21 Gramm - Kritik

21 Grams

US · 2003 · Laufzeit 125 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 9

    Daumen ganz weit hoch.

    • 10

      Zuallererst: Lasst euch nicht von der achronologischen Erzählweise abschrecken: Sie ist wurde sinnvoll eingesetzt, wie ich finde. Man schnallt schon, was abgeht – sofern man das Popcorn beiseitestellt. Der Film setzt passende Farbfilter ein und wird durch die grandiosen schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller getragen.

      • 7

        Nehme einen ganz normalen Film, dann schneide die Szenen in Einzelteile, wirf sie in einen Mixer und sieh in welcher Reihenfolge sie rauskommen … So oder so ähnlich müssen die Filmemacher das bei „21 Grams“ gemacht haben. Der Film reiht Ausschnitte der Geschichte völlig ohne Belang und Sinn aneinander und insbesondere in der ersten Viertelstunde rafft man kein bisschen, irgendwann kann man zwischen einzelnen Stücken Verbindungen herstellen und langsam, ganz langsam bekommt man mit was hier eigentlich Sache ist und wer mit wem was laufen hat, allerdings bleibt es völlig verzwickt was eigentlich passiert (man sieht die Szene wie eine der Hauptfiguren ganz nebenbei Selbstmord begeht was in der Handlung wohl erst am Ende kommt, bei der rumspringerei durch die Ereignisse aber nach etwa zwei Dritteln bekannt gegeben wird. Insgesamt erreicht der Film dadurch eine verwirrende Wirkung die aber davon gerettet wird dass er eine gute und krasse Geschichte mit heftiger Pointe erzählt – die hätte auch ohne den seltsamen Erzählstil gewirkt.Hinzu kommt dass der Film nicht in Hochglanz gedreht ist und ihm nahezu jede Musik oder Mainstream Elemente fehlen, dafür gibt es drei kongeniale Hauptdarsteller: Naomi Watts gibt eine wunderbar hassenswerte, vom Schicksal arg gebeutelte Frau ab während sich die beiden Oscarpreisträger Penn und DeToro regelrecht die Seele aus dem Leib spielen – allerdings wirken die Rollen auch als hätte man sie ihnen auf den Leib geschrieben. Aber selbst wenn es so ist – es funktioniert bestens.Fazit: Krasses, hartes und schonungsloses Drama um eine Tragödie und ihre Folgen welches durch die total irre Erzählart verwirrt und fasziniert – bleischwer!

        • 8

          21 Gramm hat sich zwar nie den Kult Status verdient.
          Doch die intension einer Seele und der Umgang damit wurde dermaßen schockierend und packend in 21 Gramm eingefangen..

          Derweil ganz sicher kein Film für die Unterhaltung.
          Problem was sicher viele bei dem Film haben, dass Veranschaulichungen einen nicht wirklich mitreißen und dies nur funktoniert wenn man selbst die eigeninitiative ergreift. Besser gesagt liegt der Fokus von 21 Gramm mit eigenen Ausseinandersetzung, denn der Film nimmt einem nicht ein Stück ab und man muss sich nachhaltig selbst die Rückschlüsse ins Land holen.

          Fazit:

          Tiefgehende Einblicke in die menschliche Psyche und deren Sündiger die mit den kompromissen schonungslos zurecht kommen müssen. philosophischer lehrsatz vom feinsten verdammt stark!!

          8/10 Punkten

          6
          • 9

            Fazit: "21 Gramm" ist schon ein starkes Stück Film geworden. Die Handlung kann gerade wegen der Umsetzung so sehr überzeugen und das Spiel mit der Chronologie ist hier perfekt gelungen. Dazu gibt es äußerst starke Darsteller zu sehen, die Figurenzeichnung ist gelungen und handwerklich ist das einfach toll gemacht. Die Atmosphäre verbreitet triste Melancholie und ist ziemlich intensiv. Daraus ergibt sich ein hoher Unterhaltungswert und der tolle Score rundet das Gesamtpaket gelungen ab. Freunde von Unterhaltung, die nicht ganz so leicht zu verdauen ist und natürlich jeder Fan vom Drama, sollten sich "21 Gramm" nicht entgehen lassen!

            1
            • 7 .5

              kkkk

              • 8 .5

                Richtig starker Film sollte man gesehen haben !

                Bei der ersten Sichtung habe ich nach 20 Minuten ausgemacht.
                Es beginnt total wirr und man findet einfach keinen Faden.
                Defintiv kein...ich leg einfach mal eine Scheibe in den Player und lass mich berieseln.
                Solche Filme werden kaum noch gedreht.
                Das Thema ist schon deprimierend und alles ist Trist...aber sind 125 Minuten vorbei hat man ein kleines Meisterwerk hinter sich..meiner Meinung nach.

                Der Cast spielt wirklich sehr stark...muss er auch..ansonsten wäre das hier grandios gescheitert.

                Defintiv ein MUSST SEE Movie...es sei denn mal einfach nur leichte Kost..dann Finger weg.

                1
                • 6 .5

                  Guter Film, auch wenn ich ihn zwei mal schauen musste um ihn ganz zu verstehen...

                  1
                  • 8 .5

                    Anfänglich ein bisschen wirr, viele Charaktere, viele zunächst planlos wirkende Handlungsstränge, alle für sich interessant und stark inszeniert, aber eben in ihrer Konstellation irgendwie merkwürdig. Der Film braucht eine ganze Weile, bis er sich seinem Zuschauer offenbart, schlägt dann jedoch richtig zu. Authentisches und vor allem dramatisches Kino in starken Bildern, mit durch die Bank guten Darstellern und glaubhaften, extremen, menschlichen Emotionen.
                    Irgendwo zwischen Hass, Trauer und tiefer Depression liegt eine Schönheit, die Iñárritu gekonnt in eine durchaus außergewöhnliche Geschichte verpackt. Zufälle, größere Kräfte -wie auch immer ein jeder diese für sich definieren mag- und dann das hilflose Menschenwesen irgendwo dazwischen, gefangen in seiner naturgegebenen Limitiertheit, das sich versucht, einen Weg durch das Leben zu bahnen und dabei unvermeidlich an seine Grenzen stößt.

                    Ich werde von Film zu Film größerer Fan des Mannes, mit dem für mich kaum aussprechbaren Namen. Dieser Streifen ist in jedem Fall sehr sehenswert!

                    6
                    • 10
                      cobaltstring 16.10.2016, 01:44 Geändert 16.10.2016, 01:45

                      Dieser Film hat mich wirklich überwältigt. Am Anfang hab ich absolut nichts verstanden, weil mir alles so wirr vorkam, aber mit der Zeit ergibt die Handlung Stück für Stück mehr Sinn und zieht den Zuschauer immer weiter in ihren Bann. Verschiedene Handlungsstränge, die teilweise durch Szenen aus der Vergangenheit und der Zukunft unterbrochen werden und dann zusammenfinden, bis alles einen Sinn ergibt und man sich erleuchtet fühlt. Eine tolle Erzählstruktur, erinnert an Memento. Die Story an sich reißt einen ebenfalls mit und wird vor allem durch das schauspielerische Talent von Sean Penn, Naomi Watts und Benicio Del Toro - die alle einen wirklich guten Job machen - großartig unterstützt. Man kann die Emotionen der Charaktere fast spüren und fiebert wirklich mit. Die Musik, so simpel sie auch ist, kann sich ebenfalls hören lassen und passt perfekt. Dieser Film ist so unfassbar mitreißend und zwingt den Zuschauer definitiv gut aufzupassen, was passiert. Gerade durch den Aufbau der Handlung entstehen immer wieder diese "Was zur Hölle" und "Aha" Momente, da macht es auch nichts mehr aus, dass der Film im letzten Drittel die ein oder andere zähe Szene hat. "21 Gramm" hat mich wirklich begeistert und gepackt und steht definitiv weit oben in meiner Top-Liste. Danke Iñárritu, das ist einfach genial. Aber nun mal weg von diesem Lobgesang: Leute, das hier ist auf jeden Fall ne Empfehlung wert. ich würde sogar sagen, dass man sich "21 Gramm" wenigstens einmal anschauen MUSS. Da kann man nix verkehrt machen.

                      5
                      • 9

                        "21 Gramm" gehört zu der Sorte Film, die heutzutage entweder nur noch selten vorzufinden sind und/oder in der Masse einfach untergehen. Drei verschiedene Handlungsstränge über drei verschiedene Menschen und deren Familien, welche miteinander verwoben werden. Cristina Peck (Naomi Watts), die ihre Drogensucht überwunden hat und ein glückliches Leben mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern führt. Paul Rivers (Sean Penn), der an einer Herzkrankheit leidet, auf eine Transplantation wartet und mit seiner Frau (Charlotte Gainsbourg) über das Zeugen eines Kindes streitet. Jack Jordan (Benicio del Toro), ein früherer Sträfling, der seinen Weg zu Jesus Christus gefunden hat und seine Frau (Melissa Leo) und Kinder damit belastet. Anstatt diese Handlungsstränge linear auszuarbeiten und zu verknüpfen, setzt Inarritu auf eine zeitlich nicht chronologische und verschachtelte Erzählweise. Der Geschichte verleiht diese Verschachtelung zwar keine höhere Komplexität, wohl aber kann sie die Intensität des Dramas punktuell verstärken und den Zuschauer zum selbstständigen Mitdenken auffordern. Man kann sich nicht einfach nur berieseln lassen, sondern muss sich mit den Charakteren beschäftigen. Nach einer gewissen Laufzeit entwickelt sich ein automatischer Fluss, ein Sog zu den Charakteren hin, und in diesen Fluss bettet Inarritu schließlich seine Verknüpfungen und Handlungswendungen ein, die mich mehrmals vollkommen unvorbereitet und hart trafen. Aha-Momente, die ein größeres Ganzes offenbaren.

                        Mit "21 Gramm" widmet sich Inarritu sehr ausführlich dem Leid der Menschen. Wie viele Schicksalsschläge kann ein Mensch erleiden, bis er daran und am Leben selbst zugrunde geht? Inwiefern können Schicksalsschläge das Wesen eines Menschen verändern, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn? Wie kann man als Mensch glücklich sein in einer Welt voller Tod und Krankheit? Gibt es trotz alldem Hoffnung auf Besserung? Welches Gewicht hat das Leben, sind es diese 21 Gramm, das "Gewicht der Seele"?
                        "21 Gramm" ist ebenso eine Belastungsprobe für den Zuschauer, manche Szenen bewegen sich nahe an der Grenze zur Unerträglichkeit. Selten findet man solche Filme, in denen sich die Schauspieler dermaßen intensiv in ihre Rollen hineinversetzen wie hier. Und das betrifft nicht nur das Hauptdarstellertrio bestehend aus Watts, Penn und del Toro sondern auch die komplette Nebendarstellerriege. Naomi Harris und Benicio del Toro wurden für ihre Leistungen für den Oscar nominiert, selbiges hätte ebenfalls auf Sean Penn zugetroffen, wenn er im gleichen Jahr nicht schon für Mystic River nominiert gewesen bzw. wenn eine Doppelnominierung in der Darstellerkategorie erlaubt wäre.

                        Die 9/10 Punkten stehen hier wegen ein paar, aber wenigen Längen im Mittelteil, allerdings hat die Bewertung definitiv Luft nach oben. Es könnten genauso gut 10/10 Punkten sein! Ohne jetzt auch nur irgendeinen näheren Vergleich ziehen zu wollen, vermittelte mir Inarritu hier in gewisser Hinsicht ein Filmgefühl, wie ich es zuletzt bei Nolans und Tarantinos Frühwerken bzw. Erik Van Looys "Loft" verspürt habe. Jeder dieser Filme beeindruckte mich auf unterschiedliche, aber doch ähnliche Weise. Damit meine ich nicht die Form an sich, sondern die Art, wie Form und Inhalt zu einer Einheit verschmolzen werden.

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                        • 8 .5

                          Packendes Drama mit super Schauspielern und toll erzählt. Nur er hätte ein weinig kürzer sein können.

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                          • 6 .5

                            Ehrlich gesagt, ein Meisterwerk kann ich dem Film nicht attestieren. Zweifellos wird eine interessante Geschichte erzählt. Richtig spannend ist sicher auch die Begegnung zwischen Christina (Noami Watts) und Paul (Sean Penn). Es erschließt sich aber nicht wirklich der „Kick“ der die beiden zum „Liebespaar“ macht. Die zeitversetzte Erzählweise ist nicht uninteressant, aber sie macht die Story nicht spannender. Bei dem gewählten Thema wäre Geradlinigkeit nicht weniger gewesen. Das Thema „Schuld und Sühne“ ist in vielen guten Filmen behandelt worden. „21 Gramm“ ist dazu nicht der beste Beitrag.
                            Außerdem sind die Szenen mit der Figur des Jack (Benicio del Toro) etwas überbetont. Wobei natürlich die Ambivalenz des Verursachers der Katastrophe (hervorragend gespielt von Benicio del Toro), sehr berührend und glaubwürdig dargestellt wird.

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                            • 9
                              sachsenkrieger 30.03.2016, 07:39 Geändert 30.03.2016, 07:41


                              21 Gramm - so viel oder wenig wiegt, einer durch und durch menschlichen Theorie nach, die natürlich nach menschlichen Maßstäben nur den Schöpfungskronen vorenthaltene Seele. Ich bin mir ziemlich sicher, das meine Seele, alleine aufgrund meiner körperlichen Proportionen, mindestens 50 Gramm wiegt. Das soll aber nicht heißen, das man in diesem Fall Quantität mit Qualität verwechseln darf. Denn wie bei uns allen und eigentlich auch allem anderen, ist es oft nicht die Größe, das Gewicht, das Aussehen oder die Farbe, die maßgeblich sind, sondern der Inhalt eines Gefäßes. Was wir erleben, durchleben, ertragen und tun, egal warum, prägt uns Menschen im Laufe unseres Lebens immer mehr und führt dazu, das wir am vermeintlichen Ende des Lebens ebenso schlau sind, wie wir es an dessen vermuteten Anfang waren.

                              Auch die Seele kann man baumeln lassen, einen Seelenverwandten finden, sie spricht durch unsere Gefühle und offenbart sich in den Augen, mit Speis und Trank hält man sie zusammen, sie ist ein Regenbogen, man kann sie mit anderen Seelen verbinden, manches kann sich in sie einbrennen und sie kann Narben haben, man kann sie reinigen, sie kann weinen und fliegen, ist unsterblich und verkaufen kann man sie nur an den Teufel. Wer´s allzu sehr glaubt, wird wohl irgendwie seelig...

                              Spoiler Anfang???

                              Was wäre, wenn ich nach einem rasanten Lebensanfang, geprägt durch harte Schläge, unausweichliche Dummheiten, vorgelebte Gewalt, eine Zeit in der harten Schule eines Gefängnisses, irgendwann zu mir gefunden hätte, zu mir und Jesus und weiß der Teufel wem noch? Wenn ich ein halbwegs anständiger Kerl geworden wäre, der glauben würde, das alles irgendwie einen tieferen Sinn hätte? Was wäre, wenn ich dann eines Tages, auf der Fahrt von der Arbeit in mein Zuhause, in dem eine Feier stattfindet, zu der ich nicht zu spät kommen darf, nur einen klitzekleinen Moment abgelenkt wäre, nur einen Bruchteil einer einzigen Sekunde meines Lebens, und in diesem Moment, diesem zufällig schicksalshaften Moment, in dem das Leben zu Standbildern zu gefrieren schiene, zwei kleine Mädchen über die Straße laufen würden, ihr abgelenkter Papa hinterher ... sie schaut mich an, schaut mir direkt in die Augen, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, öffnet den Mund, will etwas sagen, hat sie sogar gelächelt, war da für einen unendlich kleinen Moment die Erkenntnis ihrer kurzen Zukunft zu sehen? ... Dann ist sie weg, ihre Schwester, ihr Papa, für immer weg, ein Vakuum, das mich verschlingen würde, das auch ihre Hinterbliebenen verschlingen würde, und auch die Nutznießer ihres scheinbar sinnlosen Todes. Wäre ich schuldig? In den Augen der Zurückgelassenen? In den Augen meiner Familie? In meinen Augen, die ich nur verkehrt herum in einem Spiegel sehen kann? In Gottes Augen? Was ist Schuld und wer darf sie zuweisen?

                              Alejandro Gonzales Inarritus zweiter Spielfilm 21 GRAMM, ist ein hochkomplexes Memory-Spiel aus den Fragmenten von Erinnerungen. Drei zentrale Figuren kreisen um die Themen Geburt, Leben, Leid, Liebe, Hoffnung, Schuld und Tod. Paul will herausfinden, wer ihm das Leben gerettet hat ... bis er erfährt, wer und was ihm das Leben gerettet hat. Jack will sühnen für das, was ihm geschehen ist, was ihm auferlegt wurde, was er getan hat, selbst als ihn die übergeordnete Instanz der Justiz für unschuldig befindet. Cristina will ihr Leben zurück, will sich erinnern, will vergessen, will es beenden. Das ist harter Tobak und selbst wenn sich nach einer gewissen Zeit die Fragmente des Puzzles zusammenfügen und man glaubt, das sich abzuzeichnen beginnende, grausame Bild zu erkennen, ist man nicht in der Lage, den gebannten Blick abzuwenden. Wie ein Reh im Scheinwerferlicht, ist man wie hypnotisiert von dem, was augenscheinlich kommen muss, unvermeidlich kommen wird.

                              Spoiler Ende???

                              Viele Menschen glauben, das man alles mit Zahlen erklären könne. Das Mathematik doch augenscheinlich die Grundlage von allem sei. Das man doch einfach nur einen Binärcode entschlüsseln müsse, um einen Kuss erklären zu können, eine Bewegung der Blätter im Wind, einen schwindenden Traum, den zarten, oft schicksalshaften Flügelschlag eines Schmetterlings. Das man das Gewicht der Seele mit 21 Gramm bestimmen könne, den Plan hinter allem aufdecken könne. Selbst wenn es so wäre ... würde es uns die Tatsache erleichtern, das wir leben müssen, sterben dürfen? Würde es uns die Bürde des Wachsens, des vermeintlichen Verstehens, das allmähliche Zerbrechen unter der ständig wachsenden Last, die verstrichenen Gelegenheiten, die ungelebte Zeit oder die nicht mehr rückgängig zu machenden Fehler erleichtern? Würden wir aufhören, anderen Schuld zuzuweisen, wenn wir wüssten, das der kosmische Plan es so vorgesehen hat? Das die Zahlenreihe nicht zu durchbrechen ist? Das alles so kommt, weil es so sein muss? Und inwiefern unterscheiden sich eigentlich der Glaube an einen allwissenden Gott und der Glaube an die alles erklärenden Zahlen wirklich?

                              Alejandro Gonzales Inarritu inszenierte, Guillermo Arriaga schrieb, Rodrigo Prieto fotografierte, Gustavo Santaolalla komponierte und Naomi Watts, Benicio del Toro und Sean Penn, spielten sich in diesem Film im sinnbildlichen Sinn die Seelen aus dem Leibe. Ein Meisterwerk, das für mich eines ganz deutlich macht. Das wir noch keine einzige der Fragen, die wir uns, seit die erste Frage im Kopf eines Wesens auftauchte, hinlänglich geklärt wurde, und das wir vielleicht letztendlich damit leben müssen, das wir am Ende wohl ebenso schlau sind wie am Anfang ... wenn wir irgendwann herausfinden sollten, wo denn nun der Anfang beginnt und das Ende endet...

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                              • 10

                                SPOILER!

                                21 GRAMM

                                Wie fühlt es sich an zu Leiden, innerhalb von Bruchteilen ALLES zu verlieren was du liebst, aus tiefstem Herzen? Du liebst deine Familie, deinen Mann und deine beiden kleinen Töchter. Du lebst ein glückliches Leben, hast dir über die Jahre eine kleine Familie aufgebaut und genießt es jeden Tag auf's neue deinen Kindern beim Aufwachsen zuzusehen.
                                Bald wird dir schmerzlich bewusst werden, dass ein kleiner unachtsamer Moment ALLES verändern kann. Bruchteile von Sekunden können dass Schicksal eines ganzen Lebens aus den Fugen bringen, können dir ALLES nehmen was dir am Herzen liegt.
                                Es geht alles ganz schnell. Eine scharfe Kurve, zu viel Geschwindigkeit und Unachtsamkeit zerstören dein Leben und lassen das deiner Familie enden.
                                Du fällst in ein tiefes Loch, willst nicht mehr Leben. Warum auch, wenn du nicht's mehr besitzt für das es sich zu Leben lohnt? In Drogen und Alkohol findest du für kurze Augenblicke eine Form der Schmerzlinderung, doch dein Leiden beendest du trotzdem nicht. Ein Gefühl der Rache beginnt in dir zu wachsen, Rache, den Mörder deiner Familie zu töten um so vielleicht endlich dein eigenes Leid verstreichen zu lassen... Aber ist Rache wirklich sinnvoll? Kann sie tatsächlich helfen dein Leben wieder in den Griff zu bekommen?

                                Du lebst ein schwieriges Leben, geplagt von Problemen und den Schatten deiner Vergangenheit. Du hast deine kriminellen Zeiten im Knast längst hinter dir gelassen und versuchst ein komplett neues Leben aufzubauen, zusammen mit deiner Frau und deinen beiden Kindern, frei von Kriminalität. Gott ist dabei dein Zeuge, denn Gott steht für dich über allem und ist der einzige der es vermag dein Schicksal zu formen. Dein Glaube gibt dir immer Halt, er zieht dich wieder vom Boden wenn du tief gefallen bist. Du hast deinen Job verloren, deine Ehe ist geprägt von Streit und Spannungen aufgrund deines immensen Glaubens, und doch pflegen du und deine Frau ein inniges Verhältnis zueinander.
                                Und dann wirst auch du mit dem harten Schlag des Schicksals konfrontiert, und zwar mit voller Wucht!
                                Du bist für ein paar Sekunden nicht bei der Sache, nicht voll konzentriert auf dein Umfeld.
                                Die Reifen qualmen, der Aufschlag ist stark und laut. Drei Menschenleben ausgelöscht, binnen von wenigen Augenblicken. Du siehst ihre leblosen Körper am Boden, erkennst einen Mann und zwei kleinen Mädchen. Unter Schock begehst du Fahrerflucht, ohne in irgendeiner Form Hilfe zu holen.
                                Doch deine Schuldgefühle plagen dich, bohren sich tief in's innere deines Bewusstseins. Du blickst auf deine Kinder und siehst die Gesichter der kleinen Mädchen die du überfahren hast, die du ohne etwas zu unternehmen zum Sterben zurückgelassen hast.
                                Aber warum du? Warum? Hast du nicht alles getan, um Gott zufriedenzustellen, so, damit er dir dein Schicksal zu deinen Gunsten formt? Scheinbar nicht. Wer ist dieser Gott? Gibt es ihn überhaupt oder ist er nicht's weiter als Schein?
                                Du fühlst dich von ihm verraten, bist am Ende aller Dinge angekommen und wirst früher oder später unter deiner Schuld zerbrechen...

                                Du bist schwer Herzkrank und dem Tode nahe. Die einzige Chance zu überleben besteht darin, eine lebensrettende Herztransplantation zu erhalten. Du bist ganz oben auf der Warteliste, doch deine Zeit und deine Chancen auf Heilung schwinden von Tag zu Tag immer rapider. Deine Frau, die sich eigentlich bereits von dir getrennt hat, ist nun wieder da, aber wahrscheinlich nur weil sie Mitleid mit dir hat. Ist es also immer noch Liebe zwischen euch? Oder hast du schon, dem Ende in's Auge blickend, eine Entscheidung getroffen den Neuanfang abzubrechen? Aber selbst wenn, du würdest ihr das Herz brechen, denn sie will unbedingt noch ein Kind mit dir bekommen. Jetzt, in dieser Situation. Wie sollst du das schaffen, wenn du durchweg an Schläuche und Kabel gefesselt bist? Wie kann sie das von die verlangen, in dieser Situation? Du erfährst, dass deine Frau vor einiger Zeit, als es dir vergleichsweise noch gut ging, schon einmal Schwanger war, das Kind jedoch abgetrieben hat. Aber warum? Warum hat sie das getan? Ihr hätte damals bereits glücklich sein können. Nun jedoch besteht der einzige Weg zu einem Kind darin, es auf künstlichem Weg zu versuchen. Aber willst du das auch wirklich? Deine Ehe neigt sich nun immer mehr dem Ende entgegen.
                                Deine Chancen auf Transplantation schwinden ebenfalls.
                                Dann jedoch die glückliche Nachricht, du wirst operiert, ein Herz ist gefunden. Es gehörte einem Mann, der mit seinen beiden Töchtern bei einem Verkehrsunfall gestorben ist.
                                Die Operation ist überstanden, deine Ehe hast du jedoch beendet, und zwar aus tiefster Überzeugung.
                                Nun willst du Antworten darauf, von wem dein neues Herz stammt. Du stellt Nachforschungen an und erhältst deine ersehnten Antworten.
                                Du findest die Witwe des Mannes, dessen Herz nun in dir schlägt. Und diese Frau öffnet dir neue Türen und wird dein Leben verändern...

                                Drei Geschichten. Drei miteinander verwobene Charaktere.
                                Drei völlig unterschiedliche Menschen, die sich vorher noch nie begegnet sind, sind unmittelbar miteinander verbunden.
                                Drei Menschen aus ein paar Milliarden, drei Nadeln im Heuhaufen.
                                Zufall?
                                Schicksal?
                                Jeden Tag treffen wir Menschen, wildfremde Menschen, denen wir eben einfach über den Weg laufen, weil es der Lauf der Dinge so will. Jeden Tag auf's neue, immer und immer wieder. Einigen begegnen wir öfters, andere sehen wir nie wieder. Manche Menschen faszinieren uns, obwohl wir Ihnen vorher noch nie begegnet sind, üben eine Anziehung aus, der wir uns nicht entziehen können. Ich denke, jeder befand sich schon einmal in einer solchen Situation.
                                Zufall?
                                Schicksal?
                                Jeder Tag kann unser Leben verändern, unser Schicksal in eine komplett andere Richtung lenken. Jeden Tag können wir Menschen treffen, die unser Leben auf den Kopf stellen können, es vielleicht sogar entscheidend verändern. Jeder Tag kann der Aufbruch in etwas Neues sein.
                                Jeden Tag können wir Menschen treffen, die unser Leben aus den Fugen reißen, es vielleicht sogar zerstören.
                                Zufall?
                                Schicksal?

                                "Ich will den Studenten vermitteln, dass zum Verständnis dieses Rätsels, das so viel größer ist als wir, Zahlen hilfreich sind. Zum Beispiel, wie sich zwei Menschen, Fremde, kennen lernen. Es gibt da ein Gedicht von einem Schriftsteller aus Venezuela. Es fängt so an: »Die Erde drehte sich, damit wir einander näher kämen. Sie drehte sich in sich selbst und in uns, bis sie uns schließlich zusammenbrachte in diesem Traum."

                                Zufall?
                                Schicksal?

                                21 GRAMM regt zum Nachdenken an, einfach über alles und jeden. Ich habe bisher kaum einen Film gesehen, der mich im Nachhinein so nachdenklich gestimmt hat wie 21 GRAMM.
                                Alejandro González Iñárritu hat hier ein extrem bewegendes Werk gedreht, auf das man sich einlassen muss.
                                Iñárritu zwingt den Zuschauer zum Nachdenken. Er erzählt seine Geschichte in unchronologischer Reihenfolge, was einen ganz einzigartigen Reiz heraufbeschwört. Durch diese Tatsache ist 21 GRAMM ein zutiefst komplexer Film, dem man folgen muss um durchweg am Ball zu bleiben und die vielen gezeigten Puzzleteile, die übrigens wunderbar ineinander übergehen, letztlich zusammenzusetzen. Dies bedarf zwar verständlicherweise etwas Eingewöhnung, doch Minute für Minute verliert man sich spürbar mehr im Film und seiner Geschichte.
                                Iñárritu fordert den Zuschauer also dazu auf, sich die Geschichte selbst zusammenzulegen, sich selbst eigene Anhaltspunkte zu kreieren, bevor sich dann alles Schritt für Schritt auflöst. Ich glaube zwar, dass 21 GRAMM auch im chronologischer Ablauf ein starker Film geworden wäre, doch da die Szene eben nicht in zeitlicher Reihenfolge wiedergegeben werden, entwickelt der Streifen dadurch eine einmalige und faszinierende Aura.

                                Iñárritu zeigt uns auf schmerzliche Art und Weise, wie schnell alles vorbei sein kann, wie schnell ein Leben und die Seele eines Menschen zerstört werden kann. Er zeigt das in einer unglaublich intensiven Art und Weise, so sehr, dass es manchmal enorm weh tut. Seine drei Hauptfiguren, gespielt von Naomi Watts, Sean Penn und Benicio del Toro, durchlaufen im Film jede erdenkliche Phase des Leidens. Jeder kommt mit Leid und Schmerz in anderer Weise in Kontakt und dennoch ist jenes Leid der drei Figuren unmittelbar miteinander verknüpft.
                                21 GRAMM ist dabei ungemein konsequent und erzeugt stellenweise eine so drückende Atmosphäre, dass man sich Stück für Stück selbst wie ein psychisches Wrack fühlt. Das mag vor allem daran liegen, dass die Geschichte unfassbar greifbar und echt wirkt, so, als wäre man selbst dabei. Wie Iñárritu das umgesetzt hat, ist schlichtweg großes Können!
                                Er beschäftigt sich mit Themen wie Verlust, Trauer, Schmerz, Leid, Hass, Rache, Familie und auch Liebe. All dies setzt er wunderbar zu einem kompakten Ganzen zusammen, ohne auch nur einmal in's Kitschige oder Lächerliche zu verfallen. Denn Kitsch ist hier definitiv eine Fehlanzeige, hier findet man ECHTE Gefühle von unnachahmlicher Ausdrucksstärke und Intensität.
                                Es gibt dabei einige enorm emotionale Szenen, die vor allem Schauspielerisch absolut perfekt sind!
                                Wenn ich beispielsweise an die Szene denke, und ich setzte nochmal ganz dezent eine Spoilerwarnung, als Naomi Watts im Krankenhaus vom Tod ihres Mannes und ihrer Töchter erfährt, bekomme ich sofort wieder Gänsehaut, da das wirklich SO berührend gespielt wurde, dass man glatt vergessen könnte dass es sich um einen Film handelt. Die Rolle von Naomi Watts war nebenbei bemerkt sowieso diejenige, die mich meisten berührt hat. Einen solchen Schicksalsschlag wünscht man NIEMANDEM und Watts hat das schlichtweg bravourös gespielt!

                                "Wie oft leben wir, wie oft sterben wir?"

                                Denn wenn es um die Schauspieler geht, ist 21 GRAMM ebenfalls ein hartes Brett. Mit Naomi Watts, dem guten Sean Penn und Benicio del Toro zaubert Iñárritu hier ein Trio der Extraklasse hervor!
                                Für Filmfreunde ist es natürlich immer eine Freude, wenn Schauspieler auf dem höchsten Niveau agieren, aber ich muss tatsächlich sagen, dass ich selten bessere Schauspieler sah als hier.
                                Ich möchte dabei auch gar nicht viele Wörter verlieren, sondern einfach nur imaginären Beifall für soviel Talent klatschen...
                                Naomi Watts war wahrscheinlich selten besser und eindringlicher als hier, Sean Penn (für mich einer der größten Charakterdarsteller überhaupt!) spielt zum Niederknien und zeigte einmal mehr warum er einer der BESTEN ist und Benicio del Toro (den ich sehr mag!) wächst ebenfalls über sich heraus und spielt eine seiner gefühlvollsten Rollen.
                                Ich könnte wahrscheinlich Stunden über diese drei Giganten schwärmen, belasse es dann aber letztlich bei einem einfachen Danke! Stattdessen sollten nämlich auch die großartigen Nebendarsteller nicht außer acht gelassen werden, denn gerade Charlotte Gainsbourg und Melissa Leo füllen ihre (wichtigen!) Rollen mit Bravour aus!

                                Es gibt so vieles was mich an 21 GRAMM fasziniert, doch um allem gerecht zu werden müsste ich hier wahrscheinlich einen Roman schreiben.
                                21 GRAMM ist in meinen Augen ein Kunstwerk von Alejandro González Iñárritu und bisher mein liebster Film von ihm.
                                Der Film tut weh, ist ein harter Tritt in die Magengrube und definitiv keine leichte Kost. Doch daneben besticht dieses Werk durch seine Thematik, seine starke Geschichte und seine unvergleichlichen Darsteller.
                                21 GRAMM verdeutlicht, dass das Schicksal unvorhersehbar und kaum zu beeinflussen ist, dass sich unser Leben jeden Tag um 180 Grad ändern kann.
                                Doch der Film zeigt auch, dass Dinge wie Verlust, Tod und Trauer zum Leben dazugehören und unabdingbar sind.
                                Wir sollten immer versuchen, dass Beste aus allem heranzuholen, nie im Streit auseinanderzugehen und jeden noch so kleinen Moment zu genießen.

                                Ein bewegender Film und ein eindringliches Erlebnis. Danke, Mr. Iñárritu!

                                "Wie viele Leben leben wir? Wie viele Tode sterben wir? Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm genau in dem Moment, in dem der Tod eintritt. Jeder von uns. Wieviel sind... 21 Gramm? Wieviel geht verloren? Wann verlieren wir 21 Gramm? Wieviel von uns ist verloren? Wieviel ist gewonnen? Wieviel ist gewonnen? 21 Gramm. Das Gewicht von fünf 5-Cent Münzen. Das Gewicht eines Kolibris. Eines Schokoriegels. Wieviel wiegen 21 Gramm?"

                                Wie viel wiegt Liebe?
                                Wie viel wiegt Rache?
                                Wie viel wiegt Schuld?

                                Wie viel wiegen 21 Gramm?

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                                  Ein richtig starkes Stück Film!
                                  Sean Penn und B del Toro verdammt stark, die beiden sollten öfters nebeneinander schauspielern.
                                  Kamera, Musik, Story und auch der Gewöhnungsbedürftige Schnitt - alles Prima.
                                  Ich war echt überrascht, positiv überrascht.

                                  Sollte man gesehen haben!

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                                  • 7

                                    ich habe diesen Film gestern Abend im Fernsehn angeschaut und ich war zuerst irritiert, ich brauchte Zeit um mich einzufinden in das Geschehen, dann hab ich verstanden. Es ist ein anstrengender film, ja unbedingt, aber sehenswert. ich hab lang nicht mehr so gut geschlafen wie nach diesem Film. Wenn in Filmen Blut fließt, schlafe ich anschließend die ganze Nacht durch ohne Alptraum. Gut, diese Szene mit dem Liebesakt hätte man nicht unbedingt bringen müssen. da steh ich sowieso nicht so drauf. aber der Film war wirklich gut. ich überlege, ihn zu kaufen.

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                                      Wackel-Dackel-Auto 13.02.2016, 20:53 Geändert 13.02.2016, 20:56

                                      Jedes 5-jährige Kind könnte die Kamera besser halten als der Kameramann beim Dreh dieses Film. Dieses ständige Gewackel macht einen völlig Kirre und sowas kann ich nicht mehr als 2 Punkte geben!

                                      • 7

                                        Ich finde 21 Grams ist ein ganz klares Iñárritu-Werk. Hat mich sehr an Babel erinnert. Generell kann ich diesen Film sehr feiern aber das letzte Fünkchen um ihn für mich zu einem Film zu machen, den ich mir auch öfter anschauen würde und der mir eine dauerhafte emotionale Gebundenheit gibt, fehlt mir dann doch. Hier werde ich jedoch direkt wieder daran erinnert, was es doch für geniale Schauspieler gibt. Watts und Toro sind sehr sehr hervorragend. Sean Penn hat mich auch sehr begeistert.

                                        • 5 .5

                                          Puuuuuuh... Das war aber schwere Kost :D
                                          Schauspielerische Leistung war umwerfend! Ich fand den Film nur leider etwas zu lang und die Story wäre für mich in kürzerer und knakkigerer Form um einiges ansehnlicher gewesen. Gebe nur 5.5 Punkte auch aufgrund meines allgemeinen Geschmacks.. Wer aber Dramen im Allgemeinen sehr gerne mag, sollte sich diesen Film auf jeden Fall ansehen :)

                                          • 8 .5

                                            Sean Penn, gewohnt genial perfekt...
                                            Naomi Watts, wohl in einer ihrer besten Rollen...
                                            Heraus kommt ein intensives Drama, daß nachdenklich macht in puncto "Schuld & Sühne".
                                            Erschein der Handlungsablauf anfangs noch verwirrend, so schließt sich doch der Kreis am Ende und lässt einen Zuschauer zurück, der hoffentlich die Lehre aus diesem Film erkennt... Bevor man urteilt, sollte man alle Beteiligten "anhören".
                                            Fazit: Große Schauspielkunst, Großes Drama, Großer Film

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                                            • 8

                                              21 Gramm soviel verliert der Körper nachdem Tod. Ich für meinen Teil denke das es das Gewicht der Seele ist,dass dahinschwindet.

                                              Dieser Film ist nichts für schwache Nerven und ich denke nicht das ich es schaffe ihn mir ein zweites mal anzuschauen. Die Schauspieler sind alle Top allen voran Naomi Watts & Benicio del Toro. A.G Inarritu ist ein hervorragender Regisseur unserer Zeit bis jetzt waren alle seine Filme ein absolutes muss für meine Augen,ein hoch auf diesen begnadeten Filmemacher!

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                                              • 7

                                                "21 Gramm" war für mich der erste Film von Regisseur Alejandro Gonzalez Inarritu. Zwar habe ich einige Werke von ihm schon länger in meiner Liste, aber ihr wisst ja...die Zeit.
                                                Man kann diesen Film schon als schwere Kost bezeichnen. Die Tragödien welche die drei Hauptakteure hier erleiden müssen nehmen einen ganz schön mit. Es ist alles sehr emotional und traurig weshalb sogar ich das eine oder andere mal schlucken musste.
                                                Die Wahl der Darsteller war im Nachhinein auch erfolgreich. Sean Penn, Naomi Watts und natürlich Benicio del Toro spielen alle erstklassig. Ich hatte höchstens mit den Längen von denen dieses Drama nunmal einige hat so meine Probleme. Aber sonst kann ich "21 Gramm " nur weiterempfehlen. Auch wenn man sich nach dem Abspann nicht unbedingt besser fühlt.

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                                                • 7 .5
                                                  TheBirdman 02.05.2015, 10:44 Geändert 02.05.2015, 10:45

                                                  Wenn Inarritu eins kann, dann ist es Tragödien geschickt in Szene zu setzen. "21 Gramm" ist ein vielschichtiges Drama über den Tod, die Liebe, Schuld, Glaube und Verzweiflung. Alles in allem ein recht negativer Film, der sich um die Schicksale dreier Menschen dreht, deren Leben ab einem gewissen Punkt unmittelbar miteinander verknüpft sind.Inarritu schafft dabei eine viel größere Bindung zu den Charakteren und ihren Geschichten, als er das beispielsweise mit "Babel" erreicht, wo am Ende eigentlich jede Erzählung, mögen sie doch an einigen Punkten miteinander verknüpft sein, einzeln steht. In "21 Gramm" hingegen verschwimmen irgendwann die Grenzen und man erhält ein Gesamtwerk, das in einer Art Showdown endet. "21 Gramm" macht es einem dabei gerade am Anfang nicht leicht, da der Film mehrere Zeitebenen aufweist, bei denen man immer zwischen Gegenwart und Zukunft hin und her schalten muss.
                                                  Die Schauspieler machen ihre Arbeit durchweg hervorragend. Bis in die Nebenrollen, wie Melissa Leo oder Eddie Marsan, wirken die Charaktere glaubwürdig und authentisch. Besonders hervorzuheben wären hierbei vermutlich Naomi Watts, die eine ihrer besten Performances abliefert, und Benicio del Toro. Man kauft ihnen ihre Verzweiflung in jeder Sekunden voll und ganz ab, man fühlt und leidet mit ihnen.
                                                  Bedauerlicherweise zieht der Film sich an vielen Stellen ganz schön in die Länge und dreht sich auch oftmals im Kreis, gerade in den Szenen, in denen Benicio del Toro im Mittelpunkt des Geschehens steht.
                                                  "21 Gramm" ist ein Film, über den man im Nachhinein noch lange nachdenken kann und hat mir wieder einmal gezeigt, was für ein genialer Regisseur Inarritu ist.
                                                  Ich freue mich dahingehend schon sehr auf "The Revenant".

                                                  • 9 .5

                                                    Sehr schöne emotionale Gesamtgeschichte, die mehrere Schiksale miteinander verbindet. -Achja ich liebe Episodenfilme-
                                                    Benicio del Toro hat mir besonders gut gefallen.
                                                    Ist mein zweiter Iñárritu-Film gewesen und ich muss sagen das sich mein Filmgeschmack schon leicht geändert hat.
                                                    Früher wäre mir "21Gramm" viel zu traurig und "langweilig" gewesen aber heute finde ich ihn total mitreißend.

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