Apocalypse Now - Kritik

Apocalypse Now

US · 1979 · Laufzeit 153 Minuten · FSK 16 · Drama, Actionfilm · Kinostart
Du
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    Pyro 91 22.11.2017, 16:44 Geändert 24.11.2017, 15:52

    Coppolas Opus Magnum ist ein Film, der jeglichen Bewertungsrahmen sprengt und mich in Frage stellen lässt, was wir hier auf moviepilot eigentlich treiben.^^
    Oft sehe ich mir Filme an, die einige bemerkenswerte Bilder haben, eine Handvoll Szenen, die absolut großartig sind und über ihre Laufzeit hinweg einfach ziemlich gut unterhalten. Diese bewerte ich dann in der Regel mit einer recht hohen Punktzahl. Aber wie soll ich dann bitte mit "Apocalypse Now -Redux" verfahren? Ein Werk, welches mich sofort ab der ersten Minute in seinen Bann zieht, mich alle paar Sekunden durch seine audiovisuellen Reize vollkommen überwältigt und es schafft, dass ich alles, wirklich alles, um mich herum komplett vergesse und über drei Stunden total in diesem unkontrollierten Wahnsinn gefangen bin.
    Man wird von diesem Vietnam-Kriegsdrama so überrollt mit starken, unvergesslichen Eindrücken, dass es beim ersten Mal nahezu unmöglich ist, all die feinen Nuancen in der Erzählung, der Symbolik, der Dialoge, der Charaktermomente, unmittelbar wahrzunehmen. Es ist auch ein Film, der moralische Fragen aufwirft und aufgrund der meditativen und "raumgebenden" Inszenierung - vor allem im Schlussakt - vom Zuschauer verlangt sich eingehend damit auseinanderzusetzen und ins eigene Herz der Dunkelheit einen Lichtstrahl Einzug gewähren zu lassen.

    Die Schauspieler, die wohl durch ihre "art Imitates life"-Erfahrung am Set auch vollkommen in dem chaotischen Treiben aufgehen konnten, liefern verdammt glaubwürdige und improvisiert-wirkende Performances ab, die so realistisch und einmalig anmuten, dass sie kein Drehbuchschreiber wohl so hätte konzipieren können. Größtes Lob gebührt auch Martin Sheen, der doch trotz seines Tanzes auf der Klinge des Wahnsinns immer derjenige bleibt, mit dem wir uns identifizieren können, gleichwohl das natürlich bedeutet, dass wir sein Handeln nicht gutheißen und stets hinterfragen müssen. Doch wir verstehen, was ihm zu dem gemacht hat, was er ist und sehen seinen inneren Konflikt zwischen Gut und Böse, den er als entmenschlichter, entmoralisierter Soldat, der das unglaubliche Grauen erlebt hat, stets mit sich ausfechten muss und sich mental nur noch ganz knapp an der Grenze der Vernunft aufhält.
    Ihm gegenübergestellt und als Kontrahent zum zentralen moralischen Konflikt erhoben, wird General Kurtz, der seinen eigenen Wahnsinn schon längst zur Methode gemacht hat und dessen Verhalten - auch wenn es ihm wohl logisch und schlüssig erscheint - als Außenstehender keinen wirklichen Sinn mehr ergibt. Viel mehr fühlt es sich als Kulmination dieser abgedrehten Reise und wie ein drogenverseuchter Alptraum an, der nun zur undurchsichtigen Realität geworden ist und zeigt wie der Mensch sich verhält wenn jegliche Regeln und Normen des "normalen" Zusammenlebens und Umgang miteinander über Bord geworfen werden und ein skrupelloser, willkürlich agierender Diktator, der die Menschen geistig und emotional mit hochtrabender, ihnen rhetorisch-überlegener Poesie und Weltanschauungen manipuliert, das Sagen hat und sich sein eigenes, kleines Königreich bauen lässt.
    Kurtz war ein intelligenter, belesener, durchsetzungsfähiger und von vielen Institutionen hochgeschätzter Mann und Kriegsführer. Doch was sagt dies aus, wenn niemand wusste, was sich in seinem Inneren abspielte und wofür er seinen Rang, sein Wissen und seine Sprache letztendlich nutzte?

    Der Krieg ist hier ein Spielplatz für Verrückte. Soldaten werden entweder zum Krieg selbst und gehen dadurch in einer menschunwürdigen Umgebung vollkommen auf oder sie bewahren sich noch ein wenig Mitgefühl und Nächstenliebe, einen moralischen Kompass und generelle Zurechnungsfähigkeit. Doch egal für welchen Weg sie sich letztendlich entscheiden, als Soldat agieren sie letztendlich nur als ersetzbares Zahnrädchen in der megalomanischen und krankhaften Erobererfantasie ihres Befehlshabers, der irgendwo gemütlich am gut gedeckten Tisch sitzt und aus weiter Ferne über das für ihn wertlose Leben Tausender, wenn nicht sogar Millionen entscheidet.
    Blinder Gehorsam gegenüber Autoritäten: Der wahre "Horror" vergangener und leider auch noch heutiger Zeiten.

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    • 8

      Spoilerfrei:)

      Coppola sagte einmal, dass jeder, der einen Kriegsfilm drehen möchte, zwangsläufig einen Anti-Kriegsfilm drehen muss. Dem stimme ich zwar nicht völlig zu, da im Krieg immer eine gewisse Faszination liegt und diese manchmal sogar verherrlicht wird, doch trifft es wahrscheinlich auf die meisten Genre-Vertreter zu.

      Apocalypse now beginnt mit einem der besten Intros der Filmgeschichte. Danach geht es stark weiter. Der Schrecken des Krieges, der einen Anti-Kriegsfilm ausmacht, wird hier grandios, aber recht subtil, dargestellt. Es lassen sich in diesem Film enorm viele Details erkennen, die nur Leute verstehen, die mit dem historischen Kontext vertraut sind. Auf diese Weise wirkt das Szenario nicht penetrant. Es passt zu der Sicht der US-Soldaten, denen nach und nach klar wird, was Krieg wirklich bedeutet.
      Leider muss ich sagen, dass gegen Ende der Schwerpunkt nicht mehr auf dem eigentlichen Szenario liegt, was bis dahin die größte Stärke des Films war. Tatsächlich driftet das Ende eher ins Surreale ab. Nicht unbedingt mein Geschmack, ruiniert den Film aber nicht völlig.

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      • 10

        Hey Leute, will mir diesen Klassiker mal wieder genehmigen. Was meint ihr: Kinofassung oder Redux?

        • 7

          Die erste Stunde ist richtig stark und zeigt den Wahnsinn des Krieges. Die anderen zwei Stunden setzen dies zwar fort, sind aber unglaublich langatmig und zäh. Dabei ist es fast schon sträflich, dass man den großartigen Robert Duvall nach der ersten Stunde nicht mehr zu Gesicht bekommt. Das Finale ist dann auch etwas ernüchternd und mündet in ein zu schlicht gehaltenes Ende (auch wenn die Botschaft natürlich klar wird). Wahnsinn und Schrecken werden überwiegend solide dargestellt, sind aber nicht immer zufriedenstellend beleuchtet und driften gerade gegen Ende in eine zu abgehobene Richtung.

          • 9

            Wenn über den ultimativen Vietnamfilm gesprochen wird, ist meist damit Apocalypse Now gemeint. Ich habe ihn leider wie die DER PATE Trilogie etwas zu spät gesehen. Und Stone's PLATOON ist für mich näher am Krieg und seiner Sinnlosigkeit, wohingegen Apocalypse Now eher in die Richtung eines CATCH 22 tendiert.

            ++++SPOILERlastig++++
            Was mich an Apocalypse Now aber wirklich fasziniert, ist das aufeinandertreffen der Amis auf eine Gruppe paramilitärisch organisierter französischer Plantagenbesitzer und deren Familien. Die Gespräche, die dort später beim Abendessen geführt werden sind auch eine Art Schlüsselszene, in der dem Zuschauer die Wurzel eben dieses Konfliktes ehrlich näher gebracht wird. So haben die Amerikaner, bevor sie in Vietnam waren, den Viet-Ming aufgebaut, um die Franzosen zu schwächen und zum Abzug zu bewegen. Die Franzosen sind fast alle weg und nun bekämpfen die Amerikaner den Viet-Ming, den sie vorher selbst mit aufgebaut haben.... das kommt einem doch irgendwie sehr bekannt vor wenn man sich die aktuelle Politik der letzten 16 Jahre ansieht.
            Was auch interessant ist, ist die Überlegung zu Tische, ob die Amerikaner nicht auch versuchen würden, Europa selbst und nicht seine Kolonien durcheinander zu bringen und so zu schwächen...
            Alleine für diese Szene zu Tisch ist APOCALYPSE NOW wirklich Gold wert, weil Coppola es geschafft hat mit seinem Film solche Inhalte und Überlegungen im Mainstream zu platzieren, wo solche Gedankengänge doch meist spärlich gesät sind.

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            • 10
              Der Siegemund 16.09.2017, 22:42 Geändert 17.09.2017, 10:45

              "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - Friedrich Nietzsche

              Das Getöse der Hubschrauberrotoren, ist es im Kopf oder ist es real, ist es doch allerorts, so dass es unmöglich erscheint zwischen Realität und Traum zu differenzieren. Die Augen geschlossen oder offen, was macht das schon für einen Unterschied im Delirium. Schemenhaft verwandeln sich die Rotoren in den Ventilator an der Decke. Das Stadium der Wachheit ist erreicht, aber die Sinne sind noch betäubt vom Alkohol, der Schweiß rinnt in Bächen die einen Strom füllen. Es hämmert gegen die Tür und ehe er sichs versieht ist er zurück im Krieg. Der Krieg ist das Einzige was ihn wieder ernüchtern kann. Ernüchtert Krieg nicht jeden und welche Nüchternheit ist gemeint, die des Buchmachers beim Übertragen der Zahlen oder die des Abhängigen nach einem Entzug. Es scheint als sei der Krieg hier eine Liaison mit dem Alkohol eingegangen, denn sie harmonieren gut. Captain Willard, ein lethargischer Charakter, erscheint schwach, aber er weiß, dass die Mission ihn in den entlegensten Winkel der Erde bringen wird.

              "Etwas in mir war in ängstlicher Erwartung. Was würde ich vorfinden und tun, wenn ich angekommen wäre. Ich kannte die Risiken, vielmehr bildete ich mir ein, sie zu kennen! Aber was ich am stärksten fürchtete, es war mehr als Furcht, war der Wunsch, Kurtz gegenüberzutreten.“ - Captain Willard

              Ich sah "Apocalypse Now" viele Male und jedes Mal starb ich als Zuschauer an einem anderen Ort der Reise. Ein induzierter Rausch, ein solcher der in die Stimmung der Teilnahmslosigkeit eines Halbschlafenden versetzt war der Grund, der mich hin und wieder aus der Wehrlosigkeit des Schlafes herausriss und mich in einen Malstrom der Weltereignisse hineingesogen hat zurück ins Leben. Mit getrübtem Blick habe ich das Leiden und Sterben nur noch schemenhaft wahrgenommen, während der Automat in einem selbst die Vaterlandspflicht erfüllt, von der man einmal glaubte sie sei die konsequente Fortsetzung der gemütlichen sonntäglichen Jagdausflüge mit Vater und Sohn. All die jungen Männer, mit ihren infantilen Vorstellungen, kindlicher Güte und Verletzlichkeit, verloren ihre Unschuld mit dem ersten Tropfen Blut: sei es das eigene, der Kameraden oder das des Feindes. Ihre Sinne betäubt, damit sie die Explosionen und Todesschreie nicht mehr hören, angekettet an ihr Drangsal der vaterländischen Pflicht, geben sich die Soldaten den Befehlen hin. Die Zivilisation gibt es hier nicht. Ihre einzigen Boten sind ihre Offiziere und Generäle, zu denen sie respektvoll ja hoffnungsvoll aufsehen wie Väter. Doch Trost spenden sie nicht.

              Dieses Mal, also einige Jahre später, wollte ich mich in aller Klarheit erneut auf die Reise in das Herz der Finsternis begeben und ich hatte einen Gefährten an meiner Seite, der quasi ein Frischling in diesem Krieg war. Als der Film herauskam, waren seine Eltern noch nicht mal ein Paar und ich war 5 Jahre alt. Gemeinsam haben wir uns mit dem Captain auf die Reise begeben in einen Winkel der Welt, den man so nicht kennen lernen möchte.

              Der Fluss ist bedeutende und mehrdeutige Analogie dieser Geschichte und sämtlicher Adaptionen des Originals. Einen Fluss stromaufwärts zu bewältigen ist Kämpfen gegen den Strom. Wer nicht mehr kämpft, treibt zurück oder er stirbt und wird in den Ozean gespült. Der Fluss ist überdies Ader des Lebens und der Zivilisation, aber auch Abfluss menschlicher Sekrete, Überreste und Müll. Je weiter man ihm nach oben folgt, desto menschenärmer wird er. Eingeborene und Tiere übernehmen die Kontrolle. Sie lauern im Dickicht. Die Stationen des Stroms Nam wirken wie Etagen in den Abgrund. Der Fluss ist breit, er hat hohe Wellen, er ist überschaubar, doch alle Flüsse haben geheime Quellen. Sie entspringen im Herz der Finsternis. So ist der Auftakt der Reise ist ganz großes Theater. Eine Nation unter Gott feiert sich selbst auf dekadenteste Weise. Die Historie wiederholt sich, denn die Ideologie des Herrenmenschen am Little Big Horn, der den edlen Wilden besiegt, manifestiert sich im Walkürenritt der Helikopter-Kavallerie gegen die Vietnamesen erneut auf pervertierte Weise. Humanes Verhalten ist hier nur ein Accessoire, wenn der Arme Vietnamese im Sterben noch einen letzten Schluck Wasser erhalten soll, solange eben des Colonels Lust am Surfen nicht gerade überwiegt.

              "Jeder Mann, der mutig genug ist, mit heraushängenden Eingeweiden zu kämpfen, kann jederzeit aus meiner Feldflasche trinken..."

              Noch ist der Stolz einzelner Amerikaner nicht gebrochen, man glaubt sich des Sieges immer noch sicher. An einer weiteren Station der Do-Lung-Brücke zeigt sich dann die ganze Sinnlosigkeit des Krieges in einem regelrechten psychedelischen Kriegsrausch. Soldaten desertieren, niemand gibt mehr Befehle, Munition wird auf unsichtbare Feinde verballert. Die Prophezeiung des Scheitern folgt, allerdings im Lager der Franzosen. Die letzte Bastion des französischen Indochinas, das einmal von Hinterindien bis nach Vietnam reichte, lebt im Dschungel Kambodschas, unauffällig, ganz heimlich. Ein kleines Häufchen von Menschlein, das nicht weichen will demonstriert die Vorausschau auf das Schicksal der US-Armee in Vietnam.

              "Ihr Amerikaner, ihr kämpft für das abenteuerlichste Nichts in der Geschichte.“

              Während ich viele Male spätestens dann wegdöste, als er bei Kurtz Lager ankam, weil ich immer glaubte, dass Willard versackt wäre, weil ich glaubte, dass das Herz der Finsternis ihn verschlingen würde, spätestens dann, wenn er bei Kurtz ankäme, ist Captain Willard nicht aufzuhalten, nicht mal durch eine Frau. Dieses Mal habe ich es auch geschafft.

              Ich spare mir eine Analyse der inflationären Monologe von Kurtz, denn bei aller Bildung die er erreicht haben will - sieht man seine zahlreichen Bücher - vermag ich einen Sinn in seinen Worten kaum zu erkennen. Sie sind widersprüchlich, sie sind wirr und man wird daraus nicht schlau. Ganz sicher kann man sagen, dass er eine Schreckensherrschaft führte und dass er seinen eigenen Tod kommen sieht. Fühlt er sich in der Rolle des Messias? Ist der Hinweis „Drop the Bomb, exterminate them all.“ ein Hinweis für Captain Willard, dass er den Luftschlag also die Apocalypse anfordern soll? Selbst wenn ich das passende Motto von Kurtz „Apocalypse Now“, das auf die Steine des Tempels geschrieben steht ist als Hinweis auf eine Ideologie der Endzeit verstehe – die Bibel war ja vorhanden - scheitere ich daran zu verstehen, was die Menschen getrieben hat ihm zu folgen. Es ist ganz schön vermessen zu glauben, dass ein Weißer, zudem verrückt, in den Dschungel kommt und von den Eingeborenen als spiritueller Führer angenommen würde bloß weil er vier ihr Anführer getötet hat. Hier scheint Joseph Conrads vorherrschender Zeitgeist des 19. Jh. durch, dass die Eingeborenen nur auf einen gefallenen „weißen“ Gott warteten, um ihm zu huldigen. Diese Übertragung des Zeitgeistes der Kolonialzeit wirkt hier nicht nur veraltet, sondern latent diskriminierend. Nun, wie auch immer Kernel Kurtz die Masse an Menschen mobilisieren konnte, er ist ihr Anführer. Bevor es zur Aussprache zwischen dem Captain und dem Kernel kommt, wird Willard gefangen genommen, in einen Käfig gesperrt und später in ein Loch. Doch dann lässt ihn Kurtz höchstpersönlich frei.

              "Sind Sie ein Mörder?“ – „Ich bin Soldat!“ – „Weder noch, Sie sind ein Laufbursche, von Kolonialwarenhändlern geschickt, die Rechnung vorzulegen!“ - Kernel Kurtz

              Die Analogie zur Orginalerzählung Joseph Conrads ist in diesem Zitat deutlich erkennbar, denn dort wurde ein Buchhalter losgeschickt um die Bücher in den Kolonien zu überprüfen und eben den verschwundenen Leiter der Station Kurtz zu finden, der sich an Firmeneigentum bereichert hat, während in diesem Fall die US-Army einen ebenso akribischen Mann losschickt, um ihr Eigentum zu sichten und zu richten. Ich habe mir die ganze Zeit die Frage gestellt ob Willard nicht auch von der Finsternis erfasst würde, doch sein Herz scheint mindestens so finster wie das Herz der Finsternis. Er ist schließlich diszipliniert und er erfüllt seinen Auftrag. Er ist eben doch ein Soldat und er hat sonst nichts gelernt und sieht auch sonst keinen Sinn in einem anderen Tun. Er will auch nicht der neue Herrscher über diesen malariaverseuchten unwirtlichen Ort und seine Bewohner werden. Auch wenn sie ihm zu Füßen liegen, er will raus aus dem Dschungel, vielleicht sucht er die französische Witwe auf.

              "Sie werden mich dafür zum Major befördern! Und dabei war ich nicht mal mehr in ihrer Scheiß-Army! Alle wollten, dass ich es tue. […] Jeder bekommt, was er verdient! Ich wollte einen Auftrag, und meiner Vergehen wegen erteilten sie mir einen... Servierten ihn mir, wie etwas, das ich bestellt hatte! Es war ein wirklich erlesener Auftrag, und als er zu Ende war, wollte ich nie wieder einen!"

              Sieht man also von den Erwartungen ab, die aktuelle Schauspielerriege zu sehen, ist der Film nach fast 40 Jahren sehr gut bzw. nicht gealtert. Francis Ford Coppola hat einen monumentalen überlangen Film geschaffen, ein Meisterwerk dessen Bildgestaltung und Inszenierung so intensiv authentisch ist, dass die gruseligen Synthiesounds der 80er nicht qualitätsmindernd ins Gewicht fallen. Blanker Zynismus, beißender Sarkasmus, bombastische Kriegsszenen und aufwendig gestaltete Bilder wie Gemälde, erteilen auch einem Christopher Nolan heute noch eine Lehre.

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              • 9
                Dergestalt 13.08.2017, 10:12 Geändert 18.08.2017, 09:01

                Das Offensichtlichste zuerst: "Apocalypse Now" trägt seinen Titel absolut zu Recht. Von Beginn an sieht sich Protagonist Benjamin Willard der irrational-wahnwitzigen Welt des Vietnamkriegs gegenübergestellt, einem Krieg, der in seinen grellbunten, aber auch düsteren Farben, selbstherrlichen Lieutnants und einer überzogenen Popideologie mit einem geordneten strategischen Vorgehen nichts mehr zu tun hat. Jedes Individuum kämpft in diesem Sinnlosigkeitszirkus für sich, macht seine Maßstäbe zur Realität und jedes Individuum verliert sich schließlich im eigenen Wahnsinn. Der Titel des Films ist wichtig, will man "Apocalypse Now" in seiner Machart beschreiben. Weniger geht es um die faktischen Gegebenheiten des Krieges, keine "Full Metal Jacket" und kein "Platoon", es geht um das Wesen des Menschen, das diesen Krieg erst schafft. Der Dschungel wird ganz nach Joseph Conrad zum Spiegel der Seele, mehr noch des Unbewussten. Hier triumphiert jener, der sich dem Irrationalen vollends hingibt, sich dieses in Form eines autoritären Nihilismus zunutzte macht. Colonel Kurtz weiß, wie er die Hoffnungslosen damit abholt. An den Kampf Gut gegen Böse, wie ihn die Amerikaner angesichts des Krieges stilisierten, glaubt er nicht mehr. Für ihn gilt nur, das diffuse Böse anzunehmen und mit Kraft zu verkörpern oder von dessen "Horror" getrieben und nicht zuletzt wahnsinnig und ausgelöscht zu werden.
                Francis Ford Coppolas Albtraumvision lebt in atmosphärischen Bildern, fordert die Schauspieler zwischen subtil-gebrochenem Spiel und wahnsinnigem Overacting und durchbricht das effektsuchend-problematische Antikriegsgenre durch eine mäandernde Erzählweise (vor allem in der Redux-Version), die nicht zuletzt die Ziel- und Dramaturgielosigkeit des Krieges beschreibt. Krieg als Film und beeindruckendes Ereignis - diese ätzende Popkulturidee offenbart Coppola als eben das was sie ist: realitätszersetzend. Die Folgen dieses Wahnsinns zeigt "Apocalypse Now", der jenseits aller Ratio radikal in seiner maßlos-lebendigen Hoffnungslosigkeit steht.

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                • 10
                  Benutzernahme 03.08.2017, 23:24 Geändert 03.08.2017, 23:25

                  wow! gib mir einfach das brett zurück. es war ein gutes brett und ich hänge dran.

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                    Gi4nn1 30.07.2017, 12:44 Geändert 02.08.2017, 16:48

                    Krieg, Krieg bleibt immer gleich.

                    Ich weiß, es ist ein modernes Zitat aus einem Videospiel , aber es passt wie ich finde genau zum Film "Apocalypse Now".

                    Francis Ford Coppola schafft es, den Krieg nie absichtlich gut oder schlecht darzustellen, sondern zu reflektieren, sodass der Zuschauer sich ein Bild machen kann.
                    Trotz der großartigen monumentalen Bilder und schöner Inszenierung an manchen Stellen etwas langatmig.

                    In der dreistündigen Redux Fassung wird gnadenlos das Grauen, die Wucht, der Verlust und am schlimmsten: Die Stille des Krieges gezeigt.

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                    • 7

                      Bestes Intro der Filmgeschichte?
                      Oder eher "End"?

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                        Absolutes Meisterwerk des Genre, allein die kunstvollen Bilder sind einmalig schön , aber auch verstörrend.
                        Ein Movie auch zum Nachdenken.
                        Es gibt noch Kriege.

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                        • 3 .5
                          Martin Jurgeluks 06.06.2017, 09:43 Geändert 06.06.2017, 12:47

                          "Es stank da nach allmählichem Tod. Malaria. Alpträumen. Das war das Ende des Flusses? Na schön!"
                          Ich glaube ich habe den Abgrund der Menschheit gesehen. Verstörend, gehässig ohne Skrupel und boshaft.
                          Der Vietnamkrieg, das Abbild von menschlichen Versagens und der zur Schau stellens der Macht. Die Amerikaner leiden und sind doch Herr ihrer eigenen Ideologie. Im Krisengebiet wird mit, "am morgen duftenden Napalm" geworfen, während andere sich auf die Bretter schmeißen um die perfekte Welle zu erwischen.

                          Will man das sehen? Ich weiß auch nicht.
                          Aber ja ich wollte es und ich war echt voller Vorfreude auf den vermeintlich besten Kriegsfilm von einem sehr angesagten Regiesseur namens Coppola und mit Martin Sheen in seiner wohl erfüllendsten Rolle.
                          Das ganze glich aber einem Alptraum. Abgetrennte Köpfe, Folter und Hinrichtungen? Das alles hat man ja schon mal irgendwo gesehen. Aber nicht so. Die Bilder sind einzigartig, das streite ich gar nicht ab. Die Erzählweise ist ein absolut anderes Kapitel und der Soundtrack sitzt wie angegossen. Wenn Jim Morrison stimme ertönt "This is the End" dann passt es auch wie die Faust aufs Auge.

                          ABER
                          Ich habe den Film bisher nur in Bruchstücken gesehen und nun das erste mal als volles Ganzes sehen können und nun nach einer Nacht drüber schlafen und während ich diese Zeilen hier schreibe, fällt es einem dennoch schwer, welche Punktzahl er nun verdient hat.
                          "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" und die ist eben nicht bei allen gleich. Bei allerlei übereinstimmender Kritik der Community muss ich hier ganz viele Abstriche machen. Denn, der Film gefiel mir leider nicht!
                          Die angesprochenen Punkte die ich besonders finde, täuschen über das Gesamtergebnis nicht drüber hinweg. Faszination sieht für mich anders aus.
                          "Etwas in mir war in ängstlicher Erwartung. Was würde ich vorfinden und tun, wenn ich angekommen wäre? Ich kannte die Risiken! Vielmehr bildete ich mir ein, sie zu kennen! Aber was ich am stärksten fürchtete, es war mehr als Furcht, war der Wunsch, Kurtz gegenüberzutreten?" Mir ging es ähnlich. Marlon Brando zu sehen. Das Urgestein und damals beste Darsteller der nördlichen Hemisphäre ist mit seiner kurzen Screentime zwar sehr präsent aber auch er kann den großen Schritt vor dem Abgrund nicht verhindern.

                          Abschließend sei zu sagen ja, jeder der Kino oder Film mag sollte sich dieses Werk wohl man anschauen.
                          Nun ja ich habe "meine Pflicht" getan und habe mich entschieden, sehr groß fällt die Bewertung nicht aus, da Apocalype Now der wohl merkwürdigste und eigenartigste Film ist, den ich je gesehen habe. Zu langatmig, keinerlei Sympathie für die Protagonisten und der Film zieht einen auch nicht so richtig mit. Da hatte ich mir mehr erhofft.

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                          • 10

                            Fazit: Ich war mit Sicherheit schon lange nicht mehr dermaßen fasziniert von einem Film wie von "Apocalypse Now". Wäre es möglich, ich würde wahrscheinlich mehr als 100 Prozent geben, denn dieser Film ist ein Erlebnis, welches wirklich völlig zeitlos ist. Das wird man sich noch in 50 Jahren fasziniert ansehen. Die simple Handlung besitzt sehr viel Anspruch und wird schon früh zu viel mehr, als es anfangs erscheinen mag. Dazu gibt es sehr starke Darsteller zu sehen und die Figurenzeichnung wächst ebenfalls mit der Zeit. Gerade die Inszenierung ist jedoch der Punkt, welchen ich vergöttere, denn Coppola hat das dermaßen intensiv gemacht, dass es einen in den Bann zieht. So verhält es sich auch mit der Atmosphäre. Diese ist unglaublich packend, fesselnd, wahnsinnig, krank, verstörend und auch bizarr, kurios und eigenwillig. Daraus ergibt sich ein höchster Unterhaltungswert, der bei der Redux-Version zwar Sitzfleisch vom Zuschauer erfordert, dies aber überaus hoch belohnt. Das ist nicht im eigentlichen Sinne spannend, doch es entführt einen komplett in eine andere Welt, so dass man einfach nur noch gebannt zuschaut. Abgerundet wird dies dann noch von dem genialen Soundtrack sowie dem starken Score. "Apocalypse Now" ist der eigenwilligste und seltsamste Kriegsfilm, den ich bisher gesehen habe und er gehört auch absolut zu den besten Filmen aller Zeiten!

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                            • 7 .5

                              Verstörend, interessant und spannend.. Aber nicht's für pure Actionfans!

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                              • 9
                                diana.schmidt 26.04.2017, 14:16 Geändert 27.04.2017, 02:05

                                Dieser Film ist neben Full Metal Jacket wohl der beste Anti-Kriegsfilm. Coppola zeigt, wie der Krieg zwischen Gut und Böse kaum unterscheidet und wie wenig Moral und Ethik den Menschen prägen; hier ein klassisches Beispiel die Surferszene und die tanzenden und singenden Künstler - der Krieg wird als Party glorifiziert, wobei die Drecksarbeit junge und vorallem sozial schwache Burschen ausführten. Beeindruckend auch die Länge und die prägende Flussfahrt des "Helden"...er begibt sich langsam aber stetig dem Ende seines eigenen Ichs hinzu und weiß nicht, was noch real oder menschlich sein soll. Das Mittel des Monologs wurde dabei sehr gut eingesetzt. Die Beziehung zu griechischen Heldensagen fällt dem einen oder anderen wohl gar nicht auf. Wer Action und Geballer sucht, sollte umschalten :)

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                                • 7 .5

                                  Kritik zur Redux Version
                                  Tolle thematik, der Film ist aber unnötig lang, redet sehr viel um den heißen brei herum, ermüdend viele Monologe.

                                  1
                                  • 8

                                    Meine Kritik bezieht sich auf die Redux Version!

                                    Charlie surft nicht!

                                    Was für ein Meisterwerk von Film. Das war mal wieder was ganz anderes als das heutige Kino. Lange Aufnahmen ohne Schnitt, ruhige Bilder und tiefgründige Dialoge. Geniale Schauspieler, atemberaubende Kulissen, ein Gedicht von Filmmusik. Der Film hat schon viel Leerlauf und langatmige Momente, die meine Wertung auch etwas niedriger ausfallen lassen. Allerdings kann ich darüber gut hinweg sehen.

                                    4
                                    • 9 .5

                                      Ok, habe den jetzt mal in der Kinofassung geschaut und werte den direkt mal um einen Punkt auf, weil er mir so noch deutlich besser gefallen hat, als in der (gegen Ende sehr mühseligen) Redux-Fassung. Audiovisuell und atmosphärisch einer der besten Filme aller Zeiten!

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                                      • Interessant...aber schwierig. Mal sehen.

                                        http://www.indiewire.com/2017/01/apocalypse-now-video-game-francis-ford-coppola-kickstarter-1201773509/

                                        5
                                        • 5 .5

                                          Der Film ging echt super los und bis ungefähr zwei drittel des Films hätte er 8 Punkte verdient aber das Ende ist dann einfach nur noch schlecht......total abgedreht und komisch .... also mein geschmack trifft das nicht

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                                          • 9 .5

                                            Ein Film der so Alt ist wie ApoNow und es Heute noch fertig bringt. Zu Schickieren und den Menschen zum Nachdenken Animiert. Verdient für mich die Bezeichnung Meisterwerk.

                                            Apocalypse Now zeigt uns Beeindruckend wie der Krieg uns Menschen Verändert auf eine Schockierende Art.
                                            Was auf uns zukommt und das wir eingentlich Machtlos sind.

                                            Ja dieser Film geht verflucht lang, aber ich bereue keine Minute und werde mir bald die Redux Version einverleiben.

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                                            • 9

                                              Langer Film ist lang - wenn ich mir heute nicht die Zeit genommen hätte, hätte das fast 4-stündige Machwerk sicher noch länger ungesehen rumgestanden. Aber der Tag bot sich an und es ging ab nach Vietnam.

                                              Alles in allem wirklich stark, anders als ich erwartet habe, da ich die Story im Vorfeld nie so wirklich gelesen habe und immer nur wusste, dass es im Vietnamkrieg spielt.

                                              Ist definitiv ein Film, der das Prädikat "Kunstwerk" verdient und auch so betrachtet werden muss. Die Laufzeit von 202 Minuten ist sicher nicht jedermanns Sache und bei allem guten Schauspiel, Setting und Co. muss ich auch sagen, dass es sich hin und wieder etwas zäh angefühlt hat, weshalb ich nicht die Höchstwertung geben möchte. Am besten wäre es wohl den Film fernab jeglicher sichtbarer Uhren zu schauen, sodass das Zeitgefühl nicht ganz so beeinflusst wird, wenn man zwischendurch mal einen Blick wagt. ;)

                                              • 10

                                                erhöhe nach der redux - Fassung auf 10.0 - unerreicht.

                                                • 10

                                                  Düsteres Endzeitkino und Statement von Francis Ford Coppola zum Vietnamkrieg. Fusst auf tatsächlichen Vietnamkriegsreportagen und Aufzeichnungen von Michael Herr.

                                                  Inhalt: Captain Willard (Martin Sheen) soll den nach Meinung der Armeeführung verrückt-gewordenen Colonel Kurtz (Marlon Brando) aufspüren und seinem Treiben im Dschungel ein Ende bereiten. Was einem Auftrag zur Eliminierung gleichkommt. Wir reisen mit Willard auf dem Patrouillenboot auf dem Mekong Richtung Kambodscha durch den Dschungel, und erleben dort den Wahnsinn und Irrsinn des Krieges.
                                                  Dabei trifft Willard auf abgefahrene Typen wie Lieutenant Kilgore (Robert Duvall), dem der Krieg richtig Spaß zu machen scheint und der wie von Geisterhand unbeschädigt mitten durch ein Bombardement stapft und seine Soldaten zum Wellenreiten mit dem Surfbrett animiert. Was angesichts des heftigen Beschusses an Wahnsinn grenzt. Unter Kilgore schwebt die Helikopter-Formation wie angriffslustige schwarze Hornissen zu spacigen Synthesizerklängen und dem Walkürenritt von Richard Wagner ein, bevor ein Dorf von "Charlie" aus allen Rohren befeuert wird.
                                                  Aber wir erleben auch die pyrotechnisch-unterstützte Playmate-Show mitten im Dschungel, die den US-Soldaten geboten wird. Und die Crew um Willard begeht selbst Massaker, weil ihnen die Nerven durchgehen.

                                                  Höhepunkt ist natürlich die Begegnung mit Kurtz selbst, und seiner selbst-installierten Steinzeitwelt im Dschungel Kambodschas. An seiner Wirkungsstätte haust u.a. ein durchgeknallter Fotoreporter (Dennis Hopper), es hängen Leichen von den Bäumen, die ganze Szenerie wirkt wie unwirklich. Kurtz selbst scheint bereits in einem anderen Bewusstseinszustand zu sein, und nicht mehr von dieser Welt.

                                                  Was den Film unglaublich stark, aber auch anstrengend macht, ist seine Langsamkeit und Intensität. Die Fahrt mit dem Patrouillenboot scheint nicht zu enden, und wir starren in das ausdruckslose Gesicht von Sheen, das dem Wahnsinn und Grauen des Krieges fassungslos zusieht. Sheen agiert kaum, aber wir erfahren durch seine eingefrorene Mimik, was der Dschungel für ihn bereithält. Dazu kommen Tagebucheinträge - gesprochen aus dem Off - die versuchen das Geschehene zu verarbeiten.

                                                  Der Score von Carmine Coppola (Vater von Francis) bedient sich hauptsächlich des Synthesizers. Aber wir werden auch mit Originalstücken von den Doors bedient, die zum apokalyptischen Szenario psychedelische Klangbilder liefern.

                                                  Hinweis: Sämtliche Action ist handmade. Der Streifen ist von 1979. Das muss man sich immer wieder vor Augen halten bei den heutigen CGI-Materialschlachten am PC. Nein – hier wurde echtes Fluggerät gezeigt, die Darsteller landen nicht in digitalem Dreck, sondern direkt mit dem Gesicht im Schlamm. Das macht die Sache ehrlich und kraftvoll. Vieles war halt doch früher besser.

                                                  2001 erschien dann eine überarbeitete Version von Coppola – teilweise digitalisiert – die den Alptraum um 50 min. verlängert, und unter dem Titel “Apocalypse Now Redux“ lief.

                                                  Fazit: Ein Werk mit absolutem Alleinstellungsmerkmal und unerreicht sowie zurecht mehrfach ausgezeichnet. Es steht wie eine in Granit gehauene Statue für die Ewigkeit mitten in der Kinolandschaft. Hier ist nichts schwach. Es ist alles direkt, ehrlich, grausam. Wie der Krieg selbst.

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                                                  • 9 .5
                                                    Flowrider 28.11.2016, 19:48 Geändert 28.11.2016, 19:48

                                                    Ich beobachtete, wie eine Schnecke über die Schneide eines Rasiermessers kroch.
                                                    Das ist mein Traum.
                                                    Das ist mein Albtraum.
                                                    Kriechen ... über die Schneide des Rasiermessers ... Entlanggleiten ...
                                                    Und Überleben.

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