Aviator - Kritik

The Aviator

US/JP · 2004 · Laufzeit 170 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 9 .5
    VinniVega73 02.11.2017, 12:25 Geändert 02.11.2017, 12:26

    Klasse Bio-Pic über Howard Hughes.

    Beschäftigt sich man mit dem Leben von Hughes…merkt man schnell…das bekommt man alles gar nicht in einen Film.
    Ob Scorsese hier alles richtig gemacht hat…schwer zu beurteilen.
    Fakt ist, der Film endet mitten im Leben des Hughes.
    Nunja, der gute Martin wollte wohl die Ereignisse von Vegas nicht unbedingt verfilmen.
    Die sind ja auch immer noch nicht aufgeklärt…wobei man schon davon ausgehen kann…das Hughes am Ende ermordet wurde.

    Hier ergeben die fast 3 Stunden trotzdem einen roten Faden.
    Beginnend mit Howard als Kind, wo Scorsese dem Zuschauer direkt aufzeigt, womit sich Hughes später so rumschlagen wird.
    Das Problem an diesem Film, für mich ist es keins, wenn man mit diesem ganzen Hollywood-Gedönse nicht viel am Hut hat, werden die 3 Stunden verdammt lang.
    Man braucht sicherlich ein Faible für die alte Zeit, auch für die Legenden die dort auftauchen.
    Sind die einem egal, oder man kennt sich nicht mal, wird einem der Film sicherlich keine Freude bereiten.
    Ansonsten bekommt man natürlich…eine schöne Atmosphäre…man steckt sofort in der alten Zeit.
    Eine tolle Ausstattung…Prunk Glamour, alles was dazu gehörte.
    interessante Dialoge…aber dafür sollte man wie gesagt an all dem interessiert sein…ansonsten wohl eher boring.

    Einen tollen Cast…kann man gar nicht alle aufzählen.
    Leo sticht natürlich heraus, mit einer grandiosen Vorstellung, die allerdings nichts mit Hughes Verhalten zu tun hatte.
    Hier für diesen Film passt es aber durchaus.
    John C. Reilly sehr stark und Alec Baldwin spielt die Ratte Juan Trippe wirklich formidabel.
    Ob es damals anfing das Kanzleien Gesetze schrieben…kann ich nicht sagen. Aber sehr schön zu sehen wie es eben läuft.
    Mittlerweile schreiben Kanzleien und oder Bertelsmann Stiftungen jedes Gesetz für Deutschland, ganz im Sinne der Pharmamafia oder Bankenmafia oder oder oder.
    Teilweise verlangen die Kanzleien nicht mal Geld dafür. Sehr nobel !!!

    Definitiv ein Film für Hollywood Liebhaber und kein: ich zieh mir einfach mal ein Filmchen rein.
    Viele Anekdoten aber vieles fehlt auch.
    Wenn Hughes der Taylor 1. Mio bietet damit sie ihn heiratet…hätte ich auch gerne mal gesehen.
    Das Ende dürfte ohne Frage auch spannend sein…aber die Mafia, Verschwörungen und wohl auch ein sehr abgemagerter Hughes wollte Scorsese dem Publikum wohl ersparen.
    Diamantenfieber beruht dann auch auf Hughes…aber solche Dinge weiß wohl jeder halbwegs informierte.
    Für mich hätte der Film aber locker nochmal 3 Stunden laufen können.

    4
    • 6 .5

      Schauspielerisch top! Erzählung ganz interessant. Leider Überlänge³, das hätte nicht sein müssen und gibt noch ein bisschen mehr Abzug.

      1
      • 4

        Positiv waren auf jeden Fall die Leistungen der Schauspieler. Vor allem Leonardo DiCaprio überzeugt in der Hauptrolle.

        Aber ansonsten war es echt anstrengend, diesen Film zu schauen. Er hat sich so gezogen und war an den meisten Stellen einfach nur langweilig und langatmig.

        • 9 .5

          der geht eindeutig zu lange...

          1
          • 8

            ein film so lang und so schön wie das flugboot.

            • 7

              Allen Unkenrufen zum Trotz die Leo seit "Titanic" abbekommen hat für mich stand immer fest dass er ein phantastischer Schauspieler ist. Daran hat sich auch bei "Aviator" nichts geändert, genaugenommen ist es Leo der den fast drei Stunden langen Film alleine trägt - aber das ist auch für ihn eine deutliche Spur zuviel Gepäck. Inhaltlich macht das ganze nämlich keinen Sinn, man bekommt das Leben von Howard Hughes nicht irgendwie logisch, mit kontinuierlicher Handlung oder sinnvoll präsentiert sondern es ist eigentlich nur eine Abfolge von Szenen in denen man Hughes bei diversen Feiern und Anlässen erlebt, für ein wenig Action ist gesorgt in 2 Sequenzen bei denen er mehr oder weniger spektakulär mit seinem Flugzeug abstürzt und im letzten Drittel wo Hughes kontinuierlich mehr den Verstand verliert erleben wir ihn in seinem Wahnsinn vor sich hinvegetieren (Highlight ist eine endlose Kette von vollgepinkelten Milchfalschen die er aufstellt). Für Leo ist das eine endlose Palette an Möglichkeiten sich die Seele aus dem Leib zu spielen und die Oscarnominierung die er dafür bekam geht auch völlig in Ordnung - aber das macht keinen guten Film aus, vor allem nicht wenn das ganze über 3 Stunden lang ist. Obendrein hört der Film dann zwar endlich, aber doch sehr abrupt auf und man erfährt auch nicht was aus Hughes letztlich wurde (ich bin zwar auch kein Experte aber ich weiß dass es mit dem Knaben kein wirklich gutes Ende nahm). Daher merkt man dass hier mit Absicht beschönigt wurde und das macht den handwerklich gut inszenierten Film dann letztlich doch zusätzlich unsympathisch. Und was die Oscarnominierung für Alan Aldas popeligem Minipart sollte muss mir mal jemand erklären ...

              Fazit: Überlanges und inhaltlich nicht wirklich stimmiges Drama das alleine durch den genialen Leo getragen wird - trotzdem eine anstrengende Sache!

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              • 8 .5

                Leo hätte auch für diesen Film schon einen Oscar verdient.

                Er ist wirklich ein wahnsinnig guter Schauspieler.

                Normalerweise schaue ich mir solche Filme, ernste, dramatische Filme eher ungern an.

                Aber Aviator hatte mich gleich zu Beginn, ein Film der ein Leben erzählt, welches Spannend, dramatisch und irgendwie auch entsetzlich traurig war.

                • 5 .5
                  vanilla 09.05.2016, 12:40 Geändert 10.05.2016, 09:33

                  Wenn Scorsese auf DiCaprio trifft, dann ist es "fast" immer groß. Lang in jedem Fall.
                  Hier war es dann doch nicht nur zu lang, sondern stellenweise zu zäh.
                  Ich glaube es hat gute 20 Versuche gegeben, bis ich diesen Film am Stück zu Ende gesehen habe, verteilt auf 10 Jahre;-)
                  Rekord würde ich sagen.
                  Nicht nur Howard Hughes kann also Rekorde brechen.
                  Ein gutes Biopic, über einen fanatischen, exzentrischen und rekordsüchtigen Visionär, wie es ihn selten in der Geschichte gegeben hat.
                  5 Oscars waren für mich auch eher überraschend für so einen "normalen" Film.
                  Hier hätte DiCaprio vor Jamie Foxx den Oscar aber definitiv bekommen müssen.
                  Cate Blanchett ist sehr gut, auch wenn ich die nicht so gerne sehe.
                  Alles in allem ein Film der seine Momente hat, jedoch auch sehr lang und anstrengend sein kann, so wie in meinem Fall....10 Jahre!!!!

                  Fazit.
                  Niemals der Beste in diesem Jahr.
                  Niemals der Beste von Scorsese.
                  Und schon gar nicht der Beste von DiCaprio.
                  Im Nachhinein bin ich froh, dass ich den niemals mehr sehen muss.

                  6
                  • 6

                    Hat mich persönlich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Das könnte daren liegen, dass mich dieses Thema nicht sonderlich interessiert.
                    Im großen und ganzen aber ordentlich gespielt.

                    • 10

                      Sehr sehenswert!

                      • 7
                        Bletch 14.12.2015, 21:51 Geändert 14.12.2015, 21:58

                        DiCaprio und Scorsese - das passt erfahrungsgemäß!
                        Wenn also vor und hinter der Kamera zwei solche Hollywood-Größen agieren, kann eigentlich nicht viel schief gehen und da macht 'Aviator' auch keine Ausnahme.

                        Scorsese scheute wirklich keine Mühen und Kosten um das Flair der 20er, 30er und 40er Jahre einzufangen. Das ist optisch schon sehr beeindruckend und wirkt in jeder Kameraeinstellung stilvoll und perfekt. Alles andere hätte mich aber auch überrascht, was ebenso für die Leistung von DiCaprio gilt.
                        Dieser versteht es auf gewohnt intensive Art den exzentrischen und größenwahnsinnigen Visionären, Abenteurer, Womanizer und Luftfahrtpionieren
                        Howard Hughes zu spielen. Eine weitere Gala-Vorstellung des damals 30-Jährigen Schauspielers, die ihm aber wieder "nur" eine Oscar-Nominierung einbrachte.
                        Leider geht diese One-Man-Show ziemlich zu Lasten der namhaften Nebendarsteller, von denen lediglich Cate Blanchett als Katharine Hepburn der Figur Howard Hughes und dem Schauspieler DiCaprio das Wasser reichen kann.

                        Wer große Dramen über große Persönlichkeiten mag, macht mit 'Aviator' nicht viel falsch. Es ist ein aufwendig inszeniertes und trotz einer Länge von fast 3 Stunden
                        recht unterhaltsames Biopic mit überzeugenden Darstellern, bei dem aber aufgrund des schwierigen Charakters von Howard Hughes und zu wenigen Höhepunkten der Funke nicht gänzlich überspringen will.

                        9
                        • 5 .5

                          Oh mein Gott, war der lang... ich hab mich echt gefreut, als er zu Ende war. Im Moment bin ich aber mal ganz und gar nicht auf Scorsese...

                          • 9

                            Komplexes und Detailverliebtes Biopic über Howard Hughes.

                            Beeindruckende Bilder, eindrucksvolle Ausstattung, wundervolle Schauspieler, bemerkenswerte Regie vom großen Martin Scorsese.

                            Leonardo diCaprio spielt den exentrischen Hughes überragend voller Hingabe und Herzblut, dies ist in fast jeder Szene greifbar zu spüren.

                            Taucht ein in eine Welt, in der es noch um Pioniergeist und Phantasie ging.
                            Wo es noch große Abenteuer zu bestehen gab.

                            Howard Hughes hatte richtige Eier in der Hose, trotz seines Vermögens, hat er alles in die Wagschale geworfen um seine großen Visionen und Träume Realität werden zulassen und hat sie zu 100% gelebt.

                            Chapeau Howard Hughes!

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                            • 7

                              Ein schwächere Scorsese-Film aber immernoch sehenswert. Die Handlung ist zwar interessant und der Cast ebenso jedoch ist der Film stellenweise langweilig.

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                              • 7 .5

                                das hier ist kein biopic, aviator ist ein psychodrama welches mit biografischen elementen verwoben wurde. das augenmerk liegt iendeutig auf howard hughes alltäglichen zwängen und wie diese in seiner immer ernst zu nehmenderen situation immer mehgr und mehr die überhand über sienen verstand und seine handlungen nimmt. hier wird weder groß auf die rechtlichen geschehenisse eingegangen noch wird seine autobiografie wirklich groß beleuchtet, aviator ist eine psychologische studie über einen neurose bestücktem mann der durch seinen ruhm und sturz beinahe seinen gesunden menschenverstand verloren hat. wer hier auf ein politdrama hofft ist tragisch fehl am platz bei diesem film. sehenswert.

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                                • 5
                                  Radagast07 19.08.2015, 08:50 Geändert 19.08.2015, 08:53

                                  "Aviator" hat einen grandiosen Cast. Nicht nur dass Meister Martin Scorsese die Regie führte. Er brilliert auch mit seiner Garde von Schauspielern der ersten Hollywood-Liga zumindest auf dem Filmplakat. Aus meiner Sicht aber leider auch nur da! Nicht, dass die Leistungen der Akteure nicht funktioniert, alle sind gut bis großartig (vor allem DiCaprio, Blanchett, Holm und Baldwin). Der Film, die Story hakt und ruckelt.

                                  Das fängt schon mit der ersten Szene an. Howard Hughes wird als Kind von seiner Mutter gewaschen und ihm werden der Schmutz, die Krankheiten dieser Welt eingetrichtert. Diese Minisequenz soll das phobische Verhalten des Protagonisten zu Lebzeiten erklären. Seine Angst vor kleinsten Schmutzpartikeln (Papierfetzchen auf dem Revers seines Gesprächspartners) oder Nähe zu Fremden (Erbse vom Essteller wird geklaut) wird so nur oberflächlich angerissen und nicht glaubhaft erzählt. Das verstärkt sich in der Filmerzählung. Mal sind es Kleinigkeiten, die ihn und die Handlung außer Kontrolle treiben (siehe Beispiele oben), dann haben Schmutz und Berührung überhaupt keine Relevanz (wenn er in Rübenfeldern notlandet und sich am ganzen Körper besudelt oder wenn er mit wechselnden Frauen "schmutzigen" Sex hat, was nicht gezeigt/gesagt wird aber anzunehmen ist). Später dann, am Scheideweg seines Lebens, wenn er von Niederlagen überhäuft wird, müllt er sich wie ein Messi ein, was viel zu unvorbereitet und abrupt passiert.

                                  Wenig überzeugend ist auch der Wechsel vom manischen Filmregisseur und -produzenten zum ebenso exzentrischen Flugzeugbauer und Fliegerass. Das vermittelt der Erzählstrang wenig. Warum das so ist, wann das einsetzt, wodurch das geschieht ...

                                  Und es gibt Szenen, deren Zweck sich mir nicht erschließt. Dazu gehört die Sequenz beim Besuch von Katharines Familie. Nicht nur dass Topic und Inhalt verwirrend schnell daher kommen, wichtiger ist die Frage, welche Bedeutung diese Szene hat? Wenn Howard dieses Erleben zum Anlass genommen hätte, sich von Katharine zu lösen (langsam aber sicher), vielleicht auch gerade wegen der Anwesenheit des Ex-Mannes (dessen Erwähnung und Auftritt hier überhaupt keinen Sinn ergibt), dann hätte das Sinn ergeben. Aber es ist ja später Katharine, die die Trennung sucht und will.

                                  Für mich ist der Film trotz fast drei Stunden Laufzeit nicht fertig. Gibt es einen Director's Cut, der etwas Licht in das (mein) Dunkel bringt? Das alles ist sehr ungewöhnlich für Martin Scorsese, zumal er ja episch zu erzählen weiß (Gangs of New York). Vielleicht habe ich ja auch einiges/manches/vieles nicht verstanden (und bitte hier um Aufklärung, falls jemand mir Antworten geben kann). So bleibt der Film unfertig und bekommt die Wertung nur wegen überzeugender Schauspielleistung.

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                                  • 6
                                    smartbo 10.08.2015, 09:29 Geändert 22.01.2016, 14:14

                                    Ich finde, dass das nicht der beste Film von Martin Scorcese ist. Was mir in dem Film fehlt, ist eine fesselnde und emotionale Handlung, die eine latente Neugier auf Mehr erzeugt, so wie sie in vielen seiner anderen Filmen vorhanden ist, z.B. in Good Fellas. Die zähe und langgezogene Handlung verläuft dramaturgisch für einen Film von Scorcese ungewöhnlich flach, ohne besonderer emotionaler Höhen und Tiefen, obwohl das Leben von Howard Hughes, insbesondere was seine Frauenaffären angeht, nicht gerade langweilig war.

                                    Howard Hughes war privat in seinem Leben ein Grobian und Exzentriker, und ich frage mich daher, ob die Besetzung der Rolle mit Leonardo Dicaprio mit seinem Bubigesicht ideal war. Unabhängig davon gibt Leonardo Dicaprio noch sein Bestes, und ohne ihn würde der Film aus meiner Sicht qualitativ wahrscheinlich noch schlechter ausfallen.

                                    Schlecht ist der Film auf gar keinen Fall. Ich habe jedoch angesichts eines Regisseurs Martin Scorsese und der Starbesetzung mehr erwartet. Und einen Bonus wegen großer Namen gibt's bei mir nicht.

                                    • 9

                                      Ein wunderbarer Film, besonders die vielen Details hat Scorsese hervorragend herausgearbeitet. Man wird in den Hauptdarsteller förmlich hineingezogen, die Kamera lässt uns seine "Sicht" der Dinge nachvollziehen und es gelingt so zB völlig normale Dinge abstoßend erscheinen zu lassen.

                                      Die Darsteller sind hervorragend, besonders natürlich DiCaprio mit einer makellosen wie herausragenden Leistung.
                                      DiCaprio, Cate Blanchett, Gwen Stefani haben nebenbei auch das natürliche Charisma um ihre Rollen glaubhaft zu verkörpern.
                                      Im ganzen Film gelingt es die notwendige und gewünschte elitäre Fassade dieser Zeit zusammen mit den sehr menschlichen, eigenwilligen und eher modernen Persönlichkeiten dar- und gegenüber zu stellen, besonders Cate Blanchett schafft diesen Spagat eines Riotgirls im Cocktailkleid perfekt.

                                      Das Tempo ist gut gewählt, da kann ich mich nicht der tw. vertretenen Meinung anschließen, dass er zu langatmig sei, schneller würden die Bilder ihre Sprache nicht mehr sprechen können und die erzählen hier noch mehr als die Dialoge, ganz wie es sein sollte.

                                      Der Soundtrack sitzt wie angegossen, die Produktion mit dem den jeweiligen Jahren aktuellen Farbfilmstandard entsprechenden Farben ist etwas gewöhnungsbedürftig, könnte aber beim wiederholten Anschauen ein Zuckerl sein.

                                      Lange Rede kurzer Sinn, für mich ein den Ratings nach unterschätztes Meisterwerk.

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                                      • 7 .5

                                        Aviator hört dort auf, wo Wolf of Wall Street beginnt... nur anders! ;)

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                                        • 7 .5
                                          TheBirdman 09.05.2015, 12:37 Geändert 09.05.2015, 13:02

                                          Howard Hughes - ein Mann, der alles hat und doch nichts. Ein Mensch, der ständig auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandelt, ein Exzentriker und Frauenheld. Scorsese schafft mit seinem knapp dreistündigen Epos über einen Revolutionär der Luftfahrt und perfektionistischen Filmemacher ein beeindruckendes Biopic, in dem Leonardo DiCaprio mal wieder zeigen konnte, was für ein hervoragender Schauspieler er ist. Mit dieser Rolle katapultierte sich der junge DiCaprio in die A-Liga Hollywoods. Und das vollkommen zurecht. Er verkörpert Hughes teilweise so intensiv und authentisch, dass man nie weiß, ob man diesen Mann mögen oder verabscheuen soll. Ihm zur Seite stehen Cate Blanchett, die ihren Part zwar auch sehr gut spielt, aber meiner Ansicht nach nicht Oscar würdig gewesen wäre und Kate Beckinsale, die mal wieder eine recht annehmbare Figur macht. Höchst informativ und stellenweise echt ergreifend, zieht sich der Film nur leider in vielen Passagen und ist einfach um eine halbe Stunde zu lang geraten. Auch hätte ich mir noch mehr Szenen über Howards Kindheit und das Aufwachsen in seinem recht wohlhabenden Elternhaus gewünscht. Leider werden neben DiCaprio sämtliche andere Darstellern zu Nebenrollen degradiert, mit denen man nicht großartig mitfühlt und die bedauerlicherweise auch verhältnismäßig blass bleiben.
                                          Alles in allem ist "Aviator" ein hochinteressantes biografisches Werk, das mit einem grandiosen Haupdarsteller, einem wunderbaren Score von Howard Shore und einer faszinierenden Geschichte besticht. Auch wenn es meiner Ansicht nach nicht Scorseses bester Film ist.

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                                          • 8

                                            Trotz seiner (langen) 3 Stunden schafft es Scorsese in "Aviator"gerade mal die erste Hälfte des Lebens des legendären Howard Hughes auf die Leinwand zu bringen, wobei gerade die letzten Jahre mit den (möglichen) Verstrickungen in die Ermordung von JFK, Watergate und Hughes Versuch ganz Las Vegas aufzukaufen, während er nackt und ungepflegt, seinen Urin in Milchflaschen sammelnd, einsam in einem Zimmer vor sich hin rottet, eigentlich viel interessanter sind.
                                            Aber das ist natürlich visuell lange nicht so ergiebig. Und hier liegen die Stärken von "Aviator". Scorsese malt das ganz große Bild, unterstützt von einem unglaublichen, hervorragenden Cast. Unterhaltsam, aber doch zu lang.

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                                            • 8

                                              Man hätte wenn man sich das Leben von Howard Hughes anschaut sicher noch viele weitere Stationen aus seinen Leben verfilmen können(Watergate skandal etc.) Scorsese hat sein Hauptaugenmerk auf das neurotische Profil des Multimillonärs und Visonär gepinnt...Einige wirklich einprägsamme starke Szenen machen diesen Film dann auch zu einem unvergessliochen Erlebniss..Leider hatte ich das Gefühl das der film nicht ganz fertig geworden ist..irgendwas fehlte....Nichtdestotrotz..Der Absturz , die Szene beim Essen und die Anhörung sind Filmgeschichte..absolut Hammer...geniale Dialoge bis zum abwinken..ganz klare empfehlung von mir!

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                                              • 6 .5

                                                Eigentlich eine sehr tiefe Bewertung für einen Film meines Lieblingsregisseurs...

                                                Aviator hat alles was ein guter Scorsese braucht: Eine sehr interessante Grundidee, ein Protagonist welcher viele Interessante Facetten aufweist, Leo DiCaprio, bekannte Darsteller bis in die kleinsten Rollen, schöne Bilder, grossartige Kamerafahrten, Feine Dialoge...

                                                Die Zutaten für einen sehr guten Film wären vorhanden aber Scorsese schafft es nicht, diese Zutaten in Aviator richtig zusammenzufügen.

                                                Der Film ist mit seinen 3 Stunden Laufzeit mindestens 30 Minten zu lang geraten. An einigen Stellen ist er unglaublich zäh und zum Teil sogar langweillig. Habe mich mehr als nur einmal dabei ertappt, dass ich auf meine Uhr geschielt habe...

                                                Scorsese schafft es einfach nicht, das Leben von Howard Hughes interessant rüberzubringen. Wo waren die Szenen als Hughes seine Räumlichkeiten in Las Vegas über mehrere Jahre nicht verliess oder die Szenen in denen er sich ausschliesslich von Mormonen umgeben hat? Sowas hätte mich viel mehr interessiert als Hughes ewige Frauengeschichten. Da hat der gute Marty den Fokus auf die falschen Themen gelegt.

                                                DiCaprio ist natürlich mehr als genial. Wie für viele andere ist auch für mich diese Rolle eine seiner besten. Schade, dass diese Meisterleistung nicht mit einem Oscar gewürdigt wurde.

                                                Aviator ist ganz klar einer der schwächsten Filme von Scorsese. Aber auch der beste Regisseur darf sich mal einen Ausfall erlauben...

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                                                  Chef-Mechaniker: 'Ich will's nur sagen: wir haben schon über 200.000 Dollar für die Umbauten ausgegeben'
                                                  DiCaprio: 'Scheiss drauf'
                                                  Eine riesige Summe im Jahr 1927. Ich liebe Filme über Visionäre, die von allen Seiten gesagt bekommen, dass ihre Idee nie funktionieren würde, die aber nie aufgeben und es am Ende allen zeigen. Die Idee war es in jedem Fall wert - scheiss auf's Geld und die Neider. Leonardo DiCaprio verkörpert das Flugtechnik-Genie Howard Hughes in brillianter Form.
                                                  Man baut mit.
                                                  Man fliegt mit.
                                                  Man leidet mit.
                                                  Man stürzt mit ab.
                                                  Man erhebt sich mit, wo jeder andere schon aufgeben hätte.
                                                  Einer der wenigen Filme, die auch über Epos-Länge nie langatmig wirken. Das gelingt nur wenigen - Scorsese, DiCaprio und das Werk von Howard Hughes haben es geschafft.

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                                                    brucelee76 20.12.2014, 17:37 Geändert 20.12.2014, 17:37

                                                    Hi Leute,

                                                    Alpha-Männchen Leo als visionärer und unter Zwangsneurosen leidender Unsympath Howard Hughes. Einer der reichsten Männer in den 30ern und 40ern.

                                                    Scorsese zeigt uns Einblicke in die High Society Hollywoods. Beleuchtet die Jet-Set-Affären des Piloten mit Weiblichen Diven wie Ava Gardner und Katherine Hepburn. Zeigt zunehmend die Wahnvorstellungen und einen Mutterkomplex des Hauptakteurs.
                                                    Scorsese strapaziert die Geduld der Audience in 170 Minuten und veranstaltet viel Krach um einen Psycho. Der meiner Meinung in der Klapse besser aufgehoben wäre.

                                                    Mein Fazit: Auch hier überzeugt mich das Duo Scorsese/diCaprio nicht. Das heißt jetzt nicht das er schlecht spielt. Aber irgendetwas fehlt ihm!

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