Es ist schon erstaunlich, was ein gutes Drehbuch und ein formidabler Samuel L. Jackson bewirken können. Zumindest wird man nach "Lakeview Terrace" wieder ernsthaft über das Verhältnis zu den eigenen Nachbarn nachdenken.
"Triff die Robinsons" versäumt es bei allem Erfindungsreichtum jedoch, sich auch an erwachsene Zuschauer zu richten. Hintersinniges Reflexionspotenzial wie zu Märchenklischees in "Shrek" oder zu (unverwirklichten) Lebensträumen in "Oben" sucht man unter den bunten Bildern aus dem Computer bei dieser Science-Fiction-Komödie leider vergebens. Ein sympathischer, aber zu naiver Animationsfilm, bei dem einzig ein paar singende Frösche im Anzug etwas anarchisch aus der Reihe des trotz allem sehr Gewöhnlichen und Vorhersehbaren tanzen.
Auch ich finde "Screeen!" sehr gelungen, gerade weil es so überdreht ist.
Wieviele Zeilen hattest du denn und wie lange hat das Einsprechen insgeamt gedauert?
"Der Mandant" berührt kein Tabuthema wie "Philadelphia", ist weniger brisant als "Die Jury" und vermag auch nicht so zu fesseln wie "Der Klient". Dieser Thriller ist solides Handwerk, welches ab und an wichtige Fragen stellt, sie aber zugunsten einer Inszenierung opfert, die nur auf den finalen Clou abzielt. (...) Für Geld kann in Hollywood scheinbar nicht alles gekauft werden: Originelle Drehbücher bleiben nach wie vor eher den gigantomanischen Animationsfilmen vorbehalten.
Ebenso verschwurbelte wie wirre Kombination aus Ehedrama, metaphysischer Sinnsuche und Horrorfilm, die zwischen einer exaltiert aufspielenden Isabelle Adjani, Unsympath Sam Neill und dem überdrehten Heinz Bennent zu keiner Einheit findet. Mal abstoßend (die legendäre Tentakel-Sexszene), mal mit hübschen Weitwinkel-Aufnahmen Berlins bestückt, überwiegt jedoch die anstrengende Pseudo-Intellektualität, mit der dieser lärmende, hohle Haufen kausal fragwürdig aneinandergereihter Merkwürdigkeiten auf den Zuschauer losgelassen wird.
Hm, ich glaube nicht, dass die vorgetäuschte Intellektualität, die eigentlich nicht vorhanden ist, Żuławskis Problem ist, ich halte ihn sogar für außergewöhnlich intelligent und spüre in ihm das Bedürfnis, seinem Publikum tiefgreifende Inhalte zu vermitteln. Die Schwierigkeit besteht eher darin, diese Inhalte dem Publikum adäquat mitzuteilen. In zugänglicheren Filmen wie "Possession" halten sich die Schwierigkeiten noch in Grenzen, der unbegreifliche Wahnsinn beschränkt sich auf wenige Szenen wie z.B. Annas wirren Monolog auf Heinrichs Homevideo. Auch das Hardcore-Melodram "Nachtblende" mit Romy Schneider fällt in diese Kategorie. Wenn man sich dann aber Filme wie "Diabeł" oder - noch schlimmer - "Der silberne Planet", den ich mir bis heute nicht am Stück ansehen konnte, anschaut, erkennt man die wahnwitzigen Ambitionen Żuławskis, und vor allem auch seinen Unwillen und/oder seine Unfähigkeit, die dem Zuschauer in konsumierbarer Form zu vermitteln. Just my two cents.
Irgendwie hast du es jetzt geschafft, mich neugierig zu machen... Ich glaube, ich werde - wenn mir denn irgendwann mal nach wirklich sperrigen Filmen ist - weitere Zulawskis geben. Noch vor Antonioni.
Was in der ersten Hälfte als ein nicht immer filmhistorisch exaktes, aber liebevolles "Making Of" voller Zeitkolorit beginnt, wandelt sich mit dem "Umzug" nach Deutschland in der zweiten Hälfte zu einem chaotischen, dialoglastigen und schwerfälligen "Behind the Scenes", das nur noch in den Szenen der unmittelbaren Dreharbeiten originelle und beeindruckende Momente produziert. Schade um Willem Dafoes meisterhaftes Schauspiel, bei dem ihm die Imitation von Max Schrecks Habitus und dem Hinzufügen der Vampirattitüde makellos gelingt!
DIE LETZT LÜGE ist ein solide gespieltes Experiment in sonnendurchfluteten Bildern, das unter seinen philosophischen Anklängen entgegen der Protagonisten nichts zu verbergen hat. Und genau diesen vordergründigen Anspruch, leichte, beschwingte und musikalische Unterhaltung für den Sommer zu schaffen, erfüllt dieser Mix aus Screwball-Comedy- und Musical-Elementen ganz gut.
Toller und kurzweiliger Text, wie immer.
Deswegen frage mich gerade, was du eigentlich am Freitag machst: Noch München, obwohl du ab dann offiziell keine Pilotin mehr bist, oder was anderes?
Das Positive zuerst: Ja, man wird sich gruseln, denn die Atmosphäre - und darin insbesondere der angsteinflößende Klangteppich - sind gelungen. "Insidious" ist spannend und sogar fesselnd, wenn man sich nicht allzu gut im Genre auskennt. Dabei sind wir aber auch schon bei den Schwächen angekommen: Etwas wirklich Neues wird hier nicht erzählt und bisweilen schrammt der Film an der Grenze zum Reich der unfreiwilligen Komik entlang.
Innerhalb der simplen Storyline um den Mafiakrieg produziert der Film immer wieder ebenso meditative wie kontemplative Momente, in denen Kitano schweigt, Basketball gespielt oder gewettet wird. Das sind die Highlights von "Brother", doch diese Szenen wirken wie Fremdkörper in dieser ebenso spannungslosen wie wirren Mordorgie von abstoßender Brutalität. Der hoche Blutgehalt vermag den Mangel an Sinnhaftigkeit dabei kaum zu übertünchen.
Leider birgt die Story von "Der Duft von Holunder" kein Fünkchen an Originalität in sich. (...) Am meisten verliert jedoch der TV-Film durch seine angestaubte, tempoarme Inszenierung, die nur Pseudokonflikte produziert und nur wenig überraschende Wendungen bereithält. (...) Doch spätestens, wenn viele Darsteller arg affektiert ihre papiernen Dialoge aufsagen, ist der zarte Holunderduft dem muffigen Geruch angestaubter Einweckgläser gewichen.
"Bad Teacher" entwickelt abgesehen von der Ausgangsidee nur wenige eigene Ideen und eine vorhersehbare Läuterung der ungeheuer dreisten Hauptfigur bleibt nicht aus. Dennoch überwiegen treffsichere Pointen auf den angestaubten Lehrbetrieb und die wohltuende Frechheit, mit der diese präsentiert werden. Diese unkonventionelle Unterrichtsstunde gefällt.
Sozialer Realismus um die einfache Lebenssituation seiner Protagonisten im Plattenbau wird nicht außen vor gelassen. Und wenn Kumpel Ali mit einem abgetrennten Finger und einer scheiternden Rapper-Karriere versucht, für Vinz Geld zusammenzukratzen, sorgt das gar für erheiternde Situationen in diesem ansonsten sehr ernsthaften, aber genau deswegen mitreißenden Sportdrama.
Wie "Road Trip" auf dem alten Kontinent - und mit den selben Figuren. Der Verliebte, der versehentlich eine Hass-Mail abgeschickt hat, der klemmige Loser-Sonderling, der Notgeile und... naja, immerhin eine halbwegs vernünftige, hübsche Freundin. Länderklischees werden mal voll ausgekostet und überzeichnet, mal wird mit ihnen ironisch gebrochen. Den schalen Eindruck eines preisgünstig produzierten Spin Offs eines modernen Klassikers der College-Komödie kann "Euro Trip" jedoch nie ganz abstreifen.
"Freche Mädchen" ist unterm Strich wie der immergleiche Test vom Mathelehrer: Alles war schon mal dran, es ist vorhersehbar - und trotzdem hat man seinen Spaß dran, weil man belohnt wird. Zwar nicht mit guten Noten, aber liebenswerten Figuren und sehr witzigen 90 Minuten.
@The Gaffer wat jibbet denn in der Nähe fürne besseren Döner? Wohne seit ca.2 Jahren in unmittelbarer Nähe und kenne, selbst in ganz Berlin, keinen Besseren?Lasse mich aber gerne ueberzeugen :)
@KASAKA: Meiner bescheidenen Meinung nach (und hier bin ich net alleene) ist der Döner an der U Gneisenaustraße wesentlich besser, was Brot, Bedienung und Innereien betrifft.
wähmm... okay muss ich dann tatsaechlich mal probieren, fahre jeden Tag, wenn ich auf Arbeit gehe, dran vorbei und hab mich noch nie getraut.Aber das wird sich jetz aendern :)
Nomen est omen: "Ein einfacheres Leben" macht es sich leicht, präsentiert vorhersehbare Plotentwicklungen ebenso wie etablierte Figurenstereotypen. Gegen diese Schwächen kann auch ein merkwürdig dröge wirkender Ulrich Noethen ("Hindenburg") nicht erfolgreich ankämpfen.
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über Lakeview Terrace Sun, 10 Jul 2011 14:28:27 -0000
Es ist schon erstaunlich, was ein gutes Drehbuch und ein formidabler Samuel L. Jackson bewirken können. Zumindest wird man nach "Lakeview Terrace" wieder ernsthaft über das Verhältnis zu den eigenen Nachbarn nachdenken.
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bocity1848 Fri, 03 Feb 2012 21:19:13 -0000
Antwort löschensehen wir den gleichen Samuel l Jackson: formidabel, gutes Drehbuch... Wo?????
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über Triff die Robinsons Sat, 09 Jul 2011 12:26:09 -0000
"Triff die Robinsons" versäumt es bei allem Erfindungsreichtum jedoch, sich auch an erwachsene Zuschauer zu richten. Hintersinniges Reflexionspotenzial wie zu Märchenklischees in "Shrek" oder zu (unverwirklichten) Lebensträumen in "Oben" sucht man unter den bunten Bildern aus dem Computer bei dieser Science-Fiction-Komödie leider vergebens. Ein sympathischer, aber zu naiver Animationsfilm, bei dem einzig ein paar singende Frösche im Anzug etwas anarchisch aus der Reihe des trotz allem sehr Gewöhnlichen und Vorhersehbaren tanzen.
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zum Artikel Kevin James, Charlie Sheen & Cars 2-Synchro Fri, 08 Jul 2011 08:34:03 -0000
Auch ich finde "Screeen!" sehr gelungen, gerade weil es so überdreht ist.
Wieviele Zeilen hattest du denn und wie lange hat das Einsprechen insgeamt gedauert?
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Batzman Fri, 08 Jul 2011 10:38:00 -0000
Antwort löschenFrag nicht :) Zumal wir bei der Modaufzeichnung diesmal einen Technikausfall hatten und die Hälfte nochmal neu aufnehmen mussten...
LuGr Fri, 08 Jul 2011 15:40:03 -0000
Antwort löschenKlingt zumindest nach seeeehr lange ;)...
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über Der Mandant Thu, 07 Jul 2011 18:22:15 -0000
"Der Mandant" berührt kein Tabuthema wie "Philadelphia", ist weniger brisant als "Die Jury" und vermag auch nicht so zu fesseln wie "Der Klient". Dieser Thriller ist solides Handwerk, welches ab und an wichtige Fragen stellt, sie aber zugunsten einer Inszenierung opfert, die nur auf den finalen Clou abzielt. (...) Für Geld kann in Hollywood scheinbar nicht alles gekauft werden: Originelle Drehbücher bleiben nach wie vor eher den gigantomanischen Animationsfilmen vorbehalten.
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über Possession Mon, 04 Jul 2011 13:26:31 -0000
Ebenso verschwurbelte wie wirre Kombination aus Ehedrama, metaphysischer Sinnsuche und Horrorfilm, die zwischen einer exaltiert aufspielenden Isabelle Adjani, Unsympath Sam Neill und dem überdrehten Heinz Bennent zu keiner Einheit findet. Mal abstoßend (die legendäre Tentakel-Sexszene), mal mit hübschen Weitwinkel-Aufnahmen Berlins bestückt, überwiegt jedoch die anstrengende Pseudo-Intellektualität, mit der dieser lärmende, hohle Haufen kausal fragwürdig aneinandergereihter Merkwürdigkeiten auf den Zuschauer losgelassen wird.
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the traveler Sat, 03 Sep 2011 07:48:18 -0000
Antwort löschenAbstraktes Denken.
LuGr Sun, 04 Sep 2011 00:03:12 -0000
Antwort löschenDann war mir das wohl zu abstrakt.
Niotq Sun, 04 Sep 2011 19:01:54 -0000
Antwort löschenHm, ich glaube nicht, dass die vorgetäuschte Intellektualität, die eigentlich nicht vorhanden ist, Żuławskis Problem ist, ich halte ihn sogar für außergewöhnlich intelligent und spüre in ihm das Bedürfnis, seinem Publikum tiefgreifende Inhalte zu vermitteln. Die Schwierigkeit besteht eher darin, diese Inhalte dem Publikum adäquat mitzuteilen. In zugänglicheren Filmen wie "Possession" halten sich die Schwierigkeiten noch in Grenzen, der unbegreifliche Wahnsinn beschränkt sich auf wenige Szenen wie z.B. Annas wirren Monolog auf Heinrichs Homevideo. Auch das Hardcore-Melodram "Nachtblende" mit Romy Schneider fällt in diese Kategorie. Wenn man sich dann aber Filme wie "Diabeł" oder - noch schlimmer - "Der silberne Planet", den ich mir bis heute nicht am Stück ansehen konnte, anschaut, erkennt man die wahnwitzigen Ambitionen Żuławskis, und vor allem auch seinen Unwillen und/oder seine Unfähigkeit, die dem Zuschauer in konsumierbarer Form zu vermitteln. Just my two cents.
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LuGr Mon, 05 Sep 2011 09:48:01 -0000
Antwort löschenIrgendwie hast du es jetzt geschafft, mich neugierig zu machen... Ich glaube, ich werde - wenn mir denn irgendwann mal nach wirklich sperrigen Filmen ist - weitere Zulawskis geben. Noch vor Antonioni.
Niotq Mon, 05 Sep 2011 19:01:08 -0000
Antwort löschenHey, toll. Ich hoffe bloß, dass ich von deinem Zorn verschont bleibe, falls es am Ende doch nur verschwendete Lebenszeit war. ;)
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über Shadow of the Vampire Sun, 03 Jul 2011 13:01:31 -0000
Was in der ersten Hälfte als ein nicht immer filmhistorisch exaktes, aber liebevolles "Making Of" voller Zeitkolorit beginnt, wandelt sich mit dem "Umzug" nach Deutschland in der zweiten Hälfte zu einem chaotischen, dialoglastigen und schwerfälligen "Behind the Scenes", das nur noch in den Szenen der unmittelbaren Dreharbeiten originelle und beeindruckende Momente produziert. Schade um Willem Dafoes meisterhaftes Schauspiel, bei dem ihm die Imitation von Max Schrecks Habitus und dem Hinzufügen der Vampirattitüde makellos gelingt!
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zum Artikel Ein Tag im Leben dreier moviepilot-Praktikantinnen Fri, 01 Jul 2011 14:43:30 -0000
"9.12 Uhr. So spät schon?"
Ja, ich sollte endlich aufstehen. Passiert bei mir normalerweise erst 15 Minuten danach. Ha! ;)
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über Die letzte Lüge Wed, 29 Jun 2011 11:42:11 -0000
DIE LETZT LÜGE ist ein solide gespieltes Experiment in sonnendurchfluteten Bildern, das unter seinen philosophischen Anklängen entgegen der Protagonisten nichts zu verbergen hat. Und genau diesen vordergründigen Anspruch, leichte, beschwingte und musikalische Unterhaltung für den Sommer zu schaffen, erfüllt dieser Mix aus Screwball-Comedy- und Musical-Elementen ganz gut.
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zum Artikel Anarchos, Natalie Portman & die Stimme Gottes Tue, 28 Jun 2011 18:22:47 -0000
Toller und kurzweiliger Text, wie immer.
Deswegen frage mich gerade, was du eigentlich am Freitag machst: Noch München, obwohl du ab dann offiziell keine Pilotin mehr bist, oder was anderes?
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the gaffer Tue, 28 Jun 2011 18:28:06 -0000
Antwort löschenAm Freitag guck ich mir TRUST mit Clive Owen an (sofern es Tickets gibt) und dann geht's nach Börlinn.
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über Insidious Tue, 28 Jun 2011 11:28:20 -0000
Das Positive zuerst: Ja, man wird sich gruseln, denn die Atmosphäre - und darin insbesondere der angsteinflößende Klangteppich - sind gelungen. "Insidious" ist spannend und sogar fesselnd, wenn man sich nicht allzu gut im Genre auskennt. Dabei sind wir aber auch schon bei den Schwächen angekommen: Etwas wirklich Neues wird hier nicht erzählt und bisweilen schrammt der Film an der Grenze zum Reich der unfreiwilligen Komik entlang.
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über Brother Mon, 27 Jun 2011 10:28:50 -0000
Innerhalb der simplen Storyline um den Mafiakrieg produziert der Film immer wieder ebenso meditative wie kontemplative Momente, in denen Kitano schweigt, Basketball gespielt oder gewettet wird. Das sind die Highlights von "Brother", doch diese Szenen wirken wie Fremdkörper in dieser ebenso spannungslosen wie wirren Mordorgie von abstoßender Brutalität. Der hoche Blutgehalt vermag den Mangel an Sinnhaftigkeit dabei kaum zu übertünchen.
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über Vorbilder?! Sun, 26 Jun 2011 13:02:05 -0000
Der Unterhaltungsfaktor ist hoch, weswegen es auch kaum stört, dass einige Witze die humoristische Vorbildfunktion in Sachen Niveau nicht erfüllen.
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über Der Duft von Holunder Fri, 24 Jun 2011 09:54:40 -0000
Leider birgt die Story von "Der Duft von Holunder" kein Fünkchen an Originalität in sich. (...) Am meisten verliert jedoch der TV-Film durch seine angestaubte, tempoarme Inszenierung, die nur Pseudokonflikte produziert und nur wenig überraschende Wendungen bereithält. (...) Doch spätestens, wenn viele Darsteller arg affektiert ihre papiernen Dialoge aufsagen, ist der zarte Holunderduft dem muffigen Geruch angestaubter Einweckgläser gewichen.
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über Bad Teacher Mon, 20 Jun 2011 14:58:30 -0000
"Bad Teacher" entwickelt abgesehen von der Ausgangsidee nur wenige eigene Ideen und eine vorhersehbare Läuterung der ungeheuer dreisten Hauptfigur bleibt nicht aus. Dennoch überwiegen treffsichere Pointen auf den angestaubten Lehrbetrieb und die wohltuende Frechheit, mit der diese präsentiert werden. Diese unkonventionelle Unterrichtsstunde gefällt.
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über Hangtime - Kein leichtes Spiel Fri, 17 Jun 2011 11:16:33 -0000
Sozialer Realismus um die einfache Lebenssituation seiner Protagonisten im Plattenbau wird nicht außen vor gelassen. Und wenn Kumpel Ali mit einem abgetrennten Finger und einer scheiternden Rapper-Karriere versucht, für Vinz Geld zusammenzukratzen, sorgt das gar für erheiternde Situationen in diesem ansonsten sehr ernsthaften, aber genau deswegen mitreißenden Sportdrama.
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über Lebanon Thu, 16 Jun 2011 09:51:44 -0000
"Lebanon" ist trotz vieler Nahaufnahmen und beklemmender Enge nicht "Das Boot" im Tank, dafür fehlt die filmtechnische und dramaturgische Virtuosität.
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über Eurotrip Sun, 12 Jun 2011 15:42:25 -0000
Wie "Road Trip" auf dem alten Kontinent - und mit den selben Figuren. Der Verliebte, der versehentlich eine Hass-Mail abgeschickt hat, der klemmige Loser-Sonderling, der Notgeile und... naja, immerhin eine halbwegs vernünftige, hübsche Freundin. Länderklischees werden mal voll ausgekostet und überzeichnet, mal wird mit ihnen ironisch gebrochen. Den schalen Eindruck eines preisgünstig produzierten Spin Offs eines modernen Klassikers der College-Komödie kann "Euro Trip" jedoch nie ganz abstreifen.
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über Freche Mädchen Sat, 11 Jun 2011 09:18:17 -0000
"Freche Mädchen" ist unterm Strich wie der immergleiche Test vom Mathelehrer: Alles war schon mal dran, es ist vorhersehbar - und trotzdem hat man seinen Spaß dran, weil man belohnt wird. Zwar nicht mit guten Noten, aber liebenswerten Figuren und sehr witzigen 90 Minuten.
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zum Artikel Eine Führung durch unser neues Büro Fri, 03 Jun 2011 10:06:56 -0000
"Mustafas" hat krasse Website, sag isch dir!
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the gaffer Fri, 03 Jun 2011 10:16:56 -0000
Antwort löschenAber der Döner ist nicht so krass, da jibbet bessere in unmittelbarer Nähe. (ich verweise auf meine facebook-Essensbildersammlung) ;)
wurstegal Fri, 03 Jun 2011 12:27:37 -0000
Antwort löschenNEIN! Mustafas Döner IST der beste. und es gibt auch nix besseres und von unmittelbarer nähe kann auch nicht die rede sein!
guggenheim Fri, 03 Jun 2011 12:29:50 -0000
Antwort löschenAch, dir sind doch schon vor langer Zeit die Geschmacksnerven abgefault ;)
holden_copperfield Fri, 03 Jun 2011 12:33:09 -0000
Antwort löschenWer ist die Wurst?
KASAKA Mon, 06 Jun 2011 13:36:07 -0000
Antwort löschen@The Gaffer wat jibbet denn in der Nähe fürne besseren Döner? Wohne seit ca.2 Jahren in unmittelbarer Nähe und kenne, selbst in ganz Berlin, keinen Besseren?Lasse mich aber gerne ueberzeugen :)
the gaffer Mon, 06 Jun 2011 19:33:19 -0000
Antwort löschen@KASAKA: Meiner bescheidenen Meinung nach (und hier bin ich net alleene) ist der Döner an der U Gneisenaustraße wesentlich besser, was Brot, Bedienung und Innereien betrifft.
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KASAKA Mon, 06 Jun 2011 20:09:40 -0000
Antwort löschenwähmm... okay muss ich dann tatsaechlich mal probieren, fahre jeden Tag, wenn ich auf Arbeit gehe, dran vorbei und hab mich noch nie getraut.Aber das wird sich jetz aendern :)
holden_copperfield Mon, 06 Jun 2011 20:32:11 -0000
Antwort löschenIch mische mich mal eben ein... und schließe mich der gaffer Meinung an!
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über Ein einfacheres Leben Wed, 01 Jun 2011 09:31:25 -0000
Nomen est omen: "Ein einfacheres Leben" macht es sich leicht, präsentiert vorhersehbare Plotentwicklungen ebenso wie etablierte Figurenstereotypen. Gegen diese Schwächen kann auch ein merkwürdig dröge wirkender Ulrich Noethen ("Hindenburg") nicht erfolgreich ankämpfen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten