Am Tag als Bobby Ewing starb - Kritik

Am Tag als Bobby Ewing starb

DE · 2005 · Laufzeit 95 Minuten · FSK 6 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 5

    Eigenartige Erfahrung - der Film ist gerade mal 95 Minuten lang, was aber gefühlte zwei Stunden waren ... was vielleicht auf ein nicht allzu minimales Maß an Langeweile zurückzuführen war. O.k., richtig schlecht ist der Film nicht, aber ich werde mit den Charakteren irgendwie nicht warm, allen voran Oberhippie Peter Lomeyer der mich restlos auf den Geist gegangen ist. Immerhin, die Zeitbetrachtung ist soweit ich das sagen kann einigermaßen authentisch und an etlichen Stellen finden sich gute Lacher - aber das ist alles in allem zu wenig um von mir den Daumen hoch zu kriegen. Die stellenweise mit Wehmut aufgemöbelte Tragikkomödie hat ihre Momente, ist aber letztlich nicht viel mehr als ein ZDF Fernsehfilm der sich ins Kino verirrt hat - warum nicht, es wird Zuschauer geben die mehr damit anfangen können als ich!

    Fazit: Ein paar gute Lacher sind dabei, trotzdem fällt die authentische Betrachtung einer deutschen Hippiekommune ziemlich mau aus ...

    • 6 .5

      „Am Tag als Bobby Ewing starb“ (was ein schöner Titel!) spielt sympathisch und charmant mit Vorurteilen und Klischees von Ökos, Sozialpädagogen und AKW-Gegnern, die zusammen in einer Kommune leben, im Film kurz und knackig „die Müslis“ genannt. Gleichzeitig werden auch noch die 80er Jahre aufs Korn genommen.
      Wer in den 80ern groß geworden ist bzw. in irgendeiner Art Bezug zu den „Müslis“ hat, wird sicherlich Freude an dem Film haben und das ein oder andere Mal schmunzeln müssen.
      Die Schauspieler waren allesamt gut besetzt (gefreut habe ich mich vor allem über Tatort-Kommissar Richy Müller). Die Coming-of-Age-Geschichte rund um den 17-jährigen Hauptdarsteller fand ich allerdings etwas dünn und einfallslos, zudem plätscherte sie relativ Höhepunktfrei vor sich hin.
      Zusammengefasst also ein sympathischer Film, mit einer gut eingefangenen 80er Jahre, Anti-AKW-Atmosphäre, der aber aufgrund der etwas vernachlässigten Rahmenhandlung nicht immer überzeugen kann.

      1
      • 7

        Eigentlich eine Retrospektive. Als Kind der 80`fand ich die Geschichte und die Personen samt der Ausstattung sehr gut getroffen. Sicher, man hätte mehr daraus machen können. Die Ökokomune, Brockdorf, Dallas und letztendlich Tschernobyl sind sehr gut beschrieben worden. Da sind bei mir viele Erinnerungen an die damalige Zeit erwacht.
        Also ich war angenehm überrascht

        • 7

          Überdurchschnittlicher Coming-of-Age Film mit einigen Déjà Vus, zumindest für mich. Die Zeit (1986) wird sehr gut eingefangen und zeigt ziemlich authentisch die damalige Angst vor einem atomaren Supergau. Die "Müsli"-Kommune mit ihren verschrobenen Mitgliedern ist gut getroffen, nur der Hauptdarsteller will leider partout nicht sympathisch wirken, was dem Film ein wenig schadet. Ansonsten weiß der Film durchaus zu unterhalten, auch wenn manche Handlungsstränge etwas zu kurz kommen und der Film dadurch etwas unrund wirkt.

          • 3 .5

            Nett, aber mehr auch nicht.
            Ein Film der nicht lange in meiner Erinnerung bleiben wird.

            • 6

              Ganz netter, offenbar von guter Müsli-Szenekenntnis getragener Film.

              • 4 .5

                Schade nur, daß sich der Film seiner politischen Tragweite nicht vollends bewußt wird, und sich letztlich in dramaturgischen Winkelzügen zwischen den Deichen verzettelt.

                • 3

                  [Der Titel klingt] nach Abschied und Wehklage. Glänzt aber gerade durch die Abstinenz jeglicher Sentimentalität oder Ironie. Nein, dieser Film ist in die große Kategorie Ausstattungsfilm einzuordnen [...] man glaubte wirklich einen Film aus den Achtzigern zu sehen.

                  • 7

                    Netter Film. Schade nur, dass sich einige Szenen zu sehr am schwedischen Vorbild (?) "Zusammen (Tillsammans)" orientieren...