiben (weitestgehend) absent.
Ein Effekt-Feuerwek ist SORROGATES schonmal bewusst nicht.
(Und die Szene in der Manufaktur beweist, das der Film durchaus könnte, wenn er wollte.)
Aber auch ein Action-Feuerwerk ist SURROGATES nur bedingt.
Es gibt zwei obligatorische Verfolgungsjagden, in denen Willis mal wieder schön fluchen und schwitzen und auch bluten darf, ansonsten aber ist das Tempo in Zeiten von CRANK und Konsorten fast schon gemächlich zu nennen.
Und so endet der Film auch auf einem "Höhepunkt (was kein wirklich großer Spoiler ist) der nicht in möglichst aufwendigen Money-Shots ertrinkt, sondern als Wort-Showdown zwischen zwei Charakteren.
Wann gabs das eigentlich zuletzt zu sehen ?
SURROGATES versteht sich eher als weitestgehend ruhig inszenierter Cop-Thriller mit Sci-Fi-Hintergrund, bei dem Investigation und die üblichen Wendungen im Vordergrund stehen.
Leider beginnen damit aber auch die Probleme des Films.
Auch wenn ein, zwei Wendungen einen durchaus kalt erwischen, am Ende hat man mal wieder eine Geschichte gesehen, die einem sehr, sehr vertraut vorkommt.
Und da der Film nunmal auch Sci-Fi-Versatzstücke in seiner DNA aufgenommen hat, geht es nicht ohne die bräsige End-Moral über die Bühne.
Diese Moral ist natürlich, es ist nicht der erste Film seiner Art, für geübte Kinogänger schon nach der Hälfte des Films komplett offensichtlich, und damit kippt der Film auch genau an diesem Punkt von "überraschend gut" zu "wieder nur Durchschnitt".
Wer allerdings die Manerismen von Bruce Willis immernoch lieber sieht, als die von Will Smith, wer zudem findet das Ving Rhames schon immer der coolere Samuel L. Jackson war und ist, und wer schon alleine für die Tatsache Sympathiepunkte verteilen mag (so wie ich) das in SURROAGTES mal nicht alles in möglichst großem Getöse versinkt, für den gibt der Film wenigstens genug Unterhaltung her, um einen Kinogang durchaus zu rechtfertigen.
Und mehr gibts da auch gar nichts zu sagen.
Nichts von SURROGATES wird wirklich im Langzeitgedächtnis hängen bleiben, aber über nichts musste ich mich in den knapp zwei Stunden auch wirklich aufregen.
SURROGATES ist zwar wahrlich kein neuer STIRB LANGSAM - aber er ist, Gott sei Dank, auch kein neues HUDSON HAWK.
Und das ist doch auch schon was !
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Das Haus der Dämonen
KlapTrap 5.0 "Geht so" 2010/01/12 12:42:57
DAS HAUS DER DÄMONEN funktioniert, weil er eigentlich alles richtig macht, und er scheitert, nun - weil er eben alles richtig macht.
Haunted House und Possesion-Filme sind nunmal Archetypen des Horror-Genres, und so alt die Bestandteile d… — Mehr
DAS HAUS DER DÄMONEN funktioniert, weil er eigentlich alles richtig macht, und er scheitert, nun - weil er eben alles richtig macht.
Haunted House und Possesion-Filme sind nunmal Archetypen des Horror-Genres, und so alt die Bestandteile dieses Subgenres sind, so sehr knarzen nunmal auch die altgedienten Muttern und Schrauben.
ORPHAN hat letztes Jahr gezeigt, wie man aus sattsam bekannten Archetypen noch einen Rest von Leben herausquetschen, und dabei durchaus unterhalten kann, DAS HAUS DER DÄMONEN aber, versteht sich nur als Sammelsarium, als Perlenschnur aufgereihter Genrekonventionen.
Jump-Scares im Minutentakt (die allesamt funktionieren), drohende Vorboten und Ahnungen, ein außenstehender Prophet und Helferling, nicht zuletzt : ein Haus als Hauptcharakter, alte Zeitungsartikel als Ersatz für eine Erzählerstimme.
Alles drin also, was man von so einem Film erwarten darf, muss und (leider) sollte.
Obendrauf gibts die übliche hanebüchene Story, was aber egal ist, da es ohne nunmal nicht geht, und ein vorhersehbares Ende ganz ohne Twist-Gehabe.
Also : Alle Karten liegen auf dem Tisch, und ihr wisst am besten, ob ihr diese Art von Blatt mögt (oder nicht).
Mir war´s schon nach einer knappen dreiviertel Stunde etwas zu fad, obwohl - wie gesagt - der Film nichts wirklich falsch macht.
Da hat mit der Dreier gestern, mit Kate Winslet und Maria Carey, schon besser gefallen.
Und das könnt ihr mir ruhig glauben.
Schließlich beruht dieses Review auf einer wahren Begebenheit !
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KlapTrap 2010/01/13 08:16:46
...mir immer noch lieber als jeglicher Knochenfriedhof der so ungestraft durch mein TV-Bildschirm laufen darf.
Das Leben vor meinen Augen
KlapTrap 6.5 "Ganz gut" 2010/01/11 23:46:57
Immer wieder rückblickend, erzählt THE LIFE BEFORE HER EYES das Leben einer Durchschnittsmutti und ihre Geister der Vergangenheit, und damit das Drama eines Highschool-Massakers mal anders :
Aus den Augen einer Überlebenden, ohne viel Int… — Mehr
Immer wieder rückblickend, erzählt THE LIFE BEFORE HER EYES das Leben einer Durchschnittsmutti und ihre Geister der Vergangenheit, und damit das Drama eines Highschool-Massakers mal anders :
Aus den Augen einer Überlebenden, ohne viel Interesse an dem eigentlich Tathergang und den Motiven, der Aktualität oder gar purer Suspense.
Doch auch um die Aufarbeitung der Narbenbildung und Psychosen geht es dem Film weniger, und er fällt somit schonmal aus den gängigen Rastern üblicher Filmware, die sich schon um dererlei Themen bemüht hat.
Worum es dem Film wirklich geht, der permanent zwischen zwei Handlungsebenen (Teenie und Frau) wechselt, das gibt Perelmans Film erst ganz am Ende preis.
Er bemüht dabei einen Plottwist der auf den ersten Blick tatsächlich ausgelutscht und unspektakulär erscheinen mag, der sich bei näherer Betrachtung als zwingend notwendig für einen Film erweist, der sich bis dahin jeglichen Standpunktes entzogen hat.
Platt ausgedrückt (und ohne großartige Spoiler) geht es hier um die kostbaren Stunden die ironischerweise verstreichen, während wir uns fragen wann unser Leben endlich wieder beginnt, "back on track" kommt, sich besser, ändert oder uns überrascht.
Das Highschoolmassaker selbst wird zum zeitgemäßen McGuffin, könnte ebenso gegen einen unverschuldeten Autounfall, Infarkt oder Erdbeben ausgetauscht werden.
Es geht, einzig und allein, um die Momente in denen das Leben uns kalt erwischt, und aufzeigt was übrig bleibt, von all unseren großen Sprüchen und Plänen.
Und das es keine Timeline für diese Art von Momenten gibt.
Stellenweise atemberaubend gefilmt, mit einer der unaufdringlichsten Scores der jüngeren Geschichte und tollen Schauspielern, weiß THE LIFE BEFORE HER EYES dabei durchaus eine großartige Atmosphäre zu zaubern.
Die ruhige Kameraarbeit und Dialoge die ein Händchen für ihre Figuren haben (schon lange keine so glaubwürdigen Teenager mehr gesehen !) tragen ihr übriges dazu bei.
Dennoch leidet der Film unter einem kleinen Berg von Problemen :
Wenn man als Teen-Ich ein junges Film-Hübschen wie Evan RAchel Wood hernimmt, und ihr als älteres Ich Uma Thurman entgegenstellt, kann man durchaus zu dem Schluß kommen, die Casting-Abteilung hat nicht wirklich eine Ahnung von ihrem Job.
Egal ob Körperhaltung, Körperpartie, Augenpartie oder Größe - so wirklich stimmt da nichts.
Und Uma hat sicherlich ihre ganz eigenen Qualitäten, eine "klassische Schönheit" war sie nie, und so erleidet der Film schon nach wenigen Minuten einen kleinen Glaubwürdigkeitsbruch : Wir sehen zwei verschiedene Schauspieler, nicht die gleiche (in manchen Szenen gealterte) Person.
Weiterhin erhält der Film kleine Tempolöcher dadurch, das sich sämtliches Drama und Spannung in den Rückblicken, und durch die Unwissenheit über die genauen Abläufe aufstaut.
Das Uma-Ich hat nicht viel mehr zu tun, als sich in verschiedenen Szenarien an ihre Vergangenheit zu erinnern.
Diese Szenen werden dadurch schnell repetiv und letztendlich redundant, und zerfahren (als größter Fehler) oftmals mühsam aufgebaute Momente.
Schade Herr Perelman, ihrem Vorgänger gab ich noch die volle Punktzahl, weil er mich wie kaum ein Werk zuvor aufgesogen, durckgekaut und emotional vergewaltigt wieder ausgespuckt hat.
THE LIFE BEFORE HER EYES hätte die gleichen Qualitäten haben könne, oftmals schreit er förmlich danach, und oft genug scheitert er leider an einem nicht ganz ausgewogenen Ansatz.
Und einem Ende das schneller verpufft, als es dem Film würdig gewesen wäre.
Es verbleibt eine gute Idee, und unterhaltsame neunzig Minuten.
Aber, und IHR Film selber wirft die Frage am Ende ja auf :
Geht es im Leben nicht um mehr ?
Und sei es nur auf Zelluloid ?
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Schlegel 2010/01/12 02:59:21
Schön, dass du den Score erwähnst. Bei Perelman läuft Horner zu Hochform auf, finde ich, die Filme haben der Musik viel zu verdanken. Anders als "Avatar", der musikalisch doch eher ruiniert wurde.
Gamer
KlapTrap 4.5 "Uninteressant" 2010/01/07 14:07:18
Aus dem Lexikon der ungenützten Chancen - Nr. 1354679 : GAMER !
Mit GAMER ist es tatsächlich so, das unter all dem High-Tech-Schrott, dem Standard-Krach-Peng-Bumm, den überstilisierten Shots und Genrstandards kurzzeitig etwas wie Unterh… — Mehr
Aus dem Lexikon der ungenützten Chancen - Nr. 1354679 : GAMER !
Mit GAMER ist es tatsächlich so, das unter all dem High-Tech-Schrott, dem Standard-Krach-Peng-Bumm, den überstilisierten Shots und Genrstandards kurzzeitig etwas wie Unterhaltung und Interesse aufkommt.
Und zwar immer dann, wenn der Film sich von den Schatten seiner unübersehbaren Vorbildern löst, und sich selbst als Kommentar zu neuzeitlicheren Entwicklungen wie Social-Communities im Besonderen, und der Umwälzung des Lebens durch den virtuellen Raum im Allgemeinen versteht.
Im brilliant bebilderten "Society" - dem filmischen Gegenstück zu "Real Life" entstehen die stärksten Momente des Films, die sogar von der oberflächlichen, effekthascherischen Darstellung profitieren, die einem Film wie zb. CRANK 2 so maßlos geschadet hat.
Pure Oberfläche als pure Oberfläche gefilmt, stilistisch überreizt, an den ironischen Exzess getrieben, und mit einem Augenzwinkern als "the shit" (!) verkauft - so einfach und wirkungsvoll kann Realsatire sein.
Umso ärgerlicher, das die pure Oberfläche aber auch dann nicht einbricht, wenn GAMER zum Kern der Story gelangt, und weiterhin jede Figur, jedes Gespräch und Wendung ungebrochen als "the shit" verkaufen will.
Damit steht GAMER dann tatsächlich in einer Reihe mit Filmen wie dem erwähnten CRANK 2, SHOOT EM UP oder ähnlich überdrehten Stilleichen der Vergangenheit.
Nur ist es halt bei einem Film der es kurzzeitig schafft sich aus der Umklammerung zu lösen, und aufblitzen lässt, was hier möglich gewesen wäre, umso ärgerlicher.
Am ärgerlichsten aber wird es, wenn selbst das Ende in purer Programmatik ertrinkt, und damit nur deutlich aufzeigt, das die wenigen guten Momente wahrscheinlich nur Zufall, bestenfalls Glückstreffer gewesen sind.
GAMER will tatsächlich nur spielen, nur Genre sein, nur gut aussehen.
Und auch daran ist im Grunde nichts verwerfliches, doch kommt GAMER damit ein paar Jährchen zu spät um die Ecke.
Es wimmelt inzwischen von Tarrantino und CRANk-Clones, einer austauschbarer als der andere, und GAMER bietet langfristig nichts, um sich aus dieser Masse großartig herauszuheben.
Vielleicht aber, sind wir GAMER-Kritiker ja auch nur zu blöd, und erkennen nicht an, das die pure Oberfläche die den Film überzieht, der beste Kommentar zu der virtuellen Welt ist, in der wir alle uns befinden.
Nur : Ich lese auf moviepilot tagtäglich Kommentare von irgendwelchen gesichtlosen Avataren, die mich zum Nachdenken, lachen und leisem grummeln bewegen.
Nichts davon könnte ich über GAMER behaupten !
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
Strikerth 2010/01/07 16:38:18
Wenn du nicht immer Crank 2 oder Shoot'em up mit Gamer vergleichen würdest ein perfektes Kommentar. :)
KlapTrap 2010/01/07 17:15:51
Nunja, der CRANK-Vergleich zwängt sich auf, dieselben Köppe dahinter, (fast) die gleiche Optik obendrauf.
Und SHOOT EM UP war nur ein (!) Beispiel vom vielen (Ich hätte auch WANTED oder SMOKIN ACES nennen können) überstilisierten Gewaltfilmen, die in den letzten Jahren in die Kinos und Videotheken geschwemmt worden sind.
Gästebuch
Schlegel
2010/01/17 01:55:20
Also ich hab meine Kommentare beim "Dialog" wieder gelöscht, weil, jetzt stimmt ja alles. Vielleicht wäre es wirklich Scorseses bester Film gewesen. (Kicher!)
phoenix409
2010/01/15 11:50:20
Ja, da finden wir schon was! Ich versuch ja schon seit einiger Zeit vollständig ins Lynch-Universum einzusteigen. Fehlen tun mir da gerade noch ein paar Filme, und deinem Profilbild nach zu urteilen kann ich da bei dir auf einen erfahrenen Ansprechpartner hoffen, oder? ;) Immer wieder faszinierende Werke, obwohl ich Mulholland Drive immer noch weder einordnen kann, noch will, was meine Wertung angeht. Twin Peaks, Lost Highway oder auch The Straight Story haben mich aber absolut in ihren Bann gezogen. Vor Eraserhead grauts mir noch so ein bisschen... Aber da muss ich jetzt mal durch :) Und wer Punch-Drunk Love liebt, hat bei mir eh schon gewonnen!
Lieben Gruß, Steffen
Kris
2010/01/12 00:03:52
Hm, lecker, lecker! Ich empfehle immer noch Folgendes. Beste New Moon-Parodie so far. Speziell für Menschen, die nur den Trailer kennen!
http://www.youtube.com/watch?v=D21myC_UUXc
Kris
2010/01/06 20:33:53
Es tut mir ganz offiziell leid! Hatte keine Ahnung, welche Entrüstungsstürme ich zu erwarten hatte. Bei meinem letzten Wechsel hat das niemanden interessiert. Aber Menschen ändern sich nun mal. Kein Grund zu weinen. Und Kontinuität gibt's ja trotzdem, ich schreibe immer noch den selben Quatsch ;-)
facinus
2009/12/24 19:49:59
Thanks Klap, auch dir ein fröhliches Weihnachtsfest!;)
http://www.youtube.com/watch?v=C570byQCLpI
nurleben
2009/12/24 18:44:22
Danke Klaptrap, das ist ein toller Wunsch! :) Das ist wahrlich grund zur Freude und ich wünsche dir dasselbe :).
Danke für das LOOOLige Video auch :D.
patcharisma
2009/12/24 18:05:58
Hey Tobi - auch ich wünsche Dir ein outraguious Ho! Ho! Ho!-Fest...
Keep it funky & cheers! patrick
Muffin Man
2009/12/24 12:27:05
Fröhliche Weihnachten zurück, und danke für das tolle Geschenk!
Hier meins:
http://www.youtube.com/watch?v=P3a4aPvhdCo
Tyler
2009/12/23 23:21:04
Hey Tobias :)
Ich wünsche Dir ein schönes Weihnachtsfest und eine stressfreie und geruhsame Zeit
Liebe Grüße
Schlegel 2010/01/17 01:55:20
Also ich hab meine Kommentare beim "Dialog" wieder gelöscht, weil, jetzt stimmt ja alles. Vielleicht wäre es wirklich Scorseses bester Film gewesen. (Kicher!)
phoenix409 2010/01/15 11:50:20
Ja, da finden wir schon was! Ich versuch ja schon seit einiger Zeit vollständig ins Lynch-Universum einzusteigen. Fehlen tun mir da gerade noch ein paar Filme, und deinem Profilbild nach zu urteilen kann ich da bei dir auf einen erfahrenen Ansprechpartner hoffen, oder? ;) Immer wieder faszinierende Werke, obwohl ich Mulholland Drive immer noch weder einordnen kann, noch will, was meine Wertung angeht. Twin Peaks, Lost Highway oder auch The Straight Story haben mich aber absolut in ihren Bann gezogen. Vor Eraserhead grauts mir noch so ein bisschen... Aber da muss ich jetzt mal durch :) Und wer Punch-Drunk Love liebt, hat bei mir eh schon gewonnen!
Lieben Gruß, Steffen
Kris 2010/01/12 00:03:52
Hm, lecker, lecker! Ich empfehle immer noch Folgendes. Beste New Moon-Parodie so far. Speziell für Menschen, die nur den Trailer kennen!
http://www.youtube.com/watch?v=D21myC_UUXc
Kris 2010/01/06 20:33:53
Es tut mir ganz offiziell leid! Hatte keine Ahnung, welche Entrüstungsstürme ich zu erwarten hatte. Bei meinem letzten Wechsel hat das niemanden interessiert. Aber Menschen ändern sich nun mal. Kein Grund zu weinen. Und Kontinuität gibt's ja trotzdem, ich schreibe immer noch den selben Quatsch ;-)
facinus 2009/12/24 19:49:59
Thanks Klap, auch dir ein fröhliches Weihnachtsfest!;)
http://www.youtube.com/watch?v=C570byQCLpI
nurleben 2009/12/24 18:44:22
Danke Klaptrap, das ist ein toller Wunsch! :) Das ist wahrlich grund zur Freude und ich wünsche dir dasselbe :).
Danke für das LOOOLige Video auch :D.
patcharisma 2009/12/24 18:05:58
Hey Tobi - auch ich wünsche Dir ein outraguious Ho! Ho! Ho!-Fest...
Keep it funky & cheers! patrick
Muffin Man 2009/12/24 12:27:05
Fröhliche Weihnachten zurück, und danke für das tolle Geschenk!
Hier meins:
http://www.youtube.com/watch?v=P3a4aPvhdCo
Tyler 2009/12/23 23:21:04
Hey Tobias :)
Ich wünsche Dir ein schönes Weihnachtsfest und eine stressfreie und geruhsame Zeit
Liebe Grüße
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