Arrival - Kritik

Arrival / AT: Story of Your Life

US · 2016 · Laufzeit 117 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 9
    clarkkent 10.10.2017, 13:13 Geändert 10.10.2017, 13:14

    Muss nach der Zweitsichtung direkt noch mal meine Wertung nach Oben korrigieren. Doppelter-Twistplot uns noch viel mehr gesehen als beim ersten Mal, geben hier für mich einfach den Ausschlag.

    • 6

      Bisschen typisch Ami-Film. Natürlich geht am ehesten aus China, unter Führung von General Shang, die größte Gefahr aus. Die Vereinigten Staaten haben selbstredend nur gutes im Sinn (Forschung, Wissenschaft). Wer's glaubt...

      Ansonsten regt der ordentliche Science Fiction-Streifen hier und da echt zum nachdenken an. Doch von Minute zu Minute wird der Film immer lahmer und unspektakulärer. Während mich die erste "Begegnung" äußerst beeindruckte (gut und unheimlich dargestellt), konnte ich mich mit der Auflösung am Ende überhaupt nicht zufriedengeben.

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      • 10

        Die Interpretationen des Filmes sind sehr groß. Hier meine.
        Es geht um das Leben. Genießen. Jeden Augenblick. Bedenke das Du und Deine Dich liebenden sterblich sind.
        Folgendes vorneweg. Ich habe einen Sohn, welcher derzeitig 3 Jahre alt ist. Man hat natürlich sorgen, dass ihm was zustoßen kann oder er sogar stirbt. Was das schlimmste in meinem Leben wäre.
        Aber genau das wird Louise passieren.
        Die Tochter von Ihr wird mit geschätzt 16/17 Jahren sterben. Das weiß Louis in dem Film. Besser gesagt, Sie wird es erfahren. Sie weiß, dass Sie verlassen wir und Sie weiß, dass Ihre Tochter sterben wird. Sie weiß, dass sie dadurch sehr viel Leid erfahren wird. Al das ist ihr "am Ende des Filmes" bewusst.

        Und trotzdem entscheidet sie sich für das Leben. Für das Leben mit Ian und für das Leben mit der Tochter.

        Wir wissen zwar, dass wir sterblich sind. Wissen aber nicht, wann dieses passieren wird. Bei und bei unseren Liebsten. Wir verderengen dieses. Schieben den Gedanken weit weg bzw. vergessen dieses und das ist gut so. Nur so können wir leben.

        Wenn man aber weiß, wann und woran das Kind stirbt, würden wird dann die Entscheidung für das Kind treffen.

        Als für mich ist es eher ein philosophischer Film. Ein JA für das Leben. Ein -genieße die Zeit welche Du hast- Film. Die Aliens sind nur dafür da, dieses Thema mal auf andere Art zu transportieren.

        Nach dem Film habe ich mich dann hingeseztz und mit meinem Sohn gespielt. Ich möchte die Zeit mit Ihm noch intensiver nutzen. Ich habe damals zu seinem Leben ja gesagt und jetzt möchte ich an diesem Leben teilhaben.

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        • 6 .5
          RedZirkus 17.09.2017, 19:53 Geändert 17.09.2017, 19:54

          Ein interessanter Film über die Ankunft von Aliens und über die Kommunikation, zwischen Ihnen und den Menschen. Ein Film ohne Action oder Gewalt, dafür mit viel Ruhe und einem ungewöhnlichen Ende. Der Film mag für viele Langweilig sein, dennoch sollte man ihm eine Chance geben. Besonders durch die Hauptcharaktere, Dr. Louise Banks, die ahnungslos in das Schiff hinein geht, fühlt man als Zuschauer mit. Ich geben dem Film 6,5 von 10 Punkten.

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          • 0
            MowiePielodth 17.09.2017, 16:41 Geändert 17.09.2017, 16:42

            Knapp 2 Stunden Langeweile - ich konnte es nicht fassen, dass solange nichts berauschendes passieren würde.

            Abschalten ging nicht, da ich den Film bewerten wollte.

            Fazit:

            Wer ihn ansieht ist selber schuld !

            Handlung:

            Alien kommen an und werden von Wissenschaftlern begutachtet.
            Dies versuchen mit den Wesen zu sprechen was mehr oder minder gelingt

            Aber - Was wollen die hier .. ?
            Wurden die durch die Atomexplosionen auf uns aufmerksame - gut möglich.

            Kamen sie zu lernen wie wir:

            Unsere Luft
            Unser Wasser
            Unsere Nahrung

            vergiften und uns immer noch gegenseitig masakrieren . .?

            Warum sollten die kommen um uns was beizubringen.

            Fahren wir auch in den Wald und wollen den Ameisen, die uns weit überlegen sind, etwas beibringen . . ?

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            403 Kommentare

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            8,0/10
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            • 8 .5
              Gerry1974 16.09.2017, 00:31 Geändert 02.10.2017, 01:38

              Total eindrücklich, spannend und nachdenklich zugleich. "Arrival" werd ich mir bestimmt nochmal anschauen, uzw weil er dann noch viel schlüssiger sein wird! ;-)

              • 6 .5
                RockyRambo 13.09.2017, 22:01 Geändert 13.09.2017, 22:04

                Arrival ist als ruhiger Science Fiction Film Konzipiert der völlig von seiner Emotionalen Geschichte und der Performence seiner Hauptfigur dargestellt von Amy Adams lebt. Actionszenen die den Zuschauer bei der Stange halten sollen gibt es hier nicht zu sehen was aber nicht heisst das es keine Effektarbeiten zu sehen gibt. Die Aliens selbst sowie das simple Schiffsetting sehen sehr gut aus. Anfangs ist das ganze Szenario echt packend, mysteriös und unvorhersehbar der Mittelteil zieht sich dannach allerdings etwas in die Länge bevor es zum Ende dank der Auflösung und der drohenden Konflikte noch mal spannend wird und wer nahe am Wasser gebaut ist sollte für das Ende wegen Hannah Taschentücher bereit halten.

                8
                • 8 .5

                  Danke für einen wirklich intelligenten Science Fiction Film. Arrival schwimmt gegen den Strom des typischen Hollywood Getöses und zeigt, was passiert, wenn der Geist über die Gewalt siegt. Ein unamerikanischer Film, wenn man so will. Die Überlegenheit der Aliens wird nicht durch schiere Waffengewalt präsentiert, sondern den Verstand und die technologischen Leistungen. Der Film konzentriert sich auf grundlegende Dinge, alles wird auf eine einfache Basis reduziert, und doch gibt er den kleinen menschlichen Geist des Zuschauers und dem der Protagonisten gewaltige Rätsel auf. Leider wird die Komplexität der Einfachheit wohl bei denen, die Lehren daraus ziehen sollten, keine Früchte tragen. Aber vielleicht kann dieser Film den einen oder anderen unter den "Mächtigen der Welt" zumindest ein wenig zum Nachdenken anregen.

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                  • 7

                    Sehenswert, aber furchtbarer Sound!

                    • 3

                      Ich fand ihn nicht langweilig, aber sehr unbefriedigend und zum Teil ärgerlich plump. Aus meiner Sicht sind hier sowohl Drehbuchautor als auch Regisseur an etwas "zu Großem" gescheitert. Das Konzept ist durchaus interessant, aber wie immer steckt der Teufel im Detail (evtl. Spoiler):

                      Für meinen Geschmack bleiben für den Zuschauer zu viele Fragen unbeantwortet, offen. Anfang und Ende fügen sich mit dem Rest nicht zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Die Idee, dass Zeit nicht-linear sein kann, ist interessant, ich finde die Umsetzung hier aber nicht sehr gelungen - sie stiftet eher Verwirrung. Und ich hatte an manchen Stellen den Eindruck, dass dies den Filmemachern selber so ging...

                      Das Konzept und die Darstellung der Außerirdischen fand ich recht platt und vorhersehbar. Warum haben die Raumschiffe wie Menschen? Hier hätte ich mir etwas geheimnisvolleres gewünscht. Etwas, was wirklich Rätsel aufgibt. Dies hier ist einfach nur Hollywood - lässt sich eben weltweit gut verkaufen und ist universell verständlich.

                      Viele vermissten Action. Für mich war es immer noch zu viel. Besser gesagt: blinder (amerikanischer) Aktionismus. Der wäre für die Story gar nicht nötig gewesen. Von den Außerirdischen geht keinerlei Gefahr aus. Hätten sich nicht erst Wissenschaftler den Außerirdischen nähern können, statt gleich eine ganze Arme und Waffen und Panzer zu mobilisieren? Die Gefahr eines globalen Krieges heraufzuschwören, hielt ich für völlig unglaubwürdig und überspannt den Bogen der Geschichte. Die Guten sind die Amis und die Bösen die üblichen Verdächtigen - gähn.

                      Die Figuren fand ich erwartungskonform, recht eindimensional und daher für anspruchsvolle Schauspieler eher uninteressant. Jeremy Renner war völlig unterfordert, Amy Adams machte ihre Sache standesgemäß gut und Forest Whitakers Rolle gab einfach nicht mehr her.

                      Schön anzusehende Bilder und ein interessanter Soundtrack machen noch keinen guten Film.

                      4
                      • 7

                        Der Film zog sich im Mittelteil unnötig in die Länge und drohte komplett in die Langeweile abzudriften. Dann packt er aber zum Schluss doch nochmal seine gute Story aus und was eben noch kitschig zu sein schien, wird sogar etwas ergreifend.
                        Insgesamt dann doch ein sehenswerter Film, auch wenn ich absolut kein Amy Adams-Fan werden werde.

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                        • 8 .5

                          Sehr gut gemacht! Und dieser Film schafft es, dass man noch ein Weilchen darüber nachdenkt.....

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                          • 7

                            Gute Handlung quasi ohne Piff-Paff-Peng-Äktschn. Die Mischung relevanter Menschheitsfragen mit persönlichen Schicksalen ist hier weniger gut umgesetzt.

                            • 6 .5

                              Visuell und von der eigentlichen Grundidee super auch sehr guter und überzeugender Cast, aber die eigentliche Story, vor Allem die Aufklärung der ganzen Geschichte sind dann doch sehr dünn. Ich war total begeistert vom Trailer, die ersten Minuten haben mich auch stark gefesselt, aber dann flacht es leider immer mehr ab. Sehr Schade, trotzdem sehenswert.

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                              • 7 .5

                                Das war auf jeden Fall mal was Anderes...Fand ihn toll aufgebaut, die Spannung zieht langsam an, aber wie schon von anderen geschrieben, ist dann irgendwo ein Bruch drin und es wird teils auch etwas zu hektisch für so einen ruhigen Film. Sound war der Hammer! Selten so gutes Mittendringefühl gehabt wie hier. Das Ende wirkte aber doch, wie bei allen Filmen dieser Art, einfach etwas unlogisch. Allerdings musste ich mir doch das ein oder andere Tränchen verdrücken.
                                Alles in allem eine interessante Idee abseits von Zerstörung und CGI-Bombast.

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                                • 7 .5

                                  Denis Villeneuve hat es wirklich drauf!
                                  Sci-Fi geht auch anders, jedenfalls hat "Arrival" das bewiesen. Ein Alienfilm weit weg vom Bombastkino heutiger Zeit. Nicht vollgestopft mit überladenen Effekten und hektischen Bildern. Hier geht es mehr um die Story und gute Darsteller. Villeneuve beweist wieder einmal sein gutes Händchen für das Besondere. Sein Film lebt von seiner Idee und der Art und Weise wie sie umgesetzt wurde. Zwar sind einige Längen dann doch vorhanden und das Ende hat mich nicht so ganz umgehauen. Doch trotzdem zählt "Arrival" zu den Höhepunkten des Sci-Fi Kinos der letzten Jahre.

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                                  • 8

                                    Stark. So der erste Gedanke nach dem Film. Was passiert, wenn Aliens auf der Erde landen, zur Abwechslung mal keine Zerstörungsorgie von diesen in Gang gesetzt wird, sondern die Absichten zunächst unklar bleiben. Es müssen Wege der Kommunikation gefunden werden. Und wie so häufig bei fremden Sprachen, interpretieren die Menschen unterschiedlich. Wie also reagiert der Mensch, die verschiedenen Nationen, die verschiedenen Staatsoberhäupter wenn Volk und Medien aus Unkenntnis vor dem Unbekannten anfangen, sich Hirngespinsten, Misstrauen, Gerüchten und Ängsten hinzugeben. So etwas breitet sich aus wie ein Virus. So läuft allmählich die Zeit weg, denn wie so oft in der Geschichte der Menschheit erscheinen Eventualitäten und ein „es könnte sein“ plötzlich als bedrohliche Realität und das wahrscheinlichste aller Szenarien. Egal wie wenig Anzeichen die Realität dafür geliefert hat.

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                                    • 8

                                      Außergewöhnlich ruhiger und zum Nachdenken anregender Alien/SciFi FIlm & gleichzeitig eine unglaubliche One (Wo)Man Show von Amy Adams. Villeneuve festigt mehr und mehr seinen Ruf als einer der besten Regisseure unserer Zeit.. hoffentlich auch mit Blade Runner!

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                                      • 8 .5

                                        Der erste Alien-Invasion-Film der ohne große Effekte oder Action auskommt, aber trotzdem ein wahres (erzählerisches) Spektakel ist.
                                        Die Story über zwei Wissenschaftler, die Kontakt mit Aliens per direkter Sprache aufnehmen sollen, ist an und für sich sehr ruhig und unaufgeregt . Und trotzdem zieht einen der Film dank genialer Regie und packender Atmosphäre direkt in seinen Bann. Dazu sind Amy Adams und Jeremy Renner ein harmonisches und überzeugendes Hauptdarsteller-Duo.
                                        Mystisch, stimmig und mit beeindruckender Soundarbeit. Denis Villeneuve enttäuscht nicht.

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                                        • 9

                                          "If you could see your whole life from start to finish, would you change things?" -"Maybe I'd say what I felt more often. I-I don't know." Innovativ, komplex, tiefgründig, fantastisch! Villeneuve serviert uns einen ruhigen und emotionalen Sci-Fi Film ohne viel Action, dafür übersäht mit überaus interessanten wissenschaftlichen Ansätzen, wie ein Erstkontakt ablaufen könnte. Starker Genre-Beitrag und klare Empfehlung meinerseits.

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                                          • 9

                                            Neulich saß ich mit einem Döner im Einklang auf einer Bank und betrachtete ihn im Kuss des Sonnenlichts: Das Fleisch hatte eine gesunde Bräune, der Salat war frisch und sehr extraknackig, das tiefe Rot der Tomatenscheiben erinnerte an den Purpur eines Königinnengewands. Ja, dieser Döner war perfekt geraten. Dann, irgendwann, kam ein entfernter Kommilitone vorbei und sah sich zu einem Gruße bewegt: "Fette Gönnerei!", warf er mir mit einem neidischen Blick entgegen. In diesem Moment habe ich mich verschluckt. Ich ließ mir diesen Zuruf noch Stunden später auf der Zunge zergehen. Fette Gönnerei. Woher das nun wieder kommt? Es gibt sie freilich noch, die jungen Kerle, die ein "Alter!" an ihre Sätze hängen, um diese zu kodieren oder zu dekorieren - wer weiß das schon? Und neulich staunte ich an der Fußgängerampel über einen Knilch, der seinem Umfeld ein "crazy as shit" ans Ohr salbte. Ich glaube, es war sogar "voll crazy as shit". Aber "fette Gönnerei"?
                                            Sprache fasziniert mich unaufhörlich. Innerhalb des Deutschen, und sicherlich auch in jeder anderen Sprache, gibt es so viele Sphären, geprägt von harten wie feinen Nuancen gleichermaßen, die sich, wenn zwei Individuen aufeinandertreffen, wie zwei Seifenblasen verhalten. Bei einer Berührung gehen sie ineinander über oder sie zerplatzen aneinander. Sprache ist zweifelsohne ein inhaltsreicher Teil unseres Charakters, ist Identität, ist Zeugnis unserer Reisen und doch jenes Kulturgut, das wie kein zweites zur Entzweiung taugt. Denn Sprache kann so vieles sein: neckisches Spiel, Musik, List, Werkzeug, Waffe, Wahrheit.
                                            "Arrival" als überfällige Hommage an die Sprache macht sie zum Maß der Dinge, wenn es um Verständigung geht, und Verständigung ist Frieden. Die Welt wäre eine andere, wenn wir alle wenigstens eine universelle Sprache sprächen. Eine Parallelsprache, die uns jeden Kiesel der weltweiten Kultur zugänglich machte. Unübersetzt, unverfälscht, ungekürzt, unmissverständlich. Eine Parallelsprache, die uns alle Welten eröffnet, ohne dabei die jeweilige Muttersprache als Kulturmerkmal zu verdrängen. Ich müsste noch Spanisch lernen, um mich mit den Einheimischen auf den fernen Osterinseln zu unterhalten. Und ein bisschen Nepali, wenn ich auf den Bergdörfern Nepals am Kelch der Ältesten nippen möchte. Ich könnte ihr Grinsen erwidern, ihren Zorn deuten und ihre Zweifel auch, wir könnten ihre Kräuter rauchen und den Rauch tief inhalieren und in anderen Dimensionen wirklich werden, wir könnten Handel betreiben und ums Feuer tanzen. Aber Gedanken verstummen ohne Sprache. Oasen der Weisheit verkommen zu gedörrten Steppen.
                                            Eine Gemeinsprache für jeden Menschen wäre eine Bereicherung. Namentlich für jene, die nimmer gelernt haben, Sprache anzuwenden und keinen oder nur einen eingeschränkten Kulturzugang haben, und Kultur ist Bildung. Wie viele kreative Köpfe unter den weltweit über 700 Millionen Analphabeten wohl verborgen leben? Wie viel bunter die Gegenwart aussähe, wenn mehr Menschen an Sprache teilhätten, wenn sie ihre Visionen zu Papier brächten, bewegende Bücher und launige Lieder schrieben, ja, wenn die Stummen eine Stimme hätten!
                                            Villeneuves Version meiner Vision lässt aufhorchen. Für einen Vertreter seines Genres verzichtet der Film beachtlich auf Spektakel, entsagt sich der Betörung und erzeugt Wirkung durch milde Momente, um dem sprachlichen Seifenblasenverhältnis zweier Individuen nachhaltigen Ausdruck zu verleihen. Anders gesagt: "Arrival" ist eine fette Gönnerei.

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                                            • 9

                                              Ein eher ungewöhnlicher Sifi Film der mir aber sehr viel Spaß gemacht hat.

                                              • 5 .5
                                                Chucky89 06.08.2017, 13:56 Geändert 21.08.2017, 12:22

                                                Jo das war mal ein Film. Die Grundidee über die Komunikation und die Loops fand ich interessant, war mal etwas anderes. Der Anfang, wo die Raumschiffe ankamen und man noch nicht wusste, was diese von der Menschheit wollen war noch ganz interessant. Danach kam ein Gefühl wie von "täglich grüßt das Murmeltier" ständig werden die Muscheln betreten und versucht zu kommunizieren mit den Aliens. Das fand ich stellenweise schon recht ermüdend. Ja und das Ende kam mir wie Sammelsurium an pseudo esoterischen Binsenweisheiten vor

                                                • 7

                                                  Ich fand die Idee interessant, die Schauspielerleistungen hervorragend, tolle Bilder und auch den Soundtrack dazu gelungen. Ich fand ihn allerdings nicht so großartig, um 9 oder 10 Punkte dafür zu geben. Alledings wundere ich mich über manche Leute hier, die dem Streifen 2 oder sogar 0,5 Punkte geben. Wenn ich zwei Stunden in einen Film investiere, dann mache ich mich zuvor schlau und sehe nach, um was es geht. Und wenn ich auf Action stehe, dann schaue ich mir nicht Arrival an um nachher zu kritisieren, dass diese fehlt. Jeder hat einen anderen Geschmack, aber bewerten muss auch gelernt sein, machen fehlt hier wohl der Grundkurs dafür.

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                                                  • 8

                                                    Wieder ein eigenwilliger Villeneuve-Film, wieder muss ich nach Worten suchen, um das Gesehene möglichst treffend einzuordnen. "Arrival" mag auf seiner Oberfläche die blockbuster-kompatiblen Sinne ansprechen, darunter verbirgt sich aber mehr als die oft einhergehenden Konventionen, die man bei der vermeintlich ausgelutschten Alien-Thematik erwarten könnte. Bei Denis Villeneuve ist man mittlerweile gewohnt, dass seine Herangehensweise eine andere ist. Und so wirkt diese Form eines Erstkontakts mit außerirdischen Erdgästen dermaßen originell und faszinierend, als hätte man so etwas niemals zuvor im Kino erlebt. Beinahe abwegig erscheint die Maßnahme, eine Linguistik-Expertin zum Zentrum aller Kontaktversuche und -deutungen zu machen - abwegig zumindest aus bisheriger Hollywood-Sicht. Die ungehaltenen Ordensträger in diesem Film wirken hingegen wie Marionetten in diesem Geflecht - verfangen im eigenen Deutungskorsett - ein metaphorisch deutlicher Verweis, das wir hier mal eine Antithese zu den gängigen Genrefilmen bekommen sollen. Das mag in ihrer Vehemenz und dem Mittel, um im dritten Akt für die nötige Spannungskurve zu sorgen, als Kritikpunkt am Film herhalten. Ansonsten hat mich "Arrival" in seiner langsameren und vorsichtigen Gangart überzeugen können, was natürlich zu einem gehörigen Teil an der clever verflochtenen Hintergrundgeschichte der Protagonistin liegt. Ich habe Amy Adams nie besser gesehen, die allein dafür sorgt, dass diese Geschichte ihre Emotionalität aufrichtig und authentisch vermitteln kann. Besonders die finalen Szenen sind toll inszeniert und spannen mit einer schönen Message einen faszinierenden Bogen zum ganzen vorigen Geschehen. Warum und wieso, das sollte jeder möglichst selbst erleben. Sehenswertes Kino mit Hirn und Herz.

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