Auslöschung - Kritik

Annihilation

Du
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    Tytus 25.04.2018, 22:15 Geändert 25.04.2018, 22:22

    Was für ein Pseudo- intellektueller Müll, blasse Charaktere, stark ziehende Story, an sich eines Kommentars nicht würdig.

    Ende

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      Achtung Spoiler (ohne gehts irgendwie nicht)
      Natalie Portman sehe ich so gar nicht gerne aber hier war sie eigentlich ganz erträglich bis auf die Bettszenen *graus*. Was ich dem Film ganz und gar nicht verzeihen kann ist, dass er sich gleich am Anfang selbst spoilert, als er Lena in der Befragung nach der Expedition zeigt und klar wird, dass der Film rückblickend erzählt wird. Es wäre viel spannender gewesen, wenn man nicht wüsste, dass "Lena" da raus kommt. Und trotz, dass so manche Handlungen der Frauen dämlich waren (Die eine Nacht schlafen sie in einem Wachturm. Wache hält aber eine alleine in einem Häuschen auf dem Boden. Als die Alarm schlägt, rennen alle runter *wtf*), fand ich den Film interessant storytechnisch, weil ein Augenschmaus war das CGI nicht gerade.

      • 4 .5
        fabian.ehrmantraut 18.04.2018, 23:51 Geändert 18.04.2018, 23:56

        Ähhhm....ok....was sollte das eigentlich?

        Für einen Horror/Science-Fiction-Schocker nicht spannend oder actionreich genug.

        Auch als philosophischer Science-Fiction-Film à la Arrival, Interstellar oder 2001 funktioniert der FIlm nicht wirklich.

        Vielmehr ist das hier eine The-Happening-Shyamalan-Kopie im Alien-Style...und das braucht nun wirklich niemand. The Happening hat shcon niemand gebraucht.

        CGI ist teilweise echt mies...Sharknado-Level...die bescheuerte Privat-Story ist so unnötig wie sonstwas...schön in Rückblenden erzählt, damit es kunstvoll wirkt. Hier ist die Arrival-Parallele kaum zu übersehen. Nur ist die Background-Story in Arrival relevant...hier ist sie es tatsächlich kein bisschen.

        Es lohnt sich echt nicht. Sorry NEtflix, das war nix! Das Geld hättet ihr mal lieber in "Sense8" oder "Everything sucks!" investieren sollen.

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          Ich hätte nicht erwartet, dass ich ein so oberflächlicher Mensch bin. Oder wie man im Gamer-Bereich sagen würde: eine Grafikhure. Woher diese Erkenntnis? Dieser Film bietet viele philosophische und wissenschaftliche Theorien die einen zum Nachdenken anregen. Doch all das half mir nicht, da ich das Gefühl hatte, in einem Musikvideo von Madonna in den 90ern zu stecken. Oder wie man wieder im Gamer-Bereich sagen würde: ich flog regelmäßig aus der Immersion.

          Schon der Einschlag des Objekts am Anfang erinnerte mich an Command & Conquer, die (unglaublich vielen) Blendeffekte an Fotolia-Bilder, die Fauna an Woolworth-Gummipflanzen und [SPOILER] das Wesen am Ende an Eiffel 65 (I'm blue-dabe-dee). Vor allem als Dr. Ventress anfing sich in Einzelteile aufzulösen, schrie ich vor visuellen Schmerzen auf.

          Der ganze Film wirkt wie ein Studentenfilm (was Film-Studenten UNrecht tut, da viele Studenten weitaus bessere Qualität abliefern können) oder ein Youtube-Film eines Hobbyfilmers.

          Es tat vor allem deswegen weh, weil ich das Konzept sehr interessant fand: eine Symbiose aus allen Organismen, ein Tumor der weiter und weiter mutiert, ein Genpool der sich bildet, in denen alle Wesen anfangen zu verschmelzen, wunderschön. Einige Bilder zeigten mir dadurch auch, dass etwas künstlerisches an dem Film war: die beschleunigte Zellteilung, die Horror-Elemente der gefallenen Soldaten und die Blütenbildung.

          Gerade das Finale sollte mir Gänsehaut bieten, da es vom Konzept faszinierend war. Letztendlich war ich aber nur damit beschäftigt zu sehen, was CGI war und was echte Schauspieler. (Wieso haben sie keinen professionellen, schlaksigen Tänzer in einen Anzug gesteckt und diesen nachanimiert?) Der Regisseur kann durchaus tolle SciFi-Filme machen, ExMachina hat mir sehr gefallen!

          Ich bin also nicht nur enttäuscht von dem Film (ich bin ein großer Fan von Arrival, an dem dieser Film einfach nicht rankommt), sondern auch von mir selbst, dass ich es als Zuschauer nicht geschafft habe, über diese grafischen Aspekte hinweg zu sehen und mich auf diesen durchaus künstlerischen Film einzulassen.

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          • 6 .5

            „Auslöschung“ ist einer dieser Filme, die ich nur schwer bewerten kann. 3 Tage nachdem ich den Film gesehen habe, ist er immer noch in meinem Kopf und das ist eigentlich per se ein Qualitätskriterium, wenn ich bedenke, wie viel Filme ich mir anschaue und kurz danach wieder vergesse. „Auslöschung“ ist ein interessanter Genremix aus Mistery, Horror, Drama und Science-Fiction und entfaltet durch die anspruchsvolle Handlung eine gewisse Tiefe in die der Zuschauer reingezogen wird. Des Weiteren ist das Setting gelungen, die Schauspieler sind toll, Soundtrack atmosphärisch und die Effekte sind auch in Ordnung, bedenkt man, dass nur 40 Millionen USD zur Verfügung standen. Der Schnitt der verschiedenen Zeitebenen ist zudem auch richtig gut gemacht. Von dem her habe ich in all diesem Punkten nichts auszusetzen.
            Trotz alle dem, konnte mich der Film aber nie wirklich packen. Natürlich war ich interessiert, was alles innerhalb des Schimmers passiert (ist), aber alle Charaktere und deren Schicksale haben mich kalt gelassen. Vor lauter Anspruch und psychologischer Fragen, die der Film aufwirft, haben die Macher vergessen dem Film eine Seele zu geben, so kommt es mir im Nachhinein vor.
            Dementsprechend meine Bewertung von 6.5 Punkten und die Erkenntnis, dass der Film echt schwer in Ordnung ist, aber doch weit entfernt ist in meinem DVD-Regal zu landen.

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            • 6

              Gleich vorab - wer sich eingehender mit der Thematik des Films auseinandersetzen möchte, dem sei wärmstens der hervorragende Blogartikel von Der Siegemund empfohlen:
              https://www.moviepilot.de/news/annihilation-ein-interessantes-ende-fur-die-menschheit-1104656

              Die zweite Regiearbeit des Briten Alex Garland ist ein SciFi-Drama Hybrid, der außerdem Elemente des Horrorfilms und des Survival-Thrillers in sich vereint. Darin begleiten wir eine fünfköpfige Expeditionsgruppe auf einen surrealen Trip in ein seltsames Gebiet, welches von einem farbenprächtigen Schimmer umgeben ist. Hauptfigur ist dabei die Biologin Lena, die versessen darauf ist, die Geheimnisse des Gebiets zu ergründen, um dadurch ihrem schwer verletzten Ehemann zu helfen, der als einziger Überlebender einer vorherigen Expeditionsgruppe aus dem Schimmer zurückgekehrt ist...

              Garlands Film besticht neben seinen visuellen Reizen vor allem durch seine mysteriös angelegte Story, die den Zuschauer zum Miträtseln einlädt und zahlreiche philosophische und biologische Fragen aufwirft. Im Zuge dessen liefert der Film im Verlauf zu einigen Fragen eindeutige Erklärungen, während andere Dinge nur angedeutet werden bzw Inhalte über Symbole transportiert (Leuchtturm, Tattoo). In seinen vielen Interpretationsmöglichkeiten liegt dann auch eine der größten Stärken von "Auslöschung", während der Film in anderen Bereichen durchaus schwächelt. So wird die Haupthandlung im Gebiet des Schimmers immer wieder durch Nebenhandlungsstränge unterbrochen, die einen eher geringen Beitrag für den Unterhaltungswert des Films leisten und mehrmals wie ein Störfaktor innerhalb der Handlung daherkommen. Der Hauptzweck dieser Nebenhandlungen liegt offenkundig darin, dem Zuschauer Erklärungen mit an die Hand zu geben. Dies wird jedoch insgesamt unelegant gehandhabt und bisweilen agiert Garland hier sogar regelrecht mit der Holzhammermethode.

              Dass das Expeditionsteam ausschließlich aus Frauen besteht, stellt hingegen eine willkommene Abwechslung dar, ist dies doch abseits von seichten Komödien und Franchise-Spin Offs wie den weiblichen "Ghostbusters" und "Oceans Eight" nach wie vor eine Seltenheit in der Filmwelt. Damit einhergehen nämlich ungewohnte soziale Konstellationen, die zumindest im Ansatz überzeugen. Der Cast von "Auslöschung" weiß auch durchweg zu gefallen, wenngleich die Figurenzeichnung nicht unbedingt zu ausgiebigen Lobeshymnen animiert und keine besondere emotionale Involvierung ermöglicht. Einen richtigen Zugang konnte ich jedenfalls nur zu der von Natalie Portman verkörperten Lena finden, alle anderen Charaktere des Films blieben eher blass und nichtssagend. Lena immerhin ist mir ihrem unermüdlichen Ehrgeiz und der tragischen Verbindung zu ihrem von Oscar Isaac gespielten Ehemann Kane eine vielschichtige Figur, die bis zum Schluss mein Interesse wach halten konnte.

              Wach halten ist derweil ein passendes Stichwort, denn "Auslöschung" ist in meinen Augen kein besonders spannender Film geworden. Die Handlung dümpelt mehr oder weniger vor sich hin, während die Highlights vornehmlich optischer Natur sind. Die Effekte laden zum Großteil in der Tat zum Staunen ein, nur gelegentlich gestört durch übertriebenen Lens Flare Einsatz und einen unverkennbaren Studio-Look (Stichwort Zelten). Die Handlung indes vermag nicht durchgängig zu fesseln, dafür bietet "Auslöschung" in dieser Hinsicht einfach zu wenig und nimmt durch Andeutungen in den Nebenhandlungssträngen zu viel vorweg. Einige lange Einstellungen lassen bei mir zudem den Verdacht aufkommen, dass Garland Vorbildern wie Kubricks "2001" nacheifern wollte und bei diesem Versuch seine Ambitionen zu hoch gesteckt hat.

              Somit lässt sich "Auslöschung" für all Diejenigen empfehlen, die mit visuell reizvollen SciFi Filmen mit philosophischen Untertönen etwas anfangen können. Wer sich jedoch nicht als Genrefan sieht und aus derlei Botschaften keinen gesteigerten Unterhaltungswert zieht, könnte angesichts der recht zähen und wendungsarmen Handlung eine Enttäuschung erleben.

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              • 7 .5
                Filmpflaume 16.04.2018, 19:01 Geändert 16.04.2018, 23:18

                Ob diese Expedition nun in Paradies oder Hölle vorstößt, ist vielleicht gar nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, denn um “Auslöschung” handelt es sich hier eigentlich nur aus einer intuitiven (womöglich aber gerechtfertigten) menschlichen Perspektive. Wie Natalie Portman in diesem Film lernen wird, muss man den Schimmer jedoch neutraler denken, als DNA-brechendes Prisma ist er vor allem erst einmal Veränderung, nicht nur Zerstörung der natürlichen Gegebenheiten, sondern deren Transformation, Mutation, und damit auch: Evolution. Für die einen eine biologische Horrorshow, für viele der gebrochenen Existenzen, die es in diese Zone führt, aber auch ein Weg, dem eigenen Trauma durch Eingehen in einen Prozess des stetigen Werdens zu entkommen. Und andererseits in seiner Umsetzung von Unsterblichkeit durch permanente Mutation die ironische Einlösung von Portmans Wunsch, die Sterblichkeit mittels Wissenschaft zu überwinden. Ironisch, weil der Schimmer auch nichts anderes als ein globaler Krebsprozess ist, jene Krankheit, die Portman erforscht. Sie wäre also prädestiniert dafür, ihn zu verstehen.
                Aber sie versteht nicht. Auf sämtliche Fragen danach kann sie nur mit einem ausdruckslosen “I don´t know.” antworten und stellt sie somit zurück an den Zuschauer, dem es überlassen ist, zu verstehen und sich zu positionieren, wo die Wissenschaft an die Grenzen des Fassbaren stößt. Diese Undeutlichkeit, die alles andere als Beliebigkeit ist, war bereits eine Stärke von Garlands “Ex Machina” und fordert die Diskussion. Anders als sein Vorgänger funktioniert “Auslöschung” jedoch weniger über ausgefeilte Dialoge, als über die Einbindung zusätzlicher Genreformen, insbesondere des Horrorfilms. In seinen stärksten Momenten verleiht der Film seinem Diskurs so körperliche Gestalt, eine affektive Qualität, indem er seine Fragen wortwörtlich am Körper seiner Charaktere und seiner Welt verhandelt. Die augenscheinlichen Tarkovski-Anleihen werden so in ein anderes Licht gerückt, denn während die Reisen ins Unbekannte in “Solaris” und “Stalker” vor allem Erkundungen menschlicher Seelenwelten waren, verhandelt Garlands Film die Grenzen des Menschlichen primär auf einer körperlichen Ebene. In der Zerstörung körperlicher Gewissheiten imaginiert er die Überschreitung dieser Grenzen, wortwörtlich, denn vor allem die Trennung des eigenen Körpers von der Außenwelt wird in Frage gestellt, damit aber auch dessen identitätsbildende Funktion. Andererseits scheint dieser Einsatz von Genrekonventionen auch zu einer oberflächlichen Figurenzeichnung zu führen, die nicht allzu schlimm wäre, den Zugang (affektiv wie emotional) zum Film jedoch erschwert. Das ist schade, muss aber nicht heißen, dass Garland hier nicht erneut starkes, anregendes Sci-Fi-Kino gelänge, auch (und leider) außerhalb der Kinosäle.

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                  cybercrediators 14.04.2018, 18:21 Geändert 14.04.2018, 18:23

                  Ich hatte den Film zuerst nicht wirklich auf dem Schirm, da er direkt auf Netflix veröffentlicht wurde, was ich zunächst als Schade empfand, da man den Regisseur ja schon von Ex Machina kennt. Dennoch habe ich dem Film eine Chance gegeben und muss leider sagen, dass ich enttäuscht bin. Die Darsteller gehen in Ordnung, der Cast ist relativ passend gewählt. Die Welt ist nett gestaltet, hätte aber deutlich mehr geboten, als im Film gezeigt wurde, zudem sind die Effekte eher unter dem Durchschnitt, was bei einem Sci-Fi-Film nicht passieren sollte.

                  Was mich am meisten gestört hatte und was den Film einfach auf meine Wertung herunter zieht ist die Story. Generisch und am Anfang für 30 min wirklich interessant und man will wissen, was es mit dem "Schimmer" auf sich haben könnte. Das verfliegt jedoch schnell, da sich der Film extrem zieht und die "überraschenden" Begegnungen/Entdeckungen innerhalb des Schimmers extrem 08/15 sind. Da wäre einfach mit der eigentlich interessanten Idee doch deutlich mehr gegangen. Dazu kommt, dass das Fünferteam einfach nicht zusammen passt und die Charaktere zwar ihre eigenen Hintergrundgeschichten haben, die mir aber völlig egal waren und einfach das Geplänkel direkt nach ein zwei gemeinsamen Szenen stört. Das allerschlimmste waren abgesehen von einigen großen Logiklöchern noch das Ende. Wer auch immer auf sowas gekommen ist hatte wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank. Man bekommt nie eine Erklärung was genau das jetzt sein sollte, nur Andeutungen und ein paar Szenen, die die "Gefahr" darstellen soll, die davon ausgehen soll. So eine große Enttäuschung am Ende hatte ich selten und was auch immer für eine Message dahinter steckt verstehe ich einfach nicht, da immer wenn solche Themen angesprochen werden man direkt durch nervige Zwischenrufe der Charaktere rausgeworfen wird oder einfach nur so oberflächlich wie möglich eingegangen wird, dass es die Masse auch verstehen soll, was überhaupt nicht funktioniert hat.

                  Alles in allem ein unterdurchschnittlicher generischer Sci-Fi Film, der nur deswegen nicht Tele5 Niveau hat, da der Cast bekannte Schauspieler sind und die Effekte trotzdem noch besser als dort sind, auch wenn nur knapp. Für einmal Anschauen reichts gerade so, aber nur wenn man auch was mit dem Genre wirklich anfangen kann.

                  • 6

                    Wow, das nenn' ich mal eine herbe Enttäuschung. Nach dem großartigen EX MACHINA und den Kritiker-Vorschusslorbeeren, hatte ich schon Bedenken, als die ersten Bewertungen auf moviepilot eintrudelten. Nun hat es sich leider bestätigt. ANNIHILATION ist bloße SciFi-Stangenware. Nix Besonderes. Einfach nur überdurchschnittliche gute SciFi Unterhaltung.
                    Optisch teils ein Augenschmaus, beeindruckend, oft aber auch einfach nur total hässlich. Ich hatte oft das Gefühl, als befänden sich die Frauen um Natalie Portman in einer mittelmäßig generierten Computerwelt, als wirklich in der freien Natur. Die Effekte sind teils zum Augen verdrehen, Tiefpunkt dabei definitiv die Rehe mit den Zweiggeweihen. Wer hat den Sche**ß bitte durchgewunken? Die gleichen Flachzangen, die auch Sharknado und die Heuschrecke in Dracula 3D als "hübsch" betiteln würden?
                    Inhaltlich habe ich jetzt auch nix mitgenommen. Vielleicht bin ich zu blöd, vielleicht steckt da aber auch einfach nichts hinter. Die Vorlage kenne ich leider nicht, aber mehr als oberflächliche Taschenspielerpsychologie habe ich da jetzt nicht erkannt.
                    Außerdem hat mich die blöde Erzählstruktur maßlos geärgert. War ich gerade mal etwas in der Atmosphäre des Schimmers eingetaucht, reißt mich Garland aus dieser Welt und erzählt irgendeinen sinnlosen Quatsch über die Protagonistin, die sowieso überhaupt kein Profil besitzt (übrigens, das gilt für alle Charaktere, auch wenn die Darsteller ihre Sache durchaus gut bewältigen). Das Verhör in der Forschungsstation ist genau so überflüssig, wie die Vorgeschichte Portmans mit Isaac und ihrem Kollegen. Keine Ahnung, was das sollte. Da scheitert dann das Ding auch. Er konnte mich nie packen, keine Emotionen hervorlocken, zugegeben, der ein oder andere Schockmoment saß erstaunlich gut, im Großen und Ganzen plätschert der Film aber einfach vor sich hin, ohne wirklich zu berühren.

                    Aber bei all den schlechten Worten, ANNIHILATION wird mir noch etwas länger im Kopf umher spuken. Vielleicht, weil er so enttäuschend war, vielleicht, weil doch mehr dahinter steckt, als ich jetzt gerade glaube. Eine zweite Sichtung wird irgendwann vorgenommen.
                    Bedingte Empfehlung - vor allem für SciFi-Fans einen Blick wert, aber nicht das Meisterwerk, für das ihn einige halten.

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                    • 5

                      Langweilige Kameraführung, Langweilige Schauspieler. Schade, Film mit ungenutztem Potential

                      • 5 .5

                        Das Beste vorweg: Tolle Story.
                        uninspirierte Kamera, gelangweilter und langweilender Score, orientierungsslose Schauspieler die ganz ok sind. Die Hälfte der CGI und SFX sind im doppelten Wortsinn billig. Ausstattung, Sets und Kostüme auf unterstem Niveau.
                        Wenn ich nicht wüsste, dass es eigentlich als Kinofilm produziert worden ist und in USA ja auch im Kino ausgwertet worden ist, würde ich sagen: ganz netter Fernsehfilm.

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                          kid charlemagne 07.04.2018, 01:26 Geändert 07.04.2018, 03:03

                          Schon ein bildgewaltiger Horror-Sci-Fi. Alex Garland hat aber auch deutlich Anleihen genommen an Tarsem Singhs THE CELL und bei HR Giger. Surrealistisch und albtraumhaft allemal, optisch jedenfalls. Horrorfilme, die größtenteils an einem hellichten Tag in einem schönen Wald spielen, haben bei mir sowieso ein Stein im Brett. Monster- und Gore-Szenen gibts auch. Ich habe die Bilder toll gefunden, bei der Handlung habe ich allerdings irgendwann aufgegeben. Andere User, siehe weiter unten, haben das besser geschafft.
                          Gut fand ich auch, dass diese "Söldner"-Crew wie selbstverständlich nur aus Frauen bestand, aber ohne hysterische Elsen oder feministisches Getue. Oder habe ich da mal wieder bestimmte Bezüge nicht kapiert ?

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                            DNS brechendes Prisma bewirkt Bermudadreieckseffekt zu Lande. Alles mögliche verschwindet bis auf alte Ami Frontsau und hernach seine Ische. Dieselbige macht dann noch dem Verschwindibusprisma mittels einer Blendgranate den Garaus. Schöne Bilder, nette Atmosphäre, belanglose Geschichte.

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                              Ein Monolith von Film. Ich bin ehrlich gesagt nicht erstaunt, dass dieser Sci-Fi-Klotz bei Test-Screenings durchgefallen ist und seinen Weg in die europäischen Kinos nie gefunden hat. Der Film ist sperrig, lebt von seiner Atmosphäre und von einer Geschichte, die man sich selber aus den fantastischen Bildern zusammen dichten muss. Früher reichte dies zum Status „Klassiker der Filmgeschichte“. Heute noch zu „Netflix-Original“. Nichts desto Trotz ist „Annihilation“ ein fantastisches, sehr menschliches Werk, das man gesehen haben sollte.

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                                Veldrin 04.04.2018, 17:10 Geändert 04.04.2018, 17:27

                                Der Film wirkt wie als hätte man einen Europäer in den Asialaden geschickt, ohne Rezept. Ein Europäer der weder irgendeine Kenntnis geschweige Ahnung hat wie ein asiatisches Gericht aussieht, schmeckt oder überhaupt zubereitet wird. Dementsprechend dieser dann irgendwas willkürlich zusammenmischt und schön anrichtet.
                                Und das ist eben das Ergebnis, Auslöschung sieht schön aus aber unterhält eben leider dann auch nur auf dieser einen Ebene – der Visuellen.
                                Der Film hat weder gutes Pacing wie im (wertfrei gemeint) anspruchslosen Popcornkino noch ist er intellektuell anspruchsvoll genug um ein schlechtes Pacing kompensieren zu können. So hat der Film auch nicht mal die Ausrede er sei zu verkopft, denn dafür braucht es mehr als vage Blubbs und Vielleichts und da ist mir der farbgetränkte Pinsel auf die Leinwand gefallen, das ist ein Picasso, lasst uns zu einem Prosecco über die Bedeutung sinnieren. Ja, fragt euch doch mal warum bei einer Ausstellung immer gesoffen wird…

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                                  Oberflächliche Analyse:

                                  Gibt am Ende wieder mal mehr Fragen als Antworten auf. Das KANN ein geschicktes Stilmittel sein, ist es hier aber leider nicht.

                                  Nette Ansätze, ein paar schöne Ideen .. optisch nett anzuschauen, aber das war es dann auch wieder. Kein Film, den man sich mehr als ein mal anschauen muss.

                                  Immer wieder langweilige Längen und unbefriedigende Unlogik.

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                                    TheDuckListener 03.04.2018, 16:30 Geändert 03.04.2018, 16:31

                                    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, es handelt sich um den Versuch "STALKER" (den Film von 1979, nicht das Spiel) nachzuahmen. Nur irgendwie... bunter... und beschissener.

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                                      Von manchen Leuten als modernes Meisterwerk angesehen, von anderen als pseudo-intellektuelle Zeitverschwendung. Nachdem Alex Garland mit EX MACHINA die Herzen vieler Filmenthusiasten für sich gewann, hat er jetzt mit AUSLÖSCHUNG einen ziemlich umstrittenen Film geschaffen. War der Film etwa zu intelligent für manche Zuschauer oder steckte in Wahrheit hinter all dem nichts mehr als ein Streifen, der sich für cleverer hält als er es eigentlich ist? Seit Darren Aronofskys MOTHER und Rian Johnsons DIE LETZTEN JEDI ist mir kein anderer Film untergekommen, der die Moviepiloten in letzter Zeit so gespalten hat, weshalb ich es für richtig hielt, meinen Senf dazu zu geben.
                                      Also was ist in meinen Augen Garlands neuester Streich? Kunstwerk oder Katastrophe?
                                      Meiner Meinung nach keines von beiden.

                                      Zuerst möchte ich loswerden, dass man AUSLÖSCHUNG definitiv ansieht, dass ein fähiger Regisseur am Werk war. Die Bilder sind wunderschön anzusehen, der Film hat eine sehr dichte Atmosphäre und als Zuschauer bleibt man gefesselt und ist zugleich neugierig genug, um wissen zu wollen, wie es weiter geht. Auch die Befassung mit dem Thema über die innerliche Selbstzerstörung des Menschen, die durch den Verlust einer anderen Person, einer tödlichen Krankheit oder durch den Betrug seines Lebenspartners ausgelöst wird, bot sehr viel Potenzial. Der Film hätte es sich ziemlich leicht machen können, irgendeine Öko-Botschaft in die Story hinein zu quetschen um (wieder einmal) zum Ausdruck zu bringen, wie der Mensch das Virus ist, das sich und alle um sich herum vernichtet und so weiter, aber für diese oberflächliche Herangehensweise interessiert sich Garland zum Glück nicht. Trotzdem wird man während dem Film das Gefühl nicht los, dass er nicht gänzlich mit dem äußerst vielversprechendem Material umzugehen wusste im Vergleich zu seinen Vorbildern wie Tarkowski. Die Idee hinter seinem Film EX MACHINA war simpel, aber nicht minder genial. Es brauchte nicht viel, um einen tiefgründigen sowie intelligenten Science-Fiction Film zu drehen. Doch diese Subtilität fehlt zum Teil in AUSLÖSCHUNG. Man merkt dem Film zu jeder Sekunde an, dass er etwas Wichtiges aussagen möchte. Und auch wenn nichts falsch dabei ist, dass ein Film symbolisch, abstrakt und aussagekräftig sein möchte, kommt auch hin und wieder mal der Zeitpunkt, wo man das Gefühl kriegt, dass ein Film uns so kräftig mit der “Was hat es nur zu bedeuten?”-Keule ins Gesicht schlägt, dass es sich fast schon verzweifelt anfühlt. Vor allem das Ende, das sich irgendwo zwischen genial und prätentiös bewegt, dürfte die Zuschauer spalten. Nur weil ein Film ganz offensichtlich mehrdeutig zu verstehen und symbolisch ist, macht ihn das nicht automatisch gut. Doch bei AUSLÖSCHUNG fällt es mir schwer zu entscheiden, ob diese Abstraktion funktioniert oder wir hier schon auf Tarsem Singh THE CELL-Terrain sind, wo der Film uns zu jeder Sekunde ins Gesicht schmiert, wie komplex und tiefgründig er doch ist.

                                      Doch trotz der harten Worte fällt es mir schwer zu sagen, dass AUSLÖSCHUNG ein schlechter Film wäre. Es gibt um genau zu sein viel mehr Gutes über den Film zu sagen als Schlechtes. Man spürt die Kreativität hinter all den Naturaufnahmen, die auf der einen Hand ungewöhnlich sind, aber zugleich einen familiären Touch haben, sodass wir dem Film abkaufen können, dass so etwas in der realen Welt zustande kommen könnte. Selbst wenn uns der Film mit einem mutierten Bären konfrontiert, der die Stimme eines Menschens perfekt nachahmen kann, fühlt sich der Film trotz allem nie zu weit von der Realität entfernt an. Auch wenn sie nicht unbedingt die interessantesten Charaktere sind, fühlen wir mit den Protagonistinnen mit und spüren, wie sie dieser unbekannten Welt ausgeliefert sind. Respekt an die Personen, die kein unwohles Gefühl bei der Szene hatten, wo die Hauptcharaktere in einem engen Raum an verschiedenen Stühlen gefesselt sind und verzweifelt versuchen keinen Mucks zu machen, während sich eine blutrünstige Bestie langsam um sie herum bewegt.
                                      Trotzdem bin ich mir eines sicher: AUSLÖSCHUNG wird ein Film sein, der die Menschen zum Reden bringen wird. Deswegen würde ich diesen Film jedem empfehlen, nur um ihre verschiedenen Meinungen zu hören. Denn bei diesem Film würde ich es vollends nachvollziehen, wenn man mir sagen würde, dass er brillant, mittelmäßig oder schlecht ist. Ich persönlich war definitiv froh, einen Blick darauf geworfen zu haben, obwohl ich immer noch nicht sicher sagen kann, ob der Film nun insgeheim genial ist oder auch nicht. Vielleicht wird der Film die Zeit überdauern und als das Meisterwerk anerkannt werden, das es tief im Inneren vielleicht ist oder wie die menschlichen Zellen im Körper mit der Zeit langsam absterben und in Vergessenheit geraten, wer weiß?
                                      Seht für euch selbst, ob dieser Film euch möglicherweise etwas bieten kann, dass euren filmischen Horizont erweitern kann.

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                                        Hysterisch, reisserisch, Logikfehler, einschläfernd...

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                                        • 9
                                          ProjectChaos 02.04.2018, 23:21 Geändert 02.04.2018, 23:22

                                          Leichter Spoiler!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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                                          wow geniales Ende.

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                                          • 7 .5

                                            Ist mal ein erfrischend anderer Ansatz zum Thema Alien-Invasion. Einiges daran ist aber doch schon recht unrund (Logikfehler, ein, zwei Längen). Wahrscheinlich wäre es für mich trotzdem noch gnädig ein 8-9 Punkte Film geworden, wenn mir hier nicht auch ein wenig der Arrival-Schrott raussickern würde. Sprich, abgesehen von etwas zu viel der Feminisierung, zwanghaft episch künstlerisch tiefsinnig sein zu wollen. Davon 120% reinhauen anstatt schlicht ein wenig mehr Zugeständnis an klassische Geradlinigkeit lässt einen eigentlichen Top-Film schnell mal kippen.

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                                              ANDREnalin 01.04.2018, 16:44 Geändert 01.04.2018, 16:46

                                              Kennt ihr "Topfschlagen"? Ihr werdet mit Augenbinde so lange im Kreis gedreht bis ihr die Orientierung verloren habt und könnt dann zusehen, wie ihr euch zurecht findet? 1:1 meine Erfahrung mit "Auslöschung". Das Netflix-Original ist die volle Dröhnung Sci-Fi-Horror mit einer tollen Natalie Portman, einer Extra-Portion Verstörung und unerschöpflichem Interpretationsspielraum. Inhaltlich werden interessante philosophische Fragen gestellt und es gibt so viele logische Deutungsansätze, dass das Grübeln erst so richtig Spaß macht. Die audiovisuelle Komponente trägt hierzu aber auch einen erheblichen Teil bei: Die Gratwanderung zwischen wunderschön und grausam gelingt Alex Garland in beiden Extremen mit eindringlichen Bildern, die einen so schnell nicht loslassen, hervorragend. Ein großes Lob hat sich auch der Soundtrack verdient: Der ist so subtil und nervenzerfetzend, dass es einen ganz unruhig macht... und wenn es dann zum Finale kommt und richtig merkwürdig wird, entfaltet er sein vollständiges Potenzial. "Auslöschung" ist ein faszinierendes und provokantes Filmerlebnis, dass ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann. Ob euch der Film gefallen wird, sei mal dahingestellt, aber für Gesprächsstoff sorgt er garantiert.

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                                                Wow. Nach dem eher katastrophalen Cloverfield Paradox, habe ich bei Auslöschung schon das schlimmste erwartet. Doch die spannenden und mysteriösen Trailer haben nicht gelogen. Da ich vorher noch nie was zu den zugrunde liegenden Romanen gehört habe bin ich vollkommen unvoreingenommen an den Film herangegangen und war nach dem Abschluss erstmal erstaunt und verwirrt gleichzeitig. Erst nach 1-2 Tagen drüber schlafen und Nachdenken kann ich nun langsam 1 und 1 zusammenzählen und nun sagen dass der Film auf mehreren Ebenen wirklich genial ist. Man kann beim Film soviel interpretieren und philosophieren wie schon lange nicht mehr. Garland liefert uns einen bis zum Ende spannenden und visuell beeindruckenden Mystery / Sci-Fi Streifen, mit tollen Charakteren, die alle irgendwo einen Knacks weghaben, aber letztendlich doch nachvollziehbar handeln. Wie die meisten anderen Filme in diesem Bereich sollte man natürlich nicht alles hinterfragen und so kämpft auch Auslöschung mit dem ein oder anderen Logikloch. Dennoch zeigt er aber hier wie man ohne übermäßig viel Gewalt, den Spannungsgrad permanent oben zu halten und den Zuschauer zu fesseln. Auch die wohl größte Hürde bei diesem Genre hat der Film meines Erachtens nach mit einem akzeptablen und würdigem Schluss gut überschritten. Am Ende ist es schade, dass man Auslöschung nicht im Kino betrachten konnte, doch Netflix Kunden dürfen sich hingegen auf einen tollen Trip in Area X freuen den sie so schnell sicher nicht mehr vergessen werden.

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                                                  Selten so hölzerne Darsteller gesehen, das Schicksal das sie ereilt, hat mich absolut kalt gelassen. Die Story wäre vom Prinzip sehr interissant gewesen, leider ist es ein kunterbunter, niedlicher Avatarabklatsch geworden!

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                                                    Ich gehe ja immer mit der Einstellung an Filme ran, nicht zu viel zu erwarten. Ich habe im Vorfeld nur positives gehört, ich mag Natalie Portman, liebe Sci-Fi Streifen mit etwas tiefgründiger Handlung und habe mich bereits vor dem Anschauen mit den Grundideen des Films beschäftigt. Dennoch, ich war mir unsicher ob mich der Film überzeugt, denn er will sehr viel sein, was ein Film selten ist: Tiefgründig, spannend und dabei auch noch sehr lang.

                                                    Und was soll ich sagen? Er hat mich überzeugt, auf ganzer Linie. Oftmals lese ich etwas von Logikfehlern, oder einer vorhersehbaren Story, aber dem widerspreche ich einfach mal. Die Story ist an einigen stellen natürlich etwas platt und manchmal ist der Zuschauer dem Film vorraus, was aber auch so sein soll. Stellenweise ist der Plot aber auch abwechslungsreich und ändert seine Darstellung in kleine Horror Sequenzen (welche aber keineswegs "erschrecken" sollen, sondern Spannung aufbauen und den Plot Deutlichkeit verleihen), Thriller und entspannende Dialoge. So wird sowohl eine Bindung zum Hauptcharakter aufgebaut, als auch eine dramatische Geschichte um sie herum gewoben.
                                                    Der Kern der Sache liegt aber einfach im Sci-Fi Aspekt: Idee und Umsetzung harmonieren sehr gut und liefern eine sehr langsame, wissenschaftliche Art der Science Fiction. Allein das packende und einzigartige Konzept ist einen Blick in den Film wert.

                                                    Fazit: Trotz der langsamen Erzählweise und dem etwas flachem Plot zwingt der Film den Zuschauer zum Nachdenken. Das was diesen Film ausmacht ist, dass er nicht einfach vorbei ist. Er hinterlässt einen Gedanken, eine Anregung, oder etwas ähnliches und erfüllt damit die Kriterien für ein "Ausgezeichnet". Wer nur etwas Entertainment für Zwischendurch, actiongeladenes Alien Geballer oder einen Sci-FI-Horror Film sucht: Finger weg. Wer gerne etwas nachdenkt und es mag über einen Film noch hinterher zu philosophieren, der sollte ihn sich unbedingt ansehen.

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