Battle of the Sexes - Kritik

Battle of the Sexes / AT: Battle of the Sexes - Gegen jede Regel

US/GB · 2017 · Laufzeit 124 Minuten · FSK 0 · Komödie, Sportfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 6

    Sehr netter Film, vor allem mit dem wahren Hintergrund. War zwar logischerweise vorhersehbar, trotzdem unterhaltsam.

    • 7
      RockyRambo 21.04.2018, 15:00 Geändert 21.04.2018, 20:45

      Wunderbarer Sportfilm der aber durch seine wunderbaren
      Figuren abseits des Platzes mit seinen Amüsanten und Bewegenden
      größeren und kleineren Handlungssträngen Punkten kann.

      Auch wenn ich mit der Sportart selbst wenig anfangen kann Filme hierzu wie Wimbledon – Spiel, Satz und … Liebe, Borg/McEnroe oder
      hier Battle of Sexes sind aber immer sehenswert.

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      • 7 .5

        Sehr guter Sportfilm, der Gleichberechtigung in den Vordergrund zieht, was absolut richtig ist. Auch Homosexualität wird angesprochen und der Film spricht diese Themen genauso an wie es sein muss. Tolle Bilder und Kameraeinstellungen beim Spiel, ein fantastischer Cast und Kurzweiligkeit können obendrauf noch überzeugen. Leider ein paar schwache Dialoge, aber sonst ein wirklich sehenswerter Film

        • 7

          Wirklich sehenswerter Film, der die wahre Geschichte von Billie Jean King verfilmt. Aus meiner Sicht schafft es der Film, den Geschlechterkampf so darzustellen, wie es sein sollte. Frauen haben bis heute aber leider immer noch nicht die gleichen Rechte wie Männer, leider. Dafür sind wir aber schon wesentlich weiter, was die öffentliche Akzeptanz von Schwulen und Lesben angeht. Und auch dafür hat sich Billie Jean später eingesetzt. Und das finde ich großartig.

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          • 6

            tolle Kostüme, Frisuren, Sets. Tolle Frau, diese Billie Jean King. Ich kannte die Story nicht. Und genau deshalb habe ich gerade noch so 6 gegeben: Für den Geschichtsunterricht. Dem Buch fehlte es an Dramaturgie, der Schnitt und die deutsche Synchro und insbesondere die deutschen Dialoge haben es schon schwer erträglich gemacht.

            • 4

              Battle of the Sexes ist der dritte Tennis-Film der ich in diesem Monat geschaut habe und da könnte man meinen das ich dem Tennissport angetan bin und mir kein einziges Grandslam entgehen lasse aber ehrlich gesagt ganz im Gegenteil.Als auf Geschichte von Billy Jean King auf Wikipedia stolperte, liest sich ihre Geschichte sehr gut an als ich erfahren habe das ihre Geschichte verfilmt wurde, wurde ich neugierig aber habe natürlich keine Erwartungen an diesen Film gehabt. In diesem Film geht es um Gerechtigkeit und warum überhaupt die warum überhaupt es zur Gründung der W.T.P. (Women’s Tennis Association) kam. Aus einer interessanter Geschichte wurde nur ein mässiger Film inszeniert der es nicht versteht in welche Richtung er die Geschichte erzählen wollte. In einer Hollywood Produktion erwartete ich generell kein Tiefgang also da wurde ich nicht mal enttäuscht. In Hollywood sind auch die Fehlbesetzungen an der Tagesordnung, was zur Hölle hat Emma Stone in diesem Film verloren? Sie wirkte sichtlich überfordert mit ihrer Rolle und passt gar nicht in die Rolle der Billie Jean King. Steve Carrell macht hingegen Laune obwohl er auch eine Fehlbesetzung ist der Kerl hat ebenfalls zuvor nie ein Tennisschläger in der Hand gehabt. Was mich an diesem Film am meisten störte war aber das es fast keine normal denkende Charakteren in diesem Film gab. Entweder war man Feministin oder Chauvinist obwohl das in Wirklichkeit so gar nicht der Fall gewesen ist. King wollte nur Gerechtigkeit und ihre Gegenspieler waren keinesfalls Chauvinisten. Hier wurde sehr vieles übertrieben und aus vielen Charakteren einfach dumme Stereotypen gezeichnet was dem Film schlussendlich mehr schadet weil für eine Komödie wirkt der Film zu ernst. Das Tennis verhalten lässt zu wünschen übrig aber immerhin geriet es sehr schnell im Hintergrund. In diesem Film wirkt auch alles aufgesetzt und die Gefühle der Charakteren kommen nicht rüber.
              Schlussendlich wurde aus einer interessante Geschichte die Potential für eine gute Verfilmung gehabt hätte ein Film ohne Tiefgang nicht richtig gut gelungene Charakteren die ausserdem schlecht gezeichnet wurden, zu viele Stereotypen und Genre-Klischees einer der schlechtesten Sportfilme aller Zeiten.

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              • 6
                lieber_tee 16.02.2018, 01:46 Geändert 16.02.2018, 07:48

                Der Kampf der Geschlechter vermeidet den wirklichen Kampf.
                Gutmütiger Wohlfühlfilm, der mit pädagogisch wertvollen Tennisarm den feministischen Kampf der 70er Jahre in den Mittelpunkt stellt. Der sich mit Optimismus in Großbuchstaben auf seine progressiven Schulter klopft und das Jahrhundertspiel zwischen Mann und Frau als Unterhaltungsshow darstellt. Im Würgegriff der Dominanz heißt hier nicht Geschlecht, Sexualität und Macht zu analysieren, sondern männliche Karikaturen gegen weibliche Zweifel kämpfen zu lassen.
                Im Prinzip ist es angenehm, das „Battle of the Sexes“ kein Trübsal-blasender Problem-Film ist. Und Emma Stone vermittelt den zentralen Charakter Billy Jean King mit Sorgfalt und Empathie. Warum aber ihre gleichgeschlechtliche Romanze (so sensibel sie auch dargestellt ist) mit ihrer Friseurin unbedingt auch noch als Zusammenhang mit Feminismus herhalten muss, ist mir nicht klar, ist ein Klischee (Unter dem Motto, alle Lesben sind auch Feministen).
                „Battle“ funktioniert weder als Sportfilm (für Tennis interessiert sich der Film gar nicht), noch als lesbischer Liebesfilm (dieser Aspekt ist nur ein dramatisches Mittel), geschweige denn als flammendes Plädoyer für die Rechte von LGBT-Menschen (wirkt wie eine verständnisvolle Aufklärungs-Broschüre). Und ein Biopic ist der Film ebenso wenig, dafür erfährt der Zuschauer zu wenig über seine beiden zentralen Personen.
                „Battle“ ist eher ein angenehm anzuschauender Crowdpleaser, wo man Billy Jean King (die Frauen) anfeuern kann. Der genuss- und stilvoll die 70er Jahre in Inszenierung und Ausstattung kopiert.
                Was ich dem Film allerdings zuspreche ist, das ein Eindruck entsteht, wie wenig sich die Welt beim Thema Gleichberechtigung weiter gedreht hat. Denn die im Film zu hörenden sexistischen Dialoge und die finanzielle Un-Gleichheit zwischen den Geschlechtern sind im Jahre 2017 immer noch aktuell.
                6 Frauen sagen wie hübsch sie sind.

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                • 8

                  Billie Jean King war und ist einfach klasse und zeigts den Chauvis. Ausstattung und Aufnahmen gelungen im Stile der 70er Jahre. Auch daß sie eine Lesbe ist, wird hinreichend deutlich.

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                  • 7
                    Big_Kahuna 30.01.2018, 19:31 Geändert 30.01.2018, 23:27

                    „Battle of the Sexes“ - schweres Thema, ganz schweres Thema.
                    „Battle of the Sexes“ ist aber auch ganz leichte Kost.
                    Locker leicht.
                    Geradezu fluffig.
                    Wenn „Battle of the Sexes“ ein Gericht wäre, dann wäre es wahrscheinlich Gurkensalat.
                    Oder Lachscarpaccio.
                    Vielleicht Vietnamesische Glasnudelsuppe. Irgendwas mit Zitrone, Pinienkernen oder Apfelscheiben.
                    Zumindest als Vorspeise.
                    Als Hauptgang gibts dann ein zentnerschweres Spanferkel, natürlich aus Tofu, damit der Oberarm nicht so 'rumschwabbelt.
                    Emma Stone als Tennisschlägerschwindes Mauerblümchen, das gleichzeitig als Frauenrechtlerin das allzeit populäre Thema der unterschwelligen oder in diesem Fall sehr offensichtlich dargestellten Frauenunterdrückung zeitgeistlich passend der Oscarbewegungen in die Schranken weist und gegen einen tragikomischen, chauvinistischen, wettspielenden Steve Carell antritt, das war auf dem Blatt Papier schon sehr extravagant klingende Kost.
                    Fast so extravagant wie die eingangs erwähnten Kohlenhydratarmen Delikatessen, von denen man garantiert keinen Tennisarm bekommt.
                    Ganz kommod und unverkrampft professionell aufgeschlagen, ermöglicht das Regieduo um Valerie Faris und Jonathan Dayton den Blick in eine neben all den Preisgeldern und Ruhmestaten eigentlich tragische Welt der Tennisidole, die ihr Leben zumindest im Falle von Billie Jean King (Emma Stone mit Klingeldrahtbrille) durch aus auch an die Erwartungshaltung des verständnislosen Zuschauers und vor allem der Fans angepasst haben sollte.
                    „Battle Of The Sexes“ zeigt dahingehend zwar keine Möglichkeit auf, dass Prominente mit nicht öffentlich anerkannter sexueller Gesinnung den mutigen Schritt zum Outcome wagen sollten, doch umreißt in bereits erwähnt unbefangener Art wie scheinheilig die Welt eigentlich ist, in der wir uns befinden. Durch aus mit einigen pathetisch aufklatschenden Schmetterbällen in Richtung Medienmanipulation und warum ausgerechnet immer nur weiße Männer an jenen Arbeitsplätzen mit den imaginären Hebeln und Schaltern sitzen müssen, bin ich mir unterdessen zwar nicht bewusst wieso man das Klischee erfüllen muss, dass alle aktivistischen Frauenrechtlerinnen hässlich seien, letztlich ist es aber auch mal ganz erfrischend einen sympathischen Hollywoodstar wie Emma Stone nicht als grazile Tennisschönheit betrachten zu müssen, wo dies auch gar nicht angebracht gewesen wäre.
                    Seine Höhepunkte allerdings hat „The Battle of the Sexes“ freilich wenn mit Elton Johns „Rocket Man“ unterlegt die lesbische Liebe als vergänglicher Road Trip durch die Sonne zelebriert wird oder wenn beispielsweise der leichtfüßig großkotzige und teils unbemerkt erhabene Tennisprofi Bobby Riggs (brillant, Steve Carell) seinem Psychiater - der ihn eigentlich bei seiner Spielsucht therapieren soll - während der Sitzung Karten ziehen lässt.
                    Einfach Beschaulich und herrlich.
                    Letztlich gelingt dem Regie-Duo zwar in jeglicher Genre-Hinsicht kein grandioser Passierball, doch die stimmungsvolle Produktion gönnt sich fast zu jedem Zeitpunkt die richtige Temperatur um jene hitzigen Themen zu verarbeiten, auch wenn es teils wenig anspruchsvoll wirkt wie ungeschminkt und mitunter auch platt das Machtgehabe mancher männlicher Radiosprecher hier geschrieben wurde, auch wenn das sicherlich so gewollt war.
                    Alles in allem ein erfrischender Film auf konstant guten Niveau, doch irgendwie zumindest zu kleinen Teilen auch eine halbgare Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema.

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                    • 7

                      Eigentlich kann ich mich ja nicht wirklich am Tennissport begeistern... aber ich habe "Battle of the Sexes" dennoch eine Chance gegeben wegen Emma Stone und Steve Carell. Ich hatte mich hier auf eine richtige Komödie eingestellt weil er überall als solche dargestellt wird. Viel mehr ist es aber eine Geschichte die auf wahren Begebenheiten beruht mit ein paar lustigen Szenen.

                      Emma Stone und Steve Carell sind wie ich erwartet hatte wieder einmal großartig und passen sehr gut in ihre Rollen. Die Inszenierung ist durchaus gelungen, vor allem die 70er Jahre Flair kommt sehr gut rüber. Die Geschichte wurde sehr gut erzählt und man hat sich hier nicht nur auf den Sport konzentriert sondern auch sehr stark auf die politischen und gesellschaftlichen Aspekte (wegen Homosexualität und Frauen im Tennissport).

                      Auch wenn man überhaupt nichts mit Tennis am Hut hat, kann man sich für diesen Film begeistern denn diese geschichtsträchtigen Ereignisse sind sehr wichtig in vielerlei Hinsicht und ich find es klasse, dass man daraus nun einen Film gemacht hat der auch noch hervorragend inszeniert ist.

                      • 6

                        dachte es erwartet mich eine reine komödie...man bekommt eine wahre intessante story die richtig spass macht zu sichten...emma und steve passen immer gut zusammen

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                        • sch....(schade hab das match damals noch nich aufm schirm gehabt, ich, baujahr 63). das war ein ganz feiner film. hab mich noch bei suchadministatoren schlau gemacht. viel besser als mc. borg, find ich. hier gehts um alle menschen, keiner darf benachteiligt werden (schwarz, weiss etccccc.) und garnicht heute im 21 jahrhundert. lebt euer leben und haltet euch nich mit solch einen schwachsinn auf. wir sind menschen auf diesem planeten, wer weiß wie lange noch.naaa sach ich mal noch, normal, wenn die sonne mitspielt, 1-2 milliarden jahre. "ich" schätze mit "uns" 100-200 jahre dann iss schluss, wenn wir nichts ändern. warum? informieren leute und immer friedlich bleiben, andy weiter sooooooooooooo

                          • 7 .5
                            Andy Herman 14.01.2018, 18:59 Geändert 14.01.2018, 19:00

                            Wieder so ein Film, der es geschafft hat mich total in die 70er zu katapultieren. Man taucht total ab und lässt sich komplett mitreißen. Die Art wie der Film fotografiert wurde, die Kostüme, die Ausstattung und das Make Up, alles richtig gut. Emma Stone und Steve Carell runden das Ganze mit ihrer guter Leistung ab. Macht einfach Spaß den beiden zu zu schauen. Zudem ist die Geschichte um dieses Tennismatch-Ereignis auch nicht ganz unbedeutend und man sollte darüber zumindest mal gelesen haben. Ich hatte davor nichts darüber gewusst, umso spannender fand ich den Film.
                            Von Anfang bis Ende ein mitreißender Film. Es gibt einfach nicht mehr zusagen.

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                            • 7 .5

                              In den letzten Jahren machten sich die Hollywood-Frauen wieder verstärkt auf, die gleiche Gagen und Rechte wie die Männer zu verlangen. Eindrucksvoll wird dafür jedes Jahr die Oscar-Verleihung als Bühne verwendet. In den 70er Jahren nutzte die Sportlerin Billie Jean King (*1943) den Tennisplatz als Ort für eine feministische Kampfansage. Die berührende und historisch wichtige Geschichte lief nun in den deutschen Kinos an: “Battle of Sexes – Gegen jede Regel” (OT: “Battle of Sexes”, USA/UK, 2017).

                              • 9

                                "Battle of the Sexes" ist die wahre Geschichte der Tennisspielerin Billie Jean King und ihrem Gegner Bobby Riggs, die 1973 in einem Match gegeneinander antraten, das in die Geschichte einging. Stark gespielt von Emma Stone als Billie und Steve Carell als Bobby. Sehr interessant inszeniert, obwohl das Tennisspiel im Vordergrund steht, wird auch die Beziehung Billies zu ihrer Partnerin erzählt, die gegen Gleichberechtigung kämpft. Die Kulissen erinnern sehr an die 70er Jahre und die Musik passt sehr gut zu der damaligen Zeit. Nicht nur ein reiner Sportfilm, sondern auch eine Komödie mit lustigen Momenten. Insgesamt überraschend gut gelungen!

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                                • 7 .5

                                  Habe mich bestens unterhalten.
                                  Emma Stone und Steve Carell spielen großartig, haben offensichtlich Spaß an ihren Rollen.
                                  Wer sich für Sport interessiert, ist in diesem Film gut aufgehoben.

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                                  • 9

                                    Im Trailer sieht es so aus, als ginge es um einen Schaukampf im Tennis, Männlein gegen Weiblein, alternder Chauvi gegen aufstrebende Feministin. Doch die "Battle of the Sexes" ist so viel mehr. Natürlich geht es im Wesentlichen um dieses berühmte Match aus dem Jahr 1973, doch gelang der damaligen Nr. 1 der Tennisweltrangliste Billy Jean King zu dieser Zeit, erfolgreich für gleiche Preisgelder für Frauen und Männer zu streiten und gründete nebenbei aus der Not heraus die heute weltberühmte Women’s Tennis Association, kurz WTA.

                                    Eine große Geschichte, dargeboten von einem großartigen Cast, unter der Leitung des Regie-Pärchens Valerie Faris & Jonathan Dayton ("Ruby Sparks"), produziert von Danny Boyle (Oscar für "Slumdog Millionaire").

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                                    • 7

                                      Dass Battle of the Sexes in erster Linie als Message-Movie funktionieren und als solches auch verstanden werden soll, daran hält das Regieduo [...] von der ersten bis zur letzten Minute fest. Kings Kampf für Gleichberechtigung gleicht allerdings einem dramaturgischen Malen nach Zahlen [...]. [Michael Pekler]

                                      • 7

                                        Spiel, Satz, Sieg: ein charmanter Feelgood-Film über ein epochemachendes Sportereignis. [Birgit Roschy]

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                                        • 8 .5

                                          [...] Battle of the Sexes ist so ein großartiger Film, weil nicht nur Sexismus und Machismo in finanziellen, albernen, ekligen und erschreckenden Formen vorgeführt werden. [Günter H. Jekubzik]

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                                          • Emma Stone. Steve Carell. Eine Geschichte über einen viel zu lauten Frauenfeind, der medienwirksam die beste Tennisspielerin seiner Zeit zu einem Match herausfordert. Der in Kostümen trainiert, immer einen Spruch auf den Lippen hart und trockene Reaktionen von seiner Kontrahentin erhält.

                                            Wer denkt da nicht sofort an lockerleichte Komödienunterhaltung. So erging es mir zumindest. Falsch gedacht.

                                            Ja, der Film weiß um die Medieninszenierung des Tennis-Matches als Kampf der Geschlechter zu unterhalten. Das ist aber nur die oberflächliche Ebene. Das Herz des Filmes besteht aus einer tragischen, leisen, manchmal zerbrechlichen Protagonistin. Die eben nicht im Alleingang den Sexismus abschafft, sondern Stück für Stück gegen eine ungerechte Welt ankämpft. Sich dabei verliebt, findet, scheitert, hinfällt, gewinnt und irgendwie auch verliert. Daneben ihr Kontrahent, der nicht einfach nur als Frauenhasser durch die Welt wandert. Sondern ebenfalls Sehnsüchte hat, scheitert, hinfällt und vielleicht auch irgendwie zum Ziel gelangt.

                                            Komplexer, tiefer, vielschichtiger als die Trailer es vermuten lassen.

                                            • 6 .5

                                              Dabei ist der Film absolut unterhaltsam und kurzweilig. Die Schauspieler sind großartig ausgewählt [...]. [Heidi Reutter]

                                              • 7 .5

                                                Ob Emma Stine manchmal Sorgen hat daß eine Oscar Party ohne sie steigen könnte? Womöglich, daher sorgt sie lieber vor und reicht einen Film ein der ihr zumindest die Chance auf einen Goldjungen einräumt. Allerdings: einen Guten. Wobei der Film mehrere Bereiche abdeckt: er lädt der sympathischen Hauptfigur drei Problembereiche auf in denen sie sich bewähren muß: das Duell gegen einen Machogegner, die Sorgen und Nöte eine eigene Tennisliga zu gründen und in Fahrt zu halten sowie die privaten Probleme bei denen sie lesbische Ambitionen an sich endteckt und diese mit ihr und ihrem Umfeld vereinen muß. Dabei passiert in der ersten Stunde relativ wenig außer eben daß diese drei Bereiche wechselhaft auftreten, im letzten Drittel gehts dann auf den Platz zur großen Tennisschlacht. Hier ist es allerdings PEch daß der Film so kurz nach "Borg McEnroe" herauskommt - gegen dessen Psychothriller Spiel kommt das Duell zwischen Stone und Carrell nicht an. Aber er punktet auf vielen Ebenen: mit einer angenehmen Hauptfigur, ruhiger Erzählweise und einer durchweg glaubhaften Nachstellung der 70er Jahre. Das reicht definitiv für einen entsprechenden Blick - obs für einen Oscar reicht weiß ich nicht.

                                                Fazit: Vielschichtiger und ruhiger Film, von Emma Stone grandios getragen!

                                                Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=6z2W2rsCvz0

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                                                  Erstaunlich kurzweiliges und unterhaltsames Vergnügen über ein Show-Match, dessen sportlicher Wert zwar gen Null tendiert, dessen Bedeutung aber komplett überfrachtet und letztlich auch satirisch aufgeladen wurde - und das nicht zuletzt auf genau diese Weise die Öffentlichkeit für eine Problematik sensibilisieren konnte, wie es auf andere Weise vielleicht gar nicht anders möglich gewesen wäre. Steve Carell alias Bobby Riggs heizt im Vorfeld des Matches durch diverse Clownerien die Bedeutung des Spiels enorm an und schafft damit vielleicht genau den Rahmen, den dieses Ereignis braucht. Wie Billie Jean King (Emma Stone) im Film schon sagt: Nicht Riggs ist das Problem, er spielt nur seine Rolle. Die wahren Verursacher der Ungleichbehandlung sind Leute wie Jack Kramer (Bill Pullman) und deren Lakaien, die hinter den Kulissen die Strippen ziehen, die Richtung vorgeben und kein µ vom status quo abweichen wollen.

                                                  Bemerkenswert vergnüglich wird hier die Geschichte eines Etappensteins im Ringen um Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung erzählt. [SPOILER: Im ersten Fall gelingt ein wichtiger Teilerfolg, für das zweite Anliegen scheint die Zeit noch nicht reif zu sein, wie gegen Ende des Filmes gesagt wird. SPOILER ENDE]. Dem Tennismatch an sich merkt man natürlich schwer an, dass da alles ein wenig langsamer vonstatten geht als im "richtigen" Profizirkus, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch.

                                                  Genauso wie das Match selbst, präsentiert auch der dazugehörige Film eine ernste Thematik auf heitere Art und macht sie so den Massen zugänglich. Stilistisch schmiegt sich 'Battle of the Sexes' übrigens sehr eng an die Ästehtik der 70er an, was enorm gut gelungen ist.

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