Danke, Mr. Scorsese! Genau so muss 3D aussehen. Der alte Meister zeigt einmal mehr, was er handwerklich drauf hat, und kennt dabei keinerlei Berührungsängste gegenüber der neuen Filmtechnik. Endlich versteht jemand, die neuen Möglichkeiten des Mediums wirklich sinnstiftend zu nutzen. Was bei so vielen anderen stets entweder bloßes Blendwerk oder überhaupt nicht sicht- und spürbar war (und ist), bereichert hier tatsächlich die Werkzeugpalette des Filmemachers und hilft dem Zuschauer bei der Identifikation mit der dargestellten Realität. Zuckten einst die Betrachter des ersten Films bei der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof erschrocken zusammen, so ertappt man sich nun selbst dabei, wie man vor Sacha Baron Cohens bedrohlich immer näher rückendem Gesicht zurückweichen möchte.
Mit erstaunlicher Leichtigkeit bewegt sich der Regisseur im für ihn eher ungewöhnlichen Genre des zauberhaften Familienfilms. Er inszeniert eine rundum gelungene Welt, die zwar nur halb aus Fakten und nur halb aus Fiktion, aber doch ganz und gar aus Kinomagie besteht.
Zwischendrin verzettelt sich die Handlung ein wenig, gerät ins Stocken und weiß nicht so recht, wohin sie weiterlaufen soll. Manches Element bleibt unaufgeklärt, erscheint im Nachhinein sogar überflüssig. Auch trifft nicht jede Anspielung immer direkt ins Ziel oder setzt zu viele Vorkenntnis voraus und nicht immer ist so ganz klar, was eigentlich die große Aussage sein soll. Das schmälert natürlich die emotionale Kraft und eine geradlinig aufgebaute Erkenntnis (oder ein "Aha-Effekt") stellt sich nicht ein. Doch die starke Grundidee, die von der Liebe zur Fantasie und all ihren Erzählformen geprägt ist, hält dies schadenfrei aus.
Und der Kinobesuch lohnt sich ohnehin schon allein wegen der großartigen Schauwerte und der überzeugenden Darsteller in allen Haupt- und Nebenrollen.
Gestern Abend endlich "Drive" gesehen - UK-Disc importierendem Bekannten sei Dank. Der deutsche Trailer hat dem Film wirklich Unrecht getan. Stimmige Inszenierung, tolle Darsteller, wunderschöner Soundtrack und einfach eine schöne Abwechslung zum Genre-Einheitsbrei. Abzüge gibt's lediglich für den kleinen Spannungshänger im Mittelteil und die vollkommen unnötige explizite Gewaltdarstellung (weniger zu sehen, wäre wahrscheinlich sogar noch eindrucksvoller gewesen). Insgesamt aber absolut sehenswert!
Green Lantern hat es tatsächlich geschafft, all meine Erwartungen komplett zu erfüllen - leider.
Die durchwachsenen Effekte sind noch das Beste an diesem lieblos runtergkurbelten Streifen, der das Potenzial der Vorlage nicht ansatzweise zu nutzen versteht. Anstatt den Fokus auf die Space-Sci-Fi-Alien-Elemente zu legen, die ein bisschen frischen Wind in dieses vom Kino inzwischen arg geschundene Genre hätten bringen können, wurde einfach vollkommen inspirationslos ein 08/15-Superheldenfilm nach Schema F abgedreht. Quasi eine richtige Reißbrettarbeit - zu dumm nur, dass vorher jemand die Blaupause "Wie man es nicht machen soll" auf besagtes Reißbrett gelegt zu haben scheint.
Handlung (nerviger Angebertyp wird zwangsweise zum Helden und muss sich der eigenen Angst stellen und erkennen, dass es bedeutenderes im Leben gibt als oberflächliche Aufschneiderei - ganz nebenbei verliebt sich die heiße Pilotin und Geschäftsfrau, die ihn gerade noch total nervig und arrogant fand, genau 0,3 Millisekunden nachdem er ein Superheld geworden ist, unsterblich in ihn) und Dialoge ("Es ist mein Job keine Angst zu haben!") entstammen der untersten Klischee-Schublade, dazu gibt's noch reichlich albernes Chargieren (von Tim Robbins ist man das leider langsam gewohnt, bei Peter Sarsgaard hatte man einst jedoch irgendwie Hoffnung auf mehr), ohne erkennbare Motivation, dafür mit reichlich Logiklöchern.
Besonders schlimm ist obendrein auch wieder dieses Anti-3D. Man hat eine Brille auf, damit man den Film in 2D sehen kann. Moment mal! War das nicht mal anders gedacht? Bei schweren Shutter-Systemen besonders für (Sehstärken-)Brillenträger sehr unbequem, aber dafür wenigstens teurer und mit null Effekt. Prima Idee!
Kurzum: Wer die ganz passable Direct-to-Video-Trickfilm-Adaption "Green Lantern: First Flight" gesehen hat, hat die bessere Verfilmung gesehen und kann sich diese Version schenken.
Mit Ausnahme der hier durchweg ansehnlichen Effekte und gelungenen (wenn auch keineswegs innovativen) Alien- und Raumschiff-Designs unterscheidet sich der Film qualitativ in keinerlei Hinsicht von den zahllosen Direct-to-Video-Billigproduktionen nach immer gleichen Muster: Eine beliebige Auswahl an B- und C-Schauspielern stolpert sich in langweiligen Einstellungen ohne Kinofilmoptik oder -atmosphäre durch komplett uninspirierte Standard-Szenen nach Schema F.
Ohne jede Ironie werden die altbekannten Stationen einer jeden filmischen Flucht vor irgendwelchen austauschbaren Monstern abgearbeitet, wobei sich die Darsteller redlich, aber vergebens bemühen Dramatik in die tumben Klischee-Dialoge zu bringen.
Das Drehbuch möchte gern emotionale Konflikte und echte Charaktere bieten, doch die Handlung ist zu dünn und unlogisch und die unglaubwürdig sprechenden und agierenden Figuren bleiben dem Zuschauer vollkommen egal.
Was thematisch ein Kammerspiel im Sinne eines "Signs in der Großstadt" hätte werden können, geriet daher stattdessen zum Möchtegern-Blockbuster à la "Independence Day für Arme".
Besonders bedauerlich: Seine einzige gute Idee handelt der Film leider in den letzten 5 Minuten ab. Wäre das gesamte vorherige Geschehen nur ganz kurz in einem 10-minütigen Intro vorangestellt worden und hätte die eigentliche Handlung dann erst zum Erzählzeitpunkt direkt vor dem Abspann eingesetzt, hätte ein wirklich interessanter kleiner Sci-Fi-Actioner gelingen können - oder zumindest eine sehr, sehr coole Videospiel-Prämisse.
Mit Source Code liefert Duncan Jones einen mehr als soliden Zeitreise-Thriller ab, der zwar nie ganz die atmosphärische Dichte seines Vorgängers Moon erreicht, aber doch über die gesamte, gut bemessene Laufzeit zu fesseln vermag. Dies gelingt trotz der zumindest für Kenner der Thematik recht überraschungsarmen Handlung vor allem dank der überzeugenden Darsteller, allen voran Jake Gyllenhaal als gebrochener Afghanistan-Veteran mit Ambitionen zum weltrettenden Actionhelden. Sein Spiel ist vielschichtig und findet in Vera Farmiga einen dankbaren und glaubwürdigen Dialogpartner - was beeindruckend ist, wenn man bedenkt, dass die beiden nie wirklich im selben Raum aufeinander treffen. Obwohl der Film letztlich nicht völlig ohne die genretypischen Ungereimtheiten auskommt, sich dabei aber weniger tiefgründig und philosophisch präsentiert als inhaltlich möglich gewesen wäre, sticht er in einer Zeit voller enttäuschender Mega-Blockbuster doch positiv hervor. Jones' Regie vermag die entscheidenden Akzente zu setzen, ohne dass verspielte Kameraeinstellungen, Überblenden oder Standbilder zum Selbstzweck verkommen. Auch der Soundtrack trägt ab der ersten Minute zur stimmigen Suspense-Inszenierung bei.
Source Code bietet daher ordentliche Hollywood-Unterhaltung insbesondere für Fans der alten TV-Serie Zurück in die Vergangenheit (die im O-Ton sogar durch ein Voice-Cameo ihres Hauptdarstellers Scott Bakula gewürdigt wird).
Mein absolutes Highlight des Jahres war mein allererster Besuch im Disneyland. Für Filmfans, Nerds und jeden, der auch nur ein kleines Stückchen noch Kind geblieben ist, bringt so eine Reise wirklich eine zauberhafte Zeit, die man nicht mehr vergisst - bzw. die man sofort immer und immer wieder wiederholen möchte. :)
Und ne ganze Menge Pixar-Charaktere trifft man auch, so habe ich ein cooles Foto von mir und meinem Kumpel Sully mitnehmen können. :D
SUPERTITEL: "Keinsexmovie"
Spielt dann sogar an DEN superduper RomCom-Film aus Deutschland an. Und man könnte das "Kein" auch in Klammern setzen. Hihi, wie super mehrdeutig.
Ehrlich gesagt, würde hier eigentlich nur eine Übersetzung mit den entsprechenden deutschen Verleihtiteln der Vorlagen wirklich Sinn ergeben, dann versteht man auch die Anspielung bzw. erzeugt die richtige Erwartungshaltung (aber "Jungfrau" ist laut Spielregeln ja leider verboten):
"Jungfrau, 40, männlich, hat nie wieder Sex mit der Ex beim ersten Mal, denn das wäre superbad!"
Jetzt mal unabhängig von der Qualität des Films (vielleicht ist der ja sogar viel besser, als man erst mal vermuten würde - immerhin sind Seltzer und Friedberg nicht beteiligt), finde ich das eigentlich eine richtig passende, gute deutsche Variante.
Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich an dem Film rein gar nichts auszusetzen. Kapitel 7.1 ist eine logische Weiterentwicklung in Handlung, Stimmung und Machart. Das hohe Niveau der Reihe wird dabei gehalten, manchmal auch übertroffen. Wer also die bisherigen Teile mochte, sollte auch an diesem Gefallen finden.
Geboten wird ein düsteres Fantasy-Abenteuer, ein äußerst erwachsenes Märchen, das sich auf sehr ansprechende Weise sowohl mit mikrosoziologischen Fragen (Freundschaft, Jugendliebe, "teen angst") als auch gesamtgesellschaftlichen Themen (Terrorangst, Überwachungsstaat, Progrome) auseinandersetzt.
Obwohl ich die Vorlage nicht gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, daß mir wichtige Zusammenhänge fehlen würden, obgleich immer wieder Andeutungen aufblitzen, daß es hier und da noch mehr zu erfahren und zu erleben gebe.
Hin und wieder wirkt die Story etwas sehr kompliziert und man fragt sich, warum immer wieder vom Hauptziel abgewichen und auf anstrengende Umwege ausgewichen wird. Das könnte natürlich am fehlenden Hintergrundwissen liegen, stört aber letzten Endes nicht wirklich. Allerdings glaube ich, daß es sehr, sehr hilfreich war, die vorangegangenen Verfilmungen noch einmal angeschaut zu haben.
Die Inszenierung ist solide, wie man es aus den bisherigen Beiträgen von David Yates gewohnt ist. Lediglich die Action wird an manchen Stellen leider mal wieder unnötig verwackelt, was den Unterhaltungswert etwas schmälert - "nah bei der Sache" und "mitten im Geschehen" hin oder her. Ob wir diese Regie-Marotte, die derzeit Neulinge wie gestandene Filmemacher gleichsam betrifft, wohl jemals wieder loswerden?
Die nötige Dramatik kommt trotzdem rüber, tragische Ereignisse wirken nun noch stärker als in allen anderen Teilen, wozu auch der wieder prägnanter gewordene Soundtrack beiträgt.
Für die Story wird sich ausreichend Zeit genommen, nichts wirkt überhastet, vielleicht im Ansatz manchmal sogar etwas zu ausführlich. Insgesamt verging die Laufzeit aber recht schnell, ohne spürbare Längen.
Was der Film nicht bietet, ist lustige Vorweihnachtszauberei und schöne Magie.
Stattdessen gibt es psychische und physische Gewalt, Grusel, Abgründe und deprimierende Entwicklungen, weshalb ich die Freigabe ab 12 Jahren auch leicht bedenklich finde (es fehlt wieder mal eine Zwischenstufe "ab 14").
Letztlich hat der Film nur ein echtes Problem und das ist der unbefriedigende Abschluß, wie man ihn auch von "Das Imperium schlägt zurück" und "Die zwei Türme" kennt. Es fehlt der dramaturgische Höhepunkt, es gibt kein rundes Ende, mitten im Geschehen wird man allein zurück gelassen - was hier noch etwas stärker als Manko zu sehen ist als bei den beiden Vorgängerkapiteln und den genannten anderen Film-Beispielen, weil das Buch an dieser Stelle eigentlich keine Zweiteilung vorsieht, es also wirklich keinerlei Entspannungspunkt gibt.
Die Zwischenstufe mit der FSK14 hab ich auch schon immer versucht, herbeizuschwören. Es ist hier ja nicht nur so, dass der Film ab Zwölf ist, sondern dass auch Kinder ab sechs Jahren den Film ansehen dürfen, solange ein Elternteil dabei ist. Mama oder Papa hin oder her - für mich wäre der Film in dem Alter sicher nichts gewesen!
Volle Zustimmung. Bei den 12-Jährigen kann man sich ja noch drüber streiten, aber für 6- bis 10-Jährige ist dieser Film definitiv nicht geeignet.
Aber für kommende Elterngenerationen stellt sich ohnehin die große Frage, wie sie mit dem Potter-Franchise umgehen sollen:
Schenkt man seinen Kindern beginnend mit dem 11. Lebensjahr dann jährlich nur einen Band (oder die jeweilige DVD/Blu-ray), sodass der Sohn oder die Tochter langsam mit der Geschichte (bzw. den Hauptfiguren) mitwachsen kann? So ginge man zumindest sicher, dass sie bei Teil 7 dann auch die nötige geistige Reife mitbringen, um das Erzählte zu verarbeiten.
Oder gibt man bis dahin dem Drängeln der Kids doch längst nach und lässt sie sofort alles lesen/sehen, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich Gruseln und die psychologischen Dimensionen der Story noch gar nicht richtig erfassen können?
Ich auch nicht, 14 ist mehr als früh genug... Mein Sohn ist ein echter Angehöriger der Potter-Generation (16,5 Jahre), meine Tochter ist 2 - ich werde es dann wohl tatsächlich so handhaben, dass sie Jahr für Jahr mit den drei Hauptfiguren mitwachsen kann... bin selbst gespannt, wie das gelingt...
Dieses Remake, Reboot, Re-Imagining, Revival... wasauchimmer darf man - so schwach der Film für sich allein genommen, ohne Bezug auf eine Kultserie, vielleicht wäre - getrost als gelungen betrachten. Der mit einem äußerst glücklichen Händchen besetzte Film bietet genau das, was von einem modernisierten A-Team-Film zu erwarten war und was auch die TV-Folgen immer boten*: Coole Typen und wahnwitzige Pläne, kurzweilig dargeboten. Bei allen Zugeständnissen an heutige Sehgewohnheiten und Actionansprüche bleiben Carnahan und sein Team dem Geist der Vorlage (wenn es so etwas bei derart geradlinigen Actionabenteuern wirklich geben sollte) absolut treu.
Sommerblockbuster-Freunde und Fans des Originals dürfen sich auf einen soliden Over-the-top-Actionspaß ohne allzu hohen inhaltlichen Anspruch freuen, der aber nie in Niveaulosigkeit und Peinlichkeit abdriftet - und vor allem keine Minute langweilt.
Die deutlich sicht- und spürbare Spielfreude aller Beteiligten überträgt sich wunderbar auf den Zuschauer. Dieser hat dadurch so viel Spaß an dem Chaotenhaufen, dass er über Logiklöcher, hauchdünne Erklärungen und manche Sprunghaftigkeit der Geschichte bereitwillig hinwegsieht.
Doch gerade unter dem Genre-Vorzeichen "direkte Haudrauf-Krawall-Action", das Story-Unzulänglichkeiten eigentlich verzeihlich macht, fallen die Abzüge in der B-Note doppelt ins Gewicht. Zu häufig kommt wieder die in Hollywood immer noch viel zu angesagte Shaky-Cam zum Einsatz, ergänzt von Stakkato-Schnittfolgen, die jeglichen Gesamtüberblick unterbinden.
Wann wird es die aktuelle Generation der (Action-)Regisseure endlich verstehen? Wenn ich in einen Film voller abgedrehter Stunts und überdrehter, CGI-unterstützer Action gehe, will ich genau diese abgedrehten Stunts und diese überdrehte, CGI-unterstützte Action auch deutlich sehen können - anstatt nur verwackelte Schnipsel zu erhaschen und das gewaltige Geschehen zu erahnen.
Die dank der grandios absurden Einfälle gegebenen Möglichkeiten zu richtig wuchtigen Bildern werden hier dadurch allzu oft verschenkt.
*Mir scheint, dass viele Kritiker die alte Serie nachträglich verklären und vollkommen vergessen haben, wie klischeebehaftet, eindimensional und wenig subtil auch diese war.
Auch ist unklar, wieso ein Film (Achtung, Spoiler!), dessen skrupellose, über Leichen gehende, Freunde verratende Schurken ein amerikanischer CIA-Agent und ein hochrangiger Offizier der US-Armee und dessen Hauptfiguren unehrenhaft entlassene Soldaten sind, von so vielen als reaktionär und hurra-patriotisch bezeichnet wird.
Evelyn Salt ist in Wirklichkeit Tom Cruise, der mit perfekter Maske versucht an alte Erfolge anzuknüpfen.
Nachdem sein Actionheld-Superstar-Status in den letzten Monaten arg gebröckelt hat, erschuf Tom Cruise ein weibliches Alter Ego namens "Angelina Jolie" und schnappte sich in dieser Verkleidung am Ende sogar selbst die Titelrolle des Films "Edwin A. Salt" weg.
Ich fand die DVDs vom Festival Guide immer klasse:
Viele verschiedene Bands (teils bei Liveautritten, teils mit Musikvideos zu sehen) und dazwischen nettes Festival-Konzert-Anekdoten-Geplauder sowie Interviews von und mit Markus Kavka - da kam bei mir immer wunderbare Open-Air-Konzertlaune auf.
Das Magazin habe ich jährlich stets nur wegen dieser Disc-Zugabe gekauft.
Noch heute lege ich die Scheiben aus dieser kleinen feinen Sammlung mal einfach zwischendurch in den Player und bin danach immer versucht, sofort Tickets für das nächstbeste Festival zu kaufen.
Leider wird die DVD-Reihe seit ein paar Jahren nicht mehr fortgesetzt (die letzte erschien, glaube ich, 2008 - Zeitungs-/Medienkrise?).
Wirklich sehr bedauerlich.
Da das Sommerkino (wie schon in den vergangenen Jahren und ebenso wie alle guten Filme im Ersten) dermaßen spät platziert wurde, ist man zur Sendezeit dieser Filmhighlights längst vom Baden, Grillen oder Tagesausflug zurück.
Ob man dann allerdings überhaupt noch Lust und Kraft hat, nen anspruchsvollen Film anzusehen, sei dahingestellt.
Und wer arbeiten muss, hat sowieso keine Chance.
Aber das ist ja seit Jahren dasselbe Trauerspiel, siehe dieser recht alte Beitrag von mir:
http://cineasten.myblog.de/cineasten/art/222504596/Was-soll-das-Ein-Beispiel-unter-vielen
Verschwinden von Personen, viele Leute betroffen, Verschwörung, Schicksal der gesamten Menschheit... GÄHN!
Meine Prognose: "The Event" wird (wie schon andere Reihen auch) nach einer, maximal zwei Staffeln ohne echte Auflösung abgesetzt werden, weil es - gemessen an den hohen Produktionskosten - einfach zu wenige Stammzuschauer finden wird.
Das Hauptproblem bei den meisten Serienflops der Vergangenheit (4400, Surface, Jericho, Flash Forward usw. usf.) war bzw. ist doch schlicht, dass die Grundidee zwar durchaus gut ist, die logische stringente Auflösung aber viel zu lange hinausgezögert und das dünne Erzählmaterial bis zur Durchsichtigkeit ausgewalzt wird. Viele der gebotenen Ausgangssituationen sind richtig spannende Gedankenspiele, wären meiner Meinung nach aber als Spielfilm, Zweiteiler oder Mini-Serie viel besser aufgehoben, als in der nach hinten planlos offenen Form der Endlosserie.
Weniger ist mehr - oder etwas konkreter: Ein klares Konzept mit erkennbarem Handlungsbogen ist meist effektiver als blauäugiges mal-schauen-über-wieviele-Staffeln-die-Zuschauer-bei-der-Stange-bleiben-werden-Rumgeiere (was dann schlimmstenfalls dazu führt, dass es gar kein richtiges Ende mehr gibt und man sich als Zuschauer, der dabei geblieben ist, noch dümmer vorkommt).
Um mal ein etwas besseres Beispiel zu bringen: "Lost" ist da so ein Zwischending. Die Serie hat durch künstliche Verlängerung zwar gelitten (aus anfangs geplanten 3-4 Staffeln wurden bedingt durch den Mega-Erfolg als Zugeständnis an den Sender ganze 6, wenn auch etwas kürzere Seasons), schrammt aber am totalen zu Tode Nudeln grad noch so vorbei.
stimmt genau! :-) Nur meiner Meinung nach ist Lost deutlich besser als gerade noch so. Die beste Serie die es bisher gab, sowas wird es (leider) lange nicht mehr geben...
Jein. Bis zur aktuellen sechsten Staffel war ich eiserner Verfechter, ja sogar "Fan" von Lost. Doch die ersten Folgen von Season 6 können mich bisher leider nicht so recht überzeugen.
ich fand jetzt die 3. und 5. "nur" leicht über Durchschnitt aber immer noch gut. Eben wie Du schon sagstest um 1-2 Staffeln in die Länge gezogen. Aber die 6. wiederum der Oberhammer. Gerade zu sehen wie doch alles zusammenpasst und von anfang an durchdacht war. Kann schonmal versprechen dass die Folgen immer besser werden aber leider sind für mich ja nur noch 3 übrig. Danach wird es eine riesen Leere geben
Keine ausführliche Kritik, nur ein Kommentar:
Endlich hat ein Film mal wieder all die Erwartungen, die der Trailer bei mir geschürt hatte, vollständig erfüllen können. Nennt mich einen hoffnungslosen Romantiker (obwohl: "this is not a love story!"), aber "(500) Days of Summer" ist einfach wundervoll. Das schönste überlange Indiepop-Musikvideo, das ich je gesehen habe.
Mehr muss man nicht schreiben - einfach ansehen!
Mit seiner geschickten Verknüpfung und Interpretation von Biografie und Werk Franz Kafkas gelingt Soderbergh die perfekte Übertragung des Begriffes "kafkaesk" auf die Kinoleinwand.
Wenngleich die satirische Klasse eines "Schöne Bescherung" mit Familie Griswold niemals erreicht wird, erfüllt der Film doch alle Erwartungen, die man an eine Weihnachtskomödie für die ganze Familie stellen kann.
Dank guter Darsteller und der richtig dosierten Adventsstimmung erhebt sich "Blendende Weihnachten" in seinen besten Momenten immerhin über das Niveau flacher X-Mas-Movie-Fließbandware wie "Verrückte Weihnachten".
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Podcast (Moviesteve)
über Hugo Cabret 2012/02/22 10:06:39
Danke, Mr. Scorsese! Genau so muss 3D aussehen. Der alte Meister zeigt einmal mehr, was er handwerklich drauf hat, und kennt dabei keinerlei Berührungsängste gegenüber der neuen Filmtechnik. Endlich versteht jemand, die neuen Möglichkeiten des Mediums wirklich sinnstiftend zu nutzen. Was bei so vielen anderen stets entweder bloßes Blendwerk oder überhaupt nicht sicht- und spürbar war (und ist), bereichert hier tatsächlich die Werkzeugpalette des Filmemachers und hilft dem Zuschauer bei der Identifikation mit der dargestellten Realität. Zuckten einst die Betrachter des ersten Films bei der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof erschrocken zusammen, so ertappt man sich nun selbst dabei, wie man vor Sacha Baron Cohens bedrohlich immer näher rückendem Gesicht zurückweichen möchte.
Mit erstaunlicher Leichtigkeit bewegt sich der Regisseur im für ihn eher ungewöhnlichen Genre des zauberhaften Familienfilms. Er inszeniert eine rundum gelungene Welt, die zwar nur halb aus Fakten und nur halb aus Fiktion, aber doch ganz und gar aus Kinomagie besteht.
Zwischendrin verzettelt sich die Handlung ein wenig, gerät ins Stocken und weiß nicht so recht, wohin sie weiterlaufen soll. Manches Element bleibt unaufgeklärt, erscheint im Nachhinein sogar überflüssig. Auch trifft nicht jede Anspielung immer direkt ins Ziel oder setzt zu viele Vorkenntnis voraus und nicht immer ist so ganz klar, was eigentlich die große Aussage sein soll. Das schmälert natürlich die emotionale Kraft und eine geradlinig aufgebaute Erkenntnis (oder ein "Aha-Effekt") stellt sich nicht ein. Doch die starke Grundidee, die von der Liebe zur Fantasie und all ihren Erzählformen geprägt ist, hält dies schadenfrei aus.
Und der Kinobesuch lohnt sich ohnehin schon allein wegen der großartigen Schauwerte und der überzeugenden Darsteller in allen Haupt- und Nebenrollen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Podcast (Moviesteve)
über Drive 2012/02/18 12:39:20
Gestern Abend endlich "Drive" gesehen - UK-Disc importierendem Bekannten sei Dank. Der deutsche Trailer hat dem Film wirklich Unrecht getan. Stimmige Inszenierung, tolle Darsteller, wunderschöner Soundtrack und einfach eine schöne Abwechslung zum Genre-Einheitsbrei. Abzüge gibt's lediglich für den kleinen Spannungshänger im Mittelteil und die vollkommen unnötige explizite Gewaltdarstellung (weniger zu sehen, wäre wahrscheinlich sogar noch eindrucksvoller gewesen). Insgesamt aber absolut sehenswert!
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Podcast (Moviesteve)
comments.comment_for_item.review_for_group_written, {{Tobis Filmclub}} 2011/12/14 15:41:58
From Dusk Till Dawn.
München.
Danke und liebe Grüße!
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Podcast (Moviesteve)
über Green Lantern 2011/07/21 23:41:35
Green Lantern hat es tatsächlich geschafft, all meine Erwartungen komplett zu erfüllen - leider.
Die durchwachsenen Effekte sind noch das Beste an diesem lieblos runtergkurbelten Streifen, der das Potenzial der Vorlage nicht ansatzweise zu nutzen versteht. Anstatt den Fokus auf die Space-Sci-Fi-Alien-Elemente zu legen, die ein bisschen frischen Wind in dieses vom Kino inzwischen arg geschundene Genre hätten bringen können, wurde einfach vollkommen inspirationslos ein 08/15-Superheldenfilm nach Schema F abgedreht. Quasi eine richtige Reißbrettarbeit - zu dumm nur, dass vorher jemand die Blaupause "Wie man es nicht machen soll" auf besagtes Reißbrett gelegt zu haben scheint.
Handlung (nerviger Angebertyp wird zwangsweise zum Helden und muss sich der eigenen Angst stellen und erkennen, dass es bedeutenderes im Leben gibt als oberflächliche Aufschneiderei - ganz nebenbei verliebt sich die heiße Pilotin und Geschäftsfrau, die ihn gerade noch total nervig und arrogant fand, genau 0,3 Millisekunden nachdem er ein Superheld geworden ist, unsterblich in ihn) und Dialoge ("Es ist mein Job keine Angst zu haben!") entstammen der untersten Klischee-Schublade, dazu gibt's noch reichlich albernes Chargieren (von Tim Robbins ist man das leider langsam gewohnt, bei Peter Sarsgaard hatte man einst jedoch irgendwie Hoffnung auf mehr), ohne erkennbare Motivation, dafür mit reichlich Logiklöchern.
Besonders schlimm ist obendrein auch wieder dieses Anti-3D. Man hat eine Brille auf, damit man den Film in 2D sehen kann. Moment mal! War das nicht mal anders gedacht? Bei schweren Shutter-Systemen besonders für (Sehstärken-)Brillenträger sehr unbequem, aber dafür wenigstens teurer und mit null Effekt. Prima Idee!
Kurzum: Wer die ganz passable Direct-to-Video-Trickfilm-Adaption "Green Lantern: First Flight" gesehen hat, hat die bessere Verfilmung gesehen und kann sich diese Version schenken.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Podcast (Moviesteve)
über Skyline 2011/06/07 11:02:06
Mit Ausnahme der hier durchweg ansehnlichen Effekte und gelungenen (wenn auch keineswegs innovativen) Alien- und Raumschiff-Designs unterscheidet sich der Film qualitativ in keinerlei Hinsicht von den zahllosen Direct-to-Video-Billigproduktionen nach immer gleichen Muster: Eine beliebige Auswahl an B- und C-Schauspielern stolpert sich in langweiligen Einstellungen ohne Kinofilmoptik oder -atmosphäre durch komplett uninspirierte Standard-Szenen nach Schema F.
Ohne jede Ironie werden die altbekannten Stationen einer jeden filmischen Flucht vor irgendwelchen austauschbaren Monstern abgearbeitet, wobei sich die Darsteller redlich, aber vergebens bemühen Dramatik in die tumben Klischee-Dialoge zu bringen.
Das Drehbuch möchte gern emotionale Konflikte und echte Charaktere bieten, doch die Handlung ist zu dünn und unlogisch und die unglaubwürdig sprechenden und agierenden Figuren bleiben dem Zuschauer vollkommen egal.
Was thematisch ein Kammerspiel im Sinne eines "Signs in der Großstadt" hätte werden können, geriet daher stattdessen zum Möchtegern-Blockbuster à la "Independence Day für Arme".
Besonders bedauerlich: Seine einzige gute Idee handelt der Film leider in den letzten 5 Minuten ab. Wäre das gesamte vorherige Geschehen nur ganz kurz in einem 10-minütigen Intro vorangestellt worden und hätte die eigentliche Handlung dann erst zum Erzählzeitpunkt direkt vor dem Abspann eingesetzt, hätte ein wirklich interessanter kleiner Sci-Fi-Actioner gelingen können - oder zumindest eine sehr, sehr coole Videospiel-Prämisse.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Podcast (Moviesteve)
über Source Code 2011/06/01 08:03:26
Mit Source Code liefert Duncan Jones einen mehr als soliden Zeitreise-Thriller ab, der zwar nie ganz die atmosphärische Dichte seines Vorgängers Moon erreicht, aber doch über die gesamte, gut bemessene Laufzeit zu fesseln vermag. Dies gelingt trotz der zumindest für Kenner der Thematik recht überraschungsarmen Handlung vor allem dank der überzeugenden Darsteller, allen voran Jake Gyllenhaal als gebrochener Afghanistan-Veteran mit Ambitionen zum weltrettenden Actionhelden. Sein Spiel ist vielschichtig und findet in Vera Farmiga einen dankbaren und glaubwürdigen Dialogpartner - was beeindruckend ist, wenn man bedenkt, dass die beiden nie wirklich im selben Raum aufeinander treffen. Obwohl der Film letztlich nicht völlig ohne die genretypischen Ungereimtheiten auskommt, sich dabei aber weniger tiefgründig und philosophisch präsentiert als inhaltlich möglich gewesen wäre, sticht er in einer Zeit voller enttäuschender Mega-Blockbuster doch positiv hervor. Jones' Regie vermag die entscheidenden Akzente zu setzen, ohne dass verspielte Kameraeinstellungen, Überblenden oder Standbilder zum Selbstzweck verkommen. Auch der Soundtrack trägt ab der ersten Minute zur stimmigen Suspense-Inszenierung bei.
Source Code bietet daher ordentliche Hollywood-Unterhaltung insbesondere für Fans der alten TV-Serie Zurück in die Vergangenheit (die im O-Ton sogar durch ein Voice-Cameo ihres Hauptdarstellers Scott Bakula gewürdigt wird).
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Podcast (Moviesteve)
zum Artikel Es weihnachtet für Pixarfans! 2010/12/20 10:54:58
Mein absolutes Highlight des Jahres war mein allererster Besuch im Disneyland. Für Filmfans, Nerds und jeden, der auch nur ein kleines Stückchen noch Kind geblieben ist, bringt so eine Reise wirklich eine zauberhafte Zeit, die man nicht mehr vergisst - bzw. die man sofort immer und immer wieder wiederholen möchte. :)
Und ne ganze Menge Pixar-Charaktere trifft man auch, so habe ich ein cooles Foto von mir und meinem Kumpel Sully mitnehmen können. :D
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Podcast (Moviesteve)
zum Artikel Titel gesucht - Wie kreativ sind die moviepilot User? 2010/12/16 17:54:18
SUPERTITEL: "Keinsexmovie"
Spielt dann sogar an DEN superduper RomCom-Film aus Deutschland an. Und man könnte das "Kein" auch in Klammern setzen. Hihi, wie super mehrdeutig.
Ehrlich gesagt, würde hier eigentlich nur eine Übersetzung mit den entsprechenden deutschen Verleihtiteln der Vorlagen wirklich Sinn ergeben, dann versteht man auch die Anspielung bzw. erzeugt die richtige Erwartungshaltung (aber "Jungfrau" ist laut Spielregeln ja leider verboten):
"Jungfrau, 40, männlich, hat nie wieder Sex mit der Ex beim ersten Mal, denn das wäre superbad!"
bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten
noir 2010/12/16 18:31:41
Antwort löschenich würd nur das "k" in klammern setzen also: (k)einsexmovie (wie immer gilt bei den spoof movies: hauptsache "Movie" am ende ;)
Moviesteve 2010/12/17 09:47:05
Antwort löschenJa, sehr gute Idee!
Jetzt mal unabhängig von der Qualität des Films (vielleicht ist der ja sogar viel besser, als man erst mal vermuten würde - immerhin sind Seltzer und Friedberg nicht beteiligt), finde ich das eigentlich eine richtig passende, gute deutsche Variante.
Podcast (Moviesteve)
über Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 2010/11/22 11:25:29
Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich an dem Film rein gar nichts auszusetzen. Kapitel 7.1 ist eine logische Weiterentwicklung in Handlung, Stimmung und Machart. Das hohe Niveau der Reihe wird dabei gehalten, manchmal auch übertroffen. Wer also die bisherigen Teile mochte, sollte auch an diesem Gefallen finden.
Geboten wird ein düsteres Fantasy-Abenteuer, ein äußerst erwachsenes Märchen, das sich auf sehr ansprechende Weise sowohl mit mikrosoziologischen Fragen (Freundschaft, Jugendliebe, "teen angst") als auch gesamtgesellschaftlichen Themen (Terrorangst, Überwachungsstaat, Progrome) auseinandersetzt.
Obwohl ich die Vorlage nicht gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, daß mir wichtige Zusammenhänge fehlen würden, obgleich immer wieder Andeutungen aufblitzen, daß es hier und da noch mehr zu erfahren und zu erleben gebe.
Hin und wieder wirkt die Story etwas sehr kompliziert und man fragt sich, warum immer wieder vom Hauptziel abgewichen und auf anstrengende Umwege ausgewichen wird. Das könnte natürlich am fehlenden Hintergrundwissen liegen, stört aber letzten Endes nicht wirklich. Allerdings glaube ich, daß es sehr, sehr hilfreich war, die vorangegangenen Verfilmungen noch einmal angeschaut zu haben.
Die Inszenierung ist solide, wie man es aus den bisherigen Beiträgen von David Yates gewohnt ist. Lediglich die Action wird an manchen Stellen leider mal wieder unnötig verwackelt, was den Unterhaltungswert etwas schmälert - "nah bei der Sache" und "mitten im Geschehen" hin oder her. Ob wir diese Regie-Marotte, die derzeit Neulinge wie gestandene Filmemacher gleichsam betrifft, wohl jemals wieder loswerden?
Die nötige Dramatik kommt trotzdem rüber, tragische Ereignisse wirken nun noch stärker als in allen anderen Teilen, wozu auch der wieder prägnanter gewordene Soundtrack beiträgt.
Für die Story wird sich ausreichend Zeit genommen, nichts wirkt überhastet, vielleicht im Ansatz manchmal sogar etwas zu ausführlich. Insgesamt verging die Laufzeit aber recht schnell, ohne spürbare Längen.
Was der Film nicht bietet, ist lustige Vorweihnachtszauberei und schöne Magie.
Stattdessen gibt es psychische und physische Gewalt, Grusel, Abgründe und deprimierende Entwicklungen, weshalb ich die Freigabe ab 12 Jahren auch leicht bedenklich finde (es fehlt wieder mal eine Zwischenstufe "ab 14").
Letztlich hat der Film nur ein echtes Problem und das ist der unbefriedigende Abschluß, wie man ihn auch von "Das Imperium schlägt zurück" und "Die zwei Türme" kennt. Es fehlt der dramaturgische Höhepunkt, es gibt kein rundes Ende, mitten im Geschehen wird man allein zurück gelassen - was hier noch etwas stärker als Manko zu sehen ist als bei den beiden Vorgängerkapiteln und den genannten anderen Film-Beispielen, weil das Buch an dieser Stelle eigentlich keine Zweiteilung vorsieht, es also wirklich keinerlei Entspannungspunkt gibt.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
Maylea 2010/11/22 23:05:46
Antwort löschenWirklich eine super Kritik! :)
Die Zwischenstufe mit der FSK14 hab ich auch schon immer versucht, herbeizuschwören. Es ist hier ja nicht nur so, dass der Film ab Zwölf ist, sondern dass auch Kinder ab sechs Jahren den Film ansehen dürfen, solange ein Elternteil dabei ist. Mama oder Papa hin oder her - für mich wäre der Film in dem Alter sicher nichts gewesen!
Moviesteve 2010/11/23 09:17:44
Antwort löschenVolle Zustimmung. Bei den 12-Jährigen kann man sich ja noch drüber streiten, aber für 6- bis 10-Jährige ist dieser Film definitiv nicht geeignet.
Aber für kommende Elterngenerationen stellt sich ohnehin die große Frage, wie sie mit dem Potter-Franchise umgehen sollen:
Schenkt man seinen Kindern beginnend mit dem 11. Lebensjahr dann jährlich nur einen Band (oder die jeweilige DVD/Blu-ray), sodass der Sohn oder die Tochter langsam mit der Geschichte (bzw. den Hauptfiguren) mitwachsen kann? So ginge man zumindest sicher, dass sie bei Teil 7 dann auch die nötige geistige Reife mitbringen, um das Erzählte zu verarbeiten.
Oder gibt man bis dahin dem Drängeln der Kids doch längst nach und lässt sie sofort alles lesen/sehen, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich Gruseln und die psychologischen Dimensionen der Story noch gar nicht richtig erfassen können?
PS: Danke auch für das Lob meiner Kritik! :)
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xHelloKittyx 2010/11/26 22:16:49
Antwort löschenBei uns in Österreich gibt es einige Filme, die ab 14 sind, Harry Potter 7 ist aber trotzdem ab 12 (was ich nicht gut finde).
AASFRESSER 2010/12/25 19:27:19
Antwort löschenIch auch nicht, 14 ist mehr als früh genug... Mein Sohn ist ein echter Angehöriger der Potter-Generation (16,5 Jahre), meine Tochter ist 2 - ich werde es dann wohl tatsächlich so handhaben, dass sie Jahr für Jahr mit den drei Hauptfiguren mitwachsen kann... bin selbst gespannt, wie das gelingt...
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comments.comment_for_item.review_for_group_written, {{Tobis Filmclub}} 2010/09/11 12:26:25
Nürnberg.
Schöne Aktion!
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über Das A-Team 2010/08/10 23:34:46
Dieses Remake, Reboot, Re-Imagining, Revival... wasauchimmer darf man - so schwach der Film für sich allein genommen, ohne Bezug auf eine Kultserie, vielleicht wäre - getrost als gelungen betrachten. Der mit einem äußerst glücklichen Händchen besetzte Film bietet genau das, was von einem modernisierten A-Team-Film zu erwarten war und was auch die TV-Folgen immer boten*: Coole Typen und wahnwitzige Pläne, kurzweilig dargeboten. Bei allen Zugeständnissen an heutige Sehgewohnheiten und Actionansprüche bleiben Carnahan und sein Team dem Geist der Vorlage (wenn es so etwas bei derart geradlinigen Actionabenteuern wirklich geben sollte) absolut treu.
Sommerblockbuster-Freunde und Fans des Originals dürfen sich auf einen soliden Over-the-top-Actionspaß ohne allzu hohen inhaltlichen Anspruch freuen, der aber nie in Niveaulosigkeit und Peinlichkeit abdriftet - und vor allem keine Minute langweilt.
Die deutlich sicht- und spürbare Spielfreude aller Beteiligten überträgt sich wunderbar auf den Zuschauer. Dieser hat dadurch so viel Spaß an dem Chaotenhaufen, dass er über Logiklöcher, hauchdünne Erklärungen und manche Sprunghaftigkeit der Geschichte bereitwillig hinwegsieht.
Doch gerade unter dem Genre-Vorzeichen "direkte Haudrauf-Krawall-Action", das Story-Unzulänglichkeiten eigentlich verzeihlich macht, fallen die Abzüge in der B-Note doppelt ins Gewicht. Zu häufig kommt wieder die in Hollywood immer noch viel zu angesagte Shaky-Cam zum Einsatz, ergänzt von Stakkato-Schnittfolgen, die jeglichen Gesamtüberblick unterbinden.
Wann wird es die aktuelle Generation der (Action-)Regisseure endlich verstehen? Wenn ich in einen Film voller abgedrehter Stunts und überdrehter, CGI-unterstützer Action gehe, will ich genau diese abgedrehten Stunts und diese überdrehte, CGI-unterstützte Action auch deutlich sehen können - anstatt nur verwackelte Schnipsel zu erhaschen und das gewaltige Geschehen zu erahnen.
Die dank der grandios absurden Einfälle gegebenen Möglichkeiten zu richtig wuchtigen Bildern werden hier dadurch allzu oft verschenkt.
*Mir scheint, dass viele Kritiker die alte Serie nachträglich verklären und vollkommen vergessen haben, wie klischeebehaftet, eindimensional und wenig subtil auch diese war.
Auch ist unklar, wieso ein Film (Achtung, Spoiler!), dessen skrupellose, über Leichen gehende, Freunde verratende Schurken ein amerikanischer CIA-Agent und ein hochrangiger Offizier der US-Armee und dessen Hauptfiguren unehrenhaft entlassene Soldaten sind, von so vielen als reaktionär und hurra-patriotisch bezeichnet wird.
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zum Artikel Einmal über den roten Teppich mit Angelina Jolie 2010/08/09 16:48:43
Evelyn Salt ist in Wirklichkeit Tom Cruise, der mit perfekter Maske versucht an alte Erfolge anzuknüpfen.
Nachdem sein Actionheld-Superstar-Status in den letzten Monaten arg gebröckelt hat, erschuf Tom Cruise ein weibliches Alter Ego namens "Angelina Jolie" und schnappte sich in dieser Verkleidung am Ende sogar selbst die Titelrolle des Films "Edwin A. Salt" weg.
True Story! :)
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zum Artikel Die 7 Regeln der Musikfestival-DVD 2010/06/28 11:25:25
Ich fand die DVDs vom Festival Guide immer klasse:
Viele verschiedene Bands (teils bei Liveautritten, teils mit Musikvideos zu sehen) und dazwischen nettes Festival-Konzert-Anekdoten-Geplauder sowie Interviews von und mit Markus Kavka - da kam bei mir immer wunderbare Open-Air-Konzertlaune auf.
Das Magazin habe ich jährlich stets nur wegen dieser Disc-Zugabe gekauft.
Noch heute lege ich die Scheiben aus dieser kleinen feinen Sammlung mal einfach zwischendurch in den Player und bin danach immer versucht, sofort Tickets für das nächstbeste Festival zu kaufen.
Leider wird die DVD-Reihe seit ein paar Jahren nicht mehr fortgesetzt (die letzte erschien, glaube ich, 2008 - Zeitungs-/Medienkrise?).
Wirklich sehr bedauerlich.
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zum Artikel Sommerkino statt Grillparty mit Freunden? 2010/05/27 11:32:04
Die Frage stellt sich doch gar nicht!
Da das Sommerkino (wie schon in den vergangenen Jahren und ebenso wie alle guten Filme im Ersten) dermaßen spät platziert wurde, ist man zur Sendezeit dieser Filmhighlights längst vom Baden, Grillen oder Tagesausflug zurück.
Ob man dann allerdings überhaupt noch Lust und Kraft hat, nen anspruchsvollen Film anzusehen, sei dahingestellt.
Und wer arbeiten muss, hat sowieso keine Chance.
Aber das ist ja seit Jahren dasselbe Trauerspiel, siehe dieser recht alte Beitrag von mir:
http://cineasten.myblog.de/cineasten/art/222504596/Was-soll-das-Ein-Beispiel-unter-vielen
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zum Artikel Das Event des Jahres am Serien-Himmel von NBC 2010/05/18 15:36:00
Verschwinden von Personen, viele Leute betroffen, Verschwörung, Schicksal der gesamten Menschheit... GÄHN!
Meine Prognose: "The Event" wird (wie schon andere Reihen auch) nach einer, maximal zwei Staffeln ohne echte Auflösung abgesetzt werden, weil es - gemessen an den hohen Produktionskosten - einfach zu wenige Stammzuschauer finden wird.
Das Hauptproblem bei den meisten Serienflops der Vergangenheit (4400, Surface, Jericho, Flash Forward usw. usf.) war bzw. ist doch schlicht, dass die Grundidee zwar durchaus gut ist, die logische stringente Auflösung aber viel zu lange hinausgezögert und das dünne Erzählmaterial bis zur Durchsichtigkeit ausgewalzt wird. Viele der gebotenen Ausgangssituationen sind richtig spannende Gedankenspiele, wären meiner Meinung nach aber als Spielfilm, Zweiteiler oder Mini-Serie viel besser aufgehoben, als in der nach hinten planlos offenen Form der Endlosserie.
Weniger ist mehr - oder etwas konkreter: Ein klares Konzept mit erkennbarem Handlungsbogen ist meist effektiver als blauäugiges mal-schauen-über-wieviele-Staffeln-die-Zuschauer-bei-der-Stange-bleiben-werden-Rumgeiere (was dann schlimmstenfalls dazu führt, dass es gar kein richtiges Ende mehr gibt und man sich als Zuschauer, der dabei geblieben ist, noch dümmer vorkommt).
Um mal ein etwas besseres Beispiel zu bringen: "Lost" ist da so ein Zwischending. Die Serie hat durch künstliche Verlängerung zwar gelitten (aus anfangs geplanten 3-4 Staffeln wurden bedingt durch den Mega-Erfolg als Zugeständnis an den Sender ganze 6, wenn auch etwas kürzere Seasons), schrammt aber am totalen zu Tode Nudeln grad noch so vorbei.
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Spacy 2010/05/18 15:47:41
Antwort löschenstimmt genau! :-) Nur meiner Meinung nach ist Lost deutlich besser als gerade noch so. Die beste Serie die es bisher gab, sowas wird es (leider) lange nicht mehr geben...
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Moviesteve 2010/05/18 17:25:50
Antwort löschenJein. Bis zur aktuellen sechsten Staffel war ich eiserner Verfechter, ja sogar "Fan" von Lost. Doch die ersten Folgen von Season 6 können mich bisher leider nicht so recht überzeugen.
Spacy 2010/05/18 18:47:26
Antwort löschenich fand jetzt die 3. und 5. "nur" leicht über Durchschnitt aber immer noch gut. Eben wie Du schon sagstest um 1-2 Staffeln in die Länge gezogen. Aber die 6. wiederum der Oberhammer. Gerade zu sehen wie doch alles zusammenpasst und von anfang an durchdacht war. Kann schonmal versprechen dass die Folgen immer besser werden aber leider sind für mich ja nur noch 3 übrig. Danach wird es eine riesen Leere geben
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über 500 Days of Summer 2010/04/29 09:54:07
Keine ausführliche Kritik, nur ein Kommentar:
Endlich hat ein Film mal wieder all die Erwartungen, die der Trailer bei mir geschürt hatte, vollständig erfüllen können. Nennt mich einen hoffnungslosen Romantiker (obwohl: "this is not a love story!"), aber "(500) Days of Summer" ist einfach wundervoll. Das schönste überlange Indiepop-Musikvideo, das ich je gesehen habe.
Mehr muss man nicht schreiben - einfach ansehen!
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zum Artikel Gewinnt Turtles DVDs 2010/03/15 14:18:26
Cowabunga!
Was habe ich auf diese DVD gewartet...
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zum Artikel Welt am Draht - Die bessere Matrix 2010/02/22 17:49:53
Interessanter Artikel, weshalb mir die folgende Besserwisserei echt leid tut:
Wer bitte ist Günther Ballhaus? ;) Der Mann heißt Michael.
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Prestigeww 2010/02/23 08:15:05
Antwort löschensorry :-D freudscher vertipper
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über Kafka 2010/01/22 16:59:25
Mit seiner geschickten Verknüpfung und Interpretation von Biografie und Werk Franz Kafkas gelingt Soderbergh die perfekte Übertragung des Begriffes "kafkaesk" auf die Kinoleinwand.
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über Blendende Weihnachten 2010/01/22 16:56:59
Wenngleich die satirische Klasse eines "Schöne Bescherung" mit Familie Griswold niemals erreicht wird, erfüllt der Film doch alle Erwartungen, die man an eine Weihnachtskomödie für die ganze Familie stellen kann.
Dank guter Darsteller und der richtig dosierten Adventsstimmung erhebt sich "Blendende Weihnachten" in seinen besten Momenten immerhin über das Niveau flacher X-Mas-Movie-Fließbandware wie "Verrückte Weihnachten".
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Squidward 2012/05/08 16:58:31
Antwort löschenNie im Leben kann dieser Film den Griswolds das Wasser reichen!