Cohens Humor basiert im wesentlichen auf originellen Beleidigungen. Das ist an sich nicht schlimm, funktioniert aber halt nicht für jeden und meistens nicht besonders lange. Aber wer auf sowas steht, der wird's lieben.
"Es muss darum gehen, wie sich die Hauptperson zum Besseren verändert", hat John Lasseter mal über das Erfolgsgeheimnis der Pixar-Filme gesagt. Dieses Rezept funktioniert keineswegs nur für computeranimierte Trickfilme, wofür "Ziemlich beste Freunde" ein beeindruckender Beweis ist.
Freilich ist es damit nicht getan. Das Thema erfordert ausgeprägtes Stilgefühl und würde zum Beispiel ganz schlecht zu der funèsschen Blödeleientradition passen, von denen französische Komödie sich oft so schwer lösen können. Aber davon gibt es hier gar nichts. Stattdessen haben wir Figuren, die die Komik voll ausschöpfen, die in ihrer Charakterzeichnung angelegt ist, aber nie überzogen wirken.
Das ist natürlich vor allem eine schauspielerische Meisterleistung. Vielleicht macht ja mal jemand amerikanisches Remake, sagen wir zum Beispiel: Mit Eddie Murphy und Jack Nicholson. Dann wird man erst zu schätzen wissen, was François Cluzet und Omar Sy hier machen.
Na ich weiß nicht... Bei allem gebotenen Respekt gegenüber einem Film, der diplomatische Verwicklungen mit einem Arschloch wie Nursultan Nasarbajew auslöst: Ich habe schon mehr gelacht. Zum Beispiel bei "Brüno". "Borat" tut vor allem weh, lustig ist anders.
Aber vielleicht werde ich auch bloß alt. Oder ich trinke zu wenig Alkohol.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sowas schrecklich Bildungsbürgerliches schreiben würde, aber bittesehr: Man sollte sich den hier auf jeden Fall im Original mit Untertiteln anschauen, die deutsche Synchronisation von Lothar Blumhagen ist nämlich derart unpassend, das versaut den ganzen Film.
Und das wäre ja schade, denn das ist schon sehr gelungen, wie Kieślowski den Film langsam auf einen Höhepunkt zusteuern lässt, der letztlich nichts anderes als eine philosophische Betrachtung über Schicksal und Gerechtigkeit, und dabei erstaunlicherweise nie Langeweile aufkommen lässt.
Selbst, wenn man davon absieht, dass das Ende etwa nach zehn Minuten vorhersehbar ist, bleibt das doch vor allem ein relativ schwaches Drehbuch. Es wird vielleicht Absicht sein, dass Chloes Motivation im Dunkeln bleibt, aber es gibt leider nichts an der Figur, was die Lücke irgendwie füllen könnte. Sie ist weder ein unheimlicher Succubus, der nur aus schierer Bösartigkeit handelt, noch ist sie eine geistesgestörte Stalkerin, und wenn sie ein armes kleines Mädchen sein soll, das sich nur nach Liebe sehnt, dann erklärt uns auch niemand, warum daraus eine solche Intrige erwächst.
Immerhin machen alle Beteiligten dann wohl noch das Beste aus dem mageren Stoff, vor allem Liam Neeson und Julianne Moore, die aber auch das Glück hatten, zwei nachvollziehbare Charaktere zu erwischen. Amanda Seyfried gibt zu erkennen, dass sie über ein gewisses Talent verfügt, aber angesichts der Umstände nützt ihr das einfach recht wenig.
Wer ausgezogen ist, das Fürchten zu lernen, braucht den hier jetzt nicht unbedingt aus der Videothek mitbringen. Und zum kaputtlachen ist "Rare Exports" auch nicht; vielmehr ist es wirklich beeindruckend, mit welchem tierischen Ernst die Finnen ihre verrückte Grundidee hier durchziehen. Also, mir hat's gefallen.
"The Answer Man" nimmt sein eigenes pseudospirituelles Geschwurbel ganz und gar nicht ernst, und am Schluss hat man trotzdem das Gefühl, man hat aus dem Film irgendwas wichtiges gelernt. Man weiß aber überhaupt nicht, was das sein könnte. Ich finde das großartig.
Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum viele Leute immer diese alten Schinken ausgraben müssen, wenn es um die ohnehin blöde Frage nach den "besten" Filmen aller Zeiten geht, denn auch wenn man zugestehen muss, dass so etwas wie "Die sieben Samurai" in den 50ern in Anbetracht der technischen Möglichkeiten sicherlich sensationell großartig war, sind inzwischen natürlich jede Menge "bessere" Filme gemacht worden - nicht zuletzt WEIL die Technik besser wurde. Vielleicht gibt es wenige, die so einflussreich sind, aber bessere Unterhaltungsprodukte hat die Welt seit 1954 durchaus hervorgebracht.
Ein Klassiker ist das natürlich trotzdem und es ist wirklich beeindruckend, wie wenig der Zahn der Zeit an diesem Kinoerlebnis genagt hat. Zweieinhalb Stunden ohne Langeweile kriegen, unabhängig von der Technik, noch immer die wenigsten hin.
1. Es ist kein "Unterhaltungsprodukt", 2. eben, es war 1954, und 3., Deine 8 Punkte sind dem Film angemessen. Ich freu mich ja immer wenn überhaupt mal ein oller s/w Film mit spröden Dialogen und fremden Ländern und ohne CGI Beachtung findet. Und dieser verdient es.
Ich benutze das Wort "Unterhaltungsprodukt" in einem sehr breiten und grundsätzlich positiven Sinn.
Darin enthalten ist mein möglicherweise etwas bornierter Grundsatz, dass ein langweiliger Film nicht gut sein kann. Normalerweise bedeutet das, dass Filme (subjektiv für mich) altern. Weil die Sehgewohnheiten von 54 eben nicht zu denen von 2012 passen. Andererseits stelle ich immer wieder fest, dass gutes Storytelling die Zeit überdauert und einen Mangel an "Eyecandy" gut wettmachen kann. Das macht z.B. die Qualität von "Die sieben Samurai" aus, und in diesem Sinn ist er zwar erst recht ein großes Kunstwerk, aber eben auch ein großartiges Unterhaltungsprodukt.
nzwischen sind also "bessere Filmé" gemacht worden?
So wie Binz und andere etwa "bessere" Autos gebaut haben?
Diese rein vordergründig quantitativ orientierte, mainstreamige "Konsumentenhaltung" ist manchmal schon unerträglich.
"Die sieben Samourai" ist ein Meisterwerk, das auch mit und von der entsprechenden "Alterspatina" lebt und der künstlerisch, theatralischen Darstellungsweise und Art und einer humanistischen Message eben genau dieser Epoche, in dem es gedreht worden ist.
Nur weil es eine neue "Cola Coka" gibt, sind dadurch nicht alle anderen Getränke obsolet geworden und guter Geschmack lässt sich nicht verbessern, sondern höchstens verwässern, ...!?
Und zum Thema "Unterhaltungsprodukt":
So ist es vorstellbar und nur gelinde akzeptabel, das einige den Verwertungsinteressen der Konsumindustrie komplett in Affirmation dessen unreflektiert aufsitzen und daher künstlerische, erhebliche Qualität besonders am Geldwert und den damit ursächlich profitabel verbundenen "Unterhaltungsinteressen" wacker abgleichen müssen, aber trotzdem immer wieder bedauerlich, so etwas mitlesen zu müssen, bei allem Respekt, ..
Ach Brentano, wenn Sie wüssten, wie ich Sie beneide. So einen auserlesenen Geschmack wie Sie hätte ich auch gern. Aber ich bin da leider kläglich gescheitert. Habe sogar studiert, um den nötigen intellektuellen Zugang zu bekommen! Aber es hat nichts geholfen: Noch immer kann ich ein Meisterwerk oft selbst dann nicht erkennen, wenn mir ganz viele kluge Menschen (wie Sie) erzählen, dass es eins ist, und noch immer empfinde ich nicht die nötige Abscheu vor den kapitalistischen Circensi der Kommerzteufel aus den bekanntermaßen kulturlosen USA. Dass ich es da wage, Sie mit meinen unqualifizierten Ansichten zu behelligen, ist natürlich unerhört, aber so sind wir Unterschichtsmenschen eben, nicht wahr? Dumm, laut und respektlos.
Aber sehen Sie's positiv: Ohne Leute wie mich hätten sie ja kaum Gelegenheit, ihr geistige Überlegenheit zu demonstrieren.
Aber nichts zu danken. Für Sie mache ich das doch gerne.
Ja Danke, war mir doch ebenso eine Ahre, das Sie sich dazu hergegeben haben, Ihre persönliche Meinung zu dem von mir vorgetragenen Ansinnen wie spezifische Erläuterungen zum angesprochenen Film hier Kund getan haben.
An dem angenehm gehaltenen Stil Ihrer Antwort erkenne ich mit Freude, das gewisse Rudimente höherer Bildung nicht spurlos an Ihnen vorüber gezogen zu sein scheinen, Sie aber trotzdem irgendwo auf dieser Strecke etwa immun gegen das Empfinden tieferer Befriedigung in Form hoch dosierter FilmKunst geworden sein mögen!?
Das ist es im Grunde was ich zutiefst bedauere, (Ihre Person bleibt mir menschlich relativ, da unbekannt, hoch geschätzt, ..) und ich somit weiteren Ausführungen in Form Ihrer Rezensionen mit tiefem Misstrauen entgegen sehe, in denen eventuell, wie schon öfter in unserem diesbezüglich Austausch von mir (und anderen Feingeistern, ... ein bis zwei oder auch drei?) hoch geschätzte, filmische Werke von Ihnen schnöde, bis zur Unkenntlichkeit dessen denunziert worden sind.
Frdl Gruß, B.
@Brentano Warum kritisierst du ihn,nur weil er das Wort Unterhaltung im Mund hatte und dem Film keine 10 Punkte sondern 8 gab ?Du bewertest Herr der Ringe mit 5 Punkten,bist du deshalb auch ein Stümper ?Hast du das Buch gelesen ?Dann wäre dir aufgefallen wie viele Parallelen es zum Genre Mythos gibt,HDR als einfache Märchenstunde oder Fantasy abzutun ist auch nicht sehr intelligent ^^Nicht umsonst gilt das Werk des Hernn Tolkien als Mythos des 20. Jahrhunderts und wurde mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.Lies vllt das Silmarillion von Tolkien,ist besser als Ilias,Edda oder die Nibelungen.Ist jetzt nicht bös gmeint,versteh deine Art zu denken einfach nicht.
Tolkien (dem sicher Ehre gebührt) gegenüber Homer und gewachsenen Sagen wie den Nibelungen auszuspielen, ist die Art von unachtsamen, oft anzutreffendem "Nichtwissen", die ich bedaure, aber die (meiner Ansicht nach,..leider,...) bei dir und anderen hier im Movie-Forum bisweilen arg "geballt" anzutreffen ist.
Und die simpel gestickte, devot und unterwürfig haltende, wie Untertanen Haltungen "durchgängig" zelebrierende, feudalistische Beweihräucherung von Machtstrukturen und entfremdender HERRSCHAFTSAUSÜBUNG als "großes Oevre" ("HERR der RINGE"-SAGA) zu beschreiben,....
(5,0 Punkte waren dafür noch gnädig gesetzt, ..)
- zeigt doch ebenso, wie weit viele im Sumpf der (sie ebenso mächtig) "beherrschenden Ideologien" versunken sind und wie sie ihre eigene Entmündigung darin, in solchen und ähnlichen Filmen/Büchern recht schematisch beschrieben, sogar noch als "befreiend und großartig"(!) abfeiern, sorry, ... dito
Und was die angebliche "Nobelpreiswürde" für Tolkien angeht, wird dieser ihm seit etwa 50 Jahren verweigert, u.a. mit Argumenten wie:
"Tolkiens Prosa „wird nicht im geringsten Maße einer Geschichtenerzählung höchster Qualität gerecht”, schrieb Mitglied der Jury Anders Österling"...
Da fragt man sich, wo die in Hollywood das ganze Geld eigentlich immer hinstecken, wenn irgendwelche spinnerten Finnen für ein zwanzigstel eines normalen Blockbuster-Budgets sowas produzieren. Werden wir wohl nie erfahren. Was wir aber hoffentlich bald erfahren ist, was die spinnerten Finnen zustandebringen, wenn sie zwanzigmal so viel Geld haben. Ich nehme an, einige von denen dürften wohl schon ein Häuschen in Los Angeles haben...
Eigentlich ist "Unknown Identity" wirklich nicht schlecht, aber irgendwas stimmt nicht mit diesem Film. Da passieren ein paar Sachen, die einfach keinen Sinn ergeben - warum zum Beispiel ist die Eisenhower-Suite beim Einchecken ins Adlon nicht auf Harris reserviert? Und warum bekommt Liam Neeson von January Jones den Tipp mit dem Koffer am Flughafen? Es sieht fast so aus, als hätte es da ursprünglich noch einen zusätzlichen Twist geben sollen, der dann aber rausgestrichen worden ist zugunsten des aktuellen Endes. Das wäre einigermaßen dämlich, denn die Erklärung des ganzen Mysteriums taugt so eigentlich nicht besonders viel... Ich bin verwirrt!
Ach, mein Gott, naja, ein schlechter Film ist das nicht. Spannend, stilvoll, ordentlich gefilmt, atmosphärisch, und Jennifer Lawrence hat die Rolle zwar bloß deshalb gekriegt, weil sie mit ihrem runden Landpomeranzengesicht eben die Hollywoodversion einer Plain Jane ist und die ganzen richtigen Plain Janes in der Zielgruppe sich ja mit ihresgleichen identifizieren wollen, aber sie macht ihren Part schon ganz gut, und die anderen Schauspieler sind auch okay, soweit sie irgendwas halbwegs Intelligentes zu sagen haben.
Aber diese Story! Himmel Hilf!! Kinder kämpfen auf Leben und Tod gegeneinander, um irgendwen für irgendwas zu bestrafen, was vor einem Dreivierteljahrhundert passiert ist? Echt jetzt? Ich hab's keine Sekunde lang geglaubt.
Im Kino hab' ich noch zu meiner Begleitung gesagt, die Autorin muss schon länger im Geschäft sein, wenn sie weiß, dass sie mit derart schlampigem Worldbuilding durchkommt, aber die Gute hat das entschieden bestritten. Ein echter Fan eben. Wie sich aber herausstellt, schreibt Suzanne Collins tatsächlich seit 20 Jahren Drehbücher für Kinderserien auf Nickelodeon, und, nun ja, das ist dann auch in etwa das Niveau, mit dem man es hier zu tun hat.
Aber bitte, wenn's funktioniert. Vielleicht dreht ja irgendwann jemand einen vernünftigen Film mit der ganzen Kohle, die die Produktionsfirma da jetzt scheffelt.
Super Idee, den Agentenklamauk mit einer RomCom zu fusionieren, da hat man den perfekten Film für Mädels und Jungs. Im Ernst. Das klappt wirklich. Und recht witzig ist es auch noch.
Die ganzen frustrieren Singles hier, die eigentlich vor allem selber gerne Chris Pine oder Reese Witherspoon wären, die braucht man ja gar nicht beachten.
Richtig, weil nur frustrierte Singles sich beharrlich weigern, den feinen Hintersinn einer RomCom zu kapieren und der Meinung sind, Agentenklamauk müsse wenigstens witzig sein, um als Klamauk zu gelten, so im Stil von "Spione wie wir"...
Oh, sorry, wollte niemanden vernachlässigen. Ich bin sicher, Leute die einfach bloß mit ihrer Beziehung unzufrieden sind, finden den vielleicht auch nicht lustig. ;)
Ich war bis vor kurzem der Meinung, Colin Farrell hätte erst letztes Jahr für "The Way Back" schauspielern gelernt, aber es stellt sich heraus, dass er schon vorher zumindest ein gewisses komödiantisches Talent gehabt hat. Naja, vielleicht nicht der ganze Colin Farrell, aber jedenfalls seine Augenbrauen.
In Brügge war ich übrigens schon mal. Is'n verdammtes Scheißkaff.
Man tut sich wirklich schwer, diesen Film nicht zu mögen. Aber wenn man ehrlich ist, wandert er ebenso ziellos umher wie seine Hauptfigur, und recht viel Spannung kommt dabei nicht auf. Ich nehme an, im Kino können die wunderbaren Landschaftsbilder aus dem amerikanischen Westen das ausgleichen, aber für einen kleinen Bildschirm ist "Into the Wild" eher nichts.
So, das ist natürlich alles Quatsch, aber so ist Science Fiction halt. Und während hier eine veritable Klassikerverfilmung floppt, fluten andernorts die Produzenten der "Tribute von Panem" mit den Gewinnen ihrer mindestens so blödsinnigen Kindergartendystopie die Geldspeicher.
Verdient hat der Film das nicht. Abgesehen vielleicht von den etwas seltsam anmutenden Low-Gravity-Hüpfern des Helden ist das ein makellos umgesetzter Abenteuerfilm, nicht gerade das originellste zwischen Mars und Erde, aber schön anzusehen und recht unterhaltsam. Und mal wieder was, wo sich das 3D wenigstens ein bisschen lohnt, das ist doch was.
Die Leute hier vergeben siebeneinhalb Punkte und schreiben dann so Sachen wie "schwach" und "völlig unnötig" in ihr Kommentare. Deutlicher kann man kaum illustrieren, was für einen Einfluss Erwartungen auf den Filmgenuss haben können.
Ich würde sagen: Der dritte Teil ist zeitweise ein rechter Langweiler, aber das ist der vielgelobte zweite zumindest zur Hälfte auch; richtig gut erzählt ist nur der Erste. Aber man hat das alles schon viel schlimmer gesehen und trotzdem bis zum Ende durchgehalten. Und was mir richtig gut gefällt, ist dass Michael Corleone von der robotischen Verkörperung des Bösen, die er in Teil zwei ist, souverän wieder zu einer menschlichen Existenz zurückfindet. Das rundet die Trilogie richtig gut ab.
Außerdem bleibt festzustellen: Wenn Sofia Coppolas Performance hier die goldene Himbeere verdient hat, dann muss 1990 ein richtig gutes Jahr für alle anderen Schauspieler gewesen sein. Denn so sensationell auffällig mies ist sie ja nun auch wieder nicht.
Eine politisch korrekte Botschaft kann jeden Film versauen, und eine romantische Komödie mit politisch korrekter Botschaft klingt nach einem extrem gefährlichen Projekt. Aber "Der Name der Leute" gerät nie auch nur annähernd in Gefahr, zu verkitschen oder den erhobenen Zeigefinger vor sich her zu tragen, sondern ist einfach nur locker, witzig und originell.
Wahrscheinlich bringt er auch seine Botschaft rüber, aber das merkt man kaum. So soll es sein.
Deine Kommentare
strangelet
über Synecdoche, New York 2012/05/27 09:12:28
Tipp: Gar nicht erst versuchen, den zu verstehen. Einfach wirken lassen.
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strangelet
über Der Diktator 2012/05/27 08:30:44
Cohens Humor basiert im wesentlichen auf originellen Beleidigungen. Das ist an sich nicht schlimm, funktioniert aber halt nicht für jeden und meistens nicht besonders lange. Aber wer auf sowas steht, der wird's lieben.
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strangelet
über Ziemlich beste Freunde 2012/05/25 14:03:58
"Es muss darum gehen, wie sich die Hauptperson zum Besseren verändert", hat John Lasseter mal über das Erfolgsgeheimnis der Pixar-Filme gesagt. Dieses Rezept funktioniert keineswegs nur für computeranimierte Trickfilme, wofür "Ziemlich beste Freunde" ein beeindruckender Beweis ist.
Freilich ist es damit nicht getan. Das Thema erfordert ausgeprägtes Stilgefühl und würde zum Beispiel ganz schlecht zu der funèsschen Blödeleientradition passen, von denen französische Komödie sich oft so schwer lösen können. Aber davon gibt es hier gar nichts. Stattdessen haben wir Figuren, die die Komik voll ausschöpfen, die in ihrer Charakterzeichnung angelegt ist, aber nie überzogen wirken.
Das ist natürlich vor allem eine schauspielerische Meisterleistung. Vielleicht macht ja mal jemand amerikanisches Remake, sagen wir zum Beispiel: Mit Eddie Murphy und Jack Nicholson. Dann wird man erst zu schätzen wissen, was François Cluzet und Omar Sy hier machen.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
strangelet
über Borat 2012/05/18 20:49:45
Na ich weiß nicht... Bei allem gebotenen Respekt gegenüber einem Film, der diplomatische Verwicklungen mit einem Arschloch wie Nursultan Nasarbajew auslöst: Ich habe schon mehr gelacht. Zum Beispiel bei "Brüno". "Borat" tut vor allem weh, lustig ist anders.
Aber vielleicht werde ich auch bloß alt. Oder ich trinke zu wenig Alkohol.
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strangelet
über Drei Farben - Rot 2012/05/14 10:11:55
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal sowas schrecklich Bildungsbürgerliches schreiben würde, aber bittesehr: Man sollte sich den hier auf jeden Fall im Original mit Untertiteln anschauen, die deutsche Synchronisation von Lothar Blumhagen ist nämlich derart unpassend, das versaut den ganzen Film.
Und das wäre ja schade, denn das ist schon sehr gelungen, wie Kieślowski den Film langsam auf einen Höhepunkt zusteuern lässt, der letztlich nichts anderes als eine philosophische Betrachtung über Schicksal und Gerechtigkeit, und dabei erstaunlicherweise nie Langeweile aufkommen lässt.
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strangelet
über Chloe 2012/05/04 21:52:02
Selbst, wenn man davon absieht, dass das Ende etwa nach zehn Minuten vorhersehbar ist, bleibt das doch vor allem ein relativ schwaches Drehbuch. Es wird vielleicht Absicht sein, dass Chloes Motivation im Dunkeln bleibt, aber es gibt leider nichts an der Figur, was die Lücke irgendwie füllen könnte. Sie ist weder ein unheimlicher Succubus, der nur aus schierer Bösartigkeit handelt, noch ist sie eine geistesgestörte Stalkerin, und wenn sie ein armes kleines Mädchen sein soll, das sich nur nach Liebe sehnt, dann erklärt uns auch niemand, warum daraus eine solche Intrige erwächst.
Immerhin machen alle Beteiligten dann wohl noch das Beste aus dem mageren Stoff, vor allem Liam Neeson und Julianne Moore, die aber auch das Glück hatten, zwei nachvollziehbare Charaktere zu erwischen. Amanda Seyfried gibt zu erkennen, dass sie über ein gewisses Talent verfügt, aber angesichts der Umstände nützt ihr das einfach recht wenig.
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strangelet
über Rare Exports 2012/05/03 21:57:42
Wer ausgezogen ist, das Fürchten zu lernen, braucht den hier jetzt nicht unbedingt aus der Videothek mitbringen. Und zum kaputtlachen ist "Rare Exports" auch nicht; vielmehr ist es wirklich beeindruckend, mit welchem tierischen Ernst die Finnen ihre verrückte Grundidee hier durchziehen. Also, mir hat's gefallen.
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strangelet
über The Answer Man 2012/05/01 12:08:57
"The Answer Man" nimmt sein eigenes pseudospirituelles Geschwurbel ganz und gar nicht ernst, und am Schluss hat man trotzdem das Gefühl, man hat aus dem Film irgendwas wichtiges gelernt. Man weiß aber überhaupt nicht, was das sein könnte. Ich finde das großartig.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
strangelet
über Die sieben Samurai 2012/04/28 21:32:47
Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum viele Leute immer diese alten Schinken ausgraben müssen, wenn es um die ohnehin blöde Frage nach den "besten" Filmen aller Zeiten geht, denn auch wenn man zugestehen muss, dass so etwas wie "Die sieben Samurai" in den 50ern in Anbetracht der technischen Möglichkeiten sicherlich sensationell großartig war, sind inzwischen natürlich jede Menge "bessere" Filme gemacht worden - nicht zuletzt WEIL die Technik besser wurde. Vielleicht gibt es wenige, die so einflussreich sind, aber bessere Unterhaltungsprodukte hat die Welt seit 1954 durchaus hervorgebracht.
Ein Klassiker ist das natürlich trotzdem und es ist wirklich beeindruckend, wie wenig der Zahn der Zeit an diesem Kinoerlebnis genagt hat. Zweieinhalb Stunden ohne Langeweile kriegen, unabhängig von der Technik, noch immer die wenigsten hin.
bedenklich? Kommentar gefällt mir 7 Antworten
Simon Moon 2012/04/28 21:43:38
Antwort löschen1. Es ist kein "Unterhaltungsprodukt", 2. eben, es war 1954, und 3., Deine 8 Punkte sind dem Film angemessen. Ich freu mich ja immer wenn überhaupt mal ein oller s/w Film mit spröden Dialogen und fremden Ländern und ohne CGI Beachtung findet. Und dieser verdient es.
strangelet 2012/04/28 22:53:31
Antwort löschenIch benutze das Wort "Unterhaltungsprodukt" in einem sehr breiten und grundsätzlich positiven Sinn.
Darin enthalten ist mein möglicherweise etwas bornierter Grundsatz, dass ein langweiliger Film nicht gut sein kann. Normalerweise bedeutet das, dass Filme (subjektiv für mich) altern. Weil die Sehgewohnheiten von 54 eben nicht zu denen von 2012 passen. Andererseits stelle ich immer wieder fest, dass gutes Storytelling die Zeit überdauert und einen Mangel an "Eyecandy" gut wettmachen kann. Das macht z.B. die Qualität von "Die sieben Samurai" aus, und in diesem Sinn ist er zwar erst recht ein großes Kunstwerk, aber eben auch ein großartiges Unterhaltungsprodukt.
Brentano 2012/05/01 20:19:26
Antwort löschennzwischen sind also "bessere Filmé" gemacht worden?
So wie Binz und andere etwa "bessere" Autos gebaut haben?
Diese rein vordergründig quantitativ orientierte, mainstreamige "Konsumentenhaltung" ist manchmal schon unerträglich.
"Die sieben Samourai" ist ein Meisterwerk, das auch mit und von der entsprechenden "Alterspatina" lebt und der künstlerisch, theatralischen Darstellungsweise und Art und einer humanistischen Message eben genau dieser Epoche, in dem es gedreht worden ist.
Nur weil es eine neue "Cola Coka" gibt, sind dadurch nicht alle anderen Getränke obsolet geworden und guter Geschmack lässt sich nicht verbessern, sondern höchstens verwässern, ...!?
Und zum Thema "Unterhaltungsprodukt":
So ist es vorstellbar und nur gelinde akzeptabel, das einige den Verwertungsinteressen der Konsumindustrie komplett in Affirmation dessen unreflektiert aufsitzen und daher künstlerische, erhebliche Qualität besonders am Geldwert und den damit ursächlich profitabel verbundenen "Unterhaltungsinteressen" wacker abgleichen müssen, aber trotzdem immer wieder bedauerlich, so etwas mitlesen zu müssen, bei allem Respekt, ..
strangelet 2012/05/03 22:07:13
Antwort löschenAch Brentano, wenn Sie wüssten, wie ich Sie beneide. So einen auserlesenen Geschmack wie Sie hätte ich auch gern. Aber ich bin da leider kläglich gescheitert. Habe sogar studiert, um den nötigen intellektuellen Zugang zu bekommen! Aber es hat nichts geholfen: Noch immer kann ich ein Meisterwerk oft selbst dann nicht erkennen, wenn mir ganz viele kluge Menschen (wie Sie) erzählen, dass es eins ist, und noch immer empfinde ich nicht die nötige Abscheu vor den kapitalistischen Circensi der Kommerzteufel aus den bekanntermaßen kulturlosen USA. Dass ich es da wage, Sie mit meinen unqualifizierten Ansichten zu behelligen, ist natürlich unerhört, aber so sind wir Unterschichtsmenschen eben, nicht wahr? Dumm, laut und respektlos.
Aber sehen Sie's positiv: Ohne Leute wie mich hätten sie ja kaum Gelegenheit, ihr geistige Überlegenheit zu demonstrieren.
Aber nichts zu danken. Für Sie mache ich das doch gerne.
Brentano 2012/05/03 23:01:22
Antwort löschenJa Danke, war mir doch ebenso eine Ahre, das Sie sich dazu hergegeben haben, Ihre persönliche Meinung zu dem von mir vorgetragenen Ansinnen wie spezifische Erläuterungen zum angesprochenen Film hier Kund getan haben.
An dem angenehm gehaltenen Stil Ihrer Antwort erkenne ich mit Freude, das gewisse Rudimente höherer Bildung nicht spurlos an Ihnen vorüber gezogen zu sein scheinen, Sie aber trotzdem irgendwo auf dieser Strecke etwa immun gegen das Empfinden tieferer Befriedigung in Form hoch dosierter FilmKunst geworden sein mögen!?
Das ist es im Grunde was ich zutiefst bedauere, (Ihre Person bleibt mir menschlich relativ, da unbekannt, hoch geschätzt, ..) und ich somit weiteren Ausführungen in Form Ihrer Rezensionen mit tiefem Misstrauen entgegen sehe, in denen eventuell, wie schon öfter in unserem diesbezüglich Austausch von mir (und anderen Feingeistern, ... ein bis zwei oder auch drei?) hoch geschätzte, filmische Werke von Ihnen schnöde, bis zur Unkenntlichkeit dessen denunziert worden sind.
Frdl Gruß, B.
Alle 7 Antworten zeigen
xXFilmFreakXx 2012/05/17 10:03:16
Antwort löschen@Brentano Warum kritisierst du ihn,nur weil er das Wort Unterhaltung im Mund hatte und dem Film keine 10 Punkte sondern 8 gab ?Du bewertest Herr der Ringe mit 5 Punkten,bist du deshalb auch ein Stümper ?Hast du das Buch gelesen ?Dann wäre dir aufgefallen wie viele Parallelen es zum Genre Mythos gibt,HDR als einfache Märchenstunde oder Fantasy abzutun ist auch nicht sehr intelligent ^^Nicht umsonst gilt das Werk des Hernn Tolkien als Mythos des 20. Jahrhunderts und wurde mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.Lies vllt das Silmarillion von Tolkien,ist besser als Ilias,Edda oder die Nibelungen.Ist jetzt nicht bös gmeint,versteh deine Art zu denken einfach nicht.
Brentano 2012/05/17 17:51:07
Antwort löschenTolkien (dem sicher Ehre gebührt) gegenüber Homer und gewachsenen Sagen wie den Nibelungen auszuspielen, ist die Art von unachtsamen, oft anzutreffendem "Nichtwissen", die ich bedaure, aber die (meiner Ansicht nach,..leider,...) bei dir und anderen hier im Movie-Forum bisweilen arg "geballt" anzutreffen ist.
Und die simpel gestickte, devot und unterwürfig haltende, wie Untertanen Haltungen "durchgängig" zelebrierende, feudalistische Beweihräucherung von Machtstrukturen und entfremdender HERRSCHAFTSAUSÜBUNG als "großes Oevre" ("HERR der RINGE"-SAGA) zu beschreiben,....
(5,0 Punkte waren dafür noch gnädig gesetzt, ..)
- zeigt doch ebenso, wie weit viele im Sumpf der (sie ebenso mächtig) "beherrschenden Ideologien" versunken sind und wie sie ihre eigene Entmündigung darin, in solchen und ähnlichen Filmen/Büchern recht schematisch beschrieben, sogar noch als "befreiend und großartig"(!) abfeiern, sorry, ... dito
Und was die angebliche "Nobelpreiswürde" für Tolkien angeht, wird dieser ihm seit etwa 50 Jahren verweigert, u.a. mit Argumenten wie:
"Tolkiens Prosa „wird nicht im geringsten Maße einer Geschichtenerzählung höchster Qualität gerecht”, schrieb Mitglied der Jury Anders Österling"...
http://www.tolkiengesellschaft.de/6147/nobelpreis-fur-tolkien-scheitert-an-schwacher-prosa/
Wer damit beginnt, andere in den Umkreis der "Stümper" zu schubsen, sollte zuvor zumindest etwas "besser" recherchieren, ...? Odr?
strangelet
über Iron Sky 2012/04/25 11:11:38
Da fragt man sich, wo die in Hollywood das ganze Geld eigentlich immer hinstecken, wenn irgendwelche spinnerten Finnen für ein zwanzigstel eines normalen Blockbuster-Budgets sowas produzieren. Werden wir wohl nie erfahren. Was wir aber hoffentlich bald erfahren ist, was die spinnerten Finnen zustandebringen, wenn sie zwanzigmal so viel Geld haben. Ich nehme an, einige von denen dürften wohl schon ein Häuschen in Los Angeles haben...
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
MrModicum 2012/04/29 23:16:16
Antwort löschenIron Sky 2: Zombienazis gegen Sarah Palin Godzilla
strangelet
über Unknown Identity 2012/04/15 20:11:34
Eigentlich ist "Unknown Identity" wirklich nicht schlecht, aber irgendwas stimmt nicht mit diesem Film. Da passieren ein paar Sachen, die einfach keinen Sinn ergeben - warum zum Beispiel ist die Eisenhower-Suite beim Einchecken ins Adlon nicht auf Harris reserviert? Und warum bekommt Liam Neeson von January Jones den Tipp mit dem Koffer am Flughafen? Es sieht fast so aus, als hätte es da ursprünglich noch einen zusätzlichen Twist geben sollen, der dann aber rausgestrichen worden ist zugunsten des aktuellen Endes. Das wäre einigermaßen dämlich, denn die Erklärung des ganzen Mysteriums taugt so eigentlich nicht besonders viel... Ich bin verwirrt!
bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten
wahrerkrieger 2012/04/29 23:32:17
Antwort löschenDas mit dem Koffer wird ja im Parkhaus erklärt.
strangelet
über Die Tribute von Panem - The Hunger Games 2012/04/10 11:26:49
Ach, mein Gott, naja, ein schlechter Film ist das nicht. Spannend, stilvoll, ordentlich gefilmt, atmosphärisch, und Jennifer Lawrence hat die Rolle zwar bloß deshalb gekriegt, weil sie mit ihrem runden Landpomeranzengesicht eben die Hollywoodversion einer Plain Jane ist und die ganzen richtigen Plain Janes in der Zielgruppe sich ja mit ihresgleichen identifizieren wollen, aber sie macht ihren Part schon ganz gut, und die anderen Schauspieler sind auch okay, soweit sie irgendwas halbwegs Intelligentes zu sagen haben.
Aber diese Story! Himmel Hilf!! Kinder kämpfen auf Leben und Tod gegeneinander, um irgendwen für irgendwas zu bestrafen, was vor einem Dreivierteljahrhundert passiert ist? Echt jetzt? Ich hab's keine Sekunde lang geglaubt.
Im Kino hab' ich noch zu meiner Begleitung gesagt, die Autorin muss schon länger im Geschäft sein, wenn sie weiß, dass sie mit derart schlampigem Worldbuilding durchkommt, aber die Gute hat das entschieden bestritten. Ein echter Fan eben. Wie sich aber herausstellt, schreibt Suzanne Collins tatsächlich seit 20 Jahren Drehbücher für Kinderserien auf Nickelodeon, und, nun ja, das ist dann auch in etwa das Niveau, mit dem man es hier zu tun hat.
Aber bitte, wenn's funktioniert. Vielleicht dreht ja irgendwann jemand einen vernünftigen Film mit der ganzen Kohle, die die Produktionsfirma da jetzt scheffelt.
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strangelet
über Das gibt Ärger 2012/04/10 10:16:13
Super Idee, den Agentenklamauk mit einer RomCom zu fusionieren, da hat man den perfekten Film für Mädels und Jungs. Im Ernst. Das klappt wirklich. Und recht witzig ist es auch noch.
Die ganzen frustrieren Singles hier, die eigentlich vor allem selber gerne Chris Pine oder Reese Witherspoon wären, die braucht man ja gar nicht beachten.
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doctorgonzo 2012/04/10 12:16:08
Antwort löschenRichtig, weil nur frustrierte Singles sich beharrlich weigern, den feinen Hintersinn einer RomCom zu kapieren und der Meinung sind, Agentenklamauk müsse wenigstens witzig sein, um als Klamauk zu gelten, so im Stil von "Spione wie wir"...
strangelet 2012/04/10 12:31:24
Antwort löschenOh, sorry, wollte niemanden vernachlässigen. Ich bin sicher, Leute die einfach bloß mit ihrer Beziehung unzufrieden sind, finden den vielleicht auch nicht lustig. ;)
(Nicht alles persönlich nehmen, Herr Doktor!)
strangelet
über Brügge sehen... und sterben? 2012/04/02 11:51:08
Ich war bis vor kurzem der Meinung, Colin Farrell hätte erst letztes Jahr für "The Way Back" schauspielern gelernt, aber es stellt sich heraus, dass er schon vorher zumindest ein gewisses komödiantisches Talent gehabt hat. Naja, vielleicht nicht der ganze Colin Farrell, aber jedenfalls seine Augenbrauen.
In Brügge war ich übrigens schon mal. Is'n verdammtes Scheißkaff.
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strangelet
über Into the Wild 2012/04/01 11:24:22
Man tut sich wirklich schwer, diesen Film nicht zu mögen. Aber wenn man ehrlich ist, wandert er ebenso ziellos umher wie seine Hauptfigur, und recht viel Spannung kommt dabei nicht auf. Ich nehme an, im Kino können die wunderbaren Landschaftsbilder aus dem amerikanischen Westen das ausgleichen, aber für einen kleinen Bildschirm ist "Into the Wild" eher nichts.
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Saalowsky 2012/04/03 18:22:19
Antwort löschenGanz meine Meinung, etwas mehr "Abenteuer" hätte es geben können. Spannung = 0.
strangelet
über John Carter - Zwischen zwei Welten 2012/03/30 10:42:05
So, das ist natürlich alles Quatsch, aber so ist Science Fiction halt. Und während hier eine veritable Klassikerverfilmung floppt, fluten andernorts die Produzenten der "Tribute von Panem" mit den Gewinnen ihrer mindestens so blödsinnigen Kindergartendystopie die Geldspeicher.
Verdient hat der Film das nicht. Abgesehen vielleicht von den etwas seltsam anmutenden Low-Gravity-Hüpfern des Helden ist das ein makellos umgesetzter Abenteuerfilm, nicht gerade das originellste zwischen Mars und Erde, aber schön anzusehen und recht unterhaltsam. Und mal wieder was, wo sich das 3D wenigstens ein bisschen lohnt, das ist doch was.
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strangelet
über Der Pate 3 2012/03/16 22:16:46
Die Leute hier vergeben siebeneinhalb Punkte und schreiben dann so Sachen wie "schwach" und "völlig unnötig" in ihr Kommentare. Deutlicher kann man kaum illustrieren, was für einen Einfluss Erwartungen auf den Filmgenuss haben können.
Ich würde sagen: Der dritte Teil ist zeitweise ein rechter Langweiler, aber das ist der vielgelobte zweite zumindest zur Hälfte auch; richtig gut erzählt ist nur der Erste. Aber man hat das alles schon viel schlimmer gesehen und trotzdem bis zum Ende durchgehalten. Und was mir richtig gut gefällt, ist dass Michael Corleone von der robotischen Verkörperung des Bösen, die er in Teil zwei ist, souverän wieder zu einer menschlichen Existenz zurückfindet. Das rundet die Trilogie richtig gut ab.
Außerdem bleibt festzustellen: Wenn Sofia Coppolas Performance hier die goldene Himbeere verdient hat, dann muss 1990 ein richtig gutes Jahr für alle anderen Schauspieler gewesen sein. Denn so sensationell auffällig mies ist sie ja nun auch wieder nicht.
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strangelet
über Das perfekte Verbrechen 2012/03/12 11:46:50
Sehr fein gemacht, schöne Auflösung, bloß blöd, dass ich eigentlich die ganze Zeit zu Anthony Hopkins halte...
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strangelet
über Rango 2012/03/11 11:39:01
Mäßig witzig. Und rein ästhetisch sind Reptilien halt einfach nicht mein Fall.
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strangelet 2012/03/12 11:48:23
Antwort löschenSchon, kann man aber leider gar nichts machen.
strangelet
über Der Name der Leute 2012/03/06 08:56:30
Eine politisch korrekte Botschaft kann jeden Film versauen, und eine romantische Komödie mit politisch korrekter Botschaft klingt nach einem extrem gefährlichen Projekt. Aber "Der Name der Leute" gerät nie auch nur annähernd in Gefahr, zu verkitschen oder den erhobenen Zeigefinger vor sich her zu tragen, sondern ist einfach nur locker, witzig und originell.
Wahrscheinlich bringt er auch seine Botschaft rüber, aber das merkt man kaum. So soll es sein.
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