Auslöschung - Kritik

Annihilation

Du
  • 6 .5

    Interessant aber zu ruhige Erzählweise.

    • 6 .5
      Charlie_Firpo 13.08.2018, 10:12 Geändert 13.08.2018, 10:47

      Sehr schwer diesem Film eine Punktzahl zu geben, schwankt er doch ständig zwischen 4 und 8.

      -Spoiler-

      Auf der einen Seite:
      das übliche. 5 gehen rein, einer dreht immer durch, der ein oder andere stirbt (am besten noch als tragischer Held) und die Hauptfigur kommt wieder raus. Alles schon zig mal gesehen und das oftmals auch besser als hier. Das Thema Logik lasse ich komplett außen vor.

      aber:
      die Idee mit der durch eine Art Krebsgeschwür mutierten Welt, die zugleich beängstigend, schön und faszinierend ist, gefiel mir sehr gut. Der schreiende "Bär" brachte sogar noch Gänsehaut und nen kalten Schauer hervor und die eingewachsenen Personen nen leichten shocker Moment.

      leider:
      wurde diese faszinierende Welt überhaupt nicht weiter verfolgt obwohl eine Handvoll Wissenschaftler (warum und mit welcher Qualifikation auch immer) hinein gingen, was sehr schade ist da sie sehr viel Potential hatte (erinnerte mich ein wenig an Avatar).
      -Der Zeitsprung
      -Die Pflanzen und Tierwelt
      -Die Auswirkung auf den menschlichen Körper und die Psyche
      -Das Geschwür an sich
      -Die Ausbreitung
      -Die Herkunft
      -Das Schicksal der vorherigen Expeditionen
      So viele Themen, so viel Potential und nichts wurde angegangen. Je länger ich darüber nachdenke, desto wütender werde ich über diesen Film (hab an dieser Stelle von 7 auf 6,5 Punkte reduziert).

      und dann:
      das Ende. Hmm der eine mag es Kunstvoll/Anspruchsvoll nennen, der Andere eher peinlich, billig, primitiv, verstörend und unpassend. Ich hab mich noch nicht ganz entschieden, tendiere aber eher zu Zweitem. Die primitive Zerstörungswut musste natürlich auch hier ausgelebt werden und das offene Ende lässt nichts gutes erahnen.

      -Spoiler Ende-

      Diese Story als Film umzusetzen war m. M. nach ein großer Fehler. Als Serie hätte man das riesige Potential vollständig ausschöpfen können. Schade drum!

      • 5

        ... so hohe Bewertungen, das kann nicht euer Ernst sein. Mann muss sich nur mal anschauen, dass hier n Gruppe Starschauspielerinnen mit MGs bewaffnet losrennt und wie blöde auf alles schießt was sich bewegt, um die Lichtjahre Entfernung zu Filmen wie etwa STALKER zu erkennen. Sorry, für den Vergleich, den sicher kein Film standhält, aber wie kann man dann hier eine 8 oder 9 vergeben, dann müsste STALKER eine 15 bekommen. Also bitte Leute, bleibt aUF DEM bODEN:

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        • 4 .5
          thrillseeker83 16.07.2018, 11:49 Geändert 16.07.2018, 11:51

          Das Niveau von Garlands ex machina konnte er hier nicht halten. Im Gegenteil, visuell und atmosphärisch beeindruckend und eine gute Grundidee ist praktisch das einzige was positiv zu vermerken sind. Die eklatanten Logiklöcher sind einfach nicht zu ignorieren. Ein Team von Wissenschaftlern das aus traumatisch vorbelasteten, emotionalen Frauen besteht, die weniger an ihrer Mission, sondern mehr an Tratsch und Gefühlsdusselei interessiert sind und auch sonst alles andere als wissenschaftlich vorgehen, viele Handlungsstränge, die unbeantwortet bleiben, viele Fragen die auftauchen bleiben ebenso unbeantwortet und ein Ende das bestenfalls vage eine Auflösung des Vorangegangen anzudeuten vermag. Nichts wurde hier zu Ende gedacht und gemacht. Selbst Portman wirkt lustlos.
          Schon seit Alien: Covenant wird der Zuschauer beleidigt indem angeblich speziell ausgebildete Profis/Wissenschaftler zwar einen klaren Auftrag haben aber stattdessen nichts besseres zu tun haben, als beleidigt, ziellos, peinlich unprofessionell und wortkarg durch die Szenerie zu stolpern im wahrsten Sinne.
          Es besteht wohl der extreme Hollywood-Zwang Dummheit und Gefühl statt Professionalität in der Handlung zu inszenieren. Effekte ja, Storyboard nein.

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          • 8
            d3af 01.07.2018, 01:39 Geändert 01.07.2018, 13:50

            Ich würde den Film in 2 Teile aufteilen die atmosphärisch irgendwie nicht so recht zusammengepasst haben.
            Teil 1: Alles bis auf das Ende im Leuchtturm
            Teil 2: Das Ende im Leuchtturm

            Spoiler!

            Teil 1 war eine mystische, etwas surreale Reise durch den Schimmer mit "Monstern". Hätte von mir ne solide 7 bekommen.

            Teil 2 war wohl der beste Alien/Mensch Kontakt den ich je in einem Film gesehen habe!
            Endlich mal keine Tentakel-Viecher die mit Lasern ballern sondern ein komplett surreales Ereignis was viel mehr Fragen aufwirft als es beantwortet. Und genau so muss es doch sein! Eine Lebensform die SO anders ist als die uns Bekannten, dass man als normaler Mensch/Zuschauer komplett verwirrt ist und händeringend versucht das unbegreifliche zu greifen. Was ist es? Was will es? Warum macht es das? Die Mimikri-Szene war SO geil! Die Atmosphäre war elektrisierend der Sound perfekt gewählt. Ich glaube im Kino hätte mich die Szene mega weggeflasht.
            Interessant fand ich auch, dass das Alien/die außeridische Energieform scheinbar irgendwie gar keine richtige Intention hatte bzw. keine echten (bösen) Absichten bzw. überhaupt irgendwelche BEWUSSTEN Absichten. Das passierte auf eine gruselige Art irgendwie automatisch.

            Der erste Teil war aber irgendwie viel zu konventionell (mit den Monstern) als das er zu diesem surrealen Ende gepasst hätte.

            Für diese erfrischend andere Darstellung einer außerirdischen Lebensform gibts von mir nochmal einen Bonuspunkt.

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            • 6 .5

              Was mir gefallen hat waren die Farben und Mutationen im Schimmer, tolle Blumen, diese weissen Rehe mit Ästen als Geweih. Auch die Frauenpower fand ich gut, leider zerfällt die Gemeinschaft schnell, das fand ich dann sehr schade. Der Film halt leider auch Längen. Ich hätte mir etwas mehr Forschergeist bei den Ladys erhofft, man den Mutationen auf den Grund geht und man mehr von diesen tollen bunten Gewächsen und Kreaturen zu sehen bekommt.
              Die Story selbst war nicht gerade vielschichtig, einige Personen etwas zu flach dargestellt. Das Ende zu schnell und zu einfach! Ich finde man hat einiges an Potenzial verschenkt.

              • 4 .5

                Ich wollte diesen Film wirklich gut finden, aber irgendwie passt hier nichts zusammen. Eine oberflächliche Love-Story trifft auf einen dünnen Abenteuerfilm-Plot, ein bisschen Splatterfilm und entwickelt sich zum esoterisch-abstrakten Kunstfilm. Was mich am meisten störte, waren aber die völlig unmotiviert eingestreuten Plot-Twists und unzählige Storyfäden, die am Ende unausgeführt bleiben. Wir sehen eine sich ausbreitende Sphäre des Übernatürlichen, Gedärme, die zu Würmern wurden, Krokodile mit Haigebiss, Zombie-Bären, durchsichtige Fische, bunten Pilzbewuchs, Menschen die über Nacht wahnsinnig werden, Blumen in Menschengestalt, Aliens die Menschen klonen, und der Film liefert für keines dieser Phänomene auch nur den Ansatz einer Erklärung, außer "weiß nicht, irgendwas mit Mutationen".

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                • 4
                  Markbln 17.06.2018, 21:02 Geändert 30.06.2018, 23:40

                  Abgesehen von Portmans vielschichtiger Darstellung ist die AUSLÖSCHUNG ziemlicher Mumpitz. Das fängt damit an, dass fünf durchschnittlich intelligente Frauen ohne jegliche Schutzkleidung in eine befremdlich strahlende Aerea x marschieren, aus der zuvor niemand lebend raus kam. Und endet mit einem unfreiwillig komischen Alienauftritt, der an Ausdruckstanz deutscher Theater AGs in den 80ern erinnert. Da kann selbst die in Flammen stehende geliebte Jennifer Jason Leigh nichts mehr reißen. Auch wenn's noch so sommersonnengelb bebildert ist.

                  Alex Garlands neuer Film ist beileibe nicht so interessant wie sein Vorgänger Ex Machina. Er ist nur ein weiteres typisches Filmbeispiel, das mit vagen Andeutungen vermeintlich tief philosophische und metaphysische Themen suggeriert, die keinerlei Ausarbeitung erfahren und substanzlos bleiben.

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                  • 5
                    Osmium 16.06.2018, 16:08 Geändert 17.06.2018, 08:42

                    "I don't know."
                    Diese häufig im Film gefallene Aussage war auch was mir zunächst in den Sinn kam als ich mir Gedanken über die Bewertung machte. War das gerade gesehene nun große Kunst oder pseudo-intellektueller Fluff? Je mehr ich drüber nachdenke, umso ärgerlicher wird meine Haltung zum Film.

                    Das fängt schon mit dem Verhör zu Beginn an, das eigentlich schon unnötig die ganze Handlung spoilert. Lena ist verstört und als einzige von einer Expedition zu einen fremdartigen Ort zurückgekehrt, in dem offenbar die Naturgesetze etwas anders laufen. Die anderen Expeditionsteilnehmer sind entweder tot oder vermisst. Mit Spannung darüber wohin die Handlung führt ist da eigentlich schon Sense. Wozu habe ich eigentlich die Trailer und Zusammenfassungen vorher extra gemieden?

                    Der ganze Umgang mit dem Phänomen ist unglaubwürdig. Geheimhaltung über 3 Jahre für so ein riesiges Areal in bewohnter Gegend mit so deutlich sichtbaren Auswirkungen (allein schon der Schimmer) kann man im Internet- und Satellitenzeitalter vergessen. Expeditionen hat man jede Menge hineingeschickt, die sind aber nie zurückgekehrt und haben keine Daten geliefert. Warum bleibt man eigentlich nicht erstmal knapp hinter der Grenze, wo man Daten über ein Kabel oder Sichtkontakt übermitteln und kurzfristige Auswirkungen studieren könnte? Darüber, dass ein längerer Aufenthalt gefährlich ist scheint man sich ja einig zu sein. Um den Leuchtturm als Usprungsort zu erreichen schickt man die Expedition aber erstmal auf einen Fußmarsch von einer Woche durch den Sumpf. Wie wär's mit einem Helikopter oder einer Anlandung von der Meerseite?

                    Auch die ganzen eingestreuten wissenschaftlichen Fachbegriffe klingen schlau, erklären aber eigentlich nichts. Die DNS wird hier analog zu Licht gebrochen und mutiert. Ausgewachsenen Alligatoren wachsen dadurch weitere Zahnreihen, Eingeweide werden zu Würmern und Menschen verwandeln sich in Pflanzen, bei denen wegen der Hox-Gene die äußere Gestalt erhalten bleibt. Sorry, aber so funktioniert Genetik einfach nicht. Das ist ähnlich plausibel wie die Superhelden, die nach radioaktiver Verstrahlung plötzlich ihre neuen Kräfte entdecken. Eine Biologie-Professorin sollte es besser wissen.

                    Unter moderne Kunst fällt dann wohl die letzte halbe Stunde bei und im Leuchtturm. Die visuellen und akustischen Effekte nehmen überhand, wirklich billig und absurd wirkt dann der "Tanz" mit der Doppelgängerin. Hätte auch gut als Einspieler für abstrakte Kunst auf arte laufen können.

                    Insgesamt fühle ich mich in den Deutschunterricht in der Oberstufe zurückversetzt. Da war es oft Aufgabe möglichst phantasievoll etwas in Romane und Theaterstücke zu interpretieren. Bei 'Auslöschung' scheint der Konsens eine Allegorie auf Selbstzerstörung zu sein. Die wiederholten Rückblendungen in die Beziehung von Lena und Kena sollen uns dann wohl weismachen, dass Kane sich als Reaktion auf die Affäre seiner Frau freiwillig für ein Himmelfahrtskommando gemeldet hat? Wie tragisch, dabei lieben sie sich doch eigentlich!

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                    • 6

                      An und für sich ist die Geschichte von AUSLÖSCHUNG nicht schlecht.
                      Es hat sehr viele Bilder und Kameraeinstellungen. Die einzelnen Szenen werden gemächlich erzählt und man nimmt sich Zeit für jede einzelne Einstellung. Man merkt auch, dass die Figurenzeichnungen von jeder Schauspielerin, ein Geheimnis mit sich trägt, dass nach und nach offenbart wird. Das macht es auch ein bisschen spannender für den Erzählstrang. Alex Garland versteht es auch die Special Effects perfekt in Szene zu setzen. Die Effekten sind sehr farbig und man merkt auch dabei, wie er dabei die Spannung auflädt. Die Wesen sind zwar sehr schön, obwohl man weiss, das gleich in der nächsten Szene nicht auf die Schönheit vertrauen kann. Auch der Sinn des Lebens ist eine Message von Garland. Von wo kommen wir und wohin gehen wir. Leider zögert Garland die Geschichte manchmal zu sehr heraus und wartet dann vergeblich bis Garland zum Punkt kommt. Auch die Schauspielerinnen sind sehr gut ausgewählt und man merkt, dass jede der Frauen einen schweren Rucksack zu tragen haben.
                      Fazit: Ein leiser und langatmiger Film über die Existenz und das Schicksal von verschiedenen Frauen bringen zwar Stimmung, aber ein bisschen mehr Action hätte man den Film schon gegönnt!

                      • 8

                        Eine film wie eine erfahrung..spannend..mutig weil unkonventionell und erinnert an tarkovskys meisterwerk jedoch ohne sich in dessen olymp einzugliedern

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                        • 6
                          Ecto1 24.05.2018, 13:17 Geändert 24.05.2018, 15:22

                          Dass hier spannende Fragen unbeantwortet bleiben liegt in der Natur des Plots. Dass viele aber surreal mit einzigartig verwechseln oder abstrakt mit innovativ nicht.

                          "Annihilation" bietet eine spannende Ausgangslage, wirkt am Ende aber zu bemüht um aussergewöhnlich zu sein. Ein Film der zwischen Genie und totaler Belanglosigkeit pendelt und es hätte mich nicht gewundert, hätte man hier eine absolut platte Auflösung aufgetischt.

                          Auf selbige wurde zu weiten Teilen komplett verzichtet, genau so wie auf Erklärungen warum ein Event diesen Ausmasses nicht von anderen Nationen o.a entdeckt worden ist.

                          Alex Garland kann man keinen Vorwurf machen, er hatte nicht mehr Material zum arbeiten, da zum Zeitpunkt der Produktion noch nicht bekannt war dass die Geschichte in Buchform eigentlich eine Trilogie sein sollte. So wirkt der Film an vielen Stellen subtil unfertig, oft etwas gehetzt und manchmal wenig schlüssig.

                          An vielen Stellen bedient sich "Annihilation" auch bekannten Genre-Klischees und bietet bis auf das tolle - aber auch überzeichnete - Ende, nur wenige Überraschungen. Gross auftrumpfen kann hier der Cast, durch diesen die Figuren einen klaren Charakter bekommen, welcher auch ohne viele Worte auf den Zuschauer prasselt.

                          Nur wirken einige fragwürdige Entscheidungen der Protagonisten dadurch eher störend und man möchte dem ein oder anderen Mädel einfach nur eine klatschen.

                          Als Netflix Abonnement nimmt man solche Produktionen natürlich gerne mit, auch wenn ich nicht so richtig begeistert war. Aber vielleicht war ich nach den vorherigen Garland Werken einfach mit zu hohen Erwartungen an den Film gegangen.

                          Ein brauchbarer Sci-Fi Mystery Streifen im erdigen Ton ist "Annihilation" jedenfalls geworden, selbst wenn gerne mehr Fleisch am Knochen hätte sein dürfen.

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                          • 7

                            Diesen Film kann man schwer beschreiben. Faszinierend waren vor allem die Kulissen. Auch wenn man teilweise deutlich merkte, dass viele Sets im Studio existierten. Ebenso interessant waren die immer wieder eingestreuten Hinweise und Anspielungen auf philosophische- und evolutionäre Grundfragen. Eine genaue Benennung dieser muss allerdings aus Spoilergründen vermieden werden. Doch ganz offensichtlich sind diese Verweise alle nicht. Der Film verlangt die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers. Eine eventuelle späteres Nachschlagen im Internet nach der Erklärung für gewissen Aspekte des Films sollte eingeplant werden. Der gesamte Cast leistet solide Arbeit, wobei jetzt niemand aus der Masse besonders hervorsticht.

                            Weniger gefallen haben mir die Dialoge. Diese waren höchstens auf dem Standard eines Horrorfilmes. Wirklich mitgefiebert hat man mit keinem der Charaktere. Auch wenn man sich im Film bemüht, durch eine kleine Hintergrundgeschichte die Charaktere dem Zuschauer näher zu bringen. Ganz furchtbar war teilweise der Einsatz von CGI. Hier sind besonders einige Tiere wie die Hirsche zu nennen.

                            Was bleibt vom Film sind einige schöne Ansätze, die allerdings etwas unrund wirken. Für die breite Masse ist dieser Film definitiv zu anspruchsvoll. In seiner Deutung vielleicht sogar fast schon zu intellektuell. Etwas offensichtlichere Anspielungen wäre wohl besser gewesen. Allerdings ist dies auch ein Film der erfreulicherweise aus der Masse der üblichen Scifi-Filme heraussticht. Gerade weil der Film so anders ist. Das Konzept des Lebens wird erfrischend anders dargestellt. Damit verknüpfte Fragen bezüglich der Existenz der Menschheit regen zum eigenen Nachdenken an.
                            Dennoch ist der Film an vielen Stellen in der Mitte zu zäh. Dazu begehen die Protagonisten die gleichen Logikfehler wie in vielen ähnlichen Produktionen. Im Drehbuch ist dieser Film genial, in der Umsetzung vermiesen einige Schnitzer leider den Sehgenuss.

                            • 8 .5

                              Ich liebe Jennifer Jason Leigh. Ich liebe das Drehbuch. Ich liebe den Schnitt. Hier ist einfach kein Gramm Gesabbel zuviel. Die Story ist dicht und pointiert. Manche mögen die Erzählweise als zu hektisch empfinden. Aber für mich ist sie perfekt. Es kommt niemals Langeweile auf. Die philosophischen Gedankenspiele sind nicht zu überfrachtet, im Gegenteil, schlicht und elegant, und regen nachhaltig an.

                              QUEERfaktor: 5 (die Diversität von Netflix-Originalen ist wie immer löblich; die lesbische Sanitäterin baggert Natalie Portman an, womit die sexuelle Orientierung geklärt ist; danach erfüllt ihre Figur andere Funktionen als den LGBT-Check; ganz selbstverständlich, ohne Problematisierungen, als wär die Welt für kurze Zeit mal ohne Arschlöcher und Hater)

                              BUNNYfaktor: 6 (ein Brustdouble für Portman ist natürlich lächerlich, aber: geschenkt; an Garlands Stelle hätte ich das dann einfach komplett weggelassen; aber Heteros lieben die Dinger halt; warumauchimmer)

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                              • 9
                                Kill_Diether 05.05.2018, 13:02 Geändert 05.05.2018, 13:04

                                Hatte die Befürchtung, dass aus Forscherinnen die im Labor und Büro arbeiten, Äktschen-Heldinnen gemacht werden. So einen Schwachsinn für Kinder und Doofe gibt es mit "Annihilation" zum Glück nicht. Natalie Portman hat in ihrer Rolle eine militäriche Laufbahn absolviert und bleibt deswegen in gefährlichen Situationen vorsichtig strategisch. Jennifer Jason Leigh und die anderen sehr guten Schauspielerinennen verhalten sich ebenso, nämlich wie echte Frauen (keine Äktschn-Tussis), wie Menschen in extremen Situationen agieren.
                                Die Geschichte ist dementsprechend nachvollziehbar. Sie ist SiFi, jedoch ist außerirdisches Leben wie in "Annihilation" viel wahrscheinlicher, als irgendwelche Alien-Monster. Viel wahrscheinlicher ist auch, dass eine außerirdische Lebensform ganz andere Ziele, Motivationen und Methoden hat, als mit Riesenraumschiffen und Waffen die Erde einfach mal so platt zu machen.
                                Alex Garland hat wieder einmal bewiesen, dass intelligenter SiFi viel spannender als quitschbuntes SiFi-Geballer ist.

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                                • 5 .5

                                  So tief wie der Film auch sein will, so platt ist er in seiner Präsentation. Optisch für mich total panne und richtiger Stimmungskiller, da kann auch der gute Soundtrack nichts retten

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                                  • 2

                                    Also das war jetzt die zweite Netflix Produktion die ich gesehen habe. Für mich ist jetzt auch klar warum Netflix-Filme nicht vorher im Kino laufen. Das waren früher die Filme die in den US-Kinos floppten und bei uns direkt als DVD Premiere erschienen und trotzdem noch mit großen Namen beworben wurden. Und wenn man sich dann doch mal so einen Film auslieh, wussten man in den meisten Fällen auch warum die floppten und fragte sich warum den Film überhaupt sah. Ich habe ab etwa der Mitte des Films angefangen ein wenig vorzuspulen, wollte dann wenigstens wissen was es mit dem Schimmer auf sich hat und wie der Film endet. Danach dachte ich, hätte man auch sofort ausmachen können.

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                                      Tytus 25.04.2018, 22:15 Geändert 25.04.2018, 22:22

                                      Was für ein Pseudo- intellektueller Müll, blasse Charaktere, stark ziehende Story, an sich eines Kommentars nicht würdig.

                                      Ende

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                                        Achtung Spoiler (ohne gehts irgendwie nicht)
                                        Natalie Portman sehe ich so gar nicht gerne aber hier war sie eigentlich ganz erträglich bis auf die Bettszenen *graus*. Was ich dem Film ganz und gar nicht verzeihen kann ist, dass er sich gleich am Anfang selbst spoilert, als er Lena in der Befragung nach der Expedition zeigt und klar wird, dass der Film rückblickend erzählt wird. Es wäre viel spannender gewesen, wenn man nicht wüsste, dass "Lena" da raus kommt. Und trotz, dass so manche Handlungen der Frauen dämlich waren (Die eine Nacht schlafen sie in einem Wachturm. Wache hält aber eine alleine in einem Häuschen auf dem Boden. Als die Alarm schlägt, rennen alle runter *wtf*), fand ich den Film interessant storytechnisch, weil ein Augenschmaus war das CGI nicht gerade.

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                                        • 4 .5
                                          fabian.ehrmantraut 18.04.2018, 23:51 Geändert 18.04.2018, 23:56

                                          Ähhhm....ok....was sollte das eigentlich?

                                          Für einen Horror/Science-Fiction-Schocker nicht spannend oder actionreich genug.

                                          Auch als philosophischer Science-Fiction-Film à la Arrival, Interstellar oder 2001 funktioniert der FIlm nicht wirklich.

                                          Vielmehr ist das hier eine The-Happening-Shyamalan-Kopie im Alien-Style...und das braucht nun wirklich niemand. The Happening hat shcon niemand gebraucht.

                                          CGI ist teilweise echt mies...Sharknado-Level...die bescheuerte Privat-Story ist so unnötig wie sonstwas...schön in Rückblenden erzählt, damit es kunstvoll wirkt. Hier ist die Arrival-Parallele kaum zu übersehen. Nur ist die Background-Story in Arrival relevant...hier ist sie es tatsächlich kein bisschen.

                                          Es lohnt sich echt nicht. Sorry NEtflix, das war nix! Das Geld hättet ihr mal lieber in "Sense8" oder "Everything sucks!" investieren sollen.

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                                            Ich hätte nicht erwartet, dass ich ein so oberflächlicher Mensch bin. Oder wie man im Gamer-Bereich sagen würde: eine Grafikhure. Woher diese Erkenntnis? Dieser Film bietet viele philosophische und wissenschaftliche Theorien die einen zum Nachdenken anregen. Doch all das half mir nicht, da ich das Gefühl hatte, in einem Musikvideo von Madonna in den 90ern zu stecken. Oder wie man wieder im Gamer-Bereich sagen würde: ich flog regelmäßig aus der Immersion.

                                            Schon der Einschlag des Objekts am Anfang erinnerte mich an Command & Conquer, die (unglaublich vielen) Blendeffekte an Fotolia-Bilder, die Fauna an Woolworth-Gummipflanzen und [SPOILER] das Wesen am Ende an Eiffel 65 (I'm blue-dabe-dee). Vor allem als Dr. Ventress anfing sich in Einzelteile aufzulösen, schrie ich vor visuellen Schmerzen auf.

                                            Der ganze Film wirkt wie ein Studentenfilm (was Film-Studenten UNrecht tut, da viele Studenten weitaus bessere Qualität abliefern können) oder ein Youtube-Film eines Hobbyfilmers.

                                            Es tat vor allem deswegen weh, weil ich das Konzept sehr interessant fand: eine Symbiose aus allen Organismen, ein Tumor der weiter und weiter mutiert, ein Genpool der sich bildet, in denen alle Wesen anfangen zu verschmelzen, wunderschön. Einige Bilder zeigten mir dadurch auch, dass etwas künstlerisches an dem Film war: die beschleunigte Zellteilung, die Horror-Elemente der gefallenen Soldaten und die Blütenbildung.

                                            Gerade das Finale sollte mir Gänsehaut bieten, da es vom Konzept faszinierend war. Letztendlich war ich aber nur damit beschäftigt zu sehen, was CGI war und was echte Schauspieler. (Wieso haben sie keinen professionellen, schlaksigen Tänzer in einen Anzug gesteckt und diesen nachanimiert?) Der Regisseur kann durchaus tolle SciFi-Filme machen, ExMachina hat mir sehr gefallen!

                                            Ich bin also nicht nur enttäuscht von dem Film (ich bin ein großer Fan von Arrival, an dem dieser Film einfach nicht rankommt), sondern auch von mir selbst, dass ich es als Zuschauer nicht geschafft habe, über diese grafischen Aspekte hinweg zu sehen und mich auf diesen durchaus künstlerischen Film einzulassen.

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                                            • 6 .5

                                              „Auslöschung“ ist einer dieser Filme, die ich nur schwer bewerten kann. 3 Tage nachdem ich den Film gesehen habe, ist er immer noch in meinem Kopf und das ist eigentlich per se ein Qualitätskriterium, wenn ich bedenke, wie viel Filme ich mir anschaue und kurz danach wieder vergesse. „Auslöschung“ ist ein interessanter Genremix aus Mistery, Horror, Drama und Science-Fiction und entfaltet durch die anspruchsvolle Handlung eine gewisse Tiefe in die der Zuschauer reingezogen wird. Des Weiteren ist das Setting gelungen, die Schauspieler sind toll, Soundtrack atmosphärisch und die Effekte sind auch in Ordnung, bedenkt man, dass nur 40 Millionen USD zur Verfügung standen. Der Schnitt der verschiedenen Zeitebenen ist zudem auch richtig gut gemacht. Von dem her habe ich in all diesem Punkten nichts auszusetzen.
                                              Trotz alle dem, konnte mich der Film aber nie wirklich packen. Natürlich war ich interessiert, was alles innerhalb des Schimmers passiert (ist), aber alle Charaktere und deren Schicksale haben mich kalt gelassen. Vor lauter Anspruch und psychologischer Fragen, die der Film aufwirft, haben die Macher vergessen dem Film eine Seele zu geben, so kommt es mir im Nachhinein vor.
                                              Dementsprechend meine Bewertung von 6.5 Punkten und die Erkenntnis, dass der Film echt schwer in Ordnung ist, aber doch weit entfernt ist in meinem DVD-Regal zu landen.

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                                              • 6

                                                Gleich vorab - wer sich eingehender mit der Thematik des Films auseinandersetzen möchte, dem sei wärmstens der hervorragende Blogartikel von Der Siegemund empfohlen:
                                                https://www.moviepilot.de/news/annihilation-ein-interessantes-ende-fur-die-menschheit-1104656

                                                Die zweite Regiearbeit des Briten Alex Garland ist ein SciFi-Drama Hybrid, der außerdem Elemente des Horrorfilms und des Survival-Thrillers in sich vereint. Darin begleiten wir eine fünfköpfige Expeditionsgruppe auf einen surrealen Trip in ein seltsames Gebiet, welches von einem farbenprächtigen Schimmer umgeben ist. Hauptfigur ist dabei die Biologin Lena, die versessen darauf ist, die Geheimnisse des Gebiets zu ergründen, um dadurch ihrem schwer verletzten Ehemann zu helfen, der als einziger Überlebender einer vorherigen Expeditionsgruppe aus dem Schimmer zurückgekehrt ist...

                                                Garlands Film besticht neben seinen visuellen Reizen vor allem durch seine mysteriös angelegte Story, die den Zuschauer zum Miträtseln einlädt und zahlreiche philosophische und biologische Fragen aufwirft. Im Zuge dessen liefert der Film im Verlauf zu einigen Fragen eindeutige Erklärungen, während andere Dinge nur angedeutet werden bzw Inhalte über Symbole transportiert (Leuchtturm, Tattoo). In seinen vielen Interpretationsmöglichkeiten liegt dann auch eine der größten Stärken von "Auslöschung", während der Film in anderen Bereichen durchaus schwächelt. So wird die Haupthandlung im Gebiet des Schimmers immer wieder durch Nebenhandlungsstränge unterbrochen, die einen eher geringen Beitrag für den Unterhaltungswert des Films leisten und mehrmals wie ein Störfaktor innerhalb der Handlung daherkommen. Der Hauptzweck dieser Nebenhandlungen liegt offenkundig darin, dem Zuschauer Erklärungen mit an die Hand zu geben. Dies wird jedoch insgesamt unelegant gehandhabt und bisweilen agiert Garland hier sogar regelrecht mit der Holzhammermethode.

                                                Dass das Expeditionsteam ausschließlich aus Frauen besteht, stellt hingegen eine willkommene Abwechslung dar, ist dies doch abseits von seichten Komödien und Franchise-Spin Offs wie den weiblichen "Ghostbusters" und "Oceans Eight" nach wie vor eine Seltenheit in der Filmwelt. Damit einhergehen nämlich ungewohnte soziale Konstellationen, die zumindest im Ansatz überzeugen. Der Cast von "Auslöschung" weiß auch durchweg zu gefallen, wenngleich die Figurenzeichnung nicht unbedingt zu ausgiebigen Lobeshymnen animiert und keine besondere emotionale Involvierung ermöglicht. Einen richtigen Zugang konnte ich jedenfalls nur zu der von Natalie Portman verkörperten Lena finden, alle anderen Charaktere des Films blieben eher blass und nichtssagend. Lena immerhin ist mir ihrem unermüdlichen Ehrgeiz und der tragischen Verbindung zu ihrem von Oscar Isaac gespielten Ehemann Kane eine vielschichtige Figur, die bis zum Schluss mein Interesse wach halten konnte.

                                                Wach halten ist derweil ein passendes Stichwort, denn "Auslöschung" ist in meinen Augen kein besonders spannender Film geworden. Die Handlung dümpelt mehr oder weniger vor sich hin, während die Highlights vornehmlich optischer Natur sind. Die Effekte laden zum Großteil in der Tat zum Staunen ein, nur gelegentlich gestört durch übertriebenen Lens Flare Einsatz und einen unverkennbaren Studio-Look (Stichwort Zelten). Die Handlung indes vermag nicht durchgängig zu fesseln, dafür bietet "Auslöschung" in dieser Hinsicht einfach zu wenig und nimmt durch Andeutungen in den Nebenhandlungssträngen zu viel vorweg. Einige lange Einstellungen lassen bei mir zudem den Verdacht aufkommen, dass Garland Vorbildern wie Kubricks "2001" nacheifern wollte und bei diesem Versuch seine Ambitionen zu hoch gesteckt hat.

                                                Somit lässt sich "Auslöschung" für all Diejenigen empfehlen, die mit visuell reizvollen SciFi Filmen mit philosophischen Untertönen etwas anfangen können. Wer sich jedoch nicht als Genrefan sieht und aus derlei Botschaften keinen gesteigerten Unterhaltungswert zieht, könnte angesichts der recht zähen und wendungsarmen Handlung eine Enttäuschung erleben.

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                                                • 7 .5
                                                  Filmpflaume 16.04.2018, 19:01 Geändert 16.04.2018, 23:18

                                                  Ob diese Expedition nun in Paradies oder Hölle vorstößt, ist vielleicht gar nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, denn um “Auslöschung” handelt es sich hier eigentlich nur aus einer intuitiven (womöglich aber gerechtfertigten) menschlichen Perspektive. Wie Natalie Portman in diesem Film lernen wird, muss man den Schimmer jedoch neutraler denken, als DNA-brechendes Prisma ist er vor allem erst einmal Veränderung, nicht nur Zerstörung der natürlichen Gegebenheiten, sondern deren Transformation, Mutation, und damit auch: Evolution. Für die einen eine biologische Horrorshow, für viele der gebrochenen Existenzen, die es in diese Zone führt, aber auch ein Weg, dem eigenen Trauma durch Eingehen in einen Prozess des stetigen Werdens zu entkommen. Und andererseits in seiner Umsetzung von Unsterblichkeit durch permanente Mutation die ironische Einlösung von Portmans Wunsch, die Sterblichkeit mittels Wissenschaft zu überwinden. Ironisch, weil der Schimmer auch nichts anderes als ein globaler Krebsprozess ist, jene Krankheit, die Portman erforscht. Sie wäre also prädestiniert dafür, ihn zu verstehen.
                                                  Aber sie versteht nicht. Auf sämtliche Fragen danach kann sie nur mit einem ausdruckslosen “I don´t know.” antworten und stellt sie somit zurück an den Zuschauer, dem es überlassen ist, zu verstehen und sich zu positionieren, wo die Wissenschaft an die Grenzen des Fassbaren stößt. Diese Undeutlichkeit, die alles andere als Beliebigkeit ist, war bereits eine Stärke von Garlands “Ex Machina” und fordert die Diskussion. Anders als sein Vorgänger funktioniert “Auslöschung” jedoch weniger über ausgefeilte Dialoge, als über die Einbindung zusätzlicher Genreformen, insbesondere des Horrorfilms. In seinen stärksten Momenten verleiht der Film seinem Diskurs so körperliche Gestalt, eine affektive Qualität, indem er seine Fragen wortwörtlich am Körper seiner Charaktere und seiner Welt verhandelt. Die augenscheinlichen Tarkovski-Anleihen werden so in ein anderes Licht gerückt, denn während die Reisen ins Unbekannte in “Solaris” und “Stalker” vor allem Erkundungen menschlicher Seelenwelten waren, verhandelt Garlands Film die Grenzen des Menschlichen primär auf einer körperlichen Ebene. In der Zerstörung körperlicher Gewissheiten imaginiert er die Überschreitung dieser Grenzen, wortwörtlich, denn vor allem die Trennung des eigenen Körpers von der Außenwelt wird in Frage gestellt, damit aber auch dessen identitätsbildende Funktion. Andererseits scheint dieser Einsatz von Genrekonventionen auch zu einer oberflächlichen Figurenzeichnung zu führen, die nicht allzu schlimm wäre, den Zugang (affektiv wie emotional) zum Film jedoch erschwert. Das ist schade, muss aber nicht heißen, dass Garland hier nicht erneut starkes, anregendes Sci-Fi-Kino gelänge, auch (und leider) außerhalb der Kinosäle.

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                                                  • 5 .5
                                                    cybercrediators 14.04.2018, 18:21 Geändert 14.04.2018, 18:23

                                                    Ich hatte den Film zuerst nicht wirklich auf dem Schirm, da er direkt auf Netflix veröffentlicht wurde, was ich zunächst als Schade empfand, da man den Regisseur ja schon von Ex Machina kennt. Dennoch habe ich dem Film eine Chance gegeben und muss leider sagen, dass ich enttäuscht bin. Die Darsteller gehen in Ordnung, der Cast ist relativ passend gewählt. Die Welt ist nett gestaltet, hätte aber deutlich mehr geboten, als im Film gezeigt wurde, zudem sind die Effekte eher unter dem Durchschnitt, was bei einem Sci-Fi-Film nicht passieren sollte.

                                                    Was mich am meisten gestört hatte und was den Film einfach auf meine Wertung herunter zieht ist die Story. Generisch und am Anfang für 30 min wirklich interessant und man will wissen, was es mit dem "Schimmer" auf sich haben könnte. Das verfliegt jedoch schnell, da sich der Film extrem zieht und die "überraschenden" Begegnungen/Entdeckungen innerhalb des Schimmers extrem 08/15 sind. Da wäre einfach mit der eigentlich interessanten Idee doch deutlich mehr gegangen. Dazu kommt, dass das Fünferteam einfach nicht zusammen passt und die Charaktere zwar ihre eigenen Hintergrundgeschichten haben, die mir aber völlig egal waren und einfach das Geplänkel direkt nach ein zwei gemeinsamen Szenen stört. Das allerschlimmste waren abgesehen von einigen großen Logiklöchern noch das Ende. Wer auch immer auf sowas gekommen ist hatte wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank. Man bekommt nie eine Erklärung was genau das jetzt sein sollte, nur Andeutungen und ein paar Szenen, die die "Gefahr" darstellen soll, die davon ausgehen soll. So eine große Enttäuschung am Ende hatte ich selten und was auch immer für eine Message dahinter steckt verstehe ich einfach nicht, da immer wenn solche Themen angesprochen werden man direkt durch nervige Zwischenrufe der Charaktere rausgeworfen wird oder einfach nur so oberflächlich wie möglich eingegangen wird, dass es die Masse auch verstehen soll, was überhaupt nicht funktioniert hat.

                                                    Alles in allem ein unterdurchschnittlicher generischer Sci-Fi Film, der nur deswegen nicht Tele5 Niveau hat, da der Cast bekannte Schauspieler sind und die Effekte trotzdem noch besser als dort sind, auch wenn nur knapp. Für einmal Anschauen reichts gerade so, aber nur wenn man auch was mit dem Genre wirklich anfangen kann.