Banksy - Exit Through the Gift Shop - Kritik

Exit Through the Gift Shop

GB/US · 2010 · Laufzeit 86 Minuten · FSK 6 · Komödie, Dokumentarfilm · Kinostart
Du
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    Reli 01.10.2017, 17:06 Geändert 01.10.2017, 17:07

    ich mag Streetart, auch Banksy, aber der Film war wie lauwarmer Käsekuchen - datt kriegste nich runter! Beginnt stark, beginnt interessant, auch der Mockumentary-Aspekt hat seinen Reiz, aber das Ganze wiederholt sich und wiederholt sich und... Da hätte mMn etwas weniger Länge gut getan oder gerne noch a bissl Kritik am Konsum, an der Gesellschaft, an BlaBlubb ...

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    • 7 .5
      M.L.H 04.07.2017, 14:49 Geändert 04.07.2017, 14:50

      Herrlich chaotisch-flirrende Dokumentation, die wenig Hintergrundinformationen über StreetArt bereithält, dank der ungewöhnlichen Machart und ironischen Seitenhieben aber bestens unterhält!

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        RoboMaus 03.05.2017, 08:01 Geändert 03.05.2017, 13:46

        Eine intime Doku über Street Art-Künstler mit all ihren Ausrichtungen und den ständigen Problemen mit der Polizei. Der wohl prominenteste Szenen-Vertreter Banksy leiht nur seinen Namen - es geht um den französischen Hobby-Regisseur Thierry Guetta, der den Künstlern aus innerster Überzeugung auf Schritt und Tritt seit vielen Jahren folgt.

        Immer nachts, immer düster, oft gefährlich auf Hausdächern, die an besprühbare Wände höherer Gebäude grenzen.... nichts kann sie aufhalten. Die Motivation dieser Leute ist erstaunlich: sie investieren Zeit und Geld (für Farben), riskieren es, verhaftet zu werden, arbeiten in Nachtschicht, um mehr oder weniger gelungene Farb-Kompositionen auf Gebäuden zu hinterlassen. Dafür dürfen wieder andere Zeit und Geld aufwenden, um das meist nach ein paar Tagen abzuschrubben.

        So hat jeder etwas davon....

        Das Interesse lässt schnell nach, zumal hier nicht die Kunst im Vordergrund steht, sondern eher die Idee und der "Thrill" des illegalen Treibens. Wirklich stark ist aber der Auftritt von Banksy selbst (falls er das war), der die geniale Idee hatte, in einer renommierten Gemäldeausstellung eigene, provozierende Gemälde zwischen die großen Künstler oder an Durchgänge zu hängen. Da kommt doch noch Stimmung auf.

        Zu viel Guetta, zu wenig Banksy.

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          Eine interessante Doku, bei dem man jedoch irgenwie nicht wirklich weiß wieviel hiervon Realität oder Fiktion ist...

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            Ein klein wenig wie "Hurz! - Der Film" aber auf jedenfall ein großes und kluges Vergnügen.

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              Ein geniales Kunstwerk. Die Macher haben einen Film geschaffen, welche den Mythos "Banksy" sehr nahe kommt. Auch wenn der Fokus nicht auf der Figur "Banksy" liegt, oder gerade deswegen, kommt man der Idee, welche hinter diesem Mythos steckt einen gewaltigen Schritt näher. Banksy ist vermutlich weniger eine einzelne Person als mehr eine Anti-Kunst-Bewegung, welche sich gegen die ignorante, gehobene Kunstwelt stellt. Gegen jede Regel für die Freiheit der Kunst! Dieser Film spielt gegen alle Regeln der Kunst und amüsiert sich über die Dekadenz der Kunstliebhaber.

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                Mit einem spöttisch-unterhaltsamen Film, der zumindest so aussieht wie eine Dokumentation, legt der Graffitikünstler Banksy die Mechanismen der sogenannten Streetart bloß. [Ulrich Sonnenschein]

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                  TommyDeVito 12.11.2015, 20:51 Geändert 12.11.2015, 21:15

                  Spoiler (ist sowieso recht unverständlich geschrieben für Leute, die "Exit through the gift shop" nicht gesehen haben)
                  Wäre Orson Welles statt im Jahr 1915 in den USA irgendwann gegen Ende des 20. Jahrhunderts irgendwo in England geboren und hätte sich - aus welchem Grund auch immer ^^ - erfolgreich im Street-Art-Bereich versucht, statt sich im amerikanischen Radio und Theater einen Namen zu machen, sich sozusagen statt als Regiegott als "Meister der Spraydose" profiliert. UND hätte er es schliesslich ebenso später (erfolgreich) mit dem Filmemachen probiert, dann wäre vielleicht so etwas Ähnliches rausgekommen wie "Exit through the gift shop". Ja, ich weiss: Hätte, hätte, Fahrradkette und so. Und ich will auch nicht die SEHR unterschiedlichen Persönlichkeiten Orson Welles und Banksy vergleichen (...oder sogar die wahnwitzige verschwörerische Theorie aufstellen, dass Banksys wahre Identität Orson Welles ist und letzterer heute noch lebt und seinen Tod nur vorgetäuscht, bzw. passend zu dem, was gleich kommt, "gefakt" hat), aber der erste Gedanke, der mir nach dem Schauen dieses Films im Kopf herumschwirrte war "F for Fake des 21. Jahrhunderts?".

                  Denn wie in Welles' grossartigem Essayfilm/Dokumentarfilm/Mockumentary "F for Fake" geht es in "Exit through the gift shop" letztendlich auch darum, dass es möglich ist, sich mit Kopien/abgekupferten Werken - Mr. Brainwash bedient sich ziemlich deutlich bei Andy Warhol und vor allem Banksy - einen Namen zu machen. Es geht ebenso um den Nutzen und Wert von Kunst und darum, dass Originalität oder sogar (grosses) künstlerisches Talent vielleicht gar nicht nötig sind, um Geld zu verdienen, Leute in Ausstellungen zu locken und Werke für hohe Preise zu verkaufen. Und genau so wie in Welles' Film schlussendlich unklar bleibt, wer denn hier wirklich die Wahrheit sagt oder ob das doch nur ein Teil einer ausgeklügelten Lüge des Regisseurs ist (eine Kritikerin verwendete den Begriff "prankumentary"), so bleibt auch hier unklar, ob das Ganze hier wirklich wahr ist (und dementsprechend eine Doku über eine skurrile Geschichte und einen mindestens ein bisschen verrückten Menschen) oder ob uns Banksy hier einfach mit einer aberwitzigen, erfunden Story hinters Licht führt. (Was aus der Doku, dann natürlich eine beeindruckende Mockumentary machen würde).
                  Aber: Ob Mr. Brainwash nun "echt" ist ("An LA Times investigation found "[the] details of Guetta's unlikely biography are broadly supported by a review of public records, which trace his life in Los Angeles from his arrival as a teenager in the early 1980s. They are also consistent with the accounts of friends, former business associates and employees over those years"), oder nicht, letztendlich spielt dies meines Erachtens nicht so eine Rolle und eigentlich macht diese Unklarheit den Film noch faszinierender.
                  Ist wahrscheinlich ein (zumindest etwas) seltsamer und zugegeben ziemlich wirrer Kommentar, aber passt gewissermassen ja zum Film und der schlechten Organisation von Thierry Guetta/Mr. Brainwash.

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                  • 8

                    Eine smarte Dokumentation, die weniger Bansky als Thierry Guetta, in der Kunstszene bekannt als Mr. Brainwash, in den Mittelpunkt stellt. Eine intelligente, unterhaltsame und etwas zahnlose Achterbahnfahrt, die einzig diejenigen enttäuschen dürfte, die sich einen Film erhofft haben, welcher Banksy näher beleuchtet oder gar entlarvt.

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                    • 8

                      It was at that point that I realized that maybe Thierry wasn´t actually a filmmaker and he was maybe just someone with mental problems who happens to have a camera...
                      Need I say more?! HAHA einfach nur genial

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                        cule0809 31.03.2015, 16:13 Geändert 31.03.2015, 16:18

                        Tolle Doku über Streetart, Kritik an das Kunstpublikum und einem tollen Ende. Ob die Geschichte wirklich so passierte oder nicht, spielt da meiner Meinung nach keine Rolle. Banksy lässt uns in seine Welt eintauchen und verführt den Zuschauer. Deswegen wird man mit "Mr. Brain Wash" auch sympahtisieren, bis man am Ende merkt: "Das ist nicht meine Welt, ich habe Streetart nicht verstanden". Mit dieser Einsicht sind wir ein Schritt weiter als der Hauptcharakter und haben die Erkentniss, dass nicht jeder Mensch für die Kunst geschaffen ist, aber dies noch lange kein Kriterium für Erfolg sein muss.

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                        • 7

                          “Maybe, it means art is a bit of a joke” oder schlimmer noch: nur brainwashing? Am Anfang etwas schwer zugänglich und zäh, aber gegen Ende gewinnt der Film echt an Potenzial und ermöglicht eine amüsante und zugleich subversive Betrachtungsweise der Kunstszene und der Gesellschaft.

                          • 7 .5

                            Exit „Through the Giftshop“ gibt einem anfangs einen kleinen Überblick zum Thema Streetart und setzt sich später sehr amüsant und kritisch mit dem Kunsthype der letzten Jahre außeinander. Bei der Doku stellt sich schnell die Frage, wer hier eigentlich wen inszeniert. Guetta (später Mr. Brainwash) Bansky, oder umgekehrt? Um wen geht es in diesem Film eigentlich wirklich? Ist Guetta eine Erfindung von Banksy und geht es hier deshalb um eine Reflexion des spekulativen Kunstbetriebes? Geht es um Copyright? Vor allem, weil Shepard Fairey, der wegen Copyright Verletzungen kritisiert wird, zur selben Zeit penibel auf seine eigenen Rechte achtet, Bansky hingegen seine Arbeiten im Internet zur freien Verfügung stellt – solange niemand wirtschaftliche Interessen verfolgt.
                            Der Film jedenfalls ist ein Kunstwerk Banksy's!

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                              "Banksy- Exit Through the Gift Shop" ist in meinen Augen ein genialer, aber durchaus beängstigender (Dokumentar-)Film über Streetart und deren Künstler, der "Kunst" gekonnt in Frage stellt.

                              Was macht Kunst zu etwas besonderen? Woran liegt es, dass einige Künstler durch ihre Werke reich werden und andere um ihr Überleben kämpfen müssen? Liegt es tatsächlich daran, dass einige schlicht "besser" sind als andere? Was macht denn ein Werk gut oder gar besser als ein anderes?

                              Letztendlich braucht man Kontakte, die Medien und gekonnte Vermarktung/Aufmerksamkeit. Mehr nicht. Die Masse kommt dann schon von ganz alleine. Eine Masse, die davon überzeugt ist, großartige Kunst vor sich zu haben, da diese von Zeitschriften oder prominenten Namen angepriesen wird.
                              Oder hätte es ein "Mr.Brainwash" auch ohne die Publicity von seinen Freunden geschafft, so bekannt und erfolgreich zu werden? Garantiert nicht.
                              Das gelingt nur den aller wenigsten, wie zB Banksy durch seine rebellischen und provokanten Aktionen, bei denen er Haut und Kragen riskierte, nur um der Welt seinen Stempel aufzudrücken und lediglich nebensächlich (und ungewollt) berühmt zu werden.

                              Man könnte hier noch viel ausführlicher über Kunst an sich, sowie medialen Einfluss philosophieren, doch belasse ich es bei dem Fazit, dass "Banksy - Exit Through the Gift Shop" ein Film ist, der nicht nur durch seine Bilder unterhält, sondern auch zum Nachdenken über zeitlose Themen anregt.

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                              • 6 .5

                                Zweifelsohne ist Banksys Film ein satirischer Kommentar auf die Kommerzialisierung einer Kunstrichtung, die den provokativen und schmutzigen Guerrilla-Charakter längst verloren hat - auch ist es sicherlich kein Zufall, dass sich ausgerechnet Banksy selbst für diesen Film verantwortlich macht, wobei es doch gerade seine Werke waren, die den größten Anteil dazu beitrugen, dass die Streetart salonfähig wurde und ihren Platz in den großen Galerien und Auktionshäusern gefunden hat.
                                Nun ist "Exit Through The Gift Shop" trotz allem kein Film mit erhobenem Zeigefinger - im Gegenteil: fast durchgehend unterhaltsam und mit komischen Szenen und Dialogen versehen, gelingt es Banksys Doku spielend leicht eben jene Kritik auszuüben, sowie vermeintliche Kunstkenner auffliegen zu lassen.
                                Letzten Endes drängt sich einem nur noch die Frage auf ob Mr. Brainwash, der neue Star am Streetart-Himmel ist, nicht doch reine Inszenierung sei, zumal Thierry Guetta nicht selten so verrückt erscheint, dass man kaum glauben mag, dass er nicht nach einem absurden Drehbuch handeln würde - die Antwort auf diese Frage bleibt jedoch ungeklärt. Sicher ist jedoch, dass Mr. Brainwash ein Produkt Banksys ist, ob gewollt oder ungewollt – und das "Exit Through The Gift Shop" ein weiteres überzeugendes Werk des Künstlers ist.

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                                  Beware of Believing Everything you see... Because perhaps is an Street Art Conspiracy :-)

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                                    Toll. Der Film heißt Banksy, aber statt diesem steht ein komischer Franzose mit Kamera-Tick im Zentrum des Films. Wie blöd.

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                                      Endlich gesehen. Was für ein Geniestreich. Ich glaube, dass ich erst in einigen Tagen begreifen werde wie gut der Film wirklich ist. Superduperwuperschwuper.

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                                        Den ersten Kommentar den ich schreiben wollte, war ein riesiger Wall of Text an dem ich fast eine Stunde geschrieben und gefeilt habe. Am Ende hab ich alles gelöscht und schreibe nur:
                                        - Banksy, du teuflisch genialer Mistkerl.. Du hast mich reingelegt.. Ich liebe dieses Meisterwerk.

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                                          Ich liebes Banksys Kunst über alles. es gibt für mich kaum was besseres, aber dieser Film ist nur teilweise gut. Ich bin mit sehr großen Erwartungen an diesen Film gegangen, vielleicht war das der Fehler ;-), und er fing auch ganz gut an. Mit Infos über Street-Art generell, die alle offenbar für Neueinsteiger waren, das hat mir noch ganz gut gefallen. Aber, als dann der Fokus immer mehr auf Mr.Brainwash, mit seiner komischen Pop-Art, gefallen ist, hatte ich keine Lust mehr. Natürlich habe ich ihn noch zu Ende gesehen. Ich hatte erwartet, dass ich etwas von der unglaublichn Intelligenz und Sozial-Kritik von Banksy sehe. Aber habe nur eine 'vom-Kamera-Mann-zum-Millionär'-Story mit komischer Pop-Art gesehen.. Als Streetart-Fan trotzdem recht anschaulich.

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                                          • 8 .5

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                                            • 9

                                              Klasse Doku über einen klasse Künstler!

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                                                Banksy wird niemanden mehr bei einer Doku helfen xDD

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                                                  "Of all lies, art is the least untrue."

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                                                    Okay, es geht viel weniger um Banksy als um Mr. Brainwash (hoffe das richtig geschrieben). Aber es ist einfach Wahnsinnig interessant. Zumindest ist es mir noch nie bei einer Dokumentation so gegangen, dass ich vor dem Bildschirm klebte und gespannt war wie es weiter geht. Es ist die Geburtsstunde eines neun Künstlers auf Band und ich gebe zu, ich hätte mir Mr. Brainwashs "alptraumhaften Thrailer" gern mal angesehen, zumindest einen Teil davon ;-)
                                                    Nein, ich war begeistert. Es war vielleicht nicht so informativ in Sachen Banksy, wo ich mich doch frage, wie der Kerl sich finanziert? Klar, er macht noch was anderes, aber hallo! Der Kerl ist einer der ganz großer Künstler und ein wandelnder Geist, dass in unserem Zeitalter (Hut ab!)! Es passieren schon irre Sachen tagtäglich da draußen, auch im positiven sinne und ich wäre sicher gern mal dabei.
                                                    Wenn man ganz genau ist, kann man natürlich eine 0.0 geben, wegen "Thema Verfehlt", aber ansonsten ist es schon wahnsinnig geil was so verrücktes da in Wirklichkeit passiert, deshalb volle Punktzahl!

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