120 BPM - Kritik

120 battements par minute / AT: BPM; 120 Beats Per Minute

FR · 2017 · Laufzeit 143 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 5 .5

    Der Versuch, eine Hommage an Act up und ein nahegehendes Liebes-Drama zusammenzubringen, will am Ende nicht so richtig aufgehen, weshalb die lange Spielzeit immer wieder zu spüren ist. [Christoph Schelb]

    2
    • 7 .5

      120 BPM mag ein Film in einem historischen Kontext sein, er bleibt dennoch modern. Er erinnert an eine Diskusssions- und Streitkultur und das man etwas bewegen kann, wenn man sich organisiert, sich wehrt. [Jörg Taszman]

      • 7

        So ist 120 Beats per Minute kein rundum gelungener Film - aber doch ein politisches, soziales, gesellschaftliches Zeitbild vom Beginn der 90er-Jahre. Letztlich betreibt er selbst Aktivismus, indem er den Schmerz, die Wut, die Trauer und den Kampf dieser Jahre wieder aufleben lässt. [Katja Nicodemus]

        • 7 .5

          120 Bpm macht wütend, weil der Film daran erinnert, dass so viele Menschen unnötig gestorben sind. Er macht aber auch Hoffnung, weil sich in weniger als 30 Jahren viel geändert hat. [Jana Weiss]

          • 8

            Camillos Porträt einer Reihe von »Act up«-Aktivisten, die in den 90er Jahren in Paris für die Rechte der Aids-Opfer kämpfen, ist eine Hommage an Streitbarkeit und Fantasie. [Gerhard Midding]

            • 8

              „120 BPM“ blickt zurück auf den Kampf von AIDS-Aktivisten im Paris der frühen 90er. Das ist nicht allein von historischem Interesse, sondern hat auch dem heutigen Publikum viel zu erzählen. Beeindruckend ist bei dem französischen Drama vor allem die Vielschichtigkeit: Der Einblick in die Mechanismen und Persönlichkeiten einer Aktivistengruppe ist ebenso fesselnd wie aufwühlend, universell-theoretisch wie auch individuell-persönlich.

              • 7 .5

                Eine der größten Überraschungen des diesjährigen Festivals in Cannes war Robin Campillos mitreißendes, emotionales Doku-Drama 120 BPM [...]. Zu Recht gab es dafür den Grand Prix des Festivals und auch den Preis der Kritikervereinigung FIPRESCI. [Michael Meyns]

                • 9
                  NewYorkTimes 20.10.2017, 13:21 Geändert 20.10.2017, 14:14

                  Trotz seines historischen Bezugs, erscheint 120 BPM nie wie ein Bericht aus der Vergangenheit. Die Charaktere wirken lebendig, real und sehr nah. [A.O. Scott]

                  • 7 .5
                    VillageVoice 20.10.2017, 12:39 Geändert 20.10.2017, 14:11

                    [120 BPM] entlarvt die Elektrizität des Lebens in dieser Zeit für die schwule Community, in der, inmitten von Apathie und offenem Hass der Außenwelt, eine unzerbrechliche Verbindung eingegangen wurde. - Was für eine schreckliche Ironie, dass Trauer so schön sein kann. [April Wolfe]

                    • 7
                      HollywoodReporter 20.10.2017, 11:52 Geändert 20.10.2017, 14:18

                      Der neue Film 120 BPM erlangt in der Endphase ungeschönte Emotionen und gerät ziemlich unter Druck. Der Film hat allerdings fantastische Szenen, die Intimität, Zärtlichkeit und nackte Angst sehr betont darstellen. [David Rooney]

                      • 7

                        Wie Aufmerksamkeit erlangen, wenn die Gesellschaft ihren Blick abgewendet hat? Diese Frage beschäftigt die französische Aktivistengruppe ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power) Anfang der 1990er Jahre intensiv – immerhin geht es um das Leben zahlreicher Menschen, die unmittelbar von der AIDS-Epidemie betroffen sind, ohne gehört zu werden. Die Regierung ignoriert die offenkundigen Probleme, anstelle sich der sexuelle Aufklärung zuzuwenden, während die Pharmaindustrie bei der Entwicklung neuer Medikamente bloß auf eine Sache bedacht ist: den eigenen Profit. Es ist kaum auszuhalten, dieses demonstrative Weggesehen, doch wie weit darf gegangen werden, um dagegen anzukämpfen? 120 Beats Per Minute aka 120 BPM, der diesjähriges Cannes-Beitrag von Regisseur Robin Campillos, schlägt sich ganz auf Seiten der Aktivisten. Eine einfache Lösung auf die zentrale Fragestellung findet er allerdings nicht. [...]

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                        • 6 .5

                          "Aktivismus und die Spielfilmform, das beißt sich schnell: Zweifellos will Robin Campillo Kino schaffen, nur wohin, weshalb er strebt, beantwortet sein Film BPM ständig unterschiedlich." [Frédéric Jaeger]

                          • 7

                            Aber mit einer Laufzeit von knapp zweieinhalb dialoglastigen Stunden, ist [120 Beats Per Minute] fast unerträglich langwierig, während es einen ziemlich kühlen intellektuellen Anspruch verfolgt, der hätte verbessert werden können, wenn man die wunderschönen Szenen der Intimität [..] mehr hervorgehoben hätte. [David Rooney]

                            • 8

                              [...] Regisseur Robin Campillo schickte das Cannes-Publikum auf einen fast zweieinhalbstündigen, ebenso eindringlich politischen, wie auch schmerzhaften Trip, der nichts, aber auch gar nichts kaschiert – nicht die verlogene, profitgeile Pharmaindustrie, vor allem aber auch nicht das grauenvoll langsame Sterben von AIDS-Kranken. [...]

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