Redapple
Redapple heißt Robert , ist 20 Jahre alt. Er hat sich 2009/01/08 16:57:34 auf moviepilot angemeldet und hat schon legendäre 308 Filme bewertet und legendäre 266 Kommentare geschrieben. Er mag es nicht, von sich selbst in der dritten Person zu sprechen. Schreib' ihm eine Nachricht oder Freundschaftsanfrage. Mehr
Nausicaä - Prinzessin aus dem Tal der Winde und 1 weitere Filme ...
Redapple 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/04 18:42:37
Miller's Crossing
Redapple 8.5 "Ausgezeichnet" 2011/12/28 15:11:43
Dieses Frühwerk Joel und Ethan Coen's bietet eine von vielen Beziehungen und undurchsichtigen Absichten und Motiven verworrene Story um eine amerikanische Großstadt zu Zeiten der Prohibition sowie den dazugehörigen Gangsterbossen und einem geheimnisvollen Protagonisten.
Die Schauspieler leisten in diesem Film wirklich großartige Arbeit. Albert Finney passt hervorragend in die Rolle des…
Dieses Frühwerk Joel und Ethan Coen's bietet eine von vielen Beziehungen und undurchsichtigen Absichten und Motiven verworrene Story um eine amerikanische Großstadt zu Zeiten der Prohibition sowie den dazugehörigen Gangsterbossen und einem geheimnisvollen Protagonisten.
Die Schauspieler leisten in diesem Film wirklich großartige Arbeit. Albert Finney passt hervorragend in die Rolle des irgendwie zweifelhaften und größenwahnsinnigen irischen Bandenchefs, Jon Polito, als Gegenspieler und immer schwitzender Johnny Caspar hingegen ist einfach nur wahnwitzig und verrückt. Am besten gefallen hat mir jedoch John Turturro in der Rolle des unglaublich dreckig grinsenden und verlogenen Buchmachers Bernie Bernbaum. In der, natürlich bekannten, Szene im Wald zeigt dieser, den ich vorher nur als albernen Nebendarsteller kannte, wozu er wirklich fähig ist. (Wieso bekommt der Typ eigentlich nicht mehr Hauptrollen?)
Der herrlich verwirrende Plot (ich versuche hier erst gar nicht ihn zu erklären) bietet bei all diesen Höchstleistungen ein solides Fundament für die vielschichtigen Charaktere und extrem geschliffen wirkende Dialoge. Gabriel Byrne ist als Protagonist Tom in all seiner Verschwiegenheit und zwischen allen Fronten stehend, deutlich an den Figuren des Film-Noir angelehnt. Sein Hut, den er sich stets tief ins Gesicht zieht scheint für ihn das einzig wichtige zu sein. Währenddessen orientiert sich die restliche Inszenierung an den klassischen Mob-Filmen wie "Untouchables". Ein irischer Bandenchef rivalisiert mit einem italienischen um die Vorherrschaft im Alkohol-Geschäft, die Polizei und der Bürgermeister sehen dem treiben hilflos zu und inmitten alledem versucht ein opportunistischer Buchmacher Fuß zu fassen und zum nächsten großen Namen zu avancieren.
Bei all den Anlehnungen und Tributen an ältere Werke, mag es vielleicht sein, dass "Miller's Crossing", mal abgesehen von den Charakteren, die typische Coen-Note abgeht. Fans werden sich davon nicht abschrecken lassen und trotzdem interessiert zuschauen, alle anderen werden sich aber von der wirklich schwer verworrenen Story und den somit nicht einschätzbaren Handlungen der Charaktere schnell erschlagen fühlen. "Miller's Crossing" ist deshalb zwar ein stark inszenierter, allerdings keineswegs leicht verdaulicher Coen-Film.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Redapple 2011/12/28 15:29:22
Antwort löschenNaja, Burn After Reading oder The Big Lebowski waren für mich zumindest leichter verdaulich als dieser hier. ;)
alviesinger 2011/12/28 15:31:33
Antwort löschenThe Big Lebowski, Ein (un)möglicher Härtefall, Burn After Reading, Oh Brother Where Art Thou, Ladykillers.
Midnight in Paris
Redapple 9.0 "Herausragend" 2011/12/28 14:35:13
Gil, ein erfolgreicher Drehbuchautor Hollywoods, fühlt sich von seinem Job nicht erfüllt. Er will nach all den vielen Auftragsarbeiten endlich einen eigenen, vollwertigen Roman schreiben und schwärmt von Paris und den, in den 1920ern dort ansässigen Autoren. Für ihn geht ein kleiner Traum in Erfüllung, als ihm und seiner Verlobten ein Urlaub in Paris ermöglicht wird. Endlich kann er auf den…
Gil, ein erfolgreicher Drehbuchautor Hollywoods, fühlt sich von seinem Job nicht erfüllt. Er will nach all den vielen Auftragsarbeiten endlich einen eigenen, vollwertigen Roman schreiben und schwärmt von Paris und den, in den 1920ern dort ansässigen Autoren. Für ihn geht ein kleiner Traum in Erfüllung, als ihm und seiner Verlobten ein Urlaub in Paris ermöglicht wird. Endlich kann er auf den Spuren Hemingways wandeln und in den selben Cafés wie die Fitzgeralds schreiben.
Ein echter Klotz am Bein ist dabei seine höchst materialistische Verlobte, die natürlich nichts als endlose Shopping Touren im Sinn, und keinerlei Verständnis für den verträumten Gil hat, auch ihre rechts-konservativen Eltern und die eingebildeten pseudo-intellektuellen Freunde machen die Situation nicht gerade leichter. So ist Gil wann immer er kann allein unterwegs, auf Streifzügen durch das nächtliche Paris um Inspiration zu schöpfen. Als er eines Nachts um Punkt Mitternacht vor einer Kirche sitzt, fährt plötzlich eine alte Limousine vor und entführt Gil in die Welt seiner Vorbilder.
So entführt Woody Allen auch den Zuschauer in seinem neusten Film in das Paris der 1920er. Er konfrontiert seinen Protagonisten mit Figuren wie Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald oder Gertrude Stein und er startet dabei nicht einen Versuch uns dieses Wunder rational zu erklären. Und genau darin liegt die größte Stärke von "Midnight in Paris". Er entführt uns in eine romantische Filmwelt, erst in ein so nicht existierendes Postkarten-Paris, dann in eine, ebenfalls stark geschönte Version der 20er Jahre. Das alles kann dem Zuschauer natürlich etwas zu dick aufgetragen sein, denn zu allem Überfluss liegt über dem Ganzen auch noch ein zuckersüßer Bonbon-Farbfilter, ich allerdings konnte dem Film nur schwer etwas übel nehmen. Man sollte sich also auf einen gnadenlosen Happy-Go-Lucky Streifen einstellen.
Owen Wilson spielt mit lustig verdutzter Mimik einen neuen Woody, Corey Stoll (Ernest Hemingay) oder Adrien Brody (Salvador Dalí) beeindrucken mit wahnwitziger Performance, Marion Cotillard ist stets unwirklich hübsch und Kathy Bates ist als Gertrude Stein schlichtweg fantastisch. So haben dann auch Zuschauer wie ich, die sich beileibe nicht mit den Schriftstellern der 1920er auskennen, ihren Spaß, verstehen allerdings auch nicht alle Anspielungen.
So ist "Midnight in Paris" ein romantischer und kitschiger, dabei allerdings so gnadenlos fröhlicher Film, dass es einen einfach mitreißen muss. Ihm steht der Spaß, den Allen beim Schreiben und Drehen hatte deutlich zu Gesicht und ihren "Prädikat: Besonders wertvoll" Sticker hat sich die DVD auch verdient, ich habe nämlich echt lust bekommen, mich weiter mit den Schriftstellern der 1920er zu befassen.
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Gästebuch
Glücksritter 2011/11/16 15:49:08
Hey danke, deine aber auch :) Besonders der zu Avatar hat mir gefallen, freue mich auch total auf den 2ten Teil! Sehr gern angenommen.
CapitanKnaecke 2011/08/23 00:37:09
Einfach drauf losschreiben. wenn erstmal ein Anfang gemacht wurde kommts von ganz allein...
CapitanKnaecke 2011/08/22 21:49:32
Danke :) Anderson rult!
Werd mir mal morgen deine Kommentare unter die Lupe nehmen :D
Ezra 2011/08/22 21:24:58
Danke für die Annahme. Ich treibe mich oft bei den News rum und gebe meinen Senf dazu, da komm dann halt einiges zusammen ^^
Mrs.Yellow 2011/06/24 17:27:20
Ich kann "Hexenkessel" bis jetzt nur mit dem ersten Teil vergleichen, wobei "Hexenkessel" dann bei mir besser abschneidet...Ist zwar nicht so spektakulär wie "Der Pate", aber dafür gelassener. Die Synchro war aber kacke^^
Mrs.Yellow 2011/06/08 20:32:37
Ich hab vor 4 Monaten auf dein Profil geschrieben, dass ich unbedingt mal "Hexenkessel" gucken muss... Hab ich nun endlich mal gemacht. Der Film ist der Hammer :) Find den noch besser als "Der Pate"...
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Als vollkommener Predators-Neuling, der ehrlich gesagt auch nicht die Muße hat sich die ganzen alten Filme nochmal anzuschauen, geht Nimród Antals Version für mich voll und ganz in Ordnung. Natürlich läuft das ganze ziemlich nach Schema F ab, natürlich sind die schauspielerischen Leistungen alles andere als überragend (Auch wenn ich sagen muss, dass ich mit Adrien Brody keinerlei Probleme hatte) aber wen kümmert's? "Predators" ist kein großartiger Film, den ich wieder und wieder schauen muss. Das wusste ich auch schon vorher. So bleibt mir am Ende ein netter SciFi-Horror, der sich keine schrecklichen Patzer erlaubt und sich letztendlich auch nicht zu schade für die ein oder andere coole Szene ist. Jaja, ich verdammtes New-Wave-Kiddie.