Was zum Teufel ist los mit dem Kommisaren-Image im deutschen Fernsehen?
Kaum ist die einzige fähige Tatort-KommisarIN im Ruhestand, jagt uns die ARD eine ausgewachsene Barbie-Puppe auf den Hals. Wenn der Kleidungsstil der Ermittlerin irgendwo zwischen Fashion-Victim und Zwangsprostitution hängt, wird der Kriminalfall zur Nebensache. Sich zu diesem zu äußern wäre leider Gottes auch nicht mehr als Verschwendung von wertvollen Bits und Bytes.
Bei den Pay-TV-Sendern gibts aber auch so schon eigentlich ziemlich vernünftige Angebote mit tollem Programm...
Vielleicht ist der Unterhaltungswert im normalen Fernsehen ja nur so niedrig, dass man auf Pay-TV umsteigt?
Da ich den privaten Sendern zuhause mittlerweile fast komplett den Saft abgedreht habe, jucken mich solche verblödeten Shows wie Popstars und DSDS noch weniger als gar nicht.
Aber sowas geht entschieden zu weit. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass so eine Sendung tatsächlich Erfolg hätte, weil es beim RTL-Zuschauerklientel ja meistens doch eher darum geht schlechte Musiker versagen zu sehen, nur darum hat DSDS ja so einen Erfolg. Und dass selbst solche Pappnasen wie Dieter Bohlen mit den Kleinen genauso ins Gericht gehen, wie mit verplanten Jugendlichen die gerne für 1 1/2 Monate berühmt wären, kann ich mir nicht vorstellen.
Wenn ich tatsächlich das sagen würde, was ich über diesen Film denke, dann würde ich wegen Unzucht und Erregung öffentlichen Ärgernisses für immer im Knast landen.
Und diese niederländischen Störenfriede Steffen Haars und Flip van der Kuil wären immernoch auf freiem Fuß.
Die Welt ist unfair.
Am Anfang siehts noch recht ernst aus aber ab der Mitte kommts eher rüber wie ein typischer Disney-Movie nach Schema F (auch wenns keiner ist). Nach dem Motto: "Lasst uns doch mal wieder einen Charakter in ein Umfeld stecken, in das er nicht reinpasst."
Naja, Chloe wird den allen schon ordentlich in den Arsch treten ;)
Ich finde die deutsche Komödie eigentlich weder zu lasch, noch zu überzogen. Der Humor geht einfach meistens in die total falsche Richtung, wie zB. bei "Resturlaub", der letztes Jahr lief. Man sollte bei den meisten deutschen Komödien meinen, dass so ein mieser Humor nur eine ganz kleine Randgruppe anspricht. Traurigerweise tut er das nicht und sowas wie der unsägliche Assi-Import "New Kids" wird dann hier zum Kassenschlager...
Liegt vielleicht auch daran, dass "New Kids" in seiner Dummheit einfach ehrlich ist. Da gibt man sich eben nicht den Anstrich, irgendwie mehr als blöd zu sein oder sein zu wollen, während sich die Vielzahl deutscher Komödien mit dem Versuch entwürdigt, irgendwie clever sein zu wollen, obwohl man sich eindeutig mindestens im gleichen Schlamm suhlt.
Schon richtig, aber der kleine aber feine Unterschied macht in meinen Augen beide Kandidaten nicht wirklich sympatischer. Ich stimme dir voll und ganz zu mit dem was du unter mir schreibst, aber gerade die Kandidaten Friedberg/Seltzer hatten es ja auch nie darauf angelegt intelligent zu wirken und stellen trotzdem das hinterletzte Abfallprodukt von amerikanischen Komödien dar.
Vielleicht fehlt den Deutschen einfach insgesamt ein richtiger Komödiant so wie es Vicco von Bülow oder Heinz Rühmann und sogar Heinz Erhardt war.
Der einzige der seinen Heldenstatus hier ein stückweit entweiht ist der gute Clint und wenn sich dafür hergibt, ja dann wird er schon wissen was er macht und ein paar gute Auftritte haben.
Ich hatte damals ein ähnliches Erlebnis mit anschließendem Trauma, wegen einem Fernsehfilm bei dem jemand einen Molotov Cocktail in ein Haus geworfen hat, der natürlich anschließend explodierte.
Aus Flaschen trinken war für mich dann erstmal tabu :D
Diese alternative Version stand auch zur Debatte, aber meine Finger waren fremdgesteuer... von dem ollen Optimisten in mir. Der ist aber auch nicht klein zu kriegen : )
:D Mit Bedauern muss ich feststellen dass ich den Optimismus in diesem Fall echt nicht empfinden kann. Ich sehe keine Möglichkeit den dunklen Turm auf Zelluloid zu bannen, ohne dass er seine Atmosphäre verliert...
Vor allem nicht wenn die Pfeife Ron Howard das abdreht, der hat sichs anscheinend eh zur Aufgabe gemacht alle meine Lieblingsbücher (schlecht) zu verfilmen ;)
Seit Herr der Ringe glaube ich das grundsätzlich ALLES verfilmbar ist. Und was Peter Jackson vorher so abgedreht hat, war ja auch eher Kategorie B, wer hätte es ihm also zugetraut? Abgesehen davon hat Ron Howard seit Willow sowieso ein Stein im Brett bei mir.
Ich bin gespannt und in 3 Jahren werden wir es ja dann wissen...
das ich Recht hatte ; )
@onyxxx11: OMG,seid HDR glaubst du alles kann verfilmt werden?! was soll das denn bitte heißen?? das is ein Klassiker,verdammt gute Bücher!!! Der film hat es nicht mal geschafft ansatzweise die Perfektion der Bücher zu erreichen und ist trotzdem ein Bombenfilm (DER FILM als ich 10 war!!!!) ich bin Jung und hab die bücher trozdem gelesen,einmal vorgelesen (<3) einmal selbst gelesen,und beide male waren verdammt toll!! Und King Kong??!! was Peter Jacksen abgedreht hat waren alles Spitzen vorlagen (mal davon abgesehen das er ein Regiseuy a la Steven Spielberg,Rodley Scott oder Oliver Stone ist) und das du das so sagst ist eigentlich ein Armutszeugnis für deutschland,die leute sind einfach zu faul geworden um bücher zu lesen die nich sofort ab seite 1 super action bieten -.- Wenn du die bücher liest wirst du viele anspielungen und Gesellschaftskritische Äusserungen entdecken (hoffe ich zum mindest),weil das ein ziemlich inteligenter Autor war/ist der ien ziemlich inteligentes Buch geschrieben hat! Falls ich jetzt was aus deinem Kommentar falsch verstanden habe Sorry,aber zu sagen das is B klasse....armes deutschland.
PS: Rechtschreibfehler dürfen behalten werden ;)
@apache: Drogen? Ich könnte deinen Kommentar jetzt auseinander nehmen aber ich werde es einfach sein lassen weil es nicht nett ist auf geistig schwächere einzutreten. Von einen Kommentar auf ein ''armes Deutschland'' zu schließen grenzt ja schon fast an Größenwahn. Peter J. hat das Maximale aus der Vorlage herausgekitzelt (ich werde nie verstehen warum ein herumhopsender Tom Bombadil immer so schrecklich vermisst wird, ich fand den nur peinlich) und bewiesen dass auch schwierige Stoffe verfilmbar sind wenn man sie richtig angeht.
Und der richtige Regisseur bzw. Autor müsste so einiges aus Kings Vorlage streichen (ich liebe den Revolvermann aber S.K. schreibt einfach so verdammt langatmig). Aber ich rede am Thema vorbei, zurück zu meiner Frage: Drogen?
Ach, P.S. Vor HdR hat P.J. Filme wie ''Meet the Feebles'' und ''Brain Dead'' gedreht und das ist definitiv Kategorie B (wenn nicht noch schlimmer). King Kong kam erst danach... Trottel!
Vorweg - Ich hab mir "Der Froschkönig" nach der absurd-heftigen mentalen Tortur von 60 Minuten "Frau Holle" gestern an dem mir sonst so geehrten Sonntag gar nicht mehr angeschaut. Eine weitere TV-Märchenstunde hätte mein abiturbedingt überstrapaziertes Hirn wahrscheinlich gar nicht ausgehalten. Aber da man "Frau Holle" hier (leider) nicht bewerten kann und ich wenig Lust habe, mir für omdb irgendwelche Infos zusammenzugreifen um damit möglicherweise noch unschuldige mp-Mitarbeiter zu belasten, platziere ich meinen Verriss einfach hierhin, da "Der Froschkönig" ja im selben Prozess der Kunstverschandelung entstanden ist. Ich halte mich aber trotzdem weiterhin an den Ehrenkodex und bewerte ihn natürlich nicht.
Ein gemütlicher Sonntagsfilm gehört bei mir einfach zur Wochenroutine, da mag kommen was will. Vielleicht bin ich auch ein bisschen selbst Schuld, denn eigentlich hätte ich ja wissen müssen dass "D 2005" oder abwärts bei einer Verfilmung deutscher Literatur nie ein gutes Zeichen sein kann.
Der Film mutet von vornerein an, als würde die gesamte deutsche B-Prominenz aus Film und Fernsehen einen Ausflug zum Mittelalterfest machen. Vollkommen überkontrasiterte Bilder mit unnötig extremem Licht und Visual Effects die man mit PowerPoint besser hinbekommt, begleiten diesen albtraumhaften Märchenfilm die volle Zeit. Dann wird am Ende noch schnell ein Happy-End eingefügt, das es bei Grimm so sicherlich nicht gegeben hat.
Sprich --> Das Ganze ist ein loderndes Desaster und damit der erste 3Sat-Thementag seit Langem den man komplett den Hasen geben konnte.
Die beiden Sirs die es einst auf das wertvollste Zahlungsmittel Deutschlands geschafft haben, würden sich gleichzeitig in ihrem Grabe umdrehen.
Ingmar Bergman ist mein skandinavischer Liebling!
Im Zuge der Oskar-Verleihung will ich zeigen warum:
"Dear Sirs,
As "SMULTRONSTÄLLET" ("WILD STRAWBERRIES") didn't compete for "OSCAR" I think it is wrong to nominate the picture and therefor I want to return the "CERTIFICATE OF NOMINATION".
I have found, that the "OSCAR"-nomination is one for the motion picture art humiliating institution and ask you to be released from the attention of the jury for the future.
Sincerely"
Ein Brief von ihm höchstpersönlich an die Academy aus dem Jahre 1960.
Ein wahrer Genuss!
Hätte ich besser nicht ausdrücken können, mein Lieber.:)
Aber Jenny, du warst überrascht? Ich nicht, ich hatte es erwartet:
nach "Weg ins Paradies" einer der ganz Großen der letzten Jahre - und das ist nicht einmal übertrieben. Spitze.:)
Vor filmischen Bollwerken wie diesem entwickelt man als Hobby-Rezensent, das ist zumindest meine Erfahrung, eine gewisse Ehrfurcht gepaart mit einer gehörigen Portion Respekt. Dies führt dazu, dass man sich zu 100% sicher ist, dass man unmöglich das schreiben können wird was man eigentlich denkt, weil der Film viel tiefer greift als es die menschliche Rhetorik erfassen kann. Auch wenn das jetzt pathetisch und überzogen klingt, so muss man einfach ehrlich sagen, dass Oliver Stones "JFK" zum ganz großen Kulturgut der Filmgeschichte gehört, da besteht für mich kein Zweifel.
Ich persönlich stelle mich und meine mediengelenkte Meinung stets weit über die immer wieder auftauchenden Verschwörungstheorien zu allen möglichen weltpolitischen Ereignissen. Ich erkläre hiermit feierlich, dass ich fest davon überzeugt bin, dass kein westlicher Geheimdienst seine Finger beim 11. September im Spiel hatte. Ich bekenne mich außerdem zu der immer kleiner werdenden Randgruppe von Naiven die Neil Armstrong tatsächlich als ersten Mann auf dem Mond anerkennt. Und ich bin überzeugt, dass folgende Leute genau so gestorben sind, wie es jeweils offiziell bestätigt wurde: Michael Jackson, Osama Bin-Laden, Falco, Muammar al-Gaddafi, Jesus und Elvis Presley. Und trotz dieser sturen Lebensideologie hat es nichts weiter als 198 Minuten Zelluloid auf Plattscheibe gebannt gebraucht, um mich von der groß angelegten Verschwörungstheorie zum Tode John F. Kennedys zu überzeugen. Michael Moore wäre begeistert.
Wie kommts? Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es an Kevin Costners offensichtlich anschaulichem Talent das er hier schamlos zur Schau stellt. Vielleicht auch an der brillanten Ausleuchtung die sogar einem Regielaien wie mir als außerordentlich gelungen auffällt. Möglicherweise aber auch an dem gesunden Mischverhältnis von Patriotismus und Regierungskritik das hier vorherrscht.
Warum "JFK" aber auf jeden Fall zum besten gehört was das Politkrimigenre zu bieten hat liegt auf der Hand. Der Film befasst sich mit einem Ereignis, die vom ersten Tag an, dem 22.11.1963, so dermaßen zum Himmel gestunken hat, dass man sich verärgert und verwundert die Nase rümpfen muss. Doch es geht ja gar nicht um einen Präsidentenmord, der ist in Oliver Stones Meisterwerk, ich vermeide sonst immer den Begriff "Meisterwerk", doch hier ist er vollkommen angemessen, nur Mittel zum Zweck. Es ist eigentlich viel mehr der ambitionierte Beitrag zu einer Grundsatzdiskussion in welchem Maße man seiner Regierung und den Leuten von oben trauen kann. Was hat Demokratie für einen Wert, wenn die eigentlichen Strippenzieher über solche Belanglosigkeiten, wie das Recht seine Regierung zu wählen oder Meinungsfreiheit zu haben, nur noch schmunzeln können? Dazu kommt noch ein immenser Medienapparat der die Macht hat die Meinung und den Informationsstand jedes Weltbürgers beliebig zu kontrollieren. "JFK" springt genau auf diesen fahrenden Zug der Ungewissheit auf, mit einem Setting das passender nicht sein könnte.
Der Protagonist ist ein Staatsanwalt, also eine vom Volk legitimierte Persönlichkeit, die ein nicht unermessliches Potenzial an Vaterlandsliebe anzubieten hat. Dazu noch eine Hausfrau mit fünf Kindern zuhause. Und genau dieser Mann, der damit so viel aufs Spiel setzt, geht den richtigen Weg sich den unendlichen und unbekannten Hierarchien der amerikanischen Geheimdienste entgegenzustellen. Er weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass eben diese Akteure um sich herum alles absägen was die "nationale Sicherheit" gefährden könnte und begibt sich somit unweigerlich in die Schussbahn von Agenten und Instutionen die er nicht mal richtig kennt. Er bleibt dabei aber in der vollen Laufzeit mit Sachlichkeit und Strategie am Ball ohne sich falsche Mittel zum Zweck anzueignen.
Für mich ist "JFK" ein ganz bedeutender Meilenstein der Filmgeschichte. Jede Sekunde der beinahe 3 1/2 Stunden andauernden Verschwörungsorgie ist gut durchdacht und zum Gesamtverständnis nötig. So ein Film, Madammes et Messieurs, ist bei mir eine glatte 10.0, und die gibts bei mir nicht geschenkt.
Oliver Stone for President!
Ein anschauliches, schmuckes Haus in Arizona. Im Norden Wüste, im Osten Wüste, im Süden Wüste und im Westen ein riesger Baum, und dahinter Wüste. Axel, hervorragend gespielt von Johnny Depp, lebt in dieser Villa Kunterbunt mit zwei extravaganten Damen zusammen. Doch es ist alles anders als es scheint. Diese Frauen sind nicht nur zwei Frauen. Man hat das Gefühl sie besitzen beide unzählige Charaktere die in zwei verschiedenen Körpern gefangen sind. Dann wiederrum scheint es als ob es sich nur um einen Charakter handelt, der gleichzeitig in zwei Körpern gefangen ist. Krieg und Frieden, in ständigem Wechsel. Erst russisch Roulette und dann Geburtstagskuchen. Faye Dunaway und Lili Taylor spielen diese stark desorientierten Frauengestalten mit einer wahnwitzigen Prägnanz, die perfekt auf die komplizierten Charaktere zugeschnitten zu sein scheint. Dazwischen Johnny Depp der sich nicht traut, sich auf eine der extravaganten Damen festzulegen und sich deswegen mal bei beiden gemächlich anschleicht.
Untermalt wird das Ganze von wunderbar ausgearbeiteten Traumfantasien mit einem großartigen Soundtrack. Traum ist Traum, Wirklichkeit ist Wirklichkeit. Oder nicht? In "Arizona Dream" sind die Übergänge fließend. Viele Dinge in diesem wunderschönen Haus scheinen schlicht und ergreifend eine weitere wunderschöne Traumfantasie zu sein, weil man sich nicht vorstellen mag, dass erwachsene Menschen tatsächlich solche Tagträumer sein können. Im nächsten Moment passieren wieder schreckliche Dinge die einen glauben lassen, die Protagonisten seien in einem Albtraum gefangen, dem sie zu entkommen versuchen. Klärung dieser Umstände gibt es von Seiten des Regisseurs und Drehbuchautors Emir Kusturica keine. "Arizona Dream" lässt zu viel offen um sich wirklich festlegen zu können, was Traum ist und was real passiert.
Doch eines steht auf jeden Fall fest: "Arizona Dream" ist ganz großartig ausgearbeitet, bietet neben Kakteen, Schildkröten, einem Akkordeon und einer genialen Hitchcock-Persiflage auch wunderschöne Bilder, die den Zuschauer selbst seinen ganz eigenen Arizona Dream erleben lassen.
"Im a big boy now, of so they say, so if you serve me I'll be on my way."
Was die Frauenfrage angeht, stellt sich mir eher die Frage warum es eigentlich so wenige Frauen auf die großen Regiestühle schaffen... Da liegt für mich das Problem nicht bei den Oscars, denn alle große Regisseurinnen die ich jetzt aufzählen könnte waren ja immerhin schonmal nominiert.
Ich verstehe übrigens auch nicht so ganz warum es ein Problem sein soll bei 5.765 Stimmen eine Nonne mit abstimmen zu lassen und bezweifle, dass man den Mangel an dunkelhäutigen Kandidaten auf diese sicherlich nette Dame zurückführen kann.
Deine Kommentare
philopee
über Tatort: Es ist böse 2012/04/22 21:56:04
Was zum Teufel ist los mit dem Kommisaren-Image im deutschen Fernsehen?
Kaum ist die einzige fähige Tatort-KommisarIN im Ruhestand, jagt uns die ARD eine ausgewachsene Barbie-Puppe auf den Hals. Wenn der Kleidungsstil der Ermittlerin irgendwo zwischen Fashion-Victim und Zwangsprostitution hängt, wird der Kriminalfall zur Nebensache. Sich zu diesem zu äußern wäre leider Gottes auch nicht mehr als Verschwendung von wertvollen Bits und Bytes.
Zentraldeutscher Totalausfall!
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Sozionaut 2012/04/23 23:21:05
Antwort löschenWenn Dir die Mode der Kommissarin nicht zusagt, dann guck doch Derrick!
philopee
Kommentare 2012/03/17 13:57:57
Bei den Pay-TV-Sendern gibts aber auch so schon eigentlich ziemlich vernünftige Angebote mit tollem Programm...
Vielleicht ist der Unterhaltungswert im normalen Fernsehen ja nur so niedrig, dass man auf Pay-TV umsteigt?
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philopee
Kommentare 2012/03/17 13:38:57
Da ich den privaten Sendern zuhause mittlerweile fast komplett den Saft abgedreht habe, jucken mich solche verblödeten Shows wie Popstars und DSDS noch weniger als gar nicht.
Aber sowas geht entschieden zu weit. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass so eine Sendung tatsächlich Erfolg hätte, weil es beim RTL-Zuschauerklientel ja meistens doch eher darum geht schlechte Musiker versagen zu sehen, nur darum hat DSDS ja so einen Erfolg. Und dass selbst solche Pappnasen wie Dieter Bohlen mit den Kleinen genauso ins Gericht gehen, wie mit verplanten Jugendlichen die gerne für 1 1/2 Monate berühmt wären, kann ich mir nicht vorstellen.
RTL und Deutschland am Rande der Verzweiflung.
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philopee
über New Kids Turbo 2012/03/16 17:29:21
Wenn ich tatsächlich das sagen würde, was ich über diesen Film denke, dann würde ich wegen Unzucht und Erregung öffentlichen Ärgernisses für immer im Knast landen.
Und diese niederländischen Störenfriede Steffen Haars und Flip van der Kuil wären immernoch auf freiem Fuß.
Die Welt ist unfair.
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fabel 2012/04/10 00:55:11
Antwort löschenDavon hast du mir gar nichts erzählt.:-(
philopee
Kommentare 2012/03/16 10:26:25
"I always thought, don't kill Judy Dench! Cause if you kill Judy Dench, you cannot go back to England" ^^
Irgendwie habe ich nach dem Satz jetzt mehr Lust den Film anzuschauen :D
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philopee
Kommentare 2012/03/16 10:06:10
Am Anfang siehts noch recht ernst aus aber ab der Mitte kommts eher rüber wie ein typischer Disney-Movie nach Schema F (auch wenns keiner ist). Nach dem Motto: "Lasst uns doch mal wieder einen Charakter in ein Umfeld stecken, in das er nicht reinpasst."
Naja, Chloe wird den allen schon ordentlich in den Arsch treten ;)
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philopee
Kommentare 2012/03/15 19:49:41
Was solls? Die einen kommen, die anderen gehen...
Qualitativ hochwertige Sendungen sucht man eh nicht bei CBS.
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philopee
Kommentare 2012/03/15 10:10:13
Ingrid Bergman? :0
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
philopee
Kommentare 2012/03/15 09:36:46
Ich finde die deutsche Komödie eigentlich weder zu lasch, noch zu überzogen. Der Humor geht einfach meistens in die total falsche Richtung, wie zB. bei "Resturlaub", der letztes Jahr lief. Man sollte bei den meisten deutschen Komödien meinen, dass so ein mieser Humor nur eine ganz kleine Randgruppe anspricht. Traurigerweise tut er das nicht und sowas wie der unsägliche Assi-Import "New Kids" wird dann hier zum Kassenschlager...
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
doctorgonzo 2012/03/15 10:28:32
Antwort löschenLiegt vielleicht auch daran, dass "New Kids" in seiner Dummheit einfach ehrlich ist. Da gibt man sich eben nicht den Anstrich, irgendwie mehr als blöd zu sein oder sein zu wollen, während sich die Vielzahl deutscher Komödien mit dem Versuch entwürdigt, irgendwie clever sein zu wollen, obwohl man sich eindeutig mindestens im gleichen Schlamm suhlt.
philopee 2012/03/15 11:56:11
Antwort löschenSchon richtig, aber der kleine aber feine Unterschied macht in meinen Augen beide Kandidaten nicht wirklich sympatischer. Ich stimme dir voll und ganz zu mit dem was du unter mir schreibst, aber gerade die Kandidaten Friedberg/Seltzer hatten es ja auch nie darauf angelegt intelligent zu wirken und stellen trotzdem das hinterletzte Abfallprodukt von amerikanischen Komödien dar.
Vielleicht fehlt den Deutschen einfach insgesamt ein richtiger Komödiant so wie es Vicco von Bülow oder Heinz Rühmann und sogar Heinz Erhardt war.
philopee
Kommentare 2012/03/14 20:53:28
Es gibt tatsächlich Usern denen das gefällt...
Was für eine Entweihung!
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Wumz 2012/03/14 23:00:54
Antwort löschenDer einzige der seinen Heldenstatus hier ein stückweit entweiht ist der gute Clint und wenn sich dafür hergibt, ja dann wird er schon wissen was er macht und ein paar gute Auftritte haben.
philopee 2012/03/14 23:04:36
Antwort löschenHmm, schon möglich. Nichtsdestotrotz finde ich es ein wenig unwürdig und ich kann mir nicht vorstellen dass Clint in so ein Format passt.
Das ist doch eher was für Hogan oder Ozzy Osbourne...
philopee
Kommentare 2012/03/14 09:36:29
Klassischer "Bambis-Mutter-Komplex" :D
Ich hatte damals ein ähnliches Erlebnis mit anschließendem Trauma, wegen einem Fernsehfilm bei dem jemand einen Molotov Cocktail in ein Haus geworfen hat, der natürlich anschließend explodierte.
Aus Flaschen trinken war für mich dann erstmal tabu :D
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
SoulReaver 2012/03/14 23:50:02
Antwort löschen:D
philopee
Kommentare 2012/03/13 10:19:35
Da ist es wieder... das Wechselbad der Gefühle. Noch eine Zusage verkraftet meinen armes altes Herz nicht. Also: No Revolvermann No !
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten
onyxxx11 2012/03/13 10:25:21
Antwort löschenDiese alternative Version stand auch zur Debatte, aber meine Finger waren fremdgesteuer... von dem ollen Optimisten in mir. Der ist aber auch nicht klein zu kriegen : )
philopee 2012/03/13 10:40:04
Antwort löschen:D Mit Bedauern muss ich feststellen dass ich den Optimismus in diesem Fall echt nicht empfinden kann. Ich sehe keine Möglichkeit den dunklen Turm auf Zelluloid zu bannen, ohne dass er seine Atmosphäre verliert...
Vor allem nicht wenn die Pfeife Ron Howard das abdreht, der hat sichs anscheinend eh zur Aufgabe gemacht alle meine Lieblingsbücher (schlecht) zu verfilmen ;)
onyxxx11 2012/03/13 10:57:21
Antwort löschenSeit Herr der Ringe glaube ich das grundsätzlich ALLES verfilmbar ist. Und was Peter Jackson vorher so abgedreht hat, war ja auch eher Kategorie B, wer hätte es ihm also zugetraut? Abgesehen davon hat Ron Howard seit Willow sowieso ein Stein im Brett bei mir.
Ich bin gespannt und in 3 Jahren werden wir es ja dann wissen...
das ich Recht hatte ; )
HulktopF 2012/03/13 11:56:46
Antwort löschendann dürfte aber auch nur jemand seines formats den dunklen turm verfilmen.
Apache 2012/03/14 19:36:16
Antwort löschen@onyxxx11: OMG,seid HDR glaubst du alles kann verfilmt werden?! was soll das denn bitte heißen?? das is ein Klassiker,verdammt gute Bücher!!! Der film hat es nicht mal geschafft ansatzweise die Perfektion der Bücher zu erreichen und ist trotzdem ein Bombenfilm (DER FILM als ich 10 war!!!!) ich bin Jung und hab die bücher trozdem gelesen,einmal vorgelesen (<3) einmal selbst gelesen,und beide male waren verdammt toll!! Und King Kong??!! was Peter Jacksen abgedreht hat waren alles Spitzen vorlagen (mal davon abgesehen das er ein Regiseuy a la Steven Spielberg,Rodley Scott oder Oliver Stone ist) und das du das so sagst ist eigentlich ein Armutszeugnis für deutschland,die leute sind einfach zu faul geworden um bücher zu lesen die nich sofort ab seite 1 super action bieten -.- Wenn du die bücher liest wirst du viele anspielungen und Gesellschaftskritische Äusserungen entdecken (hoffe ich zum mindest),weil das ein ziemlich inteligenter Autor war/ist der ien ziemlich inteligentes Buch geschrieben hat! Falls ich jetzt was aus deinem Kommentar falsch verstanden habe Sorry,aber zu sagen das is B klasse....armes deutschland.
PS: Rechtschreibfehler dürfen behalten werden ;)
SamRamJam 2012/03/14 23:03:35
Antwort löschen@apache: Drogen? Ich könnte deinen Kommentar jetzt auseinander nehmen aber ich werde es einfach sein lassen weil es nicht nett ist auf geistig schwächere einzutreten. Von einen Kommentar auf ein ''armes Deutschland'' zu schließen grenzt ja schon fast an Größenwahn. Peter J. hat das Maximale aus der Vorlage herausgekitzelt (ich werde nie verstehen warum ein herumhopsender Tom Bombadil immer so schrecklich vermisst wird, ich fand den nur peinlich) und bewiesen dass auch schwierige Stoffe verfilmbar sind wenn man sie richtig angeht.
Und der richtige Regisseur bzw. Autor müsste so einiges aus Kings Vorlage streichen (ich liebe den Revolvermann aber S.K. schreibt einfach so verdammt langatmig). Aber ich rede am Thema vorbei, zurück zu meiner Frage: Drogen?
Alle 8 Antworten zeigen
SamRamJam 2012/03/14 23:06:41
Antwort löschenAch, P.S. Vor HdR hat P.J. Filme wie ''Meet the Feebles'' und ''Brain Dead'' gedreht und das ist definitiv Kategorie B (wenn nicht noch schlimmer). King Kong kam erst danach... Trottel!
Apache 2012/03/15 16:04:49
Antwort löschenziemlich gut getroffen ;)
sorry für meine dummheit und das ich ein bisschen high war als ich den kommi geschrieben hab.. :P
philopee
über Der Froschkönig 2012/03/12 09:37:25
Vorweg - Ich hab mir "Der Froschkönig" nach der absurd-heftigen mentalen Tortur von 60 Minuten "Frau Holle" gestern an dem mir sonst so geehrten Sonntag gar nicht mehr angeschaut. Eine weitere TV-Märchenstunde hätte mein abiturbedingt überstrapaziertes Hirn wahrscheinlich gar nicht ausgehalten. Aber da man "Frau Holle" hier (leider) nicht bewerten kann und ich wenig Lust habe, mir für omdb irgendwelche Infos zusammenzugreifen um damit möglicherweise noch unschuldige mp-Mitarbeiter zu belasten, platziere ich meinen Verriss einfach hierhin, da "Der Froschkönig" ja im selben Prozess der Kunstverschandelung entstanden ist. Ich halte mich aber trotzdem weiterhin an den Ehrenkodex und bewerte ihn natürlich nicht.
Ein gemütlicher Sonntagsfilm gehört bei mir einfach zur Wochenroutine, da mag kommen was will. Vielleicht bin ich auch ein bisschen selbst Schuld, denn eigentlich hätte ich ja wissen müssen dass "D 2005" oder abwärts bei einer Verfilmung deutscher Literatur nie ein gutes Zeichen sein kann.
Der Film mutet von vornerein an, als würde die gesamte deutsche B-Prominenz aus Film und Fernsehen einen Ausflug zum Mittelalterfest machen. Vollkommen überkontrasiterte Bilder mit unnötig extremem Licht und Visual Effects die man mit PowerPoint besser hinbekommt, begleiten diesen albtraumhaften Märchenfilm die volle Zeit. Dann wird am Ende noch schnell ein Happy-End eingefügt, das es bei Grimm so sicherlich nicht gegeben hat.
Sprich --> Das Ganze ist ein loderndes Desaster und damit der erste 3Sat-Thementag seit Langem den man komplett den Hasen geben konnte.
Die beiden Sirs die es einst auf das wertvollste Zahlungsmittel Deutschlands geschafft haben, würden sich gleichzeitig in ihrem Grabe umdrehen.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
philopee
Kommentare 2012/02/29 21:55:14
Das ist ein Angebot das ich nicht ablehnen werde!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
philopee
über Ingmar Bergman 2012/02/28 17:55:28
Ingmar Bergman ist mein skandinavischer Liebling!
Im Zuge der Oskar-Verleihung will ich zeigen warum:
"Dear Sirs,
As "SMULTRONSTÄLLET" ("WILD STRAWBERRIES") didn't compete for "OSCAR" I think it is wrong to nominate the picture and therefor I want to return the "CERTIFICATE OF NOMINATION".
I have found, that the "OSCAR"-nomination is one for the motion picture art humiliating institution and ask you to be released from the attention of the jury for the future.
Sincerely"
Ein Brief von ihm höchstpersönlich an die Academy aus dem Jahre 1960.
Ein wahrer Genuss!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
philopee
Kommentare 2012/02/27 12:06:04
Ich hab schon Vorfreude das blaue Moviepilot-Banner ganz oben auf der Seite wiederzubekommen :)
bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
philopee
Kommentare 2012/02/26 21:54:53
Tödlich wie ein brennendes Auto!
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fabel 2012/02/26 22:15:35
Antwort löschenHätte ich besser nicht ausdrücken können, mein Lieber.:)
Aber Jenny, du warst überrascht? Ich nicht, ich hatte es erwartet:
nach "Weg ins Paradies" einer der ganz Großen der letzten Jahre - und das ist nicht einmal übertrieben. Spitze.:)
the gaffer 2012/02/26 22:46:37
Antwort löschenBei den Münchnern sind meine Erwartungen generell gedämpft. Das sei zugegeben. ;)
philopee
über John F. Kennedy - Tatort Dallas 2012/02/26 20:17:42
Vor filmischen Bollwerken wie diesem entwickelt man als Hobby-Rezensent, das ist zumindest meine Erfahrung, eine gewisse Ehrfurcht gepaart mit einer gehörigen Portion Respekt. Dies führt dazu, dass man sich zu 100% sicher ist, dass man unmöglich das schreiben können wird was man eigentlich denkt, weil der Film viel tiefer greift als es die menschliche Rhetorik erfassen kann. Auch wenn das jetzt pathetisch und überzogen klingt, so muss man einfach ehrlich sagen, dass Oliver Stones "JFK" zum ganz großen Kulturgut der Filmgeschichte gehört, da besteht für mich kein Zweifel.
Ich persönlich stelle mich und meine mediengelenkte Meinung stets weit über die immer wieder auftauchenden Verschwörungstheorien zu allen möglichen weltpolitischen Ereignissen. Ich erkläre hiermit feierlich, dass ich fest davon überzeugt bin, dass kein westlicher Geheimdienst seine Finger beim 11. September im Spiel hatte. Ich bekenne mich außerdem zu der immer kleiner werdenden Randgruppe von Naiven die Neil Armstrong tatsächlich als ersten Mann auf dem Mond anerkennt. Und ich bin überzeugt, dass folgende Leute genau so gestorben sind, wie es jeweils offiziell bestätigt wurde: Michael Jackson, Osama Bin-Laden, Falco, Muammar al-Gaddafi, Jesus und Elvis Presley. Und trotz dieser sturen Lebensideologie hat es nichts weiter als 198 Minuten Zelluloid auf Plattscheibe gebannt gebraucht, um mich von der groß angelegten Verschwörungstheorie zum Tode John F. Kennedys zu überzeugen. Michael Moore wäre begeistert.
Wie kommts? Ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es an Kevin Costners offensichtlich anschaulichem Talent das er hier schamlos zur Schau stellt. Vielleicht auch an der brillanten Ausleuchtung die sogar einem Regielaien wie mir als außerordentlich gelungen auffällt. Möglicherweise aber auch an dem gesunden Mischverhältnis von Patriotismus und Regierungskritik das hier vorherrscht.
Warum "JFK" aber auf jeden Fall zum besten gehört was das Politkrimigenre zu bieten hat liegt auf der Hand. Der Film befasst sich mit einem Ereignis, die vom ersten Tag an, dem 22.11.1963, so dermaßen zum Himmel gestunken hat, dass man sich verärgert und verwundert die Nase rümpfen muss. Doch es geht ja gar nicht um einen Präsidentenmord, der ist in Oliver Stones Meisterwerk, ich vermeide sonst immer den Begriff "Meisterwerk", doch hier ist er vollkommen angemessen, nur Mittel zum Zweck. Es ist eigentlich viel mehr der ambitionierte Beitrag zu einer Grundsatzdiskussion in welchem Maße man seiner Regierung und den Leuten von oben trauen kann. Was hat Demokratie für einen Wert, wenn die eigentlichen Strippenzieher über solche Belanglosigkeiten, wie das Recht seine Regierung zu wählen oder Meinungsfreiheit zu haben, nur noch schmunzeln können? Dazu kommt noch ein immenser Medienapparat der die Macht hat die Meinung und den Informationsstand jedes Weltbürgers beliebig zu kontrollieren. "JFK" springt genau auf diesen fahrenden Zug der Ungewissheit auf, mit einem Setting das passender nicht sein könnte.
Der Protagonist ist ein Staatsanwalt, also eine vom Volk legitimierte Persönlichkeit, die ein nicht unermessliches Potenzial an Vaterlandsliebe anzubieten hat. Dazu noch eine Hausfrau mit fünf Kindern zuhause. Und genau dieser Mann, der damit so viel aufs Spiel setzt, geht den richtigen Weg sich den unendlichen und unbekannten Hierarchien der amerikanischen Geheimdienste entgegenzustellen. Er weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass eben diese Akteure um sich herum alles absägen was die "nationale Sicherheit" gefährden könnte und begibt sich somit unweigerlich in die Schussbahn von Agenten und Instutionen die er nicht mal richtig kennt. Er bleibt dabei aber in der vollen Laufzeit mit Sachlichkeit und Strategie am Ball ohne sich falsche Mittel zum Zweck anzueignen.
Für mich ist "JFK" ein ganz bedeutender Meilenstein der Filmgeschichte. Jede Sekunde der beinahe 3 1/2 Stunden andauernden Verschwörungsorgie ist gut durchdacht und zum Gesamtverständnis nötig. So ein Film, Madammes et Messieurs, ist bei mir eine glatte 10.0, und die gibts bei mir nicht geschenkt.
Oliver Stone for President!
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fabel 2012/02/27 18:35:24
Antwort löschenMonsieurs und nicht Messierus.:D
So etwas Großartiges wollte ich auch zum Tatort schreiben, aber ich kriege nichts auffe Reihe.-.- Deswegen: Chapeau, haste gut gemacht, mein Bester.:)
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philopee 2012/02/27 21:25:51
Antwort löschenmon wird in der mehrzahl zu mes ;)
philopee 2012/02/27 21:27:17
Antwort löschenaber schon richtig "Messierus" wäre natürlich auch falsch :D
Klingt wie ein griechischer Philosoph oder so :D
philopee
über Arizona Dream 2012/02/24 11:48:35
Madness - Welcome to the House of Fun
Ein anschauliches, schmuckes Haus in Arizona. Im Norden Wüste, im Osten Wüste, im Süden Wüste und im Westen ein riesger Baum, und dahinter Wüste. Axel, hervorragend gespielt von Johnny Depp, lebt in dieser Villa Kunterbunt mit zwei extravaganten Damen zusammen. Doch es ist alles anders als es scheint. Diese Frauen sind nicht nur zwei Frauen. Man hat das Gefühl sie besitzen beide unzählige Charaktere die in zwei verschiedenen Körpern gefangen sind. Dann wiederrum scheint es als ob es sich nur um einen Charakter handelt, der gleichzeitig in zwei Körpern gefangen ist. Krieg und Frieden, in ständigem Wechsel. Erst russisch Roulette und dann Geburtstagskuchen. Faye Dunaway und Lili Taylor spielen diese stark desorientierten Frauengestalten mit einer wahnwitzigen Prägnanz, die perfekt auf die komplizierten Charaktere zugeschnitten zu sein scheint. Dazwischen Johnny Depp der sich nicht traut, sich auf eine der extravaganten Damen festzulegen und sich deswegen mal bei beiden gemächlich anschleicht.
Untermalt wird das Ganze von wunderbar ausgearbeiteten Traumfantasien mit einem großartigen Soundtrack. Traum ist Traum, Wirklichkeit ist Wirklichkeit. Oder nicht? In "Arizona Dream" sind die Übergänge fließend. Viele Dinge in diesem wunderschönen Haus scheinen schlicht und ergreifend eine weitere wunderschöne Traumfantasie zu sein, weil man sich nicht vorstellen mag, dass erwachsene Menschen tatsächlich solche Tagträumer sein können. Im nächsten Moment passieren wieder schreckliche Dinge die einen glauben lassen, die Protagonisten seien in einem Albtraum gefangen, dem sie zu entkommen versuchen. Klärung dieser Umstände gibt es von Seiten des Regisseurs und Drehbuchautors Emir Kusturica keine. "Arizona Dream" lässt zu viel offen um sich wirklich festlegen zu können, was Traum ist und was real passiert.
Doch eines steht auf jeden Fall fest: "Arizona Dream" ist ganz großartig ausgearbeitet, bietet neben Kakteen, Schildkröten, einem Akkordeon und einer genialen Hitchcock-Persiflage auch wunderschöne Bilder, die den Zuschauer selbst seinen ganz eigenen Arizona Dream erleben lassen.
"Im a big boy now, of so they say, so if you serve me I'll be on my way."
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philopee
Kommentare 2012/02/24 11:12:03
Was die Frauenfrage angeht, stellt sich mir eher die Frage warum es eigentlich so wenige Frauen auf die großen Regiestühle schaffen... Da liegt für mich das Problem nicht bei den Oscars, denn alle große Regisseurinnen die ich jetzt aufzählen könnte waren ja immerhin schonmal nominiert.
Ich verstehe übrigens auch nicht so ganz warum es ein Problem sein soll bei 5.765 Stimmen eine Nonne mit abstimmen zu lassen und bezweifle, dass man den Mangel an dunkelhäutigen Kandidaten auf diese sicherlich nette Dame zurückführen kann.
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