American Psycho - Kritik

American Psycho

CA/US · 2000 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 16 · Drama, Thriller, Kriminalfilm, Erotikfilm · Kinostart
Du
  • Da können sich ja einige Leute freuen, dass es Netflix und Co. gibt und keine Videofilme mehr zurückgegeben werden müssen.....

    7,0/10

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    • 8 .5

      Fand ich sehr unterhaltsam!
      Hatte was von "Dexter", oder umgekehrt.

      Ein metrosexueller, intelligenter, gut aussehender, frauenfeindlicher und erfolgreicher Psychophath, der tierisch einen am Helm hat :D

      Bestes Zitat: "Wie Ihr Kopf auf einem Stock aussehen würde" xD

      Fazit: Anspruchsvoll inszenierte Horrorkomödie mit Heinz Tomaten Ketchup Finale!

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      • 8
        Adventpuss 17.08.2018, 14:04 Geändert 20.08.2018, 16:02

        Am Beängstigenden ist an diesem Film mal wieder Christian Bale. Wir können froh sein, dass nicht Leo sondern Chris die Rolle angenommen hat, denn er ist meiner Meinung nach sogar der bessere Charaktermime.Da "American Psycho" vor allem von der Persönlichkeit des Patrick Bateman lebt, gelingt hier Bale sofort die ganze Boshaftigkeit dieses Mannes zu übertragen. Ohne die Rolle oder den Schauspieler wäre der Film fast nicht nennenswert und ich halte "American Psycho" somit für einen der gelungensten Filme, wenn es um die Psychologie und das Wesen einer einzigen Person geht.

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        • 7

          Christian Bale spielt hier wie immer grandios, aber es fällt einem als Zuschauer schwer Verständnis oder gar Sympathie für seinen Charakter zu empfinden. Ansonsten sehr gut gemachte Buchverfilmung.

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          • 8 .5

            Hier ist noch einmal die grandiose Szene aus AMERICAN PSYCHO, in der Patrick Bateman und seine Arbeitskollegen ihre Pokemon-Karten miteinander verglei... Warte. Was?

            https://m.youtube.com/watch?v=uarJSt0hXv8

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            • 10

              ein sehr gut gemachter film, wo dieser film in die Psyche geht,

              • 9

                Hier zeigt sich mal wieder daß ich kein besonders belesener Mensch bin, denn den Kultroman der diesem Film wohl voran geht hatte ich nie in den Händen. So sehe ich den Film halt für sich selbst als das was er ist: eine überaus makabere Horrorkomödie, wenn gleich die Lacher als Satire herkommen und nicht auf Slapstick aus sind. Dazu ist der Streifen furchtbar brutal, was sich aus der Handlung aber logisch und sinnig ergibt und nicht den Grund hat mal wieder ein paar Gewaltszenen auf die Leinwand zu bringen (die Szene in der der irre Killer blutverschmiert eine nackte Prostituierte mit einer Kettensäge durch ein Treppenhaus jagt mag noch so brutal sein, man kommt aus dem Lachen nicht hinaus). Der Film wird getragen von dem überragenden Christian Bale der es schafft den irren Killer aalglatt und völlig emotionslos zu verkörpern, daneben spielen noch Klasse Schauspieler wie Reese Witherspoon, Samantha Mathis („The Punisher“), Justin Theroux („3 Engel für Charlie: Volle Power“) und Willem Dafoe mit. Da ich selber mit dem Yuppietum der 80er Jahre kaum was anfangen kann ist mir wohl eine ganze Menge an Gags und Anspielungen entgangen, nicht aber die Kernaussage die am Ende klar wird: dass eben jenes schicke Leben dass Bateman führt inhaltlich leer ist und die Strafe für ihn darin besteht Leben zu müssen.Fazit: Ungemein makabere Komödie mit furchtbar brutalen Szenen, viel Satire auf die 80er Jahre und einem Klasse Hauptdarsteller!

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                • 8 .5

                  Die beste Rolle von Christian Bale in dieser Rolle liebe ich ihn.

                  Der Humor die Charakteren Zeichnungen und die Dialogen alles einfach genial.

                  Ein absolutes Vergnügen in diesem Film.
                  Was auch die tollen Kommentare unten meinem auch sagen.

                  Empfehlenswert.

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                  • 7 .5

                    Ein Klassiker. Ich muss zugeben, meine Bewertung ist ein bisschen verzerrt, da Bale für mich einer der herausragendsten Schauspieler unserer Zeit ist.
                    Schauspielerisch meiner Meinung unvergleichlich, Bale halt. Die Story hat einen klaren Handlungsstrang mit einem netten mindfuck Ende.
                    Film also Ok und Sehenswert.
                    Btw. aus welchen Grund wird der Film unter "Erotikfilm" gelistet?

                    • michael.kollner 05.11.2017, 09:46 Geändert 05.11.2017, 09:47

                      Katastrophal schlecht. Selten so eine schlechte schauspielerische Darstellung erlebt wie von Christian Bale. Unlogische Handlungsstränge, Regiefehler, sämtliche Figuren bleiben einem fern und berühren nicht. Es fehlt jede Tiefe, Tiefe in den Charakteren und deren Auslotung, der Film bietet nichts, um sich mit den Protagonisten zu empathisieren. Selbst Reese Witherspoon agiert unter ihren Fähigkeiten. Wir haben beim Anschauen zum Teil einfach nur über die schlechten Szenen lachen müssen. Alleine schon die Kettensäge, die mehrere Stockwerke tief runterfällt und die Frau tödlich trifft (man bemerke, dass diese plötzlich in der Mitte der Treppen im Erdgeschoss liegt, wobei sie davor außen auf den Treppen herunterrannte und dadurch geschützt war. Wieso ging sie im Erdgeschoss in die Mitte? Damit die Kettensäge sie treffen kann??), ist eine Lachnummer für sich. Oder die Prostituierte, die in die Notaufnahme musste, steigt nochmal in das Auto ihres Peinigers. Wie platt und unrealistisch ist denn sowas! Vun mir und uns: 0 Punkte, verlorene Lebenszeit!

                      • 7 .5

                        [...] Stattdessen versteht sich American Psycho als einziger, nie enden wollender und sich selbst bedienender Oberflächenreiz, in dem man kontinuierlich Statussymbole und somit auch sich selbst ausstellt. American Psycho ist eine gallige Bestandsaufnahme der Gegenwart und eine Analyse des vorherrschenden, gesellschaftlichen Wertesystems. Und natürlich bietet sich Patrick Bateman im Zuge dessen als vortreffliche Teststrecke an, weil er sich als so extreme wie grelle Erscheinung offenbart, dass seine wahre Persönlichkeit hinter all den Profilneurosen vollends verschwindet. Oder auch: Dass der Gedanke aufkommt, Patrick Bateman hätte keine Persönlichkeit, sondern ist nur als menschliche Hülle existent, die sich bis zum Rand mit Perversion, Zynismus und Fetischismus füllt. Und auch hier muss noch einmal angesprochen werden: Wie Christian Bale den Inbegriff der Du bist, was du besitzt-Mentalität ausspielt, ist schlicht und ergreifend herausragend.

                        In einer Welt, in der Konformität und Verfügbarkeit alles dominieren, scheint sich in Patrick Batemans mörderischen Triebe die letzte Möglichkeit widerzuspiegeln, genau dieser festgeschriebenen, selbst-erzwungenen Gesetzmäßigkeit entgegenzuwirken. Eine Antwort darauf, woher der Wahnsinn rührt, den Bateman süffisant in bestialischen Gewaltexzessen herauslässt, beantwortet American Psycho nicht. Der Film unterwandert stattdessen unseren Anspruch, alles psychologisieren zu müssen, um es zu entschlüsseln, greifbar zu machen und im nächsten Schritt verarbeiten können. Genau das möchte American Psycho nicht. Alles, was er erzählt, funktioniert genaugenommen ohne Hintergründigkeit. Hier geht es ausschließlich darum, die Maske der Zurechnungsfähigkeit ad absurdum zu führen. Und dafür bieten sich diese millionenschweren Yuppie-Arschlöcher, die in ihrem Leben noch nie etwas geleistet haben, einfach wunderbar an. Ein Hoch auf den Nihilismus! Ein Hoch auf den Materialismus! Ein Hoch auf alles Kranke und auf die Gleichgültigkeit, die in eindringlicher Kälte Schächte in die Eingeweide bohrt. [...]

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                        • 6 .5

                          Damals dachte ich immer, das wäre eine "Psycho"-Neuinterpretation, eine Art Hommage, vor allem auch wegen des Nachnamens des Protagonisten.

                          Ich fand den gut.

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                          • 9 .5

                            Also für mich ist deiser Film nahe an einem Meisterwerk. Extrem gutes Drehbuch, extrem gut umgesetzt, unglaublicher Christian Bale, unberechenbar und bedrohlich. Zudem mag ich Filme wo im Hintergrund die Stimme von Bale die Geschichte etwas leitet. Der schwarze Humor ist einfach Göttlich (darf´s sonst noch was sein? Nicht wenn Sie ihre Milz behalten wollen" :D
                            Dazu kommt noch ein unfassbarer Twist.
                            Kleiner Tipp: Bei der zweiten oder dritten Sichtung wirkt der Film noch viel besser!

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                            • 7

                              Fazit: "American Psycho" ist ein Film, den man eigentlich nur gut oder schlecht finden kann. Ein Mittelding dürfte da selten sein. Den Lesern des Romans wird es nicht gerade leicht gemacht, weil man doch auf vieles verzichten muss, dennoch hat man das sinnvoll geschrieben. Das ist gekonnt inszeniert und weist eine gewisse Atmosphäre auf. Zwar gibt es kaum Gewalt zu sehen und spannend ist das nicht gerade, doch trotzdem unterhält das erstaunlich gut. Der echte Star des Filmes ist dann auf jeden Fall Christian Bale, der eine perfekte Leistung von sich gibt. Das ist alles weit weniger grauenvoll und schockierend als im Roman und definitiv leichter zu verdauen, doch insgesamt fand ich diese Verfilmung doch ziemlich gelungen!

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                              • 7

                                [...] Vor der Sex- und Gewaltdarstellung schreckt American Psycho ebenfalls nicht zurück, beschränkt sie jedoch auf die üblichen Hollywoodkonventionen und verliert dadurch den Effekt, auf den der Roman abzielte, wodurch hier am ehesten der Eindruck aufkommt, Harron habe das Geschehen eher aus Pflichtgefühl der Vorlage gegenüber, als aus eigenem Antrieb heraus aufgenommen. Vielleicht wäre es konsequenter und effektvoller gewesen, Batemans dunkle Seite überhaupt nicht detailliert zu zeigen, sondern lediglich minimal anzudeuten, um dem Vergleich mit dem Roman zuvorzukommen und die Schwäche in eine Stärke zu verwandeln.

                                Aufgrund der Unverfilmbarkeit des Ausgangsmaterials können Puristen zurecht anmerken, American Psycho sei [...]

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                                • 8

                                  das lustige ist das bale immer leicht verrueckt wirkt, egal in welcher rolle..dafuer verschmilzt er aber auch immer komplett mit seinen figuren, der mann lebt das schauspielern wie kaum ein anderer, riesen probs (und ich bin nichtmal nen grosser fan)

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                                  • 8 .5

                                    Starker Psycho-Thriller mit einem guten inszenatorischen Stil und einem Christian Bale, der sowohl kühles als auch charmantes Spiel miteinander verschmelzen lässt!

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                                    • 5 .5

                                      Hier wurde sooo viel geschrieben so das ich mich mit ein paar Assoziationen begnüge: Nostalgischer 80er Jahre Charme.Dämliches Geschwätz von dämlichen Weibern.Psychotrip....witzige Rachephantasien (wer ist Ted Bundy, siehe dämliche Weiber),unsymphatischer Hauptdarsteller welcher keinerlei Emhathie empfängt (meine Güte, wir sind alle Opfer unserer Umstände) und doch bleibt ein Arschloch ein Arschloch.
                                      Der Film wird meiner Meinung nach überbewertet.

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                                      • 8 .5
                                        VitoScaletta 12.03.2017, 03:12 Geändert 12.03.2017, 03:13

                                        Christian Bale in einer seiner besten Rollen die ist je gespielt hat!
                                        Bale schafft es wirklich überzeugend die Rolle eines Investmentbankers zu spielen die für alle einfach nur ein Arrogantes Arschloch ist der nur sich im Mittelpunkt der Welt sieht.
                                        Immer mehr und mehr erkennt man bzw erfährt man welch eine Psychische Störung der Bale doch hat.

                                        Bitte anschauen !

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                                        • 8 .5

                                          Musik Top! Christian Bale spielt Weltklasse!
                                          Und ich muss zugeben, ich finde Patrick Bateman sympathisch :)

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                                          • 7

                                            Hatte den Film vor Jahren gesehen und mir gemerkt, dass ich ihn beschissen fand und die Szene mit der Kettensäge. Jetzt nochmal gesichtet und meine Meinung geändert. Überragend find ich ihn nicht, dafür wiederholt sich zu viel und das Grundthema find ich jetzt auch nicht so unglaublich prickelnd aber man kann ihn sich ansehen. Überragend natürlich Christian Bale, der Mann liefert einfach immer herausragende Leistungen.

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                                            • 5 .5
                                              albi0211 21.01.2017, 02:37 Geändert 21.01.2017, 11:16

                                              Ich hab den Film heute das zweite mal gesehen und muss sagen, dass ich immer noch enttäuscht bin. Ich habe das Buch nie gelesen, kann also nur auf den Film eingehen.
                                              Christian Bale spielt klasse. Kamera, Musik und Schnitt sind ebenfalls top. Allerdings gefällt mir die Machart des Films weniger bzw. das Verhalten der Protagonisten untereinander. Auch wenn man am Ende weiß, was einem der Buchautor und der Regisseur sagen will, gefiel mir das Ende einfach nicht. Ich hätte mir hier einfach ein klareres und griffigeres Ende gewünscht. Ein paar Dinge ließen mich auch fragend zurück.
                                              Deshalb bekommt der Film nur einen halben Punkt mehr und prägt sich bei mir als Film mit niedrigem Wiedersehungswert ein.

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                                              • 8 .5

                                                American Psycho

                                                Fast unglaublich wie hier die Meinungen auseinander gehen. Egal ob man sich die Kritiken im Internet ansieht, oder mit Kollegen spricht, man ist sich nicht einig. Ich konnte mir im Vorfeld keine genauen Vorstellungen des Films machen. Dies hielt mich lange davon ab, ihn mir anzusehen. Im Nachhinein ist es mir total unklar warum. Ein Christian Bale als Psychopath, sollte ja schon ausreichen um die Neugierde zu wecken.

                                                Um das Review nicht zu sprengen, hier für mich die wichtigsten Punkte:

                                                Schauspieler:

                                                Für mich persönlich, Bales beste Schauspielerische Leistung. Ich habe ihn wirklich nie besser gesehen. Allgemein gibt es Schauspielerisch nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil, die Leistung ist von allen Darstellern sehr gut. Willem Dafoe ist keine spezielle Darstellung geglückt, aber alleine die Tatsache das er hier in dieser Rolle und im Zusammenspiel mit Bale funktioniert, gibt dem Film die nötige Würze. Auch Witherspoon macht ihr Ding hier richtig gut. Selbstverständlich ist mir das „Overacting“ der Darsteller bewusst. Wär es noch nicht verstanden hat, das muss so sein. Und das ist Brillant! Die ganzen Oberflächlichkeiten unserer Gesellschaft spiegeln sich in den Darstellern wieder. Es ist eine Welt in der niemand leben möchte und man sich trotzdem die Frage stellt, wo ist der Unterschied zu unserer? Ich gehe nicht einzeln auf die Charaktere ein, das würde enorm viel Zeit kosten.

                                                Humor:

                                                War das toll wieder einmal so viel zu Lachen. Egal ob die Arrogante, überhebliche, selbstverliebte und egoistische Art der Broker, Bales Gesicht wenn ein Polizeiauto explodiert, nur weil er mit einer Pistole drauf ballert, alle Luxus Wagen eine Alarmanlage haben und er deshalb keines klauen kann, oder er seinen grössten Konkurrenten in der Branche Tod schlägt, weil dieser das schönere Visitenkärtchen besitzt, ich musste Lachen. Dieser abartige, sarkastische und gewaltsame Humor ist genau mein Ding. Ich bin mir bewusst, dass dieser Humor viele nicht Teilen und eher geschockt sind über die Brutalität des Streifens. Falls dies so ist, versucht mit einer anderen Einstellung an den Film zu gehen. Nehmt ihn und euch nicht zu ernst und lässt euch darauf ein. Wenn man sich schon total daneben benehmen möchte, dann in seinen eigenen vier Wänden und am besten vor der Flimmerkiste. Also getraut euch, lacht, niemand wird euch verurteilen. Funktioniert es selbst mit der passenden Einstellung nicht, ist es wirklich nicht euer Humor und das komplette Werk wirkt sinnlos. Vergesst den Film und widmet euch anderem.

                                                Story:

                                                Gut aufgebaut, sehr schlüssig, leicht verständlich. Gefiel mir gleich zu Beginn. Einen Punkt muss ich aber bei der Handlung abziehen, den sie wiederholt sich. Ungefähr im Schema:
                                                Bateman bei den Brokers – Bateman tötet – Irgendwas dazwischen – Bateman bei den Brokers – Bateman tötet – Irgendwas dazwischen…..usw.
                                                Für mich persönlich nicht so schlimm, da ich den kompletten Verlauf trotzdem sehr unterhaltsam fand. Den Punkt Abzug bekommt die Tatsache, dass da einfach mehr drin gewesen wäre.

                                                Gesellschaftskritik:

                                                Wie schon erwähnt, ist der komplette Film eine tolle Kritik an unsere Gesellschaft, im speziellen der Besserverdienenden. Die ungefähre Kernaussage : Geld und gutes Aussehen reicht nicht um Glücklich zu sein, ist bestimmt nichts neues. Ich habe es aber noch nie so kreativ, witzig, charmant und cool dargestellt gesehen. (Spoiler) Gegen Schluss wird dies sehr deutlich, als Bateman versucht ehrlich zu sein und ihm niemand zu hört bzw. glaubt.

                                                Fazit:
                                                Unterhaltsam, gesellschaftskritisch, sarkastisch, brutal und humorvoll. Gewürzt mit den optimalen Schauspielern, ergibt das American Psycho.

                                                8,5 von 10 Punkten

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                                                • 6 .5

                                                  Filmfigur Patrick Bateman ...Ich hasse Dich !
                                                  Dich beim Sex zu filmen ist Dir wichtiger als das Leben einer Frau ...Du bringst sie um !
                                                  Deine Visitenkarten sind Dir wichtiger als das Leben eines Mannes ...Du tötest Ihn !
                                                  Dein Peeling ist Dir wichtiger als das Leben einer Katze und Dein Anzug hat für Dich mehr Wert als das Leben eines Hundes !
                                                  Der Film hat es geschafft diesen superreichen Yuppie einfach Ekelhaft zu finden und Christian Bale spielt so hervorragend das man jubeln möchte .
                                                  Schade das die Ermittlungen nicht so ausgedehnt wurden , da schaut der Detective ( Defoe ) leider nur mal kurz vorbei und die "Actionsequenzen" ( Kettensäge , Taxi ) sind völlig missraten !

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                                                  • 6 .5
                                                    Pyro 91 24.11.2016, 15:24 Geändert 19.12.2016, 15:07

                                                    Bret Easton Ellis´Buchvorlage war nicht gerade eines meiner liebsten literarischen Werke, da ich während des Lesen eigentlich nur zwei Emotionen empfunden habe: Langweile oder Ekel. Entweder war ich unheimlich angeödet von dem oberflächlichen erste Weltprobleme-Talk und Markendropping oder ich wollte mir einfach nur nen Kotzeimer besorgen, da Ellis die sadistischen Taten von Patrick Bateman immer auf so abstoßende und detailreiche Art beschrieb, dass mir leicht schwindlig wurde. Ich war daher gespannt wie die Verfilmung dieses brisanten Stoffes gehandhabt werden würde und ob ich dieser mehr abgewinnen könnte.
                                                    Und es hat funktioniert! Obwohl ich den Film nur ziemlich gut finde, muss ich sagen das mir diese entschlackte und eher auf den Punkt gebrachte Version dieses Stoffes eindeutig mehr zusagt. Denn in erste Linie ist "American Psycho" eine Onemannshow für Christian Bale, der seine emotionlose Figur in kürzester Zeit zum Leben erweckt und in den besten Momenten des Films einfach nur der Wahnsinn in Person ist. Ich finde der Film schafft es besser zu veranschaulichen, dass Bateman hauptsächlich so geworden ist, wie er ist, weil er in dieser kapitalischen, oportunistischen Wall Street-Welt aufgewachsen ist und denkt er könnte sich mit seinem Geld alles und jeden erkaufen. Nur auf Oberflächlichkeiten bedacht, gesteht er Menschen keine tiefere, spirituelle Dimension zu, sondern er betrachtet sie - wie sich selbst - nur als leere Hüllen, die zu keiner Empfindung fähig und nur dazu da sind, um von ihm dominiert und beherrscht zu werden. Hier vereinen sich alle Charakteristika eines klassischen Soziopathen. Und doch merkt er, dass er im Endeffekt mehr will. Er möchte aus seiner - perfekten und glatten - Haut ausbrechen und die Welt mit anderen Augen sehen, doch es scheint so, als ob ihm das - von Natur aus - nicht möglich wäre. Und hier greift die satirische Komponente des Film ganz stark, wenn Bateman bswp. mit seinen Kollegen darüber scherzt, dass Frauen eigentlich nur gut aussehen müssen, um einen tollen Charakter zu haben und hässliche Frauen ihr unattraktives Erscheinungsbild durch Bildung und Intelligenz ausgleichen müssen, um diesen Mangel zu kompensieren. Das erschreckende an solchen Aussagen ist natürlich, dass es auch heute noch viele Männer gibt, die so über Frauen denken. Und dies liegt am eigenen Mangelempfinden, der eigenen empfundenen Wertlosigkeit, wodurch das Verurteilen und Runtersetzen von anderen dazu dient, um sich selbst als "wertiger" zu empfinden. In dem man den anderen einen mentalen Vergleich mit sich selbst und seinen Standards unterzieht und ihn als Verlierer darstellt, hat man dann keine Probleme mehr damit, diesen Menschen zu kontrollieren und bestrafen. Schließlich liegt der Fehler ja in der anderen Person und sie hat es deshalb verdient, schlecht behandelt und "erzogen" zu werden. Und Bateman scheint dieser Meister und Sklave-Dynamik völlig verfallen zu sein, weshalb er sich des öfteren auch ein paar Mädels "einkauft", damit er mit ihnen machen kann, was er will. Sex, Prügel, ihnen seine langweiligen Musikrezensionen (^^) vortragen - sie sind ihm ausgeliefert und er kann sich als der Überherrscher schlechthin inszenieren. Sobald ihm aber echte, unkünstliche Emotionen begegnen, wie bei seinen schwulen Kollegen, der ein Auge auf ihn geworfen hat oder seine Sekretärin, die mit ihm eine ehrliche, gefühlvolle Beziehung will, bricht seine Fassade auf und er fühlt sich unfähig seinen üblichen Gewohnheiten zu frönen und auch diese Leute zu dominieren. Dadurch wird verdeutlicht, dass er es nur schafft, genau die Leute zu unterwerfen, die seinem Charm verfallen und sich dadurch freiwillig in die Opferrolle begeben. Wie zum Beispiel der Obdachlose, den Batemann letztendlich absticht, nachdem er ihm die Illusion vermittelt hat, dass er sich um ihn sorgen würde und ihm eine kleine Spende geben wird. Batmans Modus Operandi gleicht dem eines Pädophilen: Wehrloses Opfer ausfindig machen; Herausfinden, was es für einen Mangel hat und wie dieser gefüllt werden kann, Persönliche Grenzen - egal ob emotional oder körperlich - immer mehr überschreiten und schließlich: Missbrauchen.
                                                    Und auch Bateman wirkt nach außen wie ein unheimlich netter Kerl. In Gegenwart des Mordermittlers - ein gut gelaunter Willem Dafoe mit vielschichtigen Schauspiel - ist er überaus zuvorkommend, höflich und um keinen Gefallen verlegen. "Er war ein netter Kerl": Wie oft hat man diese Worte schon im Zusammenhang mit den schlimmsten "Monstern", die die Welt je hervorgebracht hat, verwendet? Hier zeigt sich auch ein großes gesamtgesellschaftliches Problem, da die meisten von uns so erzogen werden, dass wir Menschen, die "nette", scheinbar wahre Worte und Phrasen von sich geben und überzeugend, ja beinahe unwiderstehliches Charisma haben, zu glauben und zu folgen, anstatt auf unser eigenes Herz zu hören, welches im Gespräch mit solchen Menschen normalerweise Alarm schlägt und uns ein Gefühl von Nervösität und Aufregung vermittelt, da wir wissen, dass mit dem, was diese Person sagt oder ausstrahlt, irgendetwas nicht stimmt. Leider lernt man nicht früh genug auf solche Gefühle zu hören und dadurch fällt es gerissenen Politikern, Geschäftsmännern, Gurus, Marketingexperten, Staatsmännern usw. leicht mit unseren Emotionen zu spielen und uns dadurch besonders anfällig für dumme Ideen zu machen. Patrick Bateman verkörpert diese Haltung nahezu perfekt, den man kann die Augen nicht von Christian Bale nehmen, so einvernehmend und überzeugend wie er spielt und wie sinnig alles scheint, was er in seiner illusorischen Realität, die aus Mord, Sex, Essen, Training und Machtspielchen besteht, tut. Nun weil er seine äußere Realität unter Kontrolle hat, heißt es noch lange nicht, dass mit ihm innerlich alles stimmt - ganz im Gegenteil. Und auch hier werden wir verarscht, weil wir häufig lernen, dass es in unserer Gesellschaft nur um Status, Geld, Macht, das Erreichen von Zielen und ums Gewinnen geht und es nicht so relevant ist, was die Person hinter diesen Erfolgen für einen Charakter hat oder über wie viele Leichen sie gehen musste, um der zu werden, der sie nun ist. Ein gefährliches Spiel, denn was dabei herauskommen kann, wenn man diesen sehr engstirnigen, oberflächlichen Blickwinkel einnimmt, sehen wir in erhöhter Form in "American Psycho": Was von außen perfekt aussieht, kann im Kern verdammt hässlich sein.
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                                                    Nun, obwohl ich aus dem Film einige interessante Gedanken ziehen konnte, ist er für mich dennoch nicht komplett gelungen. Auch wenn die Gespräche über Belanglosigkeiten und Oberflächliches im Vergleich zum Buch angenehm zurückgefahren wurden, sind es für mich immer noch zu viele und deren Aussage zu repetitiv und unnötig. Um die Natur dieser Gespräche zu illustrieren, sind sie anfänglich noch wichtig, gehen mir aber im Verlauf des Films zunnehmend auf die Nerven und reißen mich raus. Ich habe auch das Gefühl der Film hätte ein wenig mehr "Pepp" vertragen können, da es zwar einige großartige Szenen gibt, die sofort ikonisch sind - eigentliche jede, in der bei laufenden Popmusik gemordert wird, einige Bale-Monologe - aber über weite Strecke verliert sich der (satirische) Biss dieser Einzelszenen zunehmends in der episodenhaften Erzählweise. Ein wenig mehr Gewaldarstelltung hätte vielleicht auch nicht geschadet, was ironisch ist, da mich gerade diese im Buch so abgestoßen hat. In der Romanverlage war Bateman viel sadistischer und hat seine Opfer nicht nur körperlich, sondern auch verbal geqält, was des öfteren noch einen tieferen Einblick in seine Psyche gewährt und sein volkommenes Machtstreben noch mehr betont hat. Aber gut, eine explizite Verfilmung des Buchs würde wohl kein Studio durchwinken und wenn doch, könnte man sich in den ausuferenden Gewaltexzessen verlieren und den Fokus auf Bateman als Charakter vernachlässigen. Von daher, war das schon ordentlich gemacht. Dafür, dass ich Ellis´Roman an einigen Stellen in der Luft zerreißen wollte, hat mich der Film - for better or worse - nicht mit solchen extremen Gefühlen hinterlassen.

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