Filmische Selektion einer Einzelnen. Porträtiert wird eine Frau, gefangen in ihrer unbändigen Liebe zu ihrem Sohn. Der Verkauf ihrer selbst zügelt das Vertrauen der Gesellschaft als manuskriptartiges Aufeinandertreffen verschiedener Sphären der sozialen Herkunft. Gepeinigt, gehasst und verstoßen und als menschliche Obsession missbraucht verkommt die Liebe der Frau zu einer mannigfaltigen Verachtung gegenüber der Gesellschaft. Im Jahre 1934 entsteht ein sensibler Vorläufer jeglicher filmischer Darstellung sozialer Brisanz und verarbeitet die Themen von Nichtakzeptanz, Liebe und Obsession aus Sicht einer Frau, die sich als Charakter jederzeit in ihrer Beständigkeit auszeichnet, doch im finalen Höhepunkt in einer Katharsis endet, die jede handelnde Person als Verlierer entlarvt. Der Film distanziert sich von den Charakteren, wissend, dass ein solch menschliches Unterfangen (hier agiert Realismus pur) niemals als reines Happy End abschließt. Selbst wenn im Schlussakt die Mutter ihrer Bestimmung folgen kann, gerät jeder in den Zwiespalt seiner eigenen Existenz und büßt aus dessen (charakterlichen) Sünden und hat keinen positiven Ausgangspunkt. Ruan Lingyu ist die namenlose Protagonistin, die sich versucht hinter ihrer Anonymität zu verstecken und ihre Liebe - ihren Sohn - zu schützen und ihm ein Leben zu ermöglichen, dem sie zu jederzeit entsagt war. Die implizierte Kritik an der Gesellschaft statuiert sich nur als sekundäre Aussage des Films, vorrangig agiert die Simplizität der Liebe und deren Nachläufer; die Verantwortung. Der Titel steht hier exemplarisch als Metapher der Protagonistin: sie dominiert die dargestellte Gesellschaft als Goddess (Göttin) und versammelt alles um sich herum als agierender Mittelpunkt.
Und Ruan Lingyu erst. Das war 1934, und die spielt hier so klar, temperamentvoll, intim und realistisch. Fabelhaft. Scheinst dich ja jetzt langsam doch dem chinesischen Kino aufgewärmt zu haben. :)
Das chinesische Kino ist ganz und gar wunderbar. War damals ja nur durch Yimou Zhang abgeneigt. Allerdings verbergen sich die wahren Schätze abseits To, Woo und den (für China typischen) Wuxia-Kram noch sehr vor mir. Zhangke ist natürlich einer, den ich gerne näher betrachten würde, aber nicht so einfach an seine Filme dran komme. Still Life und Dong habe ich zu hause (und gesehen), Der Bahnsteig habe ich auf youtube gefunden, aber ansonsten gehts da anscheinend ja nur über Importe, oder? Und wenn wir gerade dabei sind: hast Du noch irgendwelche Tipps, die mir hier hilfreich sein könnten? Kenne deine Liste, aber die helfen mir ja nicht dabei zu wissen, wo ich die sehen kann. ;)
Also youtube und amazon.de (oder UK) sind da immer gute Anlaufstellen. Bei vielem stößt man aber eben auf das Problem das viel Abseitiges oder "Bekanntes" (von damals oder heute) eben keine VÖ hat. Speziell von damals. Vieles was vor der Kulturrevolution entstand und nicht konform mit den neuen Werten war wurde eben einfach vernachlässigt oder vergessen. "Spring in a small Town" ist da noch ein großer Klassiker den du dir ansehen könntest, gibt es auch auf youtube. Und wenn du wegen speziellen Filmen Fragen hast, kannst du mir ja eine PM schicken.
Gerade wieder einmal die Buchreihe, nach knapp zwei Wochen lesen, beendet und wie immer überfällt mich eine ungeahnte Dankbarkeit und Zuneigung zu dieser unglaublichen Person. Es ist für mich einfach unfassbar, dass es einer einzigen Person gelungen ist, mein Leben so sehr zu verändern. Ihr Schreiben, ihre Intelligenz, ihr Scharfsinn und ihre Kreativität bildeten den Grundstein für jede charakterliche Entwicklung in mir. Das Verständnis von Recht und Unrecht gehen einher mit der tiefgreifenden Bedeutung von Liebe und Verständnis. Ohne Rowling bezweifle ich, dass mir der Begriff von Freundschaft so einprägsam artikuliert hätte werden können, wie durch das Leben von Harry, Hermione und Ron. In dem Moment, in dem Harry nach dem Ende der Schlacht von Hogwarts allein auf der Suche nach seinen beiden besten Freunden ist und sie mit den Worten "Kommt ihr mit?" an das Ende ihres großen Abenteuers führt brechen jegliche Dämme und es wird klar, dass selbst jede weitere Darstellung (in Literatur oder Film) von menschlicher Zuneigung und Zusammenhalt ad absurdum geführt wird. Letztendlich ist es offenkundig, dass Harry in vielen Köpfen und weiteren Generation unsterblichen bleiben wird, denn den Ausmaß, den diese Buchreihe auslöste, ist wohl kaum empirisch zu erfassen. Harry Potter ist weit mehr als nur Fantasyliteratur, denn Rowling gelang es durch Harry essentielle Bestandteile des Lebens schriftlich darzustellen, Menschen einen Anreiz zum Lesen zu geben und letztendlich eine gesamte Generation zu definieren. Ich schäme mich für jeden, der sich für sein Interesse an Harry Potter schämt und trage mit Stolz die Bezeichnung eines Potterhead. After all this time? - Always.
Hab grad zufällig den Soundtrack zum 1. Film laufen, netter Zufall. Schöner Text und seh ich ganz ähnlich; eindeutig die Buchreihe, die meine Kindheit/Pubertät am weit stärksten geprägt hat.
Schöner Text. Hab' die Bücher "früher" auch verschlungen, allerdings, nach dem das letzte raus kam, nur noch eben dieses gelesen und damit abgeschlossen. Danke für den Potter-Flashback!
Weltenkind
Kommentare
Sat, 18 May 2013 10:27:54 -0000
Endlich! Brendan Gleeson in einer Hauptrolle! Bin gespannt wie ein Flitzebogen.
Im Prinzip findet sich in „Jagten“ eigentlich nichts, was es nicht schon gegeben hätte. Vinterberg stellt den Verdacht des Kindesmissbrauchs in den Raum und inszeniert eine (dem Namen angepasste) soziale Jagd auf den vermeintlichen Täter. Dennoch distanziert sich Thomas Vinterberg von den gerne zu oft proklamierten Hasstiraden gegenüber Kinderschänder und deren Taten und beleuchtet gar nicht den eigentlichen Grundstoff - die Kinderschändung - sondern geht nur auf die Verfolgung des von Mads Mikkelsen gespielten Protagonisten ein. Die Herangehensweise ist denkbar einfach: ein Mädchen bekommt nicht die von ihr gewünschten Gefühle des Kindergärtners und verfängt sich so in einem Geflecht von Lügen. Und hier beginnt auch schon der erste große Fehler: Vinterberg vertieft sich in einem beinahe schon frauenfeindlichen Geflecht. Der wütende Mob lässt sich ganz allein von einer Herde Frauen definieren, kein Mann, der ein sozial gefestigtes Standbein besitzt (ausgeklammert werden hier das typisch-banal gezeichnete Proletenvolk, dem sich nur der Mann zugehörig fühlt), ist Bestandteil des feindlichen Konstrukt. Das entbehrt nicht nur jeglicher realen Darstellung, sondern ist auch schlichtweg ein plakatives und vor allem einfach gebildetes Standbein des Films. Vinterberg schlägt sich ganz klar auf die Seite des (von vornherein klaren) unschuldigen Lucas. Es wird nicht deutlich, dass es ein Verfahren gegen Lucas gibt, oder dass sich mit dem Thema in der Gesellschaft wirklich auseinandergesetzt wird. Der vermeintliche Missbrauch ist nicht Thema des aktuellen Zeitgeschehens und keinerlei Medien treten auf. Dieser Aspekt wirkt befremdlich, der sich zwar ebenso durchaus als Vereinfachung der Inszenierung der sozialen Jagd auf Lucas interpretieren lässt, im Kontext zum Film allerdings zu schwach ausgeprägt ist. Vinterberg erzählt eine interessante, aber keine relevante Geschichte und lässt sein Programm linear durchlaufen, ohne einen wirklichen Anhaltspunkt zu besitzen. Das Ende ist ein gleichermaßen schwacher als auch feiger Schritt um das Geschehen zu Ende zu erzählen. Vielleicht wäre es an diesem Beispiel gemessen besser, der Film wäre bis zum Ende ausbuchstabiert worden und hätte eine klare und vor allem verständliche Prämisse zu bieten. So bleibt nur der Eindruck, dem Regisseur seien die Ideen ausgegangen (was ich einem wie Vinterberg nicht zutraue) oder die Vereinfachung auf das nötigste fand in diesem Film keinen adäquaten Schlusspunkt.
Was du schreibst, ist zwar alles absolut korrekt, aber von Vinterberg genau so beabsichtigt. Er baut ganz gewollt diese riesen Kluft zwischen dem unnatürlich dummen Mob und Lucas auf, der letztendlich als klassische Opferfigur angelegt ist. Natürlich ist der Handlungsverlauf arg heruntergebrochen und in den besonders eskalierenden Momenten stark dramatisiert, aber meiner Meinung nach lassen sich bei Vinterberg von vorneherein nur bedingt die Maßstäbe des realistischen Films anlegen. Ich glaube, ihm geht es vordergründig darum, dem Zuschauer ein Stück weit selbst das Denken zu überlassen und entsprechende Einordnungen vorzunehmen - man beginnt ja gerade dann, das Gesehene zu hinterfragen, wenn es mit dem eigenen Realitätsempfinden auseinanderklafft, und Vinterberg spielt imho ganz bewusst damit, indem er selbst total unreflektiert schwarz/weiß zeichnet und auch uns zum erneuten Überdenken/Hinterfragen der eigenen Position ermuntert.
Das macht die Sache aber nicht besser, nur weil es vom Regisseur so beabsichtigt ist (was mir allerdings auch klar ist, da ich einem Regisseur wie Vinterberg nicht solche Fehler zu traue). Diese von dir so bezeichnete Kluft erscheint mir aber zu plakativ und karikativ um zu überzeugen, auch wenn Du in Vinterbergs Filmen den Realismus abzusprechen vermagst, in diesem Kontext des Film wäre der Realismus (ob nun vorhanden oder nicht) Voraussetzung gewesen um zu überzeugen.
Ich lehne es nicht ab, wenn ein Regisseur dem Zuschauer zutraut den Film (und seine Thematik) zu hinterfragen und mitzudenken, Gott bewahren. Aber auch hier erscheinen die Denkanstöße in Momenten, in denen sich Vinterberg der Norm, also dem Realitätsempfinden, lossagt, unpassend. Die Diskrepanz zwischen dem "dummen Mob" und Lucas ist unpassend beobachtet und eben, wie ich es oben bereits ansprach, zu plakativ. Das regt mich nicht zum Denken an, sondern hält mich viel mehr davon ab, das ganze als sinnvoll zu betrachten.
Kann Deine (Weltenkinds) Kritikpunkte verstehen, auch wenn ich sie nicht so gravierend finde. Was ich nicht mag ist dieses intellektuelle Getue nach "ihr dürft den einst verdächtigten Kinderschändler nicht sofort abstempeln und verurteilen", was der Film einem ja in gewisser Weise zeigen will, indem der Zuschauer den vermeintlichen Kinderschändler durch geschaffene Sympathien nie in Frage stellen wird. Natürlich muss man den "Verdächtigen" untersuchen, doch was soll man schon tun, wenn ein kleines Mädchen sagt, ein Mann habe ihr seinen steifen Penis gezeigt? Mal davon abgesehen, dass er es wirklich nicht gemacht hat, doch das ist ja selten nachweisbar und was Kinder sagen ist in juristischen Fällen auch noch weniger glaubhaft. Der Film zieht in meinen Augen klar seine Stellung, indem er den Menschen die "Angst vor den (eventuellen) Pädophilen" zu nehmen versucht; er "kritisiert" ja mehr oder weniger die Menschen, die Lucas nicht verzeihen können, dass er sich vielleicht mal an einem Kind vergehen wollte. Das ist für diesen Fall zwar gut so und korrekt, da Lucas unschuldig ist, in der Realität aber fragwürdig, weil ich nicht finde, dass die Gesellschaft weniger kritisch (wie es die Ideologie des Films will) mit möglichen Pädophilen umgehen sollte. Dennoch finde ich ihn interessant und sehenswert, weil er für diese Geschichte gut gelöst ist. Bevorzuge aber da lieber den konsequenten Hard Candy, der einerseits den Pädophilen kritisch entlarvt, hinterfragt und für sein Vergehen "bestraft", aber eben auch die rächende Gesellschaft (Selbstjustiz) moralisch in Frage stellt.
Man muss hier vorsichtig damit sein, welche Aussage man von dem Film ins reale Leben überträgt. Ich denke nicht, dass Vinterberg irgendeinen Kinderschänder dieser Welt von seiner Schuld freisprechen will, der die Tat tatsächlich begangen hat. Woran DIE JAGD aber in aller Konsequenz erinnert, ist, dass man Menschen nicht _vorschnell_ verurteilen sollte, so hart der Vorwurf zunächst auch sein mag - und das halte ich nach wie vor für eine wichtiges, relevantes Anliegen.
Das finde ich soweit auch gut, deswegen sehenswert. Nur die Menschen, die ihm gegenüber mies reagieren, wissen (bzw. glauben) nicht, dass Lucas unschuldig ist. Von daher finde ich den Film in dieser Hinsicht (!) etwas wackelig.
In der Realität reagieren die Menschen aber nicht immer so blind und unreflektiert mit blankem Hass und Ausgrenzung wie im Film - das ist natürlich auch klar. Vinterberg wählt eben immer das Extrem (menschlicher Dummheit), um (emotional) an den Zuschauer ranzukommen. Was er dabei voraussetzt, ist natürlich, dass dieser sich danach selbst seine Gedanken macht.
Weltenkind
Kommentare
Wed, 27 Mar 2013 19:28:03 -0000
Der geborene Stumpfsinn auf die Leinwand für all jene, die in der billigen Aufmachung der Zombie-Apokalypse tatsächlich so etwas wie menschliche und psychische Abgründe zu erkennen glauben. Was in drei Staffeln nicht funktionierte wird mit (einer gewagten Zukunftsvoraussicht meinerseits) auch als Kinofilm nicht funktionieren. Zumindest dann nicht, wenn das momentane Konzept (mit Schauspieler und deren Charakteren) beibehalten wird.
Tcha leider funktioniert es zur zeit sehr gut und es wird auch im Kino funktionieren!!!Wer es nicht mag muss es auch nicht gucken..aber es ist verdammt gut!
Vermutlich tun sich eben solche Abgründe auf, wenn man einer solchen Extremsituation ausgesetzt ist. Du würdest natürlich ganz cool einen Zombie nach dem anderen abschlachten und die Welt mit deiner schier unendlichen Ausdauer neu bevölkern, nech? :D
1.Ist es nicht schlimm das jemand ne andere Meinung hat und ich denke das zumindest der Stil der 1./2.Staffeln das zeug zum kinofilm haben
2. Wusste ich nicht das neuerdings in Filmen bzw. in Serien gezeigt werden muss wie ich reagiere!?
Seine bekannten Motive reizt Hitchcock in diesem Film zwar noch nicht vollends aus und es hapert auch deutlich daran, die Geschichte sinnvoll zu erzählen, aber der Unterhaltungswert liegt bei „Die 39 Stufen“ konstant auf einem hohen Niveau. Der Anfang gestaltet sich arg überhastet und die Charaktere erscheinen unglaubwürdig, doch der daraus entstehende Sog und das simultan aufbauende Interesse, wie die Geschichte weiter geht, sorgen dafür, dass der Zuschauer bei Laune gehalten wird. Überambitioniert oder mutig? Haarsträubend ist der Storyaufbau auf alle Fälle und eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse bekommt man am Ende des Films auch nicht geboten. Als spannenden Thriller geht der Film heute nicht mehr durch und lassen ihn aus heutigem Gesichtspunkten mehr wie ein (unfreiwillig) spaßigen Agenten-Klamauk durchgehen. In Anbetracht der Alters und der nur rudimentär wichtigen Einzelbestandteile der Story lassen den Film in seinem Unterhaltungswert gegenüber der Logikfehler obsiegen und zu einem überdurchschnittlichen Spionagefilm (oder doch Agentenfilm?) avancieren. Ein überzeugendes, technisch einwandfreies Frühwerk Alfred Hitchcocks.
Die Relevanz des Films kann man auf eines hinunter brechen: Daniel Day-Lewis. Trotz seiner interessanten Thematik bleibt der Film in sich geschlossen vollkommen befreit von menschlicher Nähe und schafft es nur durch die einmalig großartige Darstellung Day-Lewis' zu überzeugen. Ob man die sterile Inszenierung ohne Emotionalität und Sensibilität als Stilmittel einer überzeugenden Biographie deuten will ist sicherlich legitim, im Gesamtpaket wirkt es auf mich allerdings nur wie ein uninteressantes Abziehbild. Eine positive Randerscheinung dieses Films ist die Erscheinung von Fiona Shaw die in ihrer Rolle zwar keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten findet, aber Genugtuung verbreitet und zeigt, dass sie in mit größeren Rollen großartig umgehen kann. Resümiert man die erstaunliche Geschichte des Christy Brown wird "Mein linker Fuss" dem ganzen niemals gerecht und verkommt zu einer leidlich interessanten, aber auch über Wert gehandelten filmischen Biographie eines außergewöhnlichen Menschen. Diesen Film sollte man aber dennoch gesehen haben und wenn nur aufgrund von Daniel Day-Lewis einzigartigem Schauspiel.
Harry Potter nicht schauen, sondern lesen. Altersgruppe ist egal, sollte dich, wenn Du nicht ganz ignorant und apathisch (:P) bist, schon begeistern können. Trifft den Literatur-Zeitgeist und definiert natürlich heute alles im modernen Fantasy-Genre (ja, nicht HDR). Aber gut, das wird dir ein Nicht-Harry-Potter-Fanboy natürlich so gar nicht erzählen, deswegen selbst 'ne Meinung bilden. :-)
Und zumindest Platz eins und zwei sind sehenswert, Indiana Jones auf jeden Fall über alle Maßen unterhaltsam. Und gegen Unterhaltung hast Du doch nichts, oder? ;-)
Wenn überhaupt, wird es wohl bei den Büchern verbleiben. Ich erinnere mich, wie ich damals von meiner Mutter gezwungen wurde, mir den ersten Harry Potter-Film mit im Kino anzuschauen, und schon damals fand ich den doof. Die Erinnerung ist demnach auch bereits ganz verblasst. Ich fürchte, die Erfahrung hat mir dann rückwirkend auch die Bücher vergrault.
Klar bin ich auch für Unterhaltung zu haben, aber da ist mein Geschmack eher unberechenbar... Wie gesagt, ewig werde ich um das meiste hier sowieso nicht herumkommen. :-)
Ok, du bist ja ein Fan, wie ich das mitbekommen habe, da ist es, denk ich, immer etwas schwierig, aber gut.
zu Pee-Wee: ist mir VIEL zu abgedreht, der Hauptdarsteller nervt bis ins Endlose (muss zugeben, Synchro wegen TV-Aufnahme). Klar dahinter steckt eine Huldigung des Außenseitertums sowie des Anders-Seins, aber mich hat das einfach nicht erreicht.
zu Beetlejuice: ebenfalls zu abgedreht und mir fehlte irgendwie etwas Spezielles, was den Film ausmacht. Ich fand es größtenteils lächerlich.
zu Burton generell: ich mag ihn als Regisseur nicht so wirklich, will ihm zwar keinesfalls Können absprechen, aber seine Werke tendieren eher dazu, mir nicht zu gefallen. Das ist in dem Fall aber einfach Geschmackssache. Ich weiß auch nicht, inwieweit die Begründungen für dich zufriedenstellend sind, aber ausführlicher kann ich es dir für den Moment nicht geben. Wahrscheinlich ist mein Geschmack in dem Punkt einfach viel zu verquer. Aber es kann schließlich nicht jeder alles und jeden mögen. ;-)
Deine Kommentare
Weltenkind
Kommentare Fri, 07 Jun 2013 16:56:45 -0000
Charlie Chaplins The Kid.
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Weltenkind
über The Goddess Sat, 25 May 2013 12:02:58 -0000
Filmische Selektion einer Einzelnen. Porträtiert wird eine Frau, gefangen in ihrer unbändigen Liebe zu ihrem Sohn. Der Verkauf ihrer selbst zügelt das Vertrauen der Gesellschaft als manuskriptartiges Aufeinandertreffen verschiedener Sphären der sozialen Herkunft. Gepeinigt, gehasst und verstoßen und als menschliche Obsession missbraucht verkommt die Liebe der Frau zu einer mannigfaltigen Verachtung gegenüber der Gesellschaft. Im Jahre 1934 entsteht ein sensibler Vorläufer jeglicher filmischer Darstellung sozialer Brisanz und verarbeitet die Themen von Nichtakzeptanz, Liebe und Obsession aus Sicht einer Frau, die sich als Charakter jederzeit in ihrer Beständigkeit auszeichnet, doch im finalen Höhepunkt in einer Katharsis endet, die jede handelnde Person als Verlierer entlarvt. Der Film distanziert sich von den Charakteren, wissend, dass ein solch menschliches Unterfangen (hier agiert Realismus pur) niemals als reines Happy End abschließt. Selbst wenn im Schlussakt die Mutter ihrer Bestimmung folgen kann, gerät jeder in den Zwiespalt seiner eigenen Existenz und büßt aus dessen (charakterlichen) Sünden und hat keinen positiven Ausgangspunkt. Ruan Lingyu ist die namenlose Protagonistin, die sich versucht hinter ihrer Anonymität zu verstecken und ihre Liebe - ihren Sohn - zu schützen und ihm ein Leben zu ermöglichen, dem sie zu jederzeit entsagt war. Die implizierte Kritik an der Gesellschaft statuiert sich nur als sekundäre Aussage des Films, vorrangig agiert die Simplizität der Liebe und deren Nachläufer; die Verantwortung. Der Titel steht hier exemplarisch als Metapher der Protagonistin: sie dominiert die dargestellte Gesellschaft als Goddess (Göttin) und versammelt alles um sich herum als agierender Mittelpunkt.
Anzusehen hier: http://url9.de/DNx
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Tyler__Durden Sat, 25 May 2013 13:30:07 -0000
Antwort löschenUnd Ruan Lingyu erst. Das war 1934, und die spielt hier so klar, temperamentvoll, intim und realistisch. Fabelhaft. Scheinst dich ja jetzt langsam doch dem chinesischen Kino aufgewärmt zu haben. :)
Alle 3 Antworten zeigen
Weltenkind Sat, 25 May 2013 13:54:06 -0000
Antwort löschenDas chinesische Kino ist ganz und gar wunderbar. War damals ja nur durch Yimou Zhang abgeneigt. Allerdings verbergen sich die wahren Schätze abseits To, Woo und den (für China typischen) Wuxia-Kram noch sehr vor mir. Zhangke ist natürlich einer, den ich gerne näher betrachten würde, aber nicht so einfach an seine Filme dran komme. Still Life und Dong habe ich zu hause (und gesehen), Der Bahnsteig habe ich auf youtube gefunden, aber ansonsten gehts da anscheinend ja nur über Importe, oder? Und wenn wir gerade dabei sind: hast Du noch irgendwelche Tipps, die mir hier hilfreich sein könnten? Kenne deine Liste, aber die helfen mir ja nicht dabei zu wissen, wo ich die sehen kann. ;)
Tyler__Durden Sat, 25 May 2013 14:26:38 -0000
Antwort löschenAlso youtube und amazon.de (oder UK) sind da immer gute Anlaufstellen. Bei vielem stößt man aber eben auf das Problem das viel Abseitiges oder "Bekanntes" (von damals oder heute) eben keine VÖ hat. Speziell von damals. Vieles was vor der Kulturrevolution entstand und nicht konform mit den neuen Werten war wurde eben einfach vernachlässigt oder vergessen. "Spring in a small Town" ist da noch ein großer Klassiker den du dir ansehen könntest, gibt es auch auf youtube. Und wenn du wegen speziellen Filmen Fragen hast, kannst du mir ja eine PM schicken.
Weltenkind
über J.K. Rowling Wed, 22 May 2013 13:37:16 -0000
Gerade wieder einmal die Buchreihe, nach knapp zwei Wochen lesen, beendet und wie immer überfällt mich eine ungeahnte Dankbarkeit und Zuneigung zu dieser unglaublichen Person. Es ist für mich einfach unfassbar, dass es einer einzigen Person gelungen ist, mein Leben so sehr zu verändern. Ihr Schreiben, ihre Intelligenz, ihr Scharfsinn und ihre Kreativität bildeten den Grundstein für jede charakterliche Entwicklung in mir. Das Verständnis von Recht und Unrecht gehen einher mit der tiefgreifenden Bedeutung von Liebe und Verständnis. Ohne Rowling bezweifle ich, dass mir der Begriff von Freundschaft so einprägsam artikuliert hätte werden können, wie durch das Leben von Harry, Hermione und Ron. In dem Moment, in dem Harry nach dem Ende der Schlacht von Hogwarts allein auf der Suche nach seinen beiden besten Freunden ist und sie mit den Worten "Kommt ihr mit?" an das Ende ihres großen Abenteuers führt brechen jegliche Dämme und es wird klar, dass selbst jede weitere Darstellung (in Literatur oder Film) von menschlicher Zuneigung und Zusammenhalt ad absurdum geführt wird. Letztendlich ist es offenkundig, dass Harry in vielen Köpfen und weiteren Generation unsterblichen bleiben wird, denn den Ausmaß, den diese Buchreihe auslöste, ist wohl kaum empirisch zu erfassen. Harry Potter ist weit mehr als nur Fantasyliteratur, denn Rowling gelang es durch Harry essentielle Bestandteile des Lebens schriftlich darzustellen, Menschen einen Anreiz zum Lesen zu geben und letztendlich eine gesamte Generation zu definieren. Ich schäme mich für jeden, der sich für sein Interesse an Harry Potter schämt und trage mit Stolz die Bezeichnung eines Potterhead. After all this time? - Always.
bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Benjamin Barker Wed, 22 May 2013 14:07:37 -0000
Antwort löschenHab grad zufällig den Soundtrack zum 1. Film laufen, netter Zufall. Schöner Text und seh ich ganz ähnlich; eindeutig die Buchreihe, die meine Kindheit/Pubertät am weit stärksten geprägt hat.
Alle 3 Antworten zeigen
Hooded Justice Wed, 22 May 2013 15:28:43 -0000
Antwort löschenWeltenkind ♥.
nerdkiller Wed, 22 May 2013 15:48:55 -0000
Antwort löschenSchöner Text. Hab' die Bücher "früher" auch verschlungen, allerdings, nach dem das letzte raus kam, nur noch eben dieses gelesen und damit abgeschlossen. Danke für den Potter-Flashback!
Weltenkind
Kommentare Sat, 18 May 2013 10:27:54 -0000
Endlich! Brendan Gleeson in einer Hauptrolle! Bin gespannt wie ein Flitzebogen.
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MovieFreak87 Sun, 19 May 2013 13:47:49 -0000
Antwort löschenÄhm...
"The Guard"?
"Wild about Harry"?
"In Bruges"?
Weltenkind Sun, 19 May 2013 19:52:43 -0000
Antwort löschen"Endlich" bezieht sich nicht auf die Aussage, dass Gleeson als Hauptdarsteller zu sehen ist, sondern dass der Film lief.
Weltenkind
Kommentare Thu, 16 May 2013 07:01:33 -0000
Eine viel größere Schande wäre es gewesen, keinen Mike Leigh-Film zu nennen.
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Weltenkind
Kommentare Tue, 07 May 2013 16:35:37 -0000
♥ ♥ ♥ Big Fish ♥ ♥ ♥
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Weltenkind
Kommentare Fri, 03 May 2013 12:02:38 -0000
Mike Leigh-Fan! Juhu!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Weltenkind
Kommentare Fri, 03 May 2013 12:01:23 -0000
Bedauerlich, dass er sich so in seinen Blockbuster-Rollen verliert. Verschenktes Potential.
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Weltenkind
über J.M.W. Turner Portrait Fri, 05 Apr 2013 20:11:32 -0000
Heidewitzka! Ein neuer Mike Leigh Film mit Timothy Spall in der Hauptrolle als britischer Künstler? Ich drehe durch.
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Weltenkind
Kommentare Wed, 03 Apr 2013 10:44:34 -0000
Riecht nach geballter Großartigkeit.
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Weltenkind
Kommentare Tue, 02 Apr 2013 12:19:07 -0000
Dieses komische Taxi im Trailer erinnert ziemlich stark an den Knight Bus aus Harry Potter.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
x3Faith Tue, 02 Apr 2013 18:05:44 -0000
Antwort löschenIch hab das Buch gelesen und glaub mir, das Taxi und die Damen sind genial. ;)
Weltenkind
über Die Jagd Fri, 29 Mar 2013 20:30:30 -0000
Im Prinzip findet sich in „Jagten“ eigentlich nichts, was es nicht schon gegeben hätte. Vinterberg stellt den Verdacht des Kindesmissbrauchs in den Raum und inszeniert eine (dem Namen angepasste) soziale Jagd auf den vermeintlichen Täter. Dennoch distanziert sich Thomas Vinterberg von den gerne zu oft proklamierten Hasstiraden gegenüber Kinderschänder und deren Taten und beleuchtet gar nicht den eigentlichen Grundstoff - die Kinderschändung - sondern geht nur auf die Verfolgung des von Mads Mikkelsen gespielten Protagonisten ein. Die Herangehensweise ist denkbar einfach: ein Mädchen bekommt nicht die von ihr gewünschten Gefühle des Kindergärtners und verfängt sich so in einem Geflecht von Lügen. Und hier beginnt auch schon der erste große Fehler: Vinterberg vertieft sich in einem beinahe schon frauenfeindlichen Geflecht. Der wütende Mob lässt sich ganz allein von einer Herde Frauen definieren, kein Mann, der ein sozial gefestigtes Standbein besitzt (ausgeklammert werden hier das typisch-banal gezeichnete Proletenvolk, dem sich nur der Mann zugehörig fühlt), ist Bestandteil des feindlichen Konstrukt. Das entbehrt nicht nur jeglicher realen Darstellung, sondern ist auch schlichtweg ein plakatives und vor allem einfach gebildetes Standbein des Films. Vinterberg schlägt sich ganz klar auf die Seite des (von vornherein klaren) unschuldigen Lucas. Es wird nicht deutlich, dass es ein Verfahren gegen Lucas gibt, oder dass sich mit dem Thema in der Gesellschaft wirklich auseinandergesetzt wird. Der vermeintliche Missbrauch ist nicht Thema des aktuellen Zeitgeschehens und keinerlei Medien treten auf. Dieser Aspekt wirkt befremdlich, der sich zwar ebenso durchaus als Vereinfachung der Inszenierung der sozialen Jagd auf Lucas interpretieren lässt, im Kontext zum Film allerdings zu schwach ausgeprägt ist. Vinterberg erzählt eine interessante, aber keine relevante Geschichte und lässt sein Programm linear durchlaufen, ohne einen wirklichen Anhaltspunkt zu besitzen. Das Ende ist ein gleichermaßen schwacher als auch feiger Schritt um das Geschehen zu Ende zu erzählen. Vielleicht wäre es an diesem Beispiel gemessen besser, der Film wäre bis zum Ende ausbuchstabiert worden und hätte eine klare und vor allem verständliche Prämisse zu bieten. So bleibt nur der Eindruck, dem Regisseur seien die Ideen ausgegangen (was ich einem wie Vinterberg nicht zutraue) oder die Vereinfachung auf das nötigste fand in diesem Film keinen adäquaten Schlusspunkt.
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
Jenny von T Fri, 29 Mar 2013 20:49:21 -0000
Antwort löschenWas du schreibst, ist zwar alles absolut korrekt, aber von Vinterberg genau so beabsichtigt. Er baut ganz gewollt diese riesen Kluft zwischen dem unnatürlich dummen Mob und Lucas auf, der letztendlich als klassische Opferfigur angelegt ist. Natürlich ist der Handlungsverlauf arg heruntergebrochen und in den besonders eskalierenden Momenten stark dramatisiert, aber meiner Meinung nach lassen sich bei Vinterberg von vorneherein nur bedingt die Maßstäbe des realistischen Films anlegen. Ich glaube, ihm geht es vordergründig darum, dem Zuschauer ein Stück weit selbst das Denken zu überlassen und entsprechende Einordnungen vorzunehmen - man beginnt ja gerade dann, das Gesehene zu hinterfragen, wenn es mit dem eigenen Realitätsempfinden auseinanderklafft, und Vinterberg spielt imho ganz bewusst damit, indem er selbst total unreflektiert schwarz/weiß zeichnet und auch uns zum erneuten Überdenken/Hinterfragen der eigenen Position ermuntert.
Weltenkind Tue, 02 Apr 2013 00:10:12 -0000
Antwort löschenDas macht die Sache aber nicht besser, nur weil es vom Regisseur so beabsichtigt ist (was mir allerdings auch klar ist, da ich einem Regisseur wie Vinterberg nicht solche Fehler zu traue). Diese von dir so bezeichnete Kluft erscheint mir aber zu plakativ und karikativ um zu überzeugen, auch wenn Du in Vinterbergs Filmen den Realismus abzusprechen vermagst, in diesem Kontext des Film wäre der Realismus (ob nun vorhanden oder nicht) Voraussetzung gewesen um zu überzeugen.
Ich lehne es nicht ab, wenn ein Regisseur dem Zuschauer zutraut den Film (und seine Thematik) zu hinterfragen und mitzudenken, Gott bewahren. Aber auch hier erscheinen die Denkanstöße in Momenten, in denen sich Vinterberg der Norm, also dem Realitätsempfinden, lossagt, unpassend. Die Diskrepanz zwischen dem "dummen Mob" und Lucas ist unpassend beobachtet und eben, wie ich es oben bereits ansprach, zu plakativ. Das regt mich nicht zum Denken an, sondern hält mich viel mehr davon ab, das ganze als sinnvoll zu betrachten.
Hooded Justice Tue, 16 Apr 2013 17:27:20 -0000
Antwort löschenKann Deine (Weltenkinds) Kritikpunkte verstehen, auch wenn ich sie nicht so gravierend finde. Was ich nicht mag ist dieses intellektuelle Getue nach "ihr dürft den einst verdächtigten Kinderschändler nicht sofort abstempeln und verurteilen", was der Film einem ja in gewisser Weise zeigen will, indem der Zuschauer den vermeintlichen Kinderschändler durch geschaffene Sympathien nie in Frage stellen wird. Natürlich muss man den "Verdächtigen" untersuchen, doch was soll man schon tun, wenn ein kleines Mädchen sagt, ein Mann habe ihr seinen steifen Penis gezeigt? Mal davon abgesehen, dass er es wirklich nicht gemacht hat, doch das ist ja selten nachweisbar und was Kinder sagen ist in juristischen Fällen auch noch weniger glaubhaft. Der Film zieht in meinen Augen klar seine Stellung, indem er den Menschen die "Angst vor den (eventuellen) Pädophilen" zu nehmen versucht; er "kritisiert" ja mehr oder weniger die Menschen, die Lucas nicht verzeihen können, dass er sich vielleicht mal an einem Kind vergehen wollte. Das ist für diesen Fall zwar gut so und korrekt, da Lucas unschuldig ist, in der Realität aber fragwürdig, weil ich nicht finde, dass die Gesellschaft weniger kritisch (wie es die Ideologie des Films will) mit möglichen Pädophilen umgehen sollte. Dennoch finde ich ihn interessant und sehenswert, weil er für diese Geschichte gut gelöst ist. Bevorzuge aber da lieber den konsequenten Hard Candy, der einerseits den Pädophilen kritisch entlarvt, hinterfragt und für sein Vergehen "bestraft", aber eben auch die rächende Gesellschaft (Selbstjustiz) moralisch in Frage stellt.
Jenny von T Tue, 16 Apr 2013 19:28:36 -0000
Antwort löschenMan muss hier vorsichtig damit sein, welche Aussage man von dem Film ins reale Leben überträgt. Ich denke nicht, dass Vinterberg irgendeinen Kinderschänder dieser Welt von seiner Schuld freisprechen will, der die Tat tatsächlich begangen hat. Woran DIE JAGD aber in aller Konsequenz erinnert, ist, dass man Menschen nicht _vorschnell_ verurteilen sollte, so hart der Vorwurf zunächst auch sein mag - und das halte ich nach wie vor für eine wichtiges, relevantes Anliegen.
Alle 6 Antworten zeigen
Hooded Justice Tue, 16 Apr 2013 19:42:38 -0000
Antwort löschenDas finde ich soweit auch gut, deswegen sehenswert. Nur die Menschen, die ihm gegenüber mies reagieren, wissen (bzw. glauben) nicht, dass Lucas unschuldig ist. Von daher finde ich den Film in dieser Hinsicht (!) etwas wackelig.
Jenny von T Tue, 16 Apr 2013 20:00:44 -0000
Antwort löschenIn der Realität reagieren die Menschen aber nicht immer so blind und unreflektiert mit blankem Hass und Ausgrenzung wie im Film - das ist natürlich auch klar. Vinterberg wählt eben immer das Extrem (menschlicher Dummheit), um (emotional) an den Zuschauer ranzukommen. Was er dabei voraussetzt, ist natürlich, dass dieser sich danach selbst seine Gedanken macht.
Weltenkind
über Richard Griffiths Fri, 29 Mar 2013 13:48:14 -0000
:-(
http://www.guardian.co.uk/film/2013/mar/29/richard-griffiths-harry-potter-dies
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Weltenkind
Kommentare Wed, 27 Mar 2013 19:28:03 -0000
Der geborene Stumpfsinn auf die Leinwand für all jene, die in der billigen Aufmachung der Zombie-Apokalypse tatsächlich so etwas wie menschliche und psychische Abgründe zu erkennen glauben. Was in drei Staffeln nicht funktionierte wird mit (einer gewagten Zukunftsvoraussicht meinerseits) auch als Kinofilm nicht funktionieren. Zumindest dann nicht, wenn das momentane Konzept (mit Schauspieler und deren Charakteren) beibehalten wird.
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Three_Fingers Wed, 27 Mar 2013 19:44:38 -0000
Antwort löschenTcha leider funktioniert es zur zeit sehr gut und es wird auch im Kino funktionieren!!!Wer es nicht mag muss es auch nicht gucken..aber es ist verdammt gut!
Stormbringer Wed, 27 Mar 2013 19:51:41 -0000
Antwort löschenVermutlich tun sich eben solche Abgründe auf, wenn man einer solchen Extremsituation ausgesetzt ist. Du würdest natürlich ganz cool einen Zombie nach dem anderen abschlachten und die Welt mit deiner schier unendlichen Ausdauer neu bevölkern, nech? :D
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MrKORNCLOWN Wed, 27 Mar 2013 23:44:09 -0000
Antwort löschenjo, schon schlimm wenn jemand ne andere meinung hat.
Three_Fingers Thu, 28 Mar 2013 05:55:12 -0000
Antwort löschen1.Ist es nicht schlimm das jemand ne andere Meinung hat und ich denke das zumindest der Stil der 1./2.Staffeln das zeug zum kinofilm haben
2. Wusste ich nicht das neuerdings in Filmen bzw. in Serien gezeigt werden muss wie ich reagiere!?
Weltenkind
über Die 39 Stufen Mon, 25 Mar 2013 13:11:41 -0000
Seine bekannten Motive reizt Hitchcock in diesem Film zwar noch nicht vollends aus und es hapert auch deutlich daran, die Geschichte sinnvoll zu erzählen, aber der Unterhaltungswert liegt bei „Die 39 Stufen“ konstant auf einem hohen Niveau. Der Anfang gestaltet sich arg überhastet und die Charaktere erscheinen unglaubwürdig, doch der daraus entstehende Sog und das simultan aufbauende Interesse, wie die Geschichte weiter geht, sorgen dafür, dass der Zuschauer bei Laune gehalten wird. Überambitioniert oder mutig? Haarsträubend ist der Storyaufbau auf alle Fälle und eine logische Schlussfolgerung der Ereignisse bekommt man am Ende des Films auch nicht geboten. Als spannenden Thriller geht der Film heute nicht mehr durch und lassen ihn aus heutigem Gesichtspunkten mehr wie ein (unfreiwillig) spaßigen Agenten-Klamauk durchgehen. In Anbetracht der Alters und der nur rudimentär wichtigen Einzelbestandteile der Story lassen den Film in seinem Unterhaltungswert gegenüber der Logikfehler obsiegen und zu einem überdurchschnittlichen Spionagefilm (oder doch Agentenfilm?) avancieren. Ein überzeugendes, technisch einwandfreies Frühwerk Alfred Hitchcocks.
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Weltenkind
über Mein linker Fuß Fri, 22 Mar 2013 20:23:42 -0000
Die Relevanz des Films kann man auf eines hinunter brechen: Daniel Day-Lewis. Trotz seiner interessanten Thematik bleibt der Film in sich geschlossen vollkommen befreit von menschlicher Nähe und schafft es nur durch die einmalig großartige Darstellung Day-Lewis' zu überzeugen. Ob man die sterile Inszenierung ohne Emotionalität und Sensibilität als Stilmittel einer überzeugenden Biographie deuten will ist sicherlich legitim, im Gesamtpaket wirkt es auf mich allerdings nur wie ein uninteressantes Abziehbild. Eine positive Randerscheinung dieses Films ist die Erscheinung von Fiona Shaw die in ihrer Rolle zwar keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten findet, aber Genugtuung verbreitet und zeigt, dass sie in mit größeren Rollen großartig umgehen kann. Resümiert man die erstaunliche Geschichte des Christy Brown wird "Mein linker Fuss" dem ganzen niemals gerecht und verkommt zu einer leidlich interessanten, aber auch über Wert gehandelten filmischen Biographie eines außergewöhnlichen Menschen. Diesen Film sollte man aber dennoch gesehen haben und wenn nur aufgrund von Daniel Day-Lewis einzigartigem Schauspiel.
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Weltenkind
Kommentar zur Liste (Vermeintliche) Meilensteine von gestern und heute, die ich noch immer nicht gesehen habe - und warum das so ist. Tue, 19 Mar 2013 12:19:30 -0000
Harry Potter nicht schauen, sondern lesen. Altersgruppe ist egal, sollte dich, wenn Du nicht ganz ignorant und apathisch (:P) bist, schon begeistern können. Trifft den Literatur-Zeitgeist und definiert natürlich heute alles im modernen Fantasy-Genre (ja, nicht HDR). Aber gut, das wird dir ein Nicht-Harry-Potter-Fanboy natürlich so gar nicht erzählen, deswegen selbst 'ne Meinung bilden. :-)
Und zumindest Platz eins und zwei sind sehenswert, Indiana Jones auf jeden Fall über alle Maßen unterhaltsam. Und gegen Unterhaltung hast Du doch nichts, oder? ;-)
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Jenny von T Tue, 19 Mar 2013 13:18:36 -0000
Antwort löschenWenn überhaupt, wird es wohl bei den Büchern verbleiben. Ich erinnere mich, wie ich damals von meiner Mutter gezwungen wurde, mir den ersten Harry Potter-Film mit im Kino anzuschauen, und schon damals fand ich den doof. Die Erinnerung ist demnach auch bereits ganz verblasst. Ich fürchte, die Erfahrung hat mir dann rückwirkend auch die Bücher vergrault.
Klar bin ich auch für Unterhaltung zu haben, aber da ist mein Geschmack eher unberechenbar... Wie gesagt, ewig werde ich um das meiste hier sowieso nicht herumkommen. :-)
Weltenkind
Kommentar zur Liste Tim Burton Mon, 04 Mar 2013 13:36:55 -0000
An solchen Stellen sind Erklärungen immer ganz nett. Was gefiel dir an den Filmen bzw. was gefällt dir an Burton nicht?
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alex023 Mon, 04 Mar 2013 19:31:23 -0000
Antwort löschenOk, du bist ja ein Fan, wie ich das mitbekommen habe, da ist es, denk ich, immer etwas schwierig, aber gut.
zu Pee-Wee: ist mir VIEL zu abgedreht, der Hauptdarsteller nervt bis ins Endlose (muss zugeben, Synchro wegen TV-Aufnahme). Klar dahinter steckt eine Huldigung des Außenseitertums sowie des Anders-Seins, aber mich hat das einfach nicht erreicht.
zu Beetlejuice: ebenfalls zu abgedreht und mir fehlte irgendwie etwas Spezielles, was den Film ausmacht. Ich fand es größtenteils lächerlich.
zu Burton generell: ich mag ihn als Regisseur nicht so wirklich, will ihm zwar keinesfalls Können absprechen, aber seine Werke tendieren eher dazu, mir nicht zu gefallen. Das ist in dem Fall aber einfach Geschmackssache. Ich weiß auch nicht, inwieweit die Begründungen für dich zufriedenstellend sind, aber ausführlicher kann ich es dir für den Moment nicht geben. Wahrscheinlich ist mein Geschmack in dem Punkt einfach viel zu verquer. Aber es kann schließlich nicht jeder alles und jeden mögen. ;-)
Weltenkind
über Jessica Chastain Mon, 25 Feb 2013 17:31:20 -0000
♥
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AddictedToIan Mon, 25 Feb 2013 18:42:57 -0000
Antwort löschenweswegen ist die eigentlich momentan so hip?^^ Ihr Gesicht sagt mir noch nicht mal was
Harrigan Mon, 25 Feb 2013 18:44:25 -0000
Antwort löschenWegen The Tree of Life wahrscheinlich.
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BigDi Mon, 25 Feb 2013 20:52:07 -0000
Antwort löschenTree of Life, Take Shelter, Zero Dark Thirty. Ist schon durchaus im Fokus und das in verschiedenen Filmgattungen.
AddictedToIan Mon, 22 Apr 2013 01:22:16 -0000
Antwort löschenDen ersteren habe ich zwar wahrgenommen aber von den anderen beiden noch nie was gehört. Ich scheine unter einem Stein zu leben.
Weltenkind
Kommentare Mon, 25 Feb 2013 03:27:00 -0000
Hathaway ist göttlich. Verdienter Oscar und keinerlei Konkurrenz für sie.
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Le Samourai Mon, 25 Feb 2013 03:30:07 -0000
Antwort löschenHaha. The Master gesehen?
Weltenkind Mon, 25 Feb 2013 07:18:32 -0000
Antwort löschenJa. Les Mis gesehen?