3096 Tage - Kritik

3096 Tage

DE · 2013 · Laufzeit 109 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 5 .5

    kann man sehn allerdings kommt es an den Film "Raum" meilenweit nicht heran!

    • 6

      Gerade hier muß man es sich wohl von Anfang an klarmachen: das unfassbare, grausame Verbrechen welches hier nachgezeichnet wird kann man nicht plausibel darstellen. Und nie gab es einen Film dem es so unmöglich war die furchtbare Lage des Opfers spürbar zu machen. Aber doch: im Rahmen der Möglichkeiten tut dieser was er kann. Es ist sicherlich von Vorteil dass die wahre Natascha Kampbusch an der Vorlage beteiligt war und mitgeholfen hat. So resultiert ein Film der komplett auf Effekte oder eine möglichst spannungsgeladene Story verzichtet und auch gar nicht erst vorhat zu „erklären“ was er da zeigt. Es reicht einfach schon ein paar einzelne Szenen aus dieser schlimmen Zeit aneinander zu reihen. Es geht auch nicht drum auf Teufel komm raus Mitleid zu erzeugen und es gibt gar Momente in denen man auch das Verhalten des Mädchens nicht richtig erkennen oder nachvollziehen kann. Aber doch, letztlich wirkt es alles realitätsnah und gerade der Verzicht auf dramaturgischen Schnick Schnack bewirkt dass man am Ende noch fassungsloser dasteht. Im Grunde versteht man nicht was hier eigentlich vorgegangen ist. Aber man erkennt dass man es gar nicht verstehen kann …

      Fazit: So furchtbar grausam der reale Fall ist, so oftmals unzugänglich und unberührbar ist oftmals Film!

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      • 3

        Ich finde den Film nicht gelungen. Das hängt aber vorrangig wahrscheinlich mit meinen eigenen Erwartungen nach Lesen des Buches zusammen.. Ich habe versucht zu verstehen wie es sich wohl angefühlt haben muss. Eingesperrt, jahrelang, verzweifelt zu versuchen nicht den Verstand zu verlieren. Dem Täter soweit zu gehorchen, um sich vor Schaden zu bewahren, aber nicht soweit sich selbst aufzugeben.
        Das hat mir der Film nicht gegeben. Der Täter steht mir hier mit einer Menschlichkeit im Mittelpunkt, die ich falsch dargestellt finde.
        Je nachdem wie sehr Natascha Kampusch an diesem Projekt beteiligt gewesen ist, kann sich ihre Sichtweise auf das Geschehene natürlich noch verändert haben, da aber bereits das Buch 4 Jahre nach ihrer Flucht erschienen ist, habe ich das nicht erwartet.
        Charakterlich wird sie gegenüber dem Täter wesentlich stärker gezeigt, wogegen ihre innere Aufrechterhaltung sehr wenig dargestellt wird. Ebenso die Realität der totalen Isolation teilweise über große Zeiträume.

        Insgesamt beruht meine Kritik nicht auf den Darstellern (die waren ziemlich gut) oder der filmischen Umsetzung (die war verbesserungswürdig), sondern lediglich auf meinen Erwartungen an das Drehbuch: Für mich standen beim Lesen des Buches weniger schockierende Einzelerlebnisse im Mittelpunkt, sondern die Kraft die dieses Mädchen allein aus sich selbst gezogen hat, beinah ohne etwas an dem sie sich festhalten konnte.

        subjektive Kritik, Ende.

        • 9

          Interessanter Film, aber leider schafft man es nicht, die klaustrophoische Atmosphäre des Gefangenseins und Ohnmächtigseins richtig aufzubauen geschweigedenn aufrecht zu erhalten. Wenn man das Buch nicht gelesen hat, sollte man sich wenigstens mal den Film dazu anschauen - ist nicht das beste vom besten, aber auf jeden Fall lohnend. Schon allein wegen der realen Geschichte dahinter.

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          • 4

            Was kann es schlimmeres für einen auf wahren Begebenheiten spielenden Film geben, als das er einfach langweilig und uninteressant ist??!!
            Leider trifft das auf das Natascha Kampbuschdrama in allen Belangen zu.
            Man kann zu keiner Zeit Emotionen zu den Personen aufbauen.
            Alles wirkt gekünzelt. Die Schauspieler, ob alt oder jung, sind einfach unglaubhaft in ihren Rollen, oder besser sie sind einfach schlecht.
            Natürlich kann man in einen Film von knapp 100 Minuten keine 8 Jahre unterbringen.
            Und das ist der nächste Negativpunkt , er ist schlichtweg zu kurz.
            Das ist der einzige Punkt für den die Schauspieler nichts können.
            Zu keiner Zeit haben sie Zeit ihre Figuren zu vertiefen. Vielleicht wäre dann vieles besser geworden??? Wer weiss.....
            Das Verhältnis zwischen Natascha und ihrem Peiniger wird stereotyphaft dargestellt und verliert dadurch komplett an Glaubwürdigkeit. Denn zu keiner Zeit spürt man eine Abhängigkeit von Natascha, vielleicht eher noch bei Wolfgang.
            Natascha Martyrium lässt einen einfach kalt , das ist dann so als ob man die 30. Wiederholung von GZSZ schaut.
            Belanglos und langweilig.
            Schade, denn man hätte viel mehr aus dem Stoff machen können, und mit mehr Zeit die menschlichen Abgründe zu einem emotionalen Drama herausholen können.

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            • 7 .5

              Sehenswert...
              Ich hätte aber vorallem was Atmosphäre betrifft, noch viel mehr erwartet...

              • 5

                Wenn man sich bei so einer Geschichte nicht daran wagt das beklemmende Gefühl rüber zu bringen, dann verstehe ich es nicht überhaupt darüber einen Film zu drehen. Das Buch von N. K. soll ja sehr krass sein und der Film basiert auf dem Buch. Für mich dann völlig in die Hose gegangen. Die Geschichte kennt ja eigentlich jeder und ich erwarte dann ja beim schauen des Filmes, mich in die Lage rein versetzten zu können. Wenn die Angst, die Beklemmung, die Hilflosigkeit und Verzweiflung dann fehlt in dem Film, versteh ich die Produktion nicht.

                Außerdem keine guten schauspielerischen Leistungen und eine miese Synchronisation.

                Ich dachte auch eigentlich, dass der damals mit guten Kritiken bewertet wurde. Aber das war gar nicht so. Jetzt weiß ich auch warum.

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                • 1

                  Dieser Film verbreitet Ekel in mir und das nicht wegen der tragischen Geschichte, sondern weil er einfach verdammt schlecht gemacht ist.
                  Hier ins Detail zu gehen ist der Film gar nicht wert, das wäre wie Perlen vor die Säue werfen!!!
                  Ich weiß ja nicht was Sherry Horman uns hier wirklich zeigen wollte, aber eines ist ihr zu 100% gelungen.
                  Ich schaue keinen Film mehr von ihr! KOTZ!

                  4
                  • 4 .5

                    sehr schlecht gespielt, und wenn man die Geschichte kennt, ist diese Story einfach nicht gut aufgebaut.
                    Zu blöd geschrieben und einfach zu oft überspitzt dargestellt, für mich einfach nur eine Geldmacherei.
                    Diese Verfilmung musste einfach nicht sein, wurde leider enttäuscht, hätte man viel besser machen können.
                    Daher nur diese Bewertung.

                    1
                    • 8 .5

                      Sehr guter Film

                      • 6

                        Die Schilderung des Martyriums von Natascha Kampusch ist ebenso differenziert wie distanziert. Der Film leuchtet unerschrocken die Grauzonen des Abhängigkeitsverhältnisses aus, verharrt mit seiner Beobachterposition aber stets an der Oberfläche. Auch verliert die Darstellung durch die Synchronisation der Darsteller an Intensität. [Birgit Roschy]

                        • 8

                          Ich muss ehrlich sagen, ich war, als der Fall Natascha Kampusch in die Öffentlichkeit kam noch klein und weiß deshalb nicht, was "3096 Tage" der Wahrheit entspricht und was "künstlerische Freiheit" ist. In jedem Fall hat der Film mich berührt, da er toll gespielt ist, die enge und dunkle Atmosphäre toll umgesetzt wurde, man immer wieder schockiert ist, was Kampusch (die mittlerweile Gott sei Dank in Ruhe gelassen wird) alles durchleben musste und der Psycho-Terror den der Entführer mit seinem Opfer betrieb, sich auch auf den Zuschauer überträgt.
                          Das alles sorgt dafür, dass, obwohl man weiß, wie der Film ausgeht, er nie langweilig wird.

                          • 5
                            Bodylotion 28.03.2015, 16:16 Geändert 09.07.2016, 10:56

                            Nicht schlecht, hat aber deutlich mehr Potential.

                            • 5

                              3096 Tage hat sicher den richtigen Ansatz gewählt, für die Erzählung seiner erschütternden Geschichte einen bewusst nüchternen Ansatz zu wählen. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass man mehr aus dem Stoff hätte herausholen können. Eine bewegende (weil wahre) Thematik macht nicht automatisch einen mitreißenden Film.

                              • 9

                                Kann man aus einer schrecklichen, wahren Geschichte einen Film produzieren, der die Zuschauer unterhält, ohne aus dramaturgischen Gründen Dinge erfinden zu müssen, die nicht stattgefunden haben?

                                "3096 Tage" macht als Biopic alles richtig. Bernd Eichinger (Mitarbeit am Drehbuch), Michael Ballhaus (Kamera) und Sherry Hormann (Regie) haben sich sicherlich nicht zufällig am Set getroffen.

                                Martin Todsharow sorgt für einen reduzierten, aber getimten Score.

                                *little spoiler*
                                Wie Michael Ballhaus (bin mir sicher, das war seine Idee) am Schluss das gekippte Fenster einfängt und damit eine kleine Geschichte der Flucht in die Freiheit erzählt - das ist nur im Film möglich und das ist wirkliches Kino!

                                Rückblenden am Anfang und Ende des Films werden professionell sparsam eingesetzt und fügen sich geschmeidig in das gesamte ein.

                                • 4
                                  hallidalli 09.11.2014, 13:32 Geändert 09.11.2014, 13:35

                                  Kann man gesehen haben muss man aber nicht, das ganze ist schon schlimm genug. Ich habe das nicht verfolgt aber wenn das ganze wirklich so mit der Polizei gewesen ist und Sie diesen Přiklopil nicht genauer überprüft haben... !! Schauspielerisch hat mich das ganze nicht vom Hocker gerissen, war etwas schwach. Vielleicht bei dieser Thematik auch gut so.

                                  • 8 .5

                                    Erst einmal will ich mein Entsetzen über die Verachtung kund tun, die Natascha Kampusch entgegengebracht wird. Als hätte sie jemals jemanden etwas zu Leide getan, als hätte sie sich ihr Schicksal ausgesucht, asl hätte sie gewollt, dass man ihr ihrer Jugend und Unschuld raubt. Eigentlich wurde ihr ihr ganzes Leben geraubt, wenn man sieht, wie schlecht jetzt über sie geredet wird.
                                    Jeder, der sie verurteilt, weil sie ein Buch geschrieben hat, einen Film produzieren hat lassen ist nicht mehr ganz dicht. Als hätte man das Recht so über andere zu urteilen. Und sie muss leiden, während ihr Entführer bekommen hat, was er wollte. Traurig. Alles traurig. Die Entführung und die verbitterten Leute, die ihren Hass an ihr auslassen. Für euch habe ich auch nur Abscheu übrig.
                                    So, nun zum Film. Mich hat der Film sehr berührt, da es sich offensichtlich auch um ein extremes und bewegendes und zugleich abstoßendes Thema handelt. Ebenso BASIERT der Film zwar auf den Geschehnissen, die Natascha Kampusch widerfahren sind, niemand hat je behauptet, dass es genauso gewesen war. Deshalb war der Film einfach nur aufwühlend, alles was ihr widerstoßen ist, wie er sie behandlt hat. Ein schwieriges Thema, in einen nervenaufreibenden Film verpackt. Grandiose schauspielerische Leistung von Antonia Campbell-Hughes. Ich konnte richtig mitfühlen, was Natascha widerfahren ist, sie hat die Rolle richtig gelebt, genauso wie ihr gewichtsverlust. Das war einfach unglaublich krass. Allein deshalb ist der Film genial. Auch Thure Lindhardt hat eine sehr gute Leistung abgeliefert. Insgesamt finde ich, dass es einige Macken gab, der Anfang war irgendwie nicht wirklich logisch und realistisch verpackt, man erfährt nichts über Natascha, bevor sie entführt wurde. Erst mit der Zeit nimmt der Film mehr Fahrt auf. Ebenso wurden die Familien den ganzen Film über außer Acht gelassen, was ich Schade finde. Auch hätte ich mir noch mehr drastischere Effekte gewünscht, die Nataschas Gefühle beispielsweise verdeutlichen, aber nun gut.
                                    Fazit : Bewegender Film, bei dem man jede einzelne Sekunde mitleidet. Unbedingt ansehen !!!

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                                    • 8 .5

                                      Dadurch, das ich Natascha Kampusch als medien-geile betrachte, glaube ich hiervon gerade mal 30% was eventuell passiert ist. Dafür gibt es einige Gründe. Ich persönlich bewerte den Film und dieser ist durchaus gelungen. Auf gewisse Art auch ziemlich provokant, würde ich sagen. Schlecht aber auf keinen Fall, wenn man mal komplett von Natascha Kampusch weg denkt.

                                      • 6

                                        Heftiger Film, aber nicht weil der Film so gut ist, sondern einfach weil die Geschichte wirklich so passiert ist.
                                        Der Film an sich ist Durchschnitt.

                                        • 4 .5

                                          "3096 Tage" ist für mich eine ziemliche Enttäuschung! Handwerklich ist er solide gemacht, vor allem die Kameraarbeit ist wirklich nicht schlecht und Antonia Campbell-Hughes bzw. Amelia Pidgeon und Thure Lindhart spielen ziemlich gut, aber der Film ist in meinen Augen einfach nur unnötig! So schlimm die wahre Geschichte auch ist, finde ich es trotzdem unnötig, dass man daraus einen Film macht, der einem keine neuen Sachen erzählt, die man nicht schon vorher wusste und vor allem gibt es extrem viele Momente, in denen man die Gedankengänge der Figuren nicht so wirklich nachvollziehen kann. Noch dazu ist der Film teilweise viel zu abrupt geschnitten und lässt irgendwie viele wichtige Dinge, von denen man mehr hätte sehen wollen, aus und ist dann eben auch ziemlich langatmig in vielen Momenten. Dennoch muss man sagen, dass der Film teilweise auch schon ziemlich nahe geht, denn einige Szenen sind schon hart anzusehen und er baut in vielen Momenten auch eine recht bedrückende Atmosphäre auf.
                                          Fazit: Handwerklich solide gemacht, aber eigentlich ein Film, den man nicht wirklich sehen muss. Ich kann mir vorstellen, dass es sich mehr lohnt das richtige Buch von Natascha Kampusch zu lesen, aber diese Verfilmung hier ist einfach nur unnötig und noch extrem verbesserungswürdig!

                                          • 4 .5

                                            Gehorche!

                                            • 3

                                              Langweilig und unauthentisch. Sie hätten lieber mal die Story von Josef Fritzl verfilmen sollen.

                                              • 2

                                                Trauriger Hintergrund, aber die Umsetzung ist einfach nur miserabel! Die Darstellerauswahl war gut und dafür gibts die einzigen Punkte...

                                                • 7

                                                  Der Film ist schon ganz schön heftig! Und das Buch geht einem total an die Nieren!

                                                  • 6 .5

                                                    Die entscheidende Frage ist doch: Wie viele Menschen werden aktuell noch in Österreich unterirdisch gefangen gehalten? Priklopil und Fritzl sind doch nur die Spitze des Eisbergs.

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