120 BPM - Kritik

120 battements par minute / AT: BPM; 120 Beats Per Minute

FR · 2017 · Laufzeit 140 Minuten · Drama · Kinostart
Du
  • 9
    NewYorkTimes 20.10.2017, 13:21 Geändert 20.10.2017, 14:14

    Trotz seines historischen Bezugs, erscheint 120 BPM nie wie ein Bericht aus der Vergangenheit. Die Charaktere wirken lebendig, real und sehr nah. [A.O. Scott]

    • 7 .5
      VillageVoice 20.10.2017, 12:39 Geändert 20.10.2017, 14:11

      [120 BPM] entlarvt die Elektrizität des Lebens in dieser Zeit für die schwule Community, in der, inmitten von Apathie und offenem Hass der Außenwelt, eine unzerbrechliche Verbindung eingegangen wurde. - Was für eine schreckliche Ironie, dass Trauer so schön sein kann. [April Wolfe]

      • 7
        HollywoodReporter 20.10.2017, 11:52 Geändert 20.10.2017, 14:18

        Der neue Film 120 BPM erlangt in der Endphase ungeschönte Emotionen und gerät ziemlich unter Druck. Der Film hat allerdings fantastische Szenen, die Intimität, Zärtlichkeit und nackte Angst sehr betont darstellen. [David Rooney]

        • 7

          Wie Aufmerksamkeit erlangen, wenn die Gesellschaft ihren Blick abgewendet hat? Diese Frage beschäftigt die französische Aktivistengruppe ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power) Anfang der 1990er Jahre intensiv – immerhin geht es um das Leben zahlreicher Menschen, die unmittelbar von der AIDS-Epidemie betroffen sind, ohne gehört zu werden. Die Regierung ignoriert die offenkundigen Probleme, anstelle sich der sexuelle Aufklärung zuzuwenden, während die Pharmaindustrie bei der Entwicklung neuer Medikamente bloß auf eine Sache bedacht ist: den eigenen Profit. Es ist kaum auszuhalten, dieses demonstrative Weggesehen, doch wie weit darf gegangen werden, um dagegen anzukämpfen? 120 Beats Per Minute aka 120 BPM, der diesjähriges Cannes-Beitrag von Regisseur Robin Campillos, schlägt sich ganz auf Seiten der Aktivisten. Eine einfache Lösung auf die zentrale Fragestellung findet er allerdings nicht. [...]

          2
          • 6 .5

            "Aktivismus und die Spielfilmform, das beißt sich schnell: Zweifellos will Robin Campillo Kino schaffen, nur wohin, weshalb er strebt, beantwortet sein Film BPM ständig unterschiedlich." [Frédéric Jaeger]

            • 7

              Aber mit einer Laufzeit von knapp zweieinhalb dialoglastigen Stunden, ist [120 Beats Per Minute] fast unerträglich langwierig, während es einen ziemlich kühlen intellektuellen Anspruch verfolgt, der hätte verbessert werden können, wenn man die wunderschönen Szenen der Intimität [..] mehr hervorgehoben hätte. [David Rooney]

              • 8

                [...] Regisseur Robin Campillo schickte das Cannes-Publikum auf einen fast zweieinhalbstündigen, ebenso eindringlich politischen, wie auch schmerzhaften Trip, der nichts, aber auch gar nichts kaschiert – nicht die verlogene, profitgeile Pharmaindustrie, vor allem aber auch nicht das grauenvoll langsame Sterben von AIDS-Kranken. [...]

                1