ryz - ryzs Kommentare zu Filmen

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ryz
über Outrage

7.5Sehenswert

Ein Kitano wie aus dem Bilderbuch - Nur diesmal ohne jegliche Romantik. Gewohnt Hart, Kalt und Brutal portraitiert Beat Takeshi die Innereien der Yakuza, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

Takeshi zeigt wieder einmal die immerwährende Spirale der Zerstörung, aus der es kein heroisches Hintertürchen gibt - wer sich den destruktiven Ränkespielen der Yakuza verschreibt, der wird dafür büßen. Seine vernichtend-nihilistische Weltsicht spielt Kitano superb aus, perfekter gehts nur in "Sonatine".

Der teils internationale (wenn auch unbekannte) Cast wirkt als netter Kontrast und auch die hübsche Eihi Shiina (bekannt aus "Audition") spielt eine Nebenrolle als Call-Girl.

Eben ein echter Kitano, der westlich-orientierten Filmgängern sicher langatmig und schwer aufschlägt. Für mich jedoch erfrischend rohes Filmgut ohne Klamauk.

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ryz
über Symbol

8.0Ausgezeichnet

Zuerst dachte ich, ich hab den falschen Film eingelegt; Ein japanischer Film der mit einer Einstellung mitten in Mexiko öffnet, in dem kastilisch gesprochen und eine mexikanische Familie inklusive Vater mit "Lucha Libre"-Maske beim allmorgendlichen Tagesablauf gezeigt wird? Da KANN doch was nicht stimmen!

Doch kurz darauf wurde mein Unglaube mit der Titeleinblendung des Films "しんぼる" gelegt.

In der nächsten Einstellung sieht man einen japanischen Mann im schrillen Schlafanzug in einem steril-weißen Raum erwachen. Als dieser dann anfängt unzählige, an den Wänden verteilte Engel-Pimmel zu drücken und allerlei materielle (und organische) Dinge aus der Mauer schiessen, wird's richtig verrückt:

Der Protagonist versucht sich in verdammt witziger Situationskomik einen Weg aus dem scheinbar undurchdringlichen Raum zu bahnen, eine Erfahrung die man nicht beschreiben kann, sondern sehen muss.

Die beiden Handlungsstränge kulminieren daraufhin völlig unerwartet, ich will da aber nicht zu viel verraten.

Gegen Ende verliert "Symbol" leider etwas von seinem visuellen Charme, das hätte optisch besser in Szene gesetzt werden können; Das offene Ende mit leicht philosophischem Hauch hat dennoch gut gefallen ohne aufdringlich zu wirken.

Es hat etwas gedauert, aber letztendlich konnte ich den Mann mit dem lustigen Haarschnitt als den japanischen Komiker "Hitoshi Matsumoto" (Zeitgleich Regisseur dieses Films) ausmachen, bekannt aus Film und Fernsehen im östlichen Nihon.

Bravo für einen facettenreichen und total abgedrehten Film, der ohne Kategorisierung auskommt.

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ryz
über Arnold Schwarzenegger

"INTO THE BOAT!", "INTO THE TUNNEL!", "GET TO DA CHOPPAAA!"

... Meilensteine der Filmhistorie, exklusiv von Arnie!

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SiameseMax

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Avadda! de oska goes to Avadda!


SiameseMax

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oder: "Don't drink and bake!"


ryz
über Nackt und zerfleischt

0.0Hassfilm

Cannibal Holocaust wäre tatsächlich gar kein schlechter Splatterfilm, denn die zu der Zeit fast trivialen Seitenhiebe an die moderne Gesellschaft sind klar zu erkennen.

Das ganze aber mit Tiersnuff untermauern? Schlimmer gehts nicht, sowas kann und will ich nich unterstützen, egal in welcher Form, das hat in Filmen nichts zu suchen!

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ryz
über Guinea Pig: Flowers of Flesh and Blood

0.0Hassfilm

Japanischer Kurz"film" mit (für sein alter) extrem realistischen Gore-Effekten. Absolut keine Handlung oder Story, ~40 Minuten pure Gewaltdarstellung, ohne jeglichen Sinn oder Verstand.

Eine Frau wird entführt, betäubt und in perverser Detailverliebtheit von einem Samurai zerstückelt. Ende.

Einzig zum ausloten meiner cineastischen Grenzen vor Jahren ein mal gesehen, aber sicherlich nie wieder.

Triviales: Wie schon angesprochen hat Charlie Sheen den Film 1991 gesehen und als tatsächlichen Snuff-Film empfunden; Auch der japanische Kindermörder Tsutomu Miyazaki war von der scheinbaren Realität des Films angetan und basierte seine Taten lose auf denen der "Guinea Pig"-Reihe, woraufhin die Macher des Films ein Making-of produzierten, um beweisen zu können dass es sich nicht um einen tatsächlichen Mord handelt.

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ryz
über X-Men: Der letzte Widerstand

3.0Schwach

Das einzige woran ich mich beim dritten Teil der X-Men Verfilmungen erinnern kann ist stumpfsinnige Actionkost und dem wahrscheinlich besten X-Men-Quote von Juggernaut: "Don't you know who I am? I'm the Juggernaut, bitch!"

Es ist erstaunlich dass sich selbst bei so Popcorn-Kino doch immer noch irgendwas bei mir ins Hirn prägt!

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ryz
über Kindergarten Cop

2.0Ärgerlich

Einzig und allein durch Arnies unterirdische Performance, aus denen zeitlose one liner wie "THERE IS NO BATHROOM!", "Take your toy back to the carpet! TAKE IT BAAACK!" und "SHADDAP! SHAAAADDAAAAP!" hevorgehen, lässt diesen schlechten Unterhaltungsfilm nicht vollkommen absacken.

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ryz
über Black Swan

10.0Herausragend

Darren Aronofsky zeigt mit 'Black Swan' wieder mal seine Genialität und Unabdingbarkeit in der modernen Filmindustrie. 'Black Swan' ist ikonisch und intensiv - eine Wechselfahrt die buchstäblich jede Emotion hervorruft, so wundervoll wie verstörend.

Allein die obsessive Natalie Portman und der bestimmende Vincent Cassel machen den Film zur quasi-pflicht, beide erstklassig - aber auch Barbara Hershey und gerade Mila Kunis inszenieren ihre Charaktere perfekt.

Die kontrastierenden - gewollt deutlichen - visuellen Indizen von Schwarz und Weiss geben Hinweise auf das ringen von Unschuld und Finsternis. Ein perfektes Spiel zweier Gegensätze, bei dem keines die volle Überhand gewinnt.

Tricktechnisch verleit Aronofsky 'Black Swan' das gewisse, subtile etwas, übertreibt dabei aber niemals. 'Black Swan' ist gespickt mit feinem Detailreichtum, der mir nicht nur ein mal Gänsehaut bereitet hat.

Die klare, emotionale Bildgewalt gebunden mit den exzelleten, düsteren Charakteren machen diese phantastisch strukturierte, 'moderne Interpretation' von Tchaikovsky's "Swan Lake" zu etwas einzigartigem.

Ein weiteres Meisterwerk von Aronofsky.

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xTimmaex

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Was Aronofsky, Libatique, Mansell und die Schauspieler aus diesem wirklich nicht besonders guten Drehbuch machen ist einfach nur im wahrsten Sinne des Wortes gestört. 10/10 und nichts anderes.

Meine Aronofsky-Bilanz macht mir aber langsam schon Angst. In chronologischer Reihenfolge: 8-10-9,5-9,5-10


Aylon5

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hehe die 8 wird dann die Robocop neuverfilmung von Aronofsky, falls das noch nciht abgeblasen wurde.
Ich freue mich jedenfalls aufs Kino am Samstag


ryz
über 2 Tage Paris

8.5Ausgezeichnet

"2 Days in Paris" ist ein Film, den ich nur sehr schwer bewerten zu vermag.

Ich selbst bin eigentlich kein Fan von "Liebesgeschichten" oder Filmen mit Schwerpunkt auf Romanzen, aber scheinbar bestätigen auch hier wieder mal Ausnahmen die Regel.

Denn: Ganz Subjektiv betrachtet kann ich mich fast zu 100% mit Jack (Adam Goldberg) identifizieren; mit seinem Handeln im allgemeinen, seiner anfänglichen Offenheit gegenüber anderen Kulturen, die nach einigen, seltsamen Begegnungen langsam auf Widerwillen trifft und seinen beziehungstechnischen Entscheidungen bezogen auf Marion (Julie Deply).

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich nach dem Film (ich hatte vorher keine Ahnung was mich erwartet) so erstaunt war - eine (Teil-)Reflexion meines eigenen Charakters auf Film verewigt.

Ich weiss nicht, wie ich den Film bewerten würde, wenn mich Jack nicht so verdammt an mich selbst erinnern würde; wirklich nicht. Aber ich denke das ist bei "2 Days in Paris" auch nicht wichtig, entweder er wirkt oder eben nicht.

Fazit: Einer der wenigen Filme bei dem ich mich einer subjektiven Bewertung nicht entziehen KANN. Mich jedenfalls regt er immer wieder zum Nachdenken über mich, meine Freunde, meine Beziehungen und andere Kulturen an; Ich habe einfach ein gutes Gefühl nach dem Film und kann jedem nur raten, auch mal die "andere Seite" der romantischen Komödien zu erforschen.

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ryz
über Die sieben Samurai

10.0Lieblingsfilm

Shichinin no Samurai, Akira Kurosawa's einzigartiges Meisterwerk und zugleich einer der teuersten japanischen Filme seiner Zeit.

Filmisch perfekt umgesetzt bediente sich Kurosawa an drei, zu jeder Zeit laufenden Kameras, exakt und detailgetreu nachempfundener Szenerie echter Schauplätze sowie Zeitraffer ("slow-motion" oder "bullet-time") um gewissen Darstellungen mehr Intensität zu verleihen und setzte somit einen quasi-Standard in der damaligen Filmindustrie.

Auch Story-Elemente wie eine Romanze, ein widerwilliger Held und das schreckhafte Bauernvolk - einzeln jeweils auch schon in vorigen Filmen von verschiedensten Regisseuren verarbeitet - sind meisterlich zu einem Ganzen kombiniert worden.

Das alles klingt in der heutigen Zeit als schon fast ordinär, ist aber in Hinblick auf das Alter und die Umstände des Films wahrlich in epischem Ausmaß. Shichinin no Samurai konnte das gesamte Action-Genre überhaupt definieren und hat(te) maßgeblich Einfluss auf die Filmgeschichte und den Umfang, in dem wir heutige Filme präsentiert bekommen.

Allein Toshirō Mifune's (Als möchte-gern Samurai Kikuchiyo, ein Charakter mit unvergleichlichem Temperament und Vitalität) oft improvisierte perfomance ist es Wert, dieses Kunstwerk zu sehen. Nicht umsonst spielt Mifune in 16(!) von Kurosawa's Filmen mit, u.a. Rashōmon und Yōjinbō.

Auch die anderen Samurai wie Kambei und Heihachi entfalten vollends ihren Charakter und der Zuschauer weiß sich progressiv immer mehr mit den Darstellern zu identifizieren, ich spreche wohl nicht für mich allein, wenn ich am Ende um den Verlust einiger Personen getrauert habe.

Fazit: Shichinin no Samurai ist ein Meisterstück, das sich kein ambitionierter Cineast entgehen lassen sollte. Kurosawa schaffte mit "Die Sieben Samurai" einen imposanten und kraftvollen Meilenstein in der Filmhistorie, der zurecht zum essentiellen Filmgut von diversen Kritikern gezählt wird. Im Vergleich mit vielen heutigen gepriesenen "Kunstwerken" verblassen eben diese im Reklamerummel der modernen Filmindustrie.

10/10

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