vPidschv - vPidschvs Kommentare zu Filmen

Deine Kommentare

Filter
Sortierung

vPidschv
über Twin Peaks: Der Film

7.5Sehenswert

Wow, nun bin ich also endlich durch mit Twin Peaks und mir wurde tatsächlich nicht zu viel versprochen. Da ich der durchaus gängigen Bezeichnung als beste Serie aller Zeiten einwandfrei zustimmen kann, brauch zu dem Meisterwerk einer Serie ja eigentlich nicht mehr viel gesagt zu werden. Aber da gibt es ja noch das berüchtigte Prequel, nach welchem sich einige Fans von Lynch abgewendet haben und ihm bis heute Ausschlachtung des Twin Peaks Franchises vorwerfen.
Nachvollziehen kann ich diese Vorwürfe nur teilweise. Es ist natürlich unübersehbar, dass beim Zustandekommen dieses Films einiges schief lief: Lara Flynn Boyle wurde ersetzt und viele andere Charaktere tauchen überhaupt nicht auf, da sie entweder aus dem Script gestrichen wurden nachdem sie nicht mitmachen wollten, oder weil sie nur in den vielen nicht verwendeten Szenen auftauchen, welche es trotz erneuter Anläufe bis heute nie in einen Director's Cut geschafft haben. Außerdem fehlt mit der sehr gering gehaltenen Rolle Dale Coopers die Identifikationsfigur der Serie. Lustigerweise kann gerade Kyle MacLachlan, der in seiner Serienrolle absolut aufging, hier überhaupt nicht überzeugen. Der Charakter wird absolut lustlos gespielt und seine liebgewonnenen Charakterzüge fehlen, aber wen wunderts wenn man beachtet, dass MacLachlan nur 5 Tage am Set war, nachdem er ursprünglich eigentlich schonmal abgesagt hatte, so dass der Film nie gedreht worden wäre, wenn er sich nicht zu einer Rollenkürzung bereit erklärt hätte, welche im Endeffekt nun darin resultiert, dass die erste halbe Stunde des Films, in welcher Dale Cooper im Mittelpunkt stehen sollte, überhaupt nicht mit dem Rest übereinstimmt.
Nach besagten 30min kommt dann ein völlig aus dem Zusammenhang gerissener Zeitsprung, mit dem wir uns nun wieder im altbekannten Twin Peaks befinden. Doch auch hier merkt man bis zum Schluss, dass das große Problem dieses Prequels der scheinbar zusammengeworfene Aufbau ist. Was bei anderen Werken von Lynch positiv hervorzuheben ist, fällt hier leider negativ auf. Dass der Film ein derartiger Flop war darf also keineswegs allein an dem verzögerten Kinorelease festgemacht werden.
Doch auch wenn Twin Peaks: Fire Walk With Me mit den genannten Problemen teilweise schon arg zu kämpfen hat, verstehe ich nicht, wie man ihn so dermaßen haten kann wie es eine Menge Leute tun. Da der Film ein Prequel ist, muss er eben nach einem vorgegebenen Schema verlaufen. Dennoch verzichtet Lynch darauf, die Serie stur fortzusetzen und erzählt die Geschichte, über welche man in der Serie schon verdammt viel erfahren hat, erneut und mit einer anderen Herangehensweise. Würde dieses Prequel den Style der Serie beibehalten (was an sich erstmal ohnehin kaum umsetzbar gewesen wäre), wäre es absolut überflüssig, da nichts neues passieren würde.
Was ist also die Alternative? Einige verlangen scheinbar die Auflösung aller ungeklärten Fragen. Andere regen sich über die Auflösungen im Prequel auf, da sie die ganze Sache angeblich entmystifizieren. Ein Sequel scheint vielleicht manch ein anderer wiederum für notwendig zu halten, doch die Masse hält vermutlich das Ende der zweiten Staffel für perfekt. Wäre es jetzt also am ehesten angebracht gewesen, das nach zwei Staffeln gecancelte Twin Peaks gar nicht mehr fortzusetzen?
Vielleicht... aber was ist so verkehrt daran, wenn man die Charaktere noch einmal wiedersieht und auf Grundlage dieser einen völlig neuen Film schafft, der lynchtypisch aber anti-peaksisch ist? Immerhin konnte die Ausgangssituation von Twin Peaks die Grundlage für einen netten Horrorfilm erschaffen, mit welchem sich Lynch auf ganz andere Aspekte konzentriert und den Fokus dementsprechend von Comedy auf Psychodrama verlegt. Die Nebenwirkungen beinhalten leider dieses konstant anwesende Chaos, welches einigen Fans scheinbar den kompletten Zugang zum Prequel verbaut. Ich halte das Prequel jedenfalls für einen besseren Abschlsss als den Cliffhanger der zweiten Season, aus dem einfachen Grund, dass, trotz des ganzen Durcheinanders, mit dem in-Szene-setzen von Laura Palmer ein runder und würdiger Abschluss für das Twin Peaks Universum gefunden wurde.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

Faszinierend, dass hier schon wieder so schnell die 100-Kommentar-Grenze überschritten wurde. Warum errichtet ihr nicht einfach ein Piraterie-Diskussionthread? Dann könnt ihr die Kommentarsfunktion zu den etlichen News über dieses Thema deaktivieren und entsprechenden Thread verlinken. Auf diese weise würde bestimmt ne Menge überflüssiger Daten im Archiv gespart, denn nachdem sich die Argumente beider Seiten gefühlte 4 Millionen mal wiederholt hätten, würde die Diskussion dort vor lauter Verzweiflung eventuell einfach ohne Lösung ein Ende finden. ;)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

Kenne aus der Liste hier nur Scrubs und den Rest werd ich mir höchstwahrscheinlich auch nie ansehen. Dr. House vielleicht irgendwann, aber auch da schreckt das Krankenhaussetting ab (neben der hohen Folgenzahl). Ich versteh einfach nicht, warum ich mir ein Real-Life-Krankenhausdrama angucken soll... wo liegt der Reiz in diesen Serien?

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

dbeutner

Antwort löschen

"Geister" != "Real Life" :-)))


vPidschv
Kommentare

1. Perry Cox
...
...
...
...
2. J. D.
3. Elliot Reid
4. Bob Kelso
5. Molly Clock -> kommt aber leider nur in 9 Folgen vor :(

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
über Kids

7.0Sehenswert

Wirklich schwierig zu beurteilen...
Ja, Kids ist definitiv authentisch. Ich war zwar in den 90s nicht in New York, aber der Regisseur, die Laiendarsteller und vor allem die Drehbuchautorin waren es und scheinen zu wissen, wovon sie reden. Ich verstehe die ganzen Diskussionen um die Realitätsnähe nicht - die verwendete Jugendsprache ist dumm und nervig? Tja, das ist sie bei gewissen Personen in der Wirklichkeit auch. Das Gezeigte ist zu provokant und es macht keinen Spaß, sich das anzuschauen? Sich das ganze in der Realität anzusehen ist in dem Fall natürlich auch nicht spaßig. Der Film muss von vornherein einfach als gescriptete Doku betrachtet werden, was er ja auch ohne Zweifel sein will.
Einen Kritikpunkt, den ich wiederum absolut nachvollziehen kann, ist, dass der Film einfach zu viel zeigen will und dadurch in gewisser Weise an sich selbst scheitert. Auch wenn die angeschnittenen Themen wie AIDS und sinnlose Gewalt grundsätzlich ins gezeigte Milieu passen, sind sie hier ohne Feingefühl irgendwie in die Handlung geworfen. Ich will nicht sagen, dass das in Wirklichkeit auf keinen Fall passieren würde, aber wenn die Antihelden am selben Tag mit AIDS, (halb)totgeschlagenen Menschen, Drogen und Vergewaltigungen in Kontakt kommen, wird das ganze schon sehr überdramatisiert. Der Handlungsstrang mit dem Spasten, der den ganzen Tag nur Mädchen entjungfern will, ist jawohl schon krass genug an sich... aber warum muss der Typ dann ausgerechnet auch noch AIDS haben?
Insgesamt kommt es aber meiner Meinung nach darauf an, ein authentisches Jugendportrait zu zeichnen und auf dieser Ebene punktet der Film aufjedenfall. Es ist gut, dass der Film nicht versucht, mit der moralischen Keule die Verdorbenheit der Jugend einzuhämmern. Er zeichnet ein krasses, aber verständliches und erschreckendes Bild vom Alltag. In einer derart dargestellten Weise ist das zwar nicht überall so und ich weiß natürlich auch nicht, wie heftig das in den ärmeren Vierteln von NY (gewesen) ist. Aber vorkommen tut das alles sowohl heute als auch damals und wohl in der ganzen westlichen Welt. Jedenfalls kann ich aus persönlichen Erfahrungen bestätigen, dass einige der gezeigten Sachen auch auf die Mehrheit der deutschen Jugendlichen zutrifft... besonders die Art und Weise, wie feiern, saufen und kiffen dargestellt wird, überzeugt absolut und zeugt von Authenzität. Wenn sich Eltern z.B. nicht vorstellen können, wie der Alltag ihrer Kinder aussieht, kann es auf keinen Fall schaden, ihnen "Kids" zu empfehlen. In den dargestellten armen Vierteln wird das allerdings eh wiederum kein Elternteil machen und solche vollkommen verblödeten Personen wie der hier gezeigte Hauptcharakter wird man hierzuorts dann wiederum nicht (oft) finden...
Aber im Fazit ist der Film einfach sympathisch, weil er die pure Realität (nur halt leider überdramatisiert) zeigt ohne sich ein Urteil zu erlauben. Viele scheinen damit allerdings nicht klar zu kommen und verpöhnen ihn mit scheinbar völliger Erkenntnis als irreal, überflüssig und langweilig.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

KlohauZ

Antwort löschen

"Spast" ist kein politisch korrektes Schimpfwort!


vPidschv

Antwort löschen

das ist mir doch latte :)


vPidschv
über Steve McQueen

Steve McQueen hat bisher erst zwei Filme gemacht und beide zählen vor allem handwerklich zu dem unkonventionellsten, interessantesten und besten, was ich je gesehen habe. Dazu kommt noch, dass sie auch auf inhaltlicher Ebene absolut überzeugen können. Ein Bewertungsdurchschnitt von 9,75 sollte für sich sprechen. Deshalb bin ich auch absolut gespannt auf alles, was dieser Mann noch raushauen wird... für mich definitiv der beste derzeit arbeitende Regisseur überhaupt. :)

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

Schöner Artikel... Hab bis jetzt nur 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage & Police, adjectif gesehen. Beides sehr gute Filme, denen ein wirklich interessanter Style zugrunde liegt. Danke für die Liste... Lazarescu ist eh schon längst vorgemerkt und der Rest wird sich auch angeschaut! :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

Ich halte Se7en für seinen schlechtesten (hab Alien und Benjamin Button allerdings nicht gesehen) und hab große Angst jetzt virtuell geschlagen zu werden :(

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

MovieMonster

Antwort löschen

Fass, Brutus, fass!


GRooGGer

Antwort löschen

*seufz*


vPidschv
Kommentare

"8th Wonderland" im Sommer letzten Jahres, ca. nen Monat vor Deutschlandrelease aber gleichzeitig auch schon 1-2 Jahre nach offiziellem Release (Frankreich). Hat sich als relativ mittelmäßiger und irrelevanter Film herausgestellt, aber hat mich dennoch nicht davon abgehalten, öfter hinzugehen und sowohl schlechter Beispiele (wie "The Dilemma") als auch bessere (wie "Another Earth") zu sehen.
Mal sehen, vielleicht geh ich heut mal wieder hin... :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

62 Stimmen für Robin? Ich find die die meiste Zeit über völlig unsympathisch, ätzend und vor allem unlustig. Und Lily ist auch nicht viel besser. Auch wenns Klischee klingt, Barney ist der Grund warum ich die Serie guck und mag. Alle anderen können mal ganz witzig sein, sind es meistens aber einfach nicht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

Allein beim Betracht des Casts kann nur der Dark Knight gewinnen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
über Forrest Gump

6.5Ganz gut

Nun habe ich mir also doch endlich Forrest Gump angetan, nachdem mir schon etliche Leute von diesem Film erzählt haben und das man ihn ja unbedingt kennen müsste. Was mich bis dato abschreckte war, dass sich die Geschichte zum einen nach derbem Kitsch und zum anderen nach Propagierung des American Dream anhörte. In der Tat kann Forrest Gump damit auch gut zusammengefasst werden...
Dennoch kann meine Wertung letztendlich nicht allzu gering ausfallen, denn Kitsch wurde schon wesentlich aufdringlicher und nerviger vorgetragen, als dies hier der Fall ist. Selbst wenn Tom Hanks mal wieder nur auf Mitleid aus ist, zählt dies schauspielerisch zu seinen besten Rollen. Der restliche Cast ist auch in Ordnung, genauso wie die Inszenierung von Robert Zemeckis.
Mit der emotionalen Inszenierung entsteht jedoch auch ein Problem. Der Film lobt das Ideal des American Dreams zwar nicht direkt, aber wohl sehr stark indirekt. Denn dadurch, dass jegliche Art der Kritik ausbleibt, hält man als Betrachter zur dramatischen Hauptperson Forrest. Wenn man nicht derartig stark auf ein Happy End gepuscht und die Musikwahl etwas neutraler ausgewählt hätte, wäre das Gesamtwerk in seiner Bewertung vielleicht neutral geblieben und der Zuschauer hätte sich selbst ein Bild machen können.
Aber nein, die Lebensgeschichte von Forrest Gump kommt unterhaltend und unglaublich real rüber, obwohl sie ohne Zweifel kein bisschen authentisch ist. Natürlich besitzen wir alle die Fähigkeit des Differenzierens zwischen Realität und Fiktion, doch der Schaden bleibt ohne genauere Betrachtung trotzdem im Hirn stecken... Forrest Gump kann in der realen Welt gar nicht existieren. Es ist zwar witzig ihm dabei zuzusehen, wie er von einen historischen Ereignis ins nächste springt (besonders der Vietnam-Part hat mir eigentlich relativ gut gefallen), doch diese ganzen extremen Zufälle wie die Geschichte mit den Shrimps oder das Investieren in Apple-Aktien hängen sich schon ziemlich krass aneinander. Besonders die Reise um die Welt wirkt extrem lächerlich. Die plakative Demonstation der Hoffnung, die Forrest seinen Anhängern gibt, ist wirklich nur noch trashig-lustig und hat null Realitätsgehalt. Es ist sowieso beachtlich, dass Forrest nur wegen der Unterstützung seiner Mutter sowieso seiner Freundin auf einmal derartig rennen kann (zuvor: gar nicht!), dass er später über 3 Jahre durchs Land läuft. Das ganze ist dann nur noch eine Metapher dafür, dass in Amerika einfach alles möglich ist. Nicht unbedacht bleibt er also in Nordamerika und überschreitet nicht einmal die Grenze.
Getoppt wird das eigentlich nur noch von den eindimensionalen Charakteren. Natürlich wird Forrest am Ende Milliardär. Natürlich geht für den ehemaligen Lieutenant auch alles gut aus. Sie waren ja auch beide beim Militär und haben in Vietnam gedient. Die anfängliche Wut vom Lieutenant gegenüber Forrest, dass gegen seinen Willen sein Leben gerettet wurde und er nun ein Krüppel ist, verjährt natürlich auch dadurch, dass er in Forrest Hoffnung findet. Das die Hoffnung weiterhin nicht real ist, wird dabei erneut leicht übersehen. Forrest kam ja erst zu seiner normalen Schulausbildung, weil ihn irgendwer übermenschlich schnell durchs Football-Stadion rennen gesehen hat. Aber am besten ist nach wie vor, dass Forrests Freundin natürlich suizidgefährdet ist und schlussendlich erkrankt und stirbt. Das musste selbstverständlich so kommen, sie war ja auch mit den bösen Hippies und den Black Panthers unterwegs. Ihr Traum, eine Sängerin zu werden, konnte sie nicht verwirklichen, aber das lag dann natürlich nur daran, dass sie ins Stripbusiness abgerutscht war und auf ihren Körper reduziert wurde. Sie hatte also nach amerikanischem Vorbild die Möglichkeit, aber hat sich diese selbst verbaut.
Man könnte wirklich jeden Aspekt der Story noch weiter im Detail analysieren, aber langsam habe ich irgendwie keine Lust mehr. Ja, es gibt verdammt viel zu kritisieren, aber trotzdem lässt sich der Film ganz gut anschauen und ist an sich gut inszeniert. Nur die unterschwellig extrem patriotische Aussage lässt zu wünschen übrig. Aber immerhin kommt diese nicht so extrem in-your-face daher wie beispielsweise bei "The Pursuit of Happyness". Ich konnte mich jedenfalls ganz gut unterhalten lassen und gleichzeitig die Banalität der Story erkennen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

KlohauZ

Antwort löschen

Jetzt weiß ich warum du gestern eineinhalb Stunden später gekommen bist :D
Aber ich gebe dir in den meisten Punkten recht, ich persönlich hab den halt nur von Anfang an mehr als Unterhaltungsfilm gesehen und mir nicht so die Gedanken gemacht.


caschta

Antwort löschen

Du sprichst mir aus der Seele. Danke!


vPidschv
Kommentare

Schwieriges Thema, da jeder etwas anderes unter dem Begriff Mindfuck verstehen wird. Gerade deshalb fände ich auch eine entsprechende Genreliste relativ sinnlos, obwohl ich Freund von Filmen bin, die ich persönlich als Mindfuck einstufen würde. Hier genannte Filme Matrix und A Clockwork Orange würde ich z.B. nie als Mindfuck einstufen.
Wie auch immer, bei mir dürfte der erste jedenfalls Fight Club gewesen sein. Oder vielleicht wars auch doch Saw. Der beste Film mit Mindfuckelementen ist für mich jedenfalls Memento. Und der härteste Mindfuckmoment geht entweder an den Twist in The Usual Suspects oder The Sixth Sense.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
über X-Men: Erste Entscheidung

9.0Herausragend

Ich hätte ehrlich nicht damit gerechnet, aber X-Men: First Class gefällt mir wahrhaft noch besser als die beiden alten Teile (ja, mir ist bewusst, dass ich Teil 3 ignoriere). Und das, obwohl alle bisherigen X-Men Filme, First Class eingeschlossen, das selbe Problem haben: es gibt zu viele Mutanten. Das mag zwar für die Story und das gesamte Setting von Bedeutung und unter Umständen auch unumgänglich sein, aber dann könnte man doch zumindest mal darauf Acht geben, dass nicht jeder dieser nicht allzu wichtigen Mutanten völlig uninteressant und strutzedoof ist. Ich mein, Banshee? Beast? Angel? Was sind das für Charaktere? Lustig ist auch dieser Typ von der Baconseite, der im ganzen Film tatsächlich nicht ein einziges Wort sagt und nur ab und zu mal ein bisschen Wind durch die Gegend wirbelt. Und warum musste eigentlich auch Havok noch mit eingebaut werden? Der Typ ist genauso lame wie sein Bruder Cyclops, kann fast das gleiche und sein einziger Vorteil ist, dass er nicht so wichtig ist wie Cyclops in den alten Filmen. Da besonders diese ganze jungen Mutanten also abgesehen von ihrem Zweck in der Story rein gar nichts bezwecken und allesamt kein bisschen sympathisch sind (Ausnahme: Mystique), kann durchaus schnell Langeweile im mittleren Teil des Films aufkommen. Denn dort geht es primär um die junge Gruppe und ihnen gehört die Aufmerksamkeit. Aber vermutlich liegt das mit den Charakteren einfach an den Comicvorlagen, die ich nie gelesen habe.
Warum ich den Film trotzdem so hoch bewerte? Weil einerseits die Story für einen Comicblockbuster ziemlich umfangreich, tief und gut konstruiert ist und außerdem die restlichen, wichtigen Figuren sehr gut geschrieben und verkörpert wurden. Kevin Bacon passt einfach perfekt in die Rolle des bösen Naziarschlochs. Xavier kommt auch nicht nur glaubhaft rüber, sondern man kann sich, nachdem man die alten Filme gesehen hat, sofort vorstellen, dass Charles mal genau so war. Man erkennt ihn einfach wieder, obwohl er hier keine Glatze hat, nicht im Rollstuhl sitzt und auch nicht Jean-Luc Picard ist.
Dennoch bleibt der absolute Träger des Films Magneto. Man konnte einfach selten so einen coolen und kompromisslosen Charakter in solch einem "Mainstreamstreifen" beobachten. Allein, dass Michael Fassbender es schafft, diese Figur so gut darzustellen, nachdem sie zuvor bereits drei mal von Ian McKellen gespielt worden ist, verdient Respekt. Magneto steht außerdem im Mittelpunkt des Films. Die Story beginnt mit ihm und endet mit ihm. Im Prinzip dient der Film hauptsächlich der Darstellung von Magnetos Charakterentwicklung. Vom Junge im KZ zu dem, was er in X-Men 1 war. Und ich finde, dass diese Entwicklung verdammt gut und durchaus nachvollziehbar umgesetzt wurde. Das einzige daraus resultierende Problem ist jedoch, dass einige Logiklöcher zwischen diesem Prequel und der Trilogie entstehen. Und selbst wenn Teil 3 (und Origins) beim Handlungsverlauf ignoriert wurden, was Singer scheinbar mal gesagt hat, erklärt dies beispielsweise nicht, dass Cerebo und der Antitelepathenhelm in X-Men 1 als neu und unbekannt eingeführt werden.
Doch das alles kann einem einfach nicht die Freude an Magnetos Rachefeldzug verderben. Die Szenen, in denen Erik Lehnsherr zuschlägt und seiner Wut freien Lauf lässt sind genial und machen immer wieder Spaß. Besonders hervorzuheben ist da natürlich die Kneipenszene in Argentinien. Eine der stylishsten Szenen, die ich je zu sehen bekommen habe. Und das natürlich im positiven Sinne! Ich will unbedingt ein Spinoff sehen, in dem Magneto zwei Stunden lang Nazis jagt! :)

Charles: 'Erik, you said yourself - we're the better men. This is the time to prove it. There are thousands of men on those ships, good, honest, innocent men. They're just following orders!'
Erik: 'I've been at the mercy of men just following orders... never again!'

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
über Black Box BRD

1.0Ärgerlich

Die wohl inhaltsloseste Dokumentation aller Zeiten. Was hier gelehrt wird, kann man sich auch einfach in einer Minute auf Wikipedia durchlesen. Circa 90% des Films, in dessen Szenen meistens kläglich versucht wird, mit seltsam eingeschobenen Berichten und teilweise äußerst irrelevanten Zeugenkommentaren eine Atmosphäre herzustellen, hätten gestrichen werden können. Einzig die Hintergrunde von Grams waren noch etwas interessant, während die überaus detaillierte Biografie vom Banker Herrhausen völlig unnötig daherkam. Auch das ständige Springen zwischen den beiden Erzählsträngen sorgte eher für Verwirrung als für krimiähnliche Spannung, die dieser Doku ja durchaus desöfteren zugesprochen wird.
Am schlimmsten finde ich jedoch, dass zu keiner Zeit die Sachlage zusammengefasst wird und man daher, ohne bereits Kentnisse über den historischen Hintergrund zu besitzen, der gesamten Handlung unmöglich folgen kann. Außerdem bleibt jegliche Form von Schlussfolgerung und Interpretationsansätzen leider aus.
Fazit: Besser kann man seine Lebenszeit kaum verschwenden.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

cacavas61

Antwort löschen

"Außerdem bleibt jegliche Form von Schlussfolgerung und Interpretationsansätzen leider aus. "
Das ist ja gerade das geniale an dem Film - der Zuschauer muss selbst seine Schlussfolgerungen ziehen !


Kieke

Antwort löschen

"Am schlimmsten finde ich jedoch, dass zu keiner Zeit die Sachlage zusammengefasst wird und man daher, ohne bereits Kentnisse über den historischen Hintergrund zu besitzen, der gesamten Handlung unmöglich folgen kann"

- Dein Zitat beweist es: der Film ist nur für Leute seiner Zeit zu verstehen. - und somit ein schlechter Dokumentarfilm


vPidschv
über Mind Game

6.0Ganz gut

Es ist wirklich krass mit was für Wertungen der Film hier überschüttet wird. Wegen den ganzen Lobreden habe ich mir heute dann spontan gedacht, ich guck mir das jetzt einfach mal an. Ob das eine gute oder schlechte Entscheidung war kann ich wirklich nicht beurteilen.
Fakt ist: Mind Game sprengt jegliche Genremuster und erzählt eine relativ merkwürdige Geschichte mit einer vollkommen kranken, wohlmöglich nie dagewesenen Form des Storytellings. Unterstützt wird das ganze von dem einzigartigen und überaus eigenwilligen Zeichenstil. In dieser Hinsicht war der Film definitiv etwas völlig neues und das Anschauen es aufjedenfall wert.
Das Problem ist allerdings, das mich besonders der Zeichenstil wiederum daran gehindert hat, mich von all dem unterhalten zu lassen. Es scheint fast unmöglich zu sein, sich an diesen merkwürdigen Stil zu gewöhnen. Hinzu kommen die rapide wechselnden Bilder in Verbindung mit Zeit-/Handlungssprüngen, Montagen und einfach ganz, ganz, ganz viel anderen strangen Dingen. Wie soll man das noch als Mindfuck bezeichnen können, wenn der Film aufgrund seiner Bildsprache so anstrengend wirkt, dass man davon Kopfschmerzen bekommt. Zwischendurch hab ich oft überlegt, ob ich mal eben pausieren soll, um wieder klar denken zu können. Normalerweise steh ich ja auf solchen Mindfuckkram, aber in diesem Fall wirkte sich das irgendwie alles eher negativ als positiv aus, weils an irgendeinem Punkt dann einfach mal zu viel wird. Ein weiteres Problem ist, dass nach der 100min langen Erfahrung, die einem Acidtrip schon ziemlich nah kommen muss, letztendlich nichts bei rum kommt. Es wird keine eindeutige Erklärung gegeben, was das jetzt im Endeffekt alles bedeuten sollte, und wenn ich versuche irgendetwas zu interpretieren, dann ist mir das einerseits zu anstrengend und andererseits ist die Grundaussage des Films dann doch etwas zu banal und deshalb frage ich mich, wozu ich noch weiter darüber nachdenken sollte. Nach meiner Einschätzung wird lediglich vermittelt, dass man quasi jeden Tag wie seinen letzten leben soll. Ob dafür dieses starke und äußerst anstrengende hin und her wirklich notwendig ist, ich weiß es nicht. Jedenfalls ist es irgendwie interessant, Mind Game gesehen zu haben.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
Kommentare

Gefällt mir, dass Pixar schlecht abschneidet. Hab den Hype noch nie verstanden.
Und Platz 12 für den besten Film aller Zeiten ist etwas zu schwach :[

bedenklich? Kommentar gefällt mir 4 Antworten

HeilerDerWelten

Antwort löschen

Du bist hoch intelligent pidsch, ich hoffe du wirst Astronaut


vPidschv

Antwort löschen

Das hat Mama auch gesagt :)


vPidschv
Kommentare

Als Schauspieler bestand ihre Aufgabe doch nur darin es so aussehen zu lassen, als ob sie tanzt. Wenn sie das dann nicht alles selbst hingekriegt hat und vieles nur durch Tricks und Doubles zustande kam, ist das doch wenn überhaupt eine noch größere Leistung und keineswegs eine schlechte.
Und wenn Sarah Lane unbedingt das Aufsehen für ihre Tänzelei braucht, dann soll sie bei Black Swan halt nicht mitmachen, wenn dort scheinbar schon von vornherein gesagt wurde, dass man zugunsten der Chance auf einen Oscar schweigt.
Einfach nur lächerlich, dass da irgendjemand eine Aberkennung fordert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
über Species

8.5Ausgezeichnet

Perfekte sinnfreie Trashorgie im typischen 90's Style. Eigentlich mag ich solche Filme ja eher weniger, aber hier wird ausnahmsweise mal auch ohne Story sehr gute Unterhaltung geboten. Ich weiß gar nicht, wo die ganzen schlechten Wertungen herkommen... es gibt genug andere Filme dieser Sorte, die es aufgrund der genannten Kriterien wie beispielsweise dummen Dialogen viel eher verdient hätten, schlecht abzuschneiden.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

vPidschv
über From Hell

2.0Ärgerlich

Johnny Depp nimmt Drogen und träumt von toten Nutten. Wahnsinn! Nur über den guten Jack scheint man irgendwie nichts neues zu lernen, es sei denn man hat vor dem Film zu tief ins Glas geschaut und verwechselt den Ripper mit dem Herrn Daniel. In dem Fall darf man sich aber ohnehin auf ein wesentlich unterhaltsameres Erlebnis freuen, als From Hell es eigentlich ist. :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten