Christian Bales Leistung ist schlichtweg grandios, er spielt Reznik so überzeugend und voller Inbrunst, dass man als Zuschauer eine Gänsehaut bekommt. Anderson inszeniert gekonnt die Geschichte eines Mannes, der schleichend dem Wahnsinn verfällt. Die düstere, unheilschwangere Atmosphäre erinnert bisweilen sogar an die Filme von David Lynch. Kontinuierlich wird die Spannungsschraube angezogen, doch beginnt man alsbald zu ahnen, dass die Auflösung nicht befriedigend ausfallen wird. Leider wird diese Vermutung bestätigt: Man könnte hier fast schon vom Standard-Twist sprechen, so oft, wie diese Art von Auflösung in heutigen Filmen dieses Genres zum Einsatz kommt. Und so enttäuscht das konventionelle, wenngleich schlüssige Ende und kostet den Film einen Bewertungspunkt.
War "Hypercube" zwar belanglos, aber zumindest erträglich, so ist dieses Prequel mehr als ärgerlich: Den Film kann man schlicht und ergreifend nicht ernst nehmen. Das was uns hier als des Rätsels Lösung präsentiert wird, wirkt bisweilen derart stupide, dass man meinen könnte bei "Cube Zero" handele es sich um Satire, eine Parodie seiner Vorgänger. Die Stärke des ersten Teils war seine Originalität und die einzigartige Atmosphäre, die gerade dadurch enstehen konnte, dass der Zuschauer (ebenso wie die Figuren) über die Hintergründe des Cube im Dunkeln gelassen wurde. Waren schon im ersten Teil die Leistungen der Schauspieler bestenfalls mittelprächtig, so verhunzen hier absolut dillettantisch agierende Darsteller auch noch den letzten Rest.
Natali gelingt mit "Cube" das Kunststück mit wenig Budget einen der innovativsten und unheimlichsten Horrorthriller der letzten Jahre auf die Leinwand zu bringen. Die Charaktere mögen stereotyp, die Dialoge mögen flach sein, dennoch fesselt der Film bis zur letzten Minute. Mit einfachsten Mitteln schafft Natali eine beklemmende, düstere Atmosphäre. Glücklicherweise bleibt das Ende offen, jeder Versuch einer Erklärung ist zum Scheitern verurteilt, wie die weiteren Teile der Reihe beweisen.
Ein wahrer Film, schmerzhaft wahr und intensiv. Schneller als wir denken, leben wir das Leben, welches wir nie leben wollten. Brillant geschrieben und gut umgesetzt, weist der Film aber einen Schönheitsfehler auf: Die Chemie zwischen Winslet und DiCaprio stimmt einfach nicht. Was in einem Blockbuster wie "Titanic" nicht weiter auffiel, ist hier offensichtlich: Man nimmt den beiden das glückliche, perfekte Paar einfach nicht ab, obwohl beide für sich gesehen eine gute bis sehr gute Leistung abliefern. Dennoch: Ein sehenswerter Film, nah am Leben; eine Mahnung, unsere Träume nicht aus den Augen zu verlieren.
Der Film von dem ich einfach nicht weiß, warum ich ihn nur "geht so" finde. Kritiker und Freunde mit ähnlichem Filmgeschmack überschlagen sich vor Begeisterung, der Film hat genau die Zutaten, die es braucht, aber der Funke ist bei mir eimfach nicht übergesprungen. Das Drehbuch ist sicherlich hervorragend, die Charaktere sind vielschichtig, doch im Endeffekt haben sie mich kalt gelassen.
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zero_tonin
über Der Maschinist Mon, 18 Jan 2010 22:57:26 -0000
Christian Bales Leistung ist schlichtweg grandios, er spielt Reznik so überzeugend und voller Inbrunst, dass man als Zuschauer eine Gänsehaut bekommt. Anderson inszeniert gekonnt die Geschichte eines Mannes, der schleichend dem Wahnsinn verfällt. Die düstere, unheilschwangere Atmosphäre erinnert bisweilen sogar an die Filme von David Lynch. Kontinuierlich wird die Spannungsschraube angezogen, doch beginnt man alsbald zu ahnen, dass die Auflösung nicht befriedigend ausfallen wird. Leider wird diese Vermutung bestätigt: Man könnte hier fast schon vom Standard-Twist sprechen, so oft, wie diese Art von Auflösung in heutigen Filmen dieses Genres zum Einsatz kommt. Und so enttäuscht das konventionelle, wenngleich schlüssige Ende und kostet den Film einen Bewertungspunkt.
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AltH85 Wed, 20 Jan 2010 02:46:14 -0000
Antwort löschenWar wirklich schade drum....
zero_tonin
über Cube Zero Mon, 18 Jan 2010 22:30:07 -0000
War "Hypercube" zwar belanglos, aber zumindest erträglich, so ist dieses Prequel mehr als ärgerlich: Den Film kann man schlicht und ergreifend nicht ernst nehmen. Das was uns hier als des Rätsels Lösung präsentiert wird, wirkt bisweilen derart stupide, dass man meinen könnte bei "Cube Zero" handele es sich um Satire, eine Parodie seiner Vorgänger. Die Stärke des ersten Teils war seine Originalität und die einzigartige Atmosphäre, die gerade dadurch enstehen konnte, dass der Zuschauer (ebenso wie die Figuren) über die Hintergründe des Cube im Dunkeln gelassen wurde. Waren schon im ersten Teil die Leistungen der Schauspieler bestenfalls mittelprächtig, so verhunzen hier absolut dillettantisch agierende Darsteller auch noch den letzten Rest.
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zero_tonin
über Cube 2: Hypercube Mon, 18 Jan 2010 22:08:26 -0000
Öder Aufguss des Originals. Teil eins minus Spannung minus Originalität plus High Tech = Hypercube.
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zero_tonin
über Cube Mon, 18 Jan 2010 22:05:58 -0000
Natali gelingt mit "Cube" das Kunststück mit wenig Budget einen der innovativsten und unheimlichsten Horrorthriller der letzten Jahre auf die Leinwand zu bringen. Die Charaktere mögen stereotyp, die Dialoge mögen flach sein, dennoch fesselt der Film bis zur letzten Minute. Mit einfachsten Mitteln schafft Natali eine beklemmende, düstere Atmosphäre. Glücklicherweise bleibt das Ende offen, jeder Versuch einer Erklärung ist zum Scheitern verurteilt, wie die weiteren Teile der Reihe beweisen.
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zero_tonin
über Zeiten des Aufruhrs Sun, 17 Jan 2010 22:48:32 -0000
Ein wahrer Film, schmerzhaft wahr und intensiv. Schneller als wir denken, leben wir das Leben, welches wir nie leben wollten. Brillant geschrieben und gut umgesetzt, weist der Film aber einen Schönheitsfehler auf: Die Chemie zwischen Winslet und DiCaprio stimmt einfach nicht. Was in einem Blockbuster wie "Titanic" nicht weiter auffiel, ist hier offensichtlich: Man nimmt den beiden das glückliche, perfekte Paar einfach nicht ab, obwohl beide für sich gesehen eine gute bis sehr gute Leistung abliefern. Dennoch: Ein sehenswerter Film, nah am Leben; eine Mahnung, unsere Träume nicht aus den Augen zu verlieren.
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zero_tonin
über Magnolia Wed, 18 Nov 2009 19:49:38 -0000
Der Film von dem ich einfach nicht weiß, warum ich ihn nur "geht so" finde. Kritiker und Freunde mit ähnlichem Filmgeschmack überschlagen sich vor Begeisterung, der Film hat genau die Zutaten, die es braucht, aber der Funke ist bei mir eimfach nicht übergesprungen. Das Drehbuch ist sicherlich hervorragend, die Charaktere sind vielschichtig, doch im Endeffekt haben sie mich kalt gelassen.
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stalker Fri, 14 May 2010 18:56:30 -0000
Antwort löschenNoch mal gucken!