"Leben und Tod einer Pornobande" ist schmerzhaft intensiv, beklemmend real, furchteinflößend brutal und dabei stets von beeindruckender, subversiver Kraft, die die Macht künstlerischer Freiheit gegen das verkrustet-repressive Staatssystem beschwört.
Der Prozess der Wahrheitsfindung hinter den Aussagen, Lügen und Zwielichtigkeiten ist der Anspruch dieses spannenden Krimis, der mit überraschenden Wendungen und ein paar frechen Sprüchen unter den individuellen Ermittler-Typen immer für gute Fernsehunterhaltung sorgt.
Kurzweilige Action-Unterhaltung ist also zumindest dann garantiert, wenn man nicht allzu lange über das launige und abwechslungsreiche Actionkino der 90er Jahre reflektiert, das in einem Großteil der Fälle zumindest um Witz oder ein originelles Spektakel bemüht war. Dies geht "Colombiana" als ein Vertreter des hollywoodesken Genrekinos von Luc Bessons EuropaCorp.-Filmen leider vollkommen ab.
Ich finde ja "Unknown Identity" als "deutschen Actionfilm" toll... Spaß beiseite.
Bei Luc Besson muss ich dir Recht geben: Der Mann hatte eine Vision von Actionkino und die dann konsequent umgesetzt. Leider geht den deutschen Filmemachern derzeit diese ab, was sich auch immer wieder in diesen unsäglichen RTL-Eigenproduktionen niederschlägt. Ach ja, und: guter, kenntnisreicher Text!
"Mein eigen Fleisch und Blut" weiß adäquat mit dem schwierigen Themen Drogenentzug und Adoption umzugehen. Nie verfällt dieses Familiendrama der Versuchung von Sozialkitsch, sondern liefert authentische Zeichnungen des Drogenmilieus (...). Ein zu Herzen gehendes Drama um Verantwortung, Vergebung und die Kraft der Liebe zwischen (leiblicher) Mutter und Kind.
Marcus Nispel, der [es] doch nach seinen Neuverfilmungen vom "Texas Chainsaw Massacre" und "Freitag, der 13." eigentlich hätte besser wissen müssen, hat sich auch bei der Wiederbelebung von "Conan" wieder gehörig die Finger verbrannt.
"IK 1 – Touristen in Gefahr" ist schnörkelloses Entertainment, das "Alarm für Cobra 11" trotz einiger Plattheiten nicht nur exotische Schauplätze, sondern auch eine wendungsreiche Handlung mit pointierten Spitzen voraus hat. Ferienreporter Ralf Benkö braucht bei diesem tollen Ermittlerduo im Abenteuerurlaub jedenfalls nicht mehr in den Flieger zu steigen und man freut sich auf weitere Folgen.
So bleibt die ebenso sympathische, wie vergnügliche Coming-of-Age-Tragikomödie leider nur eine unbedeutende Zustandsbeschreibung des gegenwärtig zwar ambitionierten, aber letztlich mutlosen US- Independentkinos.
"True Blood" ist also in deinen Augen ein Western, Jenny? Eigenwillig... An welcher Definition machst du das fest? Dass er zufällig Anfang des 20. Jahrhunderts spielt???
Ansonsten sehr schöner Artikel, der leider die Dimension postmoderner Pastiches - wie sie in den Kommentaren mit der Erwähnung von "Inglourious Basterds" und Co. vorkommen - ausblendet. Dort ist meiner Meinung nach auch "True Grit" einzusortieren, der den Heldentypus demontiert bzw. modifiziert, wie es seinerzeit schon der Spätwestern und Vorbild "Der Marshal" tat. Auch "Cowboys & Aliens" und die weiteren "Neo-Western" (ab Beginn der 70er jahre) sind somit nicht mehr als "Super 8": ein hübscher Nachruf auf eine längst untergegangene Filmepoche.
True Grit hat imo nix von einer postmodernen Pastiche, ist vielmehr einer der altmodischsten Western der letzten Jahre. TWBB wiederum greift klassische Westernthemen auf, ist aber natürlich kein klassischer Western, sondern ein moderner Western. Und die Western-Entwicklung seit den 70ern mit Super 8 in einen Topf zu werfen halte ich für sinnfrei.
Was den Nachruf-Charakter angeht, stehe ich weiterhin zu meinem "Super 8"-Kommentar. Heute werden keine klassischen Western mehr gedreht, genau wie nicht 70er/80er Jahre SciFi-Filme gedreht werden. Ein Fakt.
Es ist schon außergewöhnlich, wie "Fischer fischt Frau" Gesellschaftskritik, Globalisierungszuversicht und Integration etwas naiv, aber fern des Seemannsgarns zu einem handwerklich soliden Ganzen miteinander zu verweben weiß.
[Die] anfangs harmonisch miteinander agierenden Charaktere fügen sich trotz allem etwas substanzarm immer konkreter zu einem Pulverfass zusammen, welches unausweichlich explodieren wird. Brian Tufano liefert dabei immer wieder ungewöhnlichen Einstellungen. Die Kamera dreht sich über Davids Gesicht, ein Überfall an einem Kontoautomaten wird aus ihm heraus gefilmt.
Die Schwächen des triebgesteuerten starken Geschlechts – etwa eine unkontrollierte Erektion beim Sprachkurs – dienen dem doppelten Zweck, dass Männer über die eigenen sexuellen Unzulänglichkeiten abfeiern können und auch Frauen im Kino mal so richtig über ihn lachen dürfen. Dabei stellen sich schnell Abnutzungserscheinungen ein. Auch darin wird das spießige Humor-Regelwerk offenbar, an dem Tommy Jaud sich in seinem Drehbuch entlanghangelt. Nomen est omen: Der Verfilmung des „Zweitbuchs“ merkt man seine Zweitklassigkeit an.
Nur selten tauchen künstlich arrangierte Interviewsituationen auf, viel mehr fängt "Im Bazar der Geschlechter" Szenen wie das Schließen einer Ehe oder Frauen beim gegenseitigen Stylen in Momentaufnahmen ein. Die Handkamera ist stets nah dran an den Menschen und den Situationen, wenn geschlechtsspezifische Erfahrungen im Alltag festgehalten werden, thematisch gegliedert oder angeregt durch Stichworte. Der fast ohne Musikuntermalung oder visuelle Spielereien nüchtern daherkommende Dokumentarfilm vermittelt nach außen zweifellos eine andere gesellschaftliche Realität als die vom Mullah-Regime erwünschte.
Eine aus zahlreichen Versatzstücken zusammengeklaubte, uninspirierte Comicadaption mit vielen Schauwerten, deren hoher Trash-Faktor zwar nicht beabsichtigt ist, aber über weite Strecken zumindest gut unterhält. Da haben Batman und Superman schlicht mehr zu bieten.
"Es gibt sie, die weiblichen Heldinnen in der Tradition von Ripley aus Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und Sarah Connor aus Terminator"
Traurig, dass Ripley eigentlich ein Mann sein sollte und genauso wie Linda Hamilton auch eher eine leidende "Ramboline" mit Beschützerkomplexen gibt, als WIRKLICH weiblich zu sein. Misogynie in Cameron-Filmen ist aber seit jeher schon ein Diskussions-Thema.
Wim Wenders liefert auch mit "Palermo Shooting" ein durchkomponiertes Werk, dessen einzelne Bestandteile jedoch aufgrund ihres betont künstlerischen und künstlichen Zusammenspiels nicht miteinander harmonieren wollen. Er verheddert sich zwischen Elementen des Psychodramas und Mysterythrillers, aus deren Umklammerung er sich nur mühsam und auf Kosten der Glaubwürdigkeit, wodurch ein allzu beliebiger Eindruck entsteht, herauswinden kann.
Auch ich finde deinen Text hübsch und auch richtig, doch meine Erwartungen wurden bei der Überschrift nur bedingt erfüllt, da einige Fragen offen bleiben:
1.) Mh, "Zukunft des Kinos"... Also abgesehen von der Mutmaßung um "gewagten Qualitätsbewusstsein" von ein paar wenigen Comicverfilmungen hast du dazu nicht viel gesagt. Zudem finde ich es bedenklich, nur auf Verfilmungen von Bestsellern zu beschränken - aber vielleicht hast du dir das ja für den nächsten beitrag aufgehoben ;).
2.) "Die Zuschauer wurden sprichwörtlich mit Harry erwachsen und blieben ihm trotzdem treu." - Ok, das kann auf eine Filmreihe zutreffen, die 5 Jahre nach dem ersten Buch entstand und 10 Jahre andauerte. Bei Comicverfilmungen ("Captain America" oder "The Avengers" starteten in den 40er oder 60er Jahren) oder "Narnia" trifft das wohl eher nicht zu, sind die Bücher von C.S. Lewis doch schon in den 50er Jahren erschienen. Von daher erklärt sich das "Wagnis" eines "Narnia"-Films neben des festgezurrten Stils mit einem noch gewichtigeren Argument von selbst.
1. Auf Bestsellerverfilmungen beschränke ich mich hier, weil ich in dem Artikel über Harry Potter schreibe und entsprechend den Vergleich mit Konkurrenten suche. In den anderen Artikeln wird es naturgemäß um andere Genres, Vorlagen etc. gehen. Lass dich überraschen. Abgesehen davon soll das hier weniger ein Orakel als vielmehr ein Forum für Spekulationen sein. Deren Basis ist allerdings immer die Gegenwart. Es geht um aktuelle Trends, die zu Diskussionen über die Zukunft einladen.
2. Das Erwachsenwerden der Zuschauer hat an sich nichts mit der Veröffentlichung der Bücher zu tun. Faszinierend ist ja, dass die Narnia-Filme trotz einer weltweiten Fanbase in die Hose gegangen sind, während die Potter-Filme, wie von Herr Bourne oben angemerkt, ab dem kritischen dritten Teil zum Selbstläufer geworden sind. Das wiederum führe ich auf das Personal und das brillante Marketing zurück.
Bei Narnia hat komischer weise aber auch ziemlich viel gestimmt. Da waren ja viele der Weta Leute drann die auch an Herr der Ringe gearbeitet haben. Der Soundtrack war auch ziemlich gut.
Es ist schon erstaunlich, was ein gutes Drehbuch und ein formidabler Samuel L. Jackson bewirken können. Zumindest wird man nach "Lakeview Terrace" wieder ernsthaft über das Verhältnis zu den eigenen Nachbarn nachdenken.
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über New Kids Turbo Sat, 24 Sep 2011 14:09:38 -0000
Ein ebenso stumpfer wie brachialer Angriff auf den guten Humor-Geschmack, der ebenso polarisiert wie sein schlimmer Eurodance-Soundtrack.
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über Leben und Tod einer Pornobande Thu, 22 Sep 2011 10:48:09 -0000
"Leben und Tod einer Pornobande" ist schmerzhaft intensiv, beklemmend real, furchteinflößend brutal und dabei stets von beeindruckender, subversiver Kraft, die die Macht künstlerischer Freiheit gegen das verkrustet-repressive Staatssystem beschwört.
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über Rosa Roth: Notwehr Sat, 17 Sep 2011 10:49:41 -0000
Der Prozess der Wahrheitsfindung hinter den Aussagen, Lügen und Zwielichtigkeiten ist der Anspruch dieses spannenden Krimis, der mit überraschenden Wendungen und ein paar frechen Sprüchen unter den individuellen Ermittler-Typen immer für gute Fernsehunterhaltung sorgt.
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über Colombiana Wed, 14 Sep 2011 10:53:45 -0000
Kurzweilige Action-Unterhaltung ist also zumindest dann garantiert, wenn man nicht allzu lange über das launige und abwechslungsreiche Actionkino der 90er Jahre reflektiert, das in einem Großteil der Fälle zumindest um Witz oder ein originelles Spektakel bemüht war. Dies geht "Colombiana" als ein Vertreter des hollywoodesken Genrekinos von Luc Bessons EuropaCorp.-Filmen leider vollkommen ab.
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zum Artikel Globalisierung macht Actionfans glücklich Mon, 12 Sep 2011 09:43:24 -0000
Ich finde ja "Unknown Identity" als "deutschen Actionfilm" toll... Spaß beiseite.
Bei Luc Besson muss ich dir Recht geben: Der Mann hatte eine Vision von Actionkino und die dann konsequent umgesetzt. Leider geht den deutschen Filmemachern derzeit diese ab, was sich auch immer wieder in diesen unsäglichen RTL-Eigenproduktionen niederschlägt. Ach ja, und: guter, kenntnisreicher Text!
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the gaffer Mon, 12 Sep 2011 13:36:33 -0000
Antwort löschenDeutsche Action? Wo? Was ist das? Alarm für Kobra 11? :b
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LuGr Mon, 12 Sep 2011 14:29:13 -0000
Antwort löschenZum Bleistift. Aber so sieht das generell aus, ja.
the gaffer Mon, 12 Sep 2011 14:48:35 -0000
Antwort löschenDann doch lieber so ein Mischwesen wie Unknown, der mir ebenfalls gefallen hat, was aber nicht an seiner Action oder der depperten Story liegt.
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über Mein eigen Fleisch und Blut Fri, 09 Sep 2011 12:30:00 -0000
"Mein eigen Fleisch und Blut" weiß adäquat mit dem schwierigen Themen Drogenentzug und Adoption umzugehen. Nie verfällt dieses Familiendrama der Versuchung von Sozialkitsch, sondern liefert authentische Zeichnungen des Drogenmilieus (...). Ein zu Herzen gehendes Drama um Verantwortung, Vergebung und die Kraft der Liebe zwischen (leiblicher) Mutter und Kind.
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über Conan (3D) Fri, 02 Sep 2011 10:12:49 -0000
Marcus Nispel, der [es] doch nach seinen Neuverfilmungen vom "Texas Chainsaw Massacre" und "Freitag, der 13." eigentlich hätte besser wissen müssen, hat sich auch bei der Wiederbelebung von "Conan" wieder gehörig die Finger verbrannt.
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über IK1 - Touristen in Gefahr Thu, 01 Sep 2011 12:34:57 -0000
"IK 1 – Touristen in Gefahr" ist schnörkelloses Entertainment, das "Alarm für Cobra 11" trotz einiger Plattheiten nicht nur exotische Schauplätze, sondern auch eine wendungsreiche Handlung mit pointierten Spitzen voraus hat. Ferienreporter Ralf Benkö braucht bei diesem tollen Ermittlerduo im Abenteuerurlaub jedenfalls nicht mehr in den Flieger zu steigen und man freut sich auf weitere Folgen.
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über Roller Girl – Manchmal ist die schiefe Bahn der richtige Weg Wed, 31 Aug 2011 16:48:39 -0000
So bleibt die ebenso sympathische, wie vergnügliche Coming-of-Age-Tragikomödie leider nur eine unbedeutende Zustandsbeschreibung des gegenwärtig zwar ambitionierten, aber letztlich mutlosen US- Independentkinos.
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zum Artikel Der Western - Tot, lebendig oder nur ein Zombie Mon, 22 Aug 2011 16:14:59 -0000
"True Blood" ist also in deinen Augen ein Western, Jenny? Eigenwillig... An welcher Definition machst du das fest? Dass er zufällig Anfang des 20. Jahrhunderts spielt???
Ansonsten sehr schöner Artikel, der leider die Dimension postmoderner Pastiches - wie sie in den Kommentaren mit der Erwähnung von "Inglourious Basterds" und Co. vorkommen - ausblendet. Dort ist meiner Meinung nach auch "True Grit" einzusortieren, der den Heldentypus demontiert bzw. modifiziert, wie es seinerzeit schon der Spätwestern und Vorbild "Der Marshal" tat. Auch "Cowboys & Aliens" und die weiteren "Neo-Western" (ab Beginn der 70er jahre) sind somit nicht mehr als "Super 8": ein hübscher Nachruf auf eine längst untergegangene Filmepoche.
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the gaffer Mon, 22 Aug 2011 16:19:25 -0000
Antwort löschenTrue Blood? Hä?
LuGr Mon, 22 Aug 2011 16:20:07 -0000
Antwort löschen"There Will Be Blood" meine ich natürlich, sorry.
the gaffer Mon, 22 Aug 2011 16:24:05 -0000
Antwort löschenTrue Grit hat imo nix von einer postmodernen Pastiche, ist vielmehr einer der altmodischsten Western der letzten Jahre. TWBB wiederum greift klassische Westernthemen auf, ist aber natürlich kein klassischer Western, sondern ein moderner Western. Und die Western-Entwicklung seit den 70ern mit Super 8 in einen Topf zu werfen halte ich für sinnfrei.
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LuGr Mon, 22 Aug 2011 16:43:31 -0000
Antwort löschenWas den Nachruf-Charakter angeht, stehe ich weiterhin zu meinem "Super 8"-Kommentar. Heute werden keine klassischen Western mehr gedreht, genau wie nicht 70er/80er Jahre SciFi-Filme gedreht werden. Ein Fakt.
Sigrun Mon, 22 Aug 2011 17:57:22 -0000
Antwort löschenMeine Meinung: Den "klassischen" Western braucht heute auch wirklich keiner mehr.
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über Fischer fischt Frau Sat, 20 Aug 2011 01:29:41 -0000
Es ist schon außergewöhnlich, wie "Fischer fischt Frau" Gesellschaftskritik, Globalisierungszuversicht und Integration etwas naiv, aber fern des Seemannsgarns zu einem handwerklich soliden Ganzen miteinander zu verweben weiß.
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über Kleine Morde unter Freunden Sat, 20 Aug 2011 01:25:33 -0000
[Die] anfangs harmonisch miteinander agierenden Charaktere fügen sich trotz allem etwas substanzarm immer konkreter zu einem Pulverfass zusammen, welches unausweichlich explodieren wird. Brian Tufano liefert dabei immer wieder ungewöhnlichen Einstellungen. Die Kamera dreht sich über Davids Gesicht, ein Überfall an einem Kontoautomaten wird aus ihm heraus gefilmt.
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über Resturlaub Thu, 04 Aug 2011 09:44:23 -0000
Die Schwächen des triebgesteuerten starken Geschlechts – etwa eine unkontrollierte Erektion beim Sprachkurs – dienen dem doppelten Zweck, dass Männer über die eigenen sexuellen Unzulänglichkeiten abfeiern können und auch Frauen im Kino mal so richtig über ihn lachen dürfen. Dabei stellen sich schnell Abnutzungserscheinungen ein. Auch darin wird das spießige Humor-Regelwerk offenbar, an dem Tommy Jaud sich in seinem Drehbuch entlanghangelt. Nomen est omen: Der Verfilmung des „Zweitbuchs“ merkt man seine Zweitklassigkeit an.
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über Im Bazar der Geschlechter Sat, 30 Jul 2011 13:33:55 -0000
Nur selten tauchen künstlich arrangierte Interviewsituationen auf, viel mehr fängt "Im Bazar der Geschlechter" Szenen wie das Schließen einer Ehe oder Frauen beim gegenseitigen Stylen in Momentaufnahmen ein. Die Handkamera ist stets nah dran an den Menschen und den Situationen, wenn geschlechtsspezifische Erfahrungen im Alltag festgehalten werden, thematisch gegliedert oder angeregt durch Stichworte. Der fast ohne Musikuntermalung oder visuelle Spielereien nüchtern daherkommende Dokumentarfilm vermittelt nach außen zweifellos eine andere gesellschaftliche Realität als die vom Mullah-Regime erwünschte.
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über Green Lantern Fri, 22 Jul 2011 12:59:03 -0000
Eine aus zahlreichen Versatzstücken zusammengeklaubte, uninspirierte Comicadaption mit vielen Schauwerten, deren hoher Trash-Faktor zwar nicht beabsichtigt ist, aber über weite Strecken zumindest gut unterhält. Da haben Batman und Superman schlicht mehr zu bieten.
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zum Artikel Ich bin eine Frau - Holt mich hier raus! Mon, 18 Jul 2011 11:51:56 -0000
"Es gibt sie, die weiblichen Heldinnen in der Tradition von Ripley aus Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt und Sarah Connor aus Terminator"
Traurig, dass Ripley eigentlich ein Mann sein sollte und genauso wie Linda Hamilton auch eher eine leidende "Ramboline" mit Beschützerkomplexen gibt, als WIRKLICH weiblich zu sein. Misogynie in Cameron-Filmen ist aber seit jeher schon ein Diskussions-Thema.
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über The Palermo Shooting Thu, 14 Jul 2011 11:34:10 -0000
Wim Wenders liefert auch mit "Palermo Shooting" ein durchkomponiertes Werk, dessen einzelne Bestandteile jedoch aufgrund ihres betont künstlerischen und künstlichen Zusammenspiels nicht miteinander harmonieren wollen. Er verheddert sich zwischen Elementen des Psychodramas und Mysterythrillers, aus deren Umklammerung er sich nur mühsam und auf Kosten der Glaubwürdigkeit, wodurch ein allzu beliebiger Eindruck entsteht, herauswinden kann.
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über Rubber Mon, 11 Jul 2011 10:43:53 -0000
The Rubbers will walk the Earth - and we keep on laughing!
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zum Artikel Wie Hollywood von Harry Potter lernen kann Mon, 11 Jul 2011 10:25:18 -0000
Auch ich finde deinen Text hübsch und auch richtig, doch meine Erwartungen wurden bei der Überschrift nur bedingt erfüllt, da einige Fragen offen bleiben:
1.) Mh, "Zukunft des Kinos"... Also abgesehen von der Mutmaßung um "gewagten Qualitätsbewusstsein" von ein paar wenigen Comicverfilmungen hast du dazu nicht viel gesagt. Zudem finde ich es bedenklich, nur auf Verfilmungen von Bestsellern zu beschränken - aber vielleicht hast du dir das ja für den nächsten beitrag aufgehoben ;).
2.) "Die Zuschauer wurden sprichwörtlich mit Harry erwachsen und blieben ihm trotzdem treu." - Ok, das kann auf eine Filmreihe zutreffen, die 5 Jahre nach dem ersten Buch entstand und 10 Jahre andauerte. Bei Comicverfilmungen ("Captain America" oder "The Avengers" starteten in den 40er oder 60er Jahren) oder "Narnia" trifft das wohl eher nicht zu, sind die Bücher von C.S. Lewis doch schon in den 50er Jahren erschienen. Von daher erklärt sich das "Wagnis" eines "Narnia"-Films neben des festgezurrten Stils mit einem noch gewichtigeren Argument von selbst.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
the gaffer Mon, 11 Jul 2011 10:54:10 -0000
Antwort löschen1. Auf Bestsellerverfilmungen beschränke ich mich hier, weil ich in dem Artikel über Harry Potter schreibe und entsprechend den Vergleich mit Konkurrenten suche. In den anderen Artikeln wird es naturgemäß um andere Genres, Vorlagen etc. gehen. Lass dich überraschen. Abgesehen davon soll das hier weniger ein Orakel als vielmehr ein Forum für Spekulationen sein. Deren Basis ist allerdings immer die Gegenwart. Es geht um aktuelle Trends, die zu Diskussionen über die Zukunft einladen.
2. Das Erwachsenwerden der Zuschauer hat an sich nichts mit der Veröffentlichung der Bücher zu tun. Faszinierend ist ja, dass die Narnia-Filme trotz einer weltweiten Fanbase in die Hose gegangen sind, während die Potter-Filme, wie von Herr Bourne oben angemerkt, ab dem kritischen dritten Teil zum Selbstläufer geworden sind. Das wiederum führe ich auf das Personal und das brillante Marketing zurück.
Falkenfluegel Mon, 11 Jul 2011 20:35:49 -0000
Antwort löschenBei Narnia hat komischer weise aber auch ziemlich viel gestimmt. Da waren ja viele der Weta Leute drann die auch an Herr der Ringe gearbeitet haben. Der Soundtrack war auch ziemlich gut.
MovieMaze / multimania u.a. (LuGr)
über Lakeview Terrace Sun, 10 Jul 2011 14:28:27 -0000
Es ist schon erstaunlich, was ein gutes Drehbuch und ein formidabler Samuel L. Jackson bewirken können. Zumindest wird man nach "Lakeview Terrace" wieder ernsthaft über das Verhältnis zu den eigenen Nachbarn nachdenken.
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bocity1848 Fri, 03 Feb 2012 21:19:13 -0000
Antwort löschensehen wir den gleichen Samuel l Jackson: formidabel, gutes Drehbuch... Wo?????