Sandra Trostels Dokumentation vermittelt in ihren besten Momenten einen exzellenten Eindruck davon, was junge Bands in unserer heutigen Medienlandschaft erwartet. Zugleich erinnert der Film nicht nur einmal an Rob Reiners Kult-Klassiker "This is Spinal Tap", wenn sich 1000 Robota mit leeren Hallen und lästigen Labels auseinandersetzen müssen. Wo Casting-Stars sich die Klinke in die Hand geben und Musik-Phänomene im Internet geboren werden, dauert der Kult nur noch einen Klick lang, und die Frage, die "Utopia Ltd." unterschwellig stellt, lautet: Ist da noch Platz für echten Punkrock?
Zwar ist Payne kein Film mit sonderlich viel Tiefgang gelungen, der damit weit entfernt von seinen kommentierenden Frühwerken ist, und auch mit seinen analytischen Vorgängern vermag "The Descendants" nicht wirklich mitzuhalten. Dafür ist Paynes Jüngster zu vorhersehbar und macht sich seine Sache zu leicht. Grundsolide und weitestgehend überzeugend gerät der Oscarfavorit dann doch, was sich neben Hawaii als Schauplatz (inklusive einheimischer Musik als auditive Ergänzung) dem durchweg gefälligen Ensemble verdankt.
Technisch sieht das zwar alles ganz schick aus, aber eine nette Kameraführung und ein gefälliges Set Design trösten nicht darüber hinweg, dass DAME, KÖNIG, AS, SPION die Tuchfühlung mit seinem literarischen Material fehlt. Die Vielzahl der eindimensionalen Figuren sind in Kombination mit der unspannenden und durchgehetzten Spionage-Handlung somit zum Scheitern verurteilt. Infolgedessen kann Alfredsons Film lediglich als stilistische Fingerübung überzeugen, doch auch die hübscheste Bühne produziert kein Meisterstück, wenn die Handlung falsch strukturiert und von unterforderten Schauspielern vorgetragen wird.
Gutes Kino ist seltener geworden. Weniger Spektakel als in den 1980er Jahren, dafür mehr Remakes und Reboots von Werken aus genau der Zeit. Nicolas Winding Refns jüngster und in Cannes für seine Regie prämierter Streifen ist dagegen kontemporäres Kinospektakel mit dem Charme der Eighties. Also ein fast perfekter Film.
In seinem jüngsten Film hat sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius der Stummfilmära gewidmet, einer der interessantesten und auch bedeutendsten Epochen der Filmgeschichte. Dabei ist sein "The Artist" nicht nur ein Zeitkolorit des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm im Speziellen, sondern zugleich noch eine liebevolle Hommage an das Kino im allgemeinen.
Aha, und was theCorey: MovieMaze meinst du ist an deinem Text auch nur im Ansatz als Kritik (im positiven wie im negativen Sinne) zu verstehen? Hoffentlich bekommst du für dieses "in die hohle Hand" nicht auch noch Gage. Im speziellen und allgemeinen... lächerlich!
Wenn sich ein übergewichtiger Nerd aus New Jersey an der größten Religion der Welt austobt, dann fällt dies, wie zu erwarten, bitterböse aus. Dennoch sollte man sich von "Red State" nicht allzuviel Gesellschafts- oder Religionskritik erwarten. (...) Denn "Red State" gibt sich fast durchweg als schwarze Komödie, in der Smith seine Figuren auf Shakespearsche Art und Weise über die Bühne manövriert. (...) Nach seinem Karriere-Tiefpunkt "Cop Out" besinnt sich Smith hier auf seine alten Stärken.
Das lose Handlungsgerüst trägt "Hanna" nur in den seltensten Fällen und wird auch nicht von ihrem prätentiösen Märchenkonstrukt entschuldigt. Vielmehr sind die meisten Szenen ungemein anstrengend, während zugleich damit kokettiert wird, Coming-of-Age-Elemente zu integrieren, obschon diese albinohafte, asoziale Protagonistin ebenso wenig als Identifikationsfigur funktionieren will, wie die gesamte Vortäuschung einer Geschichte, die den Antrieb für Joe Wrights erste (und hoffentlich letzte) Auftragsarbeit darstellt.
Diese Kritik stinkt mir derart, dass ich mich extra hier registriert habe. Eigentlich ist es gar keine Kritik, sondern eine sehr persönliche Meinung eines Menschen, der augenscheinlich eine Sammlung von Fremdwörterbüchern hat, es aber nicht schafft, daraus eine lesbare, nachvollziehbare Kritik "zusammenzudeutschen". Man spürt in der Kritik eine enttäuschte Erwartung und genau von dieser muss sich ein professioneller Kritiker freimachen, um objektiv bleiben zu können. Ein journalistisches Fiasko.
Alleine schon die wohl beste Filmmusik der letzten Jahre macht diese Bewertung schon unmöglich. Hanna war für mich ein durchaus kurzweiliges Filmerlebnis. Ein Aha-Effekt hatte er - die Musik ausgenommen - allerdings nicht. Eine Note zwischen 5 und 8 kann ich also nachvollziehen. Diese unterirdische Kritik ist aber auf jeden Fall verfehlt.
Ich finde die Kritik zwar einfach MIIIIIIIIIIES! dennoch @ adrolli Objektivität ist etwas dass kein Mensch in Bezug auf Filme hat. Jeder hat Vorlieben und einen Lieblingsfilm. Allein diese Tatsache beweist doch dass kein Kritiker der Welt objektiv an Filme herran geht! Oder nich?
"Source Code" macht in seiner Summe viel zu wenig aus seinen grundsätzlich vorhandenen Möglichkeiten, die er speziell in seiner ersten Hälfte noch (bisweilen erfolgreich) austestet, um sie anschließend entweder zu ignorieren oder bei Seite zu legen.
Die beiden "X-Men"-Filme von Bryan Singer zählen zu den wenigen gelungenen Ausflügen in die Welt der Comic-Verfilmungen. Was Brett Ratner mit "X-Men: The Last Stand" in den Sarg beförderte, legte Gavin Hood später in Form des "Wolverine"-Spin-offs vollends unter die Erde. Zur Exhumierung der populären Reihe (weltweites Einspiel: 1,5 Mrd. Dollar) holte man nun Matthew Vaughn, der zuletzt "Kick-Ass" verbrochen hatte. Nur wusste der (Beweisstück A: "X-Men: First Class") weder wo er zu buddeln, noch wie er den Spaten richtig einzusetzen hatte. Das Resultat ist eine orientierungslose Szenen-Slideshow, bevölkert mit belanglosen, unerheblichen und seelenlosen Figuren.
Du kannst den Film nicht gesehen haben wenn du von einer orientierungslosen Szenen-Slideshow und seelenlosen Figuren plapperst, beides mag auf den ein oder andern alten Teil ggf. zugetroffen haben hier trifft es voll daneben!
Schon nach der gewaltigen Intro-Sequenz ist klar in welcher Liga der Film spielt. Warum auch immer Du glaubst einen Verriss abseilen zu müssen, genau dieser Teil ist dummerweise nach einhelliger Meinung mit Abstand der beste X-Man Teil überhaupt, sowohl was die Charakter Ausleuchtung der zentralen Protagonisten angeht, also auch von der emotionalen Tragweite und Dramatik.
Bei IMDB hat der Streifen folgerichtig satte 8,1 Punkte abgeräumt, Kauf Dir eine Kino-Karte und schreib doch danach was über den Film. Du bist doch ein Kritiker oder liegt hier ein Fehler vor?
bin der gleichen meinung und bin vor allem mit "den seelenlosen figuren" nicht einverstanden, McAvoy und Fassbender sind ein geniales team (beziehungsweise im film feinde)
Letztlich ist der realistische Ton von "Somos lo que hay" sein großer Trumpf, der allerdings nicht darüber hinwegtröstet, dass der Film abgesehen von diesem wenig originell ist und nie wirklich eine Atmosphäre erzeugt. The need to feed als konsequentes Arthouse-Kino kann daher nur bedingt überzeugen.
Angesichts der Entwicklung des Films erscheint dieser in seiner Summe zu absurd, als das sich alles so zugetragen haben soll, wie es die Shulmans und Joost versichern. In der Schilderung von Nevs Lebensalltag, der sich primär an seinem MacBook und dort in Facebook abspielt, sowie der „Recherche“-Mittel der Google-Dienste und YouTube, gelingt es "Catfish" jedoch gerade in seinem ersten Drittel exzellent, ein Kontemporärbild der US-amerikanischen Gesellschaft zu zeichnen.
Insgesamt ist "Scream 4" nicht nur ein würdiger Vertreter der ruhmreichen satirischen Slasher-Reihe, sondern auch der gelungenste Teil seit dem Original. Der Charme und Humor, sowie die Selbstironie der Vorgänger bleiben erhalten, was dem Film angesichts aktueller Genrebeiträge erfrischend altmodisch und doch durch sein Spiel mit den Web 2.0-Mechanismen sehr modern ausfallen lässt. Sollte "Scream 4" in der Tat der Auftakt einer neuen Trilogie sein, ist diese herzlich willkommen, solange sie das Spiel mit der Metaebene und Mise en abyme ebenso gut versteht.
Vom rasanten Trash-Fest des Trailers ist dies meist meilenweit entfernt, das mentale Schulter-zucken ob des Gezeigten an sich vorprogrammiert. THOR verkommt zu einem zwiespältigen Produkt, mit dem man wenig anfangen kann. (...) Letztlich merkt man es dem Film durchgehend an, dass es sich um eine reine Charakterexposition handelt. (...) Als kurzweiliges Comic-Fest mit Augenzwinkern lässt sich Branaghs Götterdämmerung aber durchaus genießen, fällt er doch sehr viel runder und gelungener aus, als die vorherigen Marvel-Filme.
So packend und spannend "Winter’s Bone" ausfällt, besticht der Film die meiste Zeit jedoch durch das erwachsene Spiel von Jennifer Lawrence. Dass auch das übrige Ensemble (...) kaum aufsteckt, macht den in blassen und kalten Bildern geschossenen Film zu Charakterkino erster Güte. Besonders im Finale gelingt es (..) eine entscheidende Szene gekonnt auf Messers Schneide tanzen zu lassen, sodass man als Zuschauer fast den Atem anhält, ob dem, was als nächstes geschieht.
Am Ende ist "Inside Job" zwar nicht Angsteinflößender als die Filme von Wes Craven und John Carpenter, wie es der Boston Globe verkündete, aber dennoch kommt man nicht umhin, während des Filmes ungläubig den Kopf zu schütteln, wenn offenbart wird, wie Goldman Sachs und Co. sich systematisch auf Kosten ihrer Kunden bereicherten. Mit Matt Damon gewann man einen prominenten (Für-)Sprecher, der seine natürliche Stimme zur Verfügung stellte, dem Film jedoch nicht die verdiente Aufmerksamkeit bescheren konnte. Ob sich das Finanzsystem ändert, ist zweifelhaft; dass Lehren gezogen werden, wünschenswert.
Obschon sich auch in ihrem jüngsten Werk wieder viele stilistische Merkmale der Coens finden lassen, leidet "True Grit" zugleich an den damit oft Hand in Hand gehenden narrativen Unausgewogenheiten. Letztlich ist "True Grit" eine annehmbare Western-Komödie, deren erstklassige technische Inszenierung somit manchen erzählerischen Fauxpas zu kaschieren vermag.
Dank zwölf Oscarnominierungen schickt Harvey Weinstein, Jäger der verlorenen Goldjungen, mit "The King’s Speech" zumindest auf dem Papier den Favoriten für die überbewerteste Preisverleihung der Welt ins Rennen. Damit kriegt Tom Hoopers Film sehr viel mehr Aufmerksamkeit als er verdient hat. Als komödiantisches Historiendrama mit absurd-charmanter Prämisse und Schauspielkino erster Güte (an Colin Firth wird kein Weg als Bester Hauptdarsteller vorbei führen) funktioniert der Film zwar ganz gut. Die blassen Charaktere und allerlei Redundanzen kann dies jedoch nicht vollends kaschieren.
Wo Boyles Mumbai-Märchen zum Feel Good Movie des Jahrzehnts verschrien wurde, käme dieser Titel zumindest in seinem Œuvre eher "127 Hours" zu. (...) Ist der Film gerade in seiner Klimax quälend-hoffnungsvoll, sprießen die satten rot-braun Töne der Bilder ansonsten vor lebensbejahender Freude. Mit "127 Hours" ist Danny Boyle ein bisweilen amüsantes, sowie weitestgehend intensives Drama von abenteuerlicher Romantik gelungen, ansprechend audiovisuell verpackt und garniert mit einer bewegenden Leistung des Hauptdarstellers.
Es sind fraglos die Leistungen der drei Hauptdarsteller, die dafür sorgen, dass "Léon" trotz seines übertriebenen Charakters so wunderbar funktioniert. Angefangen mit Jean Renos wunderbar naivem Spiel des vermeintlich eiskalten Killers mit Prinzipien. Für Reno war es die letzte Zusammenarbeit unter der Regie von Besson und zugleich die vermutlich beste und einprägsamste Figur seiner Karriere. Sein Léon ist eine liebevolle und zugleich bedrohliche Figur zugleich, perfekt nuanciert von dem gebürtigen Marokkaner. "Léon" ist ein emotionaler Thriller über zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch füreinander geschaffen waren, sowie einer Geschichte von zwei Welten, die nicht miteinander verschmelzen sollten und es doch taten.
Dieses Jahr erhielt "Black Swan" stürmenden Beifall beim 67. Filmfestival in Venedig, jenem Ort, an dem vor vier Jahren noch Darren Aronofskys Meisterwerk "The Fountain" ausgebuht wurde. Ein Erlebnis, das beim New Yorker hängen geblieben und Wunden gerissen zu haben scheint. Von visuellen Spielereien verabschiedete er sich daraufhin in "The Wrestler", der erstaunlich straight und konsequent daherkam. Zwar blieb damals die Anerkennung der Academy aus, für seinen allseits gelobten jüngsten Film könnte sie nun jedoch ins Haus stehen. Dass sich der 41-jährige Amerikaner seit "The Wrestler" weiterentwickelt hat, lässt sich dagegen nicht sagen, sind sich er und "Black Swan" doch zu ähnlich (Thrillerelemente ersetzen Charaktertiefe), um einen Fortschritt erkennbar zu machen.
Deine Kommentare
MovieMaze (TheCorey)
über Utopia Ltd. 2012/05/03 08:56:26
Sandra Trostels Dokumentation vermittelt in ihren besten Momenten einen exzellenten Eindruck davon, was junge Bands in unserer heutigen Medienlandschaft erwartet. Zugleich erinnert der Film nicht nur einmal an Rob Reiners Kult-Klassiker "This is Spinal Tap", wenn sich 1000 Robota mit leeren Hallen und lästigen Labels auseinandersetzen müssen. Wo Casting-Stars sich die Klinke in die Hand geben und Musik-Phänomene im Internet geboren werden, dauert der Kult nur noch einen Klick lang, und die Frage, die "Utopia Ltd." unterschwellig stellt, lautet: Ist da noch Platz für echten Punkrock?
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten 2012/01/22 22:02:48
Zwar ist Payne kein Film mit sonderlich viel Tiefgang gelungen, der damit weit entfernt von seinen kommentierenden Frühwerken ist, und auch mit seinen analytischen Vorgängern vermag "The Descendants" nicht wirklich mitzuhalten. Dafür ist Paynes Jüngster zu vorhersehbar und macht sich seine Sache zu leicht. Grundsolide und weitestgehend überzeugend gerät der Oscarfavorit dann doch, was sich neben Hawaii als Schauplatz (inklusive einheimischer Musik als auditive Ergänzung) dem durchweg gefälligen Ensemble verdankt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Dame König As Spion 2012/01/20 16:52:47
Technisch sieht das zwar alles ganz schick aus, aber eine nette Kameraführung und ein gefälliges Set Design trösten nicht darüber hinweg, dass DAME, KÖNIG, AS, SPION die Tuchfühlung mit seinem literarischen Material fehlt. Die Vielzahl der eindimensionalen Figuren sind in Kombination mit der unspannenden und durchgehetzten Spionage-Handlung somit zum Scheitern verurteilt. Infolgedessen kann Alfredsons Film lediglich als stilistische Fingerübung überzeugen, doch auch die hübscheste Bühne produziert kein Meisterstück, wenn die Handlung falsch strukturiert und von unterforderten Schauspielern vorgetragen wird.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Drive 2012/01/20 16:50:32
Gutes Kino ist seltener geworden. Weniger Spektakel als in den 1980er Jahren, dafür mehr Remakes und Reboots von Werken aus genau der Zeit. Nicolas Winding Refns jüngster und in Cannes für seine Regie prämierter Streifen ist dagegen kontemporäres Kinospektakel mit dem Charme der Eighties. Also ein fast perfekter Film.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über The Artist 2012/01/20 16:49:12
In seinem jüngsten Film hat sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius der Stummfilmära gewidmet, einer der interessantesten und auch bedeutendsten Epochen der Filmgeschichte. Dabei ist sein "The Artist" nicht nur ein Zeitkolorit des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm im Speziellen, sondern zugleich noch eine liebevolle Hommage an das Kino im allgemeinen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Mr Vincent Vega 2012/01/20 16:52:14
Antwort löschenUnd da sind sie auch schon, die Kritikerphrasen, von denen ich in meinem Text sprach. Merke: Hommage ans Kino ungleich automatisch toll.
MOK 2012/02/23 16:56:21
Antwort löschenAha, und was theCorey: MovieMaze meinst du ist an deinem Text auch nur im Ansatz als Kritik (im positiven wie im negativen Sinne) zu verstehen? Hoffentlich bekommst du für dieses "in die hohle Hand" nicht auch noch Gage. Im speziellen und allgemeinen... lächerlich!
MovieMaze (TheCorey)
über Red State 2011/09/28 10:17:46
Wenn sich ein übergewichtiger Nerd aus New Jersey an der größten Religion der Welt austobt, dann fällt dies, wie zu erwarten, bitterböse aus. Dennoch sollte man sich von "Red State" nicht allzuviel Gesellschafts- oder Religionskritik erwarten. (...) Denn "Red State" gibt sich fast durchweg als schwarze Komödie, in der Smith seine Figuren auf Shakespearsche Art und Weise über die Bühne manövriert. (...) Nach seinem Karriere-Tiefpunkt "Cop Out" besinnt sich Smith hier auf seine alten Stärken.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Wer ist Hanna? 2011/06/12 15:32:26
Das lose Handlungsgerüst trägt "Hanna" nur in den seltensten Fällen und wird auch nicht von ihrem prätentiösen Märchenkonstrukt entschuldigt. Vielmehr sind die meisten Szenen ungemein anstrengend, während zugleich damit kokettiert wird, Coming-of-Age-Elemente zu integrieren, obschon diese albinohafte, asoziale Protagonistin ebenso wenig als Identifikationsfigur funktionieren will, wie die gesamte Vortäuschung einer Geschichte, die den Antrieb für Joe Wrights erste (und hoffentlich letzte) Auftragsarbeit darstellt.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten
Mr Vincent Vega 2011/06/12 15:59:52
Antwort löschenWenn man keinen Plan von Filmen hat, sollte man auch keine Albinos verhöhnen.
TheCorey 2011/06/12 16:27:07
Antwort löschenRoger.
Kalle Maeck 2011/06/14 18:39:30
Antwort löscheneine der schlechtesten kritiken die ich je gelesen habe...
HorrorClown 2011/06/16 14:57:57
Antwort löschenhahahhahahahahaha lächerlich xDalso die kritik
LordHelm09 2011/06/17 00:35:43
Antwort löschenFand deb Film absolut klasse!
Sticht aus den Einheitsbrei raus... Versteh deine Kritik wirklich nicht...
bewohner 2011/06/18 14:46:56
Antwort löschenklar isses ne schlechte kritik... zu recht!!
Alle 8 Antworten zeigen
adrolli 2011/06/18 18:21:41
Antwort löschenDiese Kritik stinkt mir derart, dass ich mich extra hier registriert habe. Eigentlich ist es gar keine Kritik, sondern eine sehr persönliche Meinung eines Menschen, der augenscheinlich eine Sammlung von Fremdwörterbüchern hat, es aber nicht schafft, daraus eine lesbare, nachvollziehbare Kritik "zusammenzudeutschen". Man spürt in der Kritik eine enttäuschte Erwartung und genau von dieser muss sich ein professioneller Kritiker freimachen, um objektiv bleiben zu können. Ein journalistisches Fiasko.
Alleine schon die wohl beste Filmmusik der letzten Jahre macht diese Bewertung schon unmöglich. Hanna war für mich ein durchaus kurzweiliges Filmerlebnis. Ein Aha-Effekt hatte er - die Musik ausgenommen - allerdings nicht. Eine Note zwischen 5 und 8 kann ich also nachvollziehen. Diese unterirdische Kritik ist aber auf jeden Fall verfehlt.
HorrorClown 2011/06/22 12:14:13
Antwort löschenIch finde die Kritik zwar einfach MIIIIIIIIIIES! dennoch @ adrolli Objektivität ist etwas dass kein Mensch in Bezug auf Filme hat. Jeder hat Vorlieben und einen Lieblingsfilm. Allein diese Tatsache beweist doch dass kein Kritiker der Welt objektiv an Filme herran geht! Oder nich?
MovieMaze (TheCorey)
über Source Code 2011/06/12 15:17:10
"Source Code" macht in seiner Summe viel zu wenig aus seinen grundsätzlich vorhandenen Möglichkeiten, die er speziell in seiner ersten Hälfte noch (bisweilen erfolgreich) austestet, um sie anschließend entweder zu ignorieren oder bei Seite zu legen.
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über X-Men: Erste Entscheidung 2011/06/01 19:51:23
Die beiden "X-Men"-Filme von Bryan Singer zählen zu den wenigen gelungenen Ausflügen in die Welt der Comic-Verfilmungen. Was Brett Ratner mit "X-Men: The Last Stand" in den Sarg beförderte, legte Gavin Hood später in Form des "Wolverine"-Spin-offs vollends unter die Erde. Zur Exhumierung der populären Reihe (weltweites Einspiel: 1,5 Mrd. Dollar) holte man nun Matthew Vaughn, der zuletzt "Kick-Ass" verbrochen hatte. Nur wusste der (Beweisstück A: "X-Men: First Class") weder wo er zu buddeln, noch wie er den Spaten richtig einzusetzen hatte. Das Resultat ist eine orientierungslose Szenen-Slideshow, bevölkert mit belanglosen, unerheblichen und seelenlosen Figuren.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten
JimSommer 2011/06/19 17:39:37
Antwort löschenLACH - BITTE ERST MAL DEN FILM SEHEN! ;)
TheCorey 2011/06/19 18:22:14
Antwort löschenHab ich, fand ihn wohl nur noch so gelungen wie Sie ;)
Alle 4 Antworten zeigen
JimSommer 2011/06/19 20:47:52
Antwort löschenDu kannst den Film nicht gesehen haben wenn du von einer orientierungslosen Szenen-Slideshow und seelenlosen Figuren plapperst, beides mag auf den ein oder andern alten Teil ggf. zugetroffen haben hier trifft es voll daneben!
Schon nach der gewaltigen Intro-Sequenz ist klar in welcher Liga der Film spielt. Warum auch immer Du glaubst einen Verriss abseilen zu müssen, genau dieser Teil ist dummerweise nach einhelliger Meinung mit Abstand der beste X-Man Teil überhaupt, sowohl was die Charakter Ausleuchtung der zentralen Protagonisten angeht, also auch von der emotionalen Tragweite und Dramatik.
Bei IMDB hat der Streifen folgerichtig satte 8,1 Punkte abgeräumt, Kauf Dir eine Kino-Karte und schreib doch danach was über den Film. Du bist doch ein Kritiker oder liegt hier ein Fehler vor?
moe66205 2011/07/31 19:35:00
Antwort löschenbin der gleichen meinung und bin vor allem mit "den seelenlosen figuren" nicht einverstanden, McAvoy und Fassbender sind ein geniales team (beziehungsweise im film feinde)
MovieMaze (TheCorey)
über Wir sind was wir sind 2011/05/31 11:15:06
Letztlich ist der realistische Ton von "Somos lo que hay" sein großer Trumpf, der allerdings nicht darüber hinwegtröstet, dass der Film abgesehen von diesem wenig originell ist und nie wirklich eine Atmosphäre erzeugt. The need to feed als konsequentes Arthouse-Kino kann daher nur bedingt überzeugen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Catfish 2011/04/27 11:03:40
Angesichts der Entwicklung des Films erscheint dieser in seiner Summe zu absurd, als das sich alles so zugetragen haben soll, wie es die Shulmans und Joost versichern. In der Schilderung von Nevs Lebensalltag, der sich primär an seinem MacBook und dort in Facebook abspielt, sowie der „Recherche“-Mittel der Google-Dienste und YouTube, gelingt es "Catfish" jedoch gerade in seinem ersten Drittel exzellent, ein Kontemporärbild der US-amerikanischen Gesellschaft zu zeichnen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Scream 4 2011/04/27 00:20:35
Insgesamt ist "Scream 4" nicht nur ein würdiger Vertreter der ruhmreichen satirischen Slasher-Reihe, sondern auch der gelungenste Teil seit dem Original. Der Charme und Humor, sowie die Selbstironie der Vorgänger bleiben erhalten, was dem Film angesichts aktueller Genrebeiträge erfrischend altmodisch und doch durch sein Spiel mit den Web 2.0-Mechanismen sehr modern ausfallen lässt. Sollte "Scream 4" in der Tat der Auftakt einer neuen Trilogie sein, ist diese herzlich willkommen, solange sie das Spiel mit der Metaebene und Mise en abyme ebenso gut versteht.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Thor 2011/04/23 12:30:47
Vom rasanten Trash-Fest des Trailers ist dies meist meilenweit entfernt, das mentale Schulter-zucken ob des Gezeigten an sich vorprogrammiert. THOR verkommt zu einem zwiespältigen Produkt, mit dem man wenig anfangen kann. (...) Letztlich merkt man es dem Film durchgehend an, dass es sich um eine reine Charakterexposition handelt. (...) Als kurzweiliges Comic-Fest mit Augenzwinkern lässt sich Branaghs Götterdämmerung aber durchaus genießen, fällt er doch sehr viel runder und gelungener aus, als die vorherigen Marvel-Filme.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Winter's Bone 2011/03/28 13:21:05
So packend und spannend "Winter’s Bone" ausfällt, besticht der Film die meiste Zeit jedoch durch das erwachsene Spiel von Jennifer Lawrence. Dass auch das übrige Ensemble (...) kaum aufsteckt, macht den in blassen und kalten Bildern geschossenen Film zu Charakterkino erster Güte. Besonders im Finale gelingt es (..) eine entscheidende Szene gekonnt auf Messers Schneide tanzen zu lassen, sodass man als Zuschauer fast den Atem anhält, ob dem, was als nächstes geschieht.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Inside Job 2011/03/12 11:38:44
Am Ende ist "Inside Job" zwar nicht Angsteinflößender als die Filme von Wes Craven und John Carpenter, wie es der Boston Globe verkündete, aber dennoch kommt man nicht umhin, während des Filmes ungläubig den Kopf zu schütteln, wenn offenbart wird, wie Goldman Sachs und Co. sich systematisch auf Kosten ihrer Kunden bereicherten. Mit Matt Damon gewann man einen prominenten (Für-)Sprecher, der seine natürliche Stimme zur Verfügung stellte, dem Film jedoch nicht die verdiente Aufmerksamkeit bescheren konnte. Ob sich das Finanzsystem ändert, ist zweifelhaft; dass Lehren gezogen werden, wünschenswert.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über True Grit 2011/02/21 12:30:48
Obschon sich auch in ihrem jüngsten Werk wieder viele stilistische Merkmale der Coens finden lassen, leidet "True Grit" zugleich an den damit oft Hand in Hand gehenden narrativen Unausgewogenheiten. Letztlich ist "True Grit" eine annehmbare Western-Komödie, deren erstklassige technische Inszenierung somit manchen erzählerischen Fauxpas zu kaschieren vermag.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über The King's Speech - Die Rede des Königs 2011/02/12 10:46:33
Dank zwölf Oscarnominierungen schickt Harvey Weinstein, Jäger der verlorenen Goldjungen, mit "The King’s Speech" zumindest auf dem Papier den Favoriten für die überbewerteste Preisverleihung der Welt ins Rennen. Damit kriegt Tom Hoopers Film sehr viel mehr Aufmerksamkeit als er verdient hat. Als komödiantisches Historiendrama mit absurd-charmanter Prämisse und Schauspielkino erster Güte (an Colin Firth wird kein Weg als Bester Hauptdarsteller vorbei führen) funktioniert der Film zwar ganz gut. Die blassen Charaktere und allerlei Redundanzen kann dies jedoch nicht vollends kaschieren.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über 127 Hours 2011/02/12 10:43:16
Wo Boyles Mumbai-Märchen zum Feel Good Movie des Jahrzehnts verschrien wurde, käme dieser Titel zumindest in seinem Œuvre eher "127 Hours" zu. (...) Ist der Film gerade in seiner Klimax quälend-hoffnungsvoll, sprießen die satten rot-braun Töne der Bilder ansonsten vor lebensbejahender Freude. Mit "127 Hours" ist Danny Boyle ein bisweilen amüsantes, sowie weitestgehend intensives Drama von abenteuerlicher Romantik gelungen, ansprechend audiovisuell verpackt und garniert mit einer bewegenden Leistung des Hauptdarstellers.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Léon - Der Profi 2010/12/26 11:03:17
Es sind fraglos die Leistungen der drei Hauptdarsteller, die dafür sorgen, dass "Léon" trotz seines übertriebenen Charakters so wunderbar funktioniert. Angefangen mit Jean Renos wunderbar naivem Spiel des vermeintlich eiskalten Killers mit Prinzipien. Für Reno war es die letzte Zusammenarbeit unter der Regie von Besson und zugleich die vermutlich beste und einprägsamste Figur seiner Karriere. Sein Léon ist eine liebevolle und zugleich bedrohliche Figur zugleich, perfekt nuanciert von dem gebürtigen Marokkaner. "Léon" ist ein emotionaler Thriller über zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch füreinander geschaffen waren, sowie einer Geschichte von zwei Welten, die nicht miteinander verschmelzen sollten und es doch taten.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
MovieMaze (TheCorey)
über Black Swan 2010/12/10 16:29:14
Dieses Jahr erhielt "Black Swan" stürmenden Beifall beim 67. Filmfestival in Venedig, jenem Ort, an dem vor vier Jahren noch Darren Aronofskys Meisterwerk "The Fountain" ausgebuht wurde. Ein Erlebnis, das beim New Yorker hängen geblieben und Wunden gerissen zu haben scheint. Von visuellen Spielereien verabschiedete er sich daraufhin in "The Wrestler", der erstaunlich straight und konsequent daherkam. Zwar blieb damals die Anerkennung der Academy aus, für seinen allseits gelobten jüngsten Film könnte sie nun jedoch ins Haus stehen. Dass sich der 41-jährige Amerikaner seit "The Wrestler" weiterentwickelt hat, lässt sich dagegen nicht sagen, sind sich er und "Black Swan" doch zu ähnlich (Thrillerelemente ersetzen Charaktertiefe), um einen Fortschritt erkennbar zu machen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten