Martin Oberndorf

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Martin Oberndorf aus Ösiland heißt sonst überall Martin Canine, ist 17 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 891 Filme bewertet und legendäre 1056 Kommentare geschrieben. Ist ein exzessiver Filmgucker und außerdem ein Dingo/Akita-Mix. Da in seinen Adern das Blut eines wilden Tieres fließt, stellt er in seinen Bewertungen seinen Instinkt über alles. In Menschensprache heißt das: er bewertet subjektiv. Mag CGI-überladene Blockbuster genauso wie cineastisch wertvolle Arthausproduktionen und hat keine Scheu, sowohl "300" als auch "Citizen Kane" 10.0 Punkte zu geben. Er nimmt Freundschaften auch an, wenn der Filmgeschmack nicht gut zusammenpasst, da er auch das Diskutieren liebt. Außerhalb von Filmen schaut er gerne mal Animeserien, die manche vielleicht noch von RTLII kennen, oder hört Musik, die alle anderen verdrängt haben - zum Beispiel alles von 2004-2007. Er ist außerdem Mitglied des "titanischen Trios", bald bekannt als Herrscher über die Welt und das Dashboard. Letzteres sollte die schwierigere Aufgabe sein. Ach ja, und er ist der Antichrist. Profilbild ist nicht von mir, sondern von: themushman.deviantart.com Mehr


Antichrist
Antichrist

Martin Oberndorf 10.0 "Herausragend"

Super Furry Animals

Martin Oberndorf

Ich möchte euch allen ein frohes Osterfest wünschen!
Und viel Glück bei der Suche nach Osternestern!
Möge Neptun uns reiche Ernte bescheren!

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lieber_tee

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Dir auch neptunische Ostern.


Being John Malkovich
Being John Malkovich

Martin Oberndorf 9.0 "Herausragend"

Wie leite ich das jetzt ein?
Boom passt ja nicht mehr so ganz, aber wie wär's mit FROHE OSTERN!
Als Teil der großen Moviepilotosterwichtelaktion 2014 sei dieser Kommentar meinem MP-Buddy und Titanenkollegen Boogers666 geschenkt, und der wünschte sich einen zu "Being John Malkovich".
...
"Wissen Sie eigentlich, dass ich weder weiß, wie Sie heißen, noch was genau Sie arbeiten?"
"Ja."

"Being John Malkovich" kann man vielleicht vieles vorwerfen, aber nicht, dass er nicht kreativ und vielseitig ist.

Man nehme allein diese aberwitzig schrille Story:
Ein Puppenspieler (!) nimmt einen Job im Stockwerk 7 1/2 (!!) eines Gebäudes an. Dort findet er hinter seinem Schrank eine Tür, die ihn die Welt aus den Augen von John Malkovich (!!!!!!!!!) sehen lassen kann.

Mir hat der Film beim zweiten Mal fast noch besser gefallen als beim ersten Mal.
Der Film beginnt ja fast normal.
Talentierter Mann mit ungewöhnlichem Hobby findet keinen Erfolg.
Dann plötzlich jedoch betritt unser Protagonist seinen neuen Arbeitsplatz und der Film ist an grotesker Komik nicht mehr zu überbieten.
Als die Notbremse gezogen werden muss, der Film zur Entstehung des Stockwerks gezeigt wird oder die Gespräche zwischen dem Chef und seiner Sekretärin stattfinden, kommt man nicht mehr aus dem Lachen raus, wenn man höchst schrägen Humor mag. Das ist vor Allem witzig, weil der Hauptdarsteller noch vollkommen normal bleibt, wenn alles um ihn herum in einer vollkommen anderen, grotesken Logik versinkt.
Da ist der Film eine reine Komödie.

Das ändert sich aber schlagartig, als der Kopf von John Malkovich das erste Mal betreten wird.
Man könnte es ab diesem Zeitpunkt mit einem abgedrehten Thriller vergleichen.
Die Story ist zwar immer noch abgedreht - allein diese Idee, als zunächst stiller Teilnehmer die Welt aus der Empfindung von John Malkovich betrachten zu können ist irrsinnig verrückt - aber der Film bekommt plötzlich einen enormen Ernst.
Eine Art Verschwörungsplot, eine gefährliche wie komplizierte Liebesgeschichte und das ewige Ringen um Identität machen den Film auch in der zweiten Hälfte enorm spannend.

Die Charaktere von John Cusack, Catherine Keener und Cameron Diaz sind die Protagonisten, John Malkovich ist mehr Location.
Der Malkovich als Rolle im Film natürlich. Nicht der echte.
Es ist schwer zu sagen, wer hier am Besten ist. Tatsache ist, dass ich die für diese Rolle oscarnominierte Catherine Keener am Wenigsten beeindruckend fand (was nicht heißt, dass sie schlecht spielt). Dann folgt John Cusack, den ich zwar sehr gut, aber nicht herausstechend fand. Der völlig abgedrehte Malkovich, der sich ab und an selbst, und ab und an den Puppenspieler, der in John Malkovich steckt bzw. sich selbst unter Kontrolle des Puppenspielers spielt, ist natürlich ein absolter Genuss mit einer Hochleistung. Von ihm hätte ich aber auch nichts anderes erwartet. Er ist ein genialer Schauspieler. Aber der wahre Star ist Cameron Diaz. Sie spielt eine todernste Rolle - nein, echt. Jeder kommt in irgendeiner lustigen Szene des Streifens vor, aber sie - gerade SIE, die man aus zumeist schlechten Komödien oder aus augenzwinkernden wie seichten Actionfilmen kennt - hat wirklich die volle Dosis Ernst abbekommen. Und siehe da, sie spielt sowas von wunderbar, dass ich mich gerne gefreut hätte, noch mehr von ihr zu sehen. Wo ich doch einige ihrer Streifen, oft bei Aufzählungen von von mir weniger gut bewerteten Filmen nenne (Die drei Engel [vor Allem Teil 2], Suprersüß und supersexy, Knight and Day,...) Aber das hier ist echt eine Wucht! Hier zeigt sie, dass sie eine tolle Schauspielerin ist, die nur waaaaaahnsinnig oft waaaaaaaaaaaaaaaaaaaahnsinnig schlechte Filmangebote annimmt und daa Ganze garnicht nötig hätte.

"Being John Malkovich" ist wahnsinnig ideenreich und es gibt viele Szenen, auf die man bei der zweiten Sichtung bereits wartet.
Es gibt sowohl eine ernste Szene, als auch eine schräg-witzige, die für mich das absolute Highlight darstellen.
Ich sage nur:
1. Verfolgungsjagd
2. Malkovich, Malkovich. Malkovich? Malkovich!

"Being John Malkovich" ist ein genialer Film. Unterhaltsam, lustig, spannend, packend, originell, intelligent und einfach rundum gut.

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Martin Oberndorf

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Und weil wir kürzlich über Antichrist geredet haben.
Verdammt, war der super!

@Zimtmond: erst gucken, dann lesen!


Boogers666

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Hehe wusst ichs doch ^^


Dieter Bohlen

Martin Oberndorf

Er sollte Charakterdarsteller werden...
...er wirkt sowas von authentisch und glaubhaft:
http://www.youtube.com/watch?v=7Sb9TVtNrkA

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Upps! Die Pannenshow
Upps! Die Pannenshow und 1 weitere ...

Martin Oberndorf 6.5 "Ganz gut"

RoboCop
RoboCop

Martin Oberndorf 8.5 "Ausgezeichnet"

Dredd
Dredd

Martin Oberndorf 9.5 "Herausragend"

Zarte Gemüter sollten meinen Kommi lieber meiden. Er ist aggressiv und vulgär, weil euphorisch.)

Nachdem ich mir Judge Dredd zu Gemüte geführt habe musste das zeitgleich gekaufte 'Remake' auch gleich nachgeschoben werden. Im Doppelpack wollte ich mir die volle Dosis geben.
Doch was dann folgte war nicht mehr Judge Dredd, sondern nur mehr "Dredd"...
...
Woah woah woah woah woah was ist das?
WHAT THE MOTHERFUCKIN' CORPSE ROTTEN HELL IS THIS?
Ich dachte, ich sehe die moderne Version eines etwas albernen 90er Jahre Science Fiction-Actioner, der durch locker flockig daherkommt, mit nettem Blockbusterpathos und durch ein paar Sprüche Auflockerung bittet.
Aber bitte, BITTE: "Dredd" ist verdammt nochmal sowas von einem geilen Scheiß, da haut es einem die Punkte vom Würfel!

Erstens Mal: "Dredd" hat mit Judge Dredd nur den Protagonisten gemeinsam.
Der Rest unterscheidet sich so enorm krass, dass sich ein Vergleich garnicht lohnt.
Story? Komplett anders! Atmosphäre? Dazu komm ich noch.
Härte? Mann oh Mann...

"Dredd" ist von der ersten bis zur letzten Minute nur ein einziges, knallhartes, geniales und verfickt nochmal arschgeiles Drecksstück von Film!
Wirklich... das Wort "knallhart" hat noch nie so sehr auf einen Film zugetroffen wie auf diesen.
Humor ist vollkommen verschwunden, der Streifen ist von der ersten Minute nur todernst, gnadenlos, brutal, und so unheimlich dreckig... man sieht Blut und Metall nicht nur, man riecht und schmeckt das auch!
Die Handlung wird auf ein Minimum reduziert. Dann geht's nur noch verdammt düster, hart und schmutzig zur Sache.
Ein Gebäude, abgeschottet. Alle jagen die Beiden Protagonisten. Das war's im Großen und Ganzen auch schon.

"Dredd" gebe einen verdammt geilen Ego Shooter ab. So blutig, brachial, dreckig, düster, dystopisch, atmosphärisch und gut gemacht wie der ist, wäre der auch ein Spiel welches ich gern spielen würde.
Schnitt und Kamera sind so extrem stylisch und catchy, das Ganze ist einfach nur unheimlich fuckin' geil!
Ich bin bei dem Film so unheimlich abgegangen, man könnte es fast als filmisches Pendant zum Orgasmus bezeichnen.
Die Super Slow Motion, dann wieder die rasante, adrenalingetränkte gnadenlose Action - hab ich schon gesagt, dass die wie der ganze Film knallhart ist? - die einfach saugeile Szene in den Köpfen der Mutantin und des Killers (geniales Psychoduell), der Soundtrack, der zumeist aus Elektro-Rock mit unheimlich starkem Distorted-Filter besteht, und diese verfickt geile dreckige schmutzige versaute versäuchte verrotete brutale brachiale wahnsinnige skruppellose actionlastige fast schon verboten wirkende und verdammt nochmal geniale Atmosphäre machen "Dredd" zu einem puren Genuss!
Wirklich: Aaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich explodiere gleich vor Euphorie, Adrenalin und diesem Rausch-, fast schon Suchtzustand, denn ich hätte gute Lust, mir den Film gleich nochmal in den Player zu hauen und irre laut "WOOOOOAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH" zu brüllen!!!!!
Was würde ich dafür geben, den Film in 3D im Kino sehen zu können, es ist so... grrr...
Bei dem Film habe ich mich echt gefragt, wann 4D-Kino erfunden wird, wo man dann das Gefühl hat, im Film, im Gebäude, live dabei zu sein...
...ich würde mir den hier in diesem Format SOFORT anschauen...

Gehört definitiv zu den besten Filmen, die ich dieses Jahr (ist zwar erst das erste Drittel um, aber naja) gesehen habe...
...zumindest zu denen, die ich am Meisten abgefeiert habe und verdammte Scheiße, hab ich den abgefeiert...

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Hueftgold

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Der war aber auch obergeil!


Martin Oberndorf

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Was war denn so schlecht an der Vermarktung?
Ich hab den Trailer gesehen, der hat nicht so schlecht ausgesehen. An den Film kommtver natürlich nicht ran, aber welcher Trailer zu einem genialen Film tut das schon?


Django
Django

Martin Oberndorf 7.5 "Sehenswert"

Judge Dredd
Judge Dredd

Martin Oberndorf 8.0 "Ausgezeichnet"

Auf meiner ewigwährenden Suche nach dem perfekten SciFi-/Cyberpunkfilm* mussten sich meine Wege zwangsläufig irgendwann mal mit dem Gesetz kreuzen.
So sah ich erst kürzlich "Judge Dredd".
...
Ein riesige Stadt. Futuristisch, oder wie ich es nenne retro-futuristisch.
Wie man sich das damals eben so vorgestellt hat.
Was heute keiner mehr futuristisch findet und eher trashig wirkt... aber in meinen Augen absolut genial ist.
Ein Aufstand.
Auf den Straßen herrscht Chaos. Es wird geballert.
Zwei Judges wissen nicht, was zu tun ist, sind überfordert.
Die Lage scheint zu eskalieren.
...doch dann kommt ER:
Judge Dredd!
In heldenhafter Pose und stellt er sich mitten ins Kreuzfeuer, denn "er weiß schon, was er tut".
Die lebende Legende, der Mann, Polizist, Richter und Exekutive in einer Person.
Er IST das Gesetz!
Natürlich ist das Böse bald Geschichte!
Im Alleingang schafft er es, sich gegen alle durchzusetzen.
"Worauf plädieren Sie?"
"Nicht schuldig."
"Ich wusste, dass sie das sagen würden."

Die Eröffnungsszene von "Judge Dredd" gehört wohl zu den überzogensten, unglaubwürdigsten und lächerlich heroischsten der ganzen Filmgeschichte. Meine Fresse, bin ich da abgegangen. Ich wusste sofort, der Film kann nur gut werden.

Das Übertriebene des Streifens verschwindet aber rasch, denn dann kommt die Story hinzu.
Und ich muss sagen, dass mir der Film als hirnloser Blockbuster sehr gut gefallen hat.
Wie gesagt, dass die Optik mit der Riesenstadt, die Judges, die wie Roboter aussehen und dieses altmodische Science Fiction-Feeling in mir immer einen (nicht sexuellen) Trieb befriedigen, das sollte jedem mittlerweile klar sein.
Aber auch als Film an sich konnte mich der Richter Joseph Dredd überzeugen (Wolverine - Wege des Kriegers hatte ja auch super Optik, machte aber an sich nicht viel her).
Natürlich sollte man kein Highlight an Tiefgründigkeit erwarten, aber wenn man Science Fiction und Action mag, dann kann man sich "Judge Dredd" durchaus ansehen, sicher auch mehrmals.

Stallone gibt das, was er am Besten kann - den Actionhelden - und es macht einfach Spaß ihm bei ausgeschaltenem Gehirn in diesem Stück Filmgeschichte, welches nicht selten aufgesetzt, aber noch häufiger unheimlich amüsant, wirkt, zu sehen.
Zu der typischen 1990er Jahre Blockbusterhandlung gibt es dazu auch noch eine reichliche Portion (gewollten wie ungewollten) Humor, der dem Geschehen auch noch das nötige Etwas gibt.

Ich kann dazu garnicht viel sagen, als dass "Judge Dredd" einfach ein guter Blockbuster-Unterhaltungsfilm aus den 1990ern ist, der kurzweilig ist und bei dem Cyberpunk- und Actionfans voll auf ihre Kosten kommen!

-------------
*wer mich auf meiner Suche unterstützen will, hier ist genau beschrieben, was ich suche, zumindest habe ich es versucht: http://www.moviepilot.de/forums/film-forum/threads/suche-filme-mit-neon-cyborgs-etc

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pischti

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@Baumkopf

Ich sehe es wie Martin. Man kann in jeden Film irgendetwas hineininterpretieren aber ich bin mir fast sicher, dass man mit "Judge Dredd" weder auf Waffengesetze noch auf notwendige Gewaltenteilung zielen wollte. Der Film dient, so sehe ich das (wie auch Martin), als reine Sci-Fi-ÄKTSCHN-Komödie.

@Martin

treffender Kommentar den ich sofort unterschreibe. Habe ihn mir auch erst vor ein paar Monaten zum ersten Mal angesehen und mein Eindruck ist Deinem sehr ähnlich. Auch ich stehe total auf diese 80er-90er Jahre Sci-Fi Kulissen die zwar manchmal trashig wirken, aber einfach noch großartige Handarbeit sind, im Gegensatz zum aktuellen CGI-Overkill :D


Martin Oberndorf

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Danke sehr.
"Dredd" fand ich trotzdem noch besser :D


Armitage III - Polymatrix
Armitage III - Polymatrix und 1 weitere ...

Martin Oberndorf vorgemerkt

Das finstere Tal
Das finstere Tal

Martin Oberndorf vorgemerkt

Tim Burton: das Ranking

Martin Oberndorf hat eine neue Liste angelegt.

Das fünfte Element
Das fünfte Element

Martin Oberndorf 10.0 "Lieblingsfilm"

http://www.youtube.com/watch?v=oONPXPAQUHg

Heute geht es um einen Film, den ich schon länger nicht gesehen habe, aber von dem ich genau wusste, dass ich ihn auch heute noch lieben werde.
Ich spreche von "Das fünfte Element".
...
Ach, was war denn das Feines?
Eine futuristische Stadt mit fliegenden Autos? Ein komplett durchgeknallter und überdrehter Fernsehmoderator? Frisuren und Kostüme wie aus einem Musikvideo von Hit'N'Hide? Und das Ganze unheimlich flott und catchy inszeniert? Jetzt gibt es 3 Möglichkeiten:
1. Ein altes Videospiel aus den 1990ern
2. Ein Musikvideo aus den 1990ern.
3. Ich bin im Himmel
Hmmmm... oder ist es etwa möglich, dass es noch eine vierte Möglichkeit gibt?
Hmmmm...
4. Ich habe "Das fünfte Element" geguckt.

Ich LIEBE alles an dem Film!
Sein vollkommen abgedrehtes Charakterdesign, seine abenteuerliche Geschichte, jeden Auftritt von Chris Tucker, die Martial Arts-Kampfszene zum Diva Dance, der abgespacete Humor, die kindlich-euphorische wie veraltete Vorstellung von Science Fiction, die W-Szene (Gänsehaut!), der völlig überdrehte Bösewicht (wie erstaunt ich damals war, dass das Sirius Black war... von Gary Oldman hatte ich bis dato ja noch nichts gehört), einfach ALLES!

GENAUSO stelle ich mir einen Science Fiction-Film vor.
Davon habe ich als Kind immer geträumt, und mit 10 oder 11 habe ich ihn damals auch bekommen.
Und auch heute krieg ich dabei leuchtende Augen.
Zu sagen, der Film hätte einen Nostalgiebonus wäre glaub ich zu viel, ich teile das so ein: 0-9 Kindheit, 10-13 Tween, 14-frühes 15. Lebensjahr Teenageralter, späteres 15-heute Filmphase.
Das ist jetzt nur anhand meines Filmgeschmacks bzw. -interesse gemessen, oder auch meinem Nostalgieempfinden diesem gegenüber.

Jedenfalls habe ich auch heute bzw. gestern "Das fünfte Element" als genau so genial wahrgenommen wie damals, vielleicht noch einen Tick genialer.
Der Film ist sowas von verspielt, abenteuerlustig und doch perfekt inszeniert, da sitzt man schonmal ganz gebannt vor dem Fernseher, wenn man auf solche Filme steht.

Für Mila Jovovichs Frisur, die auch als die einer Sängerin einer Bubblegum Dance-Gruppe aus den 1990ern durchgehen könnte, gibt's schon mal 10 Punkte.
Für Mr. Jar Jar Pinky Pie Esel Chris Tucker, verschmolzen aus allen überdrehten Figuren des Film- und Fernsehuniversums und zu deren Anführer auserkoren, auch nochmal 10 Punkte.
Das Setting, einem PC-Spiel in der Blüte derer Jahre gleich, als Konsolen noch nicht die alleinige Herrschaft erlangt hatte, wird natürlich auch nochmal was draufgelegt.
Die abenteuerliche, kindliche Geschichte, bei der ich mich teilweise WIRKLICH danach sehne, mal ein Science Fiction-Fantasy-Abenteuer zu überleben, bei dem es um das Schicksal der Welt geht, bringt dann natürlich noch mehr.

Fazit:
Mann, ist der Streifen GRÜN!
Apfelgrün, neongrün - was auch immer!
In welcher Position soll ich es mie vor dem Fernseher gemütlich machen? Ich will nicht eine Position, ich will ALLE Positionen!
Um auch ja jeden Winkel des Films erleben zu können.
Naja, man merkt schon. Ich finde ihn genial. Stellt sich nur die Frage: wann soll ich ihn wieder gucken?

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Die Schlacht an der Neretva
Die Schlacht an der Neretva

Martin Oberndorf vorgemerkt

Audition
Audition

Martin Oberndorf 9.0 "Herausragend"

Lieber Mindfuck,

Seit ich meine Liebe zum Film entdeckt habe, kreuzen sich unsere Wege immer wieder.
Ob in nolan'schen, aronofsky'schen oder anderweitigen Werken, dich treffe ich immer wieder und eigentlich machst du mich immer glücklich. Auch, wenn ich dich nicht immer verstehe. Aber das willst du doch auch. Oder?
Naja hier geht es um unsere neueste Begegnung, und die war in "Audition".
---
Gleichmal vorweg, ich verspreche mich auch im realen Leben oft bei dem Titel und sage irrtümlich Autopsie zu dem Film. Keine Ahnung, warum. Bitte verzeiht es mir, sollte ich mich im weiteren Text verschreiben.
---
Be"Audition" dachte ich lange Zeit, ich sitze im falschen Film. Die Darsteller sehen japanisch aus, die Namen sind japanisch, es gibt japanischen Ton auf der DVD und überall sind japanische Schriftzeichen. Aber wo ist diese japanische Abgedrehtheit, die ich so liebe? Dieses verrückte Etwas. Dieser merkwürdige Touch, der die Kinderfilme so extrem liebenswert und die Erwachsenenfilme einfach extrem macht?
Tja, dann erreichte ich die zweite Hälfte und ich kann euch versichern, liebe Japanfans, ihr kommt auf eure Kosten.

Aber auch Nicht-Japan-Fetischisten werden gut unterhalten werden.

"Audition" ist nämlich ein exzellenter Thriller, der von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Und vor allem weist er eine ganz gewaltig gut inszenierte Dramaturgie auf.
Zunächst noch fast harmonisch.
Dann erscheint Asami auf dem Bildschirm.
Bald kommen erste Zweifel auf.
Das Szenario wird bizarrer, ungezügelter.
Der Film ist wie eine Hälfte eines Berges, alles steigert sich. Es geht nur noch höher, bis man am Gipfel ist.
Da ist der Film große Klasse, denn vor Allem gegen Ende ist der einfach nur mehr genial.

Durch seinen bizarren Schleier gibt der Film auch freien Raum zur Interpretation. Denn wie bereits in der Einleitung erwähnt, hat auch ein mein verehrter Kollege Mindfuck einen Auftritt in dem Streifen. Darren Aronofsky wäre sehr stolz darauf. Nur, dass "Audition" nur um einiges zeigefreudiger, verstörender, unkontrollierter, schlicht kompromissloser ist.

"Audition" ist Inszenierungskino par excellence, schafft aber das fast unmögliche, in dem er dieses mit Psychodrama bzw. Your-world-is-not-real-Thematik vermischt.
Irgendwo zwischen Hitchcock, Perfect Blue, dem ersten Saw-Film und einem Aronofsky-Fincher-Mutanten sitzt Takashi Miikes exzellenter Thriller "Audition" mit tollen Darstellern und toller Story (die brillante Eihi Shiina darf ich bald im weniger anspruchsvollen Tokyo Gore Police wieder bewundern, der wohl DER ultimative japanische Was-zur-Hölle-hab-ich-da-gerade-für-einen-kranken-Scheiß-gesehen-Film zu sein scheint).
Eigentlich schade, dass die Darsteller zumindest bei uns so unbekannt sind. Beide Hauptdarsteller spielen absolut fabelhaft und auf einem Niveau, welches eigentlich für eine lange erfolgreiche Karriere reichen sollte.

So kann "Audition" mit allem aufwarten, was zumindest ich mir von einem gelungenen Psychothriller erwarte.
Und nochmal: wie genial das Ganze aufgebaut ist! Herrlich...

PS: Auf dem Cover sind zumindest auf meiner DVD-Edition (Rapid Eye Movies präsentiert Edition Asien) auf der Rückseite Bilder aus dem Finale zu sehen.
Nur zur Info, die Bilder vielleicjt nicht anschauen. Aber wenn ihr's doch macht, ist auch nix verloren...

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Meine Lieblingsfilme im Alter von 10-13 Jahren

Martin Oberndorf hat eine neue Liste angelegt.

Mein perfekter Film braucht...

Martin Oberndorf hat eine neue Liste angelegt.

Finsterworld
Finsterworld

Martin Oberndorf 0.0 "Hassfilm"

BITTE LESEN. Es ist mir ein Anliegen.

(SPOILER-Alarm. Ist aber eigentlich scheißegal. Der Film besteht aus dramaturgielosen zusammenhanglosen Sequenzen, ich werde da nur auf eine eingehen)

Glossar:
Furry = Person, die sich mit anthropomorphen Tieren identifiziert und/oder diese mag
Fursuit = Furry-Kostüm

MEINE FINSTERE PELZIGE WELT
Ein Trauerspiel in 3 Akten von Martin Canine

AKT I: DARSTELLUNG/AUFFASSUNG
"Und die haben dann da vorne so einen Penis raushängen..."
"Also... Furries sind Typen, die sich WIRKLICH danach sehnen, Stofftiere zu sein."
"Und haben die dann Sex?"
"Hihi."
"Haben die dann Sex?"

Ein Polizist geht in ein Kleidungsgeschäft, betrachtet, streichelt und begrinst ein echtes Stück Fell eines toten Fuchses. Ich würde diesem Mann zu jeder Zeit zutrauen, hinter einem Schulhof mit einer Tüte Bonbons aufzuwarten. So grinst der Kerl.
Streicheleinheiten einer toten Existenz zur Befriedigung niederer Triebe. Vermutlich. So ganz schlau bin ich daraus auch nicht geworden, was der mit dem Ding wollte. Achso, eine Fursuit soll das also werden. Na dann ist ja alles klar.
Hallo kleiner Eisbär. Willkommen auf dem Umarmfestival.
"Dieses Berühren, genau darum geht's bei den Furries ja auch."
-Frau Finsterwalder über "Finsterworld"
Wie recht Sie haben, Frau Finsterwalder. Nehmen Sie ruhig Fetzen aus einer Mentalität und drängen Sie sie außerhalb des Kontexts in ein Stück bewegtes Bild hinein, nur weil sie meinen, dass das furchtbar gut in Ihrem Film passt. Sie können ja so tun, als wären Sie Expertin. Ach, das tun Sie bereits? Umso besser.

Frau Finsterwalder. Ich bin wesentlich jünger als Sie.
Meine Lebenserfahrung kann sich wahrscheinlich nicht mit der Ihrer messen. Aber meine Furry-Erfahrung, die ich mir seit dem 12. Lebensjahr angesammelt habe, zerknüllt Ihre, zerschnipselt die Fetzen, verbrennt sie,... naja Sie wissen schon. Nur nicht die Fetzen, die sie aus der Furry-Mentalität rausgeschnippelt haben. Die klebe ich wieder dorthin zurück, wo sie hingehören.

Um die Dinge mal richtig zu stellen: würde ein Furry mit eiber Fursuit aus echtem Pelz auf einer Convention erscheinen, wäre das etwa so, als ob man steakessend auf einem Vegetariertreff erscheinen würde. Der Erlös vieler Cons geht teilweise an Tierschutzorganisationen.
Ein Raum mit ein paar tanzenden Furries ist auch keine Convention. Aber das sei mal dahingestellt, ich war noch nie auf einer, aber es steht auf meiner To Do-Liste. Ziemlich weit oben sogar.

"Man fühlt sich in seiner Haut nucht mehr wohl. Man will jemand anders sein, aber doch man selbst bleiben."
EINMAL wurde was richtig gemacht.
Aber das kam sicher auch anders rüber. Ja, ich porträtiere mich selbst ja selten als Mensch, denn......warum eigentlich? Ist einfach so.
Ich will hier nichts verschweigen oder so - und wer Fragen hat und diese respektvoll stellt, der darf das auch gerne - aber die Frage kann ich nicht beantworten. Ist schon so seit der Kindheit, noch bevor ich jemals vom Begriff Furry gehört habe.

Eine Frau schreit und brüllt wie am Spieß, als sie die Eisbärenfursuit ihres Mannes, darunter ihr Mann, vorfindet. Als sich diese eben als ihr Mann entpuppt, wäre die logische Frage: "Was soll das? Was hast du da an?"
Unverständnis und Verwirrung versteh ich ja noch.
Frau Finsterwalder hält es aber wohl für besser, die Frau wie eine Todesfee schreien zu lassen.
"Oh mein GOTT!"
"Lass mich doch erklären. Ich trag das ab und zu."
"Aber doch nicht ZUHAUSE! OH GOTT!"
"Manchmal, und manchmal draußen mit anderen."
"AAAAAAAAAAH!"
Entweder habe ich was verpasst und der Frau Gattin wird da gerade ein Bein amputiert oder sie überreagiert gewaltig.

Am Ende sitzt der Eisbär auf einer Parkbank und wird von einem Kind geknuddelt. Süß. Er kriegt doch noch Liebe und Verständnis. Imner noch Kind geblieben und verstanden. Vielleicht meint Frau Finsterwalder auch genau das. Aber den Film hätte ich dann ganz anders angepackt. Aber Menschen eben.

Ehrlich... bei solchen Filmen krieg ich ANGST, den Leuten zu sagen, dass ich Furry bin. Als ob ich irgendetwas verstecken müsste. Film sei Dank habe ich mich genug gegenteilige Erfahrungen gemacht.
Damit kommen wir auch zu...

AKT II: KONSEQUENZ
Ja, ich führ mich hier auf wie der Prädiger, der meint, ein Werk würde die Welt ins Unglück stürzen. Ich hoffe inständig nicht.
In Amerika sind wir ja schon der Sündenbock für alles. Also wir Furries.
Warum denn das? Es haben zuviele Leute die CSI-Folge "Ein pelziger Rivale" gesehen (ach deswegen mag der Typ CSI nicht. o.O).
Was bekommen wir darin zu sehen? Eine blaue Stripperkatze. Eine Furry-Convention, auf der - haltet euch fest - sich die Furries in ihren Fursuits aneinanderreiben, um daraus sexuelle Befriedigung zu bekommen. (CSI-Spoiler:) Weiters wird ein Typ in einer Waschbärenfursuit plötzlich vogelfrei, wenn er mit einem Coyoten verwechselt wird (/Spoiler).
So endlos scheiße geht es in der ganzen Folge weiter.
Ich hoffe ihr seid so klug, und wisst, dass das Sexualisierung aus Vermarktungsgründen ist. Sex sells!
Und ehrlich, Leute, was klingt besser: Leute, die gerne so tun, als wären sie Tiere oder perverse Freaks, die das unheimlich geil finden?
Ihr müsst mir das jetzt nicht glauben. Ich werde meine eigene Community nicht schlecht reden.
Aber noch weniger werde ich lügen. Es gibt natürlich solche und solche. Und ich hab auch gegen Beide nix, aber was ich sagen will, ist, nur weil es Hentai gibt, ist Anime nix Sexuelles.
Leider denken das viele Amerikaner und nehmen auch CSI ernst.
Und in Amerika sind Furries recht bekannt.
Es wird euch vielleicht nicht bewusst sein, aber nach Amerika gibt es in Deutschland die meisten Furries.
Hoffentlich ergeht es uns im deutschsprachigen Raum nicht auch so, ich will Moviepilot ja nicht meiden müssen.
(Was Furry sein wirklich bedeutet hat Kurrel the Raven in diesem Song ziemlich gut auf den Punkt gebracht: http://www.youtube.com/watch?v=RXHncd9h7HY )
Finsterworld eckt genau hier an, zwar nicht so extrem wie bei den amerikanischen Kollegen, inszeniert das Ganze aber auch nur als Freakshow, sodass Furries neben Fußfetischisten, Zwangsneurotikern, etc. als Abgrund der Gesellschaft zu sehen sind. Auch dem armen Fußfetischisten wird hier unrecht getan, aber das ist eine andere Geschichte. Ich bin kein Fußfetischist und kann das dahingehend auch nicht beurteilen. Aber ich finde diese Darstellung beleidigend.
Aber jetzt wo wir schon bei den Anderen im Film sind, kommen wir auch gleich zu...

AKT III: DER FILM
Die Furry-Episode ist nur ein Teil des Films, der auch nur ein paar Minuten ausmacht, und es in dieser kurzen Zeit, sogar schon gleich zu Beginn (Der Dialog am Anfang meines Kommis), schafft, mich komplett zu verärgern. Nein, dass sich tatsächlich echte Furries für die Conventionszene gemeldet haben, ist mir unbegreiflich (ja, stolz präsentierte uns Frau Finsterwalder im Interview, wieviele Furries sich doch gemeldet haben). Wahrscheinlich ging man nichtsahnend, gutgläubig davon aus, man verfolge gute Absichten oder wollte gar ein realistisches Bild zeigen. Ähm... nein.
Egal, ich komne wieder auf den Film an sich zurück:
"Finsterworld" ist ein Film, der misanthropisch daherkommt und uns bis auf die verhehrte Carla Juri mittelmäßige bis schlechte Schauspieler zeigt, die sich alle gegenseitig hassen. Man hat Angst, zu berühren, und es gibt keine Liebe. Alle haben ihre psychischen Störungen, die so ENORM auf sonderbar getrimmt sind, dass einem das Grausen kommt. Frau Finsterwalder will zeigen, wie verkommen doch alles ist, besonders in Deutschland. Es wird episodenhaft erzählt, Handlung gibt es quasi keine, es ist bzw. soll eine Charakterstudie sein, deren einzige Darstellung daraus besteht, andersartige in ihrer abartigsten Form zu präsentieren, um an deren Beispiel zu zeigen, dass "alles in Deutschland hässlich ist" (Zitat).
Gescheiter Plot, Realismus oder Augenzwinkern fehlt hierbei und werden erst garnicht probiert.
Ich muss aber an dieser Stelle auch sagen, dass mir eine differenzierte Kritik schwerfällt.

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Martin Oberndorf

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Wenn mam abends beim Fernseher liegt und die Katzen kommen knuddeln dann wirkt es zumindest so.


Einar

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Ich besitze kein Haustier, ich besaß noch nie ein Haustier. Aber ich bin sehr tierfreundlich.
Ich für meinen Teil denke, dass Tiere Gefühle haben (warum auch nicht) und diese auch ausdrücken. Zuneigung ist eines dieser Gefühle. Und Liebe ist quasi eine starke Zuneigung. Also würde ich fast sagen, dass Tiere Liebe "geben" können, also auch dem Menschen gegenüber.
Das kommt natürlich auf das Tier an, welches Tier und welchen Charakter dieses Tier - denn da unterscheiden sie sich auch. Aber Katze, Hund oder Primaten haben ein gutes Gefühl, wie sie sich einem Menschen nähern und womöglich auch Zuneigung/Liebe ausdrücken können.
Das nur mein Senf, ohne dass es was mit dem eigentlichen Thema zu schaffen hat. Ich wollte diesen Gedanken nur mal loswerden. :)
Beste Grüße!


Bodyguard
Bodyguard

Martin Oberndorf 8.0 "Ausgezeichnet"

Auch, wenn viele ihn nicht mögen, ist es dennoch ein Kultfilm, den man mal gesehen haben sollte.
Und außerdem wusste ich schon ziemlich sicher, dass meine Vorhersage von 5.5 nicht ganz hinhauen wird.
Ich meine... Kitsch is the Überhammer.
Damit geht es heute um "Bodyguard".
...
"And Iiiiiiieeiiiiii...
...will always... love yoooouuuuuu..."

Das war er also.
Der Kitschüberflieger.
Der Frauenfilm schlechthin.
Wo man sich langweilen MUSS, weil er ja sowas von unmännlich ist.
Und natürlich fand ich ihn klasse.
Was sonst?

"Bodyguard" ist ein Film, der schon Kultstatus erreicht hat, den so gut wie jeder kennt, aber für den sich viele Männer zu fein sind, ihn zu mögen. Wo man zur Einleitung ins Gespräch Sachen ließt wie "Meine Frau hat mich in den Film geschleppt..." oder "Als der Film letztens im TV lief, hat mich meine Freundin gezwungen, ihn mir mit ihr anzusehen..."
Kennen wir alle und hat wahrscheinlich die Hälfte von euch auch so geschrieben.
Klingt nur wahnsinnig unglaubwürdig.
Aber wir wissen ja, dass kein Mann diesen Film freiwillig gesehen hat.
Kein Mann?
Nein! Ein kleiner Dingo namens Martin leistet nachwievor heftigen Widerstand.
Und sagt dreist, den Film aus freien Stücken gesehen zu haben.
Nicht nur das, er nimmt es sich auch noch heraus, zu sagen, der Film hätte ihm gefallen!
So eine Frechheit. Steinigt ihn!

Ne jetzt ernsthaft.
"Bodyguard" ist nichtmal annähernd so kitschig, wie ich es vermutet habe.
Denn gleichwertig mit der Lovestory geht vor Allem der Thrillerplot um den Stalker einher.
Dennoch, diesen Aspekt werde ich mal außer Acht lassen.
Denn selbst wenn es nur um die Lovestory ginge: warum in aller Welt sollte es ein Problem sein, wenn ein Film eine Liebesgeschichte ins Zentrum der Handlung stellt?
Ich z.B. bin absolut hoffnungslos Romantiker. Liebe soll nunmal wunderbar sein. Da empfindet man halt alles süßlich, da will man einander Gutes tun, da nimmt man auch alles tragischer als es ist und da ist man auch nunmal furchtbar angetan von Kitsch.
Und man sagt auch stundenlang Dinge wie "Du bist süß." "Aber du bist süßer." "Nein du." "Nein du." ... ohne dass es Einem auf den Zeiger geht.
Und jetzt sagt mir nochmal dass Filme mit Lovestory kitschig sind.

Gerade "Bodyguard" drückt hier ausgesprochen wenig auf die Tränendrüse und bleibt sogar relativ ernst bei der Sache.
Zwei Leute, die sich beruflich kennenlernen, entdecken Zuneigung. Ganz normal, wenn man einander besser kennenlernt und feststellt, dass man sich gut versteht. Aber wie gesagt ist der Film sehr storydriven, und im Vordergrund steht auch etwas Unronantisches: ein verrückter Stalker.

Natürlich ist "Bodyguard" ein Hollywoodfilm. Kein richtiger Blockbuster, aber dennoch ein Streifen der Traumfabrik, als diese gerade noch eine war.
Die erste Hälfte der 1990er war ja filmisch gesehen noch kaum von den 1980ern zu unterscheiden, bis dann etwa in der Mitte plötzlich der Umbruch kam und Gangster, harte Kost und neue Kreativität das Kino beherrschten und ein neues Filmzeitalter einleiteten.
"Bodyguard" erfindet weder irgendein Rad neu noch ist er DIE Meisterleistung schlechthin, aber er ist ein durchwegs unterhaltsamer Film, der in seinen romantischen Momenten romantisch wirkt, aber auch auf seine Story nicht vergisst und diese durchwegs spannend ausfallen lässt.
Kevin Costner als zunächst gefühlskalter Bodyguard wird von der mehr oder weniger sich selbst spielenden Whitney Houston quasi an die Wand geschleudert.
Diese spielt nämlich überraschemd gefühlvoll und gut. Ich stehe dem Experiment SängerIn schauspielert immer etwas skeptisch gegenüber, aber die Dame konnte schon was.
Abgesehen davon steuert sie einen wunderbaren Soundtrack bei. "Run to You", "I Have Nothing" oder natürlich "I Will Always You" singt sie umwerfend, aber das ist ja hinreichend bekannt.

Wer sich also nicht von Haus aus sträubt, wird einen guten und sympathischen Hollywoodfilm erleben.

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EvertonHirsch

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Ich muss zwar grad googeln, aber ja, das ist er :)
Naja, so richtige, pure Schnulzen kenne ich gar nicht. Eher die schnulzigen Momente in großen Filmen, denen ich auch nicht abgeneigt bin.

Aber manchmal ist es einfach zu viel. Spontan fällt mir da immer "Pearl Harbor" ein. Also nicht die zweite Hälfte des Films. Sowas geht mir dann schon richtig auf die Nerven.


Martin Oberndorf

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Dann weiß ich, warum ich ihn nicht gesehen hab...

Pearl Harbor ist aber natürlich genial.


Urotsukidoji - Legend of the Overfiend
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Martin Oberndorf vorgemerkt

Gästebuch

kobbi88

Was Trier für Aussagen tätig, das geht mir am Hintern vorbei. Mit Antichrist hat er sicher kein Tabu gebrochen. Ich wüsste nicht welches..... und inhaltlich ist der Film komplett reinste Provokation ohne Verstand. Nur weil er es mit ein paar netten Szenen garniert, schreien viele, es sei Kunst oder was auch immer.

Und subtil is Melancholia mit Nichten...

kobbi88

Ahja, schön zu hören, dass er dir gefallen hat. Bis auf die Anfangsszene (tatsächlich fantastisch!) war das für mich aber leider (bei der Zweitsichtung allerdings) einzig ein "Seht mich an, wie radikal und toll ich bin. Ich provoziere, weil ich es kann, ohne Sinn und Verstand". Von Subtilität hat der Mann zumindest noch nicht wirklich was gehört, ich denke, da sind wir uns einig. ;)

kobbi88

Ne 10 für Antichrist? Ernsthaft?

Kommt da noch ein Kommentar?

Bei mir isses so: Wenn diese ersten 10 Minuten (keine Ahnung, wie lange) nicht wären, dann würde der wirklich 0 Punkte (etwa) kriegen

Lydia Huxley

Frohe Ostern!!!
Ich wünsche dir ein paar schöne, sonnige und hopplige Osterfeiertage, ein volles Osternest und eine lustige Eiersuche ;)
Viel Spaß und mümmlige Grüße ^__^

kobbi88

Heeeeey, Maaaartiiiiiin

Ich wünsche dir froooooooohe Ooooooooooostern :)
Viel Spaß beim Eier-Suchen ;)

Grüßle :D

Donny Brandt

Ich meinte damit das wir 2 uns über Facebook zusammensetzen und dann eine Speakers Corner für MP schreiben.

Donny Brandt

An eine Speakers Corner hab ich auch schon gedacht. Wie wäre es wenn wenn wir uns über Facebook zusammensetzten und eine Speakers Corner schreiben ?

Donny Brandt

Wir sollte die Idee vielleicht mal öffentlich machen :)

Donny Brandt

^^
Hier: http://www.moviepilot.de/movies/sieben/comments/855500 kannst du sie dir noch mal durchlesen (in den Kommentaren).

Donny Brandt

Heyho Heyho,
was ist eigentlich mit deiner Idee die du mir damals unter den Sieben Kommentar geschrieben hast ?


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