2001: Odyssee im Weltraum - Kritik

2001: A Space Odyssey

US · 1968 · Laufzeit 133 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 5

    [...] Obwohl ich dieses einmalige Filmerlebnis nicht missen wollen würde, zähle ich mich nicht zu den erklärten Liebhabern von Kubricks Werk. Das liegt gar nicht mal so sehr an der ausgestellten Langsamkeit oder der Tatsache, dass 2001 sich mit thematischen Ansätzen begnügt und aufgrund der angepeilten Ambivalenz thematisch nie in die Tiefe geht; für mich verhindert die klinische Kälte des Films eine potenzielle emotionale Wucht. Der Abspann entlässt mich intellektuell angeregt, aber unbeteiligt.

    Doch das ist nicht weiter tragisch: Mehr als 50 Jahre nach seiner Entstehung hat 2001: Odyssee im Weltraum dank seiner enormen Deutungsfreiheit und der brillanten Inszenierung nichts von seiner Kraft verloren. Eiskalt und makellos wie der fremdartige Monolith bleibt Kubricks Meisterwerk unveränderlich und unantastbar. Es lohnt sich ungemein, sich ihm hin und wieder sachte zu nähern, seinem Einfluss nachzuspüren und auf die Geistesblitze zu warten. [...]

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    • 6 .5
      mustangbmm98 22.06.2018, 09:00 Geändert 22.06.2018, 09:00

      Tricktechnisch ein wegweisender Film, wenn man das Entstehungsjahr berücksichtigt. Und ja, auch heute noch wird der Film zitiert. Die Dialoge mit HAL hatte ich länger in Erinnerung, letztendlich wird das im Film recht schnell abgehandelt.

      Zum Thema schnell:

      Leider fühlt sich der Film ewig lange an. Endlose Einstellungen, die die Handlung nicht nach vorne bringt. Die erste Stunde denkt man, die technischen Möglichkeiten müssen ausgewalzt werden, koste es was es wolle.

      Das Hauptproblem für mich: Der Film ist Kunst. Ich habe gegoogelt was das Ende denn bedeuten könnte. Viele Interpretationen sind möglich… Und das ist das Problem. Was soll das?

      Kultfilm hin oder her. Einerseits ist es SF, anderseits macht er einen auf Intellektuell. Für mich ist das nix. Auch nervt die Musik irgendwann.

      Es ist ein Kunstfilm. Und so sollte man ihn auch betrachten.

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        00101001100 09.06.2018, 12:14 Geändert 09.06.2018, 12:14

        7.7. 2018, 70 mm, unrestaurierte Fassung, OV, Delphi Filmpalast Berlin:

        Es war wie immer überwältigend, dieses Mal wahrscheinlich sogar noch ein Stückchen mehr. Sowohl Bild- als auch Tonqualität waren unbeschreiblich, trotz (oder vielleicht sogar aufgrund) der fehlenden Restaurierung. Farben im Überfluss, eine Stimmenlawine von überall, der Kinosaal zum Glück fast voll. Somit waren Augen und Ohren von Anfang an vollkommen gefordert, zum Teil überfordert und am Ende definitiv überwältigt. Auch nach dem x-ten Mal Schauen ändert sich daran rein gar nichts. Umso unvorstellbar ist es, wie 2001: A SPACE ODYSSEY vor 50 Jahren auf Kinozuschauer gewirkt haben muss, noch ein halbes Jahrhundert später haben einige Besucher nach der Intermission das Kino verlassen.

        Jedes Mal aufs neue unfassbar, wie es der Film wagt, im letzten Drittel zu einem experimentellen Avantgarde-Film zu werden, nachdem er einen zuvor dramaturgisch gefesselt hat. Science Fiction, Thriller, Mystery, existenzphilosophische Fragen, zugleich Humor, Satire, und dann plötzlich die endgültige Explosion. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sitzt man nur noch fassungslos da und lässt das Feuerwerk über einen ergehen. Und wieder schafft der Film das Unerwartete: Es gibt doch ein rundes Ende, welches keines ist, denn der Kopf arbeitet danach noch lange weiter. Schwirrt von dem Gesehenen und Gehörten.

        Der einzige Punkt, der 2001 zu einem 50 Jahre alten Film macht, ist das zum Geburtstag gewünschte "Buschbaby" und die ununterbrochene Weißbrotness aller Beteiligten. Da war sogar Star Trek schon ein bisschen differenzierter. Aber wenn man mal ehrlich ist, hat sich da bis heute in der Raumfahrt auch nicht so wahnsinnig viel geändert und es ist auch nicht raus, dass diese Einseitigkeit in der Besetzung nicht ebenfalls als ein satirischer Kommentar gedacht war.

        Abgesehen davon jedenfalls wird dieser Film ein zeitloses Kunstwerk bleiben, eines was Meinungen spaltet, aber immer bewegen und Diskussionen anregen wird. Und in 50 Jahren dann vielleicht mal wieder auf 70 mm im Kino, oder eben im Museum, falls es Kinos bis dahin nicht mehr geben sollte.

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          Leider grauenhaft...

          Ich weiß, dass dieser Film Kunst ist, aber ich habe einfach keinen Zugang dazu gefunden. Für mich war es pure Arbeit diesen Film durchzustehen, nur damit ich sagen kann, dass ich diesen Film gesehen habe. Die 133 Minuten Laufzeit waren voller Langeweile, dass sie sich wie 500 Minuten anfühlten. Dennoch hat es sich gelohnt, denn nun weiß ich, dass ich diesen Film schrecklich finde und nichts Gutes mit ihm verbinde (außer dem Soundtrack). Persönlich würde ich mir lieber die Fifty Shades Of Grey Trilogie anschauen als diesen einen FIlm.

          Es tut mir leid, liebe Cineasten.

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          • 8

            Ein ungewöhnlicher aber toller Weltraumfilm.
            Kurzum,8 Punkte=Ausgezeichnet

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            • 7 .5

              Meine letzte Sichtung des Films liegt jetzt ungefähr 20 Jahre zurück.
              Und ich muss sagen, sie war damals wie auch heute wieder ganz schwere Kost, die den gemeinen Zuschauer wie mich, visuell und akustisch umgehauen hat.

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              • 10

                “One of his films is equivalent to ten of somebody else's. Watching a Kubrick film is like gazing up at a mountain top. You look up and wonder: ‘How could anyone have climbed that high?’." - Martin Scorsese über Stanley Kubrick

                Auf keinen anderen Film trifft diese Aussage wohl mehr zu als auf “2001”. Für mich hat sich die Art, wie ich Filme wahrnehme grundlegend verändert, nachdem ich zum ersten Mal “2001” gesehen habe. Dieser Film hat mir deutlich gemacht, dass einfach alles möglich ist - filmische Umsetzung betreffend. Man muss es sich nur ausdenken.
                Der Film ist der großartigste Sci-Fi-Film und einer der wichtigsten Filme aller Zeiten. Kaum ein anderer Film hat mich so lange beschäftigt. Nach jeder Sichtung kann ich neue Deutungen aus dem Film ziehen und stelle mir philosophische Fragen, die bei mir noch kein Ethikunterricht oder irgendein filmisches oder literarisches Werk aufgeworfen haben. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass der Film mich in meinem Denken und damit sogar meine Persönlichkeit geprägt hat.

                Ich könnte wahrscheinlich ein ganzes Buch darüber schreiben, was mir “2001” bedeutet und und was ich von diesem Film gelernt habe. Die Musik, die Aktualität, die Deutungsmöglichkeiten, etc.. Ich möchte mich aber auf drei, hervorstechende Punkte beschränken:

                1. Die technische Umsetzung:
                Stanley Kubrick hat mit diesem Film Maßstäbe in der Tricktechnik gesetzt und das Filmemachen bis heute revolutioniert. Filmemacher wie Christopher Nolan, Ridley Scott oder J.J. Abrams nutzen zum Teil noch dieselben Methoden, wie vor mittlerweile 50 Jahren, weil die digitale Tricktechnik einfach immer noch nicht vollständig mithalten kann.
                Was mich allerdings viel mehr fasziniert, ist die Tatsache, dass “2001”, mit Hilfe von Raumfahrtexperten und technischen Beratern der NASA, zu einem Zeitpunkt entstanden ist, zu dem es noch kaum Bildmaterial aus dem All gab - das erste Farbfoto der Erde entstand erst vier Jahre nach Veröffentlichung des Films. Neil Armstrong soll scheinbar selbst neugierigen Reportern geantwortet haben, dass man sich “2001” ansehen sollte, wenn man einen realistischen Eindruck davon haben will, wie die Erde aus dem Weltall aussieht. Wohlgemerkt war die erste Mondlandung erst ein Jahr nach der Veröffentlichung des Films.
                “2001” ist damit für mich die perfekte Symbiose aus Kunst und Wissenschaft.

                2. Der berühmteste Schnitt der Filmgeschichte:
                Der Match-Cut zwischen dem Knochen und dem Satelliten, welcher übrigens im Drehbuch noch als Atomwaffenträger ausgewiesen wurde, war für mich eine Erleuchtung. Dass ein Schnitt tatsächlich eine Geschichte erzählen kann und nicht nur eine Brücke zwischen zwei Frames darstellt, war eine überwältigende Erkenntnis. Eine Art filmisches “Zwischen-den-Zeilen-lesen”. Die gesamte Menschheitsgeschichte leuchtet im Bruchteil einer Sekunde zwischen zwei Bildern auf. Gleichzeitig wird angedeutet, dass der Mensch es scheinbar weit gebracht hat - von der Erfindung einer Waffe bis zur Erfindung… einer Waffe. Allein dieser Schnitt stellt eine Grundthematik des Films dar: Ist die Erschaffung künstlicher Intelligenz nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt, wenn sie auf uns fehlerbelasteten Menschen beruht? Aber das führt schon wieder zu weit.
                Um es kurz zu machen: spätestens seit diesem Match-Cut ist sich wohl jeder Filmemacher bewusst darüber, dass jede Entscheidung im Schnitt einen Film massiv beeinflussen kann. Man stelle sich nur vor, die beiden Szenen wären von einer Kapiteleinblendung auf schwarz getrennt worden...

                3. Der Monolith:
                Mal ganz trocken formuliert: es ist ein schwarzer Klotz. Doch die mysteriöse, beunruhigende und faszinierende Atmosphäre, die dieser “Klotz” schafft ist einfach nur erdrückend. Durch die Art, wie Kubrick den Monolith inszeniert, fühlt sich der Zuschauer selbst wie einer der Menschenaffen. Man hat einfach keine Chance, den Monolith zu greifen oder begreifen. Er ist einfach da. Wenn man anfängt über ihn nachzudenken kommen völlig abstrakte Deutungen zutage. Ein “Klotz”, der so unergründlich ist, wie die Unendlichkeit des Universums.

                Diese drei Punkte sind, wie bereits erwähnt, nur ein Bruchteil dessen, was die Faszination an “2001” ausmacht und definitiv hat jeder Betrachter eine andere Erfahrung - vermutlich sogar mit jeder neuen Sichtung. Seit ich den Film mit 16 Jahren zum ersten Mal gesehen habe, schaue ich ihn mir jedes Jahr mindestens ein Mal an und bin einfach immer wieder von neuem fasziniert. Letztes Jahr hatte ich die Chance, den Film im Kino zu sehen, was das Erlebnis noch einmal auf ein völlig neues Level gehoben hat und ich kann jedem nur empfehlen, die Augen nach solchen Vorstellungen offen zu halten.

                Ein häufiger Kritikpunkt an “2001” ist, dass der Film zu langsam erzählt wird. Ich kann diesen Punkt nachvollziehen, doch man sollte dabei zwei Punkte beachten. Zum Einen die Zeit, in welcher der Film gedreht wurde. Die Bilder, die der Film liefert, waren komplett neu und noch nie dagewesen. Heute haben wir uns an solchen Bildern schon lange sattgesehen, aber damals war es nur schwer zu begreifen. Zum Anderen stützt das langsame Erzählen den Realismus. Der Zuschauer soll nicht nur erklärt bekommen, was gerade abläuft, sondern es tatsächlich, fast schon dokumentarisch, miterleben. Statt einem klassischen: “Landeanflug einleiten!”, sehen wir den gesamten Ablauf mit allen Details und können uns selbst die Technik im Film erklären.

                Zuletzt kann man wohl nur sagen, dass es Bände für den Film spricht, dass er nach 50 Jahren immer noch diskutiert und bewundert wird, wie in seinem Erscheinungsjahr. Damit befindet er sich in einem kleinen Kreis von Filmen, Kunstwerken und wissenschaftlichen Errungenschaften, die Einen immer wieder zum Staunen bringen, zu was es ein knochenschwingender Primat bringen konnte. Was hat ihn inspiriert - ein außerirdischer Monolith?

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                • 8 .5
                  RedMoon-1973 01.05.2018, 21:07 Geändert 01.05.2018, 21:18

                  Nach vielen Jahren erneut gesehen. Und das einen Tag nachdem ich Interstellar zum dritten mal gesehen habe. Und keiner braucht mir weismachen, dass Nolan sich nicht an 2001 bedient hat. Das hat er eindeutig!

                  Zur Interpretation des Films sage ich nichts, darüber kann man Romane schreiben.

                  Fakt ist allerdings, diesen Film versteht man oder hasst man.

                  Obwohl auch Interstellar ein sehr anspruchsvoller Film mit vielen Deutungsmöglichkeiten ist, setzt 2001 diesem noch einen drauf.

                  Er ist noch schwieriger zu verstehen, noch schwieriger zu verdauen und auch noch schwieriger anzusehen. Er ist nichts für ungeduldige Naturen. Hier gibt es Sequenzen die einfach mal so minutenlang andauern, ohne dass etwas passiert. Die Eröffnungsszene zum Beispiel ist komplett ohne Bild, 3 Minuten lang. Zudem gibt es sehr wenig Text und die kurze Story könnte man sogar in einen Kurzfilm packen.
                  Der Film baut darauf, dass der Zuschauer sich sein eigenes Bild der Geschehnisse bildet, sich sein eigenes Universum ausdenkt und aus dem Wenigen ein komplexes philosophisches Gebilde baut. Man muss sich diesem Film schon hingeben und sich darauf einlassen, sonst wird das nichts. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Odyssee auf die man mitgenommen wird, aber man muss es wollen.

                  2001 ist sogar noch weniger Mainstream als es Interstellar schon nicht ist.
                  Am besten in einem ruhigen Moment und alleine anschauen.

                  Hervorheben möchte ich noch die Optik, die Effekte und die Ausstattung. Das ist wirklich faszinierend was Trumbull damals abgeliefert hat. Selbst nach 50 Jahren kann dieser Film in Sachen Ausstattung und Optik mit aktuellen Filmen mithalten. Ich würde wetten, ein Kinopublikum, das diesen Film nicht kennt, kann man diesen als aktuellen Film verkaufen. Und das alles ohne CGI. Das ist wirklich fantastisch, was damals geleistet wurde.

                  Abzug gibt es lediglich für einige wenige Szenen, die einfach nicht erklärt werden und als selbstverständlich hingenommen werden sollen (Das Signal zum Jupiter, der Flug zum Monolithen).
                  Und das Fehlen von Steuerdüsen an den kleinen Weltraumfähren ist nicht so toll gelöst worden Die drehen sich ohne irgendwelche kinetischen Kräfte.
                  Den Soundtrack finde ich persönlich, naja, bin kein Klassik Fan.

                  Resumee:
                  Hart zu verdauendes Meisterwerk
                  Sehr gute 8.5 Punkte von mir.

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                    RoboMaus 27.04.2018, 10:39 Geändert 27.04.2018, 19:17

                    Was ist nur an diesem Film, dass ich mir ihn im Abstand von etlichen Jahren doch wieder anschaue, obwohl ich ihn längst mit 5,5 Punkten bewertet hatte und genau weiß, dass er nicht mehr besser wird?

                    Vielleicht die erhebende Szene gleich zu Beginn, worin Kubrick meisterlich die lineare Ausrichtung von Sonne-Erde-Mond zum ebenso meisterlichen 'Also, sprach Zarathustra' (1896) von Richard Strauss auferstehen lässt? Eine vielleicht bis heute unerreichte audio-visuelle Ästhetik, die selbst mit 4K und dröhnendem Surround Sound noch nicht ausgereizt erscheint.

                    Vielleicht die faszinierende Mystik um das quaderförmige Objekt, das von Außerirdischen in ferner Vergangenheit auf Erde und Mond platziert wurde, womit Kubrick die Erwartung eines vor Spannung knisternden, nie dagewesen Science Fiction-Abenteuers schürt, das den Zuschauer einnimmt und noch Minuten nach dem Abspann fassungslos, beinahe wie gelähmt im Sessel verweilen lässt?

                    Dass '2001: A Space Odyssey' inzwischen 50 Jahre alt ist und immer noch mit seiner optischen und akustischen Wucht überzeugt, ist tatsächlich der Beleg für den außergewöhnlichen Status, den dieses Werk bis heute genießt.

                    Und jetzt? Soll ich jetzt das schreiben, was alle hier schreiben, die sich mit dem Film im Verlauf langweilen, weil Kubrick die Handlung so gut wie einfriert, sämtliche Spannung herausnimmt, den Betrachter mit zunehmend abstrusen Inhalten in Zeitlupe und polemischen Dialogen mit einem Computer überschwemmt? Im Grunde hat er das nicht verdient, denn sein Werk hat das Genre revolutioniert und damit eine neue Dimension eröffnet - zumindest durch den audio-visuellen Aspekt hat es eine ähnlich überragende Bedeutung im Genre wie der elf Jahre danach erschienene 'Alien' (1979). Runden wir in dieser Anerkennung auf 6 Zähler auf, aber mehr geht beim besten Willen nicht, wenn Story, Handlung und Spannung in der Bewertung eines SF-Filmes wie bei mir im Vordergrund stehen.

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                      Da ich bei der ersten Sichtung leider ein paar Mal kurz eingeschlafen bin, wollte ich ihn unbedingt ein zweites Mal sehen, da ich an besagtem Tag sehr müde war, und mein Groll gegenüber diesem Film evt. von meiner Müdigkeit kam.

                      Aber auch nach der zweiten Sichtung bin ich trotz Kaffee derart müde geworden, dass ich ständig auf die Uhr schauen musste, um zu sehen, wann ich den Film endlich abschalten kann.

                      Um kurz mal Albert Einstein zu zitieren:

                      "Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität."

                      So fühlt sich auch der Film an. Er geht eigentlich nur knapp über 2 Stunden, es fühlt sich aber so an, als ginge er locker 5.

                      Ich glaube es ja gerne, dass dieser Film ein absoluter Klassiker ist. Ich kann auch nachvollziehen, wenn man sagt, er sei der bedeutendste Science-Fiction-Film überhaupt. Auch visuell mag er in seinem Erscheinungsjahr alles in den Schatten gestellt haben.

                      Aber was nutzt mir das, wenn ich mich so sehr langweilen muss, dass ich sogar gegen meinen Willen einschlafe? Werde mit dem Film einfach nicht warm, tut mir Leid.

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                        Eliful 05.04.2018, 23:01 Geändert 05.04.2018, 23:06

                        Für mich immer noch der beste Film überhaupt!
                        (Film im Sinne von Kunst und nicht im Sinne von Unterhaltung)

                        Über kein Film konnte bzw. musste ich so viel nachdenken, wie über diesen. Im nachhinein gesehen, hat er meine ganze Persönlichkeit beeinflusst.

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                          Philipp Klement 27.03.2018, 01:28 Geändert 27.03.2018, 01:29

                          Ein Film den man fühlen muss, ein Film den man atmen muss. Nichts für Leute die irgendwas auf dem Silbertablett serviert haben wollen, hier gilt es Filmsprache in seiner wohl vollkommensten Form zu genießen. Wer das nicht kann, wer immer Form und Erklärung braucht und die Grenzen seiner eigenen Vorstellungskraft nicht auslöten kann, dem sei hiervon abgeraten. Fast schon traurig, wenn man sich den Community-Score anschaut...

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                            Botwin 24.03.2018, 21:13 Geändert 24.03.2018, 23:00

                            Auf anraten eines Freundes sichtete ich 2001: Odyssee im Weltraum ein zweites mal (Beim ersten mal abgebrochen). Und dieses mal hat sich meine Bewertung sogar noch verschlechtert. Ich kann eigentlich jedem Film etwas gutes abgewinnen, bei diesem aber fällt es mir sehr schwer. Das schlimmste für mich ist die Filmmusik, insbesondere die, die die Dramatik unterstreichen soll. Einfach nur Furchtbar! Dazu kommen die vielen Emotionslosen und sinnlosen Dialoge die kaum eine Wichtigkeit haben die Story voran zu treiben. Es kam bei mir leider auch überhaupt keine Spannung auf, da die Story sehr träge und belanglos inszeniert ist. Grandios sind die Sets und Effekte, die sind heute noch ein Augenschmaus wenn man bedenkt das die von 1968 sind.

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                              Leider der schlechteste Film den ich je gesehen habe. Der Film zieht sich EXTREM und fühlt sich locker wie ein 4-5 Stunden Film an. Der Film ist langweilig ab Minute 1 bis zum letzten Moment. Kann leider nichts positives sagen.

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                                doktormovie 24.01.2018, 21:11 Geändert 17.02.2018, 10:55

                                Filmhistorisch gesehen einzigartig und genial, heutzutage hat man Weltraumfilme, die sich diesem Look bedienen, halt schon tausend Mal gesehen, dementsprechend war es keine visuelle Überraschung. Objektiv betrachtet einer der wichtigsten Filme aller Zeiten, mir persönlich war er zu langatmig und verkopft.
                                Trotzdem sollte man diesen absolut richtungsweisenden Klassiker gesehen haben und den nötigen Respekt entgegen bringen.

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                                  Oh man.... Selten so einen stinkend langweiligen und dummen Film gesehen.. Soll das ein Film sein, oder eine Affendoku oder was auch immer?? Keine Ahnung, wie jemand so einen Schund nur gut finden kann... Ich bin 5 mal eingeschlafen... Kaum Dialoge , nur dämliche Musik.. Zu diesem Film fällt mir absolut nix mehr ein !!!!

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                                    Seductive Barry 05.01.2018, 21:06 Geändert 05.01.2018, 21:06

                                    "So schweigt mir doch von allen Göttern! Wohl aber könntet ihr den Übermenschen schaffen. Nicht ihr vielleicht selber, meine Brüder! Aber zu Vätern und Vorfahren könntet ihr euch umschaffen des Übermenschen: und Diess sei euer bestes Schaffen!"

                                    Wenn es ein Thema, einen roten Faden bei 2001: Odyssee im Weltraum gibt, dann ist es das Streben nach etwas Übermenschlichem, nach der Erweiterung der eigenen Möglichkeiten, sprich: nach Evolution. Sowohl der Affe, der lernt, den Knochen zum Nahrungserwerb und zur Selbstverteidigung zu nutzen, als auch die Wissenschaftler, die versuchen, den Monolith zu verstehen und greifbar zu machen (im Film ist später von „intelligentem Leben“ die Rede, eine Möglichkeit, zur Außenwelt Kontakt aufzunehmen, um die eigenen Grenzen auszuweiten?), als auch Dave Bowman, der sich in eine Anders-Welt begibt, um am Ende (als Übermensch?) doch nur wiedergeboren zu werden.
                                    Bemerkenswert an dem Film hierbei ist jedoch, wie ambivalent er seine Thematik behandelt, verdeutlicht er doch, dass eine Weiterentwicklung auch immer mit (Selbst-)Zerstörung verbunden ist: auf der einen Seite der Menschenaffe, der es schafft, sich selbst und seine Umgebung zu beschützen und zu versorgen, hierfür aber morden muss, auf der anderen HAL 9000, eine von Menschen geschaffene hyperintelligente Technologie, dessen Ego zerstörerische Ausmaße annimmt. Ironisch ist hierbei, dass ein Ego, etwas allzu menschliches, bei einer Maschine zum Vorschein kommt. Je menschlicher der Mensch seine Technologie erschafft, desto zerstörerischer die Ausmaße, hat die Technologie am Ende mehr Macht als der unvollkommene Mensch.
                                    So ist das Ende von 2001: Odyssee im Weltraum so triumphal wie tragisch: Wurde am Ende der von Nietzsche geforderte Übermensch erschaffen oder doch etwas halb-menschliches, das seine Macht ähnlich zerstörerisch nutzen wird wie vor ihm HAL? Wenn letzteres der Fall ist, stellt sich die Frage, ob man besagtes Wesen auch einfach so abschalten kann.

                                    In jedem Fortschritt steckt auch ein Rückschritt und in jedem Rückschritt ein Fortschritt. Wenn es etwas gibt, was ich aus dem Film mitnehmen kann, dann das. Nach wie vor ein übergroßer Film.

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                                      ...Der Film ist bis heute richtungsweisend für fast jeden Sci Fi Streifen. Seine Handlung und Struktur sind nicht immer auf der Höhe, aber wenn man sich das Alter im Hinterkopf behält, zuckt man bisweilen zusammen, wie revolutionär Kubrick hier gearbeitet hat. Daher verzeih ich dem Film einiges, denn er hat einen enormen historischen Stellenwert..

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                                        EpicFantasy 18.12.2017, 21:36 Geändert 18.12.2017, 21:38

                                        Visuell und audiotechnisch ganz grosse Klasse. Einzig die Handlung war für mich zu langatmig und schleppend erzählt. Man könnte meinen die Schauspieler nuscheln die ganze Zeit :D

                                        Aber: Danke Stanley für die Revolutionierung des Science-Fiction Genres!

                                        Edit: Was ist das gegen Ende für ein Drogentrip ?! :D

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                                          Wird heute bei uns in der Caligari Filmbühne Wiesbaden gezeigt:

                                          http://www.wiesbaden.de/microsite/caligari/veranstaltungskalender-caligari/index.php?details_id=114915&termin_id=174974

                                          Ich werde aller voraussicht nach auch da sein, wer Lust auf n Bier hat.

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                                          • 8

                                            Der Film fängt kurios an. In den ersten 20 Minuten wird erstmal die Evolutionstheorie widerlegt. Danach Szenenwechsel. Ein Raumschiff bewegt sich in geheimer Mission Richtung Mond. Seltsame Strahlungen weisen auf ausserirdische Intelligenz hin, man wird aber vorerst im dunkeln gelassen, was es dabei auf sich hat. Auch an Bord des Raumschiffs wissen nur wenige über die Entdeckung eines seltsamen Monolithen, von dem die Energie ausgeht. Die Räumlichkeiten des Raumschiffs erinnern sehr stark an die heutigen Schiffe von Minoan Lines Europa Palace Highspeed. Die Melodie bis dahin erinnert an den Wiener Opernball.
                                            Nach ca. 40 Minuten und der letzten Generalbesprechung geht es dann endlich mit einem Sondertrupp auf der Mondoberfläche entlang zum mysteriösen Objekt.
                                            Die Gruppe nähert sich langsam und es wird spannend. Ein seltsames Geräusch ertönt und dieses Ding scheint eine geheimnisvolle Ausstrahlung zu besitzen.
                                            Auf einmal Szenenwechsel.
                                            18 Monate später. Nun beginnt ein sehr interessanter Part. Von nun an wird es grandios. Man hat festgestellt, dass die Signale des Monolithen Richtung Jupiter gesendet werden und schickte in der Zwischenzeit ein Team von Wissenschaftlern, so ähnlich wie bei Alien Covenant, auf die Reise zum Jupiter, um zu sehen wohin das Signal geht. Wir befinden uns nun mit einer handvoll Menschen, von denen die Hälfte auch noch im Tiefschlaf ist, in den weiten des Weltalls. Aber das spielt keine Rolle. Denn begleitet werden die Forscher von der neuesten Technologie, dem unfehlbar konstruierten Supercomputer HAL 9000, eindeutig der Vorreiter von Skynet. Der Computer steuert alle Systeme des Raumschiffs und kann auch mit den Astronauten kommunizieren. Mensch und Maschine haben einen sehr höfflichen Umgangston miteinander (leider, bitte, danke, gern Geschehen). Und auch auf eine Runde Schach miteinander wird nicht verzichtet. Der Computer wirkt sehr menschlich, wurde aber extra so konstruiert und führt alle Befehle ohne zu zögern aus. Doch irgendwann läuft etwas schief und eine Aussenboardreperatur muss durchgeführt werden. Wie kann das sein? Der vollkommene Supercomputer hat einen Fehler gemacht? Nach Absprache mit dem Bodenpersonal auf der Erde soll nun manuell repariert werden. Der Computer wird befragt, ob er den Fehler gemacht hat. HAL widerspricht vehement und gibt dem Menschen die Schuld.
                                            Mensch und Maschine verhalten sich professionell und schenken sich nichts. Beide nur noch mit einem Ziel: "Life Function Terminated". Man hat eindeutig das Gefühl von "Gravity" wenngleich es einen Tick langsamer zugeht. Im Weltall selbst herrscht totenstille. Eine stark beklemmende Atmosphäre entwickelt sich. Das Atmen im Raumanzug hört sich an, als wie wenn Michael Myers hinter einem steht. Die Soundkulisse ----> Weltklasse.
                                            Bald ist man am Ziel. Doch wenn man denkt das wars, weit gefehlt. Im letzten Drittel ein bizarrer Trip in fremde Welten und anderen Ebenen. Ein gewaltiger Bilderrausch und ein apokalyptisches Portal. Ein gewaltiger Rausch der Sinne in ein Ende hineinmanövriert, das man wohl so schnell nicht mehr vergisst.

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                                            • 10
                                              Mekridi 30.11.2017, 17:35 Geändert 30.11.2017, 18:29

                                              2001 von A bis Z:

                                              Anfänglich, alarmierender Affen-Auflauf
                                              Bald, bombastisches Bilderbuch
                                              Cerebral, chillige Chaos-Challenge
                                              Darstellerisch durchdachte Darbietung
                                              Elektrisierendes, eskapistisches Euphorisiakum
                                              Film fortan frenetisch feiernd
                                              Gruselig, gammastrahliger Gral
                                              HOLY HELL, HAL!
                                              Intelligenter, immens irritierender Ideenreichtum
                                              Jenseitig, jubelnder Jupiter
                                              Kongenial, kreativ-kreisende Kamera
                                              Lobenswert, langsamer Leckerbissen
                                              Musikalisch makelloser Metaphern-Mondfilm
                                              Nervenzerrende, nachdenkliche Naturgewalt
                                              Oszillierend oscarwürdige Offenbarung
                                              Phantastisch philosophisches Phantasiereich
                                              Quälend quadratisches Quartier
                                              Rätselhaft, rötlicher Rauschzustand
                                              Symbolisch sagenhafte Schatzkiste
                                              Traumhaft tadellose Tragödie
                                              Unglaublich unbegrenzte Umlaufbahn
                                              Visuell voll veredelt, völlig verblüffend
                                              Weitsichtig, wahnhaftes Weltalldrama
                                              XXL xenokratische X-Koordinate
                                              Yellowfarbener Yoga-Youngtimer
                                              Zauberhaft zufriedenstellender Zuschnitt

                                              10 and for ever ♥

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                                              • 9 .5

                                                Wäre ne glatte 10 gewesen wenn Werner Herzog nicht ne halbe Stunde vor dem Film die Story gespoilt hätte.

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                                                • 10

                                                  Stanley Kubricks Geniestreich ist ein monumentales, episches, grandioses Meisterwerk, das auch nach fast 50 Jahren immer noch was ganz besonderes ist.

                                                  Ich kann es nur schwer beschreiben oder in Worte fassen, was für ein Gefühl es ist wenn ich × 2001 - Odyssee im Weltraum × sehe, es fühlt sich alles irgendwie Interstellar an, man wird fast hypnotisiert in die Kubricksche Welt hineingezogen und das Gefühl ist einfach unbeschreiblich.

                                                  Allein der Anfang wo über 24 Minuten kein einziges Wort gesagt wird, sondern nur die brillante Bildersprache einen einführt in einen Science Fiction Kosmos der einzigartigen Art, ist Kinogeschichte.

                                                  Stanley Kubrick versucht mit seinen Bildern mehr zu sagen als tausend Worte... und er schafft es mystisch.
                                                  Dazu ein Musik Score das einmal gehört, sich rein brennt und niemals vergessen werden kann. GENIAL!

                                                  Die Settings und Effekte sind ihrer Zeit Jahre voraus und erzeugen fast einen Augen Orgasmus. Unfassbar intensiv und wunderschön.

                                                  Ein Meisterwerk und Meilenstein der Filmgeschichte ein, Generationsübergreifender Filmklassiker!

                                                  Thank you very much Mr.Kubrick !!!

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                                                  • 0

                                                    Das Problem mit der Kanonisierung in Literatur, Film, Musik etc. ist, daß man sich gegen sie zur Wehr setzen muß und sie für sich ablehnen muß, wenn es sich um mißratenen, wertlosen Mist handelt.

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