Grütze-Grütze, Mütze-Glatze;
Den ersten beiden Teilen konnte ich sehr wohl was abgewinnen; sie haben maßgeblich den so sehr umstrittenen torture-porn erstmalig oder auf jeden Fall maßgeblich zur redundanten und oft nervtötenden Diskussion frei gestellt. Moralästhetiker und Wahr/heits/nehmungs-Polygamisten kriegten ordentlich Schub.
Das hohe Produktionsniveau von Roth wird erst mit diesem unsäglichen dritten Teil deutlich.
Die Geschmackspolizei würde diesen Film einbuchten und das Gericht with the full penalty of law auf Lebenszeit mit anschl. Sicherheitsverwahrung verurteilen und wegsperren.
Deine Meinung zu den ersten beiden Teilen habe ich natürlich konsumiert und genossen aber gehst du nicht zu hart ins Gericht?? Ich fand den Film durchaus unterhaltsam (siehe mein Kommentar) aber...das kommt mit gewaltiger Kraft um die Ecke...dieser Film dürfte nie und nimmer den Namen HOSTEL tragen...No Eli = No Hostel...right, digger?
Kann sein, aber ich finde, ich kritisiere nicht im Übermaß, sondern so wie´s ich grad empfunden hab´. Bis auf eine Szene ist der Film so gut wie ne S/W-Kopie eines Fotos vonne Omma.
Aber natürlich wie du empfunden hast...und niemand anders...aber komm schon...Meinungsaustausch taugt auch zum Meinungsabgleich...Also, nicht so im Zorn mein GuTeR!
Also ich hatte auch das Gefühl, dass dieser Film eigentlich nix mit den ersten beiden zu tun hat und mal schnell passend geschrieben wurde. Allerdings mochte ich schon Hostel 2 nicht mehr sonderlich.
Upps, c´mon attic... so wollte ich echt nicht rüber kommen. Das geschriebene Wort verbirgt das Schmunzeln im Gesicht. I´m sry. Habe keine tags gesetzt. War nicht meine Absicht in irgendeiner Weise abzudiktionieren.
So right, hon ;)))
Hey Ed, japp, ich weiß... das empfinden viele so,- bei mir ist es andersrum. Ich mag den 2ten lieber.
Mein guter Sikk...kein Ding...fasse doch nichts böse von Dir auf. Das klang nur ein wenig nach dem Motto...Meine Meinung ist die einzig wahre ;-) Wobei ich schon Deine Meinung anderen vorziehe...geht doch runter wie Öl, oder...also immer fein Deine Meinung äußern!!! right now...open beer, watch movie.
yesss. go for it.
Ich bin nicht die allwissende Müllhalde Marjorie und andere Meinungen und Standpunktdiskussionen haben mich schließlich u.a. zu der Person gemacht, die ich bin.
Warum?
Warum noch so einen Actioner, der sich in allen Punkten stabil als professioneller Film verkauft, aber dann letztlich in keinem einzigen abhebt? Durchschaubarer als Fensterglas wäre der Begriff ´Dutzendware´ dem Streifen geschmeichelt. Die Ideechen fühlen sich an wie am Reißbrett gezeichnete Entwürfe eines neuen Kreises.
Aber der Film hat einen riesigen Vorteil: Toilettenpausen sind selbst mit Diarrhö kein Problem, es sei denn man bekommt sie durch ihn.
Lame.
Polanski beschreibt hier auf amüsante Weise die sukzessive Auflösung sozialer Umgangsstrukturen. In einer Art Kammerspiel mit zwei Ehrepaaren, die den handgreiflichen Streit ihrer Söhne auf kompetente Weise kultiviert und zivilisiert befrieden wollen (?) und über pädagogische Folgemaßnahmen diskutieren, entwickelt sich ein ausufernder Wortkrieg, der mit Zynismus, ironisierenden Persönlichkeitsattacken und auch mit vulgären Ausfälligkeiten geführt wird. Sarkasmus, Verbalinjurien und die Verhöhnung der Schwächen des vermeintlichen Gegners, führen die Vier immer weiter in einen grenzüberschreitenden Bereich, wo das Niveau sinkt, die Masken fallen, die Knochen blank liegen und der vermeintliche wahre Charakter unter all der bourgoisen Aufgesetzheit seine hässliche wahre und bösartige Fratze zeigt.
Dabei fraternisieren mal die Geschlechter, dann bilden wieder die Paare eine Front und letztlich zeigt sich im Grunde jeder DEM opportun, der seiner Meinung im Schlagabtausch am nächsten liegt.
Eine sehr amüsante Groteske einer eskalierenden, teilweise hysterischen Zusammenkunft von vier mehr oder minder unglücklichen Menschen, die sich in `Virginia Wolf-Manier` zerfleischen und mal kurzerhand ihre gesamte "sophisticated attitude" auskotzen/sich zum archetypischen Einzelkämpfer entwickeln.
"Kein Mensch kennt den anderen… - Jeder ist allein."
Also hauen wir uns doch mal lustig aufe Fresse.
Irgendwie fühlte ich mich an diesen Abend erinnert:
<<Man sollte eben auf Campingplätzen keine Bekanntschaften machen… ---
Sie haben uns doch zuerst angequatscht! --- […]
JO-DEL-SCHNEP-FE ---
WIN-SEL-STU-TE ---
RAAAT-TE.>>
Ein gehätscheltes Enfant Tristesse, das oberflächlich und mit viel Dilettantismus, dafür aber ohne wirklich spannende Momente nüchtern bis spröde und fast ohne Unterhaltungswert einen entmenschlichten, soziopathischen Mörder und eine Chronologie seiner Morde oder vielmehr eine Ablichtung seiner Opfer nach dem Tode mit einem akustischen Echo der Agonie in der sie sich befanden, schildert.
Neben der atmosphärischen Fadnis hat der Film eine Erzählstruktur, die man als langweilig, schleppend und deprimierend bezeichnen kann. Diese erzeugten Stimmungen als künstlerisch stilisierte Instrumente zu deklarieren, ist für meine Begriffe überbewertet und fehl interpretiert.
Die Morde, die ja nun mal neben den einfältigen und wenig Einblick gewährenden stupenden Dialoge Hauptankerpunkte des Filmes sind, wirken aus heutiger Sicht schlecht inszeniert und bewegen sich ohne authentisches Acting am Rande der Lächerlichkeit oder wahlweise der überzogenen Härte.
Nach etlichen Jahren einer erneuten Sichtung kann ich dem Film nichts mehr abgewinnen.
Verstörend, beängstigend, verwirrend und sehr emotional. Der surreale Vorhof zur Hölle; eine poetische und gleichsam grausame Reise in vergangene Tage und ein Horrortrip in abseitige Albtraumwelten. Eine ruhige, sehr fesselnd und stilvoll erzählte Geschichte, die mit tollen Bildern und einer brillianten Wirkung auf vielfache, eindrucksvolle Weise Gedankenmodelle und Interpretationen zwischen Leben und Tod anstößt.
So, ich bin mit der letzten Episode durch – Entzugserscheinungen halten sich in Grenzen – darf ich da wohl verraten, dass alle bis auf Veronica Ferris in einem Nuklearsupergau sterben? Nein, Spaß… Veronica Ferris schafft´s auch nicht.
Diese epische Serie hat Einiges zu bieten;
Die Sopranos ziehen einen in ihre Welten, in die verschieden Familien hinein… vor allem auch und im Besonderen in "La Famiglia".
Die über 80 Stunden Laufzeit hat man u.a. auch sehr geschickt für charakterliche Tiefenschärfen verwandt, die zu starken Identitätsbindungen des Zuschauers führten. Der Schauwert ist die meiste Zeit enorm hoch. Es gab Episoden und Situationen, die ob ihrer Intensität vermutlich für immer im Gedächtnis haften bleiben. Es wird nicht nur schlichtweg die äußerst brutale, aber effektive Arbeits- und Denkweise der Mafia betrachtet, sondern es werden viele Themen und Aspekte des Lebens auf nachvollziehbare, reflektierte und eindringliche Weise aufgezeigt.
Die interkulturellen, familiären, sozialen und amerikanischen Ambivalenzen, Doppelmoral, Bigotterie, psychologische Analogien, Deformationen und deren Zusammenhänge, die Spagate zwischen ausufernder Gewalt, Loyalität, Verrat, Freundschaft, Hinterlist, Paranoia, Liebe und Betrug werden ebenso brutal wie deutlich geschildert. Es gibt tatsächlich so viele Aspekte und Details in dieser Serie: they´re too many to mention.
Insgesamt haben mich die Sopranos aber nicht vollkommen überzeugt, weil es zu viele Längen, dramaturgische Gähn-Löcher und Plotverzettelungen gab. Hin und wieder wurde eine unangemessene Gewichtung auf Nebensächliches gelegt, während interessante Verläufe vernachlässigt in einer Sackgasse stehen gelassen wurden.
Wer Bock auf diese sicherlich beeindruckende Serie hat, einen langen Atem und ein Faible für´s Mafiagenre und psychologisch gehaltvolle Serien besitzt, sollte nicht nach der dritten Staffel alles hinschmeißen, denn wenn man das volle Ausmaß über diese wunderbare, zeitweise ärgerliche aber vor allem ambivalente Serie bekommen möchte, kommt man um meistens vergnügliche 86 Folgen nicht herum. Tipp: Nicht zu viele hintereinander schauen, sonst kommt es zu einem Überdruss, der sich dann wie folgt entladen könnte ;)))
Mein damaliges Originalhasspamphlet:
<<Drei Staffeln lang hab ich mir das reingekantet. Jetzt reicht´s. Diese fetten, italo-amerikanischen Mafia-cunts mit ihrem einfältigen Ehren-Kodex, dem ständigen Wangengeknutsche und ihrem hinterfotzigen Waschweiberklatsch reichen mir. Das Milieu, das ich an sich sehr unterhaltsam finde, gibt ordentlich Stoff her und das gereicht auch den Sopranos für ne ordentliche Einschaltquote; … aber ich bin aus diesem Pauly, Pussy, Junior, Big T… Anthony- Gedrissel mal so was von raus. Die Spannung, die hier aufgebaut wird, löst sich erst nach 2-3 weiteren Folgen oder, wenn man Pech hat, gar nicht auf.
Der Scheiß ist trotz aller feinfühligen Zwischentöne und seines guten Musicscores nicht mehr auszuhalten. "Die mach ich pulsarm kalt",… aber vorher werde ich 16 Tage mit heiserer, italienisch-bedrohlicher Stimme das Ganze ankündigen.>>
So kann man sich täuschen: Sie laufen auch noch nach 16 Tagen rum.
Mit dem Kommentar kann sogar Tony Soprano einigermaßen leben. Wobei ich mich schon frage wo Du "dramaturgische Gähn-Löcher und Plotverzettelungen" erkannt haben willst. Aber sei's drum, das ist dann wirklich Ansichtssache.
Gleichzeitig darf ich mich für meine etwas sehr plumpe Art der Kritik vor ein paar Wochen entschuldigen. Da bin ich vielleicht doch ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.
Das ist ja mal ein ganz schlechter Beitrag und DAZU hat Jack Ketchum nicht nur die Buchvorlage, sondern auch noch das Script geliefert. Bravo. Phänomenal. Neben den Titeln, die ich schon gelesen habe, werden alle übrigen restlos gestrichen.
Erbärmlich, stümperhaftes Filmchen mit dämlichem Plot, schlechten Effekten, hirnlos handelnden Darstellern und knauseriger Atmo (in den meisten Szenen ist Nacht, in einer Szene in den Bäumen jedoch dann aber Tag – kommt sich nicht so genau). Das kann ich nicht begreifen,… da sind doch auch Horrorfans an der Produktion beteiligt. Sagt denn da keiner: "Hey Leute, der Topf auf dem Lagerfeuer sieht aus wie rote OBI-Baumarktfarbe mit einer verpackten Schweinshaxe darin"?- oder denken die sich dann, "ach komm, das Projekt haben wir eh schon gegen die Wand gefahren, wir ziehen das jetzt unmotiviert und uninspiriert bis zum Ende durch."? Hier wird so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und noch darüber hinaus. Respekt.
Die verwilderten Kinder haben mich so genervt und *obacht* Spoiler: nach 2-3 Generationen haben die grundlos Ausgewilderten komplett ihre Menschlichkeit und ihre Muttersprache verloren/eingebüßt und sind zu Kannibalen mutiert, die gutturale Laute von sich geben und wie Frühzeitmenschen aussehen. Alle Achtung: das scheint plausibel.
Schlechter Gore-Verrecker. Ganz unten.
Beiläufig nochmal geschaut. Pubertätsflachzotenlieferant. Hirn aus. Zwerchfell an. Doofy ist großartig, aber auch der ständig vergessene, überfahrene oder misshandelte Cody aus Teil 3 machen Spässken.
Gail, die Reporterin fragt in einer Pressekonferenz etwas und der Beamte fragt zurück: "Die Informationen waren streng vertraulich, woher wissen Sie das?“ Bevor sie antwortet, meldet sich der HilfszuarbeiterSheriff Doofy zu wort und sagt: "Gail schluhuckt"
"Die Sportlehrerin Miss Man: "Fühlst du dich unten rum nicht frisch? Hast du eine Abneigung gegen deinen weiblichen Geruch?" Hodenslam!
Eigentlich ist der Erste der 2t-schwächste Teil der Serie, insgesamt aber eine zotenreich bestückte Absurdität, die nicht seltig lustig ist.
A life less odinary. Edward Norton (im Film namenlos) leidet unter Insomnia, ist gefangen in sinnfreien Alltagsstrukturen, die ihn langweilen und krank machen. Der antikonforme, tabulose Tyler Durden tritt in sein Leben und inspiriert ihn, nimmt eine vorbildhafte, heroische Personifizierung in seiner Denkstruktur ein, die für ihn Ausweg und Erlösung verheißt. Es wird brutal. Sie schlagen sich übelst in die Fresse. Doch der Schmerz ist nicht negativ belegt… - ganz im Gegenteil: Lebendigkeit, Freiheit und Ausgeglichenheit führen X zu einer sicheren Selbstwahrnehmung. Es entsteht ein Gefühl, das er mit anderen teilt und das sich zu einer Art Bewegung, zu einem Kult entwickelt. T. Durden bringt ihn in Grenzsituationen, wo es existenziell nur noch um Leben oder Tod, um das Festhalten oder Loslassen geht. Wenn der Verlust die Hauptangst ist, wie befreiend ist es dann, wenn man nichts zu verlieren spürt.
Weiter über die Geschichte zu berichten wäre für all jene, die den Film noch nicht gesehen haben, unverantwortliches Spoiling.
Für mich ist das eine revoltierende, Struktur brechende Antithese zur kapitalistischen Orientierungslosigkeit. Körperlich spürbare, teilweise autoaggressive Konformitäts-Brüche, eine Rebellion paralytischer Gesellschafsdeformationen. Ambivalenz, Revolution, Eskalation und zerstörerische Anarchie mit Aussicht auf Neues.
Meisterwerk.
Ach, da sind sie dann ja auch - die Punkte, die ich nach deinen gestrigen markanten Worten vermisst hatte. Was anderes hätte ich eigentlich auch nicht erwartet. Good-oh!
Letztlich ist der Film ein sehr gelungener Mystery-Genre-Crossover ohne besonders heraus stechende, actionreiche Situationen. Er überzeugt mitunter durch seine fabelhaften Bildkompositionen. Sie sind ästhetisch, eindringlich, berührend und stimmungsvoll. Der Sound/Musicscore fügt sich glänzend ein. Die Alltäglichkeit wird authentisch transportiert… und man kann den durchweg guten Darstellern in ihre Gedankenwelten folgen, aber bei der Dramaturgie wird sich mitunter mehr Zeit genommen, als eine durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne aushält, ohne gelegentlich abzuschweifen.
Insgesamt eine glänzende Bereicherung, die frisch und eigenständig einen alten Entwurf neu, glaubhaft und unterhaltsam mit viel Verve dar zeigt.
Ich bin zwar nicht ganz so begeistert wie du gewesen, aber den annehmbaren Mix aus ruhigem Drama um Identitätssuche und "Wicker Man"'sche Folklore-Horror fand ich immerhin ganz gut.
PS: Eigentlich wollte ich auch nur kundtun, dass ich erfreut bin ob deiner nicht lang angehaltenen Off-Phase. Da hat dich die Cunnus Diaboli ja schnell wieder ausgeworfen. :D
Ja, zum Glück... "Cunnus Diaboli" ... lächel... Ich schätze Menschen wie dich, die mich intellektuell stimulieren ;)
Bin grad noch ein wenig geschockt, weil stalker sich nun auch verabschiedet. Dass er geht, macht mich wirklich fertig. Er war mein erster ´Freund´ hier bei MP, anyway -change subject-
Ich hätte vermutet, dass der Film bei dir noch einen Tick besser abschneidet. Ich wollte ihn dir schon empfehlen bis ich sah, dass du ihn schon gesichtet hattest.
Ja, bei Mystery-Horror schlage ich in der Regel schon ziemlich schnell zu - es sei denn, es handelt sich um Hollywood-Kram oder übelsten Trash, den ich intuitiv frühzeitig aussortiere.
Ich bin ja erst sei ca. 1,5 Jahren hier und bisher betreffen mich die Fortgänge eher weniger. Mit den meisten dieser User war ich auch nicht befreundet - bis auf einen und einen weiteren, der aber schon einige Zeit vor der großen Welle den Absprung gemacht hat. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass als Hauptargument die News angeführt werden. Die waren auch schon vor 1,5 Jahren ähnlich uninteressant für mich wie heute. Für meine abseitigen Filmvorlieben habe ich ganz andere Seiten im Netz, die mich über aktuelle Vorhaben auf dem Laufenden halten. Ich bin hier, um mich mit ein paar coolen Leuten über Filme auszutauschen - und das klappt doch ganz wunderbar via Dashboard und den Kommentaren. Immerhin habe ich so schon einige sympathische Leute wie z. B. dich kennengelernt und es sind auch noch nach mir feine neue Leute hinzugekommen. Warum gehen, wenn es hier doch noch einige Personen gibt, mit denen amüsante Plauderstündchen inkl. liebevoll scharfzüngiger Unstimmigkeiten genossen werden können?! Ich bin wohl auch immer noch etwas zu selten hier, so dass mir die scheinbar negative Entwicklung nicht wirklich aufgefallen ist.
Oha, jetzt ist es bereits 6 Uhr morgens und ich muss dringend ins Bett. Nighty-night. :)
An mir ist diese Entwicklung auch vorbei gegangen. Ich find´s schade und grade bei stalker war ich schon echt traurig. Was soll´s? Als ordentliche Hedonisten stoßen wir virtuell an. Druschba und Skol ;)
Das Franchise `Batman` hat myriadenfache Adaptionen gefunden, doch hier ist es zur exemplarischen Perfektion geraten. Eine ausführliche Zusammenfassung der einzelnen herausragenden Faktoren würde sich unwesentlich von allem bisher Beschriebenen abheben und ist somit obsolet.
-warum denn so ernst?-
Nachtrag:
Bei Kostümevents sollte man es tunlichst vermeiden einen verschmierten Heath Ledger Joker zu mimen - das ist durch. Scarecrow aus den ersten beiden Teilen der neo-Trilogie schafft da deutlich mehr Impact.
Selten zuvor konnte ich filmische Situation so nachempfinden, die Freiheit so schmecken, spüren, erleben.
Genialst inszeniert und durch die Handcam im first-view-Modus mitfühlend, bleibt man ständig nah und märchengleich im gezeigten Modus. Leider verzettelt sich das Ding hintenraus für mich ein wenig im Kleingedruckten und ich wurde fast schon a bisserl zornig,- unterm Strich aber ein pulstreibender Film, der Träume in die Realität reißt.
gug mir den heute abend an, bin gespannt, ob er hält, was du versprichst. wobei meine bedenken dabei ziemlich gegen null streben ;)
als ich den trailer zuerst gesehen hab kam mir das ganze ziemlich "seicht" vor, andererseits steh ich ja brutal auf solches fantasy/sci-fi-zeug. ich bin mir eigentlich sicher, dass er mir gefällt :P
da bin ich mir auch sicher. Für mich war der Film ein echtes Erlebnis. Mal schauen, wie du den Materialschlacht-showdown zum Ende empfindest. Have fun.
:P ne kommt erst noch aber keine sorge, behalte deine griffel, brauchst ja noch um weiterhin inhaltlich hochwertige kommentare zu verfassen ;)
beste grüße :)
auf jedenfall keine geldverschwendung ;)
allerdings haben mir irgendwie die übergänge gefehlt.. was wohl auch an der gewollt geschnittenen kameraführung lag ;)
danke für den tipp :)
Sehr geile Serie mit überaus sympathischen Charaktere. Der Plot ist so absurd wie menschlich. Der tendenziell feinsinnige Humor äußert sich meist im eigenen Dauerlächeln, doch hin und wieder entwirft die Story Situationen, die unvergleichlich komisch sind und zum wiederholten Anschauen und Tränen in den Augen führen. Zu bemängeln ist, dass "Hung" -as far as I know- nicht fortgesetzt werden soll. Dafür gehen die Sopranos dann aber in die siebte Runde.
Das macht wirklich Spaß, Sherlock Holmes mit nahezu übermenschlichen Fähigkeiten zu beobachten. Er sieht Situationen voraus, um ihnen gleichwohl mit spontan-genialem Blick oder listiger Planung zu entgegnen; er kombiniert anhand klitzi-kleinster Winzigkeiten große Zusammenhänge und geht trotz aller Unbill vernichtend-boshafter Attacken und aussichtsloser Situation dennoch als stoischer Sieger und als gerissener Held hervor.
Im ersten Teil funktionierte diese Formel in Zusammenhang mit dem übrigen brillierenden, sympathischen Cast und der üppig-realgetreuen Umgebungsdarstellung noch besser als hier. Die Dramaturgieschraube wurde angezogen; eine von einem Superschurken hergeleitete Konspiration die fast den ersten Weltkrieg anzettelte, ein Verschwörungskonstrukt sondergleichen… - aber unterm Strich… verbessert hat man es nicht.
Wer den ersten Teil mochte, wird hier im Abspann noch mal genussvoll die spannendsten Szenen des Filmes genießen.
Die beeindruckendste Szene im Film war gleichzeitig auch die unnötigste/sinnloseste... Als die durch den Wald rennen und die ganzen Bäume in Slow Motion zerbombt, zerschossen, zerfetzt und _gegossen_-(IN SLOW MOTION) wurden hat das rein visuell echt Spaß gemacht. Allerdings war es (abgesehen davon das es gut ausschaut) auch vollkommen zweckfrei. Fand den Film generell auch sehr gut, nur das er meiner Meinung nach stellenweise etwas zu Aktion orientiert war.
Stimmt, das habe ich in einer solchen Ausführlichkeit noch nie zuvor gesehen. Da hatte aber jemand mal richtig Spaß dran, Kleinholz zu fabrizieren und das highend zu inszenieren.
Na, hier hat man sich aber einsilbig auf ein vermeintlich minderwertiges Filmprodukt eingeschossen. Lustig ist, dass man zwischen den Zeilen immer wieder liest oder auch allgemein hört, dass einige Szenen und Ideen durchaus überzeugten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen bekommt man hier genau das, was einem versprochen wurde, wenn die Erwartungsschwelle im Normalmodus oder drunter lief.
Die Geschichte wird zwar verbesserungswürdig aber immer stringent erzählt und trotz einiger Logiklöcher, die sich meistens aus der Plausibilität der Footage-Aufnahmen oder kleinerer dramaturgischen Mankos ergeben, kommt der geneigte Fan, der um diesen Film sowieso nicht herum kommt, durchaus auf seine Kosten.
*obacht-spoil* Frauentage-Blut auf der Linse.
Der hatte vorher schon bei dem Streifen "Nymphomanische Lesbierinnen auf dem Bumsbomber nach Bangkok" durchgewischt und ist da abgebrüht. Eigentlich ist es ja auch *obacht* frisches Vaginablut. Die Besessene hat sich südlich einfach nur übermäßig aufgeregt, aber das landet dann blutig in der cam.
Uppsie, na da verglimmt mir doch glatt die Zigarette ungeraucht und der Drink in der Hand wird schal. Subversives, low-budget-Kino mit sehr starkem Impact. Mittlerweile hat man die movement-sickness und die Wackelkamera-Optik überwunden… so dürfte das hier kein Problem sein, zumal die Authentizität dadurch tatsächlich enorm stark greift.
Es ist nicht nur eine neue Sichtweise des Genres, es ist für mich vielmehr auch eine Parabel auf das Andersartigsein.
Beklemmende Entfremdungen mit der Aussicht auf Nähe, ein Verloren gehen im Wahnsinn, das Erleben von Ausgrenzung und tief-menschliche, teilweise sentimentale Wünsche in Kombination mit innovativen Kamera- und Schnittskills, partiell übermäßig anschaulichen, schauspielerischen Momenten und einem fremdartigen Erleben, machen den Streifen sehenswert. Die Defizite, die mich davon abhalten den Film mit ner 10 zu bewerten, lasse ich mal außen vor.
Sehr stimmige Geschichte, die sich sukzessive zum wahren Horrortrip entwickelt. Die Zuspitzung der Story ist Regisseur John Stockwell gut gelungen. Er gibt der plausiblen Handlungsentwicklung mehr natürlichen Spielraum als es bei vergleichbaren Filmen üblich ist. Eine nachvollziehbare Folge an Fehlentscheidungen und zufällige Unwegsamkeiten führen die hedonistische Bacardi-Gruppe letztlich in´s ungeahnte Desaster. Die Vergleiche zu Hostel sind für mich substanzlos, denn Gewichtung und Intention liegen hier konzeptionell different. Wenn ich für mich spreche, so habe ich ähnliches erlebt, als ich in einer ausgelassenen Gruppe einem unbekannten Freak vertraute und mich plötzlich in einer völlig ungewollten Situa/Position wieder fand. Das Höhlentauchen ´is a pure nightmare´.
Großer Thrill, mäßiger Horror, überzeugender Film.
...bei einem Drogenhändler neben einer Toilettenschüssel mit verdrehten Gliedmaßen liegend und meinem Erbrochenen auf mir. Ich hatte 3 Stunden lang nichts gefilmt. Erst, als jemand versuchte, die Tür einzutreten hielt ich es für ratsam, mein Bewusstsein wieder anzuknippsen... und ein Auge zu ;)
liebster sikk da geht mir das Herz auf, endlich ein Seelenverwandter, der diesen Film auch zu würdigen weiss ... hug :) ... welches Organ musste denn bei dir dran glauben ;)
@Anoirja: aber von Carpenter hätte man auch etwas mehr erwarten dürfen; hier hingegen war Stockwell nach "Blue Crush" schon fast überraschend überzeugend ;)
Ich wollte hier auch keinen direkten Vergleich anstellen, es ging da mehr um die amüsanten Beiträge unter meinem gestrigen Kommentar zum Carpenter-Film.
PS: Von Carpenter erwarte ich übrigens schon lange nichts mehr. ;)
Zum Thema Carpenter sind wir uns glaub ich einig, da darf man leider nicht mehr allzu viel erwarten. Aus diesem Grund müssen Filme die mit seinem Namen werben auch gnadenlos abgestraft werden. Turistas weist allerdings überraschend viele Facetten auf; viel mehr, als es auf den ersten Blick den Eindruck macht.
Zum Thema Carpenter darf man gar nix mehr erwarten. Sry, nach so einem Branding, solchen Filmen, die Geschichte schroben, ist es eine Frechheit und ein Schlag in´s Gesicht der Fans, so ein Markennamenprodukt finanzkräftig wie eine geschächtete Sau auszuschlachten. Das ist widerwärtig degoutant.
Und ich bin mit horro absolut d´accord, dass es sich hier um etwas qualitativ nicht mal vergleichbares, sondern um etwas frisches und gutes handelt.
Don't panic! Ich habe das schon richtig verstanden. Kein Verständnis hingegen habe ich für eure überaus positiven Worte, was dieses öde Machwerk angeht. Macht aber mal wieder nichts. Ich möchte eure Lobhudelei nun auch nicht weiter stören und wünsche noch einen schönen Abend. :)
Na, aber sichi. Ich möchte aber nur die von Touristen gemiedenen Buchten erkunden, um dann gefesselt blind in einer Augenklinik wach zu werden. Der Abend wär dann aber den Verlust der Optik wert gewesen... "Liegst DU da, horro?" --- "Ich glaub, schon" --- "War ganz nett gestern abend... oder?" --- "Jepp, aber ich seh nix mehr"--- "ja-ja... aber war doch okay, etwa nicht?"--- "Wer ist da?"
So simpel wie effektiv. Sehr sympathische, englische Komödie mit Simon Pegg, der mich mal wieder klasse bespaßt hat. Lots of laughs, liebenswert-schrullige Akteure, lustige Ideen, eine triviale aber spaßige und teilweise rührende Geschichte, die mit hohem Identifikationswert aus dem underdogloser den Helden macht und mit einem schmissig-unpeinlichen Soundtrack für ein permanentes Grinsen und unbekümmerte 1,5 Stunden sorgt.
The Grey ist nicht nur ein plumper Action-Survival-Thriller in der Tundra, sondern auch durchaus ein Film mit philosophischem Ansatz über das Sterben, den Verlust, Sehnsüchte…
Nur allzu menschliches wird hier unpathetisch, aber sehr eindringlich gezeigt. Sowohl die packenden Szenen voller atemloser Spannung, als auch die ruhigen, erzählenden Momente werden in einer gelungenen Form dicht an den Zuschauer gebracht. Schnitte zwischen geborgenen Traumsequenzen und peitschender, beinharter Realität ließen mich mehr als ein Mal erschau(d)ern.
Mir wurde kalt und auch die Strapazen der Protagonisten waren spürbar… die Angst, dieses nackte, archaische ausgeliefert sein in einer freien unwirtlichen Landschaft, sind authentisch und mit einem attraktivem Schauwert umgesetzt worden.
Lebe und stirb heute Nacht. Nachhaltiger Eindruck. Es bueno.
Meine Augen gibt´s nur über meine Leiche (ich sollte aufpassen, wie ich sowas formuliere ;-)
Hab grade eure Kritiken gelesen bobo u tee. Duffy´s schon vorher. Ich fand den gar nicht so sehr Hollywood. Ich glaub sogar, dass viele US-Amerikaner das Kino mit langen Gesichtern verließen, (und es waren keine Pferde) weil es eben vielschichtiger und weniger actionlastig war. Vielleicht nochmal ne Neusichtung bei Verleih-Release? Ich bin gerne eine Blockbuster-Pupsbrosche aber hier hatte ich kaum Flatulenzen.
Ich hatte mich ja echt so sehr auf den Film gefreut und wollte den auch unbedingt gut finden, weil es viel zu wenig Abenteuerfilme, viel zu wenig Mensch-gegen-Natur-Dramen gibt. Aber als der erste offensichtliche Computerhund auftauchte, ahnte ich schon schlimmes. Dazu kamen diese total übertriebenen (Monster-)Wolfsgeräusche gepaart mit seltsamen Lichtkonstellationen und hektischer Wackelkamera-Action, die dem komplett vorhersehbaren Über- und vor allem Ableben dieser stereotypen Lagerfeuerphilosophen die Krone aufsetzten. Natürlich ist THE GREY meilenweit vom gängigen Blockbustergepupse entfernt, kann sich aber leider nicht völlig von dessen Konventionen befreien.
Und ich hab mich falsch ausgedrückt: es genüge natürlich nicht den Film nur mit deinen Augen einer erneuten Sichtung zu unterziehen, wenn ich dabei nicht auch Zugang zu deinem präfrontalen Cortex und den passenden Synapsen bekäme! Da hilft dann auch kein Organspendeausweis.
Danke liebster sikk, du gibst mir die Hoffnung zurück, dass auch mir dieser Film gefallen wird ... hast die Stimmungsbilder übrigens sehr schön eingefangen :)
Merci horro. Nix wie rein. Ich übernehme die volle Verantwortung (wenn ich da mal nicht übelst in Regress genommen werde :-/ )
Achso bobo-lemon; ich dachte, dir würde es reichen den Film, mit den Augen von Duffy und mir auf dem Schoß oder dem benachbarten Kinosessel nochmal zu schauen ;)
Kann deine Kritikpunkte nachvollziehen; ist aber zu meinem Glück nicht ausschlaggebend gewesen.
By the way; wer dem Film durch das Sitzen bleiben beim Abspann mit dieser schönen Musik Respekt zollt und vielleicht noch ne Träne wegwischen möchte, bekommt noch eine 4-5 sekündige Szene zu sehen.
Und an dieser Stelle geht kein Dank an das Cinemotion in Bremerhaven: Dort wird sofort zu Beginn des Abspanns die Putzbeleuchtung hochgefahren. Prima. Nachdem alle anderen Banausen sowieso sofort aufgesprungen sind und ihre Iphones wieder angeschaltet haben, um ihren 1000000 facebook-Freunden mitzuteilen, wie blöd jetzt das Ende von THE GREY war, wollte ich einfach in Ruhe sitzenbleiben und den Film bis zum wirklichen Ende schauen. Leider schafften es die fünf (!) übermotivierten Kinomitarbeiter mit ihrer sofortigen Reinigungsaktion in mir ein schlechtes Gewissen zu wecken, da sie bei meinem Sitzstreik umständlich um mich herum hätten kehren müssen. Also griff ich mir meine leere Flasche Bier, machte den Putzteufeln artig Platz und guckte mir den Abspann dann zu Hause auf Youtube an. So macht Kino keinen Spaß.
... treffend beschriebenes, traurig-typisches Film-Abspann-Erlebnis im Kino. X-mal selbst erlebt, x-mal tierisch wütend darüber gewesen, Unmut des öfteren geäußert, nichts geändert worden. Ich bin langsam müde über meine unaussprechlich beschissenen Kinobesuchen mich zu ärgern und habe meine Konsequenzen daraus gezogen...
Change generation.
Bislang hieß es, man müsse als Mann neben Baum pflanzen, Kind urbanisieren und anderem Geschissel, unbedingt `der Pate` schauen. Nun, ich bin ein Mann, aber…
mir verrecken alle Pflanzen und den Marlon Brando-Versuch als den Don kann ich mir nicht noch mal reinkanten und dann doch wieder er- und abbrechen.
DER Mafia-Film mit den genialsten Szenen, den überzeugendsten Schauspielern, der Übelkeit erregenden, artifiziellen Härte und latenten Überbordung ist Good Fellas. Während des Betrachtens habe ich ständig das Gefühl, dass jemand am Zünder einer Handgranate rumnestelt oder mit einem Feuerzeug spielerisch die Flamme unter eine kurze Lunte eines Sprengkörpers mit starker Wirkung hält.
Unbehaglich-genial mit einer faszinierenden Dramaturgie.
Episch.
Deine Kommentare
sikkmeidack
über Hostel 3 2012/06/02 10:10:08
Grütze-Grütze, Mütze-Glatze;
Den ersten beiden Teilen konnte ich sehr wohl was abgewinnen; sie haben maßgeblich den so sehr umstrittenen torture-porn erstmalig oder auf jeden Fall maßgeblich zur redundanten und oft nervtötenden Diskussion frei gestellt. Moralästhetiker und Wahr/heits/nehmungs-Polygamisten kriegten ordentlich Schub.
Das hohe Produktionsniveau von Roth wird erst mit diesem unsäglichen dritten Teil deutlich.
Die Geschmackspolizei würde diesen Film einbuchten und das Gericht with the full penalty of law auf Lebenszeit mit anschl. Sicherheitsverwahrung verurteilen und wegsperren.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten
TheAtticChild 2012/06/02 14:25:24
Antwort löschenDeine Meinung zu den ersten beiden Teilen habe ich natürlich konsumiert und genossen aber gehst du nicht zu hart ins Gericht?? Ich fand den Film durchaus unterhaltsam (siehe mein Kommentar) aber...das kommt mit gewaltiger Kraft um die Ecke...dieser Film dürfte nie und nimmer den Namen HOSTEL tragen...No Eli = No Hostel...right, digger?
sikkmeidack 2012/06/02 15:41:50
Antwort löschenKann sein, aber ich finde, ich kritisiere nicht im Übermaß, sondern so wie´s ich grad empfunden hab´. Bis auf eine Szene ist der Film so gut wie ne S/W-Kopie eines Fotos vonne Omma.
TheAtticChild 2012/06/02 15:49:23
Antwort löschenAber natürlich wie du empfunden hast...und niemand anders...aber komm schon...Meinungsaustausch taugt auch zum Meinungsabgleich...Also, nicht so im Zorn mein GuTeR!
niceeddy 2012/06/02 17:21:57
Antwort löschenAlso ich hatte auch das Gefühl, dass dieser Film eigentlich nix mit den ersten beiden zu tun hat und mal schnell passend geschrieben wurde. Allerdings mochte ich schon Hostel 2 nicht mehr sonderlich.
sikkmeidack 2012/06/02 17:48:50
Antwort löschenUpps, c´mon attic... so wollte ich echt nicht rüber kommen. Das geschriebene Wort verbirgt das Schmunzeln im Gesicht. I´m sry. Habe keine tags gesetzt. War nicht meine Absicht in irgendeiner Weise abzudiktionieren.
So right, hon ;)))
Hey Ed, japp, ich weiß... das empfinden viele so,- bei mir ist es andersrum. Ich mag den 2ten lieber.
Alle 7 Antworten zeigen
TheAtticChild 2012/06/02 22:47:39
Antwort löschenMein guter Sikk...kein Ding...fasse doch nichts böse von Dir auf. Das klang nur ein wenig nach dem Motto...Meine Meinung ist die einzig wahre ;-) Wobei ich schon Deine Meinung anderen vorziehe...geht doch runter wie Öl, oder...also immer fein Deine Meinung äußern!!! right now...open beer, watch movie.
sikkmeidack 2012/06/03 10:56:21
Antwort löschenyesss. go for it.
Ich bin nicht die allwissende Müllhalde Marjorie und andere Meinungen und Standpunktdiskussionen haben mich schließlich u.a. zu der Person gemacht, die ich bin.
sikkmeidack
über Man on a Ledge 2012/05/31 23:55:32
Warum?
Warum noch so einen Actioner, der sich in allen Punkten stabil als professioneller Film verkauft, aber dann letztlich in keinem einzigen abhebt? Durchschaubarer als Fensterglas wäre der Begriff ´Dutzendware´ dem Streifen geschmeichelt. Die Ideechen fühlen sich an wie am Reißbrett gezeichnete Entwürfe eines neuen Kreises.
Aber der Film hat einen riesigen Vorteil: Toilettenpausen sind selbst mit Diarrhö kein Problem, es sei denn man bekommt sie durch ihn.
Lame.
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sikkmeidack
über Der Gott des Gemetzels 2012/05/31 10:25:43
Polanski beschreibt hier auf amüsante Weise die sukzessive Auflösung sozialer Umgangsstrukturen. In einer Art Kammerspiel mit zwei Ehrepaaren, die den handgreiflichen Streit ihrer Söhne auf kompetente Weise kultiviert und zivilisiert befrieden wollen (?) und über pädagogische Folgemaßnahmen diskutieren, entwickelt sich ein ausufernder Wortkrieg, der mit Zynismus, ironisierenden Persönlichkeitsattacken und auch mit vulgären Ausfälligkeiten geführt wird. Sarkasmus, Verbalinjurien und die Verhöhnung der Schwächen des vermeintlichen Gegners, führen die Vier immer weiter in einen grenzüberschreitenden Bereich, wo das Niveau sinkt, die Masken fallen, die Knochen blank liegen und der vermeintliche wahre Charakter unter all der bourgoisen Aufgesetzheit seine hässliche wahre und bösartige Fratze zeigt.
Dabei fraternisieren mal die Geschlechter, dann bilden wieder die Paare eine Front und letztlich zeigt sich im Grunde jeder DEM opportun, der seiner Meinung im Schlagabtausch am nächsten liegt.
Eine sehr amüsante Groteske einer eskalierenden, teilweise hysterischen Zusammenkunft von vier mehr oder minder unglücklichen Menschen, die sich in `Virginia Wolf-Manier` zerfleischen und mal kurzerhand ihre gesamte "sophisticated attitude" auskotzen/sich zum archetypischen Einzelkämpfer entwickeln.
"Kein Mensch kennt den anderen… - Jeder ist allein."
Also hauen wir uns doch mal lustig aufe Fresse.
Irgendwie fühlte ich mich an diesen Abend erinnert:
<<Man sollte eben auf Campingplätzen keine Bekanntschaften machen… ---
Sie haben uns doch zuerst angequatscht! --- […]
JO-DEL-SCHNEP-FE ---
WIN-SEL-STU-TE ---
RAAAT-TE.>>
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sikkmeidack
über Henry: Portrait of a Serial Killer 2012/05/30 08:30:48
Ein gehätscheltes Enfant Tristesse, das oberflächlich und mit viel Dilettantismus, dafür aber ohne wirklich spannende Momente nüchtern bis spröde und fast ohne Unterhaltungswert einen entmenschlichten, soziopathischen Mörder und eine Chronologie seiner Morde oder vielmehr eine Ablichtung seiner Opfer nach dem Tode mit einem akustischen Echo der Agonie in der sie sich befanden, schildert.
Neben der atmosphärischen Fadnis hat der Film eine Erzählstruktur, die man als langweilig, schleppend und deprimierend bezeichnen kann. Diese erzeugten Stimmungen als künstlerisch stilisierte Instrumente zu deklarieren, ist für meine Begriffe überbewertet und fehl interpretiert.
Die Morde, die ja nun mal neben den einfältigen und wenig Einblick gewährenden stupenden Dialoge Hauptankerpunkte des Filmes sind, wirken aus heutiger Sicht schlecht inszeniert und bewegen sich ohne authentisches Acting am Rande der Lächerlichkeit oder wahlweise der überzogenen Härte.
Nach etlichen Jahren einer erneuten Sichtung kann ich dem Film nichts mehr abgewinnen.
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Mimuschka 2012/05/30 09:38:22
Antwort löschenoh, das ist schade. bei kam er genau andersrum an...
sikkmeidack
über Sublime 2012/05/30 01:14:32
Verstörend, beängstigend, verwirrend und sehr emotional. Der surreale Vorhof zur Hölle; eine poetische und gleichsam grausame Reise in vergangene Tage und ein Horrortrip in abseitige Albtraumwelten. Eine ruhige, sehr fesselnd und stilvoll erzählte Geschichte, die mit tollen Bildern und einer brillianten Wirkung auf vielfache, eindrucksvolle Weise Gedankenmodelle und Interpretationen zwischen Leben und Tod anstößt.
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sikkmeidack
über die Serie Die Sopranos 2012/05/28 20:01:38
So, ich bin mit der letzten Episode durch – Entzugserscheinungen halten sich in Grenzen – darf ich da wohl verraten, dass alle bis auf Veronica Ferris in einem Nuklearsupergau sterben? Nein, Spaß… Veronica Ferris schafft´s auch nicht.
Diese epische Serie hat Einiges zu bieten;
Die Sopranos ziehen einen in ihre Welten, in die verschieden Familien hinein… vor allem auch und im Besonderen in "La Famiglia".
Die über 80 Stunden Laufzeit hat man u.a. auch sehr geschickt für charakterliche Tiefenschärfen verwandt, die zu starken Identitätsbindungen des Zuschauers führten. Der Schauwert ist die meiste Zeit enorm hoch. Es gab Episoden und Situationen, die ob ihrer Intensität vermutlich für immer im Gedächtnis haften bleiben. Es wird nicht nur schlichtweg die äußerst brutale, aber effektive Arbeits- und Denkweise der Mafia betrachtet, sondern es werden viele Themen und Aspekte des Lebens auf nachvollziehbare, reflektierte und eindringliche Weise aufgezeigt.
Die interkulturellen, familiären, sozialen und amerikanischen Ambivalenzen, Doppelmoral, Bigotterie, psychologische Analogien, Deformationen und deren Zusammenhänge, die Spagate zwischen ausufernder Gewalt, Loyalität, Verrat, Freundschaft, Hinterlist, Paranoia, Liebe und Betrug werden ebenso brutal wie deutlich geschildert. Es gibt tatsächlich so viele Aspekte und Details in dieser Serie: they´re too many to mention.
Insgesamt haben mich die Sopranos aber nicht vollkommen überzeugt, weil es zu viele Längen, dramaturgische Gähn-Löcher und Plotverzettelungen gab. Hin und wieder wurde eine unangemessene Gewichtung auf Nebensächliches gelegt, während interessante Verläufe vernachlässigt in einer Sackgasse stehen gelassen wurden.
Wer Bock auf diese sicherlich beeindruckende Serie hat, einen langen Atem und ein Faible für´s Mafiagenre und psychologisch gehaltvolle Serien besitzt, sollte nicht nach der dritten Staffel alles hinschmeißen, denn wenn man das volle Ausmaß über diese wunderbare, zeitweise ärgerliche aber vor allem ambivalente Serie bekommen möchte, kommt man um meistens vergnügliche 86 Folgen nicht herum. Tipp: Nicht zu viele hintereinander schauen, sonst kommt es zu einem Überdruss, der sich dann wie folgt entladen könnte ;)))
Mein damaliges Originalhasspamphlet:
<<Drei Staffeln lang hab ich mir das reingekantet. Jetzt reicht´s. Diese fetten, italo-amerikanischen Mafia-cunts mit ihrem einfältigen Ehren-Kodex, dem ständigen Wangengeknutsche und ihrem hinterfotzigen Waschweiberklatsch reichen mir. Das Milieu, das ich an sich sehr unterhaltsam finde, gibt ordentlich Stoff her und das gereicht auch den Sopranos für ne ordentliche Einschaltquote; … aber ich bin aus diesem Pauly, Pussy, Junior, Big T… Anthony- Gedrissel mal so was von raus. Die Spannung, die hier aufgebaut wird, löst sich erst nach 2-3 weiteren Folgen oder, wenn man Pech hat, gar nicht auf.
Der Scheiß ist trotz aller feinfühligen Zwischentöne und seines guten Musicscores nicht mehr auszuhalten. "Die mach ich pulsarm kalt",… aber vorher werde ich 16 Tage mit heiserer, italienisch-bedrohlicher Stimme das Ganze ankündigen.>>
So kann man sich täuschen: Sie laufen auch noch nach 16 Tagen rum.
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niceeddy 2012/05/28 20:09:18
Antwort löschenBrav :-)
sikkmeidack 2012/05/28 21:21:35
Antwort löschenfür dieses gönnerhaft-joviale "brav" gibt´s einen lieb gemeinten Bauschuss ;)
niceeddy 2012/05/28 21:59:05
Antwort löscheneinen "Bauschuss" vom dementen Junior stecke ich locker weg ;-)
sikkmeidack 2012/05/28 23:03:16
Antwort löschenWer sind Sie?
"My fuckking hand is stock down the drain so I can not reach the fucking phone." Das war auch sehr lustig. I miss him.
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A-Wax 2012/05/29 00:23:57
Antwort löschenMit dem Kommentar kann sogar Tony Soprano einigermaßen leben. Wobei ich mich schon frage wo Du "dramaturgische Gähn-Löcher und Plotverzettelungen" erkannt haben willst. Aber sei's drum, das ist dann wirklich Ansichtssache.
Gleichzeitig darf ich mich für meine etwas sehr plumpe Art der Kritik vor ein paar Wochen entschuldigen. Da bin ich vielleicht doch ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.
sikkmeidack 2012/05/29 17:37:38
Antwort löschenAllet jut A-Wax.
sikkmeidack
über Beutegier 2012/05/28 14:28:47
Das ist ja mal ein ganz schlechter Beitrag und DAZU hat Jack Ketchum nicht nur die Buchvorlage, sondern auch noch das Script geliefert. Bravo. Phänomenal. Neben den Titeln, die ich schon gelesen habe, werden alle übrigen restlos gestrichen.
Erbärmlich, stümperhaftes Filmchen mit dämlichem Plot, schlechten Effekten, hirnlos handelnden Darstellern und knauseriger Atmo (in den meisten Szenen ist Nacht, in einer Szene in den Bäumen jedoch dann aber Tag – kommt sich nicht so genau). Das kann ich nicht begreifen,… da sind doch auch Horrorfans an der Produktion beteiligt. Sagt denn da keiner: "Hey Leute, der Topf auf dem Lagerfeuer sieht aus wie rote OBI-Baumarktfarbe mit einer verpackten Schweinshaxe darin"?- oder denken die sich dann, "ach komm, das Projekt haben wir eh schon gegen die Wand gefahren, wir ziehen das jetzt unmotiviert und uninspiriert bis zum Ende durch."? Hier wird so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und noch darüber hinaus. Respekt.
Die verwilderten Kinder haben mich so genervt und *obacht* Spoiler: nach 2-3 Generationen haben die grundlos Ausgewilderten komplett ihre Menschlichkeit und ihre Muttersprache verloren/eingebüßt und sind zu Kannibalen mutiert, die gutturale Laute von sich geben und wie Frühzeitmenschen aussehen. Alle Achtung: das scheint plausibel.
Schlechter Gore-Verrecker. Ganz unten.
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sikkmeidack
über Scary Movie 2012/05/26 03:47:14
Beiläufig nochmal geschaut. Pubertätsflachzotenlieferant. Hirn aus. Zwerchfell an. Doofy ist großartig, aber auch der ständig vergessene, überfahrene oder misshandelte Cody aus Teil 3 machen Spässken.
Gail, die Reporterin fragt in einer Pressekonferenz etwas und der Beamte fragt zurück: "Die Informationen waren streng vertraulich, woher wissen Sie das?“ Bevor sie antwortet, meldet sich der HilfszuarbeiterSheriff Doofy zu wort und sagt: "Gail schluhuckt"
"Die Sportlehrerin Miss Man: "Fühlst du dich unten rum nicht frisch? Hast du eine Abneigung gegen deinen weiblichen Geruch?" Hodenslam!
Eigentlich ist der Erste der 2t-schwächste Teil der Serie, insgesamt aber eine zotenreich bestückte Absurdität, die nicht seltig lustig ist.
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sikkmeidack
über Fight Club 2012/05/21 13:27:53
A life less odinary. Edward Norton (im Film namenlos) leidet unter Insomnia, ist gefangen in sinnfreien Alltagsstrukturen, die ihn langweilen und krank machen. Der antikonforme, tabulose Tyler Durden tritt in sein Leben und inspiriert ihn, nimmt eine vorbildhafte, heroische Personifizierung in seiner Denkstruktur ein, die für ihn Ausweg und Erlösung verheißt. Es wird brutal. Sie schlagen sich übelst in die Fresse. Doch der Schmerz ist nicht negativ belegt… - ganz im Gegenteil: Lebendigkeit, Freiheit und Ausgeglichenheit führen X zu einer sicheren Selbstwahrnehmung. Es entsteht ein Gefühl, das er mit anderen teilt und das sich zu einer Art Bewegung, zu einem Kult entwickelt. T. Durden bringt ihn in Grenzsituationen, wo es existenziell nur noch um Leben oder Tod, um das Festhalten oder Loslassen geht. Wenn der Verlust die Hauptangst ist, wie befreiend ist es dann, wenn man nichts zu verlieren spürt.
Weiter über die Geschichte zu berichten wäre für all jene, die den Film noch nicht gesehen haben, unverantwortliches Spoiling.
Für mich ist das eine revoltierende, Struktur brechende Antithese zur kapitalistischen Orientierungslosigkeit. Körperlich spürbare, teilweise autoaggressive Konformitäts-Brüche, eine Rebellion paralytischer Gesellschafsdeformationen. Ambivalenz, Revolution, Eskalation und zerstörerische Anarchie mit Aussicht auf Neues.
Meisterwerk.
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JackoXL 2012/05/21 13:33:03
Antwort löschenMeisterkommentar zum Meisterwerk.
sikkmeidack 2012/05/21 13:37:35
Antwort löschenthx. Jax.
niceeddy 2012/05/21 16:27:25
Antwort löschenIch bin Jack´s vollkommenes Defizit an Kommentaren, deiner reicht aus.
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Anoirja 2012/05/21 18:51:49
Antwort löschenAch, da sind sie dann ja auch - die Punkte, die ich nach deinen gestrigen markanten Worten vermisst hatte. Was anderes hätte ich eigentlich auch nicht erwartet. Good-oh!
TheAtticChild 2012/05/22 11:59:09
Antwort löschenYES...OH YES...
sikkmeidack
über Nightmare on Left Bank 2012/05/16 13:38:58
Letztlich ist der Film ein sehr gelungener Mystery-Genre-Crossover ohne besonders heraus stechende, actionreiche Situationen. Er überzeugt mitunter durch seine fabelhaften Bildkompositionen. Sie sind ästhetisch, eindringlich, berührend und stimmungsvoll. Der Sound/Musicscore fügt sich glänzend ein. Die Alltäglichkeit wird authentisch transportiert… und man kann den durchweg guten Darstellern in ihre Gedankenwelten folgen, aber bei der Dramaturgie wird sich mitunter mehr Zeit genommen, als eine durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne aushält, ohne gelegentlich abzuschweifen.
Insgesamt eine glänzende Bereicherung, die frisch und eigenständig einen alten Entwurf neu, glaubhaft und unterhaltsam mit viel Verve dar zeigt.
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Anoirja 2012/05/17 19:05:46
Antwort löschenIch bin zwar nicht ganz so begeistert wie du gewesen, aber den annehmbaren Mix aus ruhigem Drama um Identitätssuche und "Wicker Man"'sche Folklore-Horror fand ich immerhin ganz gut.
PS: Eigentlich wollte ich auch nur kundtun, dass ich erfreut bin ob deiner nicht lang angehaltenen Off-Phase. Da hat dich die Cunnus Diaboli ja schnell wieder ausgeworfen. :D
sikkmeidack 2012/05/17 21:42:56
Antwort löschenJa, zum Glück... "Cunnus Diaboli" ... lächel... Ich schätze Menschen wie dich, die mich intellektuell stimulieren ;)
Bin grad noch ein wenig geschockt, weil stalker sich nun auch verabschiedet. Dass er geht, macht mich wirklich fertig. Er war mein erster ´Freund´ hier bei MP, anyway -change subject-
Ich hätte vermutet, dass der Film bei dir noch einen Tick besser abschneidet. Ich wollte ihn dir schon empfehlen bis ich sah, dass du ihn schon gesichtet hattest.
Anoirja 2012/05/18 06:03:49
Antwort löschenOh, danke! :)
Ja, bei Mystery-Horror schlage ich in der Regel schon ziemlich schnell zu - es sei denn, es handelt sich um Hollywood-Kram oder übelsten Trash, den ich intuitiv frühzeitig aussortiere.
Ich bin ja erst sei ca. 1,5 Jahren hier und bisher betreffen mich die Fortgänge eher weniger. Mit den meisten dieser User war ich auch nicht befreundet - bis auf einen und einen weiteren, der aber schon einige Zeit vor der großen Welle den Absprung gemacht hat. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass als Hauptargument die News angeführt werden. Die waren auch schon vor 1,5 Jahren ähnlich uninteressant für mich wie heute. Für meine abseitigen Filmvorlieben habe ich ganz andere Seiten im Netz, die mich über aktuelle Vorhaben auf dem Laufenden halten. Ich bin hier, um mich mit ein paar coolen Leuten über Filme auszutauschen - und das klappt doch ganz wunderbar via Dashboard und den Kommentaren. Immerhin habe ich so schon einige sympathische Leute wie z. B. dich kennengelernt und es sind auch noch nach mir feine neue Leute hinzugekommen. Warum gehen, wenn es hier doch noch einige Personen gibt, mit denen amüsante Plauderstündchen inkl. liebevoll scharfzüngiger Unstimmigkeiten genossen werden können?! Ich bin wohl auch immer noch etwas zu selten hier, so dass mir die scheinbar negative Entwicklung nicht wirklich aufgefallen ist.
Oha, jetzt ist es bereits 6 Uhr morgens und ich muss dringend ins Bett. Nighty-night. :)
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sikkmeidack 2012/05/18 17:46:11
Antwort löschenAn mir ist diese Entwicklung auch vorbei gegangen. Ich find´s schade und grade bei stalker war ich schon echt traurig. Was soll´s? Als ordentliche Hedonisten stoßen wir virtuell an. Druschba und Skol ;)
Anoirja 2012/05/19 19:02:00
Antwort löschenÀ la vôtre. ;)
sikkmeidack
über The Dark Knight 2012/05/16 01:28:36
Das Franchise `Batman` hat myriadenfache Adaptionen gefunden, doch hier ist es zur exemplarischen Perfektion geraten. Eine ausführliche Zusammenfassung der einzelnen herausragenden Faktoren würde sich unwesentlich von allem bisher Beschriebenen abheben und ist somit obsolet.
-warum denn so ernst?-
Nachtrag:
Bei Kostümevents sollte man es tunlichst vermeiden einen verschmierten Heath Ledger Joker zu mimen - das ist durch. Scarecrow aus den ersten beiden Teilen der neo-Trilogie schafft da deutlich mehr Impact.
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Mimuschka 2012/05/16 11:06:38
Antwort löschenschön dich mal wieder zu lesen :-)
sikkmeidack 2012/05/16 11:24:29
Antwort löschenthx. schugga.
sikkmeidack
über Chronicle - Wozu bist du fähig? 2012/05/04 21:44:13
Selten zuvor konnte ich filmische Situation so nachempfinden, die Freiheit so schmecken, spüren, erleben.
Genialst inszeniert und durch die Handcam im first-view-Modus mitfühlend, bleibt man ständig nah und märchengleich im gezeigten Modus. Leider verzettelt sich das Ding hintenraus für mich ein wenig im Kleingedruckten und ich wurde fast schon a bisserl zornig,- unterm Strich aber ein pulstreibender Film, der Träume in die Realität reißt.
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KonTaicho 2012/05/16 15:26:17
Antwort löschengug mir den heute abend an, bin gespannt, ob er hält, was du versprichst. wobei meine bedenken dabei ziemlich gegen null streben ;)
als ich den trailer zuerst gesehen hab kam mir das ganze ziemlich "seicht" vor, andererseits steh ich ja brutal auf solches fantasy/sci-fi-zeug. ich bin mir eigentlich sicher, dass er mir gefällt :P
sikkmeidack 2012/05/16 18:53:37
Antwort löschenda bin ich mir auch sicher. Für mich war der Film ein echtes Erlebnis. Mal schauen, wie du den Materialschlacht-showdown zum Ende empfindest. Have fun.
sikkmeidack 2012/05/16 18:55:25
Antwort löschenverdammt, ich hoffe, du bist schon aufem Weg in´s Kino... ich habe ansatzweise gespoilt... - zur Strafe bügel ich mir gleich die Hände...
KonTaicho 2012/05/16 19:43:46
Antwort löschen:P ne kommt erst noch aber keine sorge, behalte deine griffel, brauchst ja noch um weiterhin inhaltlich hochwertige kommentare zu verfassen ;)
beste grüße :)
KonTaicho 2012/05/16 23:24:31
Antwort löschenauf jedenfall keine geldverschwendung ;)
allerdings haben mir irgendwie die übergänge gefehlt.. was wohl auch an der gewollt geschnittenen kameraführung lag ;)
danke für den tipp :)
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sikkmeidack 2012/05/17 03:02:32
Antwort löschenschön, wenn´s kein Reinfall war. Ich fand die Flugszenen traumgleich und atemberaubend.
KonTaicho 2012/05/20 18:04:14
Antwort löschenja, da geht einem tatsächlich das herz auf ;)
sikkmeidack
über die Serie Hung - Um Längen besser 2012/05/04 09:57:12
Sehr geile Serie mit überaus sympathischen Charaktere. Der Plot ist so absurd wie menschlich. Der tendenziell feinsinnige Humor äußert sich meist im eigenen Dauerlächeln, doch hin und wieder entwirft die Story Situationen, die unvergleichlich komisch sind und zum wiederholten Anschauen und Tränen in den Augen führen. Zu bemängeln ist, dass "Hung" -as far as I know- nicht fortgesetzt werden soll. Dafür gehen die Sopranos dann aber in die siebte Runde.
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TheAtticChild 2012/05/12 15:57:48
Antwort löschenEndlich mal jemand, der die Serie auch mag :-)
sikkmeidack 2012/05/15 16:33:40
Antwort löschenhi5clap ;)
sikkmeidack
über Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten 2012/05/04 00:45:16
Das macht wirklich Spaß, Sherlock Holmes mit nahezu übermenschlichen Fähigkeiten zu beobachten. Er sieht Situationen voraus, um ihnen gleichwohl mit spontan-genialem Blick oder listiger Planung zu entgegnen; er kombiniert anhand klitzi-kleinster Winzigkeiten große Zusammenhänge und geht trotz aller Unbill vernichtend-boshafter Attacken und aussichtsloser Situation dennoch als stoischer Sieger und als gerissener Held hervor.
Im ersten Teil funktionierte diese Formel in Zusammenhang mit dem übrigen brillierenden, sympathischen Cast und der üppig-realgetreuen Umgebungsdarstellung noch besser als hier. Die Dramaturgieschraube wurde angezogen; eine von einem Superschurken hergeleitete Konspiration die fast den ersten Weltkrieg anzettelte, ein Verschwörungskonstrukt sondergleichen… - aber unterm Strich… verbessert hat man es nicht.
Wer den ersten Teil mochte, wird hier im Abspann noch mal genussvoll die spannendsten Szenen des Filmes genießen.
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Schofferhofer 2012/05/18 07:39:48
Antwort löschenDie beeindruckendste Szene im Film war gleichzeitig auch die unnötigste/sinnloseste... Als die durch den Wald rennen und die ganzen Bäume in Slow Motion zerbombt, zerschossen, zerfetzt und _gegossen_-(IN SLOW MOTION) wurden hat das rein visuell echt Spaß gemacht. Allerdings war es (abgesehen davon das es gut ausschaut) auch vollkommen zweckfrei. Fand den Film generell auch sehr gut, nur das er meiner Meinung nach stellenweise etwas zu Aktion orientiert war.
sikkmeidack 2012/05/19 01:06:10
Antwort löschenStimmt, das habe ich in einer solchen Ausführlichkeit noch nie zuvor gesehen. Da hatte aber jemand mal richtig Spaß dran, Kleinholz zu fabrizieren und das highend zu inszenieren.
sikkmeidack
über Devil Inside - Keine Seele ist sicher 2012/05/03 23:29:13
Na, hier hat man sich aber einsilbig auf ein vermeintlich minderwertiges Filmprodukt eingeschossen. Lustig ist, dass man zwischen den Zeilen immer wieder liest oder auch allgemein hört, dass einige Szenen und Ideen durchaus überzeugten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Produktionen bekommt man hier genau das, was einem versprochen wurde, wenn die Erwartungsschwelle im Normalmodus oder drunter lief.
Die Geschichte wird zwar verbesserungswürdig aber immer stringent erzählt und trotz einiger Logiklöcher, die sich meistens aus der Plausibilität der Footage-Aufnahmen oder kleinerer dramaturgischen Mankos ergeben, kommt der geneigte Fan, der um diesen Film sowieso nicht herum kommt, durchaus auf seine Kosten.
*obacht-spoil* Frauentage-Blut auf der Linse.
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JackoXL 2012/05/03 23:34:35
Antwort löschenIgitt!:)
Jetzt schau ich mir den auch an.
ihre-herrlichkeit 2012/05/04 15:40:02
Antwort löschenIhhh. Und der arme Praktikant darf dann die Linse saubermachen.
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sikkmeidack 2012/05/04 20:01:55
Antwort löschenDer hatte vorher schon bei dem Streifen "Nymphomanische Lesbierinnen auf dem Bumsbomber nach Bangkok" durchgewischt und ist da abgebrüht. Eigentlich ist es ja auch *obacht* frisches Vaginablut. Die Besessene hat sich südlich einfach nur übermäßig aufgeregt, aber das landet dann blutig in der cam.
ihre-herrlichkeit 2012/05/05 02:36:10
Antwort löschenEs hängt ja auch sehr davon ab, an welchem Zyklustag die Blutung weggewischt werden muss. Am ersten Tag ist es heikler.
sikkmeidack
über Colin - Die Reise des Zombie 2012/04/25 00:36:19
Uppsie, na da verglimmt mir doch glatt die Zigarette ungeraucht und der Drink in der Hand wird schal. Subversives, low-budget-Kino mit sehr starkem Impact. Mittlerweile hat man die movement-sickness und die Wackelkamera-Optik überwunden… so dürfte das hier kein Problem sein, zumal die Authentizität dadurch tatsächlich enorm stark greift.
Es ist nicht nur eine neue Sichtweise des Genres, es ist für mich vielmehr auch eine Parabel auf das Andersartigsein.
Beklemmende Entfremdungen mit der Aussicht auf Nähe, ein Verloren gehen im Wahnsinn, das Erleben von Ausgrenzung und tief-menschliche, teilweise sentimentale Wünsche in Kombination mit innovativen Kamera- und Schnittskills, partiell übermäßig anschaulichen, schauspielerischen Momenten und einem fremdartigen Erleben, machen den Streifen sehenswert. Die Defizite, die mich davon abhalten den Film mit ner 10 zu bewerten, lasse ich mal außen vor.
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sikkmeidack
über Turistas 2012/04/24 14:06:10
Sehr stimmige Geschichte, die sich sukzessive zum wahren Horrortrip entwickelt. Die Zuspitzung der Story ist Regisseur John Stockwell gut gelungen. Er gibt der plausiblen Handlungsentwicklung mehr natürlichen Spielraum als es bei vergleichbaren Filmen üblich ist. Eine nachvollziehbare Folge an Fehlentscheidungen und zufällige Unwegsamkeiten führen die hedonistische Bacardi-Gruppe letztlich in´s ungeahnte Desaster. Die Vergleiche zu Hostel sind für mich substanzlos, denn Gewichtung und Intention liegen hier konzeptionell different. Wenn ich für mich spreche, so habe ich ähnliches erlebt, als ich in einer ausgelassenen Gruppe einem unbekannten Freak vertraute und mich plötzlich in einer völlig ungewollten Situa/Position wieder fand. Das Höhlentauchen ´is a pure nightmare´.
Großer Thrill, mäßiger Horror, überzeugender Film.
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jollyroger 2012/04/24 14:32:54
Antwort löschen"mich plötzlich in einer völlig ungewollten Situa/Position wieder fand"
Details, bitte!...:-)
sikkmeidack 2012/04/24 15:05:38
Antwort löschen...bei einem Drogenhändler neben einer Toilettenschüssel mit verdrehten Gliedmaßen liegend und meinem Erbrochenen auf mir. Ich hatte 3 Stunden lang nichts gefilmt. Erst, als jemand versuchte, die Tür einzutreten hielt ich es für ratsam, mein Bewusstsein wieder anzuknippsen... und ein Auge zu ;)
Mimuschka 2012/04/24 15:17:47
Antwort löschenich mag melissa george
sikkmeidack 2012/04/24 15:27:26
Antwort löschensie kam mir gleich so bekannt vor... stimme zu.
ihre-herrlichkeit 2012/04/24 15:39:46
Antwort löschenWhat the...oO
jollyroger 2012/04/24 16:13:40
Antwort löschen"...bei einem Drogenhändler neben einer Toilettenschüssel mit verdrehten Gliedmaßen liegend und meinem Erbrochenen auf mir. "
:D
horro 2012/04/24 17:30:33
Antwort löschenliebster sikk da geht mir das Herz auf, endlich ein Seelenverwandter, der diesen Film auch zu würdigen weiss ... hug :) ... welches Organ musste denn bei dir dran glauben ;)
Anoirja 2012/04/24 18:30:54
Antwort löschenOha! Den fand ich ja ähnlich lauwarm und "überzeugend" wie "JCs The Ward". ;)
TheAtticChild 2012/04/24 18:49:55
Antwort löschenIch mochte den auch...werde denn mal wieder schauen...dank deinem Kommentar!
horro 2012/04/24 19:22:46
Antwort löschen@Anoirja: aber von Carpenter hätte man auch etwas mehr erwarten dürfen; hier hingegen war Stockwell nach "Blue Crush" schon fast überraschend überzeugend ;)
Anoirja 2012/04/24 19:32:00
Antwort löschenIch wollte hier auch keinen direkten Vergleich anstellen, es ging da mehr um die amüsanten Beiträge unter meinem gestrigen Kommentar zum Carpenter-Film.
PS: Von Carpenter erwarte ich übrigens schon lange nichts mehr. ;)
horro 2012/04/24 20:16:53
Antwort löschenZum Thema Carpenter sind wir uns glaub ich einig, da darf man leider nicht mehr allzu viel erwarten. Aus diesem Grund müssen Filme die mit seinem Namen werben auch gnadenlos abgestraft werden. Turistas weist allerdings überraschend viele Facetten auf; viel mehr, als es auf den ersten Blick den Eindruck macht.
Anoirja 2012/04/24 20:29:13
Antwort löschenFür mich nicht, sorry. :)
sikkmeidack 2012/04/24 21:17:14
Antwort löschenZum Thema Carpenter darf man gar nix mehr erwarten. Sry, nach so einem Branding, solchen Filmen, die Geschichte schroben, ist es eine Frechheit und ein Schlag in´s Gesicht der Fans, so ein Markennamenprodukt finanzkräftig wie eine geschächtete Sau auszuschlachten. Das ist widerwärtig degoutant.
Und ich bin mit horro absolut d´accord, dass es sich hier um etwas qualitativ nicht mal vergleichbares, sondern um etwas frisches und gutes handelt.
sikkmeidack 2012/04/24 21:21:42
Antwort löschenAuaha, das liest sich, als wär´s gegen dich, geschätze Anja. Nun, wir grätschen schon mal auseinand´, aber das war kein persönlicher Affront.
Anoirja 2012/04/24 21:52:51
Antwort löschenDon't panic! Ich habe das schon richtig verstanden. Kein Verständnis hingegen habe ich für eure überaus positiven Worte, was dieses öde Machwerk angeht. Macht aber mal wieder nichts. Ich möchte eure Lobhudelei nun auch nicht weiter stören und wünsche noch einen schönen Abend. :)
sikkmeidack 2012/04/24 22:25:48
Antwort löschenLobhudelei... hmmm... ich fand den schlicht gut? Have a nice eve too, schugga.
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horro 2012/04/24 22:48:26
Antwort löschensikk, hast du denn mal Zeit mit mir nach Brasilien zu reisen und ein paar der Originaldrehorte zu erkunden ... wär doch was oder? ;)
sikkmeidack 2012/04/25 00:10:06
Antwort löschenNa, aber sichi. Ich möchte aber nur die von Touristen gemiedenen Buchten erkunden, um dann gefesselt blind in einer Augenklinik wach zu werden. Der Abend wär dann aber den Verlust der Optik wert gewesen... "Liegst DU da, horro?" --- "Ich glaub, schon" --- "War ganz nett gestern abend... oder?" --- "Jepp, aber ich seh nix mehr"--- "ja-ja... aber war doch okay, etwa nicht?"--- "Wer ist da?"
sikkmeidack
über Run, Fatboy, Run 2012/04/20 14:10:39
So simpel wie effektiv. Sehr sympathische, englische Komödie mit Simon Pegg, der mich mal wieder klasse bespaßt hat. Lots of laughs, liebenswert-schrullige Akteure, lustige Ideen, eine triviale aber spaßige und teilweise rührende Geschichte, die mit hohem Identifikationswert aus dem underdogloser den Helden macht und mit einem schmissig-unpeinlichen Soundtrack für ein permanentes Grinsen und unbekümmerte 1,5 Stunden sorgt.
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sikkmeidack
über The Grey - Unter Wölfen 2012/04/17 11:39:04
The Grey ist nicht nur ein plumper Action-Survival-Thriller in der Tundra, sondern auch durchaus ein Film mit philosophischem Ansatz über das Sterben, den Verlust, Sehnsüchte…
Nur allzu menschliches wird hier unpathetisch, aber sehr eindringlich gezeigt. Sowohl die packenden Szenen voller atemloser Spannung, als auch die ruhigen, erzählenden Momente werden in einer gelungenen Form dicht an den Zuschauer gebracht. Schnitte zwischen geborgenen Traumsequenzen und peitschender, beinharter Realität ließen mich mehr als ein Mal erschau(d)ern.
Mir wurde kalt und auch die Strapazen der Protagonisten waren spürbar… die Angst, dieses nackte, archaische ausgeliefert sein in einer freien unwirtlichen Landschaft, sind authentisch und mit einem attraktivem Schauwert umgesetzt worden.
Lebe und stirb heute Nacht. Nachhaltiger Eindruck. Es bueno.
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lieber_tee 2012/04/17 12:11:35
Antwort löschenBin überrascht das der dir so gut gefallen hat. Aber schön das du deinen Spaß hattest.
bobo-lemon 2012/04/17 12:36:27
Antwort löschenIch wünschte, ich könnte ihn nochmal mit euren Augen sehen...
sikkmeidack 2012/04/17 16:39:33
Antwort löschenMeine Augen gibt´s nur über meine Leiche (ich sollte aufpassen, wie ich sowas formuliere ;-)
Hab grade eure Kritiken gelesen bobo u tee. Duffy´s schon vorher. Ich fand den gar nicht so sehr Hollywood. Ich glaub sogar, dass viele US-Amerikaner das Kino mit langen Gesichtern verließen, (und es waren keine Pferde) weil es eben vielschichtiger und weniger actionlastig war. Vielleicht nochmal ne Neusichtung bei Verleih-Release? Ich bin gerne eine Blockbuster-Pupsbrosche aber hier hatte ich kaum Flatulenzen.
bobo-lemon 2012/04/17 17:52:24
Antwort löschenIch hatte mich ja echt so sehr auf den Film gefreut und wollte den auch unbedingt gut finden, weil es viel zu wenig Abenteuerfilme, viel zu wenig Mensch-gegen-Natur-Dramen gibt. Aber als der erste offensichtliche Computerhund auftauchte, ahnte ich schon schlimmes. Dazu kamen diese total übertriebenen (Monster-)Wolfsgeräusche gepaart mit seltsamen Lichtkonstellationen und hektischer Wackelkamera-Action, die dem komplett vorhersehbaren Über- und vor allem Ableben dieser stereotypen Lagerfeuerphilosophen die Krone aufsetzten. Natürlich ist THE GREY meilenweit vom gängigen Blockbustergepupse entfernt, kann sich aber leider nicht völlig von dessen Konventionen befreien.
Und ich hab mich falsch ausgedrückt: es genüge natürlich nicht den Film nur mit deinen Augen einer erneuten Sichtung zu unterziehen, wenn ich dabei nicht auch Zugang zu deinem präfrontalen Cortex und den passenden Synapsen bekäme! Da hilft dann auch kein Organspendeausweis.
horro 2012/04/17 17:59:36
Antwort löschenDanke liebster sikk, du gibst mir die Hoffnung zurück, dass auch mir dieser Film gefallen wird ... hast die Stimmungsbilder übrigens sehr schön eingefangen :)
sikkmeidack 2012/04/17 19:27:17
Antwort löschenMerci horro. Nix wie rein. Ich übernehme die volle Verantwortung (wenn ich da mal nicht übelst in Regress genommen werde :-/ )
Achso bobo-lemon; ich dachte, dir würde es reichen den Film, mit den Augen von Duffy und mir auf dem Schoß oder dem benachbarten Kinosessel nochmal zu schauen ;)
Kann deine Kritikpunkte nachvollziehen; ist aber zu meinem Glück nicht ausschlaggebend gewesen.
sikkmeidack 2012/04/18 11:45:18
Antwort löschenBy the way; wer dem Film durch das Sitzen bleiben beim Abspann mit dieser schönen Musik Respekt zollt und vielleicht noch ne Träne wegwischen möchte, bekommt noch eine 4-5 sekündige Szene zu sehen.
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bobo-lemon 2012/04/18 12:57:55
Antwort löschenUnd an dieser Stelle geht kein Dank an das Cinemotion in Bremerhaven: Dort wird sofort zu Beginn des Abspanns die Putzbeleuchtung hochgefahren. Prima. Nachdem alle anderen Banausen sowieso sofort aufgesprungen sind und ihre Iphones wieder angeschaltet haben, um ihren 1000000 facebook-Freunden mitzuteilen, wie blöd jetzt das Ende von THE GREY war, wollte ich einfach in Ruhe sitzenbleiben und den Film bis zum wirklichen Ende schauen. Leider schafften es die fünf (!) übermotivierten Kinomitarbeiter mit ihrer sofortigen Reinigungsaktion in mir ein schlechtes Gewissen zu wecken, da sie bei meinem Sitzstreik umständlich um mich herum hätten kehren müssen. Also griff ich mir meine leere Flasche Bier, machte den Putzteufeln artig Platz und guckte mir den Abspann dann zu Hause auf Youtube an. So macht Kino keinen Spaß.
lieber_tee 2012/04/18 13:16:15
Antwort löschen... treffend beschriebenes, traurig-typisches Film-Abspann-Erlebnis im Kino. X-mal selbst erlebt, x-mal tierisch wütend darüber gewesen, Unmut des öfteren geäußert, nichts geändert worden. Ich bin langsam müde über meine unaussprechlich beschissenen Kinobesuchen mich zu ärgern und habe meine Konsequenzen daraus gezogen...
sikkmeidack
über GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia 2012/04/13 14:55:53
Change generation.
Bislang hieß es, man müsse als Mann neben Baum pflanzen, Kind urbanisieren und anderem Geschissel, unbedingt `der Pate` schauen. Nun, ich bin ein Mann, aber…
mir verrecken alle Pflanzen und den Marlon Brando-Versuch als den Don kann ich mir nicht noch mal reinkanten und dann doch wieder er- und abbrechen.
DER Mafia-Film mit den genialsten Szenen, den überzeugendsten Schauspielern, der Übelkeit erregenden, artifiziellen Härte und latenten Überbordung ist Good Fellas. Während des Betrachtens habe ich ständig das Gefühl, dass jemand am Zünder einer Handgranate rumnestelt oder mit einem Feuerzeug spielerisch die Flamme unter eine kurze Lunte eines Sprengkörpers mit starker Wirkung hält.
Unbehaglich-genial mit einer faszinierenden Dramaturgie.
Episch.
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