Anonymus - Kritik

Anonymous

DE · 2011 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 12 · Thriller, Drama, Historienfilm · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Hat Shakespeare die Werke wirklich selbst geschrieben ?

    Die seriöse Wissenschaft nimmt diese Frage NICHT ernst,
    so wie alles was das "alte Weltbild" in Frage stellen könnte ^^

    Man merkt deutlich das Roland Emmerich ein glühender Vertreter der sogenannten Oxford-Theorie ist. Es gibt tatsächlich wissenswerte Zweifel an der Urheberschaft von Shake-the-Speare !

    Allerdings erzählt Emmerich seine optisch wundervolle Geschichte so verworren, dass man schon gut mit der Oxford-Theorie vertraut sein sollte, um dem Film auch inhaltlich etwas abgewinnen zu können. Die Performance von Rhys Ifans als Edward de Vere ist leidenschaftlich genial gespielt. Die authentische Figur Edward de Vere wird momentan von den meisten (u.a. auch von Sigmund Freud) als echter Shakespeare angesehen. Für die verwirrenden Zeitsprünge und den konfusen Erzählstil möchte ich keine 7 Punkte vergeben.

    Wer sich für die wissenswerten Fakten um das Shakespeare-Rätsel interessiert, dem empfehle ich die 45-minütige TERRA X-Doku zum Thema!
    Nach der Doku ist der Film bestimmt auch sehenswert ;-)

    "Das Shakespeare Rätsel"
    ---> www.youtube.com/watch?v=w-7k20gn-kY

    16
    • 4 .5

      Roland Emmerich packt Shakespeare bei den Hörnern und schwindelt eine Verschwörungstheorie, die aus Absurdistan stammen könnte. Schwergängig und langatmig verhunst Emmerich Shakespeare.

      8
      • 8

        Spitzenqualität. Ein Film bei dem alles stimmt

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        • 4 .5

          Das ist einer dieser Filme zu denen ich eigentlich garnichts schreiben dürfte und es darum auch kurz mache: ich erhielt ihn auf DVD per Lovefilm und liße ihn hier auf meinem PC laufen – allerdings brachte ich nicht eine Minute ernsthaftes Interesse auf, noch konnte ich dem Film wirklich folgen. Das Thema ist ja bekannt: der Film ergründet die These dass William Shakespeare ein Betrüger war und seine Stücke in Wahrheit von jemand anders geschrieben wurden – dazu springt er kreuz und quer durhc mehrere Zeitebenen und liefert eine Mischung aus Kostümfilm, Drama und höflichen Intrigen. Im Keim ist das vielleicht ne realtiv konventionelle Kiste, man braucht trotzdem einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit. Ich brachte sie leider nicht auf, was ich dem Film aber nur teilweise vorwerfe. Trotzdem kann ich soweit gehen und sagen dass er mich nicht für einen zweiten Durchgang reizt.

          Fazit: Kostümthriller mit vielen Zeitebenen, aber überschaubarem Potential zum fesseln oder unterhalten!

          • 3 .5

            Für Interessierte und Freunde von Shakespeare und der damaligen Zeit bestimmt ein Leckerbissen. Für mich leider eine gut funktionierende Einschlafhilfe.

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            • 4 .5
              RoboMaus 16.10.2016, 18:36 Geändert 16.10.2016, 21:50

              Roland Emmerich greift mit 'Anonymus' eine Verschwörungstheorie auf, wonach Shakespeare seine Werke nicht selbst verfasst haben soll, sondern ein englischer Aristokrat, der ihn nötigte sie zu veröffentlichen und aufzuführen. Demnach soll Shakespeare nicht einmal schreiben gekonnt haben. Daneben wird ein abstruses Intrigenspiel um das englische Königshaus aufgezogen.

              Bei aller Liebe von einem, der Emmerichs Fahne gerne hochhält, aber das geht eindeutig zu weit. Storytechnisch ist das verworrener Murks, der spätestens ab der Mitte anfängt zu langweilen, vor allem wegen der überkonstruierten Spielchen am Hof: wer mit wem gegen wen, das ungewollte Kind der Königin, der Plan des intriganten Strippenziehers mit dem Kind, usw. Emmerich wäre besser beraten gewesen, seine Verschwörungs-Story nur um Shakespeare zu bauen, was schon abstrus genug ist.

              Immerhin hat er den Plot technisch gut gestaltet - Bilder, Kulissen, Kostüme sind gelungen, wie auch das CGI-London um 1600. Doch weil das Hauptaugenmerk auf die verworrene Handlung gelegt ist, kann 'Anonymus' im Gegensatz zu Emmerichs Blockbustern damit kaum punkten. Es bleibt der fade Geschmack einer dürftigen History-Soap.

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              • 5 .5
                Juli Jane 06.08.2016, 15:04 Geändert 06.08.2016, 19:19

                Hier wird garantiert niemand für Shakespeare rekrutiert. Im Globe Theatre dominiert das Spektakel, nicht die Worte oder die Schauspielkunst. Toll bebildert, gut gespielt, wird nichts Mitreißendes erzählt o. gezeigt. Schon gar nicht etwas über die Magie Shakespeares Worte oder die Magie des Theaters.

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                • 8 .5
                  Sommergirl 13.06.2016, 16:59 Geändert 13.06.2016, 17:00

                  Toller Film über eine umstrittene Theorie, gute Darsteller! Ifans ist absolut in Hochform, hätte ich nie gedacht!!! Emmerich war mutig sich an so ein Thema zu machen, vor allem weil die Oxford-Theorie sehr umstritten ist! Ich finde aber diese Sichtweise auch recht spannend! Sehenswert!

                  • 6
                    asaaki 06.03.2016, 20:47 Geändert 06.03.2016, 20:48

                    So unsympathisch wie William Shakespeare hier dargestellt wird, wünscht man sich ja schon fast, dass er all die Werke nicht selbst geschrieben hat. Dafür mochte ich den Edward sehr.
                    Alles in allem ein nicht schlechter Film. Aber auch nicht sehr herausragend.

                    Vier-Stufen-Wertung: Gut.

                    • 6

                      Der sonst auf krachende Katastrophenfilme abonnierte Roland Emmerich taucht in seinem neuesten Werk in die Historie des Tudor-England ein, wo er die Frage nach der Urheberschaft der Shakespeare-Werke nicht unraffiniert mit dem politischen Ränkespiel am Hof verzahnt. [Anke Sterneborg]

                      • 8

                        Der Film war sehr schön, mal eine andere Sichtweise von Shakespeares Leben/Werken. Finde ich jetzt auch nicht übermäßig schwer, den Zeitsprüngen zu folgen, nach den ersten 15 min weiß man schon, was Sache ist. Alles in allem, gelungene Unterhaltung.

                        • 3 .5

                          ??? äußerst verworren, es scheint, als ob Roland Emmerich bemüht war, irgendwie Geschichtliches unterzubringen, doch irgendwie hapert's dabei arg an der Realität

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                          • 6 .5

                            Film Nummer: 1113
                            gesehen am: Oster-Montag, den 21. April 2014
                            Stimmung: Relaxed
                            Wie oft gesehen: ERSTSICHTUNG !!! auf Bluray beim Kumpel
                            Vorhersage: 6,5 ... und auch angenommen !!!

                            So möchte man gleich schon am Anfang des Films hier in Erfahrung bringen ... hat er ... oder hat er nicht ... "William Shakespeare" hat gar nicht seine Stücke selbst geschrieben ... ob das jetzt wahr ist oder nicht ... konnte ich jetzt nun nicht auf die Schneller herausfinden ... aber dennoch war es Alles im Allem eine sehr sehr sehr aufwendige Produktion ... diesen Film überhaupt zu drehen ... ein Wahnsinn was dort an Materialien verheizt worden ist ... die Kulissen, die Dörfer, die Bühnen ... sehr schöne viele Details und die Kostüme ... bekam dieser film sogar eine Nominierung für den Oscar !!!
                            Wenn sie auch ein wenig homophob wirkte :D empfand ich die Zeit im Jahre 1600 doch sehr gut dargestellt und fühlte mich in die Zeit doch sehr gut versetzt ... aber ob sie wirklich mit soviel Gold, Rubinchen und Details so prachtvoll ausgestattet waren ... das große Theatergebäude war ja doch ... naja sagen wir bunt :D designed worden ;)

                            Zeitweise empfand ich den Film auch zum schmunzeln, waren hier Gefühle aufgekommen als sei ich im Film: "Der letzte Lude", "Erkan und Stefan" ... ob die wirklich damals solche Slangs drauf hatten oder so einen köstlichen Humor ;) =)

                            Was mich doch sehr gestört hat ... waren die zeitlichen Zeitsprünge zwischen den Zeiten. Also da musste man schon echt aufpassen ... :D :D :D

                            Hier noch ein Bild vom William ... passend zum Film wie ich finde ;)
                            http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/80/The_Modernity_of_Shakespeare.jpg/220px-The_Modernity_of_Shakespeare.jpg

                            krümelige Grüße
                            Euer morphiiii

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                            • 8

                              Ein hervorragender Film zur Oxford-Theorie. Rhys Ifans at his best :)

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                              • 9

                                bin ja überrascht das vielen Leuten der film zu verworren ist, dann zieht euch den audiokommentar rein das hilft euch auf jeden fall ein wenig!

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                                • 7 .5

                                  Emmerich kann auch anders. Ohne große CGI-Zerstörungsorgien schafft er es gut, sich auf seine Figuren und die Handlung zu konzentrieren. Und egal wie weit hergeholt die Story auch sein mag, Emmerich versteht es, diese verdammt spannend rüber zu bringen. Die Ausstattung und Optik ist super. Man fühlt geradezu, wie dreckig London damals gewesen sein muss. Ein schöner kleiner Film, der eine interessante These vertritt.

                                  • 5 .5

                                    „Anonymus“ ist nicht herausragend, aber auch nicht schlecht gespielt. Er sieht aber sehr gut aus und hat tolle Kostüme, sodass man schnell in die Welt um das Jahr 1600 eintauchen kann. Die Geschichte, dass nicht William Shakespeare seine Werke selbst geschrieben habe, sondern der Adelige Edward de Vere, die ist zwar interessant und wird in der Literaturwissenschaft intensiv diskutiert. Problem ist aber, dass hier zu viel gewollt wurde. Denn die Verbindung von politische Machtkämpfen und der Shakespeare-Thematik, die lässt in dieser Ausführlichkeit den Film einerseits zu voll, aber gleichzeitig auch relativ leer und damit langweilig wirken. Vielleicht wäre es besser gewesen, sich auf einen Teil intensiv zu konzentrieren. Im Übrigen grenzt die Darstellung von Mr. Shakespeare schon, Theorie hin oder her, an eine bodenlose Unverschämtheit.

                                    Naja, aber „Anonymus“ ist wohl in letzter Konsequenz doch das geworden, was Roland Emmerich am besten kann: reines, auf historischen Spekulationen basierendes Unterhaltungskino, ähnlich wie „Der Patriot“, nur insgesamt ein wenig kleiner und nicht so gut und unterhaltsam.

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                                    • 8

                                      Eine überbordende Spielwiese für Masken-, Kostüm- und Szenenbildner, die das spätmittelalterliche England in den erhabenen Babelsberger Kulissen prachtvoll zum Leben erwecken. Das Setting wirkt authentisch und sieht wahnsinnig gut aus. Schauspielerisch gibt es mit Mutter und Tochter Redgrave als Königin und Rhys Ifans als literaturbegeistertem Adelsmann auch keinen Grund zum Meckern. Außerdem höchst interessant, wie Emmerich den Weltuntergang hier mal nicht im Großen, sondern klein und unscheinbar zelebriert: In den politischen Machtkämpfen, in den hinterhältigen Intrigen, in den zwischenmenschlichen Dramen seiner Charaktere. Die Verschwörungstheorie - War William Shakespeare nun wirklich ein begnadeter Schriftsteller oder bloß ein versoffener Tagedieb, der als Strohmann diente? Und falls zweiteres, wer steckt dann wirklich hinter den Stücken, die seinen Namen tragen? - ist spannend aufbereitet, wenn vielleicht auch durch die vielen Zeitsprünge ein bisschen sehr verworren erzählt, und Shakespeares Werk wird gut in die Handlung eingeflochten.

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                                      • 8

                                        Ich wusste anfangs gar nicht worauf ich mich einlasse und war deshalb sehr verwirrt, da man ja eigentlich die Geschichte von Shakespeare und auch die von Elizabeth I. kennt. Aber ich fand mich bald rein und war sehr angetan von allem - den Schauspielern, den Kostümen, den Kulissen und Effekten (fand die zugefrorene Themse besonders schön). Ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlte ich mich bloß bei dieser Inzestgeschichte, da ich noch nie was von dieser Theorie gehört hatte...

                                        Ansonsten ein sehr unterhaltsames Stück, wird auf jeden Fall nochmal gesehen!

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                                        • 8

                                          Es gibt natürlich fantasielose Zuschauer die müssen alles zwanghaft an der tatsächlichen Geschichte messen - diese Art von Zuschauer die bewusst oder unbewusst bei Filmen wie "10.000 BC" ein realistisches Portrait steinzeitlicher Gesellschaften und hier eben eine getreue Wiedergabe gesicherter Fakten der Shakespeare-Forschung erwarten.
                                          Die werden natürlich enttäuscht.
                                          Ich habe eine interessante, stimmungsvolle fiktive Geschichte in einem Renaissance-Setting erwartet und wurde nicht enttäuscht.
                                          Schöne Bilder, interessante Charaktere, Dramatik, Romantik, Stil.
                                          So interessant dürfte die historische Wahrheit nie im Leben sein.

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                                          • 7 .5

                                            Anonymus ist für mich der beste Emmerich-Film, besonders da ausnahmsweise mal kein Weltuntergang bevorsteht. Die Story ist gut erzählt und spannend gefilmt. Top!

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                                            • 8

                                              Sowas hätte ich jetzt überhaupt nicht aus der Feder von Roland Emmerich erwartet! Keine Aliens? - Kein Weltuntergang? Und nur eine Hand voll Tote? - Recht untypisch für den Schwaben, um ehrlich zu sein, aber auf keinen Fall schlecht! Erfreulich unverbrauchte Gesichter als Figuren der englischen Monarchie zur Zeit Shakespeares eröffnen dem Zuschauer eines der größten Mysterien der Literaturgeschichte. Als Rahmen dient eine Theateraufführung, was eine sehr gute künstlerische Idee war, wie ich finde! Eine sehr schöne Lichtstimmung untermauert das Ganze, auch wenn die Dialoge gegen Ende etwas kompliziert werden, weil man schnell den Überblick über die gesamten Grafschaft-Verhältnisse verliert. Aber dennoch eine sehr interessante Interpretation der Historie und Vorstellung einer der möglichen Szenarien, die sich um Shakespeare ranken. Emmerich sollte öfters mal ruhigere Filme inszenieren, dann kann er auch noch in Zukunft die letzten Schwachstellen ausmerzen!

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                                              • 7

                                                Der Ballermann des Krawallblockbusterkinos (nein, nicht Michael Bay) macht auf ruhiges, dialoggesteuertes Historiendrama, bei dem der Anspruch aus jeder Palliette der hochauthentischen Fummel nur so triefen soll.
                                                Und Roland Emmerich stellt damit unter Beweis, das er auch anders kann.

                                                Sicher, der Plot ist eigentlich geradezu köstlich an den langen Goldlöckchen herbeigezogen und gerade gegen Ende verheddert sich "Anonymus" immer mehr, wenn es um die angeblich "engeren Beziehungen" von Shakespeares Ghostwriter, Edward de Vere, dem Earl of Oxford, zum englischen Königshaus geht.
                                                Die sprunghafte Erzählweise, die Emmerich hier an den Tag legt und dabei mit gleich mehreren Timelines jongliert, erfordert schon höhere Aufmerksamkeit und verkompliziert die eigentliche Story unnötig zu mehr, als auf dem Bildschirm tatsächlich passiert.

                                                Nichtsdestotrotz steht "Anonymus" beispielsweise "Shakespeare in Love", wenn es um Drehorte, Köstume, Szenenbild, Ausstattung geht, in Sachen Opulenz in fast nichts nach.
                                                Die Jungs der überproduktiven SFX-Abteilung hat der "Master of Disaster" zwar nicht vollkommen ins Exil verbannt, dennoch fallen deren Kreationen kaum bis gar nicht auf bei den gut rekonstruierten Bauten wie den noch in den Kinderschuhen steckenden Theatern des Elisabethanischen Zeitalters.
                                                Der Film an sich fällt ungewöhnlich politisch aus, sodass Liebhaber von Intrigenspielen à la "Game of Thrones" oder mehr noch "Die Tudors" ruhig einen Blick riskieren können.
                                                Der Besetzung sieht man sehr deutlich an, dass sie froh ist, mehr vor richtiger Kulisse als stundenlang vor ewigen Greenscreens mit etwas mehr als nichtssagenden Dialogen zu performen.
                                                Rhys Ifans macht seine Sache überaus gut und zeigt, dass er den Film zu großen Teilen allein tragen kann. David Thewlis (in manchen Flashbacks höchstens noch an seiner Synchronstimme Wolfgang Condrus zu erkennen) betreibt etwas gedrosseltes Overacting; bei Vanessa Redgrave als Königin Elisabeth I. hätte man zwar etwas mehr Verve und schauspielerische Wucht erwartet, trotzdem sind beide sehenswert.

                                                Wie auch der ganze Film. Zwar wirkt einiges zu gewollt und unbedingt auf hochtrabendes Arthaus-Kino getrimmt und über Emmerichs unumstößliche Überzeugung, hier blanke Tatsachen und die "true events" um Shakespeare zu enthüllen, kann man leise weinend den Brummschädel schütteln.
                                                Dass der gebürtige Schwabe aber im Gegensatz zu Bay auch mal eine Kamera da aufstellen kann, wo sich einfach nur zwei Leute unterhalten und auch inszenatorisch doch um einiges mehr auf dem Kasten hat als Global Cities unangespitzt in den Boden zu stampfen, wenn man ihm kein Zehntelmilliarden Dollar Budget in die Hand drückt und komplett in Babelsberg drehen lässt, das demonstriert Roland Emmerich mit "Anonymus" eindrucksvoll.

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                                                  Laut Trailer geht es um Shakespeare und darum, dass er seine weltberühmten Werke gar nicht selbst verfasst haben soll. Diese Theorie ist nicht ausgedacht, sondern ist schon seit längerem eine Diskussion in Fachkreisen. Also eigentlich keine schlechte Idee für einen Film. Emmerich wählte den Graf von Oxford (Edward de Vere) als wahren Verfasser sämtlicher Bühnenstücke und Sonette. Dieser konnte aufgrund seines Standes die Werke aber nicht selbst veröffentlichen. Shakespeare hingegen wird der berühmteste Autor seiner Zeit und lässt wegen des hohen Andrangs sogar ein größeres Theater bauen.
                                                  In Wahrheit geht es aber viel mehr um die Lebensgeschichte des Grafen von Oxford und um die Prince-Tudor-Theorie, nach welcher der Graf ein unehelicher Sohn der Königin ist, der später ihr Liebhaber wird. (Ja, es ist so verstörend wie es sich anhört).

                                                  Ich konnte dem Film leider nicht viel Gutes abgewinnen, vielleicht auch weil ich etwas vollkommen anderes erwartet hatte. Shakespeare ist nicht das Hauptthema des Films, zumindest nicht in der Art und Weise wie ich es erwartet hatte. Vielmehr ist der Film von Politik und Machtkampf geprägt, mit einer Prise Inzest gewürzt. Für meinen Geschmack gab es einfach viel zu viele Charaktere und zu viele, unübersichtliche Rückblenden, denen ich nur schwer folgen konnte. Die Schauspieler waren zwar recht gut gewählt, so haben mich Sebastian Armesto (als Ben Johnson), Rafe Spall (als Shakespeare) oder Jamie Campbell Bower (als junger Edward de Vere) doch durchaus überzeugt. Sie konnten die undurchsichtige und unglaubwürdige Story aber nicht retten. Außerdem baute sich an keiner Stelle eine wirkliche Spannung auf, was ich von einem Thriller doch erwartet hätte.
                                                  Um fair zu sein möchte ich Euch aber sagen, dass mein Freund mal wieder ganz anderer Meinung war und den Film total gut fand…

                                                  Vermutlich lag es an meinen falschen Erwartungen, dass der Film bei mir durchgefallen ist. Ich persönlich kann ihn Euch jedenfalls nicht weiterempfehlen.

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                                                  • 4 .5

                                                    Tolle Schauspieler. Verwirrendes Drehbuch. (Leider) Schlechte Regie.
                                                    Schade, man hätte so viel aus dem Thema machen können. Eine absolute Enttäuschung, die nur durch die unglaubliche schauspielerische Leistung der Darsteller gemildert wird.

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