Berlin Calling - Kritik

Berlin Calling

DE · 2008 · Laufzeit 109 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama, Musikfilm · Kinostart
Du
  • 7 .5

    DJ Ickarus, gespielt von Paul Kalkbrenner, ist ein begnadeter DJ und Produzent. Um sein neues Album schnellst möglich zu produzieren, schluckt er Aufputschmittel, schläft kaum und innerhalb kürzester Zeit erleidet er an einer Psychose. Seine Freundin verlässt ihn, er hat Schulden, sein neues Album soll nicht veröffentlicht werden und zusätzlich kommt er in eine Entzugsklinik. Paul Kalkbrenner spielt seine Rolle überzeugend und sorgt für einen genialen Soundtrack. Nicht nur Elektroliebhaber werden auf ihre Kosten kommen, "Berlin Calling" ist ein gelungenes deutsches Musik-Drama. Sehenswert!

    • 4 .5

      Erstsichtung: 17.02.2018
      Vorhersage: 6 --> Bewertung 4,5

      Deutsches Drama mit tollem Soundtrack. Außer der guten Musik hat es aber recht wenig zu bieten. vor allem die Story ist meiner Meinung nach nahezu ein Totalausfall.

      FAZIT: Musik top, der Rest flop.

      • 7

        damals beim kumpel gesehen und fand den so geil...ja und es rockt immer noch

        • 9 .5

          Durch diesen Film kam ich nach jahrelangem Absentismus wieder zurück zum Techno.
          Der Film bringt das Techno-Lebensgefühl in ranzigen Kellerclubs richtig gut rüber und man hat danach direkt bock, erstmal 5 Tage am Stück feiern zu gehen.
          Gleichzeitig beleuchtet er durch den Absturz von Ickarus das Thema Feiern & Drogen sowohl von der schönen als auch der weniger schönen Seite.
          Tragikomödie ist hier schon die perfekte Bezeichnung.
          Auf jeden Fall absolute Empfehlung von mir! Schaue mir den immer wieder gerne an.

          Das ist mal ein geiler, neuer Musikfilm. Dagegen können die Amis mit "We Are Your Friends" und "XOXO" nicht mal ansatzweise gegen anstinken!

          7
          • 8

            Empfehlenswert!

            • Our Daily Free Stream: Berlin Calling (german only). Wieviel Berlin braucht eigentlich ein Berlin-Film? Hannes Stöhr bietet Locations wie die Eastside Gallery, die Oberbaumbrücke und den Alex. Ausserdem dreht er in zwei Clubs: Bar 25 und Maria am Ufer. Der Grossteil der Handlung aber findet dann in der geschlossenen Abteilung statt. Obwohl die Techno Bewegung 2008 schon nicht mehr taufrisch war, liefert Berlin Calling ein schönes Portrait von Techno City (und straft diejenigen Lügen, die damals bereits den Ausverkauf sahen). Berlin Calling, ein Schwanengesang? Wohl eher ein Missverständnis, denn eine Bewegung verlagert sich und mittlerweile gibts gute Clubs sogar in Tegel! Hier kommt also der typische DJ, wie er in der S-Bahn Samples mit dem Mobil aufnimmt und so den Soundtrack der Stadt entwirft. Normalerweise handeln Musiker-Filme immer von Engländern oder Amerikanern und spielen in der "guten alten Zeit". Wohl keine Genre ist konservativer als ausgerechnet der Musikfilm! Berlin Calling spielt aber nicht im tiefsten "Es war einmal", sondern hier und jetzt! Hannes Stöhr darf sich damit als Pionier fühlen, denn er hat den Techno auf die Leinwand gebracht! Sein grosses Thema ist Genie und Wahnsinn und das führt dann auch folgerichtig in die Nervenheilanstalt. Der DJ und Patient heisst Ickarus mit ck und wird verkörpert von Paul Kalkbrenner. Wieviel Kalkbrenner steckt in Ickarus? Ich vermute, ganz viel! Um das Bild zu verstehen, muss man in der griechischen Antike nicht sonderlich bewandert sein. Tauschen wir die Sonne doch einfach gegen den Mirrorball aus, denn schliesslich erlebt Ickarus die echte Sonne nur selten. Er macht die Nacht zum Tag und das weltweit. Stöhr kommt aus Hechingen-Sickingen und hat dennoch zwei formidable Berlin Filme gemacht. Hier zeigt er die Stadt von innen und deshalb wurden in der Bar 25 auch eigens für den Film Parties veranstaltet. Die Kamera darf sich durch die tanzenden Massen schieben und bekommt einen der seltenen Augenblicke, welche die meisten am nächsten Tag nur noch dunkel in Erinnerung behalten. Wie gern hätte ich ein paar solcher Bilder von der Filmkunstbar Fitzcarraldo! Stöhr, so liest man, kannte Kalkbrenner schon einige Zeit und überredete ihn schliesslich, selbst den Ickarus zu spielen. Konsequent ist das bisher seine einzige Rolle geblieben! Ickarus bezeichnet Kalkbrenner als den eigenen Dämon; ein Typ, der dahin will, wo Kalkbrenner heute ist. Ein Typ der dahin will, wo jeder Zweite, der hier so durch die Reichenberger latscht, auch hin will, denke ich manchmal.

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              • 8

                Titten, Techno und Trompeten.

                • 10

                  Selten schafft ein Regisseur es, eine Subkultur so unverblümt, so detailliert, so realistisch darzustellen, wie Hannes Stöhr dies mit ''Berlin Calling'' geschafft hat. Stöhr inszeniert hier nicht einfach ein fiktives Biopic. Der Protagonist Ickarus gilt lediglich als Mittel zum Zweck, um die Technoszene auf die Leinwand zu bringen und greifbar zu machen für ein Publikum, das weit größer ist, als jenes der Clubszene. Techno und alles, was dazu gehört, wird verstehbar gemacht. Stöhr verzichtet hier auf jedwede Kritik im positiven oder negativen Sinne. Er prädiziert die Stärke der Wirkung seines Werkes, sodass Kritik im Film vollkommen überflüssig wird. So bekommt der Zuschauer einen klischeefreien, bodenständigen und ehrlichen Einblick in eine Szene, die einem breiten Publikum als ewiges Mysterium galt. Hervorzuheben ist außerdem die schauspielerische Leistung Paul Kalkbrenners, der seine Rolle in einer Form und Intensität lebt und verkörpert, die eines Mickey Rourke in ''The Wrestler'' in nichts nachsteht.

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                  • 9

                    Wer Techno liebt, dem imponiert auch dieser Film. Für Leute, die sich mit der Szene nicht auseinander setzen bzw. Sich nicht in die Lage(n) hinein versetzen können, wird dieser Film wohl nichts sein.

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                    • 9 .5

                      Vorallem für die die selber gerne auf Party gehen um gescheit zu Feiern... in dem Film habe ich mich selber einige Male gesehen er ist echt so rüber gebracht wie es zu den gescheiten Partyzeiten auch war... Defintiv ein MUSS

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                      • 5 .5

                        Ickarus lebt Berlin. In der Nase mehr Koks als Haare und im Kopf mehr Ideen als Ideale, schlafwandelt der Dauersonnenbrillenträger durch die Straßen und Clubs der Stadt. One pill makes you larger, one pill makes you small und die nächste Pille bringt den DJ und Produzenten zuerst nackig in ein Luxusrestaurant und anschließend ins Kuckucksnest, genauer ins MVZ Moabit.

                        Ab diesem Moment ist es Essig mit Berlin. Viel mehr als zwei Wohnungen, zwei Büros und die beschaulich linoleumgefließten Flure der Entzugsklinik sieht Ickarus (Musiker und Soundtrack-Produzent) Paul Kalkbrenner kaum noch vom Kreativtiegel. Die tagvergessenen Straßenbahnfahrten sind noch die Momente, die den Puls und Stimmung von "Berlin Calling" am besten einfangen.

                        "Berlin Calling", wie auch Ickarus Album im Film heißt, ist mal manisch-pulsierend, mal schwelgerisch-melancholisch. Hauptfigur Ickarus ist fast durchweg ein Arschloch. Die kurzen Momente mit seinem überforderten Vater und seinem liebevoll distanzierten Bruder gehen nahe, sein Verhalten insbesondere seiner Freundin gegenüber nur gegen den Strich. Obwohl er sie den ganzen Film über belügt, betrügt, teils sogar körperlich angeht, muss die trotzdem immer wieder die Kastanien aus dem Feuer holen. Schlimm: Rita Lengyels steifes Spiel. Schlimmer: Die Szene bei seiner Managerin. Am schlimmsten: "Ickarus ist ein Künstler, den können sie nicht so behandeln, wie andere Patienten!" Geht euch waschen, ihr Hippies!

                        Am Ende sind Stefan/Ickarus und Mathilde wieder da, wo der Film angefangen hat. So viel zu erzählen gab es also nicht. Zumindest genug, um über die Laufzeit zu tragen. So viel von Berlin zu erleben allerdings auch nicht.

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                        • 8
                          ju.ku.750 09.05.2015, 19:00 Geändert 09.05.2015, 23:05

                          "Seit er denken kann, ist der Mensch auf der Suche nach irgendwelchen Stachelbeeren oder Gräsern, die er sich einpfeiffen kann, um sich einmal anders zu fühlen."
                          --Paul Kalkbrenner

                          Regisseur Hannes Stöhr wollte einen Film über Kunst und Wahnsinn drehen und das ist ihm mit "Berlin Calling" definitiv gelungen. Dazu gibt es einen genialen Soundtrack von Paul Kalkrenner zu hören.

                          In dem Musikerporträt "Berlin Calling" gibt es eine unscheinbare Szene, welche die ganze Lust, aber auch das Leid der Techno-Kultur, um die es hier geht, auf den Punkt bringt: Die Psychiaterin Petra Paul setzt sich die Kopfhörer ihres Patienten auf. Sie hört einen schnell geschlagenen, bedrohlich tiefen Bass, darüber Schnarrgeräusche. Erst guckt sie erschrocken, dann ziehen sich wie von selbst ihre Mundwinkel nach oben. Es ist dieser Tanz zwischen Verstörung und Freude, zwischen dem sprichwörtlichen Abstürzen und Abheben, der das Feiern auf elektronischer Musik - und damit auch den Film "Berlin Calling" besonders machen.

                          "Berlin Calling" fühlt sich ein wenig wie der Klassiker "Einer flog über das Kuckucksnest" an...gepaart mit ein wenig LSD und ganz viel Techno:-)

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                          • Ich wusste gar nicht, dass es da einen Film gibt ^^

                            • 8

                              nicht alle Schauspieler sind gut aber der Film ist gut die Musik.... der Aufbau!

                              • 9

                                Der Film funktioniert auf zwei Ebenen. Zum einen schafft er es wie kein anderer Streifen die Atmosphäre des Party-Berlins perfekt rüberzubringen, so dass selbst Berliner verstehen könnten, warum die vielen Touristen jährlich mehrfach scharenweise unsere Stadt belagern. Der einzigartige Soundtrack ist nicht nur die Untermalung zum Film, sondern auch der Soundtrack zum Berlin der 2000er, und kann selbst Electromuffel begeistern.
                                Auf der anderen Seite gibt es aber eine durchaus ernste Story, die eben auch die Schattenseite dieses Partylebens aufzeigt ohne jedoch den Zeigefinger zu erheben. Berlin Calling ist kein Anti-Drogen-Film, sondern ein Antiexzess Film, der aufzeigt wie man sich in einem Leben voller Versuchungen verlieren kann, wenn man psychisch nicht stabil ist.
                                Eine Hommage an eine Stadt hat selten soviel Liebe und Kritik selbiger gegenüber zugleich gezeigt.

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                                • 5 .5

                                  Die Schauspieler überzeugen leider nicht immer. Außerdem gibt´s ein paar Längen, fdafür passt aber die MUSIK !

                                  • 7

                                    Den Film hab ich hauptsächlich der Musik wegen angesehen, war aber über Kalkbrenners Fähigkeiten als Schauspieler positiv überrascht!

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                                    • 7

                                      "Einer flog übers Kuckucksnest" in neuem Gewand. Freiheit, Drogen, Party, Absturz ... u. wieder heraus, nur der Wandel dahingehend bleibt unersichtlich...
                                      man braucht halt ein gutes Ende. Macht nix, trotzdem unterhaltsam.
                                      Verstehe hier die Null-Punkte-vergabe einiger nicht, Null Punkte wäre für mich 2 Stunden Testbild mit Werbeblöcken dazwischen, was hier nicht der Fall ist.

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                                      • 6

                                        Ich denke nicht das man die Musik mögen , die DJ -Szene kennen muß um den Film zu mögen . Da ich finde das es in erster Linie um einen talentierten Künstler geht , der sich selbst zerstört .Dabei wird ihm die für seine Kunst nötige sensibilität zum Verhängnis . Das ist jetzt auch keine ganz neue Geschichte . Verlegt wird sie ins DJ und Party Milieu wohl zum einen da der Hauptdarsteller aus ihr kommt und zum anderen um ein junges Publikum anzusprechen . Schauspielkunst und Inzienierung bewegen sich dabei im guten Mittelmaß . Die Musik ist zwar nicht unbedinngt das was ich sonst gerne höre ,paßt aber durchaus auf die Geschichte . Drogen und Techno harmonieren scheinbar .

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                                        • 0 .5
                                          Gladiator11 21.10.2014, 10:54 Geändert 02.11.2014, 16:19

                                          Ein sehr schwacher Film, der die Handlung des "Einer flog über das Kuckucksnest" fast 1:1 kopiert/gestohlen hat. Ich dachte man würde in diesem Film ein bisschen mehr von Berlin sehen. Nein dem war nicht so! man war bedacht einen fantastischen Film zu kopieren.
                                          Abgesehen, dass der Film ein billiges Remake vom obengenannten Film ist, ist die ganze Handlung tierisch langweilig.

                                          • 7

                                            Wie geil ist das denn???

                                            Fette Mucke, ein total durchgeknallter DJ und dazu noch eine Portion Drama + Komik...

                                            Leichte Abzüge gab es dennoch, wegen zu lang gezogenen Szenen.

                                            Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber für Freunde der elektronischen Musik auf jeden Fall ein MUSS!

                                            • 5

                                              Wahrscheinlich muss man diese ganz bestimmte Musik-Szene kennen, um Berlin Calling richtig schätzen zu können... Der Film tritt auf der Stelle, spielt mit Wiederholungen, ist zum Teil langatmig und zum Teil beunruhigend, was die Verquickung von Drogenkonsum und DJ-tum angeht. Ich würde jetzt einfach mal unterstellen, dass diese Wirkung durchaus beabsichtigt ist, aber mich hat das am Ende dann doch etwas ratlos und deprimiert zurückgelassen.

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                                              • 10

                                                <3 Berlin <3 Techno

                                                • 10

                                                  für mich als PK Fan ,absolut TOP! Wer sich in der Bar25 szene auskennt,und auf diese Musik steht,schlicht weg ein muss! Finde es ein sehr spannendes ,wenn auch kritisches Thema! PK als absoluter neuling macht seine sache gut,wie ich finde.
                                                  10points

                                                  • 6 .5

                                                    Und immer noch bin ich bei Berlin Calling zwiegespalten ... Einerseits war er echt packend aber andererseits auch ziemlich langatmig. Jedenfalls ist PKs Musik das Beste am ganzen Film :)

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